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leumdungen der Person Dr. von Lan­gens in bezug auf seine Tätigkeit als Ortsgruppen­leiter in Rom strotzt, zu densachlichen" Unter­lagen der amtlichen englischen Stellen gehört.

Die gleichzeitig erfolgende Verweigerung einer Aufenthaltsgenehmigung der Mitarbeiterin Dr. von Langens, die erst vor knapp 14 Tagen ihre Arbeit ausgenommen hat, bestärkt den Verbucht, daß es nicht nur darum geht, eine personelle Aenderung herbeizuführen, sondern baß England die Arbeit unseres Londoner Büros lahmzulegen wünscht. Die Tatsache und die besonders unfairen

Umstände, unter denen die Ausweisung der Mit­glieder unseres Londoner Büros vor sich ging, sind jedenfalls nicht anders denn als eine bewußte Unfreundlichkeit von feiten Englands auf­zufassen und schwerlich geeignet, die Pressebeziehun­gen und damit wohl auch die allgemeinen Beziehun­gen zwischen den beiden Ländern freundlich zu ge­stalten. Wenn unser Vertrauen in die Person und die Arbeit Dr. von Langens überhaupt noch eine Steigerung hätte erfahren können, dann wäre dies durch die unfaire Handlungsweise Englands unse­rem Korrenspondenten gegenüber der Fall.

Ein anderer rotspanischer Flieger, der am 12. Juli abgeschossen wurde, sagte aus:Ich bin auf Kosten des roten Ausschusses von Valencia im November 1936 mit einer Gruppe von 50 Mann von Barce­lona nach Frankreich geschickt worden zur Ausbildung als Flieger. Unsere Lehrer waren Franzosen. Im April 1937 kehrten wir nach Spanien zurück. Auf den rotspanischen Flugplätzen sind durchweg Sowjetrussen als Aus­bilder. Das Kommando der Staffeln haben sow­jetrussische Flieger. Ich habe auch einen Engländer als Piloten kennengelernt und eine große Anzahl von französischen Mechanikern und Monteuren. Die Stimmung unter den Fliegern ist miserabel. Diele wollten gar nicht mehr auf­steigen. Sie wurden aber von den sowjetrussischen Staffelführern dazu gezwungen."

Der Kraftwagenführer Emiliano Menckaca Sauto, der im Juni zu den nationalspanischen Truppen überlief, machte folgende Angaben: Zum Fliegen und zur Wartung der Flugzeuge waren 16 Sowjetrussen und etwa 15 Mechaniker mit einem sowjetrussischen Ingenieur auf dem Flug­platz Lamiaco. Die Sowjetrussen waren ziemlich arrogant, obwohl sie in sehr schlechter Kleidung und mit sehr schlechten Schuhen ankamen, so daß sich jeder Spanier darüber wunderte, daß es sich hier um so sehr gelobte sowjetrussische Piloten handelte. Sie wurden wie Für st en behandelt. Als Entlvhnung verweigerten sie die spanischen Peseten und verlangten Dollars oder andere gleichwertige Valuten. Im März-April kamen sechs t sch e ch i sch e Apparate, mit denen die Sowjetrussen nicht zufrieden waren Sie meinten, die tschechischen Ap­parate seien schlecht und die Nationalen würden sie daher mit ihren guten Apparaten bald abschießen. In dem Urteil über die tschechischen Apparate haben die Sowjetrussen recht behalten, denn nach etwa zwei Wochen waren die tschechischen Apparate a b - geschossen oder verbrannt.

Wie Moskau dieAchiemmGuog" handhabl.

Abge.choffene sowjetrmsi-che Fl eger erzäh en ihre Erlebnisse auf rotjpamschen Fluüplahen.

