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Amtlicherseits ist eine solche Absicht bestritten worden.

So leicht eine Währungsabwertung technisch und psychologisch ist, so schwer ist eine 'Währungswie­deraufwertung. Zunächst einmal sind die Leitragen­den einer Aufwertung alle diejenigen, die Ver­pflichtungen in festen Betrügen zu er­füllen haben, die also eine größere Menge von Waren aufwenden müssen, um laufende Verpflich­tungen (Zins- und Tilgungsfälligkeiten) zu bezah­len. Auf der anderen Seite gelangen solche Kreise zu einer wirtschaftlichen Stärkung, die politisch keine organisierte Macht darstellen und die daher auch immer wieder rücksichtslos ausgepliindert wurden: die Rentner und Sparer. Amerika befindet sich wie die meisten Länder der Erde in einem Zeitraum der wirtschaftlichen Blüte, und zwar in geringerem Grade als anderwärts, wo sich der verstärkte Rüstungsaufwand auswirkt. Die Streiks in Amerika sind zum Teil marxistische Ma­növer, zum anderen Teil Kämpfe um den Anteil, wie sie in demokratischen Ländern als legitim an­gesehen werden. Eine Wiedererhöhung des Gold­werts des Dollars würde den amerikanischen Markt dem verstärkten Zustrom ausländischer Waren öffnen und auf der anderen Seite das amerikanische Ausfuhrgeschäft schädigen. Hier ist jedoch der Vorbehalt zu machen, daß bei keinem anderen in die Weltwirtschaft verflochtenen Lande die Ausfuhr eine verhältnismäßig so geringe Rolle im Gesamtgeschäft spielt wie in Amerika. Ein bedeutsamer Umstand ist endlich der, daß die Wie­dererhöhung des Dollarwertes die Bereitschaft der Schuldnerländer, ihre Verpflichtungen gegen­über dem amerikanischen Gläubiger wiederaufzu­nehmen, weiter vermindern würde.

Auf einer Kundgebung der letzten Leipziger Frühjahrsmesse hat der deutsche Botschafter in Lon­don, von Ribbentrop, die Rolle des Goldes dahin charakterisiert, daß es viel von seiner frühe­ren Bedeutung verloren habe. Aehnlich hat sich Reichsbankpräsident Dr. Schacht bei verschiedenen Anlässen ausgesprochen. Wenn man vielleicht auch das Fehlen einer angemessenen Goldreserve nicht eben als einen Vorzug ansehen kann, so ist doch fraglos ein übertriebener Goldreichtum nicht vom Segen. Frankreich kann mit seinem Goldreichtum, der teils in den Tresors der Bank von Frankreich, teils in den Sparstrümpfen der kleinen Leute steckt, nicht viel anfangen und vor allem nicht eine neue Preiswoge verhindern. Amerika muß einen Teil des Goldes, über das es verfügt,sterilisieren", d. h. an der normalen währungspolitischen Funk­tion hindern, Gegenwert gegen ausgegebene Zah­lungsmittel zu sein. Seit Tagen geht die Erörte­rung, ob Amerika, um sich des unerwünschten Goldzustroms zu erwehren, den Goldankauf ein­schränken, den Uebernahmepreis ermäßigen (und da­durch den Dollarkurs erhöhen), einen Goldeinfuhr­zoll erheben oder die Uebernahme- und Manipula­tionskosten heraufsetzen solle. Alles würde im Effekt auf eine Dollaraufwertung hinauslaufen und schwerwiegende wirtschaftliche Verlagerungen zur Folge haben. Die deutsche Skepsis gegenüber der Währungsvereinbarung der westlichen Demo­kratien hat sich als richtig erwiesen. Es liegt für uns kein Anlaß vor, uns von der bisher verfolgten Währungspolitik abzuwenden.

Oer Wahlausgang in Brüssel.

