Sie große Ausstellung im Rahmen der Gaukullurwoche Hessen-Nassau.
NSG. Im Rahmen der Gaukulturwoche Hessen - Nassau findet vom 13. bis 21. November auf dem Festhallengelände in Frankfurt am Main eine große A u s st e l l u n g statt, die einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen auf allen Gebieten des kulturellen Lebens unseres Gaues gibt. Die sieben Kammern der Reichskulturkammer zeigen vornehmlich die Werke der Künstler aus dem Rhein-Main - Gebiet und vervollständigen damit die große Leistungsschau, die die gesamte Gaukulturwoche auch in ihren anderen Veranstaltungen vom heutigen künstlerischen und kulturellen Leben gibt.
Die Ausstellung, ine täglich bis 22 Uhr geöffnet ist, gliedert sich in die Arbeitsgebiete der sieben in der Reichskulturkammer zusammengeschlossenen Einzelkammern. In dem großen Rund der Festhalle beginnt die Reichskammer der bildenden K ü n st e mit der Darstellung der Leistungen unserer heimischen Architekten, Jnnenraumgestalter, Gartengestalter, Maler, Graphiker, Kunsthandwerker, Kunstoerleger und -Händler, Bildhauer und Gebrauchsgraphiker. Entwürfe von Bauten und Ergebnisse von Wettbewerben der Städte Frankfurt, Darmstadt, Gießen und Mainz zeigen, welchen Anteil die rhein-mainischen Städte am Aufblühen unserer Kunst haben. Außerdem werden wertvolle Gegenstände aus dem Kunsthandel ausgestellt. /
Die Landes bauernschaft widmet ihren Ausstellungsteil der Landeskultur, die gerade in unserem Gau durch den Einsatz des Gagleiters gewaltig vorangetrieben wurde. Riedrode, Rosengarten und Allmendfeld sind für uns feste Begriffe geworden, die Ausdruck der Bereinigung und Neuschaffung von Ackerboden und aber auch Ausdruck einer neuen Wohnkultur sind. Von diesen neuen, vorbildlich schönen und zweckmäßigen Dörfern, wie auch von den einzelnen Bauernhöfen, werden Modelle gezeigt. Zum ersten Male sehen wir hier auch Ausschnitte aus dem 3500 Meter langen Film „W i r i n H e s s e n", der vom ersten Spatenstich in Riedrode an die Entwicklung bis zum heutigen Tage umfaßt.
In der Abteilung für die Presse zeigt das Gaupresseamt der NSDAP., welche Aufgaben der pressepolitische Apparat der NSDAP, hat, und wie er seine Aufgabe, Kommandostelle für die nationalsozialistische Gestaltung der Presse zu sein, erfüllt. Ueberragt von einem großen Hoheitszeichen, wird die Arbeit der fünf Hauptstellen des Gaupresseamtes und der Pressereferate der Gliederungen dargestellt. Zu beiden Seiten befindet sich eine bildliche Darstellung des Werdens der NS.-Presse tm Kampf gegen das System. In der Mitte des Raumes erhebt sich die Halle der Reichspressekammer, die als Kampfstätte deutscher Kultur gedacht ist. Sie soll den Wert und die Bedeutung der Presse für Volk und Staat klarmachen und die seelischen und geistigen Kräfte spiegeln, die Wesenskern des Dritten Reiches sind. Der „Brunnen des Geistes" soll die nie versiegende Kraft, die Klarheit und Sauberkeit symbolisieren.
