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Geschichten aus aller Welt.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Das neue Gesicht.

(ur) Sidney.

Vor zwei Jahren erlitt ein junger australischer Chemiker einen Unfall, in dessen Verlauf sein Kopf einen Augenblick in eine Säure getaucht mürbe. Die Augen konnten gerettet werden, aber das Gesicht war grauenvoll verunstaltet. Es hatte so sehr jede Aehnlichkeit mit einem menschlichen Ge­sicht verloren, daß man einen Schönheilschirurgen zu Rate zog, der im Laufe von 28 Monaten meh­rere Operationen ausführte und in dieser Zeit dem Chemiker ein vollkommen neues Gesicht gab. Die Haut wurde von den verschiedensten Körperteilen genommen. Von der Stirn bis zum Kinn über­pflanzte man die Hautpartien. Heute hat das Gesicht des jungen Chemikers zwar ein wenig den Charak­ter einer Maske, ist im übrigen aber so wohlgestal­tet, daß er wieder unter Menschen gehen und seinen Beruf ausüben kann.

Der eingesperrte Kandidat.

(hs) Peking.

Man ist auf dem besten Weg, das chinesische Er- ziehungssystem und auch die Prüsungsverfahren zu vereinheitlichen. Diese Vereinheitlichuna soll das ganze Land erfassen. In Peking und Nanking hat man die altertümlichen Einrichtungen bereits be- feitigt. Bis vor einigen Jahren war es nämlich auch noch in Peking üblich, daß die Kandidaten, die sich zum Staatsexamen meldeten, in einem riesi­gen Haus in Zellen eingeschlossen wurden und hier zur Fertigstellung ihrer Arbeiten zwei bis drei Tage ohne Verbindung mit der Außenwelt belassen wurden. Sogar ihre Mahlzeiten mußten sie hier jeder in seiner Zelle selbst kochen. Selbst wenn jemand krank wurde oder gar starb, wurde der Examensbann nicht aufgehoben. Nur in Ausnahme­fällen wurde gestattet, den Leichnam über die hohe Mauer zu werfen, bie das Examensgebäude von der Umwelt trennte.

Ein Film-Museum.

C. K. Neuyork.

In Neuyork gibt es in der Madrfon Avenue ein Film Library, eine Art Museum, das durch den Reichtum feinerStücke" einzigartig ist. Die Biblio­thek wurde 1935 als Anhang des modernen Kunst­museums mit Unterstützung der Rockefeller-Stiftung und anderer amerikanischer Mäzene gegründet. Man sammelt hier möglichst alle Filme, die für die Ge­schichte des Kinos Bedeutung haben, und versucht eine sorgfältige Wiederherstellung der älteren. So hat man ben FilmThe Clever Dummy von 1917, einen der köstlichsten von Mack Sennett, wieder auf- aefunden und gerettet, ebenso den FilmDas schla­fende Paris" von Rens Clair, der aus dem Jahre 1923 stammt und den dieser selbst für völlig ver­loren hielt. Verschiedene Filme, die für unauffind­bar gehalten wurden, erhielt man aus dem Nachlaß eines gewissen Jean Le Roy aus Neuyork, der mit großem Eifer trotz seiner beschränkten Mittel sehr wichtige Stücke, besonders aus Frankreich und Schweden, aus der ersten Zeit des Films gesam­melt hatte. DieFlim Library ist auch beauf­tragt, an den höheren Schulen und Universitäten in Amerika Filmaufführungen zu veranstalten, und sie steht jedem, der sich mit der Geschichte des Films beschäftigen will, offen.

Augenbilder und Fingerabdrücke.