Brüssel, 12. April. (DRB.) Das Wahlergebnis wird in der Brüsseler Presse eingehend besprochen. Große Genugtuung herrscht in der Presse derjenigen politischen Gruppen, die die Kandidatur van Zee- lands unterstützt haben. DieJndependance Belg e", das Organ, das dem Ministerpräsidenten nahesteht, schreibt, die Brüsseler Wähler hätten in unverhofft bemerkenswerter Klarheit bewiesen, daß Belgien die Rettung des Staates im Rahmen der Verfassung fortsetzen wolle. Das katholische Blatt Libre B e l g e" meint, das Walergebnis bedeute einen großen persönlichen Sieg für van Zeeland.

In der Rex-ZeitungLe P a y s Reel" schreibt Leon Degrelle, daß die Rex-Bewegung sich bei die­sem Wahlgang trotz der gegen sie gerichteten Koa­lition aller Parteien, trotz des ganzen Druckes des Regimes und trotz des Zweifels, der in letzter Mi­nute in die Gewissen geworfen worden sei, gut gehalten habe. Der Erklärung des Kardinal­erzbischofs von Mecheln gegen die Rex-Bewegung wird eine entscheidende Bedeutung für den Wahl­ausgang beigelegt. Die Wähler, die sich trotz allem zu Rex bekannt hätten, machten 20 v. 5). der Be­völkerung der Hauptstadt aus. Mit einer solchen abgehärteten Minderheit sei alles möglich, besonders wenn man sich die Sieger betrachte. Ihre Kraft bestehe lediglich in der Zahl. Nichts anderes habe sie geeint als die A n gst vor Rex. Schon mor-

Nachts erzählt in einer afrikanischen Herberge.

Don Sir Hedley Chiivers

Eines Abends feierten einige Großwildjäger zu Beira in einer jener Herbergen, die als Vorposten der Zivilisation bis ins Innere Afrikas vorgeschoben sind, das Jagdergebnis und die glückliche Heimkehr aus dem Busch. Da nahm am Nebentisch ein Frem­der Platz. Sein Gesicht war sehr dunkelhäutig, zwei Büschel krausen schwarzen Haares standen ihm von den Schläfen ab, er hatte leuchtende schwarze Augen und eine Narbe, die vom Kinn zum Ohr lief. Er kam, wie sich später herausstellte, aus den Wäldern von Kiwu und war noch von der Einsamkeit des Dschungels umwittert. Zwei Finger an seiner rechten Hand waren offenbar weggeschossen worden, und er hinkte ein wenig beim Gehen. Eine Weile schon hörte er stillschweigend den Erzählungen am Nebentisch zu. Dann blickte einer der Herren in vorgeschrittener Stimmung in der Richtung zu ihm hinüber, prostete ihm zu und füllte auch fein Glas. Der Fremde tat Bescheid und kam an den gemeinsamen Tisch herüber. Alsbald gab auch er seinen Beitrag zu den Jagd­erlebnissen zum besten. Seine Geschichte war so lebenswahr und lebendig, daß sie seine Zuhörer sofort in ihren Bann schlug.

Er schilderte den Kampf eines Gorillas mit einem Löwen, den er in einer Buschlichtung unweit der Wälder des Kiwusees belauscht hatte. Er hatte diesen Kampf nach seiner Aussage von Anfang bis zu Ende beobachtet und war so kühn zu behaupten, er habe in seinem langen Leben als Waldläufer noch nie eine solche Kraft, Wildheit unb solchen Mut gesehen, wie sie hier aufeinander prallten.

