Ausgabe 
13.4.1937
 
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Lunqmä'del eröffnen ihre Werbewoche

aerade, um Streber und ftichtig, um etwas scheuen

Am Mittwoch, 14., Donnerstag

16. April findet im

Erhalte Dein Haar gesund und schön?

len wir haben und tätige wollen wir werden! Zu < Duckmäuser zu sein; zu aus

erklang der Spruch von immer Richtschnur sein

sein! Klare Augen wol- Hände! Stark und stolz

15. Fortsetzung.

Auch in Stefans einen unerbetenen tresor neben dem

Und während des Hissens Trude Bürkner, der uns wird:

Jungmädel wollen wir

dem

Ent-

Meter Entfernung den Sprecher klar verstehen kann, ebenso auch die Marsch­musik zum Bewegen von Kolonnen bei den Auf­märschen am Dersammlungsplatz deutlich wahr­nehmbar ist. Mehrfache Versuche unter den ver­schiedensten Gesichtspunkten haben die volle Ver­wendungsfähigkeit des Lautsprechergeräts auch für diesen Zweck klar erwiesen.

Zur Eröffnung der Woche der Jungmadel und Pimpfe traten am Sonntagnachmittag alle Jung­mädel des Standortes Gießen zur Flaggenhisiung auf dem Brandplatz an. Auch die jüngsten Kamera­dinnen waren zum erstenmal angetreten und mit großem Eifer bei der Sache. Nach einem zu Beginn gesungenen Fahnenlied wurde die Fahne gehißt, die nun während der ganzen Woche dort wehen wird.

Vom Deutschtum im Baltikum.

In diesen Tagen findet in Gießen ein Vortrags­abend statt, bei dem die baltische Dichterin Mia Munier-Wroblewska überSchicksale deut­scher Geschlechter im Baltikum" sprechen wird. Seit 1932 wohnt die baltische Schriftstellerin, die 1882 in Schlack (Kreis Windau) geboren wurde, in der Nähe von Berlin. Ihr Vater, von Beruf Arzt, zog, als Mia Wroblewska 9 Jahre alt war, in das kleine Städtchen Goldingen in Kurland (heute Lettland). 1913 verheiratete sie sich mit Hugo Munier, der

Aus der Stadt Gießen.

Biele Wenig ergeben ein Biel!

ZdR. Es war klar, daß auf der Suche nach neuen Rohstoffen im Rahmen des Vierjahresplanes Hunderte von neuen Rohstoffen angepriesen und untersucht werden würden; ebenso fiar war aber auch, daß der größte Teil der in bester Absicht ge­machten Vorschläge nicht angenommen werden konnte. Um so erfreulicher ist es, wenn trotzdem der eine oder andere Rohstoff gefunden wurde, dessen Verarbeitung durchaus lohnend erscheint und der unsere Wirtschaft wieder etwas unabhängiger vom Auslande machen kann. Zum großen Teil wird es sich dabei um solche Dinge handeln, die in­folge ihres geringen Wertes oder ihrer geringen Menge bisher wenig oder gar nicht beachtet wur­den; aberviele Wenig ergeben ein Viel", und so kommt diesen Dingen eine wachsende Bedeutung zu.

Auch auf landwirtschaftlich-forstwirtschaftlichem Ge­biete wurden entsprechende Untersuchungen einge­leitet, und so hat man neuerdings drei neue Roh­stoffe entdeckt bzw. wiedergefunden. Der wichtigste von ihnen scheint der Ginster zu sein, jene auf bisher ungenutzten Flächen vorkommende, leuchtend gelbblühende Pflanze, die in ihren blattarmen, rutenartigen Zweigen eine Faser enthält, die der Wolle oder dem Haarfilz beigemischt werden, oder als Ersatz für Jute dienen kann. Auch Italien und Südfrankreich benutzen diese Pflanze als Rohstoffe lieferant für die Textilindustrie. Da ihre Faser ver­hältnismäßig leicht gewonnen wird und die Pflanze an vielen Stellen unseres Vaterlandes zu finden ist, besteht die Möglichkeit, daß sie in Zukunft in die Reihe unserer Kulturpflanzen eingegliedert wird, besonders dann, wenn der Ginster planmäßig auf Oedländereien, in lichten Waldbeständen, an Bahndämmen usw. angebaut wird. Zunächst soll allerdings erst festgestellt werden, wieviel Ginster in Deutschland vorhanden ist und jährlich geerntet werden kann.

