Ausgabe 
13.7.1937
 
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Kunst und Wissenschaft

Aus aller Welt

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Gvang. Landeskirche Nassau-Hessen

Zwei Anordnungen des Reichskirchenministers.

Lpd. Das Gesetz- und Verordnungsblatt

Polizeipostens, zu einem Raubüber­fall auf eine Oberförsterei, wobei ein Angestellter der Försterei getötet und zwei weitere schwer ver-

Tat mit seinem Fahrrad nach Koblenz gefahren, habe dort in einer Kirche gebetet und sei dann wie­der zurückgefahren. Er war in der Nacht zum Frei­tag wieder in Waldesch eingetroffen und hat es ertiggebracht, den Rest der Nacht in seinem Hause, wo die fünf Leichen lagen, zu verbringen. Die Gen- damerie, die in der Nacht die ganze Umgebung ab­gesucht hatte, entdeckte ihn am folgenden Morgen und brachte ihn in Gewahrsam.

Der Magdeburger Mädchenmörder verhaftet.

Der als Mörder eines elfjährigen Mädchen ge- uchte Hermann Kretschmer aus Bernbura ift jetzt festgenommen worden. Durch die Auf­merksamkeit eines Gendarmeriebeamten aus Nie­megk war es möglich, des Mörders auf der Land- traße zwischen Niemegk und Neundorf habhaft zu Derben. Kretschmer wurde nach Magdeburg überge- ührt, wo der Mord verübt worden war.

Mord an einem Jugendlichen.

In einer Kiefernschonung in der Heide zwischen Bergen bei Celle und Soltau wurde der 1920 zu Demmin in Pommern geborene Hans Zimmer­mann mit zahlreichen Stichverletzungen t o t auf­gefunden. Zimmermann hatte sich am 26. Juni aus der elterlichen Wohnung in Greifswald entfernt.

Vollstreckung eines Todesurteils.

Am 10. Juli ist der Josef Schäfer aus Bebra h i n g e r i ch t e t worden, der durch das Urteil des Schwurgerichtes in Rottweil wegen vier Verbrechen des Mordes zum Tode verurteilt worden war. Schäfer, ein vielfach vorbestrafter, asozialer Mensch, hat ein Mädchen, mit dem er ein Verhältnis unter­halten hatte, und das ihm lästig geworden war, umgebracht und drei Männer ermordet, um sich ihre Ausweispapiere anzueignen und unter ihrem Na­men zu leben.

Autobusunfall in Mainfranken.

In der Nähe von Gemünden ereignete sich ein folgenschwerer Derkehrsunfall. Ein Omnibus, der 32 Arbeiter zur Arbeitsstätte beförderte, geriet ins Schleudern, stürzte um und überschlug sich. Sämtliche Insassen erlitten hierbei Verletzun­gen. Glücklicherweise erwiesen sich die meisten Ver­letzungen als leicht. 21 Verletzte wurden ins Be­zirkskrankenhaus Gemünde eingeliefert. Zwei von ihnen haben ernstere Verletzungen davongetragen. Zwei weitere Schwerverletzte wurden in das Luit­pold-Krankenhaus in Würzburg eingeliefert.

Grotzangelegter Devifenschmugget in Ungarn aufgedeckt.

Der ungarischen Devisenpolizei ist es gelungen, einen großangelegten Devisenschmuggel auf­zudecken. Mehr als eine Million Schilling wurden von einem in Ungarn lebenden österreichischen Staatsbürger nach Oesterreich geschafft. Die Unter­suchung ergab, daß er mit einer großen Reihe von Helfershelfern in Budapest arbeitete. Der Anführer der Bande und fünfzehn seiner Helfer befinden sich in Haft. In einer zweiten großen Devisenschmuggel- affäre, deren Fäden von dem ungarischen Oeden- burg nach Oesterreich führen, sind ebenfalls Erhe­bungen im Gange. Hierbei werden Viehhändler an­geklagt, Schillinge auf gesetzwidrige Weise nach Oesterreich geschafft zu haben. In beiden Fällen för­derten Haussuchungen eine Reihe von belastendem Material zutage.

