Vorstellung der Mittwoch-Miete statt, die infolge Beanspruchung des Orchesters in Bad-Nauheim auf den heutigen Tag ooroerlegt werden mußte. Anfang der Vorstellung 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr.
NSDAP. - Amt für Volkswohlfahrt.
Ortsgruppe Giehen-Süd.
Am Montag, 10., Dienstag, 11., und Mittwoch, 12. d. M., findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Süd die Lebensmittel-Opferringsammluna durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten.
Krauenschast und Deutsches Irauenwerk
Am Mittwoch, 12. Mai, 20% Uhr, findet in der Volkshalle zu Gießen eine Großkundgebung mit dem Reichsredner und Gauinspekteur Pg. Holzkärnper statt. Es ist Pflicht jedes Mitglieds der Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Der Eintritt ist frei.
Lustschiffsonderkonto des RLM. bei der Reichshauptkasse.
Die beim Reichsluftfahrtministerium eingegangenen zahlreichen Spenden sind auf ein Luftschiff- sonderkonto des Reichsluftfahrtministeriums bei der Reichshauptkasse überwiesen worden. Es wird gebeten, alle an anderen Stellen gesammelten oder eingegangenen Spenden ebenfalls dem genannten Konto zuzuführen.
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Die Spar- und Darlehenskasse in G a r b e n t e i ch gab ihrer Volksverbundenheit dadurch Ausdruck, daß sie der Zeppelin-Reederei den Betrag von 100 Mark als Beihilfe zum Ersatz für das leider verlorene Luftschiff „Hindenburg" überwies.
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LPD. Wie der Bezirksinnungsmeister der Spengler, Installateure und Zentralheizungsbauer von Hessen- und Hessen-Nassau mitteilt, haben seine Berufskameraden sofort 1000 Mark als erste Beihilfe für die Hinterbliebenen der Besatzungsmannschaft des Luftschiffes „Hindenburg" gespendet. Außerdem hat der Bezirksinnungsmeister an die ihm unterstellten Innungen die Anweisung gegeben, daß die Arbeitskameraden seines Berufsstandes im Gau Hessen und Hessen-Nassau je eine Ueberstunde durchführen, deren Ertrag gleichfalls zur Verfügung gestellt werden soll.
Burg Gleiberg als Schulungslager.
Am Samstag begann auf der Heimatburg Gleiberg ein neuer Wochenend-Schulungslehrgang für das deutsche Handwerk im Kreise Gießen-Wetterau. Von Gießend kommend trafen unter Führung von Amtswalter H e y d (Gießen) die Ortshandwerksmeister auf der Burg ein, wo nach einer kurzen Ansprache des Schulungsleiters Kreisbetriebsgemein- schaftswalters Stein von der DAF. Gießen die Flaggenhissung stattfand. Anschließend sprachen die Pg. von Harlesen und Stiller von der Gau- waltung der DAF. Frankfurt a. M. über das Gesellenwandern und über allgemeine Handwerker
fragen. Ein Kameradschaftsabend vereinte die Schulungsteilnehmer in bester Einmütigkeit. Am Sonntag spräche Kreisobmann Hermann Wagner von der DAF. Gießen, der schon am Samstag unter den Kameraden weilte, über die besonderen Aufgaben der Abteilung Handwerk innerhalb der DAF.
Abschied vom Gtadttheater.
In der heutigen letzten Opern-Vorstellung dieser Spielzeit im Stadttheater verabschieden sich Ilse L a s k u s , Maria Perry und Paulus K u e n von dem Gießener Theaterpublikum.
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** Ernennung. Der am 23. März vom Kreisamt Lauterbach zum Kreisamt Gießen versetzte geschäftsleitende Verwaltungsinspektor Heinr. Kirschbaum wurde zum Bürodirektor im hessischen Landesdienst ernannt. Bürodirektor K i r s ch b a u m ist, wie von uns gemeldet, zum Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Bürodirektors Fabian beim Kreisamt Gießen bestellt worden.