Die beiden anderen Rohstoffe sind Abfallprodukte. Aus dem einen, der Weidenrinde, wird eben-

(Nachdruck verboten.)

Arbeitszimmer weift nichts auf Besuch hin. Der klyine Wand­

falls -eine Faser gewonnen, die noch gröber als die des Ginsters ist und als Ersatz für Kokosfasern dient, aus denen bekanntlich Taue, Matten, und ähnliches hergestellt werden. Während der Ginster sein Hauptoerbreitungsgebiet in trockenen Gegenden hat, finden wir die Weiden meist an feuchten Stel­len, an stehenden und fließenden Gewässern, dort aber häufig in großen Mengen, so daß auch ihre Verarbeitung durchaus nicht aussichtslos erscheint. Der dritte Rohstoff, die Pappelrinde, fällt bei der Verarbeitung der Stämme gewisser Pappel­arten in Sägewerken oder anderen holzverarbei­tenden Betrieben ab. Die Pappelrinde wurde bis­her für die Herstellung von Netzschwimmern für die Fischerei ebenfalls eingeführt. Zu ihrer Her- stellung können allerdings nur die größeren, nicht- brüchigen Rindenstücke ohne Bast benutzt werden. Der Reichsnährstand hat hierfür bereits eine Sam­melstelle in Ostpreußen errichtet, um so auch die Fischerei, deren Bedeutung ständig zunimmt, zu unterstützen.

Wenn man heute auch erst am Anfang der Aus­nutzung dieser Rohstoffe steht, so beweist ihre Be­achtung doch, daß die im Rahmen des Vierjahres­planes geforderte Erschließung aller Rohstoffe auf allen Gebieten vorwärtsgetrieben wird und daß unser Raum an Roh st offen reicher ist, als man im allgemeinen an nimmt K. S.

Im Verlaufe der Rundfahrt wurde auf Trieb mit dem Lautsprechergerät auch eine .... fernungsprobe gemacht, d. h. es wurde geprüft, auf welche Entfernung die Stimme des Sprechers am Mikrophon noch deutlich zu hören ist, um dadurch wertvolle Anhaltspunkte für den Einsatz des Ge­räts bei großen Aufmärschen zu gewinnen. Es er­gab sich, daß man noch auf etwa 450 b i s 500

wenn verkehrsreiche Straßen passiert werden! Nicht auf der falschen Straßenseite halten oder parken! Immer daran denken, daß die Derkehrsoorschriften zum Schutze der Volksge­nossen da sind und von ihnen im eigenen In­teresse, aber auch zum Wohle der Volksgemein­schaft befolgt werden müssen!

Diese und weitere Ermahnungen richtete Ober­inspektor Hoffmann in allen Straßen immer wieder an die Passanten. Viele von ihnen blieben zunächst erstaunt und auch etwas verdutzt stehen, aber im ganzen konnte man doch den Eindruck ge­winnen, daß diese Belehrungen auf fruchtbaren Boden fielen. Und damit hatte die gestrige erste Aufklärungsfahrt ihren Zweck in befriedigender Weife erreicht.

Eine Entfernungsprobe.

Bücherschrank ist unbeschädigt. Sein Inhalt, ein paar Wertpapiere, einige kostbare alte Handschriften, etliche Urkunden und etwas Bar-

Skandal nm Or.Bandergmen Boman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S.

Sie scheinen ja von meinen fremdsprachlichen Kenntnissen eine sehr hohe Meinung zu haben. Ich beherrsche zwar leidlich das Französische, aber--"

Seffers beugt sich zu Grigoris herab.Wir haben zwei Möglichkeiten, Grigoris! Wenn Sie uns jetzt die Uebersetzung geben, dann werden Sie nach Ab- lauf von vierundzwanzig Stunden Ihrer Wege gehen können. Der Skandal, der auf die Veröffent­lichung des Dokumentes folgen wird, kann Ihnen gleichgültig fein, denn Ihr Name wird nicht ge­nannt werden. .Sie werden sich unbehelligt Ihren wissenschaftlichen Studien widmen können."