200 Mädchen nach Rio verschleppt. Das Haupt einer internationalen Mädchenhändlerbande in

Polen verhaftet.

Im V-Zug BukarestWarschau konnte die pol­nische Polizei, die von den rumänischen Behörden unterricktet worden war, das Haupt einer inter­nationalen Mädchenhändlerbande, einen Armenier namens Akurian, verhaften. In seiner Begleitung befanden sich drei junge Rumäninnen, die er nach Gdingen bringen wollte, wo er ihnen Stellungen auf dem holländischen DampferBergen op Zoom" versprochen hatte, der die Mädchen in Wirklichkeit nach Rio de Janeiro verschleppen sollte. Die drei Rumäninnen wurden in ihre Heimat zurückgeschickt. Der Armenier kam in Untersuchungshaft. Nach den bisherigen Ermittlungen sind durch ihn und seine Helfershelfer allein in den letzten Monaten wenig­stens 200 Mädchen aus Bulgarien, Rumänien, Un­garn und Polen über Gdingen nach Rio de Ja­neiro verschleppt und dort verkauft worden. Der Verhaftung des Armeniers sind bereits weitere Ver­haftungen in Polen und Rumänien gefolgt. Die Mädchenhändler haben ihre Opfer hauptsächlich un­ter arbeitslosen Kellnerinnen, Statistinnen und ähn­lichen Berufen gefunden.

Typhusepidemie in Istanbul.

Die Typhusepidemie, die seit einigen Wochen in Istanbul herrscht, breitet sich allmählich auf alle Stadtviertel aus. In den Krankenhäusern herrscht bereits Mangel an Betten. Täglich werden etwa 20 neue Krankheitsfälle gemeldet. Alle staat­lichen und städtischen Beamten und Angestellten sowie alle Angestellten öffentlicher Verkehrsmittel unterliegen dem Zwang der Schutzimpfung. Auch alle Ladenoerkäufer und fliegenden Händler müssen sich in den öffentlichen Impfstellen, die täglich von mehr als 12 000 Personen ausgesucht werden, ein­finden. Die Trinkwasserkontrolle wird verschärft. Die Rachforschungen nach Amelia Earhart eingestellt.

Nach Blättermeldungen aus San Franzisko ist auf Grund der letzten amtlichen Mitteilungen über die Nachforschungen nach Amelia Earhart und ihrem Piloten N o o m a n bisher noch kein Erfolg zu verzeichnen. Weder Signale noch irgendwelche Wrackstücke von ihrem Flugzeug sind gefunden worden. Die Nachforschungen wurden Montag mittag eingestellt.

345 Todesopfer der Hitze in Amerika.

Die Hitzewelle in Amerika ist trotz schwerer Gewitter, die in verschiedenen Gegenden niedergin­gen, ungebrochen. Die in nunmehr 25 Bundesstaa­ten herrschende Gluthitze hat bisher 3 4 5 Todes­opfer gefordert, davon 70 allein im Staate Neu- york. In sechs Ortschaften Westvirginiens riefen Wolkenbrüche eine derartige Uederfchwemmung her­vor, daß viele Wohnhäuser zerstört und zwei Brücken weggespült wurden. Der Saschaden beträgt eine Million Mark.

Schüsse auf den Arbeitskameraden. Der Täter richtet sich selbst.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 12. Juli. Am Mon- tugmittag gab ein 27jähriger Mann in einem ge­werblichen Betrieb in der Offenbacher Landstraße auf einen dort beschäftigten früheren Arbeitskame­raden von ihm mehrere Schüsse ab. Der Arbeiter wurde schwerverletzt ins Krankenhaus ge- i bracht. Der Täter richtete dann die Waffe gegen sich selbst und brachte sich eine tödliche Ver- ' letzung bei. Der Beweggrund zur Tat konnte noch : nicht festgestellt werden.

Die Verwundeten derDeutschland" danken.

