Ausgabe 
11.12.1937
 
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scheks im Wesentlichen zugrunde liegt. Hier in Nanking befinden sich auch die Gräber der Ming- Dynastie, die die Chinesen als ihr letztes nationales Herrschergeschlecht verehren. Es ist also begreiflich, daß man im gegenwärtigen chinesisch-japanischen Konflikt schon aus politischen Gründen auf den Be- sitz Nankings von beiden Seiten den größten Wert legte. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Japaner, sobald sie die Hauptstadt Nanking ganz m ihre Hand gebracht haben werden, ihre Drohung wahr machen werden, der Regierung des Marschalls Tschiang- kaischek den Charakter einer chinesischen Zentral­regierung abzusprechen und sie lediglich als Provin- zialverwaltung zu behandeln, um damit der im chinesischen Volk namentlich im Norden immer noch weit verbreiteten und tief eingewurzelten fodera- listis^en Einstellung entgegenzukommen, mit der Ja­pan seine politischen Ziele, die es mit dem Feldzug in China verfolgt, eher zu erreichen Haffen darf, als mit der zentralistischen Kuomintang.

Dr. Fr. W. Lange.

Der Kampf um die Haupstadt.

Schanghai, 10. Dez. (DNB.) Freitagmittag haben die japanischen Truppen den Angriff auf Nanking erneut mit aller Wucht ausgenommen. Eine japanische Kolonne erreichte die südlichen Ab­hänge des Purpurberges, eine andere ist durch das Kuanha-Tor vom Südosten in die Stadt selbst eingedrungen. Nach japanischen Mel- düngen sollen die Truppen auch alle übri? gen östlichen und südlichen Stadt­tore erobert haben.

Das japanische Kabinett hat beschlossen, die militärischen' Operationen auch nach dem Fall Nan­kings fortzusetzen. In einer amttichen Verlaut­barung der Regierung heißt es, da Marschall Tschiangkaischek der Alleinverantwortliche für die gegenwärtige Situation sei, könne er von Japan nicht mehr anerkannt werden, und müsse auch als Partner bei etwaigen Verhandlungen ab­gelehnt werden. Die japanische Regierung werde jedoch die in Nord- und Mittelchina vorhandenen Bewegungen bei der Bildung einer neuen Regierung unterstützen.

Die Vereinigten Staaten sollen den größten Teil ihrer bewaffneten Streitkräfte aus China zurückziehen wollen. Das 6. Regiment und ein Teil des 4. Regiments sollen bereits An­fang Januar an Bord des DampfersChaumont" nach Amerika zurückbefördert werden. Auch das 15. Infanterie-Regiment soll aus Tientsin zurück­gezogen werden und die amerikanische Garnison in Peiping aufgehoben werden.

Deibos in Bukarest.

Bukarests 10. Dez. (DNB.) Am dritten Tage seines Bukarester Aufenthaltes hatte der französische Außenminister D e l b o s Gelegenheit, mit rumäni­schen Politikern zusammenzukommen. Ferne! emp^ fing er den Besuch des tschechoslowakischen und des sowjetrussischen Gesandten. Am Freitagabend ist eine Verlautbarung ausgegeben worden, in der es heißt, daß die Minister die völlige lieber« einstimmung ihrer Anschauungen festgestellt hätten. Sie seien übereingekommen, daß ihre Politik, die von den gleichen Idealen geleitet und durch die Festigkeit der Beziehungen gestärkt wird, die jeden der beiden Staaten mit den gemeinsamen Ver­bündeten oder Freunden verbinden, sowie den Grundsätzen des Völkerbundes treu ergeben ist, dar­auf hinzielt, zwischen allen Ländern-eine loyale Zusammenarbeit zu schaffen, die auf der Grundlage der Achtung und der Unab­hängigkeit jedes einzelnen die beste Verteidigung des Friedens darstellt. Die Minister bekundeten andererseits ihren Willen, die französisch-rumänische Zusammenarbeit sowohl auf dem Gebiet der wirt­schaftlichen -als auch auf dem der geistigen und künstlerischen Beziehungen enger zu gestalten. Ent­schlossen, im gleichen Geist herzlicher Solidarität und mit dem gleichen Willen zur Stärkung und zur Sicherung des Friedens aus engste Weise die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern fort­zusetzen, werden die Außenminister Frankreichs und Rumäniens eng st e Fühlungnahme unterein­ander aufrechterhalten, im besonderen in Genf gelegentlich der bevorstehenden Tagung des Völker- bundsrates.