** In den Ruhestand verseht. Nach Erreichung der Altersgrenze wurde am 27. April der Sekretär im hessischen Landesdienst Karl Ritter zu Gießen unter Anerkennung seiner dem Reiche geleisteten treuen Dienste in den Ruhestand versetzt. Herr Ritter stand viele Jahre lana im Dienste der Universität Gießen. — Auf seinen Antrag wurde der Polizeibüroasskstent Georg Klö s in Gießen mit Wirkung vom l.Juli 1937 unter Anerkennung seiner dem Reiche geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt.
**SilberneHochzeit. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am morgigen Dienstag die Eheleute Georg Dreher, Gießen, Mittelweg 9.
** A u f der Treppe verunglückt. Am gestrigen Sonntag verunglückte die in der Kaplans- gasse 21 wohnende Frau Mattern dadurch, daß sie in ihrem Haus auf der Treppe ausglitt und zu Fall kam, wobei sie einen Armbruch erlitt. Die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz verbrachte die Verunglückte nach der Chirurgischen Klinik.
Todessturz in der Scheune.
d) Gröningen (Kreis Gießen), 8. Mai. Beim Heuholen in seiner Scheune stürzte der 62 Jahre alte Wilhelm Sarnes so unglücklich von der Leiter, daß er mit schweren inneren Verletzungen liegenblieb. Erst nach einiger Zeit wurde der verunglückte Mann aufgefunden und nach ärztlicher Hilfeleistung sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen verbracht. Dort ist er seinen schweren Verletzungen erlegen.
Von einem Lastauto totgefahren.
* Büdingen, 9. Mai. Im Kreisorte Büches wurde der zehn Jahre alte Willy Hensel von einem L a st a u t o so unglücklich überfahren, daß die Räder dem Jungen über den Kopf gingen, wodurch der Tod auf der Stelle eintrat. Der bedauernswerte Junge war auf seinem Fahrrad hinter einem anderen Lastauto hergefahren, das plötzlich seine Geschwindigkeit herabsetzen mußte. Infolgedessen wollte der Junge an diesem Lastauto vorbeifahren und bog seitlich ab, wobei er vor das unversehens aus der entgegengesetzten Richtung herankommende Lastauto geriet und überfahren wurde.
Das Lrnährmigshilsswerk in Gießen beginnt.
Am Mittwoch, 12. Mai, wird mit der Sammlung der Kuchenabfälle begonnen.
Nach Beendigung der Vorarbeiten durch die Kreisamtsleitung der NSV. des Kreises Wetterau, in Verbindung mit den zuständigen Stellen der Stadt Gießen, werden nunmehr erstmalig am Mittwoch, 12. Mai, innerhalb der Stadt Gießen alle für das Ernährungshilfswerk in Frage kommenden Küchenabfälle gesammelt. Wir rufen daher die Gießener Hausfrauen auf, alle anfallenden Küchenabfälle:
fiactoffelabfäUe, roh und gekocht, rohe Gemüse
abfälle, Salat, Obst, Brot und Backwarenreste, sowie Knochen,
zu sammeln und vorerst in beliebigen Behältern (Holzkisten, Pappkartons, Eimern usw.), die sie in ihrem Haushalt vorrätig haben, am Mittwoch in die Hof- und Türeingänge zu stellen, wo sie im Laufe des Tages durch die NSV. in Verbindung
mit der Stadt Gießen zur weiteren Verwertung abgeholt werden.
Hausfrauen! Durch die Tagespresse und durch die Aufrufe unserer Führung im Rahmen des Vierjahresplanes sind Sie alle darüber aufgeklärt, wie unendlich wichtig die restlose Sammlung und Erfassung dieser Küchenabfälle zur zusätzlichen Ausmästung von Schweinen für die Ernährung des deutschen Volkes ist.
Werft daher keine der obengenannten Küchenabfälle mehr fort, sondern sammelt fie für das deutsche Bolkt
Es wird jedoch gebeten, flüssige Speisenreste, wie Suppe und Soßen, mit obigen Küchenabfällen nicht zu sammeln.
Und jetzt ans Werk!