Die Nacht, erzählte er, begann im Busch einzu­fallen und der Wald aus allen seinen Tiefen zu zit­tern, zu pfeifen und zu brüllen. Da sah er ein Gorillakind erschrocken umherirren, das seltsam menschliche Schreie ausstieß. Es hatte sich anscheinend auf seinem Weg verirrt und stieß seinen Hilferuf aus; denn die Gorillas schließen sich, wie man wissen muß, gewöhnlich zu Familien zusammen. Aber fast

gen würden sie wieder uneinig sein. Der von Rex geschaffene nationale Block werde sein Rettungs­werk fortsetzen.Volk en Staat", die natio­nalflämische Tageszeitung, die dem mit Rex ver­bündeten VNV. nahesteht, schreibt: Unter den außer­gewöhnlichen Umständen, unter denen dieser Wahl­kampf geführt worden sei, sei Degrelle durchaus berechtigt, mit dem Ergebnis zufrieden zu fein.

Der Wahlsieg van Zeelands wird von der Pa­riser Presse einheitlich begrüßt. Bei der be­

kannten Einstellung der Linkspresse ist es natürlich, daß sie den Wahlausgang als eine Niederlage des belgischenFaschismus" hinstellt. Wladimir d'Ormes- son schreibt imF i g a r o", die Franzosen könnten sehr zufrieden sein mit dem Wahlausgang. Man brauche deshalb aber auch nicht alles zu mißachten, was großzügig und gut an der Rex-Bewegung sei. DerMat'in" stellt bei diesen Betrachtungen in den Vordergrund, daß Degrelle nicht im mindesten gewillt sei, den Kampf aufzugeben.

Italiens Arbeiter begrüßen Dr. Ley.

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Genua, 12. April. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley besichtigte in Genua die Betriebe der Ansaldo- Werke, wo ihm ein überaus herzlicher Empfang zuteil wurde. Der Besuch der Lehrlingsschule der Ansaldo-Werft, auf der zahlreiche Kriegs- und Han­delsschiffe Italiens entstehen, war besonders be­merkenswert, weil dort der GrundsatzSchön­heit der Arbeit" in vorbildlicher Weise ver­wirklicht ist. Auch der Besuch von zwei Unterkunfts­häusern für Hafenarbeiter vermittelte Dr. Ley ein Bild von der Sorgfalt, die man allen Arbeitergrup­pen angedeihen läßt. Nach einer Hafenrundfahrt besichtigten die deutschen Gäste den größten italie­nischen' UeberseedarnpferConte di Savoy a". Den Abschluß des Tages bildete eine Fahrt nach C h i a d a r i an der Riviera, wo das achtstöckige Turmgebäude der Kinderkolonie besich­tigt wurde. 400 Kinder sind dort ständig unter ärztlicher Aufsicht, um sich in gesundem Klima am Mittelmeer zu erholen.

Der deutsche Arbeiter hat niemals seine ideali­stische Gesinnung verleugnet. Er blieb auch in mar­xistischer Verkleidung der Mann, der den Wert sei­ner Arbeit nicht nach dem Inhalt der.Lohntüte, sondern nach seinem Erfolg beurteilte, der sich das Schlagwort von der internationalen Solidarität des Proletariats nur deshalb zu eigen machte, weil er in seiner echt deutschen Arglosigkeit dahinter nur das Ideal friedlicher Verständigung mit den Ar­beitskameraden jenseits der Grenze vermutete. Um­sonst hat der schaffende Deutsche jahrzehntelang auf die Verwirklichung der marxistischen Phrasen ge­hofft. Die Sehnsucht nach unmittelbarem Gedan­kenaustausch, nach Unterhaltung und Freundschaft mit den Arbeitern anderer Länder ist lebendig ge­blieben. Die Parteiführung weiß um diese Wünsche und sie will, daß der deutsche Arbeiter seinen welt­offenen Blick behält, ohne daß dieser durch die Brille marxistischer Volksverdummung und Dvlks- verhetzung getrübt würde. Die Schiffsreisen mit KdF- waren, ein erster Versuch, den Arbeiter über die Grenzen zu führen. Diese Reisen waren nur ein Anfang. Dr. Ley hat in Turin angekündigt, daß sobald wie möglich ein Arbeiteraustausch in der Form von gegenseitigen KdF.- und Dopolavoro -Fahrten eingeleitet werden soll, damit die deutschen und italienischen Arbeiter sich kennen lernen, ihre Erfahrungen, Erlebnisse und

