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Montag,lO.Mai W37

Ur. 106 Erster Blaff

187. Jahrgang

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Der deutsche Künstler als geistiger Repräsentant seines Volkes.

unseres deutschen Volkstums, der uns weit über die Grenzen hinaus verbindet, offenbaren. Wir alle wissen, daß dann erst unsere große Zeit ganz erfüllt ist.

einer

f f e bildet, wurde am ihrem Schirmherrn, Mini-

n e u e Werk heran, um es

und in den Güter und

t be- der icht

und der Zentralstellen der deutschen Wirtschaft diese Ausstellung in eindrucksvoller Zusammen­fassung die Ausrichtung des schaffenden Volkes auf das eine große Ziel: Deutsche wirt­schaft aus eigener Kraft!

anlagen für alle Teile des deutschen Volkes sowie für den schaffenden Mensch Schönheit der Ar­beit haben. Großen herrlichen Parkanlagen für die Allgemeinheit, die dauernd erhalten bleiben, steht der einfache zweckmäßige und wohnlich gestaltete

Mr stehen am Anfang eines neuen technischen Zeitalters.

Ministerpräsident Göring eröffnet die ReichsausstellungSchaffendes Volk" in Düsseldorf

Eine grundlegende kulturpolitische Rede von Reichsminißer Dr. Goebbels auf der Danziger Gaukulturtagung.

Danzig, 9. Mai. (DNB.) Die Gaukultur- tagung der Danziger NSDAP, erreichte am Sonntagmittag ihren Höhepunkt mit einer gro­ßen kulturpolitischen Rede von Reichsminister Dr. Goebbels im festlich geschmückten neuen Staats­theater. Dr. Goebbels legte einleitend dar, daß Volk und Kunst Begriffe seien, die einander bedingen und nur mit einander existieren können. Nur auf dem Boden des Volkstums könne die Kunst gedeihen, und je tiefer die Kultur ihre Wur­zeln in den Boden dieses Volkstums versenke, desto weiter können sie ihre Aeste ausspannen. So wie die Kunst Ausdruck des Volkstums fei und wie das Volkstum Funktion d-er Raffe und des Blutes fei und bleiben müsse, so sei die Kultur in weitestem Sinne nichts anderes als die feinste und edelste Ausdrucksform der Raffe und des Blutes eines Volkes. So wie die Kunst dem Volk entspringe, so müsse sie in Wirkung und Auswirkung auch immer wieder zum Volk zurückfinden. Gewiß wird jede Kunst in der Einsamkeit geboren, aber die Kraft zu ihr wird der Künstler immer nur aus der Gemein­schaft schöpfen können, und jedes Bestreben, isoliert von der Menschheit nur für die Kunst leben zu wol­len, entfremdet ihm dem Volke und entzieht ihm den materiellen, seelischen und geistigen Existenz­boden. Die Staatsführung kann und muß die Kunst vor Irrtümern und Zerfallerscheinungen bewahren, das ist eine Aufgabe, die nur vom Staat und nicht vom Künstler gelöst werden kann.

Ehrengäste.

Ministerpräsident Göring

Arutsche Mrffchaft aus eigener Kraft.

Ein erster Rundgang durch die Düsseldorfer Ausstellung.

klare politische Voraussetzungen auch für das deutsche Volk geschaffen werden, erst dann können wir überhaupt wieder von einem neuen Vertrauen in der Weltwirtschaft reden.

Garten der Familie gegenüber.

Nach diesem kurzen Gesamtüberblick beginnen wir mit dem Rundgang. Schon gleich am Hauptein- gang bilden die beiden über 30 Meter hohen Leuchtorgeln eine Sehenswürdigkeit. Es find zwei große Lichterbäume, die eine Erfindung des Lichtgestalters der Ausstellung, Akademieprofessor oon Wecus, sind und zum erstenmal in Deutsch­land gezeigt werden. Sie bilden abends das weit­hin leuchtende Wahrzeichen der Ausstellung. Zwei zwölf Meter hohe Reiterstandbilder er­höhen noch den Eindruck. Vom Haupteingang aus fällt der Blick in die lange breite Fahnenstraße. Wirft man von der Fahnenstraße einen Blick rück­wärts, so sieht man das Schlageterkreuz gen