C. K. Chikago.

Im Kampf gegen das Verbrechertum erfindet Amerika immer neue Methoden, um einen wissen­schaftlichen Vorsprung vor den Verbrechern zu haben. Früher galten Fingerabdrücke als völlig untrügliches Kennzeichen, heute haben die Ver­brecher längst gelernt, ihre Fingerabdrücke nach Willkür zu verändern, wie auch andere besondere Merkmale" vollkommen zu beseitigen. Tatsächlich kann heute ein vielgesuchter Verbrecher, wenn er zum zweiten Mal in die Hände der Polizei fällt, ein so verändertes Aussehen haben, daß in ihm das Original des Bildes, das seit Jahren im Ver­brecheralbum aufbewahrt wird, nicht wiederzuerken­nen ist. Man hat daher rastlos nach etwas gesucht, was auch die größte medizinische Kunst nicht urn- zugestalten vermag, und man ist dazu übergegan­gen, die Augen zu photographieren. Man hat her­ausgefunden, daß nicht zwei Menschen die gleiche Netzhaut haben, und so hat man ein System aus­gearbeitet, um die Netzhaut mit allen Einzelheiten auf die Platte zu bannen. Allerdings hinterläßt der Verbrecher bei seinem Werk keineAugen­abdrücke", wie er Fingerabdrücke hinterläßt, und so werden auch die Fingerabdrücke immer noch ein wertvolles Hilfsmittel der Polizei bleiben. War aber ein Mensch schon einmal in den Händen der Polizei, und sind seine Augen photographiert wor­den, so kann er durch dieses Bild jederzeit identifi­ziert werden. Sein Auge kann kein Mensch verän­dern, es sei denn, er verlöre es.

nicht sehr bewegt ist. Es scheint fast unglaublich, daß diese so zarten Geschöpfe Seereisen über Tausende von Kilometer machen, ohne Schaden zu nehmen, doch sind über hundert Arten, die aus Amerika stammen, in England und Irland gefangen worden. Man hat behauptet, daß diese Arten mit Schifien herübergekommen seien, doch hat man sie, tausend Kilometer weit vom Land entfernt, auf der See rasten sehen, so daß kein Zweifel daran besteht, daß sie solche weiten Wanderflüge unternehmen. Es wurde auch vermutet, daß der Wind sie vielleicht über so weite Strecken blies. Indessen sah man sie gegen den Wind fliegen oder kreuzen. Auch von erstaunlichen Ueberlandflügen, die Schmetterlinge regelmäßig ausführen, liegen Berichte vor. Der Monarch genannte Schmetterling lebt in Nord­amerika. Im Herbst sammeln sich die Schmetter­linge zu größeren Schwärmen und fliegen in gro­ßen Massen nach Südkalifornien. Bald nach ihrer Ankunft im Süden machen sie sich auf Bäumen und Dachvorsprüngen seßhaft unb verbleiben dort in einem halben Winterschlummer bis zum folgen­den Frühjahr. Mit dem ersten warmen Märzwetter ziehen sie wieder gen Norden und legen dort auf Bäumen Eier ab, die als Futterbäume für die Lar­ven geeignet sind. Das ganze Gebiet ist nun wie­der von ihnen bevölkert, bis im Herbst die Jungen ihrerseits nun dieselbe weite Reise unternehmen, um auf denselben Bäumen wie ihre Eltern den Winter zu verschlafen. In manchen Jahren tritt der Di st elfalter in ungeheuren Massen auf. Eine derartige Ueberschwemmung mit diesen Schmetter­lingen gab es zum Beispiel im Jahre 1922, als Tausende an der Südküste Englands auftauchten und sich weit hinein ins Land verbreiteten. Die meisten kamen von Südost-Europa her; man sah einen Riefenschwarm sich her Küste von Cornwall nähern. Von fern sah es wie ein großer gelber Fleck auf dem Wasser aus, der plötzlich, da er dem Land nähertrieb, sich in ungezählten gelben Flügel­paaren emporschwang. Vor einigen Jahren sah man an einem anderen englischen Küstenort Scharen des Roten Admirals über die See kommen. Sie hatten eine lange Reise hinter sich, stammten wahrscheinlich aus Südeuropa aber als sie sich nun niederließen, sahen sie so gepflegt und schmuck aus, als wären sie eben erst der Laroenhülle entfliegen; doch waren sie ziemlich erschöpft, so daß sie bereitwillig auf der ausgestreckten Hand ausruhten.

