gegeben wird, wobei der Herstellungs- Ausgangsstoff über einzelne Verarbei-
gang oom
Meine vositiftbe 7?od>rid>fcn.
widerstandsfähig und wachst so zu gesunden, einsatz- willigen, selbstbewußten Frauen heran. Meldet euch sofort bei den in der Tagespresse genannten Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen und erfüllt in ihnen eure Sportpflicht.
Es folgt nun die Halle der Kunststoffe, in der ein Ueberblick über die heute gebräuchlichen Kunststoffe
Der Bischof von Trier als Zeuge im Sittlichkeitsprozeß Bauer
Flakwaffe und Lustschutz schirmen deutsches Volk und deutsches Land
Luft ist erfüllt von dem Dust der Blumen in allen Farben. Die Gartenschau zeigt aber auch eine Reihe praktischer Gärten. Mittelpunkt ist das Haus „Schönheit der Arbeit" mit dem Gefolgschasts- garten, ein Beispiel der praktischen Verwirklichung dieses Begriffs. Daran schließt sich die Fülle der Kleingärten an.
Sportpflicht für VDK-IahWnge 1916/20
Der Jugendführer des Deutschen Reiches und der Reichssportführer erlassen folgenden Ausruf über die körperliche Ertüchtigung der bisher nicht organisierten Mädel der Jahrgänge 1916 bis 1920:
Die deutsche Jugend gehört dem Führer! Das Gesetz, nach dem HI. und BDM. einst freiwillig angetreten sind, ist heute das Gesetz der gesamten deutschen Jugend. Der Wille zum Einsatz, zur Leistung und zur Zucht beseelt alle deutschen Jungen und Mädel. Darum rufen wsr euch, deutsche Mädel, von 17 bis 21 Jahren, die ihr nicht dem BDM. angehört, zum Dienst auf. Wir wollen ein junges, gesundes Volk heranbilden. Darum gilt auch für euch die Körperertüchtigungspflicht des BDM. Treibt Sport, trainiert eure Körper, werdet gesund und
Auf einer Kundgebung in der Stadthalle führte der Reichsärzteführer Dr. Wagner u. a. aus: Für das Volk ist es bedenklich, wenn die Zahl der alten Leute erheblich größer wird als die Zahl der arbeitenden Bevölkerung. Auch wirtschaftlich ist das untragbar. Wenn man den Leistungszustand der schaffenden deutschen Bevölkerung untersucht, kommt man zu der katastrophalen Feststellung, daß etwa 3 5 v. H. der Invaliden ein Alter unter 65 Jahren haben. Die Untersuchungen von etwa 17 000 Jugendlichen auf dem Lande haben ergeben, daß der Gesundheitszustand auf dem Lande noch schlechter ist als in der Stadt. Die Aerzte werden nicht als Gesund- heitspolizUten in die Betriebe gehen, sondern als ärztliche Kameraden, die dem Arbeiter beisteben und alles tun wollen, um die Leistungsfähigkeit und Gesundheit des Arbeiters zu erhaltm. Reben der Betreuung im Betriebe kommt die Betreuung in der Freizeit, im Sport, in der Familie und bei der Ernährung ufw. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sagte, wir müssen ieden deutschen Menschen befähigen, die höchsten Leistungen zu vollbringen md müssen dafür die nötigen Vorausseftunoen chaffen. Man überholt jedes Jahr Autos, Maschinen und Motoren, aber den Menschen nicht. Das muß jetzt anders werden, die Scheu vor dem Arzt m u ft aus dem Volk ausgemerzt werden. Wir werden einen Aerztestamm heran« Elchen, und dann werden wir in fünf bis höchstens lehn Jahren soweit fein, daß wir jedes Jahr ieden deutschen Menschen einmal überholen können. Bisher schuf man Sozialversicherungen, baut» Krankenhäuser und Krüppelheime, anstatt den Menschen vorher zu betreuen. Das werden wir tun.
Das erste GA.-Dors de« deuischen Ostens im Werden.
gebracht gehalten, auf Grund Ihres kanonischen Kirchenrechtes Maßnahmen zu treffen, daß nunmehr Schluß mit diesem Mann gemacht werde?"