Koltschew lacht spöttisch auf.Sehr- großzügig! Und die andere Möglichkeit?"

Jeffers steckt bedachtsam eine Papyros in Brand. Entschieden weniger angenehm für Sie! Man wird seinem Herzen einen Stoß geben und gewisse Dinge ausplaudern müssen. Wenn ich mich recht entsinne, gibt es auf dem Polizeipräsidium eine Abteilung für Rauschgifthandel."

Jeffers stellt mit Genugtuung fest, daß Koltschew seine Fassung verloren hat. Sein Gesicht ist bleich geworden, seine Lippen zittern.

Er greift nach den vor ihm liegenden Blättern. Die Wortzeichen sind nach der Schlüsselzahl 375 194 medergeschrieben. Der Text ist in der Reihenfolge dieser Ziffern zu lesen, also zuerst das dritte, bann bas siebente Zeichen unb so weiter. Der Vorgang wieberholt sich in jeber Zehnerreihe. Nach bem vierten Zeichen kommt also bas breizehnte, bann bas siebzehnte. Zum Schluß werben bie übriggeblie- benen Zeichen von unten herauf angefügt."

..Nicht übel!" Jeffers roenbet sich an ben Japa­ner.Hast bu begriffen, Takuschi?"

"Serr gutt!" grinst Takuschi unb nimmt sofort bie Uebersetzung in Angriff.

"Aber beeil' bich ein bißchen! Bis zum Mittag muß alles fertig sein, auch ber Wortlaut bes ja­panischen Vertrages."

Dann öffnet er eine Tür, bie in ein Nebenzimmer fuhrt.Lieber Grigorij, Sie werben sich in Ihre Privatgemächer zurückziehen wollen. Hier, wir kön­nen zwar nicht mit befonberem Luxus aufwarten, aber ber Gebaute, baß es noch viel schlimmer hätte werden können, wirb Sie nachsichtig stimmen. Für einen Tag läßt sich's jebenfalls ertragen. Nun denn: good mght, sleep very well in your Bettgestell!"

mit feinen Leuten bie Verbindung aufrechtzuer­halten, so wird man nun endlich Ruhe haben und seinen Geschäften ungestört nachgshen können.

Grigorij Koltschew ist sonst keineswegs auf ben Kopf gefallen, aber diesmal dämmert ihm keinen Augenblick der Verdacht, daß der Anruf vielleicht eine Falle sein könnte, nur zu dem Zweck ins Werk gefetzt, ihn aus feiner Höhle zu locken.

Er steigt ahnungslos bie Treppe hinab, schließt ahnungslos bie Haustür auf unb tritt auf die nächt­liche Straße hinaus.

Da lösen sich von einem Mauerwinkel zwei Ge­stalten und gehen von hinten auf ihn zu.

Koltschew sieht sich plötzlich der Mündung einer Pistole gegenüber. Es ist aussichtslos, er weiß zu aut, daß die Leute seines Gegners in diesen Dingen feinen Spaß verstehen.

Guten Morgen, Bruderherz! Nett von dir, daß du unserer Einladung so prompt Folge geleistet hast. Nun komm, Freund Jeffers kann es kaum mehr erwarten, dich in die Arme zu schließen."

Ein Auto hält in ber Nähe.

Eine halbe Stunde später betritt Grigorij Kolt­schew in Begleitung seiner Wächter bie-^)interftube einer Destille in der Lothringer Straße.

Jeffers unb ber Japaner sind noch nicht da, wer­den aber jede Minute erwartet.

Ein langer Kerl mit einer Stichnarbe über dem linken Auge nimmt Koltschew seine Pistole unb seine Papiere ab unb bedeutet ihm,» am Tische Platz zu nehmen.

Es dauert noch eine volle Stunde, bis bie Er­warteten kommen. Sie müssen den Gefangenen erst wecken, das Schlafmittel hat seine Wirkung getan.

"Hallo, Koltschew, hast birs ja schon recht bequem gemacht. Recht so, aber zunächst müssen wir noch wegen dieses Dokumentes ins reine kommen. Her­nach hast du dann Zeit genug zum Pennen."

