vollkommen zerstört worden ist. Die deutsche Schule, das deutsche Seminar, die Priesterwohnungen und das Schwesternviertel sind eingestürzt. Auch ein Teil der Kirche wurde zerstört, während der stehengebliebene Teil baufällig ist. Ein Drittel aller Häuser in Tsaotschaufu wurde vernichtet, der Rest schwer beschädigt. Die Katastrophe forderte zahlreiche Todesopfer. Die Bevölkerung lebt im Freien, da sich die Erdstöße in den nächsten Tagen wiederholten. Die Erde weist zahlreiche handbreite Riffe auf, aus denen schwarzes Wasser strömt.
Ein Mitbegründer der JtSBO. gestorben.
Im Krankenhaus zu Beelitz (Mark) verstarb an den Folgen eines Autounfalles der Mitarbeiter der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeitsfront, Alfred Ruthenberg, im Alter von 29 Jahren. Pg. Ruthenberger war Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP. Er war einer der Mitbegründer der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation und in der Presse der Deutschen Arbeitsfront tätig und Herausgeber und Hauptschriftleiter der NSBO.-Zeitschrift „Der Betrieb".
Die U-Boot-Flottille „IDebbigen“ in Helsinki.
Der Besuch der U-Bootflottille „Weddigen" in Helsinki nähert sich seinem Ende. Eine Veranstaltung der deutschen Kolonie für die Besatzung in idyllischer Schärenlandschaft gab Matrosen und Ausländsdeutschen willkommene Gelegenheit, herzliche Freundschaft zu schließen Auf einem Empfang des Gesandten von Blücher zu Ehren der Flottille bemerkte man den stellvertretenden finnischen Außenminister, den finnischen Kriegsminister, den Chef der finnischen Küstenverteidigung und zahlreiche Offiziere der finnischen Flotte. An Bord des Begleitschiffes „Saar" erwiderte der Flottillenchef Kapitän zur See Loycke die finnische Gastfreundschaft.
Bergsteigerunglück in den hohen lauern.
Der Verwaltungsobersekretär August Moriz aus Nürnberg und der Verwaltungssekretär Erwin B r o n a t aus Neumarkt in Bayern versuchten, den Gipfel des Großen Wiesbachhorns über die Westwand nach dem Willinger-Gletscher abzusteigen. Die beiden Bergsteiger hatten sich angeseilt. Bronat stürzte an einer außerordentlich steilen und ausgesetzten Stelle ab und riß seinen Kameraden 700 Meter tief mit sich. Die Leichen konnten geborgen werden
Zwei Deutsche in den Dolomiten tödlich abgestürzt.
Die beiden deutschen Angestellten Helmut K i m - mers aus Bruchsal und Heinrich Jungmann aus Karlsruhe, beide 25 Jahre alt, sind auf einer führerlosen Besteigung der Paladella
Madonna (Dolomiten) unweit der Spitze abge - stürzt. Kimmers, der vorne ging, verlor plötzlich den Halt, wobei er auch seinen Kameraden mit in die Tiefe riß. Beide stürzten 300 Meter tief ab und waren sofort tot. Das Unglück hat sich schon am 4. August ereignet, aber die Leichen wurden erst am Dienstag entdeckt und durch eine Rettungsgesellschaft ins Tal gebracht.
Schwere Naturkatastrophe an einem norwegischen Fjord.
Eine ähnliche Naturkatastrophe, wie sie sich im September vorigen Jahres am Nordfjord ereignete, brach am Dienstag über Simodalen, ein kleines tiefes Tal am Hardanger Fjord in der Nähe des Eidfjordes im westlichen Norwegen herein. Von einem mächtigen Gletscher lösten sich Eis- und Gesteinsmassen von ungefähr einer Million Tonnen und stürzten in den schmalen Bergsee Durch die dadurch verursachte Flutwelle wurden 20 Häuser einer kleinen Ortschaft hinweggeschwemmt. Die Bewohner des Tales waren durch das donnerartige Getöse in den Bergen glücklicherweise gewarnt worden und konnten sich auf höher gelegene Plätze in Sicherheit bringen, von denen aus sie Zeugen wurden, wie die gewaltigen Fluten ihr blühendes Tal in eine Wildnis verwandelten. Menschenleben sind durch die Katastrophe nicht zu beklagen, aber die ungefähr 130 Köpfe zählende Bevölkerung des Tales wird wahrscheinlich ihren bisherigen Wohnort verlassen und sich an einem anderen Ort neue Heimstätten gründen müssen.
3m Bett verbrannt.
In Dillingen wurde der 81 Jahre alte Pensionär Peter Reiter, der seit einigen Jahren das Bett hütet, in seinem Zimmer tot aufgefunden. Der alte Mann pflegte im Bett zu rauchen und muß diesmal mit dem Zündholz unvorsichtig umgegangen sein, denn das Bett war in Brand geraten und durch die Flammen hatte Reiter schwere Brandwunden erlitten.
Aufregende Berbrecherjagd in Paris.
Die Verfolgung eines Taschendiebes setzte das Südoftviertel von Paris in große Aufregung. Der Verbrecher schoß auf der Flucht zwei seiner Verfolger nieder und entkam schließlich doch. Der Dieb hatte es auf die Brieftasche eines Lastkraftwagenfahrers abgesehen, der mit dem Ausladen von Kisten beschäftigt war und dabei seine Jacke mit der Brieftasche auf den Sitz des Wagens gelegt hatte. Seelenruhig nahm der Taschendieb die Brieftasche an sich und wollte damit verschwinden. Im letzten Augenblick bemerkte es der Lastkraftwagenfahrer, der die Verfolgung sofort aufnahm.