Der bedeutendste Teil der Ausstellung der Reichsschrifttumskammer ist dem Thema „Politisches Deutschland" gewidmet, das vom Gauschulungsamt in Zusammenarbeit mit der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums zusammengestellt wurde. Hier wird — belegt durch Werke zur deutschen Vorgeschichte, Bilder, Bücher, zeitgenässische Geschichtsberichte, Urkunden, Handschriften. Briefe und Dokumente — die geschichtliche Entwicklung beginnend mit dem Abschnitt „Völker und Stämme" über „Die politische Machtentfaltung in Europa und die Frühzeit des Germanentums", „Die germanische Wander- und Kampfzeit", Glanz- und Höhepunkt des Reiches", von da über „Länderstaat und Bürgertum", „Das Zeitalter des Glaubensstreites", „Preußens und Oesterreichs Kampf um Deutschland", über den „Deutschen Bund, Bismarck und den Parteienstaat" und „Vom Weltkrieg zum nationalen Volksstaat" dargestellt. Weiter wird eine Uebersicht über die Entwicklung des Schrifttums an Hand von Handschriften, Büchern und sonstigen bildlichen und figürlichen Dar
stellungen bis in die neueste Zeit gegeben. Daneben ist dem Schaffen der Verlage unseres Gaues und der Entwicklung des Buchdruckes Raum gegeben.
Die Reichstheaterkammer zeigt, daß der Nationalsozialismus das Theater dem deutschen Volke zurückgegeben hat und belegt aus der Tätigkeit der hessen-nassauischen Bühnen die Einsatzbereitschaft für die jüngsten Schöpfungen, vor allem I auch der Männer unserer Heimat. An Hand der 1 vielen Ur- und Erstaufführungen verfolgen wir die hohe Kultur unserer heimischen Theater. Belebt wird dieser Teil durch Kostüme, Inszenierungen, Regiebücher und Dekorationsentwürfe und Bilder der Freilichtspiele, die in unserem Gau, von den Römerberg-Festspielen überragt, einen besonders hohen Stand einnehmen. Die Originaldarstellung einer bühnenfertigen Szene aus Kleists „Hermannsschlacht" soll einmal einen Blick in die gewaltige Arbeit, die in einer Szene steckt, vermitteln und ein Beispiel der modernen Bühnengestaltung sein, die nicht mehr die alte Kulissenwelt ist, sondern einen in den drei Dimensionen wirklich gestalteten Raum darstellt.
Die Reichsmusikkammer geht bei ihrer Darstellung von den musikalischen Ereignissen auf heimatlichem Boden aus. Sie will in Manuskripten, Briefen, Noten, Partituren usw. die Kräfte verlebendigen, die hier gelebt oder ihre Anregungen empfangen haben. Die Würdigung auch unserer jüngsten schöpferischen Kräfte führt abschließend hin zu unseren Bemühungen um eine Erneuerung unseres volkhaften Musizierens.
Der Reichssender Frankfurt hat im „Haus der Moden" einen vollkommenen Sendesaal aufgestellt, den jeder Zuschauer durch eine große Glaswand — täglich im Betrieb befindlich — besichtigen kann. Für die Dauer der Ausstellung sendet der Reichssender von hier aus seine Konzerte und sonstigen Darbietungen, die sicher mit größtem Interesse verfolgt werden, da man sich hier einen großartigen Einblick in die Arbeit eines Senders verschaffen kann.
Im „Haus der Moden" befindet sich auch die Schau der R e i ch s f i l m k a m m e r, die zunächst die Arbeit der Gaufilmstelle der NSDAP, zeigt. Wer weiß eigentlich so recht darüber Bescheid, welch hohe, verantwortungsvolle Aufgabe die Gaufilmstelle mit ihren Tonfilmwagen, die Tag für Tag die kinolosen Orte besuchen, erfüllt? Die Ufa zeigt in einer Lehrschau Aufnahmen aus den Betrieben in Neubabelsberg und von den neuesten Filmen. Besonderes Interesse werden die Garderoben und Kostüme erwecken, die.auf die Notwendigkeiten des Tonfilms und seiner komplizierten Aufnahmeapparate abgestellt sind.
