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Tonnen Metallgeräte Tonnen Stahl in Barren, Automobilfahrgestelle Ambulanzwagen Tonnen Metallgeräte Tonnen Chrom'

Freiwillige Freiwillige Freiwillige Freiwillige Freiwillige Freiwillige Freiwillige.

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London, 9. Juli. (DNB. Funkspruch.) General Franco hat dem Sonderkorrespondenten der Time s" in Salamanca erklärt, daß er die Zu­rückziehung der Freiwilligen für nicht durchführbar halte. Als Grund gab Franco an, daß in Valencia keine Regierung be­stehe und praktisch den dortigen Stellen die not­wendige Autorität fehle, um ihre Anerkennung durchzusetzen. Der General erklärte weiter, daß er nichts mehr von Konferenzen mit den Bolschewisten hören wollte, nichts von Inter­vention der Mäche, weil die Nationalen nur ein Ziel kennten: den v o ll st ä nd i g e n Sieg.

Der Korrespondent meint dazu, daß diese kate­gorische Erklärung kürzliche Berichte widerlegen soll, die anscheinend aus portugiesischer Quelle stamm­ten und die eine Wandlung der Haltung Francos zur Frage der Zurückziehung der Freiwilligen an­gedeutet hätten.

Der nationale Heeresbericht.

Salamanca, 9. Juli. (DNB.) Im nationalen Heeresbericht vom Donnerstag heißt es:

Front von Biskaya: Der Feind hat Donners­

tag früh unsere Stellung von La Nevera ange­griffen und wurde mit großen Verlusten zurück- geschlagen.

Front von Aragon: Ein Angriffsversuch im Abschnitt von Albaracin wurde zurückgeschlagen. Der Feind hatte große Verluste.

Front von Madrid: Der Druck des Gegners im Abschnitt von Villafranca de Castillo und Qui- jorna dauert weiter an. Alle Angriffe in diesem Abschnitt wurden zurückgeschlagen. Der Gegner verlor Hunderte von Toten. Im Abschnitt von Usera wurde ein Angriff energisch zurückgewiesen, durch einen Gegenantriff ein Schützengraben er­obert. Der Feind hinterließ viele Tote.

Tätigkeit der Luftwaffe: Vier bolschewistische Flugzeuge wurden abgeschossen.

3ur Woffenstreckung aufgefordert.

Bilbao, 8. Juli. (DNB.) Nationale Flieger warfen am Donnerstag Tausende von Flugzetteln über der Stadt Santander ab, in denen die Bolschewisten aufgefordert werden, sich zu erge­ben, da die nationale Offensive auf die Provinz­hauptstadt nicht mehr aufzuhalten sei. Das neue Spanien, dessen vornehmste Aufgaben das Wohl­ergehen der Arbeiter und die Erfüllung der sozialen Gerechtigkeit sei, werde alle, die sich von den Irr­tümern des Kommunismus lossagen, mit offenen Armen aufnehmen.

Wenn Aramrelch nicht

dent derTime s", daß weder die englische, noch die französische Regierung neue Vorschläge machen würden. Da es aber klar sei, daß die Nichtein­mischung zusammbreche, wenn man keine Lösung finde, einen solchen Zusammenbruch aber anscheinend niemand wünsche, würde der Ausschuß seine Pflicht verletzen, wenn er nicht weitere Bemühungen unternehmen würde. Die Ver­treter der Kleinen und der Balkan-Entente hätten am Donnerstag in London eine Sitzung abgehalten, um ihre Stellungnahme zu beraten. Man scheine aber zu keinen festen Ergebnissen gekommen zu sein, außer dem einen, daß man die französisch­britischen Vorschläge unterstützen wolle.

Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" hält es aber für denkbar, daß in der Sitzung von den Vertretern der Kleinen und der Balkan-Entente ein Dermittlungsvor- schlag vorbereitet werden wird. Auch diese Staa­ten würden sich auf den Standpunkt stellen, daß der englisch-französische Vorschlag für die Seekontrolle der beste sei. Sie würden anregen, daß man fest­zustellen versuche, ob ein neuer Kontroll­plan auf der Grundlage des englisch-französischen und des deutsch-italienischen Vorschlages aufgebaut werden könne. Sollte diese Methode allgemeine Zu­stimmung finden, glaube man, daß der Ausschuß die Vertreter von Norwegen, Polen und Griechen­land mit der Ausarbeitung eines Plans beauftragen werde. Diese Staaten vertreten die Ansichten der nordischen Länder, der Staaten Mitteleuropas und des Mittelmeeres. Frankreich würde gegen einen solchen Plan keine Einwendungen erheben und be­reit sein, jeden anderen Plan zu erörtern, der die Wirksamkeit des Ueberwachungssystems erhalten und erhöhen werde.