Burgos, 6. Aug. (DNB) Ein am 6. Juli bei Villa del Prado von den nationalspanischen Streit­kräften abgeschossener sowjetrussischer Flieger machte bei seiner Vernehmung u. a. fol­gende Aussagen:Ich bin am 18. Juni d. I. mit 20 Kameraden aus einem sowjetrussi- schen Hafen nach Le Havre abgereist. Nach unserer Landung sind wir soforr nach Paris weitergefahren Dort teilte man uns in kleine Gruppen ein. Ich kam mit drei Kameraden in einem Verkehrsflugzeug nach Valencia. Es ging wei­ter nach Los Alcazares, wo wir am 4. Juli eintrafen. Dort befindet sich eine Fliegerschule für Jagdflieger. Die Offiziere und die Flieger sind alle S o w j e t r u s s e n. Die Apparate sind z. T. französisches Fabrikat.. Einmal mußten wir bei Albacete niedergehen, um Betriebsstoff nachzufüllen. Hier sind allein fünf Flugplätze mit über 50 sowjetrussischen Pilo-

t e n, die z. T. schon acht Monate in Sow­jet s p a n i e n fliegen. Sie sind jetzt naturali­siert in Spanien und haben ihre Garnison in Valencia. Sie erzählten mir, daß sie der Sache überdrüssig wären. Don diesen habe ich auch den Rat bekommen, mich am besten auf gar keinen Kampf einzulassen. Dom Heber- laufen wurde mir dringend abgeraten. Man be­hauptet, daß Heberläufer sofort getötet würden. Jetzt sehe ich ein, wie ich getäuscht worden bin. Denn hier geht es mir ausgezeichnet. Hier werde ich so gut verpflegt, wie ich es in meinem Leben noch nicht hatte. Ich werde auch nie wieder noch Sowjetrußland zurückgehen. Ich bin ja auch kein Kriegsfreiwilliger. Als ich auf das Schiff ging, wußte ich gar nicht, daß ich nach Spanien kommen sollte. Ich habe viele Kameraden getroffen, denen es leid tut, daß sie hier im Kriege verwendet werden".

Bolschewistische Klugzeuge bombardierten die drei Dampfer im Mitielmeer. Infame Lügenhetze vor Feststellungen Sa amancas zusammengebrochen.

Salamanca, 7. Aug. (DJIB.) Nach hier oor- genomnienen endgültigen Feststellungen besteht nun­mehr kein Zweifel mehr daran, daß es sich bei den letzten lieber fällen in der Nähe der algerischen Küste auf drei Dampfer um bolschewistische Flieger handelte. Nationale Flieger sind überhaupt nicht auf See ge­wesen. 3n Salamanca herrscht starke Empörung darüber, daß wiederum ohne jeden Anlaß die Schuld an den Zwischenfällen nationalen Flie­gern i« die Schuhe geschoben wurde. 7Nit Recht weist man darauf hin, daß, wenn es sich um rote Fliege», handelt, ein gewisser Teil der Weltpresse stets von unbekannten Fliegern spricht, wäh­rend, wenn die Attentäter unbekannt sind, die Schuld skrupellos den Nationalen ange- hangt wird. Schon die Tatsache, daß unter den beschossenen Schiffen ein italienisches, also ein dem nationalen Spanien befreundetes Schiff sich befand, sollte jedem ruhigen und objektiven Beob­achter gesagt haben, daß hier nationale Flieger überhaupt nicht in Frage kommen können. Es fei in diesem Zusammenhang auch an den Ueberfall auf das PanzerschiffDeutsch­land" erinnert, das gleichfalls von bolschewistischen Fliegern in einer, wie erinnerlich, besonders heim­tückischen Art und Weise mit Bomben belegt wurde.

Neuer rotfpanifdier Bombenangriff.

Paris, 8. Aug. (DNB.) Die Funkstation von Marseille hat einen Funkspruch des Dampfers K r i ft a k i s" aufgefangen, wonach das Schiff etwa 18 Meilen westlich von Algier von einem Flugzeug bombardiert worden sei. Wie der Temps berichtet, hat der Dampfer, der den

Von den ältesten Gasthöfen in Deutschland.