Die Einzelabteilungen der Ausstellung der Reichsrundfunkkammer werden von den Fernsehvorführungen überragt. Zum ersten Male werden die Besucher in einer sog. Fernsehstraße die Darbietungen, die auf einer Bühne in der Ausstellung vorgeführt werden, sehen können. In der gleichen Halle wird eine große Geräteschau der Rundfunkindustrie, des Rundfunkgroß- und -einzelhandels geboten, deren Apparate in Abhörzellen jederzeit vorgeführt werden können. Die Hauptzelle Rundfunk der Gaupropagandaleitung zeigt ihre Arbeit auf diesem Gebiet. Dabei sind HI.-, DAF.- und Bauernfunk zu erwähnen. Außerdem zeigt die Reichspost ihren Entstörungsdienst und ein Modell des Fernsehsenders auf dem Feldberg. Drahtfunk, Bildtelegraphie und Besprechung von Schallplatten vervollständigen diesen Teil, in dem auch das deutsche „Lautdenkmal" gezeigt wird, das auf Schallplatten alle vorkommenden Mundarten festhält.
Schon dieser Ueberblick zeigt, in welch umfassendem Maße die Ausstellung im Rahmen der Gaukulturwoche die Leistungen des deutschen kulturellen Lebens darstellt. Im Vordergründe stehen wieder die Künstler und Kulturschaffenden des Rhein-Main- Gebietes, die hier der gesamten Bevölkerung zeigen, welche Stellung unser Gau in der Gesamtkulturarbeit des Reiches einnimmt.
Neues für den Büchertisch
— Auf gut Deutsch. Kernworte deutscher! Tüchtigkeit. In einer Auslese von Wilhelm F r a e n- g e r. Mit 38 Holzschnitten. 125 Seiten. Schwarz- Häupter-Verlag, Leipzig, Berlin. — (331) — Das hübsch ausgestattete, mit seltenen Holzschnitten geschmückte Bändchen enthält eine Auslese alter volkstümlicher Spruchweisheit des deutschen Volkes. Auf die unverbrüchlichen Gesinnungswerte des Gemeinsinns, der Tapferkeit und der Rechtlichkeit zielt die Sammlung ab, die den Stoff anziehend, und übersichtlich gegliedert hat; so wird ekwa unter den Kernworten „Wehr und Waffen", „Die deutschen Gaue", „Maß und Waage", „Haus- und Ehezucht", „Allerleirauh", „Trotz Tod und Teufel" Zusammengehöriges vereinigt. Manches vergessene, unbekannte, beherzigenswerte Wort wird man in diesem kleinen weltlichen Katechismus finden.
— Brauch und Glaube. Weinholds Schriften zur deutschen Volkskunde. Herausgegeben von Carl Puetz feld. 176 Seiten. Kart. RM. 3,90, geb. RM. 4,50. Verlag Emil Roth, Gießen. — (325) — In einer Zeit wie der unseren, der die Pflege des deutschen Volkstums und der deutschen Volkskunde ein nationales Anliegen bedeutet, erscheint die Herausgabe dieser Schrift besonders verdienstlichem ihr sind zum ersten Male die kleinen volkskundlichen Schriften der 1873 in Reichenbach (Schlesien) geborenen, 1901 in Bad-Nauheim gestorbenen bedeutenden Germanisten Karl Weinhold gesammelt. Der Herausgeber hat in der Einleitung Weinholds Lebensweg und die wissenschaftliche Bedeutung seines Werkes umschrieben; er hat dabei eine Stelle aus der Gedenkrede des berühmten Literarhistorikers Erich Schmidt auf Weinhold in der Berliner Akademie angezogen, in der es heißt- „Alle Fäden der Volkskunde, dieser leutseligen Sammelwissenschaft, die bei ihm durch Verbindung mit den Altertümern die feste Unter- und Grundlage bekam, liefen in seiner Hand zusammen." Was Weinhold als getreuer Schüler des großen Jacob Grimm und als ein rechter „Vater der Volkskunde", in den hier gesammelten Studien behandelt, erscheint zwar zunächst nur als eine lockere Folge von Arbeiten zu folkloristischen Einzelthemen; ber Herausgeber wezst indessen mit Recht darauf hin, daß sie ein zusammenhängendes Ganzes bilden, indem „sie fast alle einem gemeinsamen Mittelpunkte zusteuern. Immer ist es das Bemühen des
Forschers, die besondere Art der germanischen Gottesverehrung zu erkennen, zu den religiösen Ursprüngen vorzudringen, von denen Brauchtum, Volkssage, Recht, Zeitteilung, Kampf, kurz die Gedanken- und Vorstellungswelt und die gesamte Lebensgestaltung der Deutschen ihren Ausgang nahmen..." Wir nennen nur einige der behandelten Themen — „Was heißt Volkskunde?", „Das deutsche Weihnachtsfest", „Rituale Nacktheit", „Die mystische Neun", „Germanen ziehen ins Feld", „Der Geist des altdeutschen Hauses", „Abenteuer in der Arktis" — und fügen hinzu, daß die Abhandlungen auch von jedem Laien ohne Schwierigkeiten, mit Nutzen und mancher Anregung gelesen werden können.