Auch der diplomatische Korrespondent der Daily Mail" hält Kompromißvor­schläge von Vertretern der Balkan- oder der skandinavischen Länder für möglich.

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am 26. Mai 1937 17 Automobilfahrgestelle 77 Lastkraftwagen

Tonnen Aluminium

nien abgestoppt wurde. Das vorhandene Kontroll­system setzte zum mindesten ein Höchstmaß von So­lidarität voraus. Wie sich diese Solidarität nach dem Angriff auf die Leipzig" ausgewirkt hat, steht noch in frischer Erinnerung.

Wir sind damit am Ende unseres mehr geschicht­lichen Rückblicks auf die Politik der Nichteinmischung gegenüber dem Bürgerkrieg in Spanien. Was aber lehrt dieser Rückblick? Vor allem doch eines: daß es unnütz und vergeblich ist, Probleme, die Europa in seiner Gesamtheit betreffen, nur von sogenannten europäischen Gesichtspunkten aus behandeln zu wol­len. Europa als solches ist gewiß mehr als nur eine diplomatische Fiktion, aber doch nur dann eine politische Realität, wenn man in ihm, von den weltanschaulichen Voraussetzungen ganz abgesehen, nicht eine inhaltslose Einheit, sondern eine Vielheit von sehr verschieden gelagerten Interessen sieht. England muß, um diese etwas abstrakte Feststellung zu erläutern, das spanische Problem anders sehen, als Italien oder Frankreich. Für England stehen in Spanien W e l t r e i ch s i n t e r e s s e n mit auf dem Spiel. Für Italien stellt sich die Frage der Stellung im Raume des M i t t e l m e e r e s. Für Frankreich wird das Problem der Verbindung zum afrikanischen Kolonialreich akut. Das entscheidende Kriterium der Nichteinmischung ist daher, ob es über die Einzelinteressen hinaus möglich ist, ein gemeinsames B e - dürsnis nach allgemeiner Neutrali­tät politisch wirksam zu machen. Dieses gemein­same Bedürfnis indessen kann unmöglich die Augen verschließen vor der Realität des Kriegsablaufs in Spanien selbst. Abg.

Die Verlegenheit in London.

London, 9. Juli. (DNB. Funkspruch.) Zu der heutigen Sitzung des Nichteinmischungs­ausschusses meint der diplomatische Korrespon-

- Tonnen Chlorkalk, bei Le Perthus:

Sine neue Absage Francos.

Zurückziehung der Freiwilligen undurchführbar.-^Nichts mehr von Konferenzen mit den Bolschewisten."

FrankreichsMchtemnnschimg".

Zahlenmäßige Beweise für die Transporte über die französisch-spanische Grenze.

Ferner sind aus Toulouse alsmobilisierte" bzw. mit vom spanischen Konsulat in Toulouse ausge­stellten Ausweispapieren als angebliche spanische Staatsangehörige nach Rotspanien gelangt:

-- 29. Mai 1937 - ......

Der Verlauf der nächsten Tage entscheidet mit einem hohen Grade der Wahrscheinlichkeit über das Schicksal derNichteinmischung". Grund genug, sich über ihren Charakter und über die Form, in der sie sich entfalten, oder auch nicht ent­falten konnte, klar zu werden. Man wird bei sol­cher Betrachtung alle Sympathien und Anttpathien getrost schweigen lassen können. Denn: der Gedanke der Nichteinmischung wird auch dann nicht ad ab­surdum geführt, wenn er nicht durch Deutsch­lands und Italiens Schuld im spanischen Bürger­krieg versagen sollte. Wir möchten ihn fast als deutsche Erfindung patentieren lassen; denn der Führer war es, der am 7. März 1936 erklärte, daß die deutsche Reichsregierungjeder- zett bereit sei, einer internationalen Vereinbarung zuzustimmen", die in einer sorgsamen Weise alle Versuche einer Einmischung von außen in andere Staaten unterbindet und unmöglich macht, selbst­verständlich unter dem natürlichen Vorbehalt,daß eine solche Regelung international wirksam wird und allen Staaten zugute kommt." Die deutsch-öster­reichische Uebereinkunft vom 11. Juli 1936 brachte dann den praktischen Beweis auf die am 7. März des gleichen Jahres von Deutschland aufgestellte Forderung. Es ist also keineswegs so, als ob der ehemalige französische Ministerpräsident Blum, ober der britische Außenminister Eden dieEr­finder" der Nichteinmischung in Spanien seien und als ob diese durch ihre Erfindung den Werkzeugkasten der internationalen Diplomatie um ein neues, wirksa­mes geschweige denn erprobtes Instrument bereichert hätten. Im Gegenteil: die von der Regie­rung Blum Anfang August v. I. erhobene Forde­rung nach Nichtintervention in Spanien war vor­erst ein auf das außenpolitische Gebiet verlagerter innenpolitischer Trick!