Vor kurzer Zeit jährte sich der Tag der Gründung der GRG. 3um 60. Male. Man hatte bewußt da­von abgesehen, diesem Gedenktag einen größeren Rahmen zu geben. Nachdem als Auftakt ein Ball in sämtlichen Räumen des Gesellschaftsvereins statt­gefunden hatte, der sehr gut besucht war und in harmonischer Weise verlief, fand sich dieser Tage auf Einladung der Vereinsleitung eine erfreulich große Zahl von Mitgliedern zu einer internen Feier im unteren Bootshaus zusammen. Tiefen Eindruck hinterließ die von dem Vereinsführer gehaltene Festrede, in der er gleich zu Beginn den letzten noch lebenden Mitgründer der Gesellschaft, den Ehren­vorsitzenden Christian Reiber, herzlich begrüßte und ihn als ein leuchtendes Vorbild für Treue und unübertroffene Liebe zum Rudersport namentlich der Jugend vor Augen hielt.

Daran anschließend entwarf der Vereinsführer in kurzen Strichen ein Bild des Werdeganges der GRG. während der letzten zehn Jahre. Er stellte fest, daß die Jahre 1927 bis 1930 der Gesellschaft wohl Erfolge brachten, ohne sie jedoch über die große Masse der deutschen Rudervereine empor­zuheben. Es ist aber unverkennbar, daß gerade in diesen Jahren der Grundstock zu den achtung­gebietenden Erfolgen unserer Mannschaften in den folgenden Jahren gelegt wurde. Auf dieser guten Grundlage baute der in 1931 verpflichtete Ruder­lehrer Emil Schulde auf und erreichte durch feine vorzügliche Schulung eine sehr beachtenswerte Lei­stungssteigerung der Ruderer. Erfolge blieben auch nicht aus. So gewann im Jahre 1931 der Vierer Flimm, Köhler, Becker, Hartmann u. a. den 1. Vierer der Stadt Kassel und den Kaiserpreis. Die gleiche Mannschaft, zu einem Achter ergänzt durch Weidig, Strauch, Neuroth, Götz, holte sich 1932 weitere Lorbeeren durch Siege im ersten Achter in Kassel und im Großherzogs-Achter auf heimischer Regatta. In dieser Zusammensetzung: Weidig, Strauch, Köh­ler, Hartmann überraschte diese Mannschaft durch einen prachtvollen Sieg im Großherzogs-Vierer in Mainz nach einem unvergleichlich schönen Rennen mit anderen bedeutenden Mannschaften.

Angespornt durch diese Erfolge und im Ver-

Das Autounglück bringt es an den Tag.

Dr. Ho./Bro. Paris.

Dor fast vier Jahren fand ein Zusammenstoß zwischen einem Auto und dem Orientexpreß in Bul­garien statt. In dem Auto saßen zwei Franzosen, eine Französin und eine Spanierin. Einer der Franzosen wurde getötet, die anderen Insassen ver­letzt. Nach ihrer Heilung empfahlen sie sichauf französisch" und wurden nicht mehr gesehen. Inzwi­schen arbeitete die Bürokratie. Die Ortsvehörde schickt ihren Bericht an das zuständige Innenministerium. Das Innenministerium gibt den Akt an das Außen­ministerium weiter; das Außenministerium benach­richtigt bann das Außenministerium des anderen Landes, und dann vollzieht sich derselbe Akten­marsch wieder in der umgekehrten Richtung. Also, in diesem Fall sandte das französische Außen­ministerium den Akt an das französische Innen­ministerium, und von dort aus durchlief er wieder die Verwaltungsbehörden bis zum zuständigen Pa­riser Polizeirevier. Denn von dem getöteten Fran­zosen hatte man wenigstens den Paß und wollte seine Hinterbliebenen von seinem Tode unterrichten. Wie groß aber war die Ueberraschung, als der an­geblich in Bulgarien vom Orientexpreß getötete Herr Bourgeat in Paris lebendig angetroffen wurde; außerdem erklärte Herr Bourgeat, daß er nie daran gedacht habe, Paris zu verlassen. Und nun folgen wir dem französischen Polizeiderichtt Die Sicherheitspolizei entschloß sich nun zu Nach­forschungen. Man fand Spuren früherer Reisen der Beteiligten in Argentinien, Portugal, Spanien und in der Türkei. Man wußte auch, daß ein gewisser Jolivet, der am Leben geblieben war, Papiere be­nutzte, die ursprünglich einem Arbeiter aus Saint Denis gehörten, dem sie 1928 auf feinem Arbeits­platz gestohlen worden waren. Schließlich wurde der falsche Jolivet in einem Hotel auf dem Boulevard Richard Lenoir festgestellt. Er gestand, daß er eigent­lich Gabriel Daout heiße und wiederholt vorbestraft sei. Wegen Banknotenfälschung sei er von Grenoble nach Spanien und später nach Argentinien geflüch­tet. In Buenos Aires habe er den Militärpaß des Jolivet gekauft. 1932 wurde er aus Barcelona aus­gewiesen. Am 21. Dezember desselben Jahres wurde er in Paris in Abwesenheit wegen Notenfälschungen zu Zuchthaus verurteilt. Jetzt wird er sich noch ein­mal vor Gericht zu verantworten haben: wegen Unterschlagung und mißbräuchlicher Benutzung des Passes."