Samstagoormittag von ihrem Schirmherrn, Mini­sterpräsidenten Generaloberst Göring, feierlich eröffnet. Vor dem Haupteingang des Ausstellungs­geländes hatte die Forstschule Spangen- oerg Aufstellung genommen, die den Minister­präsidenten mit Hörnerklang empfing. Nach der Egmont"-Ouvertüre begrüßte der kommissarische Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Lieder- ley, den Schirmherrn der Ausstellung und die

Im Mittelpunkt dieser einzigartigen Ausstellung sie ist doppelt so groß wie dieGesolei" 1926 steht die vom Amt für Roh- und Werkstoffe be­treute

Dierjahresplan - Werfstoffschau, die sich mit den werkstofftechnischen Problemen des heutigen Deutschlands befaßt und zum erstenmal einen umfassenden praktischen Ueberblick über alle neuen deutschen Werkstoffe, ihre Herstellung, Ver­arbeitung und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten gibt.

Von den drei Grundstoffen kohle, holz und Erzen ausgehend, zeigt die Schau unter Einbeziehung deutscher Erden, wie Deutsch­land mit diesen ihm zur Verfügung stehenden Grundstoffen wirtschaftet und aus ihnen seine Werkstoffe ableitet.

Kohleveredelung, heimische Treibstoffe, Stahl und Eisen, Nichteisenmetalle, Kunststoffe, synthetischer Kautschuk (Buna), Holz, Erden, Glas und Por­zellane und die neuen Textilgrundstoffe werden hier in ihrer Struktur, Verarbeitung und Anwendung dargestellt.

In über 40 großen Hallen und zahlreichen Pavil­lons schließt sich eine Leistungsschau von Industrie und Wirtschaft an, die in Spitzenleistungen einen Querschnitt durch ihr Schaf­fen gibt. Alle Maschinen sind in Betrieb. In den Ausstellungshallen wird gearbeitet wie in den Fabriken, und im Mittelpunkt aller Dar - fteHungen steht immer der Mensch. In­dustrie, Handel, Handwerk, Energiewirtschaft, Forst- und Holzwirtschaft, Siedlungs- und Bauwesen, Presse und Verkehr usw. stellen in großen Gemein­schaftsausstellungen und deutsche Unternehmen von Weltruf in Einzelausstellungen ihren Beitrag zur Eigenversorgung der deutschen Wirtschaft dar.

So zeigt unter Mitwirkung der zuständigen Reichsstellen, der Gliederungen der Bewegung

weise alsKunst" auszugeben suchte, und er hat auch den Künstlern gegenüber das Gesetz walten lassen, nach dem sich jeder in die Gemeinschaft ein­zufügen hat. Auch der Künstler muß in der Ge­meinschaft aufgehen, um aus der Kraft der Gemeinschaft heraus wieder zur Gemeinschaft sprechen zu können.

_ gnungen dieses Friedens einzutreten.

Diese Ausstellung steht i m D i en ft e des Vier­iah re s p l a n e s. Als er verkündet wurde, hat man ihn belächelt und als die Phantastereien von Nschtwirtschaftlern hingestellt. Allmählich wird aber auch im Ausland erkannt, daß das national ozia- listische Deutschland sich von keinen Schwierigkeiten beeinflussen läßt. Wenn im Auslande gesagt wird, daß die Maßnahmen des Vierjahresplanes nicht notwendig feien, so können wir nur sagen, daß er uns durch d i e Verhältnisse aufgezwun- g e n worden ist. Alle anderen Staaten haben Roh­stoffe in großer Menge, nur das deutsche Volk hat nichts.

Man kann nicht erklären, Politik und Wirtschaft müßten getrennte Wege gehen. Nein, es müssen

sachlich so viel kritisiert wie in Deutschland. Nur geschieht das nicht vor der Oefsentlichkeit.

Die Kritik wird von Berufenen aus­geübt, die das Fach verstehen, und das ist auch das einzige Wittel, das Richtige vom Un­richtigen zu unterscheiden. Das Volk, so er­klärte der Winister unter langanhaltendem stürmischen Beifall, muß im Glauben, aber nicht in der Skepsis erzogen werden!