Die Regierung derFront populaire war eben erst geboren, als unter dem Druck der kommunisti­schen Koalitionsgenossen eine Volksbewegung zu­gunsten der roten Regierung von Madrid entfesselt wurde. Die begeisterte Freundschastserklärung, die die am 14. Juli 1935 (!) gegründeteFront popu­laire" nach Spanien schickte, klang bereits in den Worten aus:Es gibt keine Pyrenäen mehr!" Jetzt ein Jahr später wurde die Rechnung präsentiert. Leon Blum und der Außenminister D e l b o s waren sich wohl von vornherein darüber klar, daß der französische Staat den Wirt spielen mußte, ohne den diese Volksfront-Rechnung gemacht worden war. Politische Rücksichten sowohl auf die internationale Lage als solche, noch immer stand die sogenannte Fünfmächtekonferenz im Bereich der Möglichkeit wie auf das Kräfteverhältnis inner­halb der Volksfront-Regierung ließen die Prokla­mierung einer Politik der Nichteinmischung als den rettenden Ausweg erscheinen. Aus der Not wurde, wie so oft in der Politik, eine Tugend. Frankreich begab sich offiziell vor den Augen der Welt aller Verantwortung für das, was in Spanien geschehen war und geschehen würde, ohne praktisch die ent­sprechenden Folgerungen aus dieser neuen Haltung zu ziehen. Denn noch lange nach dem 7. August 1936 wurden in eigens errichteten Büros Freiwil­lige für Madrid geworben, rollten Waffen- und Muntionstransporte über die Pyrenäen nach Bar­celona.

Bei der engen Verbindung zwischen dem Quai d'Orsay und dem Foreign Office war von vorn­herein anzunehmen, daß Blum und Delbos nicht ohne Zustimmung Londons die Derlegenheitspolittk der Nichteinmischung ausgenommen hatten. Die offizielle Zustimmung Englands ließ auch nicht sehr lange auf sich warten. Bereits Ende August erließ Großbritannien ein Waffenaussuhrverbot nach Spanien und richtete eine Aufforderung an die übrigen Mächte, sich diesem Vorgehen anzuschließen. Deutschlands Antwort erfolgte in kürzester Frist. Ebenfalls noch im August erklärte sich die Reichs­regierung bereit, ein Embargo auf Waffen und Munition nach Spanien zu erklären. Die nächsten Wochen verstrichen mit der praktischen Durchfüh­rung dieser einfachsten Form von Neutralität und Nichteinmischung durch die einzelnen Mächte. Es entstand der Londoner Nichteinmischungsausschuß, praktisch eine Art Botschafterkonferenz der am Hof von St. James akkreditierten Diplomaten der 27 europäischen Mächte unter dem Vorsitz eines hohen Beamten des britischen Außenamtes. Es folgte das Verbot der Ausreise von Freiwilligen. Englisch- französische Vermittlungsversuche zwischen den beiden ftreitenben Parteien in Spanien um die Weih­nachtszeit scheiterten. Immer mehr wuchs sich die Nichteinmischungspolitik zu einem Wettrennen zwi­schen den militärischen Kampfhandlungen und einer stärkeren Wirksammachung der sogenannten Kon­trolle aus; Die Diplomaten und Sachverständigen machten sich erneut an die Arbeit und beglückten dann sich selbst und die Welt mit jenem bekannten Schema, das folgende Punkte umfaßte:

1. Ueberwachung der spanischen Landgrenzen durch Kontrollbeamte (internationale an der franzö­sischen, englische an der portugiesischen und z. T. deutschen an der Grenze von Gibraltar);

2. Schaffung von Bestimmungshäfen, die von allen Schiffen mit Fracht nach Spanien ange­laufen und in denen Ueberwachungsbeamte an Bord genommen werden müssen;

3. Aufteilung der spanischen Gewässer in vier Zonen, innerhalb derer deutsche, englische, ita­lienische und französische Kriegsschiffe Patrouil- lendienste übernehmen und darüber wachen, daß kein Schiff ohne Ueberwachungsbeamten an Bord einen spanischen Hafen anläuft.