Der besinnliche Reisende, der in deutschen Städten sein Augenmerk auf die Zeichen der 23er- aangenheit richtet, wird in vielen auch auf Gast- Höfe stoßen, deren prächtiges Aeußere unverfälscht den Stil einer vergangenen Zeit zeigt und so sein ehr­würdiges Alter verrät. Solche alte deutsche G a st st ä t t e n, die in ferne Jahrhunderte zurück­reichen und an die sich oft auch Erinnerungen von geschichtlicher Bedeutung knüpfen, m denen Men­schen verkehrt haben, deren Name noch heute einen Hellen Klang hat, hat Dr. M. Hoffmann über­all ausgesucht und gibt nun eine Auslese der be­rühmtesten in der Julinummer von e jt er­manne Monatshefte n". Eine der ältesten Gaststätten, wenn nicht die älteste in Deutschland, ist derBär" in Freiburg im Breisgau, der schon 1387 urkundlich als Herberge erwähnt wird, in diesem Jahre also sein 550jähriges Jubiläum feiern kann. DerBär" ist seit dem 14. Jahrhun­dert bis auf den heutigen Tag ein Gasthaus gewesen. Bei anderen solchen Gaststätten ist das Bauwerk noch älter, aber es hat früher anderen Zwecken ge­dient. Als ältestes Bauwerk dieser Art in Deutsch­land kann derStern" in Hers seid gelten; davon zeugen zwei Säulen, eine aus Stein und eine aus Holz, die aus der Zeit der ersten Ansied­lung der Mönche in dieser Stadt stammen und von Sachverständigen auf über 1000 Jahre geschätzt werden. Ein ehemaliges Dominikanerkloster, das 1236 erbaut wurde und bis 1785 als solches be­stand, ist heute dasI n s e l h o t e l" in Kon­stanz; der alte Klosterkreuzgang ist vollständig in die Hotelanlagen übernommen worden, und die ehe­malige Basilika dient heute als Speisesaal. In an­deren Fällen besteht der Gaststof als solcher schon länger, aber das jetzige Haus stammt aus jüngerer Zeit. So wird in Miltenberg derRies e" als Fürstenherberge schon im 12. Jahrhundert er­wähnt, aber das jetzige Gebäude stammt aus dem Jahre 1590. DerRiese" war für die früheren Zei­ten ungewöhnlich groß; er hatte Stallungen für 100 Pferde, und die Höhe des Gebäudes zeugt von feiner Bedeutung. Kaiser und Könige haben im Riesen" Rast gemacht, so Kaiser Rotbart, Ludwig der Bayer und Karl IV.

Im weingesegneten Rheingau hat sich schon früh ein großartiges Herbergswesen entwickelt. Hier liegt die AßmannshäuserKrone", deren

Notruf fünfte, durch einen zweiten Funkspruch den Notruf rückgängig gemacht und wissen lassen, daß er seine Reise fortsetze, da an Bord nichts beschädigt sei. Wie verlautet, sollen Bewohner von Tipasa (Algerien) kurz nach der Bombardierung mehrere Flugzeuge gesichtet haben, auf die die Beschreibung der Kapitäne der drei am Freitagvormittag bombardierten Dampfer paßte. Es scheint sich also wiederum um dieselben rot- spanischen Bombenflugzeuge zu han­deln, die seit einiger Zeit den Schiffsverkehr am Ausgang des Mittelmeers beunruhigen und es in erster Linie darauf abgesehen Haben-Mu verhindern, die nationalspanischen Häsen Malaga, Algeciras, Ceuta und Cadiz anzulaufen.

«nt awwefowg der pariser Vonsfronwreffe.