Es fei ungerecht, Deutschland den Vorwurf zu machen, daß es in den letzten Jahren wenig Künst­ler hervorgebracht hätte. Kein Staat könne Genies kommandieren, um wieviel eher aber werden sie kommen, wenn sich ein Staat, so wie der unsrige, als der warmherzige Mäzen aller Künste erweist! Im übrigen haben wir schon wie­der eine Fülle von jungen Künstlern großen Formats gefunden. Es wird wieder gedichtet, gebaut, komponiert und gemalt, es wer­den wieder blutvolle Menschen auf die Bühne und auf die Leinwand gestellt. Die kommenden Genies werden in der Stunde ihrer Gnade auch unser Volk begnaden, und sie werden über unseren Häuptern einherbrausen als die Künder eines neuen künstlerischen Werdens. Wir haben diesen Tag vorbereitet, soweit das in unserer Kraft liegt. Wir wollen auf diesen Tag in Demut warten. An ihm wird sich der ewige und unsterbliche Genius

Düsseldorf, 8. Mai. (DNBI Die große ReichsausstellungSchaffendes V o l k", die in einem großen Querschnitt das Leben und Wirken des schaffenden deutschen Volkes in seinen viel­gestaltigen Formen und Ausstrahlungen auf die verschiedenen Gebiete der Kultur, Technik und Wirt­schaft anschaulich darstellt und deren besonderer An­ziehungspunkt die umfassende Schau neuer deutscher Werkstoffe bildet, wurde am

handel hätten, würden sich unsere Ingenieure und Chemiker wahrscheinlich in der Hauptsache mit der Verbesserung von Konstruktionen beschäftigen. Heute gilt es, neue Rohstoffe und neue Werkstoffe zu schaffen.

Die neuen Werkstoffe besitzen Eigenschaften, die wir früher nicht gekannt haben. Der deutsche Che­miker hat es in der Hand, fast wie auf einer Klaviatur zu spielen und die Werkstoffeigenschaften zu erzielen, die er gerade wünscht. Zum erstenmal in der Geschichte der Menschheit tritt dem Metall ein klassischer Werkstoff ebenbürtig zur Seite, und die Rohstoffbasis ist für uns unbegrenzt, denn 1. ist es unsere Kohle und 2. unser Der- stand. Ich hoffe, daß wir beides in unbeschränktem Maße haben. Was bereits erreicht ist und was noch erreicht werden kann, das zeigt die Halle der deut­schen K u n ft ft o f f i n b u ft r i e. So wird die Düsseldorfer Ausstellung zum ersten Male zeigen, daß der Dierjahresplan, der zur Sicherung der Ehre und des deutschen Lebens verkündet wurde, sich zu einem Fortschritt allergrößten Stils für Deutschland und für die ganze Welt auswirken wird.

Wie im nationalsozialistischen Deutschland gebaut und gesiedelt werden soll, zeigt die Ausstel- lungsstadt, die sogenannte Schlageterstadt mit ihren hundert bewohnten Häusern und einer Reihe zur Besichtigung freigegebenen Musterhäusern und eine Reichsheimstättenmustersiedlung mit 14 An­wesen. In dieser Ausstellungsstadt wird gezeigt, was neues Bauen heißt und wie die neuen Werk­stoffe bei der Herstellung von Häusern verwandt werden können. Wie das deutsche Volk den ihm zur Verfügung stehenden Raum gestaltet, zeigt eine große HalleD e r deutsche Lebensrau m". Die Stadtgestaltung findet ihre Ergänzung in der 280 000 Quadratmeter großen Gartenkultur­schau. Es wird gezeigt, welche Bedeutung Garten­alle Teile des deutschen Volkes sowie ffenden Mensch Schönheit der Ar-

Nach der Kundgebung fuhr Dr. Goebbels durch dichte Spaliere begeisterter Massen zum Rathaus, wo Senatspräsident Greiser ein Essen zu Ehren des Reichsministers gab. Dr. Goebbels trat dann auf den Balkon des Rathauses hinaus. Vom Lan­genmarkt bis weit in die Langgasse brandete ein Meer begeisterter Jugend.

Wenn ich heute, so sagte Dr. Goebbels, außerhalb der Grenzen des Reiches, aber z u deutschen Jungen und Mädeln spreche, so glaube ich im Sinne eurer Millionen Kameraden und Kame­radinnen zu reden, wenn ich euch ihren Gruß und ihre innere Verbundenheit vermittle. Seit je ist die Jugend dazu berufen gewesen, Brückenzuschla- g e n. Wir haben sie gelehrt, von jenem chronischen Minderwertigkeitskomplex zu lassen, der unser Volk bei der Niederlage im November 1918 befallen hatte. Wir wollen nicht Objekt der Weltpolitik wer­den, sondern wir wollen Subjekt sein! Wir wol­len nicht mit uns Geschäfte machen lassen, sondern selber wieder unsere Geschicke gestal­ten! Wir haben heute das große Glück, einen Mann zu besitzen, der das Schicksal aller Deutschen gestaltet, und der schon in sei­nem Namen seine Idee verkörpert. Heute spricht man in der Welt von der Hitler-Idee, von der Hitler-Bewegung, vom Hitler-Deutschland. Es wird einmal die Stunde kommen, da auch wir alt wer­den, umsonst wäre all unser Mühen, käme dann nicht eine Generation, die unser Erbe äuf­ne h m e n könnte. Der ewige Kreislauf unseres Volkes wird sich in euch, in eueren Nachfahren fort­setzen, und damit wird die Unsterblichkeit unseres Volkes gesichert fein.