— Hans-JoachimFreiherrv.Reitzen- stein: Magnet Bonanza. Goldgräbergeschichten. 171 Seiten. Ernte-Verlag, Potsdam. — (323) — Aus dem Nachlaß des verstorbenen Freiherrn von Reitzenstein, dessen Romane „Oberwachtmeister Schwenke" und „Die Werft zum grauen Hecht" einen sehr großen Leserkreis gefunden und durch gelungene Verfilmungen noch erweitert haben, erscheinen, eingeleitet von seinem Bruder Curt, eine Reihe von Goldgräbergeschichten, die zum größten Teile nicht erfunden, sondern selbst erlebt sind. Wie Tausende von namenlosen Goldgräbern ist Reitzenstein in seiner Jugend ausgezogen, in Nevada eine „Bonanza" zu finden, eine Stelle, wo man Gold aus der Erde heben kann; er hat es nicht gefunden, aber er ist dennoch von dieser Reise nach dem Glück nicht mit leeren Händen heimgekehrt: die merkwürdigen und abenteuerlichen Erlebnisse seiner Goldgräberzeit sind in den nun gesammelten Erzählungen niedergelegt, die Reitzen- stein von einer ganz neuen Seite zeigen. Viele, die seine Romane mit Spannung und menschlicher Anteilnahme verfolgt haben, werden auch diese kurzen Geschichten einer abenteuerlichen Jugend kennen lernen wollen, die das Bild eines begabten und sympathischen Schriftstellers auf ungewöhnliche Weise vervollständigen.
— Regierungsbaumei st er Erich W o lf- rom: Die Baugeschichte der Stadt und Festung Magdeburg. Erschienen im „Magdeburger Kultur- und Wirtschaftsleben", Heft 10, herausgegeben von der Stadt Magdeburg. 56 Seiten drosch., ein buntes Umschlagbild, ein Vierfarben
druck, 40 Seiten Abbildungen, fünf Karten. Preis 2,50 Mark. — (369) — Die Schrift behandelt das architektonische Werden der Stadt Ottos des Großen von Aebinn bis zur Auflassung der Festungswerke 1888. Mit außerordentlicher Mühe und großer Liebe hat der Verfasser in dem Abschnitt, der das Bauschaffen der romanischen Zeit zum Gegenstand hat, die unscheinbaren und heute überbauten Reste aus dieser fast tausendjährigen Vergangenheit zusammengetragen und in Bild und Zeichnung nebeneinander gestellt. Eingehend wird die Zeit von 1208 bis 1631 geschildert; an Hand von Plänen, Stadtansichten und vom Verfasser aufgenommenen Grundrissen sämtlicher Magdeburger Kirchen, vom Dom bis zur kleinen Magdalenenkapelle, wird dem Leser die Glanzzeit Magdeburgs unter Erzbischof Albrecht und während der Mitgliedschaft zur Hansa vor Augen geführt. Ein weiterer Abschnitt zeigt Magdeburg als preußische Festung und als Barockstadt.