Daß mit dem Anfang März angenommenen Kon­trollplan durchaus nicht alle Möglichkeiten der Kon­trolle und Nichteinmischung erschöpft sein würden, war den beteiligten Mächten nicht unbekannt. Die größte Lücke blieb ungeschlossen: Nach wie vor konn­ten Schiffe unter spanischer Flagge, ober Schiffe der nicht an dem Nichteinmischungsabkommen beteiligten Mächte Waffen, Kriegsgerät, Munitton, ja selbst Freiwillige nach Spanien befördern. Außerdem waren die an der Patrouille beteiligten Kriegsschiffe der ständigen Gefahr ausgesetzt, Opfer der Kriegs­handlungen zu werden. Beide Befürchtungen erfüll­ten sich nur zu bald. Der Zwischenfall mit dem bri­tischen ZerstörerHunter", der auf eine Mine lief, der Bombenabwurf auf ein italienisches Torpedo­boot im Hafen von Palma bi Mallorca und auf das PanzerschiffDeutschland" vor Ibiza", der Tor- peboangriff schließlich auf den KreuzerLeipzig" waren Beweis für die Lückenhaftigkeit, wenn nicht Fehlerhaftigkeit des Systems der direkten See- kontrolle. Ebensowenig aber konnten die englischen, französischen, deutschen und italienischen Flottenein- feeiten in den spanischen Gewässern verhindern, daß ter Strom vonillegalen" Lieferungen nach Spa-

Der Moskauer Sender hat nach einer Meldung desKurjer Warszawski" mitgeteilt, daß die Frau des Außenkommissars Litwinow - Finkel- t e i n nach Swerdlowsk verbannt worden sei. Grund: sie habe sich etwas zu offen über die Mas- enmorbe in ber Sowjetunion geäußert unb bamit den Unwillen Stalins ausgelöst. Auch ihr immer dringlicher geworbener Wunsch, nach E n g l a n b, von wo sie herstammt, zurückkehren zu dürfen, hat ie verdächtig gemacht. Die Krönung des Ganzen ist bas Abrücken bes Außen kommissars von seiner Frau unb bie Abfassung eines Er­gebenheitsbriefes an Stalin. Wie trostlos muß wohl die Lage des sowjetrussischen Außenkommissars sein, wenn er es nicht einmal fertig bringt, seine Frau zu schützen, ja, wenn er sogar noch gezwungen ist, seine Lebensgefährtin fallen zu lassen, und sie damit in bas Lager derVerräter",Spione",Sa­boteure" verweist, aus dem sich die GPU. täglich massenhaft ihre Opfer teils für die Konzentrations­lager, teils für den Hinrichtungsplatz holt. Aber so ist nun einmal das sowjetrussische Familienleben: der Mann darf nicht zu seiner Frau halten, die Kinder nicht zu ihren Eltern! Einer bespitzelt den andern, ein Familienmitglied überantwortet das andere dem GPU.--Henker, wenn es hofft, dadurch elbst ungeschoren zu bleiben. Welche Tragödien spielen sich in diesemArbeiterparadies" stündlich und täglich ab? Wir erinnern bei dieser Gelegenheit an den Fall T u ch a t s ch e w s k i. Seine Frau blieb zurück unb wurde wahnsinnig, die zwölfjährige Toch­ter^ in eines der berüchtigten Kinderheime gesteckt, beging Selbstmord. Doch das ist der sowjetrussische Alltag!

Weitere Sowjetgrösterr verhaftet.