Neutraler Bordbeobachter stellt Unmöglichkeit eines Irrtums fest. Paris, 8. Aug. (DNB.) Die Bombardierung des italienischen DampfersM o n g i o i a", dessen Ka­pitän an den Folgen einer schweren Verletzung im Krankenhaus in Algier g e ft o r b e n ist, wird in der französischen Presse ausgiebig kommentiert. Wie üblich, versucht die französische Volks- fron tp resse Sowjetspanien von der Verant­wortung für die Bombenangriffe zu entlasten und trotz der einwandfreien Prüfung und der Fest­stellung der spanischen Nattonalregierung, daß sich überhaupt keine Flugzeugn der Nationalregierung auf See befunden hätten, die nationalspanische Flugwaffe derartiger Bombenangriffe zu beschul­digen. Sie geht dabei soweit, zu erklären, es habe sich bei der halbstündigen Bombardierung des ita­lienischen Dampfers wahrscheinlich um einen Irrtum gehandelt. Es sind die gleichen Zeitun­

älterer Teit die Jahreszahlen 1541 und 1703 trägt. Das alte Fremdenbuch aus dem 18. Jahrhundert wurde von einem Engländer entführt, aber auch in dem späteren fallen viele bekannte Namen auf. Da findet man Geibel, Hoffmann do n Fal­lersleben, Scheffel, Simrock und Otto Roquette, vor allem aber häufiger Freili- grath, der hier längere Zeit wohnte, und Rit­ter sh aus mit seinem Freundeskreis. Aber auch aus neuerer Zeit findet man bekannte Namen, Jordan, Keller, Rosegger, 253 o, l f f, Fontane, Grillparzer, Wildenbruch und Menzel. Hier roirb der Drei-Kaiser-Pokal aufbewahrt, aus dem bei der Grundsteinlegung des Niederwalddenkmals 1887 Kaiser Wilhelm I., der spätere Kaiser Friedrich III. und Kaiser Wilhelm II. getrunken haben. Weiter rheinaufwärts liegt der O e st r i ch e rSchwan", ein schöner Fachwerk­bau, der 1628 errichtet wurde.

Die. D a r m st ä d t e rTraube" beherbergt seit dem 17. Jahrhundert Gäste; sie ist besonders berühmt geworden, weil auf ihrem Speicher der Plan zum Kölner Dom gefunden wurde, durch den der Ausbau dieses großen Denkmals erst möglich war. Ein günstiges Geschick hat denRitter" in Heidelberg bei der allgemeinen Zerstörung der Neckarstadt in den Kriegsjahren des 17 Jahrhun­derts erhalten; das Haus stammt aus dem Jahre 1592 und zeigt edelste Renaissancekunst.

In Bayern sind besonders dieDrei M o h - re n" von Augsburg zu erwähnen. Das Haus, das einst den Fuggern gehörte, besitzt noch heute den berühmten Kamin, an dem der Schuldschein Kaiser Karls V. in Rauch und Asche verwandelt wurde. Die Gästebücher dieses Hauses sind berühmt; von den Großen, die man in ihnen findet, seien Fürst Metternich, die erste Gemahlin Napo­leons, Josephine Beauharnais, sowie die zweite Gatttn des Kaisers, Marie-Louise, genannt, auch die unglückliche M a r i e - A n t o i n e 11 e ist auf ihrer Fahrt zur Hochzeit nach Frankreich in den Drei Mohren" abgeftiegen, und der Deutsche Bun­destag hat hier 1866 feint letzten Sitzungen abge­halten.

In Mitteldeutschland ist derAnker" in Saal­feld zu erwähnen, der sich früherGüldne Gans" nannte und dadurch berühmt wurde, daß 1547 Kai­ser Karl V. hier nach der Schlacht bei Mühlberg Quartier nahm; noch heute sind in den Räumen zwei Quadersteine zu sehen, die von seiner wundersamen Rettung aus L^bensqe'abr zeugen. In Weimar läßt sich die Geschichte des Gasthauses

gen, die anläßlich des Bombenangriffes auf das PanzerschiffDeutschland" ebenfalls zunächst den Eindruck zu erwecken versuchten, als hätten nationalspanische Flugzeuge den Bomben­angriff auf das deutsche Panzerschiff verübt (!) und dann was ebenfalls einwandfrei als erlogen bewiesen werden konnte den roten Bombenan- ariff als die Folge eines Angriffes des Panzer­schiffes auf rote Flugzeuge hinzustellen versuchten.