Heil Hitler!
Kreisamtsleitung Wetterau der NSV.
Skandal um Dr. Vandergruen Roman von Hans Hirthammer.
Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S.
36. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Sehr gut! Ich begreife bloß nicht, was dann der Einbruch für einen Zweck hatte. Die Herr- schäften hätten jederzeit den Brief zurückerhalten können."
„Sie werden gleich hören. Als der Brief schon in Ihrem Besitz ist, lernt Jeffers einen verkrachten japanischen Student kennen, der vielleicht imstande war, den Brief zu übersetzen. Man beschloß also, sich mit Hilfe eines Einbruchs eine Kopie zu verschaffen; denn das Original sollte in Ihrem Besitz bleiben, um Sie selbst mitzubelasten. Jeffers überlegte ganz richtig, daß Sie dann alles unternehmen würden, den wahren Schuldigen, also Koltschew zu finden."
„Unerhört!" knirscht Dr. Vandergruen.
„In der ersten Nacht wurde das Unternehmen vereitelt — durch ein junges Mädchen, das man an Ihrer Haustür antraf."
Stefan atmet schwer. „Dann war also Fräulein Amelung tatsächlich in keiner Weise an dieser Sache beteiligt —?"
„Nicht im geringsten, lieber Doktor!"
„Weiß der Teufel, wie ich auf die Schnapsidee kam, das Mädel zu verdächtigen."
„Na ja, kann vorkommen. — Also, das Unternehmen wurde in der nächsten Nacht durchgeführt. Jeffers fand den Brief und photographierte ihn. Da Sie den japanischen Vertrag so hübsch bereit gelegt hatten, benützte man die Gelegenheit, Ihnen einen zweiten Streich zu spielen. Nun wird die Sache dramatisch. Während Jeffers und der Japaner an der Arbeit sind, ruft Koltschew bei Ihnen an; er hat von dem Einbruch erfahren und will Sie warnen, natürlich deswegen, damit erstens die anderen nicht in den Besitz des Brieftextes kommen und damit zweitens er selbst endlich seinen Brief erhält. Koltschew erkennt an der Stimme des Ge- sprächspartnexs schließlich Jeffers und verständigt
sofort die Polizei. Jeffers seinerseits, der nun weiß, daß es ums Ganze geht, ändert seine Pläne und ruft sofort seine Leute an, damit Koltschew unschädlich gemacht wird."
„Und ich habe unterdessen ahnungslos geschlafen. Toll!"
„Daß die Polizei zu spät kam, wissen Sie. Koltschew aber wurde tatsächlich noch in der Nacht hopsgenommen, mußte den Brief übersetzen — und wurde bann, da man seines Schweigens sicher war, wieder auf freien Fuß gesetzt. Vermutlich einigte man sich auf eine Zusammenarbeit."
„Und wie haben Sie das alles in Erfahrung gebracht?"
„Eine Razzia lieferte uns die beiden Knaben in die Hände. Jeffers legte ein umfassendes Geständnis ab. Er wußte genau, daß nichts mehr zu retten war."
„Jedenfalls ist die Absicht gelungen, mir einen anständigen Schlag zu versetzen...!^
„Wieso denn, Doktor? Nun hat sich doch alles aufgeklärt."
Dr. Vandergruen lächelt schwach. „Erstens bleibt die Tatsache bestehen, daß ich den mir anoertrauten Vertrag ungenügend verwahrt habe. Zweitens bleibe ich trotz der erwiesenen Schuldlosigkeit mit einem Makel behaftet, das wissen Sie so gut wie ich. Es ist die alte Geschichte. Man ist nicht mehr stubenrein, wenn man einmal unter Verdacht gestanden hat."
„Ich weiß. Aber Sie werden diese Zeit Überstehen. Was schert Sie das Geschwätz der Mißgünstigen?"
„Hm, das sagt sich so!"