Fast täglich laufen im Militärhospital von Gi­braltar aus - allen Teilen Deutschlands von klein und groß an unsere hier in Pflege befindlichen Ver­wundeten Zeitungen, Bücher, Lesematerial und Briefe ein, worin die innere Verbundenheit und herzliche Anteilnahme des ganzen deutschen Volkes an dem Schicksal unserer durch den heimtückischen Flieaerüberfall verwundeten Soldaten des Pan­zerschiffesDeutschland" zum Ausdruck kommt. Da es den Verletzten, die sich jetzt alle auf dem Wege der Besserung befinden, nicht möglich ist, jedem einzelnen persönlich zu danken, bitten auf diesem Wege ihren tiefempfundenen Dank Öffentlichkeit zu übermitteln.

Rekordbesuch auf der Reichsausstellung Schaffendes Volk".

Washington, 12. Juli. (DNB.) Am Vor­abend seines 76. Geburtstages erklärte Senator Norris, der seit zehn Jahren dem Unterhaus und feit 25 Jahren dem Oberhaus des Staates Nebraska angehört, er sei heute noch stolz darauf, daß er zu dem Fähnlein jener Aufrechten gehöre, die vor 20 Jahren Amerikas Kriegsein­tritt gegen Deutschland bekämpften. Seine ablehnende Stimme habe er damals mit der Ueberzeugung begründet, daß die bereinigten Staa­ten, in dem sie sich in den Krieg hineinziehen ließen, nur dem Einfluß finanzieller Inter­essen nachgäben und den Dollar über d i e Fahne setzten. Er habe keinen Grund gefunden, seine damaligen Ansichten zu ändern. Im Gegenteil hätten sich seitdem die Beweise gehäuft, die davon Zeugnis ablegten, wie sehr er vor 20 Jahren 1" Recht gewesen sei.

Professor Gericke zum Mitglied der königlich Italienischen Akademie ernannt.

Der Leiter der Deutschen Akademie in Rom, Pro- essor Herbert Gericke, ist in die Königlich Ita­lienische Akademie S. Luca berufen worden. Gleich­zeitig mit Professor Gericke, dem als erstem Deut- chen in der Nachkriegszeit diese ehrenvolle Aus­zeichnung zuteil geworden ist, wurde eine Reihe von italienischen Persönlichkeiten, darunter Marschall B a d o g l i o , zu Mitgliedern der Akademie S. Luca e/nannt.

Reichsfestspiele Heidelberg 1937.

Am 20. Juli werden im Heidelberger Schloßhof die IV. R e i ch s fe st s p i e l e, für die Neichsmini- ter Dr. Goebbels die Schirmherrschaft über-, nommen hat, eröffnet. Der Präsident des Reichs­bundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. V., ReichSkulturwalter SA.-Brigadeführer M o - r aller, hat im Auftrage des Herrn Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. G o e b- b e l s, einen ständigen Beirat für die Reichsfest­spiele Heidelberg berufen. Diesem Beirat gehören an: Reichsstatthalter und Gauleiter Robert Wag­ner (Karlsruhe), Ministerpräsident Walter Köh- l e r (Karlsruhe), Landeskulturwalter Adolf Schmid (Karlsruhe), Kreisleiter Seiler (Hei­delberg), Oberbürgermeister Dr. N e i n h a u s (Hei­delberg), Präsident Dr. Reiner Schlösser (Ber­lin) und ein Vertreter des badischen Ministeriums für Kultus und Unterricht.

Alrich-von-hullen-Feslspiel auf der Sleckelburg.

Auf der Steckelburg bei Schlüchtern, der Geburts- ftätte Ulrich von Huttens, wurden die Ulrich-

Oie Kunst ist die höchste Gemeinschasts leistung unseres Volkes.

Eine Rundfunkansprache von Professor Adolf Ziegler.

Gedenken an den eigentlichen Gründer von Deutsch- Südwest, den Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz.

Taufe des bulgarischen Thronfolgers.

Der am 16. Juni geborene bulgarische Thronfolger Simeon wurde am Montag- oormittag in Sofia getauft. Die Zeremonien wurden von der Heiligen Synode der Obersten Kirchenbehörde Bulgariens durchgeführt.