Der holländische Beobachter an Bord derMongioia", B r u i n , erklärt, daß die Flug­zeuge mindestens 25 Minuten über dem Schiss gekreuzt hätten. Der holländische Beobachter ist der festen Heberzeugung, daß der Pilot des Flug­zeuges sehr wohl die Nationalität des ange­griffenen Schiffes kannte, denn er sei zeitweise sehr tief geflogen und habe unbedingt die große italie­nische Flagge am Heck, am Bug und die Hoheits­zeichen auf beiden Seiten des Schiffes feststellen können. DasPetit Journal" zieht deshalb die Schlußfolgerung, daß es sich wahrscheinlich um einen getarnten roten Apparat handelte. Es sei nicht anzunehmen, daß ein nationalspanisches Flug­zeug einen italienischen Dampfer bombardiere. Aber es sei mehr als wahrscheinlich, daß es sich um ein rotes Flugzeug von Barcelona oder Valencia handelt.

Die französische Regierung hat angeordnet, daß zwei französische Kriegsschiffe den Schutz der französischen Handelsdampfer in der Nähe von Algier und zwischen Algier und den Balearen übernehmen. Zwei Militär- Wasserflugzeuge werden außerdem von Algier aus die großen Passagierdampfer bis zu einem bestimmten Punkt im Mittelmeer begleiten, wo sie sich dann mit den von Dran auslaufenden Handelsschiffen treffen, um von dort aus, von einem französischen Kriegsschiff begleitet, ihre Bestim­mungshäfen aufzusuchen.

Zum weißen Schwan" bis ins 16 Jahr­hundert verfolgen, in dem die Größen der Goethe- zeit verkehrten.

Berlin hat von seinen alten Gasthöfen nur noch denKönig von Portugal", in dem Les­singsMinna von Barnhelm" spielt und an den sich die Erzählungen von Fritz Reuter, Hauff und Fontane knüpfen. In Norddeutschland gibt es viele alte Schankstätten, aber wenig alte Hotels. In Meldorf im Dithmarschen befindet sich die H o l l ä n Ö e r e i", die bis ins 15. Jahrhundert zu­rückreicht, die als Herberge für die vielen hollän­dischen Schiffer, die hier ankamen, diente. C. K.

Uockefeliers Erbe.

Jorge de Cuevas war ein schöner, aber armer junger Mann, der vor einer Reihe von Jah­ren in Paris zusammen mit dem Fürsten Jussupoff, dem Mörder Rasputins, ein kleines Konfektionsge­schäft unterhielt. Auf seiner Besuchskarte prangte der TitelMarquis de Guana de Cuevas", aber der Gotha meldete nichts über diesen Adel. Tatsäch­lich war es einer jener Titel heutiger Südamerika­ner, die auf mehr oder weniger weit zurückliegende Vorfahren zurückgehen und die König Alfons XIII. anerkannte, als er für den Neubau der Hniversi- tätsstadt von Madrid reichliche Mittel benötigte. Als Jorge eines Tages durch Zufall zu etwas Geld ge­kommen war, ließ er seinen Titel anerkennen und fing an, a l s Marquis durch die Welt zu reifen. Auf diese Weise begegnete er Margaret Strong, der Tochter von Bestie R o ck e f e l l e r. Bestie Rockeseller, die Tochter von John D. Rocke- feller, hatte den Doktor August Strong, einen Professor der Psychologie an der Hnioersität von Chikago, geheiratet. Bestie starb im Jahre 1906, und seitdem lebt der Professor als Sonderl.ing in dem Schlosse Riesole in Italien. Dort wuchs Marga­ret, fast ganz sich selbst überlassen, auf. Das Ge­fühl, d i e Erbin des reichsten Mannes der Welt zu fein, wurde in ihr fast zum Verfol­gungswahn. In jedem jungen Mann, der sich ihr näherte, sah sie nur einen Mitgiftjäger und faßte geradezu einen Haß gegen die ganze Männerwelt. Bis sie Jorge de Cuevas kennen lernte. Es war für sie die Liebe auf den ersten Blick. Da Vater und Großvater die Heirat mißbilligten, fand die Hoch­zeit heimlich 1927 in Paris statt. Nachträglich fand der alte John D. sich damit ab, und die beiden Kinder der Ehe wurden rasch feine Lieblinge. Die letzten Bilder, die von ihm ausgenommen wurden, zeigen

Brandstifter.