Zeuge (unter großer Bewegung): „Ich möchte darauf die Antwort verweigern." Oberstaatsanwalt: „Weshalb, Herr Bischof?" Zeuge: „Weil ich hier als Angeklagter und nicht als Zeuge behandelt werde." Oberstaatsanwalt: „Sie sind im Irrtum, Herr Bischof. Der Angeklagte hat hier eventuell mit einer hohen Strafe zu rechnen. Sollte es sich aber Herausstellen, daß die Dienstaufsicht seiner vorgesetzten Behörde versagt hat, dann werden voraussichtlich mildernde Umstände für ihn in Frage kommen. Aus diesem Grunde muß ich die Frage an Sie richten." Zeuge: „Ich kann nur sagen, daß ich über die ganzen Einzelheiten nicht so informiert war. Deshalb muß ich die Verantwortung ablehnen. Ich gebe allerdings zu, daß das Generaloikariat zu milde gegen Bauer gern e f e n ist."
Oberstaatsanwalt: „Ich freue mich, daß Sie diese Milde bedauern, Herr Bischof, aber ich muß bedauern, daß diese Milde auf Ko st en derdeut- schen Jugend gegangen ist. Für die Vorfälle, die nach Lauenbach entstanden sind, mache ich in vollem Bewußtsein dessen, was ich hier sage, z. T. mitverantwortlich die bischöfliche Kirchenbehörd e."
LPD. Frankfurt a. M., 9. Mai. Frankfurt stand im Zeichen des Reichstreffens der ehemaligen Flakwaffe und des Luftschutzes. Der Träger der Veranstaltung, der Flakwaffenring, hatte sich der Mitwirkung der aktiven Flak- und Fliegertruppen, der Technischen Nothilfe und des Luftschutz-Sicherheits- und Hilfsdienstes versichert, so daß alle Kräfte zusammenwirkten, um das Reichstreffen zu dem zu gestalten, was damit beabsichtigt war, eine großzügige P r o p a g a n d a f ü r d e n Luftschutz im allgemeinen. Sie zeigte die enge Zusammenarbeit von Luftwaffe und zivilem Luftschutz, Selbstschutz und Luftschutz, von Reichsbahn, Reichspost und allen anderen. Gliederungen, die in enger Zusammenarbeit die Gesamtheit der Verteidigung gegen Angriffe aus der Luft verkörpern.
Die Ehrengäste des Reichstreffens wurden durch die Stadt im Kaisersaal des Römers empfangen. Seinen Höhepunkt erreichte der erste Tag mit dem großen G e n e r a l a p p e l l in der Fe st halle, ZU dem über 12 000 Personen erschienen waren. Flakwaffenringführer, General der Artillerie a. D. Grimme, betonte, daß das Reichstreffen der ehemaligen Flakwaffe und des Luftschutzes die Kameradschaft aller Mitglieder des militärischen und zivilen Luftschutzes darstellen und darüber hinaus der Aufklärungdes ganzen Volkes dienen soll, damit es weiß, wie es sich im Ernstfälle zu verhalten hat. Auch sei der Tag der E r i n n e r u n g gewidmet an alle Opfer während des Weltkrieges, die an der Front und in der Heimat durch Luftangriffe ihr Leben lassen mußten und solle außerdem eine Mahnung sein für die Zukunft, damit sich das ganze Volk zu einer Abwehr- front gegen den Angriff aus der Luft zusammenschließe.