— Pfarrer Dr. Gustav Benz: Gedanken und Betrachtungen. Eine Auswahl seiner Arttkel aus dem „Christlichen Volksfteund",
zusammengestellt von Pfarrer Karl Fueter. Leinenband 3 Mk. Friedrich Reinhardt Verlag, Basel. — (343) — Der erste Teil des Buches enthält erbauliche Artikel, die knapp und eindringlich Gottes Wort verkünden. Es folgen persönlich gehaltene Ausführungen über unfern Glauben an das Wunder. Der dritte Teil besteht aus kurzen Abschnitten, in denen sich Benz als ein scharfer Beobachter des täglichen Lebens erweist.
— Konrad Guenther: Ein Leben mit der Natur. Jugendzeit im Baltenland und in Schlesien. Erinnerungen und Erlebnisse Band 3. Hübsch kart. 2 Mark., Lwd. 2,50 Mark. Verlag I. F. Steinkopf, Stuttgart. — (358) — Abgesehen von interessanten Schilderungen baltischer Menschen und Landschaften und Gebräuche wird dieses Buch jedem willkommen sein, der die Bücher des Verfassers „Natur und Offenbarung" und „Deutsches Naturerleben" kennt und ehrt. Auch hier tritt seine liebevolle Versenkung in das gesamte Tier- und Pflanzenreich zutage. Die Schilderung dieser reichen Kindheit wird den Leser vielfältig berühren und anregen.
Mrtschast.
Anbau von Speise- und Frühkartoffeln.
Fwd. Auf Grund einer Anordnung der HV. der deutschen Kartoffelwirtschaft vom 1.11.37, die mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft trat, bedarf, wer den Anbau von Speise-Frühkartoffeln zu Erwerbszwecken neu aufnehmen, oder die von ihm bestellte Anbaufläche zu Erwerbszwecken erweitern will, der Genehmigung des zuständigen Kartoffelwirtschaftsverbandes. Als Speisefrühkartoffeln gelten alle vorgekeimten und nicht vorgekeimten Kartoffelsorten, deren Reise und Ernte in die Monate Juni und Juli fallen. Die Kartoffelwirtschaftsverbände können mit Genehmigung der Hauptoereinigung besondere Maßnahmen zur Durchführung dieser Anordnung treffen, insbesondere Einschränkungen der Anbaufläche gegenüber 1936 oder 1937 verfügen.
Rhein-Mainische Börse.
Mtlagsbörse: Ueberwiegend schwächer.
Frankfurt a. M., 9. Noo. Die Tendenz am Aktienmarkt gestaltete sich auch heute wieder überwiegend schwächer. Nachfrage der Bankenkundschaft lag nur noch in geringem Umfange und nur für einzelne Spezialwerte vor, während die Mehrzahl des Publikums sich weiterhin stärkstens zurückhielt. Auch der berufsmäßige Handel blieb sehr abwartend und stellte eher noch etwas Ware zur Verfügung. Die ersten Notierungen lagen zwar uneinheitlich, doch überwogen Rückgänge bis etwa 1 v. H. im Durchschnitt. Etwas Interesse verblieb für Anleihestockwerte im Zusammenhang mit der bald bevorstehenden Regelung. Reichsbank zunächst 208,75 (208), später 208,25. Montanaktten gaben bis 0,75 v. H. nach, Rheinstahl verloren 1,25 v. H., Deutsche Erdöl ebenfalls 1,25 v. H. Von Maschinenaktien ermäßigten sich Demag auf 141,90 (142,50), Moenus auf 120,25 bis 119,75 (120,50), Adlerwerke auf 108,75 (109,50), während Daimler 0,50 v. H. gewannen auf 134,50. IG. Farben lagen mit 155,25 (155,50) etwa behauptet. Etwas stärkere Abweichungen zeigten AG. für Verkehr mit 126,50 (128,25), Zellstoff Waldhof mit 144,75 (146,50), Bemberg mit 137,50 (138,50), VDM. mit 168 (169), andererseits befestigten sich Gesfürel auf 145,75 (144) und Jul. Berger auf 144,65 (143,25).