„Na, na, lieber Doktor! Sie sind doch ein Kerl, den so etwas nicht ernstlich berühren Fann. Denken Sie an die anderen, die keinen Augenblick an Ihnen gezweifelt haben, an dieses kleine Fräulein Amelung zum Beispiel. Sie hätten sehen sollen, mit welcher Heftigkeit sie mich von Ihrer Schuldlosigkeit zu überzeugen suchte!"
„Fräulein Amelung?"
„Gewiß! Sie kam zu mir und machte ihre Aussage bezüglich ihrer Begegnung mit den Einbrechern. Die Hand wollte sie für Ihre Schuldlosigkeit ins Feuer legen. Und als ich ihr dann entgegenhielt, daß sie selbst von Ihnen der Mittäterschaft bezichtigt worden sei, da fiel sie mir glatt um. Hernach mußte ich ihr ausdrücklich versprechen, daß ich Sie auf-
Wieder Unentschieden.
Deutsche Auswahl — Manchester City 1:1 (0:0).
Dem zweiten Spiel des englischen Meisters Manchester City gegen eine deutsche Auswahl wohnten am Samstag bei herrlichem Wetter 30 000 Zuschauer im Wuppertaler Stadion bei. Wie in Der ersten Begegnung, so gab es auch diesmal ein Unentschieden, 1:1 (0:0). Beide Mannschaften führten aber ein weitaus schnelleres und schöneres Spiel vor als am Himmelfahrtstag in Duisburg.
1900-„Kickers^ Offenbach 1:4.
Das Erscheinen der Offenbacher „Kickers" hatte seine Wirkung nicht verfehlt, die zahlreichen Zuschauer kamen voll und ganz auf ihre Kosten. Die „Kickers" zeigten ihr Können. Beim Vergleich mit den beiden anderen hier gastierenden Gauligavertretern schneiden sie am oesten ab. In der Aufstellung: Eigenbrod; Fleck, Keck; Abt, Müller, Kaiser; Schnall, Gäbel, Stein, Nowotny, Simon präsentierte die Mannschaft wieder einmal wirklichen Fußball, so wie er nicht nur fürs Auge, sondern auch für den Erfolg sein soll. Frei von allen Nebensächlichkeiten zeigten die Gäste den heute erfolgreichen Stil. Ueberflüssiges Dribbeln oder gar umständliche Kombinationen wurden vermieden. Die ganze Spielanlage ist auf reine Zweckmäßigkeit abgestellt und mit welchem Erfolg, das beweist das Resultat. Die Blauweißen, die in der Aufstellung Rahn; Zeiler, Lippert; Erhard, Knauß, Pankok; Schellhaas, Bergmann, Löbsack, Sack, Hain antraten — es fehlten der erkrankte Löbsack II und der dienstlich verhinderte Heilmann — konnten erst in der zweiten Hälfte befriedigen, nachdem sie sich einigermaßen nach dem Stil der Gäste eingestellt hatten.
Der Spielverlauf.
Sofort vom Anstoß übernehmen die „Kickers" das Spielgeschehen. In genauemZuspiel wird der Sturm richtig eingesetzt, so daß im Strafraum der Platzbesitzer gleich heikle Situationen entstehen. Bereits in der 6. Minute kommen sie durch den Halbrechten Göbel zur Führung, der einen von Lippert falsch berechneten Ball ins Tor verlängert. Dieser überraschende Erfolg belastet die Blauweißen noch mehr, und ihr Spiel wirkt für die Folge sehr zerfahren. Anders dagegen die Gäste. Sie sind jetzt richtig in Fährt, und in der 15. Minute können sie den zweiten Erfolg erringen. Eine Flanke von rechts schiebt Nowotny zurück zu dem freistehenden Stein, der mit Bombenschuß einschießt. Der dritte Treffer resultiert aus einem Händeelfmeter von Zeiler, den Nowotny nach einer geschickten Täuschung einschießt. Als kurz vor der Pause abermals Nowotny im Anschluß an eine Ecke auf 4:0 erhöht, scheinen die Blauweißen vor einer bedenklich hohen Niederlage zu stehen.