Der Vertreter des Luftfahrtministeriums, Ministerialrat Großkreutz, gab dann eine interessante Erläuterung über die Angrisss- und Verteidigungswaffen der Luftfahrt, über die Höchstbelastung der Bomber, über die Höchstgeschwindigkeit und'über den Aktionsradius der verschiedenen Typen der Luftfahrzeuge. Er schilderte eingehend die Gefährlichkeit eines Luftangriffes ohne ausreichenden Schutz und machte auch Angaben über die Wirksamkeit der Flakartillerie. Die deutsche Luftwaffe sei heute so entwickelt, daß sie nicht mehr hinter der des Auslandes zurückstehe. Aller militärischer Luftschutz könne aber nur dann erfolgreich eingesetzt werden, wenn auch der zivile'Luftschutz von dem ganzen Volke verstanden und in die Wirklichkeit umgesetzt werde. Das sei um so notwendiger, als dadurch erreicht werde, daß die moralische und die materielle Schlagkraft nicht versage. Der unbeugsame Geist des Widerstandes müsse damit geweckt werden. — Im Anschluß an den Appell suchte eine Scheinwerferbatterie, die auf dem Festhallengelände aufgefahren war. eine Flugmaschine, die am nächtlichen Himmel kreuzte, ein-
tungsstufen bis zum Enderzeugnis dargestellt wird. Hieran schließen sich, nach Berufsgruppen geordnet, 14 Ausstellungskojen, in denen im einzelnen die Urstoffe, die Verarbeitungsoerfahren, die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Man sieht, wie die Treib stoffher- stellung aus Kohle in großen deutschen Werken vor sich geht. Einen besonderen Raum nimmt das Wunderwerk deutschen Erfindergeistes, der zukunftsreiche synthetische Kautschuk (Buna), ein. Man sieht weiter die Herstellung und Anwendungsmöglichkeiten der Zellwolle und Kun st- s p i n n f a s e r. Die nächsten Abteilungen, die sich mit Glas und Porzellan beschäftigen, verdienen noch besondere Beachtung, da vor allem die technischen Porzellane in immer steigenderem Maße Gegenstände ersetzen, die bisher aus fremden Rohstoffen angefertigt wurden.
In den zahlreichen Hallen der
Industrie- und WirtschastSsthau
werden interessante Einzelheiten gezeigt. Man sieht, wie die neuen Werkstoffe verarbeitet und veredelt werden. Es würde zu weit führen, im einzelnen den Inhalt der zahllosen Hallen zu schildern. Greisen wir eine Reihe der wichtig'^ n heraus, so die Halle der deutschen Eisen - ui J Stahlindu- ft r i e. Die eine Hälfte der Halle führt die Stahlerzeugung und -Verarbeitung in Wirklichkeit vor. Nicht an Modellen wird hier gearbeitet, sondern hier geht der Stahlprozeß wie im Stahlwerk vor sich. Man betrachtet ein in Betrieb befindliches Elektrostahl- und Walzwerk. Zur Vervollständigung der Stahlerzeugung und -Verarbeitung kommen noch eine Gießerei und eine Drahtzieherei hinzu. Der zweite Teil gibt einen Ueberblick über die vielerlei Anwendungsgebiete des Stahls. Die Abteilung Stahl im Bergbau führt die Anwendung von Stahlprofilen der verschiedensten Ausführungen im Bergwerk vor. Man erhält Einblick in Abbaustrecken. Bergezufuhrstrecken, in Querschläge und Richtstrecken. Interessant ist, daß unter dem Fußboden der Halle mehrere nach den neuesten Erfordernissen eingerichtete Luftschutzräume eingebaut worden sind. Diese Schutzraumausstellung dürfte einen der Hauptanziehungspunkte bilden.
Die Halle „Bauwesen" zeigt, wie die Bauindustrie und das Baugewerbe sich in die großen Zdeen des Meriahresvlanes einordnen. Im Mittel- punkt ^stehen Austauschbaustoffe und neue Kunst-
Zn der Halle der Reichsbahn findet der sogenannte Vierjahresvla n-v-Z u g-W a a e n starkes Interesse. Es handelt sich um einen O-Zug- Magen älterer Bauart, der ausschließlich-mit deutschen Kunststoffen neu ausgestattet ist. Als Gegenstück kann man hier die modernste Schnellzugloko- motive mit Tender bewundern. In der Abteilung Straßenwesen — Reichsautobahnen zeigt der Generalinspekteur die Leistungen des deutschen Straßenbaues seit d»r Machtergreifung. In einer Halle ist die Deutsche Reichspost vertreten. Es wird hier ein Ueberblick gegeben, bis zu welchem Grad die Einrichtungen der Reichspost mit den neuzeitlichen Mitteln der Technik, der Baukunst und der Organisation im Rahmen des Bier- jahresvlanes entwickelt worden sind. Die modernsten Einrichtungen des Post- und Telegravhen- dienstes werden praktisch voraefiihrt, fo die „Bild- WearaDhie". das „Funkivrechm m" Schiffen in See", das „Fernsprechen", das „Fernsehsprechen" und das „Fernsehen".