Anschauungen durch Aussprachen von Mann zu Mann vertiefen.Wenn es uns gelingt, auf diese Weise Volk zu Volk zu führen, dann werden künf­tig Kriege unmöglich werden", so fügte der Leiter der Deutschen Arbeitsfront hinzu. Und wahrlich, dies wäre eine echte und aufrichtige Völkergemein­schaft, die so entstünde, die allerdings nichts zu tun ijat mit jener Utopie einer internationalen Klassen­herrschaft des Proletariats, der bereits Leben, Glück und Gesundheit von ungezählten Millionen nutzlos hingeopfert wurde. Ev.

DieVmudungdeMekmchWen Wirtschaftslebens.

Wien, 12. April. (DNB.) Der Landesführer des Antisemitenbundes Niederösterreichs teilt in der Neuen Zeit" mit, daß von den 6 765 000 Ein­wohnern Oesterreichs rund 192 000 Juden sind, also 2,8 v. H. der Bevölkerung. Trotz dieser kleinen Zahl beträgt ihr Hundertsatz am Gesamtumsatz: Brannt­wein- und Likörhandel 95, Großwarenhäuser 100/ Automatenbetriebe 94, Wäschereigroßbetriebe 93, Konfektionsgeschäfte 90, Wäschegeschäfte 90, Möbel­handel 85, Schuhhandel 80, Rundfunkhandel 80, Parfümeriewarenhandel 80, Kohlenimport und -großhandel 90. Die österreichischen Zeitungen haben eine Gesamtauflage von 1,2 Millionen, da­von sind 80 v. H. in rein jüdischen Händen und 15 v. H. stehen unter jüdischem Einfluß. Die Leitung der österreichischen Banken ist zu rund 75 v. H. verjudet. Von Rechtsanwälten sind 80, von A e r z t e n 65 v. H. Juden.

Trotz dieser Vorherrschaft sind die Juden bemüht, ihren Einfluß weiter auszudehnen. Kennzeichnend sind die Namen der in letzter Zeit gegründeten Ver­eine: Verband jüdischer Legitimisten, Legitimistischer Frauenbund, Jüdische Erneuerungsbewegung (Ab­wehrbewegung gegen den Antisemitismus), Verein jüdischer Rußlandsiilfe. Gegenüber dem wachsenden AntisemiUsmus der österreichischen Bevölkerung greisen die Wiener Juden zu allerlei Tricks, um ihre Geschäfte zu tarnen. Sie stellen in ihren Ver­kaufsläden Kreuze und Marienbilder aus oder täuschen durch Abkürzung der Vornamen und durch Veränderungen an den Namen selbst die Oeffent- lichkeit über ihre wahre Herkunft. Seit langem

im gleichen Augenblick entdeckte der Jäger, daß das arme kleine Wesen von einem Löwen verfolgt wurde. Die wuchtigen Tatzen des anpirschenden Raubtieres verrieten eine ungeheure Kraft. Es war eine erbar­mungslose Bestie von der Art, wie man solche schon mit einem getöteten Ochsen im Maul einen Kral hat überspringen sehen. Das erschrockene Gorillakind fing laut und klagend zu jammern an. Der Schrei echote unheimlich durch die blauen Durchblicke des Waldes, wie solche Schreie dort seit unzähligen Jahr­hunderten widergehallt haben.

