Nr. 265 5wette§ Matt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)Mittwoch, 10. November 1057
Aus dem Reiche der Krau.
PRAKTISCH
Warum sitzt das Kleid nicht?
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dabeiqeqeben und mit Salz und Zucker abgeschmeckt. die eigenen Körpermaße genauestens abnehmen __- ei t « tma nnrnnPnrPioH In6f lind firh nor jedem neuen jsu mneihen der
Aus der Fülle der Kartoffelgerichte feien hier nur einige weniger bekannte genannt.
Eine unauffällige, fettarme Tagescreme kann nie etwas schaden, im Gegenteil: sie schützt die Haut gegen Staub und Witterungseinflüsse. Schminke bleibt besser fort — wir wollen ja nicht Jugend vortäuschen, sondern wirklich jung aussehen durch diese morgendliche Hautpflege, die abends genau so wiederholt wird. Nur beginnt sie zwecks noch gründlicherer Reinigung mit einer Abreibung des Gesichts erst mit Fettcreme, dann mit stark alkoholigern Gesichtswasser statt des morgens benutzten gewöhnlichen Wassers und verwendet nun erst das Del
Anita.
Aepfel und Kartoffeln. Nacheinander wird eine gleiche Menge von Kartoffeln und Aepfeln gekocht und sodann zusammengetan. Dann werden einige kleine Speckwürfel, mit Zwiebel gebräunt.
H e r 'i n g s k a r t o f f e l n. Die gargekochten Kartoffeln werden abgepellt und in Scheiben geschnitten, dann werden Zwiebeln in etwas, Fett gedämpft und etwas Mehl, Wasser, Salz, Pfeffer und Essig
erst, nachdem das Del vom Gesicht abgewischt ist! Das geschieht nach der Massage, und zwar wieder mit einem, selbstverständlich sauberen und auszuwechselnden Wattebausch. Man wird dabei die erstaunliche Feststellung machen, daß viel mehr Staub und Schmutz im Gesicht gesessen hat als man dachte — in den Poren der Haut nämlich, aus deren Tiefen das Del ihn holt.
Damit ist der Hauptteil der Morgenarbeit für die Schönheit erledigt. Wer zu großporiger Haut neigt, fährt rasch noch mit einer Scheibe Zitrone über das ganze Gesicht oder reibt es, wieder mit Watte, mit einer fünsprozentigen Alaunlösung ab.
läßt und sich vor jedem neuen Zuschneiden der kleinen Mühe unterzieht, die Maße des Schnittes
Drei einfache Wollkleider für den kommenden Winter schlagen wir heute vor.
Das Kleid links aus goldgelbem Angor a- t w e e d mit den Blenden aus dunkelblauem Tweed ist in einfacher Pulloverform geschnitten, der Rock besteht aus zwei leicht glockig gehaltenen Bahnen. Den Halsausschnitt und den. Gürtel schließen Schleifen aus dem Blendenmaterial.
Aus resedagrünem Jersey ist das Kleid in der Mitte. Dem Blusen- und dem Rockteil sind schräggestellte Taschen eingearbeitet, ein kleiner
Kartoffeln auf dem Mendüsch.
V.A. Mit Brotgetreide müssen wir sparsam umgehen. Der Bauer darf es nicht zu Futterzwecken verwenden, und die Hausfrau muß auch das letzte Stückchen Brot vor Verderb schützen. Wo Brot durch andere Nahrungsmittel ersetzt werden kann, wird die Hausfrau es im volkswirtschaftlichen Interesse nicht unterlassen, zu tun.
Die Anpassung an die allgemeine Versorgungslage wird durch die außerordentlich gute Kartoffelernte dieses Jahres ungemein erleichtert. Gegenüber Durchschnittsernten von 45 Millionen Tonnen beträgt die diesjährige Kartoffelernte über 52 Millionen Tonnen. Diese Mehrproduktion darf ebensowenig dem Verderb anheimfallen, mi£ durch übermäßigen Brotverbrauch des einzelnen Schwierigkeiten in der allgemeinen Brotversorgung entstehen dürfen.
Die Kartoffel gestattet eine so vielseitige Zubereitung, daß sie tatsächlich nicht nur auf dem Mittagstisch, sondern auch aus dem Abend- b r o t't i s ch das Brot etwas zurückdrängen kann. Diese Konkurrenz der Kartoffel hat schon früher das Brot vom Mittagstisch auch dort verdrängt, wo man die Kartoffel nicht in so großen Mengen erntete. Allmählich erobert sie sich aber auch den Abendtisch und hilft den Verbrauch von Brot und Kartoffeln in das richtige Verhältnis der deutschen Erntemengen zu bringen.