trauen auf ihre Kraft suchte sich unsere Achter­mannschaft den damals stärksten Achter Süd- und Mitteldeutschlands die Mainz-Kasteler Ruder- gesellschaft als Gegner, den sie dann auch nach mehrmaligen Mißerfolgen auf der Mainzer Regatta im Mittelrhein-Achter und im Großen Achter zu schlagen vermochte. Es war nicht nur technisches Können und Kraft, die zum Erfolge führten, nein, der Geist der Gemeinschaft, der die Ruderer beseelte, half nicht zum wenigsten mit, die Siege zu er­ringen!

Die Leistungen unseres Achters führten sehr bald zur Ernennung zum Derbandsachter durch den Deutschen Ruderoerband. Wenn auch die Kräfte nicht ausreichten, bis in die Entscheidungskämpfe der Regatta in Mainz 1934 und Grünau 1936 vor- zudringen, so bedeuteten die Rennen unseres Achters weit mehr als Achtungserfolge. Die auf Grund unserer Orünauer Erfahrungen umgesetzte Mann­schaft stellte sich aus der Frankfurter Regatta den starken Mannschaften des Berliner Ruderklubs und der Cambridger Studenten, ohne jedoch zum Sieg zu kommen, obwohl sie bis über 1000 Meter in prachtvollem Stil führten. War auch nicht jeder Start ein Sieg, so konnten doch nicht' weniger als 123 Rennboot- und fünf Gigsiege in den zehn Jahren gebucht werden. Damit ist die Zahl der Siege auf 286 Renn- und 10 Gigfiege angewachsen. Rechnen wir die Siege des ehemaligen Verein Rudersport hinzu, so kommen wir auf die stattliche Zahl von 313 Renn- und 11 Gigsiegen.

Diesem gedrängten sportlichen Bericht schloß sich das Gedenken der Toten des letzten Jahrzehnts unter Verlesung des Namens an. Die eindrucksvolle Rede des Vereinsführers klang aus mit der Mah­nung an die Jugend, stets eingedenk zu sein, was bis jetzt geleistet wurde und mit den Worten: Nie wird die GRG. untergehen, wenn die Mitglieder festhalten an der ruhmreichen Vergangenheit der Gesellschaft und ihr Tun und Lassen einstellen in einem tiefen Glauben an unseren Führer, in einer nie versiegenden Liebe zu Deutschland und einer unerschütterlichen Treue zur rot-weiß-roten Flagge.

Artur Scharmann.

-'Sport

60 lahre Gießener Rudergesellschafi 1877.

Ereignisse im Handball.

Krokodile alsSchotzttere".

(k) Trinidad.