Trier, 8. Mai. (DNB.) Im Sittlichkeitsprozeß gegen den 46 Jahre alten katholischen Pfarrer Peter Bauer wurde die Vernehmung des Bischofs von Trier, Dr. B o r n e w a s s e r,' als Zeuge vorgenommen. In einem Brief des bischöflichen Generalvikariats vom 14. Februar 1930 an zwei Geistliche, die ihre Bedenken gegen die Vergebung der Pfarrei Weidingen an den Angeklagten Bauer geltend gemacht hatten, heißt es u. a.: „Seine bischöflichen Gnaden haben die Anregung, die Ernennung des Pfarrers Bauer zurückzuziehen, in ernste Erwägung gezogen. Es wurde aber entschieden, diese Maßnahme zu unterlassen, da sie nur Anlaß zu großem Gerede in Lauenbach und Weidingen geben würde und damit ein „scandalum" geradezu Hervorrufen würde (!). Nach Lage der Sache ist ein gerichtliches Verfahren gegen Pfarrer Bauer im höchsten Grade unwahrscheinlich und wird um so weniger zu fürchten (!) fein, je eher klare und feste Verhältnisse geschaffen sind. Die Ernennung kann deshalb nicht zurückgenommen werden und' der Einführung steht nichts im Wege" Ein weiteres Aktenstück derselben Stelle vom 27 August 1932 zeigt, daß man in Trier alles für erledigt hielt, wenn es gelang, nur alles möglichst 3U vertuschen. Der Inhalt lautet u. a.: . Nachdem Nch herausgestellt hat, daß nach dem Vorfall des Pfarrers Bauer mit dem Kaufmann Wilhelm L (L. hatte sich wegen der unsittlichen Anträge Bauers beschwerdeführend an das Generaloikariat gewandt) bis jetzt niemand etwas erfahren hat und auch zu erwarten ist, daß auch in Zukunft von der ^ache dort nichts geredet wird, hat Seine bischöflichen Gnaden von weiteren Schritten gegen Bauer abgesehen, ihn ernstlich ge- Äf?Ä'un“14täflise w‘en
Der 3euge fdjiebt alles auf seine Untergebenen, (rr entsinnt sich, daß ihm schon über Bauer Vor- gehalten wurde. Nach einer Unterredung im dahre 1929 habe er geglaubt, dem Pfarrer Bauer noch einmal eine Pfarre geben zu können. Als dann
Gesundheitsjiihrung des schaffenden Menschen.
Kassel. 8, Mai. (DNB.) Um den schaffenden Menschen vor vorzeitigem Leistungs- und Gesundheitsabbau zu bewahren und die Leistungsfähigkeit des Schaffenden mindestens bis zum 55. bis 60. Lebensjahr zu erhalten, hat Reichsorganisationsleiter Dr. Ley angeordnet, daß in den vier Gauen K u r« Hessen, Hamburg, Köln-Aachen und Bayerische Ostmark versuchsweise Betriebsuntersuchungen durchgeführt werden sollen. Aus den dabei gemachten Erfahrungen soll die Untersuchung aller deutschen Volksgenossen gestaltet werden. Die Aufgabe dieser neuen Gesundheitsführung erfordert die Umstellung i)es. Arztes von der heilenden auf die gesundheitsfördernde Tätigkeit. Jeder schaffende Volksgenosse wi>d einen Gesundheitspaß erhalten. Die Betriebsuntersuchungen sollen eine in gewissen Zeiträumen regelmäßig wiederkehrende Maßnahme werden. Es gilt, die Leistungsfähigkeit jedes schaffenden Volksgenossen festzustellen, um beim Vorliegen geminderter Leistungsfähigkeit geeignete Maßnahmen für ihre Behebung zu treffen. Samstagnachmittag wurde ein Arbeitskreis für d e n Gau Kurhessen gegründet. Dem Arbeitskreis gehören an die zuständigen Sanitätsführer der SA., HI., DAF., Werkscharen, die Landesoersicherungsanstalt, die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung die Treuhänder der Arbeit, die Reichsgruppe Industrie und die Dienststelle zur Durchführung des Vierjahresplanes.
Himmel ragen und an den Opfertod des ersten Soldaten des Dritten Reiches gemahnen.