War ein Mental aus Delbos geplant?

Verhaftungen in Balenciennes und Prag.

Paris, 10. Dez. (DNB.) Dor ungefähr einem Monat wurde in Balenciennes ein aus Un­garn stammender, als Terrorist bekannter Mann namens Budai Koloman verhaftet und wegen Verstoßes gegen eine Ausweifungsverfügung zu drei Monaten Gefänanis verurteilt. Die Polizei statte zwei in Geheimsprache abgesandte Briese ent­ziffern können, die die Vorbereitung von zwei Anschlägen betreffen sollen, einen gegen den französischen Außenminister Delbos während seines Aufenthaltes in Prag, einen zweiten gegen den Generalgouverneur von Algerien Le Beau. Der Absender der Briefe bat Budai Koloman um die Mittel zur Ausführung beider Anschläge. Der Absender soll in Prag verhaftet worden sein.

Das Tschechoslowakische Preßbüro meldet: In Prag wurde festgestellt, daß vor zwei Tagen in der Provinz eine Person verhaftet wurde, kurz nachdem die Prager Polizei von der Polizei in Paris über die Verhaftung in Balenciennes infor­miert worden war. Die bisherigen Erhebungen er­gaben keinen Anhaltspunkt dafür, daß dieser Mann im Zusammenhang mit irgendeiner geplanten Ak­tion gegen Delbos stehe. Es scheint eher, daß es sich um einen Efnzelakt eines Invaliden, der angeblich früher der F r e m de n l e g i o n an­gehörte, handelt. Der Mann, der nur ein Bein besitzt, behaupte, Ansprüche an die französische Re­gierung zu haben.

In der französischen Press« wird darauf hinge­wiesen, daß Budai Koloman schon im Zusam- menhana mit der Ermordung des jugoslawischen Königs Alexander und des französischen Außen­ministers B a r t h o u 1934 in Marseille in Haft genommen, aber wieder freigelassen worden war.

Die pariser Mordaffäre.

Paris, 10. Dez. (DNB.) Die Pariser Mord- a f f ä r e, die durch die Berhaftung des Raubmör­ders Weidmann in Fluß gekommen ist, hat teilweise eine starke Verwirrung hervorgerufen und au den wildesten Gerüchten geführt. Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, daß die Pariser Gerichts» Polizei die Freitagmorgen verbreitete Meldung de» mentiert, wonach zwei Helfer des Raubmörders in Nantua verhaftet worden seien. Million und