Lady Isabel Mackenzie ist heute 25 Jahre alt, hat aber bant der Unternehmungslust ihrer Eltern und seit einigen Jahren auch ihres Gatten ein recht abenteuerliches Leben hinter sich. Sie durchstreifte mehrfach undurchforschte Wüstengebiete in Persien, schloß Freundschaft mit Arabern in Zentralarabien und hielt sich seit einem Jahr in Guayana auf. Vor kurzem hat sie sich nach Europa eingeschifft. Man hat nie eine derartige Ausreise einerPrivatper­son" gesehen. Denn sie hatte sich nicht weniger als 16 Krokodile und drei große Landschildkröten als Schoßtiere" zugelegt und versichert, daß sie sich nie mehr von ihnen trennen werde. Wobei aller­dings zu bemerken ist, daß die K^okodilie vorerst noch recht klein sind.

Schmetterlinge als Ozeanflieger.

C. K. London.

Das Naturgeschichtliche Museum von South Ken­sington in London hat sein Augenmerk auch auf die Wanderflüge der Schmetterlinge gerichtet und sendet eine Art Fragebogen an alle, die Beobach­tungen darüber beisteuern können. Diese Insekten führen Flüge von einer Ausdehnung aus, die man ihnen kaum zutrauen würde. Es gibt sogar Ozean­flieger unter ihnen. Einige Schmetterlinge können sich auf dem Wasser niederlassen, ohne dabei ihre Kzu beschädigen, und es kann sein, daß einige, > Gewohnheit haben, weite Wanderflüge zu unternehmen, auf dem Meere ruhen, wenn es

Das WHW.-Spiel Heer Zivil am morgigen Sonntag in Gießen steht im Blickpunkt des Inter­esses. Kein Wunder, daß dadurch die Begegnungen in derProvinz" etwas zurückgedrängt werden. Immerhin wird man auch dort zufrieden fein kön­nen, weil sich hier eine Anzahl Mannschaften gegen» überstehen, die für ausgezeichneten Sport garan­tieren. Die Pflichtspiele sind bis auf die i. und 2. Kreisklasfe erledigt. Aber schon fetzt der Freund­schaftsspielbetrieb ein. Hier ist es besonders er­freulich, daß auch der Tv. Dornholzhausen wieder eine Mannschaft zusammenbekommen hat, die sich morgen zum erstenmal vor die Oeffenttichkeit stellen wird. Und nun zu den Spielen:

I. kreisklasfe.

Tv. Dutenhofen Tv. Hörnsheim. Dieses Treffen, das ausschlaggebend sein wird für den endgültigen Sieg der Hörnsheimer, mußte am letzten Sonntag verlegt werden. Dadurch hat sich die Entscheidung etwas verzögert. Das Spiel sollte ein harter Kamps um Sieg und Punkte geben, weil Hörnsheim je nach dem Meister werden, Du­tenhofen dagegen seinen Tabellenplatz nicht un­wesentlich verbessern kann. Die größten Aussichten hat ohne Zweifel Hörnsheim; aber auch Duten­hofen ist zuhause ein Gegner, mit dem man rech­nen muß.

Groß-Rechtenbach Tv. Katzenfurt.

Nach der schwachen Leistung der Gaste am letzten Sonntag zu urteilen, wird Groß-Rechtenbach siche­rer Sieger werden und dadurch seine Positton wei­terhin verbessern. Die Mannschaft des Tv. Herborn ist gesperrt, so daß Holzheim damit kampflos in den Besitz der Punkte gekommen ist.

II. Kreisklasse.

Am Sonntagmorgen treffen sich Mtv. II und Tv. Hausen zum fälligen Verbandsspiel in Gießen. Man wird gespannt sein dürfen, wie Hausen nach der langen Pause spielt. Ueber die Frage des Sie­gers sollten irgendwelche Zweifel nicht bestehen. Gießen kann Hausen kaum gefährlich werden.

Freundschaftsspiele.