Das wichtigste Stück der Ausstellung, die
Vierjahresplan - Werkstoffschan,
bildet die oom Verein deutscher Ingenieure aus- aeftaltete „E h r e n h a l l e des werktätigen Volkes, die dem Besucher die große grundlegende Idee der gesamten Werkstoffschau vor Augen führt. Die Halle vermittelt einen Eindruck von der gewaltigen Arbeit, die der deutsche schaffende Mensch leistet, um aus den Rohstoffen, die uns die Natur liefert, durch Veredelung zu Spitzenerzeugnissen der Technik zu gelangen.
Gleiwitz 9. Mai. (DNB.) Am Sonntag wurde d e r B a u d e s S A. - M u st e r d o r f e s E i ch e n- "a m P • JJer ersten SA.-Dankopfersiedlung des deut« mit dem ersten Spatenstich durch Stabschef Lutze begonnen. In feiner Ansprache würdigte der Stabschef die kämpferische Haltung d"s oberschlesischen Volkes. Ties wurzele hier im Grenzlandmenschen die Liebe zur Scholle. Daher begrüße er jeden Versuch, neuen deutschen Boden ™ schaffen. — Das SA.-Dorf Eichmkamv ist als Muster der Siedlungsarbeit der SA. gedacht. In ühomter landschaftlicher Lage entstehen über 300 sieds»rstellen mit fe etwa 1000 Quadratmeter Land- umabe. Das Dors wird in der Form einer alt germanischen Rundsiedlung gebaut, auf deren Marktvlatz das Gemeinschafts- b a u s errichtet wird. Die Siedluna erhält ein Sta- öion. em Schwimmbad, mehrer» Schießstände und einen Festplatz für Gemeinschaftsfeiern. Die Verwendung von etwa 50 verschiedenen Häusertnpen di"?An"lage°E'^° 8™ WWftalhing z-ichn-n
im November 1935 der Generalvikar den Bischo erneut auf die sich ständig mehrenden Vorwürfe gegen den Angeklagten hinwies, sollte Bauer in einem katholischen Krankenhaus untergebracht werden. „Ich habe damals", sagte er, „die lieber« Zeugung gehabt, Bauer die Pfarre in Weidingen geben zu können. Es ist eine furchtbare Enttäuschung. Heute ist mir nun nach Kenntnis der Einzel- Müen klar, daß ich ihm eine solche Stelle nunmehr nicht mehr anvertrauen würde. Im Jahre 1933 hat man aber die Dinge noch nicht so erkennen können wie heute, wo das lasterhafte Treiben von Kloster- angehörigen durch die vielen Prozesse gegen L>r- ue2!atnSLe^rir9e deutlich zum Vorschein kommt. Es >teht fest, daß ich Bauer heute die schwerste Strafe zuteilen würde." Er habe, so erklärte der Zeuge dann weiter, nach einer Verständigung mit Rom schon über 30 Brüder ausgeschlossen, davon acht die im Ausland leben. Der Bischof muß dann zugeben, daß er die Möglichkeit gehabt hätte, nach kanonischem Recht den Angeklagten Bauer aus« Zuschließen. Er beruft sich aber darauf, daß er auch eine Pflicht väterlicher Milde gegen die Gestrauchelten habe.
Oberstaatsanwalt: „Haben Sie bei Walten dieser °ateIIimen M^de in Betracht gezogen, daß Sie u u ch Betreuer der Jugend sind? Im Fe- oruar 1927 haben Sie in einer von Ihnen eigen« ganöig geschriebenen Aktennotiz ersucht, daß ein besonders vorsichtiges Augenmerk auf Bauer wegen gewisser Vorgänge in Münster-Merfeld zu richten sti- Im Jahre 1929 haben Sie wiederum Kenntnis von Verfehlungen Bauers über die Vorgänge im Jahre 1932 sind Sie ins Bild gesetzt worden, als neue .lagen gegen ihn einliefen. Auch über die Dinae in den Fahren 1933 und 1935 sind Sie unterrichtet AddernsTrotzdem sollte Bauer noch Rektor eines Krankenhauses werden, wo er im Umgang mit Kranken besondere Gelegenheit hatte, seinen homo= Herr ä" fönen. Jetzt frage ich Sie,
Bischof, haben Sie es damals nicht für
zufangen, was ihr auch wiederholt gelang, ein Vorgang, der von vielen Tausenden mit Spannung verfolgt wurde.
