Wiederaufstieg der weißen Raffe.
23on Otto Corbach
Haben die Völker weißer Rasse angefangen, sich auf ihr besseres Selbst zu besinnen und wieder Vertrauen zu ihrem künftigen Schicksal zu fassen? Manche Anzeichen sprechen dafür. UeberaH hat man aufgehört, gegenüber den am Welthorizont aufziehenden Gefahren, die die Weltherrschaft des weißen Mannes zu erschüttern drohen, den Kopf in den Sand zu stecken, sie sich dann vielmals schlimmer oorzustellen, als sie sind und die eigene Untätigkeit damit zu entschuldigen, daß der „Untergang des Abendlandes" unabwendbares Schicksal sei. Ein romanisches Volk hat diesmal die Vorhut des Germanentums zu beschämen vermocht, die der „Bürde" des weißen Mannes müde zu werden anfing. Hätte das faschistische I t a- lien sich von dem Kulturpessimismus anstecken lassen, der in der Vorstellung weiter Kreise der nordischen Völker die Kultur des weißen Mannes schon in einer farbigen Sintflut untertauchen sah, so wäre das abessinische „Abenteuer" nicht unternommen, durch sein Gelingen nicht vor aller Welt aufs neue unter Beweis gestellt worden, daß zum mindesten in Afrika der weiße Mann seine Machtstellungen nicht nur zu behaupten, sondern noch zu ergänzen vermag, wenn er nur nicht sich selbst aufgibt.
Eine logische Folge des Zusammenbruchs Abessiniens war die neue Rasse-Politik Mussolinis, die bewußt mit der von den Franzosen übernommenen laxen Auffassung vom Verkehr mit den Eingeborenen in den Kolonien bricht. Frankreich wird sich einer Rückwirkung italienischer kolonialer Kraftentfaltung auf sein Verhältnis zu den Farbigen in Nordafrika nicht ent« ziehen können. Es wird sich auf seine Eigenart und seine Herrenrechte besinnen müssen, um an Achtung zurückzugewinnen, was es durch den Kult eines schemenhaften „farbigen Franzosentums", das die Eingeborenen selbst in ihrer großen Mehrheit ablehnen, verlor. Schon hat sich auch ein neues rasse- bewußtes und aus seine nationale Eigenart stolzes Spanien aus jahrhundertelanger Erschlaffung zu erheben vermocht, während jenseits des Atlantik die Länder des ehemaligen spanischen Kolonialreiches darauf warten, für eine friedliche Wiederbelebung transatlantischen Verkehrs neu entdeckt zu werden.
England ist durch die Ereignisse im Mittelmeer gründlich wachgerüttelt. Es hat angefangen, sich auf seine eigentliche Sendung, Mittler des transatlantischen Waren- und Kulturaustausches zu sein, zu besinnen. Es stellt sich darauf ein, notfalls auch ohne die Mittelmeerwege auszukommen, um dem neurömischen Imperium das Gleichgewicht dauernd halten zu können. Weitausschauende Pläne für die Ausschließung und Besiedlung der leeren Räume in den Dominions, über die jahrzehntelang fast nur geredet wurde, werden tatkräftig in Angriff genommen. In Indien hat sich das britische Herrentum trotz feines Lippenbekenntnisses zum „Dominon-Status" fester als je verankert. In allen Teilen der angelsächsischen Welt, auch in der n o r d- amerikanischen Union, geht man immer entschiedener von einer verschleierten zu einer offenen Rassenabsonderung über.
Mit der Wiederbelebung des eigenen Rassebewußtseins bei den führenden weißen Völkern verlieren die Vorstellungen von der „steigenden Flut der Farbigen" mehr und mehr ihre schreckhaften Formen. Der Amerikaner Stoddard rechnete in dem Buch, das diesen Titel trägt, mit 1700 Millionen auf der Erde lebenden Menschen überhaupt, zusammengesetzt aus 550 Millionen Weißen, 500 Millionen Gelben, 450 Millionen Braunen, 150 Millionen Schwarzen und 50 Millionen Roten und sonstigen Farbigen. Professor East kommt nach neueren Untersuchungen zu folgenden Schätzungen: Gesamtbevölkerung 1750 Millionen; darunter 710 Millionen Weiße, 510 Millionen Gelbe, 420 Millionen Braune und „Rote", 110 Millionen Schwarze. Nach Stoddards Annahme kommen auf 1150 Farbige 550 Weiße, nach der zuverlässigeren Berechnung Professor Easts auf 1040 Millionen Farbige 710 Millionen Weiße. Von diesen 710 Millionen leben 465 Millionen in Europa, von dem Rest, der sich auf andere Erdteile verteilt, sind 185 Millionen europäischen, 60 Millionen nichteuropäischen Ursprungs. Nach Stoddard neigen die Weißen dazu, sich in 80 Jahren, die Gelben und Braunen in 60 und die Schwarzen in 40 Jahren zu verdoppeln. Daraus würde sich für die Farbigen ein jährlicher Zuwachs von 12 Millionen, für die Weißen ein solcher von nur 5 Millionen ergeben. East kommt zu Feststellungen, die für die weiße Rasse viel weniger ungünstig sind.