Tv. Hochelheim Tuspo Niedergir­mes. Für das letzthin ausgefallene Pflichtspiel liefert Niedergirmes morgen Hochelheim bereits das Rückspiel. Ein schöner Zug der Mannschaft, den man allgemein zur Nachahmung empfehlen kann. Für dieses Spiel gilt das, was mir schon am letzten Sonntag erwähnten. Es kommt vielleicht noch hinzu, daß die Gäste eine neue Manschaft zur Stelle haben, die sich erst einmal einspielen muß.

Tv. Dornholzhausen Tv. Grünin- g e n. Man wird gespannt fein dürfen, auf das erste Auftreten der Platzbesitzer, denen es nach langen Bemühungen gelungen ist, wieder eine Mannschaft zusammen zu bekommen. Grüningen

hat natürlich die größten Aussichten, weil seine Mannschaft eingespielt ist. Auch das Jugendspiel würde eine Beute der Gäste werden.

Tv. G a r b e n h e i m Tv. Wetzlar II. Zum soundsovielten Male stehen sich beide Mannschaften gegenüber. Wechselnd waren die Erfolge, gute Lei» ftungen gab es aber immer Auch diesmal sollt* wieder ein spannender Kampf zustande kommen.

Auf zum Opferschießen für das Winterhilfswerk!

Dem Ausrufe des Reichssportführers folgend, hat sich auch die S ch ü tz e n g e s e l l s ch a f t 1926 Gießen (Schießstand Schneise 1 bei den Militär» schießständen) in den Dienst der guten Sache gestellt und hält am Sonntag, dem 14. März, ab 9.30 Uhr bis zur Dunkelheit ihr diesjähriges Opferschießen ab, um auch ihrerseits an dem Aufbauwerk unserers Führers tatkräftig mitzuwirken.

Die einmalige Einlage für das Opferschießen ein­schließlich Spörtgroschen kostet nur 35 Pfennig. Freunden des edlen Schießsportes ist Gelegenheit gegeben, ihre Schießkunst unter Beweis zu stellen. Die sechs besten Schühen in Kleinkaliber und in Großkaliber erhalten die extra hierzu beschafften Medaillen. Auch kommen Treffernadeln zur Ver­teilung. Die Einlage für die Drei-Schuß-Serie in Groß- oder Kleinkaliber kostet nur 20 Pfennig. Der hierbei erzielte Ueberschuß fließt ebenfalls dem WHW. zu. Munition und Gewehre stehen auf oem Schießstande in genügender Anzahl bereit.

Schul-Spielstundeist füraUeverbindlich

LPD. Die zur körperlichen Erziehung in den höheren Schulen eingerichteten Spielstunden sind laut Verfügung der hessischen Landesregierung jetzt wieder einzusetzen. Der Besuch ist für alle Schüler und Schülerinnen verbindlich. Befreiungen können nur bei ganz besonders gelagerten Fällen ausgesprochen werden.

VfÄ.-Reichsbahn-Leichtathletik.

Ehrenvolle Einladung Otto Luhs.

Demnächst findet das Frankfurter Hallensportfest statt. Otto Luh vom BfB.-R. nimmt auf Einladung am Kugelstoßen teil. Sein Erfolg im vorigen Jahre in Frankfurt ist noch in bester Erinnerung, stieß er doch damals 15,05 Meter und schlug dabei den bekannten Amerikaner Lymann. Diesmal ist die Konkurrenz vieleicht noch größer, denn die besten Kugelstoßer Deutschland werden sich morgen ein Stelldichein geben. Olympiasieger und mehrfacher deutscher Meister Wollte (Berlin) startet als Favo­rit. Stock (Berlin), Olympiasieger im Speerwerfen und dritter im Kugelstoßen, ist ein scharfer Gegner für Wollte, Lampert (Saarbrücken), jetzt München, ist ebenfalls erste Klasse. Dazu Luh. Leider hat Luh eine längere Beinbehandlung hinter sich, so daß er nicht in voller Form an den Start gehen kann. Ein Achtungserfolg wäre schon zufriedenstellend.