Am Sonntag hatten sich auf dem Flughafen Rebstock alle Gliederungen der Partei, SS.-Ver- fügungstruppen, Polizei, der Kyffhäuserbund usw. Aufstellung genommen, als Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort zu feiner Begrüßungsansprache nahm. Er wies, wie schon gestern Oberbürgermeister Dr. Krebs, auf die traditionelle Verbundenheit Frankfurts mit der Luftfahrt hin, und gedachte dann der Opfer des Luftschiffunglücks von Lakehurst. So wenig wie Graf Zeppelin trotz so vieler Schicksalsschläge von seinem Ziele Abstand genommen habe, so wenig werde sich das deutsche Volk durch dieses Unglück davon abbringen lassen, das Erbe des alten Grafen weiter auszubauen im Interesse aller Völker. Der Gauleiter wies dann darauf hin, wie wir gerade hier am Rande der neutralen Zone allen Gefahren ausgesetzt gewesen seien, und wie in dieser Hinsicht nun ein grundlegender Wandel eingetreten sei. Jetzt sei sich jeder einzelne bewußt, daß er als Manb Haus, Hof und Scholle zu verteidigen habe. DieVolks-undWehrgernein- schaft, die jetzt geschaffen sei, sei der beste Garant des Friedens.
Der Befehlshaber des Luftkreiskommandos IV, General der Flieger Halm, dankte dem Flakwaffenring für feine Bemühungen, das Volk zur Mitwirkung bei der Verteidigung des Vaterlandes einzu- fpannen und würdigte dann die Taten der Mitglieder des Waffenrings während des Krieges, wo sie Tag und Nacht bereitgestanden haben, um das Heer und die Heimat von Luftangriffen zu schützen. Jetzt sei das Volk wieder stark und könne frei und aufrecht, durch die Wehrmacht geschützt, seiner Arbeit nachgehen.
Dann folgten die Vorführungen der aktiven Flak- und Fliegerwaffe und des zivilenLuftschutzes. Dem Luftexerzieren einer Jagdstaffel folgte das Instellunggehen einer schweren Flakbatterie zum Schutze eines aufgebauten Zieldorfes gegen Erkundungen und Angriffe aus der Luft. Die Flieger in der Lust und die Flakwaffe auf der Erde zeigten dabei Leistungen, die bei den Tausenden von Zuschauern die Ueberzeugung aufkommen lassen mußten, daß sich unsere junge Flak- und Fliegerwaffe sehen lassen kann und daß der Schutz des Vaterlandes in guten Händen ruht. Als schließlich das Zieldorf in Brand geschoßen war, setzte d e r z i v i l e Luftschutz ein. Feuerwehr und Sanitäter, die Technische Nothilfe zeigten, was sie gelernt hatten, und mit den modernen Feuerlöschmitteln gelang es ihnen auch bald, des Feuers Herr zu werden. Anschließend fand ein Vorbeimarsch der an der Vorführung beteiligten Teile der Luftwaffe usw. an oem General der Flieger Halm und dem Gauleiter statt.
Dazu schreibt der „Reichsjugendpressedienst" u. a.: Die körperliche Ertüchtigung der Mädeljahrgänge 1916 bis 1920 übernimmt der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen im Auftrage des Reichsjugendführers. Auch hier erfolgt die Erfassung der Mädel freiwillig. Die Mädel werden Einzelmitglieder in einem von ihnen freigewählten Verein. Wöchentlich finden zweistündige Llebungsabenöe statt, in denen zunächst die Grunozüge der Leibesübungen^ (Körperschule, Leichtathletik, Hindernis- turnen. Schwimmen, Volkstanz und Fahrt) durchgeführt wird. Das Erwerben des BDM.-Leistungsabzeichens I und II sowie des deutschen Reichssportabzeichens ist das erste Ziel der Sportarbeit in den neu erfaßten Jahrgängen. Die Gau- und Kreisdienststellen des DRfL. setzen zur Bearbeitung dieses neuen Aufgabengebietes eine BDM.-Führerin ein, die ihnen vom zuständigen Obergau vorgeschlagen wird. Die Linie, die der BDM.-Sport bisher innegehalten hat, wird damit über den Rahmen des Bundes hinaus für die gesamte deutsche Mädelgeneration maßgebend sein.