Die Ursache des Großfeuers auf dem Gülerbahnhof Halle.

lieber die Ursache bes Brandes auf dem Halleschen Güterbahnhof in der Nacht zum 10. Juni d. I., bei dem fünf Bahnbedienstete den Tod fanden und ein Sachschaden von etwa fünf Millionen Mark verursacht wurde, sind die Ermitt lungen jetzt abgeschlossen. Die Kriminalpolizei stellte als Brandursache Selbstentzündung fest. Einer der auf dem Güterbahnhofsgelände stehenden Eisenbahnwaggons enthielt außerordentlich feuerge­fährliches Gut, das infolge unsachmäßiger und fahr­lässiger Behandlung durch die Versandsirma bei der am Brandtag herrschenden großen Hitze von selbst in Brand geriet.

Neuschnee im Allgäu.

Der Wetterumschlag mit Regen und Sturm hat im Allgäu ein starkes Ab sinken der Temperaturen gebracht. Das Thermometer zeigte am Montag früh nur 12 Grad Wärme. In den Bergen ist fast bis zur Waldgrenze herab Schnee gefallen. Die Berg­gipfel zeigen sich von der Zugspitze bis zum Bre­genzer Wald in leuchtendem Weiß.

Der Braunschweiger Raubmörder Opitz legt ein Geständnis ab.

In der Strafsache gegen den Angeklagten Fried­rich Opitz wegen Raubmordes ist es der Braunschweiger Staatsanwaltschaft gelungen, den Angeklagten zu einem Geständnis zu bewegen. Nicht weniger als 58 UeberfäUe auf nächtlichen Landstraßen, bei denen drei Menschen das Leben einbühten, wurden dem Angeklagten zur Last ge­legt. In einem über drei Wochen währenden Pro­zeß leugnete Opitz hartnäckig alle ihm zur Last ge­legten Straftaten ab, wurde aber auf Grund eines mosaikartig aufgebauten Indizienbeweises, der Aus­sagen der Sachverständigen sowie der Zeugen ver­einigte, wegen Mordes zum Tode verurteilt. Mit diesem Geständnis finden die Ueberfälle, die vor einigen Jahren in Braunschweig und Umgebung große Erregung hervorgerufen hatten, eine end­gültige Klärung.

Der Mörder von Waldesch gefaßt.

Der fünffache Mörder Johann Michel, der in dem Eifeldorf Waldesch seine Frau und wer Kin­der auf bestialische Weise umgebracht hat, wurde von der Gendamerie in Waldesch f e st g e no m - men. Bei seinem Verhör gab er an, er fei nach der

Jahren verurteilt worden waren.

polnische Abwehrmaßnahmen gegen die Inden.

Warschau, 12. Juli. (DNB.) Die große Zahl jüdischer Kapitalverbrechen und Gaunereien veran­laßt das polnische Volk, Schutzmaßnahmen in immer stärkerem Maße zu ergreifen. Die großen Fachorganisationen beginnen mit der Einführung des Arier-Paragraphen; soeben hat wieder ein Berufsverband, der der Elektrotechniker, ent­sprechende Satzungsänderungen bei den Behörden beantragt. Diese und viele andere Abwehrmaß­nahmen haben zu den unverfrorensten Protesten der Juden geführt, deren Geschrei jedoch das Gegenteil von dem Gewünschten erreichte. Die Eisenbahndirektion in Kattowitz z. B. hat, da sich die Juden wiederholt über das abweisende Verhal­ten der übrigen Fahrgäste beklagten, auf einer Hauptstrecke besondere Abteile eingeführt. Die jüdische Presse ist über diese Lösung des Pro­blemsentrüstet" und beklagt sich darüber, daß die Eisenbahnbeamten jüdische Passagiere, die in an­dere Abteile einstiegen, mit Gewalt in die für sie bestimmten Sonderabteile beförderten.