Um so überraschter ist man von dem Spielverlauf nach der Pause. Die Platzbesitzer sind nun in ein anderes Fahrwasser geraten. Ihr Spiel hat an Verständnis gewonnen, wodurch sie den Kampf ausgeglichen gestalten können und auch verschiedentlich zu ansprechenden Angriffen kommen. In der 60. Minute schien sich auch der erste Erfolg einzustellen, als Hain einen Ball über Eigenbrod ins lange Eck hob. Die Latte erwies sich jedoch als letztes Hindernis. Auch ein Handelfmeter brachte den Blauweißen keinen Erfolg. Eigenbrod ließ sich von Sack nicht täuschen und vereitelte diese aussichtsreiche Chance. Inzwischen hatten sich die Platzbesitzer verschiedener heftiger Angriffe zu erwehren. In der 70. Minute wurden ihre Bemühungen jedoch belohnt. Eine Flanke von Schellhaas, der Eigenbrod entgegenlief, schlug Sack über denselben ins leere Tor. Die weiteren verzweifelten Anstrengungen um Verbesserung des Resultats blieben trotz einiger guten Aussichten erfolglos, und als Keller (Naunheim) das Ende verkündete, wurden beide Mannschaften für ihre gezeigten Leistungen mit lohnendem Beifall bedacht.
1900 II — Großen-Linden 2:1.
Trotz ihrer körperlichen Ueberlegenheit konnte die Reserve nur zu diesem knappen Sieg kommen, da die Hüttenberger, die ihre Mannschaft mit fünf oder sechs Jugendlichen ergänzt hatten, bewundernswerten Eifer an den Tag legten. Teilweise stand sogar das Glück auf ihrer Seite, da die Gäste, gemessen an den Chancen, leicht zu einem Unentschieden hätten kommen können.
Ergebnisse der Bezirksklasse.
BC. Sinn — VfB.°R. Gießen 4:1.
Turn- u. Spielv. Naunheim — Frohnhausen 3:1.
Sport- u. Spielv. Burg — Dillenburg 1:2.
DfB.-R. verlor in Sinn. Bach und Wilhelmi, die besten Leute des VfB.-R. mußten ersetzt werden. Das Spiel war von feiten der Sinner sehr hart, ein ©inner mußte auf Geheiß des Schiedsrichters den Platz verlassen.
Die Naunheimer konnten auch gegen Frohnhausen gewinnen. Sie spielten sehr verhalten.
Die Dillenburger konnten in Burg gewinnen, da die Burger mehrere Leute ersetzen mußten.
BL. Sinn - VfB-V. 4:1 (2:0).
Die Ligamannschaft kehrte mit einer Niederlage aus Sinn heim. Nach den zuletzt gezeigten Leistun- gen hatte niemand im Lager der Grünweißen daran gedacht, daß dieses Spiel und damit die letzte Hoff, nung auf Verbleib in der Bezirksklasse verloren ginge, aber es kam anders, als erwartet. Die Platz. Herren waren in großer Form und lieferten ein feiten gesehenes Spiel. Der Sieg ist durchaus ver> dient, die Spieler gaben ihr bestes her. Besonder; zu erwähnen ist Betz, der eins feiner besten Spiele zeigte. Bei den Grünweißen, die auf Bach oer. zichten mußten, vermißte man den letzten Einsatz, der Sturm war zu weich und vergaß zeitweise den Torschuß.
Der Spielbeginn sah Sinn leicht im Vorteil. Schon nach fünf Minuten fiel der erste Treffer füt die Platzherren, da Heß den Ball nicht schnell ge» nug wegbefördern konnte. Die Grünweißen konnten sich mit dem Platz nicht abfinden, wohl waren schöne Ansätze zu sehen, aber die Angriffe konnten mühelos abgewehrt werden. Fehling hatte Gelegenheit auszugleichen, er schoß_pber den Ball dem am Boden liegenden Torwart in die Hände. Kurz darauf fiel das zweite Tor. Nach der Pause war es der Linksaußen, der zum dritten Tore einsandte. Nachdem Sinn einen vierten Treffer angebracht hatte, tarnen die Grünweißen mehr und mehr auf. Aber nur das Ehrentor war die Ausbeute. Einmal rettete der Pfosten, dann wurde zuviel kombiniert, anstatt zu schießen. Mit diesem Ergebnis mußten sich die Grünweißen geschlagen bekennen. Da Dillenburg ebenfalls das Spiel gewann, ziert nun der DfB.-R. den Schwanz der Tabelle.