Warte aus die Funktionen des volklichen Lebens zu überwachen, planmäßig zu führen und zielbewußt zu fördern hat. Das waren die Grundsätze,, oon denen wir bei der planmäßigen Neuaufrichtung des deutschen kulturellen Lebens ausgegangen sind. Wir haben zunächst einmal die Juden aus der Kunst ausgeschaltet; denn das war die wichtigste und einschneidendste Voraussetzung über­haupt. Dann haben wir durch planmäßige Förde­rung und Subventionen der Kun st neue Möglichkeiten gegeben. Wir befreiten den deutschen Künstler von den lähmenden, auf ihm lastenden Existenzkampf und räumten mit der Vor­stellung auf, daß der Künstler, eben weil er ein Künstler fei, notwendigerweise auch ein Hunger­leider fein müsse. Dieses romantisierende Ideal vom Künstler, der in der ärmlichen Dachstube seinen Idealen lebte, haben wir beseitigt.

Wir haben den deutschen Künstler wieder mit­ten in den Rhythmus und das rauschende Leben seiner Zeit hineingestellt, allerdings unter der Voraussetzung, daß er nun ein inneres Verhältnis zum Volk selb st, dessen Vertreter wir ja sind, gewinnt. Das hat aber nicht das geringste mit der Parteikunst zu tun. Der Rationalsozialismus ist ja heute nicht mehr eine Angelegenheit einer Partei, sondern die bewegende Idee des ganzen Volkes! heute wird die deutsche Ration gei­stig durch ihn vertreten! Und wenn die Partei über die Reinheit dieser Idee wacht, so ist da­mit keineswegs gesagt, daß die Idee eine Sache der Partei allein wäre. Der Rationalsozialis­mus ist nicht eine Zeit- sondern eine Ewig­keitserscheinung. Er befindet sich als politische Idee dem Volk gegenüber etwa in der gleichen Stellung, wie sie eine Religion den Gläubigen gegenüber einnimmt. Die national­sozialistische Bewegung ist heute, so betonte Dr. Goebbels unter stürmischem Beifall, die po­litische Kirche de» deutschen

Volkes!

Unter begeisterter Zustimmung stellte der Mini- fter dann fest, daß das Volk wieder zu der Volks­kunst, die Kunst aber auch wieder zum Volk zurück­gefunden habe. So diene vor allem die große Or- aanifationKraft durch Freude" der hohen Aufgabe, unser Volk an die Schätze feiner Kultur heranzuführen und ihm bei seiner schweren Arbeit Entspannung, Erheiterung und Erholung zu brin­gen. In ungewöhnlichem Umfange fei es gelungen, den Bühnen neue Besuchevrnassen zu gewinnen, die bis dahin überhaupt nichts von ihnen wußten und auch nichts wissen wollten. Unter der Reichskultur­kammer fühlen sich die deutschen Künstler heute wieder als Geistesdiener am Volkstum, durch le­bendige Initiative geführt. Es könne niemand behaupten, daß der Künstler unter dieser Führung und Fürsorge etwa nicht frei sei.Wir greifen ja nicht in den inneren Kunstbetrieb ein und unterdrücken in keiner Weise die künstlerische Freiheit. Es sind auch noch niemals in Deutschland soviel Talente entdeckt worden, wie heute, niemals ist so viel ge­baut, gedichtet, komponiert und ge­malt worden wie in den letzten vier Jahren, und niemals hat über dem Künstler eine so großzügige staatliche Organisation als warmherziger Führer ge­waltet wie heute, als ein Förderer, der ständig auf der Suche nach Talenten ist, und f i d) jedes Talentes a n ni m m t, das er nur finden kann. Allerdings hat der Staat die Willkür und die gei­stige Anarchie in Fesseln gelegt, die sich fälschlicher-