Vielen Hausfrauen sind außer Bratkartoffeln und Kartoffelsalat kaum weitere Kartoffelgerichts bekannt. Das vom Reichsausschuß für Volkswirtschaftliche Aufklärung (Berlin W 9) in Verbindung mit der Reichsfrauenführung herausgegebene Heft: „Was essen wir heute zum Abendbrot" verzeichnet eine erstaunliche Fülle von Kartoffelgerichten. Da gibt cs Heringskartoffeln, Buttermilchkartoffeln, Tomatenkartoffeln, Gurkenkartoffeln, Käsekartoffeln, Weißkrautkartoffeln, Birnenkartoffeln usw., so daß die Hausfrau wochenlang ohne Wiederholung Kartoffelgerichte auf den Abendbrottisch bringen kann. Diese Gerichte sind auch deshalb besonders beliebt, weil sie entweder eine gute Resteverwertung ermöglichen oder sich sehr schnell zubereiten lassen.
dazugetan. Sobald es kocht, kommt der feingehackte Hering dazu. Zuletzt werden die Kartoffeln bei- aegeben und das Ganze noch einmal zusammen gekocht. Mit etwas Milch kann das Gericht noch verfeinert werden.
Schlesische K a r t o f f e l k l ö ß e. Die in der Schale gekochten Kartoffeln werden abgepellt und gerieben. Zu dem Brei von 1 Kilogramm Kartoffeln wird ein Ei gegeben und mit Mehl ein fester Teig geknetet. Der Teig wird zu einer langen armdicken Wurst ausgerollt, in faustgroße Stücke geteilt und möglichst bald in kochendem Salzwasser gekocht. Bleiben die Klöße ungekocht auch nur einige Zeit liegen, zerfallen sie leicht beim Kochen.
Pommerscher Kartoffelpuffer. Die roh geschälten Kartoffeln werden gerieben: nur em Teil des Wassers wird abgegossen, em Ei dazu geschlagen, eine Zwiebel daran gerieben und ein gehäufter Löffel Mehl beigefügt. Auch etwas Milch oder Sahne ist erwünscht. In heißem Fett werden dann bleistiftdicke Puffer schön hellbraun gebacken und mit Zucker bestreut auf den Tisch gebracht.
Gestürzte Kartoffeln: 1 Kilogramm gekochte Pellkartoffeln werden geschält und in dicke Scheiben geschnitten. 250 Gramm Bratwurst werden überbrüht und danach gleichfalls in Scheiben geschnitten. 250 Gramm geschälte, entkernte, fein- geschnitzelte Aepfel (billige Sorte) dünstet man mit zwei würflig geschnittenen Zwiebeln in etwas Fett an In eine vorbereitete Form füllt man lagenweise Kartoffeln, Bratwurst und Dbst, bestreut die oberste Schicht, die aus Kartoffeln besteht, mit Reibbrot, läßt im Dfen backen und stürzt das Gericht auf eine Schüssel. Man reicht dazu Salat, auch Kohlsalat.
Rollkragen aus hellbraunem Wollsamt bildet den Halsabschluß. Auch der hinten geschlossene Gürtel ist aus braunem Wollsamt. Die Knöpfe sind mit grünem Stoff bespannt.
Das Kleid rechts mit dem gezogenen Passenteil und dem gezogenen Gürtel ist aus b l a ß r o t e m Wollclogue. Sein Rock ist glockig in vier Bahnen dem Blusenteil angesetzt, der Rückenoerschluß besteht aus kleinen, mit Stoff überzogenen Knöpfen. Die Ziernadel ist aus handgestrichenem Silber. H.
Kinder lernen sparen.
Von Ch Kühl von Kalckstetn
Kinder sind meist von Natur aus Verschwender. Sie kennen weder Waren- noch Geldeswert und haben die unbewußte Vorstellung, daß die gesamte Umwelt nur ihretwegen da ist, die sie ausnutzen tönen. Der Begriff der Einteilung vorhandenen Gutes und darüber hinaus des Sparens muß dem Kind also erst nahegebracht werden.
Am wirksamsten beginnt die Mutter mit dem Aufsparen von begehrten Leckerbissen. „Jetzt hast du genug gegessen" oder „Hebe dir die Hälfte deiner Schokolade auf, dann hast du auch noch morgen etwas". Und später: „Gib einen von deinen Bonbons deinem Schulkameraden ab". — Mit diesen Sätzen ist eigentlich das Gesamterziehungsprogramm umrissen: Einteilung, um schädliche Folgen zu vermeiden, zum Zweck der Streckung des Vorhandenen und Dpferbereitschaft.