Am Rentenmarkt erreichte die Altbesitzanleihe bei lebhafteren Umsätzen einen neuen Höchststand mit 130,50 (130,25). Kommunal-Umschuldung hielten sich bei unverändert 94,75, ebenso Reichsbahn-Vorzugsaktien bei 129,13. Am Pfandbriefmarkt fetzte sich die Nachfrage fort. Goldpfandbriefe wurden zumeist wieder repartiert und vielfach gestrichen, von Kommunal-Obligationen Frankfurter
Pfandbriefbank 0,25 v. H. höher mit 99. Li quid a- tionspfandbriefe lagen überwiegend behauptet, schwächer jedoch Rheinische auf die bevorstehende Verlosung mit 101,75 (102,50). Stadtanleihen hatten bei ruhigem Geschäft kaum veränderte Kurse. Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich. Reichsaltbesitz stiegen später bis auf 130,75 nach 130,50, Städte-Altbesitz auf 133,25 (133).
Im Verlaufe war der Aktienmarkt widerstandsfähiger und teilweise etwas erholt, wobei die feste Haltung der Anleihestockwerte etwas anregte. Reichsbank bei größeren Umsätzen 209,50 >is 210 nach 208,25, Akkumulatoren 228 (226). Mäßige Besserungen um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. ergaben sich besonders am Montanmarkt. Die später erstmals notierten Werte lagen unregelmäßig, wobei aber Rückgänge überwogen. Hapag 78,50 (79,75), Deutsche Linoleum 159 (160), Buderus 119,75 (120,50), Holzmann 149,25 (150), AEG. 117,25 (117,75), andererseits Feldmühle Papier 137 (135,75), Klöckner 121,25 (120,50).
Ahendbörse behauptet.
Die Abenddörse war bei ruhigem Geschäft über* wiegend gut behauptet. Für viele Werte ergaben sich im Anschluß an den Mittagsverkehr weiter kleine Erhöhungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. Von Anleihestockwerten stiegen Reichsbank auf 210,50 (210), Conti Gummi um 1 v. H. auf 189, lagen aber 1,25 v. H. unter Berlin, Schöfferhof notierten um). 198, ebenso Deutsche Linoleum mit 159. Montan- und Maschinenwerte notierten meist etwas fester, Buderus 120, Mannesmann 116, Hoefch 124,25, Verein. Stahl 113, aber Rheinstahl 143,75 (144); MAN. 134,50 (134), Eßlinger 116,25 (116), Junghans 124 (123,50), Rheinmetall 142,25 (142). JG.-Farben zogen 0,40 v. H. an auf 155,65. Elektropapiere lagen zumeist behauptet, nur Gesfürel 1 v. H. niedriger mit 144,75, ELG. 0,40 v. H. fester mit 130,50. Der Rentenmarkt war freundlich, aber sehr still.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 9. Nov. Auftrieb: 727 Kälber (gegen 554 am letzten Dienstagmarkt vom 2. November), 409 Hämmel und Schafe, 3091 (5683) Schweine. Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 63 bis 65 (63 bis 65), b) 54 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (43 bis 50), d) 30 bis 40 (35 bis 40); Hämmel b2) 43 bis 47 (39 bis 46), c) 37 bis 42 (36 bis 38), d) 25 bis 30 (—), Schafe a) 30 bis 44 (24 bis 40), b) 22 bis 26 (16 bis 22), c) 15 bis 20 (—), Schweine a) 54 (55), bl) 54 (55), b2) 54 (55), c) 53 (54), d) 50 (51); Sauen gl) 54 (55), g2) 52 (50 bis 53). Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe lebhaft.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oeschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß- kurs
Schlußk Mittag- börse
Darum
8-11.
