Ausgabe 
12.4.1937
 
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5. Standarte 88 267 P., 6. Marinestandarte 34 265 Punkte.

Dreikampf (Steinstoßen, Keulenwurf, 60-Me- ter-Lauf): Klasse A I (bis 34 Jahre): 1. Simon 76 P' 2. Blum 71 P., 3. Heinemann 70 P.; Klasse A II (35 bis 44 Jahre): 1. Ost 61 P., 2. Nolzen 60 P., D. Stöckel 56 P.; Reserve-Klasse (über 45 Jahre): 1 Rieke 63 P., 2. Gros 57 P., 3. Berg 57 Punkte.

Mannschafts ° Dreikampf Gruppe Hessen Gruppe Westmark: Boxen: Gruppe Westmark schlägt Gruppe Hessen 10:6; Fechten: Gruppe Hessen schlägt Gruppe Westmark 114,25 :47,75 Punkte; Handball: Gruppe Hessen Gruppe Westmark 8:3; Gesamtsieger: Gruppe Hessen.

Olympiasieger Manger und Jsmayr imponieren.

Großer Tag der Gießener Schwerathletik.

Den Sportfreunden in unserer Stadt war am gestrigen Sonntagabend ein nicht alltägliches Er­lebnis beschieden. Dem 1. Kraft- und Sportklub 1893 Gießen war es als dem ersten Verein in unserer Stadt gelungen, Olympiasieger von 1936 für einen Auftritt in Gie­ßen zu gewinnen. Die Gewichtheber Mangerund Jsmayr weilten in un­serer Stadt und gestern abend im Cafe Leib, nachdem sie in den Nach­mittagstunden von Düssel­dorf hier eintrafen. Am Samstagabend hatten sie in Düsseldorf ihr über­ragendes Können gezeigt und nun warteten sie in

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landen kaum weniger Beifall, wie die der Gäste aus Freising. Besonders Jrge gefiel ner ausgezeichneten Technik und seiner sau-

unserer Stadt mit ihren außerordentlichen Leistun­gen auf.

bet,. Arbeit. Wenn auch die beiden Marburger die außerordentlichen Leistungen der Olympiasieger hinsichtlich des bewältigten Gewichtes nicht erreichen konnten, so gingen sie doch immer wieder unver­drossen an das Gewicht. Sie zeigten sich als Sports-

Die Freunde des Kraftsportes und der Leibes­übung überhaupt ließen es sich deshalb nicht neh­men, an diesem Abend mit dabei zu sein. Der Saal des Cafe Leib war fast bis auf den letzten Platz besetzt, als zunächst die Ringer des 1. Gießener Kraft- und Sportklubs 1893 und die Ringer von Frankfurt-Rödelheim auftraten, um in einem Mann­schaftskampf die Kräfte zu messen. Die Gießener Ringer zeigten sich in diesem Wettbewerb glänzend disponiert und vermochten ihre Gegner mit 15:6 Punkten zu besiegen, lieber den Verlauf dieses Kampfes werden wir noch berichten.

Mit starkem Beifall wurden dann die Gewicht­heber begrüßt, die den zweiten Teil des Abends mit ihren Leistungen ausfüllten. Der Wettkampf der Gewichtheber fand einen kurzen freundlichen Auftakt durch herzliche Begrüßunqsworte, die so­wohl der Führer des gastgebenden Pereins, wie auch der Führer der Ortsgruppe Gießen des Reichs­bundes für Leibesübungen, Dr. König (Gießen), und der Gaufachamtsleiter für Schwerathletik, L e h m e r t (Kassel), den Gästen widmeten. Schließ­lich wurden den beiden Olympiasiegern von zarter Hand Blumen überreicht, die sie dankbar entgegen­nahmen.

Neben Sepp Manger und Rudi Jsmayr, den beiden Olympiakämpfern, zeigten sich auch die beiden Marburger Schwerathleten Gary (der trotz seines Alters immer noch unentwegt in den Reihen der Jungen mitkämpft) und Jrge. Die beiden Mar­burger standen zwar von vornherein im Schatten der beiden Olympiasieger, aber auch ihre Leistun-

Blumengrüße für starke Männer. Von links nach rechts: Gary (Mar­burg), Sepp Manger, Rudi Jsmayr und Jrge (Marburg.)

leute von echtem Schrot und Korn, die sich nicht entmutigen ließen, auch wenn ihnen nicht jeder Angriff gelang. So trugen die beiden nicht un­wesentlich zum Gelingen des Abends bei.