Ein Kind lernt am besten den Segen des Sparens dadurch kennen, daß es selbst erlebt, wie wertvoll es ist, wenn man zur rechten Zeit spart, um auf einen kleinen Vorrat zurückgreifen zu ’önnen. Sparen heißt aber nicht nur zurücklegen, sondern auch schonen. Dem Kind ist aufgetragen worden, den Sandhaufen draußen im Garten nach seinen kleinen Holzformen zu durchsuchen und sie stets abends mit nach Hause zu nehmen. Nun wurde es aber vergessen, und der Regen über Nacht hat die Formen verdorben. Ein schlechtes Beispiel wäre es, wenn die Mutter zwar schimpft, aber dem armen Kind zum Ersatz gleich neue Formen kaufen würde, auch wenn sie nur ein paar Pfennig kosten. Jede Mutter sollte mindestens ein paar Tage mit dem Kauf warten, damit das Kind die Begriffe „Geld haben" und „Spielzeug schonen" sich zur eigenen Erfahrung macht. So, wie es mit dem Spielzeug oftmals vorkommt, geschieht es auch mit Mütze und Mantel. „Es ist doch nicht zu sagen, wieviel Sachen unser Mädel zerreißt! Die muß einmal einen reichen Mann bekommen!" Vorläufig wird solche Untugend belächelt, vielleicht von der Mutter nicht ernst genommen ... später, meint sie. Aber später ist manchmal „zu spät"! Und aus dem kleinen Mädel ist eine schlecht wirtschaftende Hausfrau geworden, die ihre Familie in Schulden stürzt.
Ganz systematisch soll man Kinder zum Geldsparen anhalten, angefangen bei den ersten Pfennigen. Vielleicht wird die Mutter sich und dem Kind die Sparmaßnahmen erleichtern, indem sie auch das ein wenig spielerisch auflöst, etwa durch eine bunte lustige Sparbüchse ober ein mit Zeichnungen versehenes Sparbuch, in dem das Kind selbst seine Eintragungen machen darf. Eine wertvolle Anregung zum Sparen ist das Taschengeld, das jede Mutter ihrem Kind aussetzen sollte, und wenn es nur ein paar Pfennige sind. „Wie schön, wenn du weiter so brav sparst, lege ich dir noch etwas hinzu, und du darfst dir einen kleinen Wunsch erfüllen."
Aber Sparsamkeit darf niemals in Geiz aus- arten, ein Gebot, das Eltern und Erzieher nicht außer acht lassen dürfen. Sie sollten frühzeitig und sorgfältig beobachten, wie sich das Kind verhält, wenn man von ihm verlangt, das Gesparte zu opfern. Es ist niemals zu früh, einem Kinde klar- zumachen, wie sehr jeder Besitzende die Pflicht hat, abzugeben. Nicht zuletzt um das befriedigende Gefühl des Dpferns kennenzulernen, bei dem die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.
Wer fein Kind so weit gebracht hat, daß es freiwillig und gern abgibt, daß es spart, ohne geizig zu sein, der hat ihm einen unschätzbaren Wert fiir das Leben mitgegeben.
Frauenhände Helsen.
Aom Beruf Der Krankenschwester. ]
V. A. Wer einmal Gelegenheit Hai, in ein Kran- i kenhaus hineinzuschauen und dort jede Station vorn frühen Morgen bis in den späten Abend kennen ; lernt, der geht sicher mit einer großen Hochachtung wieder nach Hause. Was man da an Eindrücken mit sich nimmt ist vor allem der Dank für die 1 eigene Gesundheit, die Bewunderung für die ärztliche Kunst, die hervorragenden Einrichtungen und nicht zuletzt eben die Hochachtung vor den helfenden F r a u e n h ä n d e n , die hier mit nimmermüder Dpferwilligkeit am Werke sind.
In aller Frühe beginnt der Dienst an den Kranken. Mit dem Messen der Temperatur, dem Reinigen des Zimmers und Frischbetten des Kranken beginnt die tägliche Arbeit. Vom Besuch des Arztes hängt bann bie tägliche Pflege ab, nach seinen Weisungen wirb gearbeitet. Die einzelnen Stationen in ben Krankenhäusern unterstehen jeweilig einer Stationsschwester. Hilfsschwestern unb Lernschwestern sinb ihr zur Hilfe unterstellt. Jebe von diesen Schwestern hat ihre Kranken unb ihr be- sonberes Amt ober ihre befonbere Arbeit. Alle Schwestern aber unterstehen wieberum der Oberin ober ber Leiterin des Krankenhauses.