Unb jetzt trat aus ben Bäumen plötzlich ein riesiger Gorilla hervor. Er richtete sich zu voller Größe aus unb kauerte sich bann auf alle Viere nieber, um vor­wärtszuhumpeln, eine erschreckenbe Erscheinung mit grauen mephistophelischen Haarbüscheln auf bem Scheitel seines Hauptes; seine Brust war nackt unb leicht herabhängenb. Er hatte ben Löwen unb fein Kinb erblickt, unb in seiner Wut schlug er seine Brust bumpf wie eine Trommel, riß bas Maul weit auf unb stieß jenen schauerlichen Brüllaut hervor, ber bazu bestimmt ist, seine Feinbe einzuschüchtern. Der Kraftaufwand», ber nötig ist, um ihn hervorzubringen, würbe bei einem Menschen genügen, ihm bas Genick zu brechen. Man hat beobachtet, baß eingeborene Träger, wenn sie bieses Gebrüll aus ber Ferne hör­ten, bavonliefen unb sich versteckten. Nicht so ber Löwe. Er kroch nicht länger gebückt, fonbern ftanb groß aufgerichtet ba mit zuckenben Lefzen unb peit- schenbem Schwanz. Mit ber Aussicht, seine Mahlzeit entschwinben zu sehen, faßt er ben großen Menschen­affen ins Auge, ber ihm mit jenem furchtbaren hin- kenben Gang anging, ber charakteristisch für feine Gattung ist: bas gesenkte Maul hinter ber Stirn abgeberft, mit eingesunkenen funkelnben Augen.

Aber als sie nur noch zehn Meter ooneinanber trennten, blickte ber Löwe langsam um sich, trottete einmal im Kreis herum unb stürzte sich bann mit vollem Anlauf auf ben Affen. Der Gorilla richtete sich zu feiner vollen Größe auf, als ber Löwe ad- fprang, wich humpelnb zur Seite unb ergriff ben Löwen, währenb er vorbeifchoß, heimtückisch am Hinterbein. Unter bem Griff zerbrach bas Bein, aber ber Anprall riß auch ben Menschenaffen um. Der Löwe kehrte sich grimmig um unb warf sich auf

feinen Gegner, unb einen Augenblick später waren beibe in einer löblichen Umklammerung verbissen. In wenigen Sekunben hatte ber Löwe bem Gorilla nicht nur ben Bauch aufgerissen, fonbern ihm auch ben Rücken zerfleischt, unb wie ber große Affe bei- ßenb unb brüüenb abließ, um mit zerfetzten ©Hebern zur Seite zu rollen, hinkte ber Löwe furchtbar ver- munbet unb in Todeszuckungen ein paar Schritte beiseite unb fiel röchelnb auf seine Flanke; fein Nacken war so furchtbar zerfleischt, baß er so wie er balag verblutete. Sv fanben beibe ben Tob.

Das geschah in jenem lebenswahren Drama, bas von bem Walbläufer erzählt würbe, ber im De­zember vor einigen Jahren aus ben Urroälbern von Kiwu nach Beira herunterkam unb bort mit Rever und Upsher Champagner trank, diesen zwei alten und unvergeßlichen Jagern aus bem Kongo.

(Deutsch von Hans B. W a g e n f e i I.)

Fischfang in der Südsee.

In einer Schilberung seiner Erlebnisse in ber beutschen Sübsee bis zum Weltkriege, bie Marine­oberstabsarzt a. D. Dr. B ö r n st e i n in ben letzten Heften ber Deutschen Mebizinischen Wochenschrift veröffentlicht, kommt er auch auf die sehr verschie­denartigen Methoden zu sprechen, die bie Eingebo­renen ber Admiralitätsinseln anroenben. Die Küsten­bevölkerung lebt hauptsächlich von Fischfang unb hat sich hierfür bie mannigfaltigsten Formen aus- gebilbet. Die Leute werfen mit Fischspeeren, sie angeln mit Eberzähnen ober Muschelhaken, haben Stulp- unb Schwimmreusen aller Form unb Größe für Fluß- unb Meerfischerei, breieckige Netze von 50 Zentimeter bis sechs Meter Basis. Sie fangen mit Fischbrachen vom Kanu aus unb machen sich ben anatomischen Bau bes -Fischgebisses, besten Zähne nach hinten stehen, zunutze, nehmen als Kö­ber eine stark fiebrige Spinbel, welche bie Fisch­schnauze nicht mehr freigibt. Sie bauen auf zur Ebbe freiliegenben Riffen kleine Wälle, bie bas Was­ser abfließen lassen, bie verspäteten Fische jeboch zurückhalten. Sie fangen nach dem^gleichen Prinzip bei Ebbe bie Fische aus ben im Seegrasbvden er»