Von unserer Berliner Schrift eitung.

Es mag sich ereignen was will, immer wieder gibt es Frechlinge, die in gewissen Druckerzeugnissen, die sich auch Zeitungen nennen dürfen, mit Dreck- schleudern gegen Deutschland vorgehen. Der Füh­rer und Reichskanzler hat am 6. August das Beglaubigungsschreiben des Staatsoberhauptes des nationalen Spaniens für den neuen Botschafter entgegengenommen, wobei, wie Üblich, Reden gewechselt wurden, die die gegenseitigen Ge­fühle und Beziehungen zum Ausdruck bringen. So war es auch bei der Hebergabe des Beglaubigungs­schreibens des räterussischen Botschafters, die eben­falls auf dem Obersalzberg geschah, was an sich schon zeigt, daß es sich um diplomatische Formen und Regeln handelt. Aber der Austausch von Reden zwischen dem Führer und dem svanischen Bot­schafter gibt einem berüchtigten Pressereptil in Lon­don Veranlassung, Gift und Galle gegen Deutsch­land und das nationale Spanien zu spritzen. Weil der spanische Botschafter davon sprach, das natio­nale Spanien werde sich die Grundsätze der natio­nalen und sozialen Erneuerung Deutschlands, so­weit das angängig sei, ßu eigen machen, glaubt dies Zeitungsreptil hämische Bemerkungen über Rizinusöl, Konzentrationslager, militärische Er­ziehung der Jugend und ähnliches daran knüpfen zu dürfen. Es braucht nicht besonders erwähnt zu werden, daß dies widerwärtige Blatt in der Haupt­sache von jüdischen Zeitungsleuten gemacht wird, die von Demokratie und Freiheit reden, wenn sie tatsächlich internationale Brunnenvergiftung treiben.

Die Presse hat, allgemein gesprochen, die Pflicht, sich jederzeit der hohen Verantwortung bewußt zu sein, das Sprachrohr eines ganzen Volkes zu sein. Wenn diese Pflicht vernachlässigt ober mißbraucht wird, wenn, statt die Dinge so darzustellen, wie sie tatsächlich sind, bewußte Lügen und Verleumdungen verbreitet werden, so ist das nicht die Sache einer einzelnen Zeitung, sondern es geht die öffentliche Meinung überhaupt an. Die übrige englische Presse hat über den Empfang des spanischen Botschafters auf dem Obersalzberg ruhig und sachlich berichtet, wie sich das gehört, wie das auch allgemein üblich ist. NurNews Chronicle", das seine geringe Auflage durch groß aufgemachte Schwindeleien sowie durch bösartige Hetzereien in ine Höhe zu treiben sucht, wird wieder dabei er­tappt, frech zu lügen. Das alles geschieht mit einer Hartnäckigkeit, daß nichts anderes üorig bleibt, als ein für allemal festzustellen, daß das, wasNews Chronicle" schreibt und druckt, soweit eine eigene Leistung" vorliegt, von A bis Z erlogen ist.