Dabei schoß der Dieb dem Fahrer mit dem Revolver in den Bauch. Dann sprang er auf einen vorüberfahrenden Lastkraftwagen, dessen Lenker ihn allerdings wieder herunterstieß. Inzwischen hatten sich mehrere Personen der Verfolgung angeschlossen. In seiner Bedrängnis sprang der Dieb auf einen Privatkraftwagen, dessen Fahrer ihn ebenfalls herunterstoßen wollte, worauf der Dieb ihm eine Kugel in die Brust schoß. So konnte der Taschendieb entkommen. Die Brieftasche des bestohlenen Lastkraftwagenfahrers wurde später ihres Inhalts beraubt an der Seine aufgefunden.
Amokläufer in Glasgow.
In Glasgow erschoß ein ägyptischer Student Biswas in einem Amoklauf vier Personen, verletzte eine weitere schwer und erschoß schließlich sich s e l b st. Biswas fuhr zunächst in einem Taxi bei seinen Schwiegereltern vor. Nach einem kurzen Wortwechsel schoß er in einem Zustand geistiger Umnachtung beim Betreten des Hauses seine von ihm getrennt lebende Frau nieder und verletzte sie schwer. Der zu Hilfe eilende Taxichauffeur wurde von dem Amokläufer erschossen. Dann eilte der Mörder in die Wohnung der Schwiegereltern, streckte dort Schwiegervater, Schwägerin und sein eigenes Kind ebenfalls durch Reoolverfchüfse nieder und erschoß sich dann selbst.
Das Wetter vom 12. bis 21. August, herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Wilterungsvoraussage des Reichswetter- dienstes in Bad Hornburg am 11. August.
Die leichte Unbeständigkeit des Wetters, die im allgemeinen am Anfang dieser Woche, in Ostpreußen erst im Laufe des Dienstags, einsetzte, wird zunächst fortbestehen. Jrn großen und ganzen wird dabei aber das Wetter bis etwa 15. oder 16. August mindestens freundlich und warm sein. Besonders in Südwestdeutschland werden in dieser Zeit Niederschläge nur selten und nur in geringen Mengen auftreten, während im Küstengebiet der Nordsee und westlichen Ostsee das Wetter bewölkter sein wird und Niederschläge sich etwas häufiger, jedoch auch nur im Sinne einer leichten Unbeständigkeit, also nicht täglich, einstellen werden. Nach dem 16. wird die Unbeständigkeit des Wetters und damit die Häufigkeit der Niederschläge zunehmen, aber auch dann noch werden, besonders wiederum im Südwesten des Reiches, zeitweilig Aufheiterungen eintreten, so daß kaum ein Tag eintritt, an dem die Sonne
nicht wenigstens während einiger Stunden scheint. Die Temperaturen werden meistens über dem Regelwert liegen, doch werden sie in der nächsten Woche unter Schwankungen abnehmen. Der Wärmehöhepunkt dieses Jahres ist überschritten. Die tägliche Sonnenscheindauer wird in Süddeutschland und Ostpreußen in der Mehrzahl der Tage mehr als fünf Stunden, die Gesamtsonnenscheindauer des zehntägigen Abschnittes mehr als 70 Stunden betragen.
Wetterbericht
bei Reidyemefferbienffes. Ausqabeork Frankfurt.
Mit weiterem Luftdruckfall und Ausgleichung der Druckgegensätze über dem europäischen Festland hat die Ausbildung flacher Wärmetiefe eingesetzt. Dabei hat sich im wesentlichen noch freundliches Wetter gehalten, doch ist es nördlich der Kammlinie Taunus, Spessart, Rhön schon zu einzelnen Regenfällen gekommen. Auch für Südwest- und Süddeutschland wird sich zunächst die Neigung zu einzelnen, teilweise gewittrigen Niederschlägen verstärken. Das Auskommen ausgesprochenen Schlechtwetters ist dagegen nicht zu erwarten.
Vorhersage für Freitag: Wolkig bis aufheiternd, verstärkte Neigung zum Auftreten einzelner, teilweise gewittriger Niederschläge, warm, nördliche Winde.
Vorhersage für Samstag: Noch Neigung zu vereinzelten, teilweise gewittrigen Niederschlägen, aber nicht unfreundlich.
Lufttemperaturen am 11. August: mittags 25,3 Grad Celsius, abends 18,5 Grad; am 12. August: morgens 17,4 Grad. Maximum 26,2, Minimum heute nacht 16 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. August: abends 24 Grad; am 12.August: morgens 20,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 7,2 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. D.: Dr. Fr. W. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 37: 9076. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs« preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs« preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Frau Rosa Keller, geb Welz
Gießen (z. Z. Darmstadt, Roßdörfer Straße 87), 12. August 1937
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Für die mir beim Hinscheiden meines lieben Vaters
spreche ich hierdurch meinen
im
Gießen, im August 1937.
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erwiesene Anteilnahme herzlichsten Dank aus.
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Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgänge meines geliebten Mannes spreche ich, auch im Namen aller Angehörigen, meinen innigsten Dank aus
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Die trauernden Hinterbliebenen: Familie August Krüger Fami'ie Theodor KUnkel Familie Philipp Klinkei
Gießen, den 12 August 1937.
Am Mittwoch, 12'/, Uhr, verschied nach kurzer schwerer Krankheit unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Gote
Eleonore Klinkei
im Alter von 66 Jahren.
Keine Zenonisse in Urschrift
lonoern nur Zeugnis- abichriften vem B<- werbungs>chr?iven beilegen - Lichtbilder unvBewerbungsunter- lagen müflen tut Her- meidung von Verlusten auf der Rüchette Warnen und Anschrift oeS Bewerbers tragen I
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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
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Gießen, den 12. August 1937.
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