Mit besonderem Interesse sah man dann Jsmayr und Manger antreten. Es war erstaunlich zu sehen, mit welch sicheren Technik die beiden Olympiasieger die Gewichte bewältigten, mit welcher Kraft und Geschicklichkeit sie die ständig gesteigerten Gewichts­mengen zur Hochstrecke brachten, gleichgültig, ob es im beimarmigen Drücken, im beimarmigen Reißen oder im beidarmigen Stoßen geschah. Interessant zu sehen, wie sie überhaupt an die Gewichte heran­gingen. Alles an ihnen, sowohl bei Jsmayr wie bei Manger, scheint im Augenblick des Angriffs äußerste Konzentration der seelischen und der körperlichen Kraft, jede Bewegung ist Zielsicherheit, ausgerichtet aus das, was geschafft werden soll. In diesen Se­kunden scheinen für die beiden Kämpfer auch die Zuschauer und selbst das Kampfgericht nicht mehr da zu sein. Und erst, wenn die Hantel den Boden wieder berührt, scheinen auch sie zurückzukehren in ihre unmittelbare Umgebung.

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Höhepunkt des Abends war, als Sepp Manger 300 Pfund umsetzte und dreimal unmittelbar hinter­einander zur Hochstrecke brachte. Brausender Bei­fall belohnte diese großartige Leistung. Nicht we­niger stürmisch wurde Rudi Jsmayr gefeiert, als er, der herrlich gebaute Mittelgewichtler, 270 Pfund nach oben brachte und damit eine wahrhaft olym­pische Leistung zeigte.

lieber welche Kraftreserven die beiden Olympia­sieger verfügen, ließ sich noch daraus erkennen, daß sowohl Manger als auch Jsmayr mit erheblichen Gewichten sogar noch Trainingsübungen zeigten, die niemand von ihnen erwartete.

Die Gewichtheber fanden ein außerordentlich dankbares und beifallsfreudiges Publikum.

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Schattenriß

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Scheidung

düng unter Baumen oder als Anpflanzung in Schattenecken in manchen Stadtgärten. Geeignet sind Stauden: Sedum, Anemone, Singerhut, Akelei, Maiglöckchen, arne, Immergrün, Malven und aselwurz. An Strauchwerk zu empfehlen: Mahonien, Spiräen, Rhododendron, Efeu, s. einzelne Arten.

Schattenriß, Silhouette, aus schwarzem Papier geschnittene Seitenansicht eines Kopfes, wie er sich zeigt, wenn eine starke Lichtquelle seinen Schatten auf die Wand wirft. Weiterhin aus schwarzem Papier geschnittene Figuren und Darstellungen, wie sie beim Schattenspieltheater ver­wendet werden.

Schatzsund. Wer eine Sache, die solange verborgen war, daß der Eigentümer nicht mehr zu ermit­teln ist, entdeckt und in Besitz nimmt, erwirbt daran zur Hälfte das Eigentum; die andere Hälfte wird Eigentum desjenigen, dem die Sache, in der der Schatz ge­funden wird, gehört.

Schaukel, an Seilen oder Kettey befestigtes Brett, muß vo,r der Benutzung jedesmal nachgeprüft werden, ob alle Teile in Ord­nung sind. Ist die Schaukel an einem Gerüst aufgehängt, so muß dieses fest in der Erde einge- rammt sein. Die Seile dürfen nicht im Regen hängen bleiben Schaumwein, Champagner, Sekt, Wein, der mit Zucker auf Flaschen gefüllt und einer nochmaligen Gärung unterworfen worden ist, wodurch er stark kohlensäurehal­

tig wird. Man unterscheidet trok- kenen Schaumwein = dry oder extra dry, und gesüßten Schaum­wein. Billige Schaumweine, ohne Flaschengärung mit Kohlensäure versetzte Weine oder Obstschaum­weine, können zu Bowlen ver­wendet werden. Schaumwein muß eisgekühlt gereicht werden, man reicht ihn erst zum Schluß eines Festesiens.

Scheck ist eine Anweisung auf em Bankguthaben. Der Sch. mutz ge­deckt sein, d. h. der Aussteller mutz auf der Bank, auf die der Sch. lautet, einen entsprechend hohen Geldbetrag stehen haben. Aus­gabe von ungedeckten Schecks oder Sperrung des Guthabens nach Ausstellung des Sch. vor desien Einlösung kann als Betrug be­straft werden. Sperrung ist z. V. erlaubt, wenn man den Scheck als Zahlung für eine gekaufte Sache gegeben hat und sich herausstellt, daß die Sache mit wesentlichen Fehlern behaftet ist. Nimmt man einen Sch. in Zahlung, so behalte man sich stets den Eingang des Geldbetrages vor.