Daneben sind noch verschiedene andere Dinge zu bereinigen und solange werden alle Bestrebungen ...... Weltwirtschaftskonferenz scheitern. Deutschland ist bereit, ein gerüttelt Maß Anteil zu nehmen an den Arbeiten für dieses Ziel, aber es muß auch erkennen können: -Wenn es den Völkern wieder

gedachte zunächst des schweren Schicksalsschlages, der die deutsche Luftfahrt und das ganze deutsche Volk getroffen hat. Unabwendbare, höhere Macht zerstörte in wenigen Sekunden, was durch jahrelange Schaffenskraft aufgebaut war. Menschen­leben find zu beklagen, die voll Vertrauen in die Sicherheit des deutschen Werkes dem Luftschiff ihr Leben anoertraut hatten und aiwertrauen durften, Männer von eiserner Pflichterfüllung, die bis zum letzten Augenblick auf ihrem Posten geblieben sind, an ihrer Spitze der so unerhört tüchtige und tapfere Luftschifführer Kapitän Lehmann. Wir sind er­schüttert und beugen uns tief vor dem göttlichen Ratschluß. Dennoch erheben wir unser Haupt, und mit unbeugsamem Willen treten wir an das neue Werk heran, um es größer und stärker zu gestalten und damit zu beweisen, daß kein Schick­salsschlag das geeinte deutsche Volk zu Boden wirft.

Der Ministerpräsident fuhr dann in seiner Rede fort: Zwei Ausstellungen von niegefanntem Aus­maß geben fast gleichzeitig dem deuffchen Volk einen Rückblick und einen Ausblick in das deutsche Schaf­fen. Ob in Berlin oder in Düsseldorf, ob wir sehen, was bereits geschehen ist oder was noch geschehen soll, immer wieder werden unsere Blicke magnetisch angezogen von der Gestalt des Mannes, der a l l dies geschaffen und geformt hat, dem mir es verdanken, daß Deutschland wieder lebt Möge auch das Ausland begreifen, daß em Volk Leistungen nur vollbringen kann, wenn es f e i n e ganze Kraft dem A u f b a u w f d m e t ^ be­schirmt von einem starken Frieden. Möge das Aus­land erkennen, daß ein Volk, das so Großes voll­bringt, ein Anrecht darauf hat, als gleichbe­rechtigt mit allen anderen Nationen zu gelten - ...... Wettbewerb um die höchsten

Man braucht nicht zu befürchten, daß ein Genie unbeachtet bleiben und übersehen werden könnte, weil es keine Kritiker im liberalen Sinne mehr gibt. Wie muß sich eine Zeitepoche schämen, daß ein Mann wie Anton Bruckner, als er zu feinem 70. Geburtstag bei Kaiser Franz Jo­seph zur Audienz erscheinen durfte, keine größere und sehnlichere Bitte hatte als die, daß ihn seine Kritiker doch wenigstens in Zukunft etwas anständi­ger behandeln möchten.

wir wollen es nicht mehr dulden, daß große Genies von kleinen kritischen Eintagsfliegen gepeinigt und gemartert werden, das künst­lerische Genie soll sich frei entfalten können, und der Rationalsozialismus duldet es nicht, daß schöpferische Werte vor der Oeffent- lichkeit durch schlechte Kritiken in Mißkredit ge­raten. Wir haben an die Stelle der Kunstkritik die Kunstbetrachtung gesetzt. Das heißt aber nicht, daß es in Deutschland keine Kritik mehr gebe. In keinem Lande der Erde wird

Genau so wie der Wirtschafter zwar Wirtschaft treibt, aber nicht die Wirtschaft führt, ist auch Künstler tun ft betreibend und ni , kun st führend. Das wird immer eine Sache der Staatsführung sein, die von ihrer erhöhten

wohlergeht, darf das deutsche Volk nicht ausgeschlossen sein.

Der Vierjahresplan ist nichts anderes als das Streben unseres Volkes auf einem zu engen Raum zu größerer Schaffensmöglichkeit. Er ist nicht nur von wirtschaftspolitischer Bedeutung, er bringt uns eine Umwälzung im Denken. Ich möchte fast sagen, daß der Vierjahresplan der Beginn eines neuen technischen Zeitalters sein wird. Er bricht mit allen überholten Vorstellungen. Große Gedanken werden niemals aus dem Ueberfluß her­aus gewonnen, sondern nur aus einem Zustand der Not und des Druckes erwächst höchste Schaffens­kraft. Wenn mir heute einen ungestörten Welt-