Wieseck 1. Jgd. — VfB.-R. 1. u. 2. komb. Jgd. 4:1. Steinberg 2 Jgd. — VfB.-R. 1. u 2. komb. Jgd. 5:2. Lollar 2. Jgd. — DfB.-R. 4. Jgd. 3:1.
Aufstlegfpiel zur Vezirksklafse.
T.- u. Spo. Steinborf — Watzenborn-Steinberg 1:1,
Steindorf konnte 10 Minuten nach der zweiter Halbzeit den Führungstreffer erzielen, dafür ließ aber Steinberg in der ersten Halbzeit einen Elfmeter aus. Kurz vor Schluß konnten die Teutonen gleichziehen. Ein sehr faires Spiel, nur konnte Steinberg sich auf dem kleinen Platze in Steindorf nicht entfalten, mußte auch mit drei Mann Ersatz die Fahrt nach Steindorf antreten.
Fußball-Aufstiegspiele in Hessen.
Die Fußball-Aufstiegspiele im Gau Hessen brachten am Sonntag in beiden Gruppen- je zwei Begegnungen. In Gruppe Nord trat der FSV. Bebra ■ wieder an und mußte durch Sport Kassel eine 6:0- Niederlage einstecken. Der in der Tabelle führende FD. Breidenbach hatte den VfL. Lauterbach zum Gegner und sicherte sich die Spitze durch einen 3:0- (3:0-) Sieg. In Gruppe Süd standen sich die Tabellenführer SV. Wetzlar und VfB. Großauheim gegenüber. Mit 2:0 (1:0) behielt Großauheim das bessere Ende für sich und verwies Wetzlar auf den zweiten Platz. Im zweiten Spiel der Gruppe wurde SD. Elz von SD. Bad-Nauheim mit 5:4 (1:2] Toren geschlagen.
D f B. Großauheim — SD. Wetzlar 2 : 0 (1: 0).
Vor fast 3000 Zuschauern errang der VfB. Großauheim nach spannendem Kampf vor allem in den ersten 45 Minuten einen verdienten 2:0- (1:0=) Erfolg über den SV. Wetzlar. Seipel und Masche waren vor bzw. nach dem Seitenwechsel die Torschützen für den Platzoerein. Schiedsrichter Mothes (Offenbach) leitete ausgezeichnet.
S V. Bad-Nauheim — S V. Elz 5:4 (1:2).
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klären würde. — Was ja nun, wenn auch etwas verspätet, geschehen ist."
Vandergruen schweigt.
„Herr Doktor Vandergruen, darf ich Ihnen ganz offen und frei von der Leber weg etwas sagen, nicht als Beamter, sondern als Mensch zum Menschen?"
„Bitte!"
„Das Mädel liebt Sie. Sehr. Mit der ganzen Inbrunst eines jungen Menschen, dem zum erstenmal dieses höchste Gefühl geschenkt wird. Ich weiß nicht, wie Sie selbst denken und fühlen, Doktor Vandergruen! Aber ich möchte Ihnen dies sagen: Wenn Sie nach einem Menschen Sehnsucht Haven, der des höchsten Opfers der Liebe fähig ist, der sich grenzenlos verschenken kann, wenn Sie eines solchen Menschen bedürfen, dann holen Sie sich Gisch Amelung zur Frau!"
Stefan Vandergruen hat seinen Kopf tief gesenkt. Jetzt preßt er seine Fäuste an die Stirn. „Ihre guten Ratschläge kommen zu spät."
Und in einem jähen Drang, zu beichten, sich auszusprechen, sich mit einem offenen Bekenntnis zu erleichtern, erzählt er diesem Mann die traurige Geschichte seiner Liebe.