9.11
8.11
9.11.
5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
101,65
101,65
101,6
—
4% Deutsche Reichsanl. von 1934 V/i% Deutsche Reichsschatzanwei-
99,13
99,2
99,2
99,2
sungen von 1935 . ..........
4ft% Deutsche Reichsschatzanwei-
—
sungen von 1935, 11. Folge ... 4ft% Deutsche Reichsschatzanwei-
99,4
99,4
99,4
99,4
jungen von 1936, 111. Folge ..
99
99
99
99
5ft% Doung Anleihe von 1930 ..
105
105
104,9
105
ift% Hessische Volksstaat von 1929 4ft% Deutsche Reichspostjchatz von
100,25
100,25
100,13
100,25
1934 I......................
4ft% Deutsche Reichsbahnschatz
100,5
—
100,65
—
von 1936 I..................
99,7
99,65
99,65
130,9
Reichsanleihe-Altbesitz..........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
130,25
130,75
130,4
Auslos.-Rechten.............
4ft% Hess. Lan desbk. Darmstadl
137
137
136,5
137,25
Goldpfe. R. 12 .............
5%% Hess. Landes-Hyp.-Bank
—
—
—
—
ßiqu. Goldpfe..............
4ft% Preuß. Landespfdbr.-Anst.
101,75
101,75
—
—
Goldpfe. R. 19..............
—
—
99,75
99,75
4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20
4ft% Darmstädter Komm.-Lan-
—
—
99
99
desbankR. 6 ..............
Deutsche Kornrn.-Sammel-Anleihe
98,65
98,65
—
—
Auelos.-Rechte I..............
133,75
133,85
134,1
134,2
4ft% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4ft% Franks. Hyp. Gold-Komm.
99,75
99,75
100
100
Öbl. 2 3.................
6ft% Franks. Hyp. Liquidation
98,75
98,75
—
—
Goldpfe....................
6ft% Rheinische Hyp. Liquidation
102,25
102
—
—
Goldpfe.....................
102,5
101,75
102
101,9
Steuergutschein-Verrechnungskure
111,2
111,2
l11,4
A.G. für Verkehrswesen .... 6ft
128,25
127
127,4
127,13
Hamburg-Südam. Dampfschiff Ö
—
44,25
Hamburg-Amerika Paket......0
79,75
78,5
79,5
77,75
Norddeutscher Lloyd..........0
82,75
82
82,25
80,4
Deutsche Reichsbahn Dorz.-Akt. 7
129,13
129,13
129,25
129,25
RetchSbank................. 12
208
210,5
208,25
210
Berliner Handelsgesellschaft 6 ft
—
——
133
133
Commerz- und Privat-Bank ... 5
117,75
117,5
117,75
117,5
Deutsche Diskonto............ 5
122
122
122
199
Dresdner Bank.............. 4
113,75
113,75
113,75 l 113,75
Devtienmarkt Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend börse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag, börse
Darum
8.11.
9.11.
8.11
9.11.
Accumulatoren-Fabrik......
. 14
226
228
226,5
229,75
Aschaffenburg Zellstoff......
.. 6
141
139,5
141
140
Bemberg.................
.. 0
138,5
137,65
138
137,5
Bekula...................
.. 8
168
168
168,5
168,5
Buderus Eilen.............
.. b
120,5
120
120,5
119,5
Gement Heidelberg.........
.. 7
165,25
165
—
—
Gement Karlstadt..........
.. 6
—
—
—
——
Gontl Guminl.............
12
188,5
189
188
190,25
Daimler Motoren..........
6 ft
134
134,5
134
134
Dessauer Gas.............
.. 4
—
—
117,75
117,5
Deutsche Erdöl............
.. 5
141,5
141
141,5
141,25
Deutsche Gold- und Silber ..
.. 9
255
255,5
—
—
Deutsche Linoleum.........