, FC.Teutonia* Waüenborn-Gteinberg

Die erste Mannschaft muß am kommenden Sonn­tag nach Hungen, um gegen die dortige erste Mann­schaft des Sportvereins ihr letztes Verbandsspiel der diesjährigen Serie auszutragen. Das Vorspiel in Watzenborn-Steinberg wurde nach einem mäßigen Spielverlauf mit 3:0 gewonnen und es dürfte den Teutonen auch diesmal gelingen, über ihren Geg­ner Herr zu werden, damit sie ungeschlagen die Mei­sterschaft der ^.-Klasse erwerben.

Die zweite Mannschaft muß auch auswärts fah­ren und diesmal ist es der Sportverein Mufchen- heim, der auf die zweite Mannschaft der Teutonen wartet, um die Niederlage in Watzenborn-Steinberg wett zu machen. Für die Watzenborn-Steinberger zweite Garnitur ist dieses Spiel besonders wichtig, zumal sie mit der ersten Mannschaft von Grüningen punktgleich stehen, und jede Elf nun um die Meister­schaft kämpft.

Nur die erste Jugendmannschaft steht in Watzen­born-Steinberg auf eigenem Platze der Jugend- mannschaft von 1900 Gießen gegenüber.

F.-Sp.-D. 1926 Steinbach

Am Sonntag gastiert in Steinbach die 1. Mann­schaft vom Sportverein Garbenteich als Gegner der 1. Mannschaft vom FSpv. 26 Steinbach. Beide Mannschaften lieferten sich in den vergangenen Jahren harte Kämpfe, die immer mit einer ge­ringen Tordifferenz endeten. Garbenteich, im ver­gangenen Jahr Meister seiner Klasse, hat etwas an Spielstärke verloren, trotzdem stellt es heute immer noch eine schnelle, wuchtige Mannschaft ins Feld. Steinbachs Elf darf das Spiel nicht von vornherein schon als gewonnen betrachten. Da beide Mann­schaften die zwei Punkte nötig brauchen, um ihren Platz in der Tabelle zu festigen, wird ein spannen­der Kampf nicht ausbleiben.

Gpielvereiniqunq 1926 Leihgestern.

Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1926 empfängt die gleiche des VfB. Ruppertsburg zu einem Gesellschaftsspiel. Im Vorspiel konnten die Ruppertsburger knapp und mit viel Glück mit 3:2 gewinnen, nachdem die Leihgesterner bis kurz vor Schluß noch mit 2:0 in Führung lagen. Wie der Kampf am nächsten Sonntag endet, ist nicht vor- auszusagen, da Leihgestern mit Ersatz antreten muß.

Die Jugend ist auf dem Wege zur Meisterschaft. Sie steht jetzt noch mit der 1. Jugend des DfB -R. Gießen nach Punkten gleich. Die Gießener haben ein Torverhältnis von 30:19 und die Blau-Weißen eins von 29:18, also ebenfalls gleich. Die Nach­wuchsleute aus Leihgestern müssen sich also am kom­menden Sonntag anstrengen, wenn endgültig die Meisterschaft nach Leihgestern kommen soll.

Fußballobteilung des Turnvereins Wieseck.

Die 1. Mannschaft der Fußball-Abteilung des Turnvereins Wieseck hat am kommenden Sonntag die gleiche Mannschaft vom FC. 1927 Flensungen- Mücke zu Gast, um ein fälliges Rückspiel auszu­tragen. Das Vorspiel verlor Wieseck mit 4:3 Toren. Im Verlauf der Serienfpiele hat sich jedoch Wieseck als eine starke Mannschaft gezeigt, die den Gästen das Spiel diesmal nicht leicht machen wird.

Zußballabteilung de« Turnvereins Alten-Buseck.

Die erste Mannschaft von Alten-Buseck hat ihre Verbandsspiele beendet und nutzt den spielfreien Sonntag zu einem Freundschaftsspiel aus. Die erste Mannschaft, wie auch die Jugend, fahren zum Sportverein Großen-Linden. Alten-Buseck konnte in den zwei letzten Spielen als sicherer Sieger her­vorgehen. Das erwartet man auch in den bevor­stehenden Begegnungen.

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