bräng-t bie arische Kaufmannschaft auf Schritte gegen biesen jüdischen Schwindel.

Aethiopten-Devatte im Mechaus

London, 12. April. (DNB.) Im Unterhaus wurde nach ber ßiquibierung ber britisck-inbifchen Firma Mohammeb Eli & Cy. in Adbis Abeba ge­fragt. Lord Cranborne bestätigte, daß bie italieni­schen Behörden bie Schließung ber Firma unb bie Abreise aller Angestellten angeordnet hätten. Der britische Generalkonsul habe Vorstellungen erhoben. Hierauf sei die Aufenthaltsgenehmigung verlän­gert worben. Die britische Regierung werbe Schritte tun, damit der Firma eine ausreichende Zeit für die Regelung ihrer Angelegenheiten zuge­billigt werbe. Die Behauptung, baß bie Firma ober ihre Angestellten Spionage getrieben hätten, ent­behre jeher Begründung. Die britische Regierung sehe diese Angelegenheit als h o ch st unbefrie­digend an. Ein Abgeordneter wollte näheres über das Schicksal der beiden Söhne des Aethiopiers Dr. Martin wissen, der ben früheren Negus in London diplomatisch vertreten hatte. Cranborne er­widerte, bie beiben Söhne Dr. Martins seien ih Addis Abeba verhaftet unb später 1) in geriet) tet worden. Ein Labour-Mitglied bemängelte es, daß bie britische Regierung gegen bie Hinrichtung nicht protestiert habe. Cranborne erwiberte, Eben habe Dr. Martin seiner tiefen Anteilnahme versichert. Er wolle nachfragen, ob bie beiben Söhne Dr. Martins vor ein Gericht ge. stellt worben seien, be­vor die Hinrichtung erfolgt sei. Auf die Frage, wie es mit der Ausweisung von sechs briti- scheu Missionaren aus Acthiopien durch die italienischen Behörden stehe, bestätigte Cranborne, daß der britische Botschafter in Rom Vorstellungen erhoben habe, besonders auch wegen ber Behanb- I u n g, bie man ben Missionaren hätte angebeihen lassen. Auch diese Angelegenheit habe sich s e h r u n- befriebigenb entwickelt.

Folgen der 40-Silmden-Woche in Frankreich.

Schwere Sorgen der Kleinhändler.

Paris, 12. April. (DNB.) In Straßburg kam es anläßlich der Einführung der 40-Stunden- Woche zu erregten Radaus zenen. Ein Teil ber Geschäfte hatte sich aus begreiflichen Gründen nicht dazu bereitgefunden, den ganzen Montag über bie Läden geschlossen zu halten, worauf mehrere hun- dert Marxisten sich vor diesen Geschäften zusammen- rotteten und mit Gewalt bie Schließung zu er­reichen versuchten. Die Polizei konnte nur mit Mühe und Not die Ordnung wiederherstellen. Die Zentral- Organisation des Kleinhändlerverbandes fordert eine Reihe von Abänderungen an dem Dekret über bie 40-Stunden-Woche. Den Labeninhabern müsse es ermöglicht werben, ihre Geschäfte an allen sechs Wochentagen offen zu halten. Es wird vorgeschlagen, ben Angestellten abwech­sel n b einen Wochentag freizugeben, so baß bie Fortführung bes Betriebes weniger ge­stört wirb. Da ber Kleinhändlerverband ben Z u - s ammenbruch zahlreicher Betriebe bei einer strengen Durchführung des Dekrets befürchtet, bittet er um Aufhebung ber Härten. Er weist auch auf ben im Zusammenhang mit der Weltaus­stellung erwarteten Mafsenzu ström von Ausländern hin, von dem man sich einen Ge- schäftsaufschwung verspricht. Es wäre entmutigend, diesen Fremden zu zeigen, daß in Paris jede Ge­schäftstätigkeit an mehreren Tagen in ber Woche lahmgelegt ist.