Der Reuaufbau des Deutschen Roten Kreuzes

Berlin, 10. Dez. (DNB.) Das Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz vom 9. Dezember 1937 soll, insbesondere nach Wiederherstellung der Wehrhoheit, die Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes zur Erfüllung seiner Aufgaben durch eine straffe Zusammenfassung seine r Kr äste erhöhen. Demgemäß schließt das Gesetz die bisher vorhandenen fast 9000 Verbände, Vereine und son­stigen Untergliederungen des alten Deutschen Roten Kreuzes zu einer EinheitDeutsches Rw - les Kreuz" zusammen. Diese ist rechtsfähig und hat ihren Sitz in der Reichshauptstadt Berlin. In dem Gesetz wird das neue Deutsche Rote Kreuz ge­mäß dem Genfer Abkommen für Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken der Heere im Felde vom 27. Juli 1929 a l s freiwillige Hilfsgesellschaft anerka.nnt und ermäch­tigt, im amtlichen Sanitätsdienst der Wehrmacht mitzuwirken. Die Mitglied­schaft in dem gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken dienenden Deutschen Roten Kreuz ist frei­willig. Der Präsident und der geschäftsführende Präsident werden von dem Führer und Reichskanz­ler oerufen und abberufen. Die Satzung genehmigt der Reichsminister des Innern im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht sowie dem Stellvertreter des Füh­rers. Sie wird auf dem Führergrundsatz aufgebaut und über die künftige Untergliederung des Deut­schen Roten Kreuzes in Landes- und Kreisstellen, männliche und weibliche Bereitschaften sowie Män­ner und Frauen umfassende Gemeinschaften nähe­ren Aufschluß geben. Alle Mitglieder des alten Deutschen Roten Kreuzes werden von selbst Mit­glieder des neuen. Dieses tritt in die vermögens­rechtlichen Pflichten und Rechte der aufgelösten Ver­bände, Vereine und sonstigen Untergliederungen ein. Für Verbindlichkeiten der aufgelösten Verbände haftet das Deutsche Rote Kreuz nur mit deren Ver­mögen.

Angestellte und Arbeiter der freien Wirtschaft, sowie Angehörige der Behörden und der öffentlichen Betriebe, die dem Deutschen Roten Kreuz angehö­ren, sind zur Teilnahme an Lehrgängen zur Aus­bildung für die Mitwirkung im amtlichen Sanitäts­dienst der Wehrmacht nach den für die Wehrmacht geltenden Vorschriften der Uebungsverordnung zu beurlauben. Die Dienstbezüge sind während

des Urlaubs bis zu einer Dauer des Lehrganges von sechs Wochen fortzuzahlen. Die Angehöri­gen der Teilnehmer erhalten zur Sicherung des notwendigen Lebe-isbedarfs von den Stadt- und Landkreisen Unterstützung nach Maßgabe des für Wehrmacht geltenden Familienunterstützungsrechtes (Rot-Kreuz-FamilienunterstützuNg). Die Kosten trägt

Die Krieasaufaaben

Die Tätigkeit des Roten Kreuzes, dessen segens­reiche Wirkungen jeder Feldgraue verspürt hat, ist durch die Genfer Konvention vom 22. Mu» g u st 1 864 fest gelegt, die an die Stelle der frei­willigen Verbände zur Pflege der Verwundeten im Kriegsfälle international verpflichtende Grundsätze aufstellte. Die Erfahrungen des Krim-Krieges hatten gezeigt, daß solche Grundsätze unbedingt notwendig seien. Der Vater des Roten Kreuzes, der Schweizer Arzt Henri D u n a n t, erließ mit dem Präsidenten der Genfer gemeinnützigen Gesellschaft, Gustave M o y n i e r, einen Appell an den Schweizerischen Bundesrat, einen internationalen Kongreß einzu­berufen, der, wie es in dem Aufruf stieß, den Zweck staben sollte,die Neutralisierung zum Vorteile der Verwundeten und Kranken bindend zu vereinbaren". Das geschah in der Genfer Konvention, die zu einem Nettoerträge wurde. Es war ein recht­setzender Vertrag, der unter dem Zeichen des roten Kreuzes in weißem Felde entnommen aus dem Genfer Wappen die Humanität in der Krieg­führung und m der Pflege der Opfer des Krieges international einführte. Auf den Seekrieg wurden die Grundsätze der Genfer Konvention, die ständig oerbeffert wurden, im Haager Abkommen vom 18. Oktober 1907 an gewendet. Seit 1864 ist das Aufgabengebiet des internationalen Roten Kreuzes wesentlich erweitert worden, und zwar auf die Ge­fangenen und die Zivilbevölkerung. Schon auf dem Kongreß des internationalen Roten Kreuzes vom Jahre 1906 wurde durch alle zivilisierten Staaten ein Abkommen getroffen, wonach die humanen Prinzipien durch die mit dem Roten Kreuz ver­sehenen Mitglieder des Bundes erweitert wurden, und im März 1921 beschloß die Internationale Liga der Rot-Kreug-Gesellschaft in Genf, die Durchfüh-

das Deutsche Rote Kreuz. Alle diese Dergünstigun- gen gelten entsprechend für den Einsatz des Deut­schen Roten Kreuzes bei öffentlichen Notständen. Das Gesetz schafft auch in feinen weiteren Bestirn- mungen dem Deutschen Noten Kreuz nunmehr freie Bahn für eine volle Entfaltung seiner Kräfte im Dienste von Volk und Staat.