. 10
160
159
160
159,5
Elektrische Lieferungen......
.. 6
129,25
130,5
129
130,75
Elektrische Licht und Kraft...
.. 7
148,75
149,65
149
——
I. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
155,5
155,65
155,4
155,65
Felten & Guilleaume.......
.. 6
132,5
132,5
131,5
132,5
Gesfürel..................
.. 7
144
144,75
144,5
144,75
Th. Goldschmidt...........
.. 6
139,75
138,5
140
138,75
Gritzner Maschinen.........
.. O
—
—
48,13
48
Harvener .................
8 ft
173
171,5
173*
171,5
Hoefch Eisen...............
3 ft
124,75
124,25
124,75
124,25
Philipp Holz manu.........
.. 8
150
149
150,5
149,25
Ilse Bergbau..............
.. 6
—
—
158,75
Ilse Genüsse..............
.. 6
135
——
135,25
—»
Kali Aschersleben..........
.. 4
115,9
115,13
115,9
116
Klöcknerwerke .............
4 ft
120,5
121,25
120,75
120,75
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
——
—
154,25
154,25
Lahmeyer ................
.. 6
126,75
126
127
126,13
Mainkrast.................
.. 4
95
94,75
—
Mannesmann.............
4 ft
115,75
116
115,9
116
Mansselder Bergbau.......
.. 7
—
—
155
Metallgesellschaft...........
.. 6
145,5
145
—
143,75
Orenstein & Koppel........
.. 0
—
—
107,13
106 75
Rheinische Braunkohle......
. 12
231,5
231
231,5
232
Rheinische Elektro..........
.. 6
127
Rbeinslahlwerke............
.. 6
145
143,75
145,13
143,65
Rlieinisch-Westfälische Elektro
.. 6
128,5
128,5
128,5
129
Rütgerswerke .............
.. 7
145,75
146,5
146,5
17,9
Salzdetfurth Kali..........
.. 6
160
160
160,5
160,5
Schuckert & Go.............
.. 7
165
165
165
165 ?5
Schultheis Patzenhofer......
.. 4
—
94
94,5
Siemens & Halske.........
.. 9
—
200,5
202
202
Süddeutsche Zucker.........
. 10
200,5
200,5
200,5
Bereinigte Stahlwerke......
4 ft
113
113
112,75
112,75
Westdeutsche Kaufhof.......
.. O
56 75
56,25
56,65
56,4
Westeregeln Alkali..........
.. 4
115,5
115
115.4
115,65
Zellstoff Waldhos..........
146,5
145,75
147
145,25
Otavi Minen..............
. 0,6
28,5
28
28,75
28
— Frankfurt a. Ul.
8.November
9.November
Amtlich' 'Jtonerui g
Amu ch>'Votierung
■
Br--.
ftpir
Brie
Buenos Aires.............
0,737
0,741
0,736
0,740
Brüssel...................
42.20
42 98
Rio de Janeiro............
0.136
Bolen .7..................
47,00
47 J0
4L00
47 J0
Kopenhagen...............
55,38
55,50
55,31
55,43
Danzig............... ...
47,00
47,10
47,00
47,10
London ..................
12.405
helsingkors................
5,485
Parts"....................
8,432
M48
8422
8438
Holland..................
137,29
137.57
137,22
137,50
Italien...................
13,09
13,11
13,09
13,11
8 .November
9 .November
Amtliche Mutierung
vi m in dir Rvueiuna
Geir
Brie;
Gelt
Brie
Japan....................
0,722
0,724
0,722
0,724
Jugoslawien ..............
5,694
5,706
5,694
5,706
Oslo ...................
62,34
48,95
Lissabon..................
11 27
Stockholm .. .............
63’96
Schweiz..................
57,49
5L61
57,'42
57,'54
Spanien..................
Prag.....................
8,651
8,669
8,671
8,689
Budapest................
Ncuyork..................
2,473
2,477
2,472
2,476