Riga, 8. Juli. (DNB.) Aus Moskau hier eingetroffenen zuverlässigen Nachrichten zufolge, oll der Volkskommissar für Gesundheitswesen der Sowjetunion, Kaminski, seines Postens entho­ben und bereits verhaftet sein. Sein Schicksal teilen die Volkskommissare für Gesundheitswesen einiger sowjetrussischer Unionrepubliken, z. B. Weißrußland. Ein weiterer Haftfall, der in den Kreisen deralten Bolschewikis" großes Aufsehen erregte, ist das langjährige Mitglied der Kommis- sion für Parteikontrolle, Solz, der als einer der ältesten Mitarbeiter Lenins in Parteikreisen eine besondere Vertrauensstellung genoß. Auch der Vor» sitzende des Volkskommissarenrates der Großrussi­schen Bundesrepublik (RSFSR.) S u l i m o w, soll, wie von gut unterrichteter Seite aus Moskau ver- lautet, verhaftet worden sein. (Seine Abwesenheit auf der Mittwochsitzung des Zentraloollzugsaus- schusses der Sowjetunion war bereits ausgefallen. Die Schriftleitung.) Ferner wird von der Verhas- tung einer Reihe von Redakteuren der Mos- kauer zentralen BlätterP r a w d a" undI s westija" berichtet.

Was den neuen Opfern der Stalinschen Schrek- kensherrschaft im einzelnen vorgeworfen wird, bleibt, wie üblich, unbekannt. Jedoch sind diese Vorgänge eine bezeichnende Illustration zu den demokratischen" Manövern des bolschewisti­schen^ Staates zu der Propaganda für Verfassung" undSowjetwahlen", die aufs neue wieder in Moskau auf der Tagesordnung stehen, und die offensichtlich die Spuren der Ver- folgungs- und Terroraktionen verwischen sollen.

Eine Bestätigung der vor kurzem erfolgten V e r- haftungsaktion innerhalb der sowjetamtlichen TelegraphenagenturTaß" bringt der in Swerd­lowsk erscheinendeUral-Arbeiter" vom 3. Juli. In einer Glosse wird dort gemeldet, was die Mos- kauer Presse beharrlich verschweigt, nämlich die Verhaftung des bisherigen Direktors der Taß D o - lezki und weiterer führender Beamter der Agen­tur wegentrotzkisttscher Umtriebe".

Auf dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin traf der neue Botschafter der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Konstant Konstantinowitsch Ju- reniew, ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich der Vertreter des beurlaubten Chefs bes Protokolls, Legationsrat Bolhe, sowie Vortragender Legations- rat Schliep vom Auswärtigen Amt und bie Mit­glieder der Botschaft auf dem Bahnhof eingefunden.

Ein Jahr Nichteinmischung.

Oie Welt kann seststellen: Frankreich und England haben auf der ganzen Linie versagt.

Roten in Spanien ergriffen werden sollen. Die französische Kommunistische Partei habe sich verpflichtet, bis spätestens am 15. Juli besonders in West- und Nordfrankreich 5000 Freiwillige anzuwerben und nach Spanien zu schicken. Die Moskauer Regierung habe beschlos­sen, den roten Machthabern in Valencia 200 Offi­ziere, davon 60 Flieger- und 35 Marineoffiziere, zu entsenden. Die Flieger sollen die neuen sowjet­russischen Wasserflugzeuge steuern, die kürzlich in Spanien eingetroffen seien, während die Marineoffiziere den Auftrag,hätten, die alten Tor­pedoboote und Hilfsschiffe der Valencia-Regierung wieder kampffähig zu machen.

eingeschlfft. Die Einschiffungen erfolgen in kleinen Sport- unb Küstensegelschiffen.

Die Angeworbenen kommen in der Regel von Narbonne in das Anwerbungszentrum La N o u v e l l e in einem Kraftwagen der Renault- Werke Nr. 1242/RK 9. Diese Freiwilligentransporte werden von einem Anarchisten namens Hernaz geleitet, der in Narbonne bei Lucien Casier, Mai- sonGaillard", Route de Carvassonne, wohnt. Bei eintretender Dunkelheit geben die an der Küste lie­genden Segelschiffe Leuchtsignale, die das Zeichen zum Beginn der Einschiffung sind. In der Regel gehen die Freiwilligen am Morgen nach ihrer Ein­schiffung in Port-Bou, in Rosas, in Llangsa oder in Palamos an Land.

Es wird bekannt, daß auf der Insel Korsika Freiwilligenansammlungen von in Frankreich, Bel­gien usw. Angeworbenen beobachtet wurden. Die Freiwilligen werden in von Valencia und Castellon kommenden Schiffen nach Rotspanien gebracht. Vor­zugsweise werden hierbei Schiffe benutzt, die nach Frankreich Fruchtladungen bringen.