Dor allem aber ist es gerade die Sphäre der Herrschaft des weißen Mannes, in der sich die Fruchtbarkeit der Farbigen besonders stark zu entfalten vermag. Eine alte griechische Sage erzählt, Zeus wollte die Menschheit durch eine Flut vernichten, aber Deukalion und fein Weib Pyrrha retteten sich in einem Fahrzeug, das schließlich auf der Spitze des Parnasses landete. Als sie das Orakel befragten, wie die Erde wieder bevölkert werden könne, wurde ihnen die Antwort, sie sollten ihre Gesichter verhüllen und „die Knochen ihrer Mutter" d. h. Steine, hinter sich werfen. Sie taten es: aus den Steinen, die Deukalion geworfen hatte, entstanden Männer, während die von Pyrrha geworfenen zu Frauen wurden. Edward E. Roß, der in seinem Werke: „Raum für alle?" an diese Fabel erinnert, bemerkt dazu: „In dieser Leistung sind Deukalion und Pyrrha durch die Beamten, Kapitalisten und Administratoren der weißen Rasse, die die tropischen Gebiete zu Erwerbszwecken erschlossen haben, bei weitem übertroffen worden. Hätten sie vorgezogen, Steine über die Schulter zu werfen und sich in dieser Weise ohne Unterlaß betätigt, so hätten sie niemals Menschen so schnell ins Leben rufen können, wie durch ihre politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen."
In den 60 Jahren von 1860 bis 1920 haben sich die Völker der tropischen Kolonien und Schutzgebiete der Großmächte um 10 5 Millionen vermehrt — ein Zwölftel der Menschheit im Jahre 1860 und ungefähr soviel wie die heutige
Herzliche Einladung an die deutschen Künstler.
Der Präsident derBeichskannner der bildendenKunst zurr.Iahresversammlung
Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste, Akad.-Professor Adolf Ziegler (München), sprach über die zweite Jahresversammlung der Reichskammer am „Tag der deutschen Kunst" in München. Er führte u. a. aus: Nur noch wenige Wochen trennen uns von den Festtagen, die 16. bis 18. Juli als „lag der deutschen Kun st" in München gefeiert werden. Das deutsche Volk und die gesamte bildende Künstlerschaft werden die Einweihung und Eröffnung des „H auses der deutschen Kun st" mit der „Großen deutschen Kunstausstellung 1937" festlich begehen. Der „Tag der deutschen Kunst" wird die gesamte Nation und die deutsche Künstlerschaft in einem herzlichen Bekenntnis zu der lebenden Kunst unserer Zeit vereinen. Die (Eröffnung des neuen „Hauses der deutschen Kunst", das der Führer nach dem Brande des alten Münchener Glaspalastes 1932 errichten ließ, wird die Augen aller künstlerisch interessierten Volksgenossen und der Kunstfreunde in der ganzen Welt auf die besten Werke der Künstler deutschen Blutes in Gegenwart und Zukunft richten. Der „Tag der deutschen Kunst" in München ist ein Ehrentag für die bildenden Künstler Deutschlands. Ich habe mich daher im Einvernehmen mit dem Präsidenten der Reichskulturkammer, Herrn Reichsminister Dr. Goebbels, entschlossen, die gesamten bildenden Künstler meiner Kammer am „Tag der deutschen Kunst" zur zweiten Jahresversammlung der Reichskammer der bildenden Künste in München aufzurufen.