Zu einer Selb st Hilfemaßnahme sind die Markthändler in K a l i s ch geschritten. Als die Be­hörden eine Teilung des Marktes nicht bewilligten, besetzten die polnischen Markthändler nachts ge­schlossen die eine Hälfte des Platzes, so daß die später ankommenden Juden mit der anderen Hälfte vorlieb nehmen mußten. Flugblätter und Inschrif­ten unterrichteten das polnische Publikum, wo es einzukaufen habe. Unter den jüdi­schen Markthändlern entspann sich prompt Zank und Streit über die besten Stände auf der für sie bestimmten Markthälfte.

Zu den drei Meuchelmorden, die Juden in letzter Zeit an Polen begingen, und die die öffentliche Meinung im ganzen Lande in höchste Erregung versetzten, ift am Sonntag ein vierter hinzugekommen. In dem Warschauer Vorort Ot- w o ck, einem bei den Juden sehr beliebten Villen­ort, stach ein jüdischer Fleischer im Verlauf einer Meinungsverschiedenheit den Vorsitzenden einer polnischen Organisation mit einem Fleischer- meffer nieder. Der lebensgefährlich verletzte Pole wurde in das Krankenhaus gebracht, der Jude wurde verhaftet. Die begreifliche Empörung der polnischen Bevölkerung über diese erneute jüdische Provokation ist sehr groß.

Juden wollen Amerika scharf machen

Washington, 12. Juli. (DNB.) Eine von dem Rabbiner Stephen Wise angeführte jüdische Abordnung suchte am Montag Außenminister Hüll auf und verlangte von ihm einen diploma­tischen Schritt bei der polnischen Regierung zum Schutze der über drei Millionen in Polen lebenden Juden, ,cheren Verfolgung", wie. sich die Judenabordnung ausdrückte,von der polnischen Regierung nicht nur geduldet, sondern gebilligt und sogar teilweise selbst betrieben werde". Rabbiner Wise begründete die unverschämte jüdische For­derung mit dem Hinweis darauf, daß der polnische Staat seinerzeit unter Mithilfe der Vereinigten Staaten und unter der Begründung geschaffen wor­den sei, die Minderheiten müßten gleichberechtigt behandelt werden. Die Lage der Juden in Polen, so behauptete Rabbiner Wise, sei heute schlimmer denn in irgendeinem anderen Lande der Welt. Im Anschluß besprach der Rabbiner mit Außenminister Hüll den Palästina-Plan der Peel-Komis- fion und brachte den schärfsten Protest der ameri­kanischen Juden gegen die von England vorgeschla­gene Teilung vor.

Oie Bilanz eines aufrechten Amerikaners.

k ü n st l e r i s ch g e ft a 11 e n. Er ift damit zum Träger nationalsozialistischer Kulturauffassung ge­worden. Bei ihm spricht zwar nicht das Wort, aber das Werk zum Volke.

Bei der Vorbereitung zur diesjährigen Aus­stellung mußte die Auswahl der Werke nach diesen Grundsätzen vorgenommen und alles ausgeschaltet werden, was einer ehrlichen, fleißigen und hand­werklich sauberen Grundhaltung nicht entsprach. Es mußte auch jene sogenannte Kunst abgelehnt wer­den, die in den letzten 30 Jahren entstand und Aus­druck jüdisch-marxistischer Gruppen war ober irgend­welchen spekulativen Kunstrichtungen ober Kunst­cliquen ihren Ursprung und ihre Entstehung ver­dankte. Ich weiß, daß viele anständige und damit ehrliche Könner auf dem Gebiete der bildenden Kunst noch heute innerlich ringen und kämpfen. Auch sie werden eines Tages zu denen gehören, die das Schicksal und die Leistung bereits heute zu den Besten des Volkes auf diesem Gebiet auser­sehen hat. Die Ausrichtung der Künstler­schaft läßt sich zwar nicht kommandieren, sie ist aber wie im politischen Leben mit gutem Willen und Vertrauen zur Führung erreichbar. Kunst ist höchste Gemeinschaftsleistung unseres Volkes. Kunst kann nicht im stillen gedeihen. Die Verwurzelung des Künstlers im Volk muß jene Leistung der Gemeinschaft ständig sicht­bar zum Ausdruck bringen, die an uns täglich als Arbeit von Millionen unbekannter Volksgenossen als Bild vorüberzieht, die ihren Ausdruck findet in den großen und gewaltigen Bauten des Dritten Reiches und in den Werken der Wirtschaft und des Verkehrs.