Leider will es die Doppelheit der Ereignisse, daß sich zur gewerbsmäßigen Brunnenvergiftung auch die gelegentliche Brunnenvergiftung anderer Zei­tungen gesellt. Da sind am 6. August in den Ge­wässern vor der rotspanischen Küste drei Damp­fer von Flugzeugen bombardiert wor­den, von denen der eine englischer, der andere ita­lienischer, der dritte französischer Nationalität ge­wesen ist. Soweit von diesen Dampfern aus Mel­dungen möglich waren, stimmten sie darin überein, es hätte sich die Nationalität der Flugzeuge nicht f e st st e 11 e n lassen. Was macht aber derDaily Heral d" daraus? Er läßt aus den Bombensplittern, die auf Deck gefunden wurden, feststellen, es hätte sich um Bomben deutscher Herkunft gehandelt, währendNews Chro­nicle" wütend über diesen Wettbewerb, den Ka­pitän des angegriffenen Dampfers erklären läßt, die Flugzeuge seien italienischer Herkunft gewesen. Der Berichterstatter desDaily Tele­graph" in Algier will sogar wissen, daß die Flugzeuge mit roten Flügeln und aufgemalten schwarzen Malteserkreuzen ausgestattet gewesen seien. Es genügt, diese drei Meldungen, Die sich gegenseitig widersprechen, nebeneinander 3U stellen, um darzutun. daß es sich um den Versuch einer Brunnenvergiftung handelt, der nicht scharf genug zurückgewiesen werden kann. In der ersten Verwir­rung ist es ja leicht möglich, die Dinge falsch zu sehen, aber gewisse Zeitungen, die schon so oft mit ihren Lügen und Verleumdungen hereingefallen sind, sollten doch etwas mehr Vorsicht beobachten. Tun sie bas nicht, so stellen sie sich auf eine Stufe mit nichtsnutzigen Lügnern. Dann sind sie auch nicht

ihn mit diesen Urenfeln, John und Elisabeth. Sein Testament aber verrät die alte Abneigung. Marga­ret ist die einzige Erbin, und wenn ihr Gatte im Mitgenuß der Erbschaft zu weit gehen sollte, so bleibt immer noch der Sohn des Milliardärs, der den Vorsitz im Verwaltungsrat des Vermächtnisses inne hat und der von einem Tag auf den anderen Margaret und ihren Gatten enterben kann zugun­sten ihrer Kinder.

Zeitscbnffen.

Der Naturforscher", vereint mitNa­tur und Technik", August-Heft: 34 Seiten mit 22 Abbildungen und einer Bildtafel. Preis: Viertel­jährlich 2,50 Mark, Einzelheft 1, Mark (Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde N, Bismarck» strahe 3.) bringt unter dem TitelSeltsame Am- menbienfte" einen Aufsatz, ber über bas Ausbrüten eines verlassenen Säbelschnäblergeleges burch ein Seeschwalbenpaar berichtet. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, das ber Verfasser Eugen Schuhmacher mit biefen seltenen unb eigenartigen Vögeln unse­rer beutschen Küste hatte. Jeber Naturfreunb wirb seine Freude an den hervorragenden Naturaufnah­men ber brütenden Seeschwalben und ausschlüpfen- den Säblerkücken haben. Dr. Steiniger vom Der- erbungsinftitut der Unioerfität Greifswald führt an Hand vortrefflicher Photos die Nachahmer der Wespen unb Bienen vor Augen. Die Zusammen» hänge von Stratosphäre. Ionosphäre und Polar­licht erschließt in einer allgemeinverständlichen vhysikalischen Abhandlung Dr E. Schneider (Ber­lin). Der bekannte Tierpsychologe Professor Bastian Schmid (München) erzähltSeelenkundliches vom Hund und von seinen Perwandten" aus seinen Ver­suchen, die er mit überraschenden Erfolgen durch- geführt hat. Daß der Fischreiher als Wühlmaus­vertilger nützlich werden kann, bafür bringt Emst Schälow (Berlin) überzeugende Beweise. In bie Technik unb Wirtschatt führen zwei Aufsätze: Dr. Seeler (Hamburg) schilbert bie Bakterien als Zer­störer von Bauwerken. Direktor Philippi (Hanno­ver) bringt eine mit zahlreichen Photos belebte Abhanblung über bie Entstehung unb Verwertung ber Kieselgur. Viele Menschen werben von diesem wertvollen Rohstoff, der aus deutschem Boden ge­wonnen wird, wenig wissen Forschungsergebnisse aus allen Gebieten, Anregungen zur Naturbe­obachtung, die Besprechung neuer Bücher, eine Hebersicht über die Neuerscheinungen aus natur­wissenschaftlichem Gebiet sowie die Preisfrage schließen das wertvolle unb vielseitige Heft.