des Roten Kreuzes.

rung von Friedensaufgaben besonders in die Hand zu nehmen.

Die Genfer Konvention des Roten Kreuzes hat die international gültige Rechtspflicht konstituievt, daß die Kriegsopfer von jener Kriegspartei, in deren Händen sie sich befinden, verpflegt werden müssen, und zwar ohne Unterschied der Staatsange­hörigkeit, sie mögen Militärpersonen oder in einer anderen Eigenschaft dienstlick einem der beiden feindlichen Heere beigegeben sein. Im wesentlichen erfüllen die Angehörigen des Roten Kreuzes fünf Aufgaben, nämlich die sofortige Bergung der Ver­wundeten, ihren Schutz, die Sicherung, daß die Ge­fallenen nicht beraubt werden, dje Vornahme einer sorgfältigen Leichenschau vor der Beerdigung der Toten und die Verwahrung und Uebermittlung der militärischen Erkennungsmarken und sonstigen Be­weisstücke sowie schließlich die gegenseitige und von den Kriegsereignissen unberührte Jnformations- tätigteit über die Unterbringung der Kranken und Verwundeten, ihrer Narnensttsten und ihres per­sönlichen Eigentums. Auch neutrale, d. h. nichttrieg- führende Mächte können nach Artikel 11 der Gen­fer Konvention von 1906 im Kriegsfälle ihre Rote» Kreuz-Organisationen den kriegführenden Mächten zur Verfügung stellen. Das Rote Kreuz ist inmitten der Greuel des modernen Krieges eine Stätte der Humanität. Das Zeichen des Roten Kreuzes schützt die Träger am Werk der Menschenliebe vor An­griffen, was das Rote Kreuz vor allem im Welt­krieg« an den Verwundeten und den Gefangenen, z. B. den Kriegsgefangenen in Sibirien, getan hat, ist ein unverwelkliches Lorbeerblatt. In Friedens­zeiten üben sich die Mitglieder des Roten Kreuzes für ihre schwere Kriegsaufgabe und stehen darüber hinaus den eigenen Volksgenossen als Helfer in selbstlosem Dienst am Nächsten stets zur Verfügung.

seine Freundin, ebenso wie ein dritter Helfers­helfer, Jean B e r n a n d , hätten bereits im Auto das Weite gesucht. DerJntransigeant" wirft im Zusammenhang mit der Aufdeckung der Verbrechen in St. Cloud Die Frage auf, ob Weidmann nicht auch der Mörder eines russischen Autodroschkenfah­rers M a r k o f f sei, Der gleichfalls mit einem Schuß in den Nacken in der Nähe von Choisst le Roi beraubt aufgefunden wurde. Nach einer späteren Meldungen haben sich die beiden Komplicen des fünffachen Mörders Weidmann am Freitagnach­mittag bei der Polizeipräfektur von Versailles ge­meldet. Es handelt sich um einen gewissen Jean Blanc, der im Auto vor Der Präfektur vorfuhr, unD um Den bereits erwähnten Roger Million, Der sich in Begleitung seines Rechtsanwalts ebenfalls bei Der Polizei von Versailles melDete.