Ein Krankenhaus hat immer oerschiebene Abteilungen. Da ist bie chirurgische Abteilung mit Dperaticmssoal, bie Abteilung für innere Mebizin, für Hals- und Dhrenleiben, für Augenleiden usw. Diese Spezialabteilungen sinb roieber in Männer- unb Frauenstationen eingeteilt. Dann gibt es auch noch die Wöchnerinnen- und die Kinderstation. Eine Jsolierabteilung (meist ein Haus für sich) für ansteckende Krankheiten ist ebenfalls vorhanden.
Büro, Küche, Waschhaus, kurz alle Abteilungen, die den wirtschaftlichen Betrieb aufrecht erhalten, erfordern ebenfalls einen besonders starken Kräfteeinsatz, viel Verantwortungsgefühl und vor allem auch Gesundheit. Alles in allem sind also auch kaum an einem anderen Drt soviel helfende Frauenbünde in steter Bereitschaft tätig, wie gerade in unseren Krankenhäusern.
Lindernde und helfende Frauenhände aber finden wir nicht nur im Krankenhaus, auch in der Fürsorge und in den Gemeinden auf dem Lande. Diese Schwestern aber müssen alle durch die Schule des Krankenhauses hindurchgehen, damit sie sich in allen Lagen zu helfen wissen.
Der Beruf der Landschwester ist besonders mütterlich unb beglürfcnb, benn um eine Dorsschwe - ft e r steht bas ganze Dorf voll Vertrauen unb Verehrung. Sie lebt mitten unter allen wie eine „Schwester" im wahrsten Sinne bes Wortes. Sie teilt allen Kummer, aber auch alle Freuben. Ein Fest ohne bie Schwester ist kein rechtes Fest, feien es Hochzeiten, Kindtaufen, Geburtstage ober bie fröhlichen gemeinsamen Feste bes Dorfes. Bei ber Berufswahl besonders mütterlich fühlender Mädchen wäre ber Beruf ber Lanbfchwefter also besonbers anzuraten.
Die Gemeinbeschwestern von gestern hatten es im Gegensatz zur heutigen Landschwester viel schwerer. Heute steht ber Landschwester ber weibliche Arbeitsbienst zur Seite. Früher hatte sie auch meist noch den Erntekindergarten allein zu betreuen, denn die kleinen Mädchen aus dem Dorfe gaben oft nur ungenügende Hilfe ab. Der Mädel- arbeitsbienft ist für bie einzelnen Haushalte eine kräftige Unterstützung für bie Schwester, bie oft genug auch noch in bie Haushaltsarbeit mit eingreifen mußte.
Jungbäuerinnen unb Landarbeitertöchter sollten sich besonbers zu diesem Beruf entschließen, weil sie innerhalb bes Lebenskreises eines Dorfes groß geworben find. Aber auch alle andern Mädel, die Liebe, Freude und Gesundheit zu diesem Beruf mitbringen, werden darin glücklich sein. V. R.
as sollen wir tragen ?
E VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
Die Frau, die sich bie Freube, ihre Kleider nao, eigenem Geschmack selbst zu schneidern, nicht nehmen lassen will unb gleichzeitig baburch ihr Ausgabenkonto entlastet, greift in ber Regel zu bem praktischen Hilfsmittel eines käuflichen Schnittes. Schon bas „Lesen" unb Anwenden biefes Schnittes erfordert einige Geschicklichkeit. Doch geschieht es wiederholt, daß trotz genauester Anwendung der Schnittvorlagen bem fertigen Kleidungsstück später bas Kennzeichen bes „Selbstgeschneiderten" anhaftet. Diese Schönheitsfehler werden vermieden, wenn man ein für allemal von einer geschickten Freundin
10 Minuten für die Haut.
Wir können nichts dagegen tun, daß wir älter werden, aber sehr viel dafür, daß man es uns nicht anfiebt! Dies Gesetz gilt für jede Frau. Mäßigkeit im Genuß von Alkohol und Kaffee, Enthaltsamkeit von zu fetten, zu scharf gewürztem Essen, leichte Kost mit viel Milch, Obst und Salaten, täglicher Aufenthalt in frischer Luft — das sind die Grundregeln.