Die Jahresversammlung der bildenden Künstlerschaft Deutschlands, die heute die Architekten, Gartengestalter, Jnnenraumgestalter, Maler,
Bildhauer und Graphiker, die Werbegraphiker und Entwerfer, die Kunsthandwerker, die Kunsthändler und Kunstverleger umfaßt, wird erstmalig in der deutschen Geschichte die überall im ganzen Reich, in Stadt und Land lebende und schaffende Künstlerschaft unserer Zeit als Gemeinschaft lebendiger Persönlichkeiten und als Träger deutschen Kulturwillens zusammenführen. Es liegt in der Natur der Dinge, daß bei Ausstellungen von Bildern und Plastiken, in Bauwerken, in Plakaten und in anderen Werken der bildenden Kunst der Schöpfer gegenüber dem Werk fast stets in den Hintergrund tritt, ganz anders als z. B. bei der Bühnen- oder Filmkunst, wo die Person und der Name des Künstlers Unzähligen bekannt sind. Auf der Jahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste wird nicht das Werk, sondern der Künstler als strebender, wollender Mensch die bildende Kunst unserer Zeit repräsentieren. Es soll einmal dem deutschen Volk sinnfällig gemacht werden, daß die bildende Kunst nicht irgend etwas nur Gegenständliches und Abstraktes ist, sondern auch hier lebendige Persönlichkeiten, schaffende deutsche Menschen hinter den Werken stehen. Wenn die Sonderzüge die Künstler kameradschaftlich vereint nach München bringen, so hoffe ich, daß kein Künstler von Rang und Namen dabei fehlen wird. Die Hauptstadt der Bewegung wird die Künstlerschaft meiner Kammer als besonders gern gesehene Gäste in ihren Mauern aufnehmen. In diesem Sinne bitte ich meine Ansprache als nochmalige herzliche Einladung an die Künstler aufzufassen, sich bis zu den vorgesehenen Terminen zu den Münchener Festtagen anzumelden.
Wieder zwei Klosterbrüder vor dem Koblenzer Gericht.
Koblenz, 9. Juni. (DNB.) Die gegen zwei ehemalige Barmherzige Brüder von Montabaur in Koblenz durchgeführten Verhandlungen bestätigen wieder den Eindruck der in diesem Orden herrschenden besonderen sittlichen Verkommenheit. In beiden Fällen handelte es sich um junge Männer, die, wie so viele andere, unverdorben und ahnungslos in den Orden eintraten, hier aber bald zu den gemeinsten Verbrechen verführt wurden. Beide hatten das Glück, wenigstens nicht ganz in dem Sumpf unterzugehen. In der ersten Verhandlung war der Barmherzige Bruder Wügbert, im bürgerlichen Leben Bernhard Klein, angeklagt. Er war 1928 im Alter von 21 Jahren in Montabaur eingetreten, kam später nach Wiesbaden, Oberhausen und Frankfurt. In Montabaur verführte den jungen unverdorbenen Mann der wenig rühmlich bekannte Bruder Ephrem, der auch zeitweise die Vertretung des Novizenmeisters hatte. Er nahm ihn mit auf seine Zelle, man trank Wein, und dann begann die übliche widernatürliche Unzucht. In Oberhausen, wohin der Angeklagte 1931 versetzt worden war, betätigte er sich dann, wie dies die Regel ist, seinerseits als Verführer, wobei er sich mit Vorliebe an noch unerfahrene, unverdorbene Jugendliche heranmachte. Mit drei Pfleglingen, aber auch mit Erwachsenen, ließ er in nichtwiederzugebender Weise feinen Gelüsten ungehemmten Lauf. Einmal aber geriet er an den Unrechten, der ihn zurückwies und dem Vorsteher diesen Vorfall meldete. Anstatt aber jetzt wirksam einzugreifen, um die Weiterverbreitung des Hebels zu verhindern, tat der Vorsteher das Gegenteil. Bruder Wügbert wurde „versetzt". Für den Vorsteher war damit der Fall erledigt, die Möglichkeit eines Skandals verhindert. Daß die Seuche weitergetragen wurde, an der dann der ganze Orden erkrankte, daß anderen unverdorbenen jungen Menschen ihr Leben zerstört wurde, darum kümmerten sich die Verantwortlichen nicht. Der Angeklagte sah aber schließlich selbst ein, daß er im Kloster unrettbar verkommen würde. Er trat aus dem Orden aus, heiratete und ist seitdem bemüht, ein ordentliches und anständiges Leben zu führen. Mit Recht konnte daher der Vertreter der Anklage diesen Mann als Opfer des Klosters be- zeichyen, denn im Kloster sei er zum Verbrecher geworden. Mildernd für die Beurteilung seiner schändlichen Taten könne nur in Betracht kommen, daß er dem schlechten Geist von Montabaur unterlag. Das Urteil lautete wegen Vergehens gegen § 175 in fünf Fällen auf zwei Jahre G e - f ä n g n i s unter Anrechnung von einem Jahr Untersuchungshaft. Mildernd zog das Gericht in Betracht, daß er selbst im jugendlichen Alter verführt worden sei, daß er aus der Bruderschaft ausgetreten war und sich mit allen Kräften bemüht hatte, wieder ein ordentlicher Mensch zu werden, was auch fein Geständnis bewies.