Grigorij wirft einen raschen Blick auf die Blätter, bie Jeffers vor ihn hingelegt hat. Es sind stark ver­größerte Abzüge ber Aufnahme aus Dr. Vander- gruens Schreibtischschublade.

"Was soll ick damit? Es scheint Chinesisch zu sein." Nun spiel hier nicht den Dummen, Mensch! Der Umschlag, in welchem ber Brief steckte, trug bie Anschrift von Herrn G. Koltschew, Privatgelehrten in Berlin, Germany! Es ist also zu vermuten, baß

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag

Stadttheater: 20 bis 23 UhrZar und Zimmer­mann". Gloria-Palast, Seltersweg:Der Herr­scher". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Rächer". Sparerbund: 20.15 Uhr öffentliche Ver­sammlung imBurghof", Vortrag von Dr. Dan­ner überAktuelle Sparer- und Rentnerfragen".

Sfabffheafer Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet eine Wiederholtung des großen OpernerfolgesZar und Zimmermann" von Lortzing statt. Musikalische Leitung: Kapellmeister Paul Walter. Spieleitung Paul W r e b e. Die Partie bes Zaren singt' Gustav Bley. Einstubie- rung ber Tänze unb choreographische Leitung: Tanzmeisterin Jrmgarb Zenner. Leitung ber Chöre: Kapellmeister Ernst Bräuer. Die Vor­stellung findet als 27. Vorstellung ber Dienstags- Miete statt. Anfang 20 Uhr, Enbe 23 Uhr.

Vortragsabend des Spaterbunbes.

Der Sparerbunb Gießen veranstaltet am heutigen Dienstag imBurghof" einen Vortragsabend. Der Landesverbandsführer für Groß-Hessen, Dr. jur. Danner, spricht über die neuesten Gesetze, soweit sie den Sparer betreffen; ferner wird er über aktuelle Sparer- und Renterfragen referieren.

zu wollen; zu gläubig, um zu klagen und zu zwei­feln- zu ehrlich, um zu schmeicheln; zu trotzig, um feige zu fein. Jungmädel sind wir mit klarem" Den­ken unb klaren Augen, mit tätigen Händen in schweigender Pflicht."

Mit dreifachem Sieg-Heil auf unteren Führer und mit dem Liede ber Jugenb wurde diese kurze Feier­stunde geschlossen. Die Gruppen rückten bann zu einem Werbemarsch ab. Singend zogen sie durch die Straßen ihres Gruppenbereiches. Wer möchte da noch abseits stehen?

Dienstbefehl

fiirM.- undIM.-tlntergau 116,(Sieben

Befr.: JM.-Derbewoche.

In der Woche der Pimpfe und IM. tragen sämt­liche Mädel und IM. bes Untergaues 116, Gießen, Kluft. Die Mädel- und JM.-Gruppenführerinnen weisen nochmals nachdrücklich darauf hin.

Betr.: Sammeltag

für das deutsche Iugenbherbergswerk.

Am 17. April ist im ganzen Reich der Reichs-, Werbe- unb Opfertag für das deutsche Jugend- herbergswerk. Die Führerinnen ber M.- und JM- Gruppen setzen sich sofort mit den zuständigen NSÄ.-Ortsgruppen-Leitern in Verbindung, um dort bie zu verkaufenben Kirschblüten, Metall­abzeichen unb die Sammelbüchsen in Empfang zu nehmen und auf ihre Einheiten zu verteilen. Ab­gerechnet wird bei ben NSV.-Leitern ber Orts­gruppe ber NSDAP., bie jeder Junggenosstn eine Bescheinigung über den Sammelbetrag ausstellt.

gelb in Banknoten alles ist vollzählig vorhanden.

Dann zieht Stefan bie Schublabe bes Schreib­tisches auf. Da liegt bas japanische Schriftstück, ber Vertrag, brei, vier Briefe unb aller sonstige Kram.

Als nach einer Zeit ber Führer ber Polizeiaboick- nung hereinkommt, zuckt Stefan bebauernb bie Schultern.Es tut mir leib, Herr Leutnant, aber Sie scheinen sich umsonst bemüht zu haben. Alles ist in Drbnung, es fehlt nicht eine Stecknadel."