Als Mithelfer des mehrfachen Mörders Weid­mann hat sich Roger Millions Freundin Tricot Der Polizei gestellt. Sie sinD unter Anklage Der Mit­täterschaft Des vorsätzlichen Mordes und des Dieb­stahls ins Gefängnis eingeliefert. Million hat a b - gestritten, an Der CrmorDung eines Der Opfer des WeiDmann namens Leblond beteiligt gewesen zu sein, er habe CeblonD lediglich in einem Kraft­wagen in Die Villa des Weidmann in St. Cloud zu einer Besprechung gebracht. Als sich Million in einem Nebenzimmer befand, will er plötzlich Schüsse gehört haben. Beim Betteten in das Zimmer Weidmanns habe er den Leichnam a u f dem Boden liegen sehen. Er, Million, sei dann von Weidmann unter Bedrohung seines Le­bens zum Schweigen gezwungen worden, ebenso wie später seine Freundin Tricot. Der dritte Komplice, Jean B In n c, soll die finanziellen Mittel für Die Derbrechergruppe aufgebracht unD zu Dem verhafteten Million geschäftliche Beziehun­gen unterhalten haben. Er will jedoch mit den Mor- Den seihst nichts zu tun gehabt haben. Blanc gab an, daß WeiDmann als Emigrant in Frankreich ausgenommen, aber von ihm persönlich bei Dem Grenzübertritt nicht unterstützt roorben fei.

Oer Wiener Ministerrat beschloß Rückgabe des HabsburgerVermögens.

Wien, 10. Dez. (DNB.) Der Ministerrat hat, wie amtlich mitgeteilt wird, beschlossen, in Durch­führung des Gesetzes über die Aufhebung Der Landesverweisung und Die Rückgabe Des Vermögens Des Hauses Habsburg Die Ver - mögensrückgab« nunmehr Durchzufüh­ren. Nachdem mehrere Häuser in Wien und Wert­papiere im Bettage von 250 000 Schilling sowie verschieden« Gebrauchsgegenstände bereits früher ausgefolgt wurden, werden nunmehr nachstehende Güter Öen Habsburgern zurückgegeben: Schloß und Park Laxenburg bei Wien, Schloß und Park M ü r st i g in Steiermark und die Herrschaft Orth mit dem Schloß E ck a r t s a u , ferner gehen sechs Güter in verschiedenen Bundesländern wieder in den Besitz der Habsburger über.

VerlängerungdesAnleihestock-Gesetzes

Berlin, 10. Dez. (DHD.) Durch Gesetz vom 10. Dezember wird das A n l e ich e st o ck g e s e tz auf weitere drei Geschäftsjahre für anwendbar erklärt. Das Reich wird die Gemeindeumschuldungsanleihen und Reichsschatzanweisungen, in denen die Anleihe- stocknnttel angelegt sind, zu ihrem Kurswert gegen Den Nennbetrag Der Steuergutscheine eintauschen. Die Steuergutscheine sind unverzinslich unD sollen in Dem am 1. April 1941 beginnenden Steuerjahr und Den vier folgenben Steuerjahren durch Anrechnung auf Die Reichs st euer e i n g e l ö ft werden. Der Dem Reich aus Dem Um­tausch Anfallende Gewinn wird zur Forderung Der deutschen Wirtschaft verwendet werden.

2000 km Neichsautobahn vollendet.

Der Generalinspektor für Das Deutsche Sttaßen- roefen wird am Freitag Die Autobahnstrecke Erk­ner Fürstenwalde im Zuge der Autobahn Berliner RingFrankfurt a. d. O. dem Verkehr übergeben. Gleichzeitig werden folgende weiter« Teilstrecken eröffnet: MaschenDibbersen (Autobahn HamburgBremen), OberstaufenRecklinghausen (Autobahn RuhrgebietBerlin), KölnSiegburg (Autobahn KölnFrankfurt a. M.), Meerane

Italien in Erwartung der Beschlüste des Großen Faschistischen Rats.

Rom, 10. Dez. (DNB.) Die Einberufung des Großen Faschistischen Rates auf Sams­tag, 22 Uhr, wird in der römischen Presse als etwas Außergewöhnliches bezeichnet.Meffaggero" schreibt, es fei Hin Beschluß von besonde­rer politischer Bedeutung zu erwarten, der durch Die sofortige Verkündung unmit­telbar durch den Willen des Volkes sanktioniert werden, solle. AuchPopolo di Roma" betont, die Einberufung der Massen auf die Piazza Venezia, Die gleichzeitig mit Dem ganzen am RunDfunk ver­sammelten italienischen Volk Die Beschlüsse Des Gro­ßen Faschistischen Rates aus Dem MunDe Musso­linis vernehmen sollten, spreche Dafür, Daß Diese Beschlüsse über Den Rahmen Der normalen Entwick­lung Des nationalen Lebens hinausgreifen unh sich wahrscheinlich auf Die große Weltpolitik beziehen würden.

Der Völkerbund als System und Organisa­tion wird vom römischen MittagsblattTevere" scharf unter die Lupe genommen. Dabei macht Das Blatt vor allem Die Feststellung, Der DölkerbunD sei

nicht nur jüdischen Ursprunges Die Idee dazu flamme vom Rabbiner Wyser, dem frühe­ren Sekretär Wilsons sondern er bilde auch heute noch für Das internationale Judentum das gefügige Werkzeug im Kampf um die Weltherrschaft. Das Judentum gehe Dabei Hand in Hand mit Der Freimaurerei, Die im Genfer Institut eine überstaatliche Regierung erblicke. Die Erkennt­nis, Daß JuDentum und Freimaurerei Die wahren Drahtzieher Genfs sinD, gestattet, fo schreibt Das Blatt weiter, Die jüngste internationale Aktion Des VölkerbunDes richtig zu verstehen. Der seinerzeit unternommene Versuch, Italien z u «rbros- sein, sei ein Manöver Der IuDen und Freimaurer. Der Haß des Völkerbundes für alle stärkeren nationalen Völker fei typisch jüdisch und freimaurerisch. Es sei wohl überflüssig zu be­tonen, bemerkt Das Blatt abschließend, Daß Ita­lien endgültig über jene dunkle Ver­schwörung siegen werde, die gegen Die freien Nationen angezettelt werde.

Jena (Autobahn DresdenWeimar), Dresden Wellerau (Autobahn DresdenPorlitz), Kassel Reemsfeld (Autobahn Kassels-Fulda). Mit Der Eröffnung dieser Strecken sind 2000 Kilometer Reichsautobahnen vollendet.

Sicherung des Winterverkehrs

Auf den Reichsautobahnen und Reichs- stratzen alles vorgesorgt.

Durch Einsatz von zahlreichen motorisierten und sonstigen Schneepflügen wird Dafür gesorgt, Daß Die Reichsautobahnen unD Die verkehrswichtigsten Reichs- und Landstraßen bei Schneefällen möglichst rasch und gründlich geräumt werden. Zur Bekämpfung der @ Pa 11 e i s g e f a 1) r stehen mehrere hundert Stteugeräte zur. Verfügung. Gleichzeitig wird durch den W a r n d i e n st durch gelbe Fähnchen mit dem AufdruckGlatteis" auf Reichsautobahnen und Reichsstraßen auf Glatteis- strecken besonders aufmerksam gemacht.

Der Straßenwetterdienst wird auf Grund eines umfangreichen Meldedienstes Der Reichsautobahn- unD StraßenbauDienststellen Durch­geführt. Im RunDfunk unD in Der Presse roerDen Strecken bekanntgegeben, auf Denen infolge beson­ders ungünstiger Witterungsoerhältnisse Ber­ke h r s e r s ch w e r u n g e n oder -behinde­rn n g e n zu erwarten sind. Außerdem stehen Straßenbauämter und Wetterwarten zu Auskunft t«nx über den Fernsprechkundendienst Der Reichs« post zur Verfügung. BesonDere Nachrichten finD an Den Tankstellen Der Reichsautobahn auf Durch einen roten RanD kenntlich gemachten Wetterdienst- tafeln angeschlagen.

HZ.-Heime und Schwimmbäder.

Berlin, 10. Dez. (DNB.) In Berlin fanD eine Arbeitstagung für Den HJ.-Heirnbau statt. Nach Dem Bericht Des Hauptbannführers M o ck e l finD 1937 neben TaufenDen von vorläufigen Notunterkünften 543 völlig neue Heime erstellt worDen. Auf­gabe für Das nächste Jahr ist Die Losung Der Heim­frage in Den Dorfern, Die Erstellung von Heimen in Den neuen Siedlungen unD Die Einschal­tung Des Heimes in Die Raum- unD Wirtschafts­planung Der StäDte. Es finD verschieDene Plantypen von SchwimmbäDern entworfen roorben, für Dünn befieDelte Gegenden, für Kleinstädte und für Mittel- und Großstädte. Die Bauleistung Des ersten Arbeitsjahres beträgt runD 300 neue sportgerechte SchwimmbäDer. Um Den Prozentsatz Der Schwimm- untunbigen befonDers auf Dem ßanDe noch rascher herabzuDrücken, ist es erforberlid), in den nächsten sechs Jahren minbeftens weitere 3600 Schwimmbäber zu ben runb 5000 bereits bestehenben zu schaffen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsminister Der Luftfahrt unD Oberbefehls­haber Der Luftwaffe Generaloberst Göring hat innerhalb Der Deutschen Luftfahrtindustrie eine Reihe von Wehrwirtschaftsführern ernannt. Die neu ernannten Wehrroirtschaftsführer sind unter Hinweis auf ihre beDeutsamen Pflichten und Aus­gaben auf Den Führer unb, Reichskanzler Der- e i b i g t roorben.

Der Chef ber Orbnungspolizei, General D a ° luegs, hatte bie Inspekteure Der Orbnungspolizei aus bem ganzen Reich zu einer Besprechung zu­sammenberufen, in ber für ben uniformierten Teil ber Reichspolizei bie Richtlinien Der künftigen Ar- beit festgelegt würben. An ben Besprechungen nahmen alle Generäle und Obersten Der Orbnungs- polizei, sämtliche Stabsofstziere und höheren 23er« roaltungsbeamten, sowie Der Chef Der Technischen Nothilfe, ^-Gruppenführer Weinreich, und Die Spitzen Der Feuerlöschpolizei teil.

Der Reichsarbeitsminister hat zur Schaffung von Wohnungen Durch Umbauten erneut eine Summe von 7,1 Millionen RM. bereitgestellt. Aus diesen Mitteln können Zuschüsse für- Umbauten von gewerblichen ober sonstigen Räumen zu Wohnun­gen gewährt werben. Für Wohnungsteilungen wirb ein Zuschuß nicht mehr gegeben. Der Zuschuß be­trägt wie bisher 50 v H. ber Gesamtkosten, höch­stens jedoch 600 RM. für jede neu erstellte Woh­nung. Die Arbeiten müssen bis zum 31. März 1938 beendet sein.

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In Frankfurt a. M. tagt zur Zeit eine Kom­mission der Rheinufer st aaten, um neue polizeiliche Vorschriften für die Rheinschiffahrt zu beraten. Beteiligt sind außer Der Deutschen Rhein­strombauverwaltung Vertreter HollanDs, Belgiens, Frankreichs unb ber Schweiz. Die Teilnehmer wür­ben im Kurfürstenzimmer bes Romers im Namen Des Oberbürgermeisters von Stabttat Dr. Müller begrüßt. Den Dank ber Teilnehmer brachte Der französisch« Delegierte zum Ausdruck.

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Der Jugendführer Des D eut schen Reiches rourtfe in Ankara am Donnerstagabend vom Präsidenten Der Republik Kemal Atatürk empfangen.

Der nationalspanische Heeresbericht vom Freitag lautet:Bei einem Scharmützel an Der Mab rid-Front erbeuteten Die Nationalen 20 Gewehre unb mehrere tausend Schuß Munition. An ben Fronten nichts Neues. In einem glänzend burchgeführten Luftkampf an ber Arago ni Front schossen wir 20 feindliche Flugzeuge ab.