Im Rahmen der Abteilung Energiewirtschaft hat auch das deutsche Gasfach eine interessante Schau nufgehaut, die einen Ueberblick über die verschicdenst»n Slnwendunasgeb'rie des Gales gibt. Das Flüssiggas Provan. Gas als Tmb= ftoFf und das technisch gelöste Problem der Gasentwicklung find weiterhin Gegenstand der Dar« stellung. In der riesigen Hv^ des Deutschen Handwerks zeigen etwa 50 Handwerksgnivpen In großen Gemrinschaftsdarstellunaen ihre O'wli- iaMe’iftungen. Ihrer bedeutsamen Rolle im Mer- lohresvlan entlvrechend. hat die Holz- und o r st w i r t s ch a f t ebenfalls in einer großen §Mlle ausgestellt. Ln der Verwertung unseres wertvollen Rohstoffes Holz sieht man hier viel N"ues in überumaender Weise daraestellt. Die holzverarbeitende Lndu'trie 3»iat, wie sie sich den Notwendigkeiten d»s Vieriahresplanes angepaftt hat. _ u her vom Reichsnährstand eingerichteten ^alle sieht man an ''bersichtlichen Darsielluna-n die ^l'sennun gsschlach t des deutschen Volkes den „Ka mvfdem Verderb", die Vorzüge der Marktordnung und die Erfolge der L"h-msmittel- Dersormmasauflärung. In weiteren Ahteilunaen dieser Halle wird da« Bauerntum als Rohstoff li e l»r a n t für Handwe-k und Industrie Jomic der Kawvl d"s Retchsnädritandes um die Gr- h al tu na d"s deutsch»n Landvolkes behandelt. In mehren Hall-m haben ausaestellt die Werkzeuo- mafchineninduftrie, die Verkehrsmittel- und Tertil- inhuftrie die (Brunne Keramik und Glas u. a m Man sieht in der Slhteiluna Glas auch die Herstel- lung non Glaswolle, (rine Reihe von Pavillons und Hallen großer deutscher Jndustriefirmen vor- vollständigen die Abteilung Industrie- und Wirt schaftsschau, von der aus wir in die
A'Sstellunqsstadi
gelangen, die den Kern eines ganz neuen Sied- lungs« und Wohngebietes bildet, das sich nach Beendigung der Ausstellung nach Norden ausbreiten
. Die Schlageterstadt ist ein Muster- beifpiel dafür, wie die neue Baugesinnung und Baugestaltung sich auswirken wird und muß. Die Häuschen repräsentieren in ihrer Einfachheit und schönen Zweckmäßigkeit den neuen Wohnstil im nationalsozialistischen Geist. In der großen Gartenschau erschließt sich dem Auge des' entzückten Beschauers ein Garten paradiesischer Schönheit. Hunderttausende bunter Blumen blühen. Man kommt in den Tulpengarten, in den anschließenden Rosengarten, in den Jrisgarten usw. Die ganze
feierte nm Jugendherberge Urfeld am Walchensee ^hnnt°9 der Jugendführer des Deutschen ^Ur D; AH lrach zusammen mit den ®Jble*-Sful)rern und Führerinnen sowie dem Amts- 7er. Reichsiugendfuhrung seinen 30. G e - G l9’ r ?Ts. ^dielt folgenden telegraphischen a-nnssk 0 U de s Führer s: „Lieber Partei- Sprach! Ihnen, meinem alten treuen arnÄfe£ -um Führer der deutschen Ju- Hnpn ga m^te." Reiches, sende ich zu Ihrem heu- m»?6®Är 5- a^ "eine herzlichsten Glückwünsche.
de^ ?iiPunffah-roih '^^Vergangenheit fo auch in rnnn^im nnVbte sdeu.tsche Jugend unter Ihrer Füh. ron9/ M^,0?a-If032Ql,ftifd)en leiste erzogen, Ga- r a n t bleibt für den Wiederaufstieg un- an- leres Volkes. Ihr Adolf Hitler." 9