GchlechtesWetter an derBasken-Front.

Salamanca, 13. April. (DNB. Funkspruch.) Aus bem nationalen Heeresbericht geht hervor, baß bie Operationen an der Basken-Front durch anhaltendes schlechtes Wetter zum Stillstand gekommen sind. An der Front von Madrid wurde ein mit Artillerie vorbereiteter und von sowjetrussischen Tanks geleiteter Angriff ber Bolschewisten in Richtung auf ben Cerro de Aguila zurückgeschlagen. Sechs Tanks gingen in Flammen auf, zwei weitere blieben manövrier­unfähig liegen. Die internationalen Sölbner flohen in Richtung auf bie Befestigungen und wurden von dort durch eigene Leute mit Maschinen­gewehren beschossen, um sie am Rückzug zu hindern. Wenig später wurde mit starkem Ein­satz frischer Mannschaften ein neuer 23 o r ft o B versucht, der ebenfalls zusammenbrach.

bauten Irrgärten. Endlich machen sie mit schweren großmaschigen Netzen Jagd auf dieBulle makao long sodawater die Seekuh.

Gerade die verschiedenen Methoden des Fisch' fange beweisen einen sehr regen Wirklichkeitssinn der Eingeborenen. Die Berechnung, wohin mit dem Speer ins Wasser zu zielen ist, um einen dahin- schnellenden Fisch zu fangen, muß einmal die Be­wegung des Zieles, anderseits auch ben Umstand berücksichtigen, baß ber Fisch burch bie Lichtbrechung im Wasser an anberem Ort erscheint, als er sich in Wirklichkeit befinbet. Es ist also Gewandtheit unb große Erfahrung erforberlich, um erfolgreich mit ber Lanze zu fischen. C. K.

Das Zeughaus van Hollywood.

Es gibt in Hollywood einen Mann, ber seit lan­gen Jahren keinen Tag ohne Aufträge gehabt hat: I. S. Stembribge, ber ben Werkstätten der Filmstabt bie Waffen liefert. Er ist ber Leiter des Zeughauses von Hollywood, das sich sehen lassen kann, selbst neben ben großen Häusern in Europa, bie benfelben Inhalt haben. Da stehen in langer Reihe bie Gewehre, Revolver, große unb kleine Maschinengewehre, SelLstladepistolen unb alles, was sonst noch' ber Menschengeist an Hanbfeuerwasfen erfunben haben mag, aber nicht für Ernstfall, sow dem für den frieblicheren Bebarf ber Filmher« stellung. Man finbet ba genügenb Waffen, um Tausenbe von Statisten zu wehrhaften Kriegern Z" machen. Darüber hinaus aber stehen auch Feldge- schütze, Mörser, Schützengrabenkanonen unb ßuj£ abwehrgeschütze bereit. Stembribge besitzt natürlich auch eine einbrucksvolle Sammlung von Säbeln unb Dolchen, von. bem Schwert ber Kreuzfahrer an bis zu bem mobernen Jagbmefser, von dem Kei­ber Malaien bis zum Dolch ber Marokkaner. Davei ist ber Besitzer all bieses kriegerischen Geräts de sanfteste unb frieblichste Mensch von ber ®ei- Trotzbem wertet er bie Filme zunächst nach de Zahl ber Gewaltaten, die in ihnen vorkommen, denn bavon hängt sein Geschäft ab.

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