von-Hutten-Fe st spiele eröffnet. In uner­müdlicher Arbeit hat die NS.-GemeinschastKraft durch Freude" Schlüchtern zusammen mit dem Frei­willigen Arbeitsdienst die Freilichtbühne im Burg­hof errichtet. Ein bei den Sauarbeiten entdecktes geräumiges Kellergewölbe dient der Freilichtbühne als unsichtbarer Orchesterraum. Erich Bauer hat das Festspiel geschrieben, das Hutten als glühenden Patrioten und Vorkämpfer der deutschen Einheit und Freiheit vor uns stellt. Die Aufführung, die der Autor selbst inszenierte, wurde von Mitgliedern des Hanauer Stadttheaters bestritten. Wolfgang H e ß - l e r vom Stadttheater Regensburg spielte den Hut­ten. Das Spiel wird bis Ende August jeden Sonn­tag wiederholt. Alljährlich sollen hier an der Ge- burtsftätte Ulrich von Huttens Festspiele stattfinden.

Dichtertreften am Rhein.

Die Stadt Oberwesel und die Reichsschrifttums­kammer hatten zum Dichtertreffen am Rhein eingeladen. Die Dichter waren in großer Zahl der Einladung gefolgt, so Albert Bauer, Anton G a - bele, Adolf von Hatzfeld, Rudolf Herzog, Josef Ponten, der Dichter des Saarliedes Hanns Maria Lux, der Hunsrücker Dichter Dr. Martin Rockenbach und andere. Stadtbürgermeister Dr. Ottendorf begrüßte die rheinischen Dichter. Der Gaukulturwalter Koblenz - Trier, Dr. Perizo- n i u 5 , behandelte dann die Beziehungen der Kunst zum Volk und des Volkes zur Kunst. Hierauf er­folgte die Eröffnung der AusstellungRomantiker am Rhein." Die mit viel Liebe und Verständnis zusammengetragene Ausstellung bietet Original­manuskripte, Briese, Erstdrucke, Kupferstiche und Ge­mälde aus der Zeit der Romantik.

Evangelischen Landeskirche Nassau- Hessen enthält zwei Anordnungen des Reichsmi­sters für kirchliche Angelegenheiten.

In der einen über die Zusammensetzung des Landeskirchenausschusses wird be­stimmt:Für die Dauer der Erkrankung des Vor­sitzenden des Landeskirchenausschusses, Oberkircben- rat Zentgraf, wird der Präsident der Lanbes- kirchenkanzlei, Kipper, zum Vertreter bes Vor- sitzenben unb zum Mitglieb bes Lanbeskirchenaus- schusses ber Evangelischen Lanbeskirche Nassau- Hessen bestellt."

Die zweite Anorbnung besagt, baßfür ben Be­reich ber Evangelischen Lanbeskirche Nassau-Hessen bei ber Lanbeskirchenkanzlei eine einheitliche Finanzabteilung gebilbet" wirb.Zum Vorsitzenden der Finanzabteilung wird der Präsi­dent der Landeskirchenkanzlei, Kipper, und zum stellvertretenden Vorsitzenden der Oberlandeskirchen- rat Dr. Fischer bestellt. Zu Mitgliedern der Fi- nanzabteilung werden für den Bereich der Ver­waltungsstelle Wiesbaden der Landeskirchenkanz­lei der Oberkirchenrat Schuster, und für den Be­reich der Verwaltungsstelle Darmstadt der Landes­kirchenkanzlei der Oberkirchenrat Dr. Buchter bestellt."