Die zweite Verhandlung richtete sich gegen den 35jährigen Wilhelm Ewers, genannt Bruder Engelbert. Dieser war 1922 mit 19 Jahren in Montabaur im Kloster eingetreten und war später
in Oberhausen, Dorsten und wieder in Oberhausen tätig gewesen. Er wurde gleich nach feinem Eintritt von Bruder Meinrad verführt. Ein Bruder Konstantin schloß sich > dem Treiben an. Wenn er sich nicht gleich dem schmutzigen Wunsche fügen wollte, sagten ihm diese „ehrwürdigen Brüder", er solle nur ja nicht hingehen und sich beklagen, man würde ihm doch nicht glauben. So begnügte sich der verführte Bruder (Engelbert damit, die Dinge zu beichten und fing dann seinerseits auch an, seinen Lehrmeistern „Ehre zu machen" und mit den Brüdern sowie mit den ihm anver- trauten Pfleglingen die gleichen Srymutzereien zu begehen.
Aus einem Brief des Generaloberen der Barmherzigen Brüder an den Pischof von Limburg, den der Vorsitzende aus den Akten vorlas, ging hervor, daß den Oberen die unglaublichen Verfehlungen wohl bekannt waren, daß sie aber keine abschreckende Strafe für diese Ungeheuerlichkeiten verhängten, sondern einfach wieder eine „Versetzung" Vornahmen. Auf solche Weise kam auch Bruder Engelbert nach Oberhausen und nach Dorsten. Immer trafen sich die alten Kumpane wieder, stets begann wieder das alte Treiben. Da wurde Bruder Konstantin, Bruder Gabriel, Bruder Suso, Bruder Elias, so daß der Vorsitzende entsetzt fragte, ob es überhaupt einen Bruder gegeben habe, der nicht an diesen Ungeheuerlichkeiten beteiligt war. Zur Abwechslung machte man sich dann an die Pfleglinge heran, die in den Zimmern, im Keller, im Badezimmer, kurz überall, wo man zusammentraf, in nichtwiederzugebender Weise mißbraucht wurden. (Einer dieser Unglücklichen hat sich schließlich aus Verzweiflung das Leben genommen. Unter solchen Umständen ist es fast zu verwundern, daß 'auch dieser Angeklagte schließlich noch die Kraft fand, aus diesem Sumpf zu entfliehen und wieder ein anständiger Mensch zu werden.
Der Staatsanwalt geißelte scharf die verlogene und heuchlerische Moral dieses Ordens, dessen Mit- alieder das Gelübde der Keuschheit ablegten, fromme Gebete übten, aber zur gleichen Zeit die unglaublichsten sittlichen Gemeinheiten begingen. Erschütternd sei, daß die Oberen statt mit unerbittlicher Strenge einzuschreiten, sich stets mit einer Versetzung begnügten, obwohl ihnen bekannt gewesen sei, daß die Brüder in der neuen Niederlassung ihr Treiben in der gleichen Weise fortsetzen. Auch dieser Angeklagte sei ein Opfer des Klosters geworden. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Vergehens gegen § 175 in vier Fällen, davon in drei Fällen in Tateinheit mit Verbrechen gegen § 174 Abs. 1 und 3 unter Zubilligung mildernder Umstände zu 2 V2 Jahren Gefängnis und rechnete ihm IV- Jahre der Untersuchungshaft an. Strafmildernd wurde gewürdigt, daß der Angeklagte vor seinem (Eintritt in das Kloster unbescholten gewesen und sich auch nach seinem Austritt anständig geführt hatte.