Scheibengardinen, auf Eardinen- stangen unmittelbar am Fenster aufgespannte Eardinenmus Eta- mine oder Voile, die immer sehr freundlich wirken.

Scheibenglas, Glas, aus dem Fensterscheiben geschnitten wer­den.

Scheidewasier, soviel wie Salpe­tersäure.

Scheidung (Ehescheidung). Sie erfolgt durch Urteil. Die Klage »st beim Landgericht zu erheben, in desien Bezirk der Mann sei-

5u Scheibengardinen gehören...

auch die richtigen Stangen. Sie müssen besonders stabil sein, weil durch das straffe Spannen der Gardinen die Stangen leicht verbogen werden können. Bei Häuser sehen Sie solche guten Stangen, ver­stellbar für jede Breite.

J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146.

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Kilometerstunden und verbesserte damit Kahr- manns bisherige Bestleistung um einen Kilometer. Bock lieferte abermals ein großes Rennen und wurde Zweiter.

Bei den zahlreichen Stürzen ereignete sich leider auch ein tödlicher Unfall, der Finne Kyroe geriet mit feiner 350-ccm-NSU. vor der Zielkurve an die Strohverkleidung, stürzte und zog sich tödliche Verletzungen zu.

Kurze Sportnotizen.

B e r l i nC ottbu sB erlin , die über 260,5 Kilometer führende Straßenfernfahrt, wurde am Sonntag bei strömendem Regen ausgetragen. Sie­ger wurde Kutschbach in 7:37,30 Stunden bei den Berufsfahrern, während Neubauer (Han­nover) bei den Amateuren in der weitaus besseren Zeit von 7:26,05 erfolgreich war.

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I m Schwimm-Dreiklubkampf in Frank­furt zwischen Hellas Magdeburg, 1. Frankfurter SC. und Nikar Heidelberg blieb Magdeburg im Gesamt­ergebnis mit 42 Punkten vor Frankfurt (28) und Heidelberg (12) siegreich. Die Magdeburger befan­den sich in großer Form und stellten am Sonntag drei neue deutsche Rekorde auf.

SportamtKraft durch Freude^.

Heute folgende Kurse:

Boxen: Alte Pestalozzischule, Eingang Kirch­straße, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr.

Allgemeine Körperschule: Gymnasium, Bismarckstraße, nur für PL. der NSDAP., Orts­gruppe Süd, 20.15 bis 21.45 Uhr.

Fröhliche Gymna.stik und Spiele: Lollar, Kantine der Fa. Buderus, 20.30 bis 21.45 Uhr. Gießen, Halle des Reichsbahnsportoereins, Aulweg, 9.30 bis 10.30 Uhr.

Reiten: Unioersitäts-Reitinstitut, Vrandplatz, 20 bis 21 Uhr.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 13. April.

6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Früh­konzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.30: Aus dem Betrieb der IG.-Farben­industrie, Frankfurt a. M., Werk Griesheim: Werks­konzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Nur Freiburg: Nachrichten. 11.30: Sport funk für die Jugend. 11.45: Landfunk: Baut Werkwoh­nungen! 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, Nach­richten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskon­zert. 14: Nachrichten. 14.10: Ahoi! Kümmel und frische Brise! 15: Volk und Wirtschaft. Mehr Schweinefleisch statt Spiritus. Die richtige Kartoffel­oerwertung. 15.15: Frauenfunk: Tut mir leid hab' keine Zeit! Hörszene. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Sozialdienst. 18: Konzert. 19: Hier ist die schaffende Jugend der Südwestmark! 19.30: Kampf dem Verderb! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Der goldene Pierrot. Operette. 22.10: Nachrichten Grenzecho.

Mittwoch, 14. April.

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bezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten. Willy Stei­ner Marita Gründgens. 15: Volk und Wirtschaft: Worüber man heute spricht! 15.15: Deutschlands größter Tunnel. Hörbericht. 15.40: Das Mikrophon unterwegs. 16: Musikalisches Zwiegespräch. 16.30: Unterhaltungskonzert. 17.30: Sport zeitgemäß be­lauscht. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. 20.45: Das Meister-Sextett singt und die Kapelle Franz Hauck spielt. 22: Nachrichten, Grenzecho.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Landfunk. 12: Mittagskon­zert. 13: Nachrichten: Nachrichten aus dem Senbe- bezirk. 13.15: Mittagskonzert.

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!lm die Deutsche Fußballmeisterschaft.