„Diese Abreise", schließt er, „bedeutet doch das Ende. Ist das nun wirklich jene große Liebe...?"
Dr. Michaels schweigt. Und lächelt:
„Haben Sie eigentlich schon darüber nachgedacht, was das Mädel in Ihrem Zimmer, an Ihrem Schreibtisch wollte?"
„Nein, wieso?" wundert sich Stefan.
„Ihren Atem wollte sie spüren. Da sie Ihnen nicht nahe sein konnte, wollte fie den Dingen nahe sein, unter denen Sie leben. Ahnen Sie denn nicht, wie dieses Mädel nach Ihnen hungerte, wie glücklich sie war, nur den Raum zu besitzen, der Ihnen gehörte — Und ahnen Sie nun, Sie Unglücksmensch, was Sie dem Kinde antaten, wie bodenlos brutal Ihre Handlungsweise war? Ins Zuchthaus gehörten Sie dafür, nehmen Sie mir's nicht übel, Mensch'"
Stefan begreift, was er getan tjat. Er sicht wieder ihre Augen, das fassungslose Entsetzen, das sich in ihnen offenbarte. „Es ist — furchtbar — furchtbar'" stottert er.
„3a — furchtbar! Und das glaubten Sie mit ein paar netten Zeilen in Ordnung bringen zu können? Daß man so ahnungslos fein kann!"
„Aber — was hätte ich denn tun sollen?"
„Alles andere, nur das nicht! Warum haben Sie
nicht länger auf fie gewartet — und wenn es dir ganze Nacht gewesen wäre? Warum sind Sie nach Hause gefahren, als das Warten angefangen hatte, Buße und Opfer zu sein?"
„Ja, Sie haben recht. Jetzt verstehe ich alles. — Was aber soll nun werden. Gibt es noch einen Weg zu ihr?"
„Sicher!" entgegnet Werner Michaels. „Sie mec< den ihn finden, wenn Ihre Liebe groß genug ist."
Sie schieden als Freunde. —
Gegen Abend kehrt Maria von ihrem Ausflug aus Erkner zurück. Sie kommt ahnungslos herein«, sieht Stefan und fällt ihm auffchluchzend um dem Hals.
„Weil du nur wieder da bist, Steff! Nun ifi diese häßliche Geschichte zu Ende, gell? Ach, mir» Aisch sich gefreut haben! Warst du sehr überrascht!, sie m unserem Hause zu treffen. Weißt du, ich bat*’ fie mir einfach hergeholt, ich hätt' es ja vor Einsamkeit nicht ausgehalten. — Wo steckt sie denn?"
„Ach, Mariandl!" Aus feiner Stimme klingt soviel abgrundtiefe Verzweiflung, daß Maria er-1 schreckt zusammenfährt.
„2ßas ist denn? Ist mit Gisch etwas geschehen?"
Da erzählt er ihr alles, auch die Unterredung m>:| I)r. Michaels. Er beschönigt nichts, er entschuldigt sich nicht.
Maria ist sehr betroffen. Sie hatte sich ja alles so hübsch ausgemalt, wie sie den beiden helfen würde, daß sie den Weg zueinander fänden.
„Ach, Steff, mein Junge! Und sie hatte dich lieb. Wie sollen wir das nur wieder in Ordnung bringen —"
--Ich werde zu ihr fahren, später, wenn dis Wunde etwas vernarbt ist. Ich werde um sie wer- ben und um sie kämpfen, denn ich weiß jetzt — 'ch brauche sie! Ohne sie ist mir das Leben nichts mehr wert."
„Und gestern ahntest du noch nichts davon? 21d)t wer sich mit euch Männern auskennen wollte!"
„Ich habe es von der ersten Stunde an gewußt Mariandl! Aber damals schämte ich mich noch des neuen Gefühls und kämpfte dagegen an, mit allen Mitteln, die mir zu Gebote standen. — Schau. Maria, es mußte wohl so fein. Man muß für alles seinen Preis bezahlen, und für das Teuerste Den höchsten.
„Du magst recht haben, Steff." (Forts, folgt)
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