Es wird bekannt, daß die Valencia-Regierung kürzlich den Ankauf von 200 schnettfahrenden Mo­torbooten vorgenommen hat, die mit einer Einrich­tung für den Abschuß von Torpedos versehen sind. Der Preis dieser Motorboote sott 185 000 Franken pro Stück betragen. Es ist vereinbart, daß diese Boote in Gruppen von drei ober vier zunächst in französische Häfen nahe der spanischen Grenze gebracht werden, von wo sie die Weiterfahrt nach rotspanischen Häfen antreten. Bei dem Eisenbahn­transport der Boote von Port-Vendres nach La Nouvelle wurden photographische Aufnahmen von diesen Booten gemacht. Die Motorboote werden erst in Spanien bewaffnet. Das hierfür bestimmte Ma­terial wurde zum Teil bei der Firma Charles le Borgne in Rouen angekauft.

Dimittoff in Paris.

In Frankreich wird den Bolschewisten weiter geholfen.

Pa r i s, 8. Juli. (DNB.) Die politisch-literarische WochenzeitschriftCandide" weiß zu berichten, daß der Generalsekretär der III. Internationale, D i m i- troff, im vergangenen Monat inkognito in Paris weilte, um mit den Mitgliedern des Zen­tralausschusses der Kommunistischen Partei Frank­reichs und des spanischen Komitees die neuen Maß­nahmen zu erörtern, die zur Unterstützung der

Deutliche Worte im englischen Oberhaus.

London, 9. Juli. (DNB.) Im Oberhaus forderte am Donnerstag der Konservative Lord Newton den baldigen Rücktransport der in England befindlichen spanischen Flücht­linge. Er erklärte, die Mehrzahl der Flüchtlinge sympathisiere mit den Nationalen. Die Unter­bringung der Flüchtlinge in England sei von vorn­herein nicht mit einer (triften Neutralität vereinbar gewesen, sondern habe zur Unter- stützunader spanischen Bolschewisten und zur Verlängerung bes Bürgerkrieges in Spa­nien beigetragen. Die Machthaber in Valencia hätten die Takttk verfolgt, hinter Frauen und Kindern zu kämpfen und diese dann im Stich zu lassen. Frankreich und Sowjettußland hätten die größte aktive Rolle im spanischen Bürger­krieg gefpielt. Diese beiden Mächte sollten daher auch die Flüchtlinge aufnehmen. Höchst zweifelhaft sei es, ob irgend jemand von den Flüchtlingen Lust haben werde, nach Sowjetrußland zu gehen. Lord Newton betonte bann nochmals:

Wenn Frankreich nicht seit einem Jahre an dem spanischen Bürgerkrieg teilgenommen hätte, dann wäre der Krieg bereits zu Ende."

Lorb Plymouth teilte in seiner Antwort mit, der internationale spanische Unterstützungsausschuß habe sich verpflichtet, die Rückbeförderung der Flüchtlinge vorzunehmen, sobald die Umstände es erlaubten. Der britische Botschafter in Hendaye sei aufgefordert worden, einen Bericht über die An­gelegenheit zu geben. Auf Grund dieses Berichtes werde der Außenminister die Möglichkeit haben, an den Flüchtlingsausschuß heranzutreten. Die eng­lische Regierung lege der Rückkehr der Flüchtlinge nach Spanien keine Hindernisse in den Weg.

Oas Sowjet-,,Paradies".

Frau Litwinow verbannt?

Berlin, 8.Juli. (DNB.) Von dem Transport von Freiwilligen und von Material für die rotspanischen Truppen über die fran­zösisch-spanische Grenze kann man sich aus folgenden jetzt befanntgeroorbenen Zahlen ein Bild machen, lieber Toulouse sind nach Rot- spanien abgereift:

3 Ford-Fahrgestelle, Mod. 85

15 Ford-Fahrgestelle, Mod. 85

5 Ford-Fahrgestelle, Mod. 85

v ---40 Ford-Fahrgestelle, Mod. 85.

An der französischen Küste bei Na Nouoette- ©ete werden weiterhin Freiwillige nach Rotspanien

Mobilisierte Mobilisierte Mobilisierte Mobilisierte - Mobilisierte.

Don diesenMobilisierten" konnte ein großer Teil kaum spanisch sprechen

In wenigen Tagen des gleichen Zeitraumes ging allein bei Den nachstehend benannten französischen Grenzorten folgendes Material nach Rotspanien: Bei derbere: