Reicksminister Kerrl 50 Lahre alt.
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Hanns Kerrl, der Reichs- und preußische Minister für die kirchlichen Angelegenheiten und Leiter der ReichsMle für Raumordnung,' SA.-Obergruppen- führer, Ehrenarbeitsführer und Fliegerkommodore, vollendet am 11. Dezember sein 50. Lebensjahr. Kerrl, in Fallersleben, dem Geburtsort des Dichters des Deutschlandliedes, geboren, hatte die Laufbahn eines mittleren Justizbeamten eingeschlagen. Er nahm mit Auszeichnung am Weltkriege teil. In der ehemals roten Hochburg Peine, wo Kerrl nach dem Kriege Beamter war, gründete er schon im Jahre 1923 eine Ortsgruppe der NSDAP. Selbstverständlich war er auch an der Gründung des Gaues Hannover hervorragend beteiligt. 1928 befand er sich unter den neun ersten nationalsozia- listischen Abgeordneten des Preußischen Landtages, die gegen die schwarzrote Mehrheit einen schweren Kampf führen mußten. Im März 1933 übernahm Kerrl, zunächst als Reichskommissar, dann als Mi- nister das Preußische Justizministerium. Neben Sonderaufträgen übernahm er die 1935 geschaffene „Reichsstelle f ü r Raumordnung" und damit eine völlig neue Aufgabe, die aus der natio- nalsoziülistischen Idee herausgewachsen ist, den deutschen Raum im gesamten Reichsgebiet in einer den Lebensnotwendigkeiten von Volk und Reich gemäßen Weise in übergeordneter Planung zu gestalten. Minister Kerrl ist mit der Arbeit dieser Reichsstelle auch an der Durchführung des Zweiten Dierjahresplans in hervorragender Weise beteiligt. So beauftragte ihn Ministerpräsident Göring, alle Maßnahmen zu treffen, die zu einer beschleunigten Kultivierung und Erschließung des Emslandes und der angrenzenden Gebiete erforderlich find, und insbesondere den Einsatz und die Zusammenarbeit der Arbeitskräfte zwischen den beteiligten Stellen endgülttg zu regeln. 1935 berief ihn der Führer an die Spitze des Reichs- und preußischen Ministeriums für d i e kirchlichen Angelegenheiten. Da die mit der nationalsozialistischen Erhebung durchgebrochenen religiösen und kirchlichen Wandlungen einer sinnvollen Ordnung und reichseinheit-
llchen Leitung bedurften. Hier machte Kerrl den K-iC^rlUr CmC befriedete Zusammenarbeit zwischen völkischem Reich und christlichen Kirchen frei und lenkte das Zusammenleben in eine Bahn, die trotz aller bestehenden Unterschiede und Gegensätze eine Storung der Bolksgemeinschaft ausschlöß.
Kunst und Wissenschaft.
Zahlreiche Preise für hervorragende Leistungen der Deutschen Kulturwoche.
Paris, 10.Dez. (DNB.) Die Jury der Inter- nationalen Weitaus st ellung Paris 193 7 hat nunmehr die einzelnen Preisträger der bei der Deutschen Kultur woche in Paris beteiligten Künstler und Ensembles bekanntgegeben. Danach wurde als besondere Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Deutschen Kulturwoche der Gesamtheit der deutschen Aufführungen der Große Preis zuerkannt. Diese Auszeichnung ist um so Höher zu bewerten, als die anderen Nationen, die ebenfalls mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in Paris oeteiligt waren, eine solche Anerkennung nicht erhalten haben. Zwei deutschen Künstlern wurde der Große Preis persönlich zu- gesprochen. Er wurde gegeben an Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler für seine überragenden schöpferischen Ausdeutungen der 9. Sinfonie und der „Walküre" und an Generalintendant Staatsrat Heinz Tietjen, der nicht nur die gesamte künstlerische Oberleitung der Aufführungen der Staatsoper Berlin hatte, sondern auch als bewunderter Regisseur dreier Opernwerke der Kulturwoche zu
einem entscheidenden Erfolg verhalf. Zwei Große Preise werden an Frau Winifred Wagner, der Hüterin des Erbes von Bayreuth, für die Bayreuther Festspiele überreicht werden, in deren Besetzung die „Walküre" in Pans gegeben wurde. Ferner erhielt der technische Dienst der Berliner Staatsoper durch die Zuerkennung des Großen Preises an seinen technischen Oberleiter. Professor Rudolf Klein, eine besondere Anerkennung. Der Staatsoper Berlin in ihrer Gesamtheit sowie der Staatskapelle wurde der Große Preis ebenfalls zuerkannt. Ferner erwarben sich das Philharmonische Orchester Berlin und der Kittelsche Chor die gleiche Auszeichnung. In der Gruppe Tanzveranstaltungen fiel der Große Preis an die Tanzgruppe des Deutschen Opernhauses Berlin und an die Tanzgruppe Günther, München.
Außer diesen 12 Großen Preisen werden 9 Ehrenurkunden an Künstler vergeben werden. Die Ehrenurkunden erhalten die Dirigenten Staatsoperndirektor Professor Clemens Krauß. Dr. Karl Elmendorfs und Professor Bruno Kittel: die Bühnenbildner Professor Emil Preetorius und der inzwischen verstorbene Leo P a s e t t i, dessen Erben das Dokument übermittelt wird. Mit dem gleichen Preis wurden Kammersänger Heinrich Schl us n us, der Regisseur Josef Gielen, der Kölner Männergesangverein und in der Gruppe Filmveranstaltungen der Ufa-Film „Patrioten" von Karl Ritter ausgezeichnet. Die Goldene Gedenkmünze wurde an Professor Eugen P a b st. den Leiter des Kölner Männergesangoereins, verliehen, die Silberne Gedenkmünze dem Tänzer Harald Kreutzberg.
für das Schiff scheint nach den bisherigen Feststellungen nicht zu bestehen, zumal der Sturm abgeflaut ist Reisende befinden sich nicht an Bord Wie die Reichsbahndirektion Stettin mitteilt, sind das Mittel- und das Hinterschiff der „Preußen" voll Wasser. Die von den Bergunqsdampfern .Seeadler und ..Seeteufel" oufgenommenen Bergungsarbeiten werden, sobald es die Wetterlage gestattet, mit allen Mitteln fortgesetzt werden An den Arbeiten beteiligen sich weiter der Regierungsdampfer „Walter Körte" und das Reichsbahn-Föhrschiff „Deutschland", das den Fährschiffverkehr gemeinsam mit dem schwedischen Fährschiff „Drottning Viktoria weiterführt. — An Bord der „Preußen" befindet sich zur Zeit nur eine Wache unter Führung des Kapitäns. Die übrige Besatzung ist unversehrt a Land gebracht worden
Der Führer auf der italienischen Kunstausstellung.
Der Führer besuchte in Begleitung des italienischen Botschafters und Frau A t t o l i c o die Ausstellung „Italienische K u n st von 1800 bis zur Gegenwart" in der Akademie der Künste in Berlin. Bei der eingehenden Besichtigung, an der fernes Botschaftsrat M a g i st r a t i mit mehreren Herren der italienischen Botschaft und die ständige Begleitung des Führers teilnahmen, hatten Professor Schumann und Professor Dr. Amersdorffer von der Akademie der Künste die Führung übernommen. Der italienische Botschafter überreichte bei dieser Gelegenheit dem Führer als persönliches Geschenk des Duce eine prachtvolle Monumentalausgabe von Dantes „Göttlicher Komödie", die mit Bildern des italienischen Malers N a t t i n i zur 600jähriaen Wiederkehr des Todes- tages des größten italienischen Dichters heraus- gegeben wurde.
Wetterbericht
des Aeichswelterdienfles. Ausgabeort Frankfurt.
Aus aller Welt.
29 Todesopfer eines Eisenbahnunglück« in Schottland.
Bei Lastlecary in der schottischen Grafschaft Dumbartonshire rannte am Freitagnachmittag der aus Edinburg kommende Schnellzug auf einen anderen Fug auf. Mehrere Wagen wurden dabei zertrümmert. Bisher konnten 29 Leichen geborgen werden Man rechnet aber damit, daß wenigstens noch acht weitere Tote gefunden werden dürften. Ferner sind 92 teils Leicht-, teilsSchwervertehte gezählt. Die Bergungsarbeiten haben sich infolge des hohen Schnees außerordentlich schwierig gestaltet, zumal mitten in der Rächt die Trümmer noch zu brennen anfingen und die Feuerwehr ergreifen muhte. — Die Londoner Presse weist darauf hin, daß dieses Unglück die schwer st eLisenbahnkata st rophe sei, die sich in England seit dem Kriege ereignet habe.
Starke Schneefälle
in West- und Norddeutschland.
In ganz Westdeutschland traten in der Nacht zum Freitag erneut starke Schneefälle auf, während es in den hohen Gebieten bereits am Donnerstag über schon stark geschneit hatte. Dadurch, daß stellenweise auch noch F r o st aufgetreten ist, haben
Stunden auf. Im Schiffsverkehr trat eine Störung ein, die durch die schlechten Sichtoerhältnisse her- vorgerufey worden war. In den Küstengebieten war mit dem Schneefall ein heftiger Sturm bis zur Windstärke 9 und 10 verbunden
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Weniger infolge des starken Schneefalles als vielmehr der durch den Wind hervoryerufenen Schn e e- oerwehungen haben die Züge im ganzen Reich zum Teil erhebliche Verspätungen zu verzeichnen. Auf den Berliner Fernbahnhöfen trafen die Züge zum Teil mit Verspätungen von bis zu 4 Stunden ein. Auch beim Güterverkehr auf der Eisenbahn waren Verzögerungen bis zu 3 Stunden festzustellen, viele Straßen unter der Schneedecke Glatteis, so daß die Fahrzeuge nur mühsam vorankamen. Die Kraftfahrzeuge kommen ohne Schneeketten überhaupt nicht vorwärts. In ber Eifel sind stellenweise derart starke Schneeverwehungen aufgetreten, daß der Verkehr überhaupt unterbrochen ist.
Fährschiff „Preußen" vor Stubbenkammer aufgelaufen.
Das Reichsbahnfäh rschrff „Preußen" der deutsch-schwedischen Fährverbindung Saßnitz— Trelleborg ist in der Nacht zum 10. Dezember auf der planmäßigen Güterfahrt von Schweden zwischen Stubbenkammer und Saßnitz bei schwerstem Schneesturm a u f Grund gelaufen. Die zur Bergung der Besatzung des Schiffes und der Ladung erforderlichen Maßnahmen sind eingeleitet. Insbesondere sind Bergungsdampfer bereits an der I Unfallstelle eingetroffen. Eine unmittelbare Gefahr
Von Enakdnd her drängt eine Tiefdruckstörung nach dem Kontitient vor, die eine allgemeine Umgestaltung der Wetterlage zu unbeständigerem und milderem Wetter bringt. Die zu erwartenden Niederschläge fallen zunächst als Schnee, die in tieferen Lagen aber rasch in Regen übergehen werden.
Aussichten für Sonntag: Ueberwiegend bedeckt, erneut unbeständig, Niederschläge zum Teil als Schnee, später Regen, mild, Winde um Südwest.
Lufttemperaturen am 10. Dezember: mittags 0,5 Grad Celsius, abends — 3,6 Grad: am 11. Dezember: morgens 1,1 Grad. Maximum 3,1 Grad, Minimum heute nacht —4,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Dezember: abends 0,6 Grad; nm 11. Dezember: morgens 0,4 Grad. — Sonnenscheindauer 2,3 Stunden. _______________________
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigen- ' (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf.' mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
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