Neben dieser vernunftgemäßen Lebensweise muß zweckvolle Schönheitspflege betrieben werden. Nicht um der lieben Eitelkeit willen, sondern weil sie — richtig und regelmäßig geübt — Gesundheitspflege ifi. Ihr Hauptgebiet ist bie Haut, jenes wunder- uoUe Sinnes- unb Schutzorgan unseres Körpers, von besten Frische, Spannkraft und Widerstands- sähigkeit Gesundheit unb Schönheit abhängen.
Zehn Minuten täglich Hautpflege! Das ist so wenig, baß auch bie vielbeschäftigte Hausfrau und jebe Berufstätige sie erübrigen können — es ist so viel wie unbebingt nötig ist, um wirklich Ersprießliches zu erreichen. Nicht eingerechnet in diese »ehn Minuten sind allerdings die morgens und abends bei geöffnetem Fenster je zwei Minuten ausrnführenden Tiefatemübungen und das morgendliche Baden, Abbraufen oder die Ganzwaschung Des Körpers, wobei man möglichst stets die Haut nut einer mittelweichen Badebürste bearbeiten soll, um ihre Durchblutung anzuregen. Erst dann beginnt die eigentliche Schönheitspflege des Gesichts
Sie fängt natürlich mit gründlicher Säuberung der Haut an. Aber die sonst so nützliche eeife bleib manchmal dabei weg, weil sie nicht von leder Haut vertragen wird. Also wäscht man das Gesicht erst mit Wasser von Zimmertemperatur, trocknet es ab und reinigt es dann mit Fettcreme oder Del. Db man nun ein besonderes Gesichtsöl oder Dlwenol nimmt, bleibt sich gleich — es muß nur ein pflanzliches Del sein. Am einfachsten und saubersten ist der Wattebausch zum Aufträgen des Oels aus die Haut: man feuchtet ihn mit Del an und fahrt saust mit ihm über das Gesicht. Dann folgt die Gesichtsmassage. Die Haut der Stirn wird mit leicht aufgesetzten Fingerspitzen leise nach den Seiten gestrichen, bas übrige Gesicht wirb mit ben Finger- spitzen ebenso leicht betrommelt. Nur bie feine Haut unter ben Augen läßt man unberührt, weil hier Massage burch ben Laien mehr schadet als nutzt! Bilden sich hier Fältchen, zeigt sie welkes Auslehen, dann darf man sie höchstens Dreimal in ber Woche mit einem mit Zitronensaft befeuchteten Wattebausch ganz vorsichtig betupfen. Natürlich
DREI
dnmw wollkleibem
nach ben eigenen zu oeränbern.
Allerbings zeigen sich auch bann noch Abweichungen, die die Machart des Kleides bedingt. Hier sind Anproben unerläßlich. Nur in seltenen Fällen aber hat man wohl das Glück, eine Freundin darum bitten zu können. Die alleinschneidernde Frau ist also auf die Probierbüste angewiesen. Meist findet sich in irgendeinem Winkel noch ein derartiges altes Möbel mit weitausladender Büste und Wespentaille. Auch neuzeitliche Büsten können nicht haargenau die Körpermaße der jeweiligen Besitzerin haben, sie zeigen nur Normalformen. Die Büste muß also passend gemacht werden. Wie geschieht das am zweckmäßigsten?
Wir schneiden aus grobem Nessel oder Futterstoff ein reichlich hüftlanges, ärmelloses Leibchen zu mit guten Nahtzugaben. Dieses Leibchen lassen wir uns ganz genau passend auf den eigenen Körper „modellieren", d. h. wir bitten eine geschickte Freundin, durch Abnäher, Säume unb eingelegte Falten genau bie Figur herauszuarbeiten. Streifen wir nun die- ses Futterleibchen über bie Stoffbüste, so sehen wir sofort, wo ein Zuviel ober Zuwenig an ber Büste auszugleichen ist. Das geschieht, inbem wir Flicken möglichst glatt unb fest aufstecken unb so gut befestigen, baß bas Futterleibchen möglichst faltenlos unb einwandfrei aufliegt. Die Büste entspricht nun bank bem Futterleibchen genau unserer Gestalt: wir können alle Kleiber unb Blusen barauf passend probieren, ohne burch schwierige unb langwierige Selbstanproben aufgehalten zu werden. Einige Stoffstreifen, die vom Rand des Futterleibchens bis zum Boden hinunter reichen, enthalten Kennmarken für die Kleiderlängen, einmal ausprobiert und dort angezeichnet. Danach können wir sogar die Saume unten fertigmachen, ohne bas Kleid anprobieren zu müssen. D. K-