Höchst sonberbar! Der Anruf war so bringend, die Mitteilung, im Tone höchster Aufregung durch- aegeben, trug so sehr ben Charakter der Wahr­haftigkeit, daß wir einen dummen Scherz eigentlich für ausgeschlossen halten."

Tja, ich hätttz Ihnen ja herzlich gern ben Ge­fallen getan unb Ihnen einen schönen Einbrecher zur Verfügung gestellt, aber wie gesagt--"

Der Offizier lächelt säuerlich.Nun ja, ba bleibt uns eben nichts übrig, als roieber nach Hause zu fahren. Entschulbigen Sie also bitte bie Störung. Sollte Ihnen nachträglich noch irgenb etwas aUn­fällen, dann--"

Sann n)erbe ich Ihnen selbstverständlich Meldung

Dr. 23anbergruen begleitet bie Beamten an bie Haustür.Nun aber fix roieber ins Körbchen?" ruft er Maria zu und will die Haustür abschließen. Doch das Schloß funktioniert nicht, es scheint irgenb- roo zu klemmen.

Was soll nun bas wieder bedeuten?" ärgert er sich.War denn das Schloß schon schadhaft?"

NSDAP, und NSD Gießen-Ost.

Die Geschäftsstelle der Ortsgruppe Gießen-Ost be­findet sich jetzt

Kaiserallee 2.

Dienststunden: Dienstags und Freitags von 20 bis 22 Uhr, und Sprechstunden des NS.-Deraters jeden ersten unb brüten Freitag im Monat von 20 bis 22 Uhr.

Befr. Lebensmiffel-Opferring.

Die Sammlung wirb Dienstag, 13., unb Mitt­woch, 14. April, von ber NS.-Frauenschaft burch- geführt. Die Mitglieber wollen bie Pfunbpäckchen bereithalten unb bie Mitgliebskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt ber Päckchen ist außen sicht­bar anzugeben.

Ich mache ausbrücklich barauf aufmerksam, daß die Pfundspenden während des Sommerhalbjahres dem HilfswerkMutter und Kind" zugute kommen sowie für die Unterstützung ber Zeltlager Verwen­dung finden, und ich bitte? bie Mitgliebschaft wäh- renb bes ganzen Jahres aufrechtzuerhalten.

Ortsgruppe Gießen-Mitte.

Befr. Psunbsammlung.

Am Mittwoch, 14. April, werben die Spenden (Pfundsammlung) durch bie NS.-Frauenschaft ein» gesammelt. Die Hausfrauen werben gebeten, ben Inhalt ber Päckchen auf ber Umhüllung kenntlich zu machen unb bie Mitgliedskarten zur Einzeich­nung bereitzuhalten.

Ortsgruppe Gießen-Nord.

Befr. Pfundsammlung.

Am Mittwoch, 14., unb Donnerstag, 15. April, wird im Bereiche ber Ortsgruppe Gietzen-Nord die Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen wer­den gebeten, die Pfundpäckchen bereitzulegen.

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Amt für Volkswohlsahrf.

Donnerstag, 15., und Freitag, Bereich der Ortsgruppe Gießen- Süd die Lebensmittel-Opferringsammluna durch die NS.-Frauenschaft statt. Die "Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten.

Keine Spur! Ich habe doch abgeschlossen, bevor ich zu Bett ging!"

Stefan schüttelt verwundert den Kopf.Das ver­stehe ich nicht. Verstehst du es vielleicht?"

Maria schaudert.Es ist so unheimlich. Ich habe Angst, Stefan!"

Geh zu, bu übertreibst immer gleich. Warum soll schließlich nicht auch einmal ein Türschloß seine Launen haben. Ich werbe ben Riegel Dorf (hieben, unb morgen soll ber Schlosser kommen. Auf jeben Fall ist mein Bedarf an Aufregungen für ben Augenblick gedeckt. Alsdann, gute Nacht, Mariandl!"

Gute Nacht, Steff!"

Zu der gleichen Stunde wird in einem Hause ber Georgenkirchstraße angerufen. Gregorij Koltschew hat eben ein Schlafmittel genommen, um nach ben überstandenen Aufregungen Ruhe zu finben. Nun greift er zitternd nach dem Hörer.Hallo?" ruft er, ohne feinen Namen zu nennen.