Die ReichsausstellungSchaffendes Volk in Düsseldorf erlebte am Sonntag einen Besuch, wie er bisher noch nicht zu verzeichnen gewesen ift. Trotz wolkigem und windigem Wetter waren am Sonntag bis 20 Uhr 123 000 Besucher m der Ausstellung, wobei die 20 000 alten Gardisten, die geschlossen die Schau besuchten, eingerechnet sind. Da am Abend das große Feuerwerk als Abschluß des Deutschen Gardetages ftattfanb, hielt ber Zustrom ber Be­sucher ununterbrochen an, so baß m ben spaten Abenbstunben noch über 30 000 Personen bie Aus­stellung besucht haben. Damit belauft sich bie Ge­samtzahl der sonntäglichen Ausstellunasbesucher auf über 150 000. Wenn man dazu noch die Zahl vom Samstag rechnet, die ebenfalls mit rund 4o 000 einen beachtlichen Erfolg darftellt, so hatte das Wochenende insgesamt 200 000 Besucher zu ver­zeichnen.

Keber 100 000 Besucher auf der Achema.

Die Achema VIII in Frankfurt, die nach zehn- föniaer Dauer gefchlofsen wurde, ist von etwas über 100000 ^erfonen besucht worden. Reichs- Organisationsleiter Dr. Ley besichtigte auf der Durchreise die Achema. Er wurde von Professor Dr D üben, bem Vorsitzenben ber Deutschen Ge­sellschaft für chemisches Apparatewesen, unb Dr. Bretschneider, bem Organisator der Aus­stellung, bei seinem Runbgang begleitet.

Hochschulstipendien für junge Deutsche aus öüdweslasrika.

DNB Berlin, 12. Juli. Unter bem Vorsitz von Dr. Schmibt (Pretoria) veZammelte ber Reichskolonialbunb Vertreter von Partei Staat, kulturellen unb wirtschaftlichen Verbanden zur Gründung der L ü b e r i tz - S t i f t u n g. Sie ver- iolat den Zweck, jungen Volksgenossen aus bem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Sübwestafrika das Studium an einer Sjod)jcf)ule im R eich zu ermöglichen. Den Namen tragt die Stiftung zum

München, 12. Juli. (DNB.) In einer über den Reichssender München gehaltenen R u n d - funkansprache zum Tag der deutschen K u n ft führte der Präsident der Reichskammer der bilbenoen Künste, Professor Aböls Ziegler, u. a. aus:

München steht in ben Vorbereitungen zur Feier bes zweiten Tages ber beutschen Kunst. Gleichzeitig mit ihm finbet bie Jahrestagung ber Reichskammer ber bUbenben Künste in der Hauptstadt der Bewegung und der Stadt der deutschen Kunst statt. München wird während dieser Tage Tausende von auswärtigen Künstlern, Zehntausende von deutschen Volksgenossen und aus­ländischen Gästen in seinen Mauern sehen. Die repräsentative Ausstellung im neuen Haus der Deutschen Kun st wird klar zum Ausdruck bringen, was der Nationalsozialismus von einer wahrhaften Kunst verlangt. Sie wird richtung­weisend sein und liefert damit für alle diejenigen, die sich bisher von einer falschen Auffassung noch nicht befreien konnten, ein Vorbild. Auch künftig wird das Haus der Deutschen Kunst die Künstler­schaft zum Wettkampf aufrufen.

Die deutsche Künstlerschaft hat es unter der natio­nalsozialistischen Staatsführung weit leichter als in der Systemzeit, da nunmehr mit staatlicher Förde­rung jedem Künstler die Möglichkeit zuteil wird, höchste Anerkennung seines Schaffens zu erreichen und auch materiellen Erfolg zu erzielen, wenn er als einer der Besten in den Tempel der Kunst ein­zieht. Freilich muß er dann auch bewußt nach nationalsozialistischen Grundsätzen handeln und aus seiner Erlebniswelt heraus das national» ozialistische Gedankengut sehen und es

letzt wurden, und zu einem weiteren Raubüberfall auf ein Pfarramt über, der ebenfalls mit einem Mord verbunden war. Der Polizei war es schließ­lich gelungen, den geheimen Stab der kom­muni st ischen Organisation bei einer Zu­sammenkunft im Walde zu überraschen. Das Appellationsgericht bestätigte das Urteil der ersten Instanz, wonach vier Kommuni st en Tode und 22 zu Zuchthausstrafen von 2