Bevölkerung der Vereinigten Staaten. In vierzig Jahren englischer Herrschaft in Aegypten, von 1882 bis 1922, verdoppelte sich die Bevölkerung. Im Niltale leben heute fast 7 Millionen Menschen, die mit gutem Recht die Engländer als ihre Paten ansehen könnten. Seit dem Sturze Napoleons III. haben sich die (Eingeborenen Algeriens verdoppelt. Die Bevölkerung Indiens hat sich in 40 Jahren um 50 Millionen oder ein Fünftel vermehrt. Würden die Engländer plötzlich von dem Schauplatz abtreten, so würde wahrscheinlich ihr Wachstum aufhören oder bereits vorhandene Millionen würden gar Hungers sterben. Während der Hungersnot würden Massenunruhen in blinder Wut Handel und Industrie vernichten, womit das Schicksal weiterer Millionen besiegelt wäre. Auf den Philippinen vermehrten sich die (Eingeborenen nach Beginn der amerikanischen Herrschaft in 25 Jahren um fünf Millionen. Nur die Nachfrage der Weißen nach Gummi und Zinn machte den (Eingeborenen der Malaienstaaten möglich, sich in 20 Jahren zu v e r-
d o pp eln. Die Bevölkerung der Straits Settlements verdreifachte sich in 50 Jahren. Dank holländischer Fürsorge können auf Jaoi heute 37 Millionen Menschen leben, neunmal soviel wie im Jahre 1800.
Wäre es d i e größere Masse, durch die die Farbigen die Herrschaft des weißen Mannes bedrohen könnten, so wäre diese in Indien, Negerafrika und anderwärts längst zusammengebrochen. (Es kommt aber in erster Linie auf d i e Quali- t ä t und nicht auf die Quantität einer Rasse an. Was die Neger betrifft, so hat die amerikanische Wissenschaft ein umfassendes einwandfreies Tatsachenmaterial gesammelt, wonach der Schwarze im allgemeinen gegenüber dem Weißen dauernd hoffnungslos minderwertig ist. Während des Weltkrieges wurden zahlreiche weiße und schwarze oder mischblütige Rekruten nicht nur auf ihre körperlichen, sondern auch auf ihre geistigen Anlagen geprüft, wobei anerzogene Fähigkeiten, Aeußerungen des bloßen Bildungsgrades bewußt ausgeschaltet
wurden. Die Überlegenheit der Intelligenz des reinblütigen Weißen wurde zweifelsfrei festgestellt, und bei den Mischblütigen ergab sich mit verblüffender Regelmäßigkeit die Abhängigkeit der Intelligenz von der helleren Tönung der Haut.
Es gibt nun zweifellos unter den farbigen Rassen solche, deren „Rückständigkeit" gegenüber den Völkern weißer Rasse zufällige oder zeitgebundene Ursachen hat. Die Japaner haben ihrer Ebenbürtigkeit gegenüber weißen Völkern schon einen überwältigenden machtpolitischen Ausdruck zu geben vermocht. Daß auch die N 0 r d ch i n e s e n sich mit der Zeit als mindestens ebenso achtenswerte, vielleicht sogar überlegene Gegenspieler erweisen werden, steht für jeden unbefangenen Kenner fest. Nun sieht es freilich nicht danach aus, als ob es in absehbarer Zeit zu einer Einheitsfront von Japanern und Nordchinesen im Kampfe gegen die Welt der Weißen kommen würde. Japaner wie Nordchinesen fühlen sich andererseits den Südchinesen und erst recht Indern und Malaien, geschweige Negern mindestens in gleichem Grade überlegen, wie Angehörige weißer Rasse. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Bevölkerung Großchinas sich je wieder 3u einem einheitlichen politischen Block zusammenschweißen lassen könnte, ist so gering, wie es die Verwirklichung des Ideals eines „Heiligen römischen Reiches deutscher Nation" nach den Stürmen der Völkerwanderung in Europa war. Auch das japanische Bestreben, für die Einigung Chinas die Rolle der Mandschu-Dynastie fortzusetzen, dürste nur vorübergehend greifbare Formen annehmen.
Im panamerikanischen Raume vollzieht sich zweifellos ein sehr bemerkenswerter Wiederaufstieg der roten Rasse, aber dafür halten die Weißen die günstigsten Siedlungsräume besetzt, die sich in einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne mit Einwanderern aus Europa auffüllen lassen. Es kann in manchen Teilen Lateinamerikas zu dauernder Vorherrschaft einer kulturell entwicklungsfähigen einheitlichen Mischrasse kommen, aber deren Beeinflussung durch Kultureinflüsse europäischer Herkunft würde in der Richtung einer Einordnung in die weiße Front wirken.
Erwägt man, daß die Völker weißer Rasse sich für ihre Ausbreitung die g ü n ft i g ft e n Siedlungsräume zu sichern vermochten, die ihnen die farbigen Rassen nur gewaltsam streitig machen könnten, wozu für absehbare Zeit alle strategischen Voraussetzungen fehlen, so kann man unmöglich die Aussichten für ein Fortbestehen der Vorherrschaft des weihen Mannes für so ungünstig ansehen, wie es Unglückspropheten vom Schlage Stoddards, Grants oder auch Oswald Spenglers glauben machen wollten.
Nr. Ley auf Burg Vogelfang.
Der zweite Lehrgang der Fnhreranwärter auf der Reichsordensburg.
Berlin, 9. Juni. (DNB.) Wie die NSK. von Burg Vogelsang meldet, traf Reichsorganisationsleiter Dr. Ley am Mittwochmorgen auf der Reichsordensburg Vogelsang in der ■ (Eifel ein, um den zweiten Lehrgang der Führeranwärter der Partei zu eröffnen. Auf der Freiterrasse hatten sich die 600 jungen Männer eingefunden, die für ein Jahr auf der Reichsordensburg weltanschaulich ausgerichtet werden, um als Führernachwuchs der Partei an die politische Front zu gehen.
Dr. Ley, der sich mit besonderer Sorgfalt der Aufgabe widmet, das beste Menschenmaterial des deutschen Volkes im Führernachwuchs der Partei zu vereinigen, schritt die Front ab und eröffnete dann den zweiten Lehrgang auf Burg Vogelsang mit einer Ansprache an die Führeranwärter. Ein Jahr würden sie auf der Ordensburg weilen, um dann zurückzukehren in die Front des Nationalsozialismus, wo der Bedarf an jungen, einsatzbereiten Kräften groß sei. „Ihr werdet berufen", so wandte sich Dr. Ley an die neuen Kameraden, „der Nachwelt die Größe unserer Zeit zu dokumentieren. Beginnt diesen wichtigen Lebensabschnitt in dem Gedanken, daß ihr dazu mitbestimmt seid, das neue Deutschland zu formen."
Die eindrucksvolle Feierstunde fand ihren Abschluß mit einem dreifachen Siegheil auf den Führer. Dr. Ley benutzte seinen Aufenthalt, um sich von dem weiteren Ausbau der Ordensburg zu unterrichten. Bei einem Rundgang besichtigte Dr. Ley die neue Bau-Lehrwerkstätte. Sie soll den Lehrlingen neben weltanschaulichem Unterricht durch neuartige Lehrgrundsätze eine intensivere Berufsausbildung geben und damit höhere Leistungsfähigkeit verleihen. Weitere gleichartige Lehrwerkstätten sind an allen großen Baustellen der Partei vorgesehen.
Beisetzung des Hauptscbristleiters Dr. Hans Pfaff.
Nürnberg, 9. Juni. (DNB.) Auf dem herrlich gelegenen Bergfriedhof in Bern eck wurde am Mittwochnachmittag der am Sonntag verstorbene Hauptschriftleiter der Gaupresse Koblenz-Trier, Dr. Hans Pfaff, zur letzten Ruhe geleitet. Gauamtsleiter Wolfram legte den Kranz des Gauleiters des Gaues Koblenz-Trier nieder und hob die Kameradschaftlichkeit und den allezeit kampf- und einsatzbereiten Willen des Verstorbenen hervor.
Marinesanitätsoffiziersanwärter werden eingestellt.
Berlin, 9. Juni. (DNB.) Der weitere Aufbau der Kriegsmarine erfordert einen erhöhten Bedarf an Marinesanitätsoffizieren. Es ist deshalb eine erneute Einstellung von approbierten Aerzten (Alter nicht über 32) und Medizinalpraktikanten zum 1. Oktober 1937 beabsichtigt. Außerdem soll die Zahl der bereits eingestellten Marinesanitätsoffiziersanwärter innerhalb der einzelnen Jahrgänge erhöht werden. Hierfür können Studierende der Medizin vom 5. bis 10. Semester in Frage kommen, lieber die Einstellungsbedingungen (Nichtarier werden nicht fingefteüt) und sonstige Fragen der Laufbahn erteilt die Inspektion des Bildungswesens der Marine in Kiel nähere Auskunft.
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MAGGI6 ' U|
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Kochfertig - enthält =11= Zutaten - fein im Geschmack.