"Hier rft bas Polizeipräsidium, Oberinspektor Handke! Sie waren doch ber Herr, der uns vorhin bie Information wegen eines Einbruches in ber Breiten Straße gab?7'

Ja, allerdings, aber woher wissen Sie meine Nummer?"

Sehr einfach, vom Fernsprechamt. Alle Gespräche an das Präsidium werden registriert. Also, wir haben tatsächlich Glück gehabt unb zwei Kerle beim Verlassen bes Hauses geschnappt. Einer von ihnen ist ein Japaner, ber anbere scheint ein Englänber ju sein, aber die beiden verweigern jede Aussage. Wir wollten Sie deshalb bitten, doch sofort hierher­zukommen und uns mit Ihren Informationen zu unterstützen. Vermutlich werden Sie uns einiges über bie Burschen erzählen können."

Koltschew zögert mit der Antwort. Es ist nicht ungefährlich, ein unüberlegtes Wort kann ihn selber bloßstellen. Aber schließlich siegt doch die Lockung, den Sieg über Jeffers auskosten zu können. Pah, man wird schon nicht so albern sein, sich in die Karten sehen zu lassen!

Ja, es ist gut! Ich komme. Wo habe ich mich zu melden?"

Portal II! Sagen Sie dem Posten, daß ich Sie herbestellt habe! Oberinspektor Handke!"

Koltschew zieht sich rasch an. Das hat ja gerade noch geklappt. Für ein Jahr mindestens ist Jeffers kaltgestellt. Da es ihm kaum möalick fein dürfte.

Die Mädel- bzw. JM.-Gruppenführerinnen sammeln diese Bescheinigungen ein unb reichen sie an bie Verwaltungsstellen bes Untergaues 116, Gießen, weiter. Die Mäbel- bzw. JM.-Gruppen erhalten 10 v. H. bes Sammel-Ergebnisses in Wanbergut- scheinen.

Befr.: 321l.-IBerbeabenb.

Am 18. April steigt im Cafe Leib um 20 Uhr ber JM.-Werbeabenb des Stanbortes Gießen. Ein­trittskarten für 30 Pfennig finb bei ben Mäbel- unb JM.-Gruppenführerinnen erhältlich.

Befr.: 3Vl.-Aufnahme-Feier am 19. April.

Arn 19. April find sämtliche Gießener JM.-Grup- pen um 16.45 Uhr zum Gemeinschaftsempfang ber ReichssenbungJahrgang 1927" angetreten. Der Jugenbführer des Deutschen Reiches spricht zur Auf­nahme des Jahrganges 1927 in bie Hitlerjugend im Remter der Marienburg.

Befr.: Reichssenbung am 19. April ..Deutschlands Jugend grüßt den Führer".

Am Montqg, 19. April, um 23.30 bis 0.05 Uhr, veranstaltet bie Hitlerjugend eine Reichs-Ring- Senbung zum Geburtstag bes Führers unter bem TitelDeutfchlanbs Jugend grüßt Abolf Hitler".

Ich weife hiermit auf bie Wichtigkeit ber Senbung hin.

Befr.: IVl.-Ueberweisung in den BD7N.

Am 20. April, bem Geburtstag des Führers, wer­ben um 18.30 Uhr bie IM. in den BDM. über­wiesen. Die Ueberweisungs-Feiern werden gruppen­weise durchgeführt. Die Mäbel- und JM.-Gruppen­führerinnen bestimmen noch ben Ort und einigen sich über bie Feier-Folge. Die Lanbgruppen führen bie Ueberweisungs-Feiern am praktischsten schon am Sonntag, 18. April, burch, ba es bann eher möglich ist, bie Gruppen in den Gruppenstandorten zu­sammenzufassen.

Die Untergauführerin. Die JM.-Untergauführerin.

VOM.- und ZM.-Gchwinimabteilung.

Dienstag, 13. unb Mittwoch, 14. April, beginnt roieber unser Schwimmen von 19 bis 20 Uhr.

JM.-Gruppe 2/116 schwimmt jetzt Montags von 19 bis 20 Uhr. Beginn 12. April.

Die Untergausportwartin.

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S---ZALK ALI FREI 30 PFG.

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