Erwartete Ergebnisse.

In den Gruppenspielen zur Deutschen Fußball- Meisterschaft gab es am Sonntag Vollbetrieb.

In Gruppe 1 steht nach den Spielen des Sonn­tags der HSV. der in Königsberg über Hindenburg Allenstein 5:2 (3:1) gewann, an der Spitze vor dem BC. Hartha, der in Beuthen den dortigen Schlesien- meister 5:2 (3:1) besiegte.

Erster der G r u p p e 2 ist der FC. Schalke 04, der in Berlin den Berliner Meister Hertha-BSC. vor 80 000 Zuschauern nur 2:1 (1:1) schlagen konnte. Hertha wurde durch diese Niederlage mit Werder Bremen punktgleich, der zu Hause über Viktoria Stolp 5:0 (2:0) gewann.

Die Gruppe 3 wird vom Südwest-Gaumeister Wormatia Worms angeführt, der in Hanau über den Spielverein Kassel 3:1 (1:1) gewann, während der VfB. Stuttgart überrraschenderweise von Des­sau 05 mit 2:1 (2:0) besiegt wurde und mit Dessau an zweiter Stelle steht.

In der G r u p pe 4 landete der 1. FC. Nürnberg seinen zweiten Sieg, der mit 3:1 (2:0) über den VfR. Köln knapper'ausfiel, als man nach dem Sieg über Waldhof erwartet hatte. Waldhof hatte dies­mal das Pech, in der letzten Minute in Oberhausen gegen Fortuna Düsseldorf 1:2 (0:1) zu unterliegen.

Ergebnisse der Gruppenspiele um die Deutsche Handballmeisterschaff.

Gruppe 1. In Hamburg: Oberalster Hamburg gegen VfL. Königsberg 16:6; in Kassel: Tuspo. Bettenhausen DBV. Berlin 3:9.

Gruppe 2. In Stettin: KTV. Stettin gegen MSV. Weißenfels, verlegt; in Barmen: Tura Wup­pertal Bor. Carlowitz 12:8.

Gruppe 3. In Minden: Hind. Minden gegen MSV. Hannover 14:10; in Mannheim: SV. Wald­hof 1. FC. Nürnberg 11:6.

Gruppe 4. In Koblenz: MSV. Koblenz gegen MTSA. Leipzig 4:9; in Altenstadt: TV. Altenstadt gegen VfR. Schwanheim 4:6.

120000 beim Eilenriede-Mnnen.

Deutsche Siege auf deutschen Maschinen.

Mit dem Eilenriede-Rennen im Hannoveraner Stadtwald erlebte die deutsche Motorsport-Rennzeit am Sonntag einen glanzvollen Auftakt. In allen Klassen sah man packende Kämpfe, die die 120 000 Zuschauer eine Rekordzahl für die Eilenriede viele Stunden lang in ihren Bann zogen. Im wich­tigsten Laus bei den Halbliter-Maschinen gab es eine große Ueberraschung. Die schnelleren Maschinen der Bayerischen Motorenwerke erwiesen sich u m eine Klasse b e s s e r als die im vergangenen Jahr so erfolgreichen DKW. und NSU. Die beiden BMW.-Fahrer Ley und Karl Gall vergrößerten ihren Vorsprung immer mehr und überrundeten das ganze Feld. Sieger und Eilenriedemeister wurde zum erstenmal Karl Gall, der seinen Markenge­fährten einen Kilometer vor dem Ziel überholte und mit knappem Vorsprung als Erster durchs Ziel raste. In den beiden anderen Klassen der Solo­maschinen, die wie das Rennen der Halbliterklasse ebenfalls als Meisterschaftsläufe gewertet wurden, setzten sich dagegen die bisher erfolgreichen Ma­schinen von DKW. und NSU durch. Allerdings mußte Walfried Winkler (DKW.), bei den Kleinen" schwer kämpfen, um seinen 'Markenge­fährten Petruschke (Berlin) einen Privatfahrer, hin­ter sich zu lassen. Meister Heiner Fleischmann brauchte in der 350er-Klasse keinen Gegner zu fürch- ter, sicher steuerte er vor Mellmann zum Siege. In der großen Seitenwagenklasse mußte Meister Kahrmann (DKW.) eine Niederlage einstecken. Der Mannheimer Bock verwies ihn mit seinem Nor- tongespann auf den zweiten Platz. Den einzigen neuen Rekord gab es bei den kleinen Seitenwagen. Hier setzte sich Meister Braun (DKW.) erwartungsgemäß durch. Er fuhr 107

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