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Butzbacher Weidig-Bergfest in Vorbereitung.

* Butzbach, 7. Juni. Die DRL.-Ortsgruppe Butzbach betreibt mit Hochdruck die Vorbereitungen für das nächsten Samstag und Sonntag stattfin­dende 1. Weidig-Bergfest. Die Beteiligung an den gauoffenen Wettkämpfen wird sehr stark werden.

Dieser Tage weilte der Kreisführerrat des Krei­ses 11 in der Feststadt Butzbach zu Besprechungen, die vornehmlich dem Weidig-Bergfest galten. Kreis­führer SA.-Obersturmführe'r Otterbein (Fried­berg) ließ nach kurzer Begrüßung den örtlichen Ortsausschußführer L. Weickhardt über den Stand der Vorarbeiten berichten. Die Ausführun­gen wurden durch Heimatdichter K. W. Philipps (Friedberg), Wettkampfleiter A. Langsdorf (Bad-Nauheim) und Kreisdietwart S ch w i ck e r t (Nieder-Mörlen) im einzelnen noch ergänzt. Der Kreisführer gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß bei der Vorbereitung Stadt und Land in vor­bildlicher Gemeinschaftsarbeit Zusammenwirken. So haben für das Weidig-Festfpiel Reichsbundkame­raden von O st h e i m und Nieder-Weifel die Jahn gruppe übernommen, während die Arndt- gruppe von Münzenberg und G a m b a ch und die W e i d i g gruppe von Butzbach gestellt wird. Im einzelnen wurde der

Festverlauf

wie folgt festgelegt:

Samstag abend auf dem Schrenzer Deut­scher Bergabend mit Aufführung des Weidig- Feftspiels (in Gemeinschaftsarbeit gestaltet von Heimatdichter K. W. P h i l i p p s (Friedberg), Kreis­dietwart Schwickert (Nieder-Mörlen), Abfchnitts- dietwart Dietz (Bad-Nauheim) und Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Dr. Mörschel (Butzbach).

Sonntag vormittags: Morgenfeier auf dem Schrenzer; anschließend beginnen die Wett­

kämpfe. In der Mittagspause Platzkonzert auf dem Marktplatz. Nachmittags Marsch zum Schrenzer. Dortselbst Weiheakt an dem zu Ehren Fr. W. Wei- digs errichteten Gedenkstein. Anschließend Staffel­läufe und als Abschluß feierliche Siegerehrung. Am Sonntagabend auf dem Butzbacher Marktplatz Oberhessischer Heimatabend. Heimat­dichter K. W. Philipps, bekannt alsOnkel Kune- road", leitet den Abend ein mit seiner bekannten Ober-Rosbacher Spielschar, die durch eine Volkstanzgruppe ergänzt wird. Darauf folgt die erste Freilichtaufführung des Volksschauspiels Die Hüttenberger" von A. Storch (neube­arbeitet von Norbert Bruchhäuser) mit großen Massenszenen in historischen Kostümen und boden­ständigen Trachten.

Kreisführer Otterbein dankte Kamerad Weick­hardt und allen Kameraden, die sich so einsatzbereit in den Dienst der Vorbereitung für das 1. Weidig- Bergfest gestellt, in herzlicher Weise und schloß nach Besprechung weiterer Fragen die anregend ver­laufene Sitzung mit einem begeistert aufgenomme­nen Sieg-Heil auf den Führer.

Der Weidig-Gedenkstein.

Der Weidig-Gedenkstein, der beim Weidig-Berg­fest am 13. Juni durch den Ehrenbürger der Stadt Butzbach, Regierungsdirektor Prof. Dr. Ferdinand Werner, geweiht wird, wurde Ende voriger Woche mit einem schweren Transportzug auf den Schrenzer geschafft. Es ist ein mächtiger Felsblock aus heimischem Taunusgestein. Er wurde in der Nähe des Forsthauses Butzbach geborgen. Durch die seltene Größe des Findlings, dessen Gewicht auf 180 Zentner geschätzt wird, gestalteten sich Bergung und Transport äußerst schwierig. Der Gedenkstein wird nach Plänen des Architekten Jakob Lippert seinen Platz vor dem Weidig-Hain finden.

scheibe): 1. Schützenverein Marburg (Siegermann­schaft: Briel 219, Kraft 218, Manegold 203, Bauer 199 R.) 839 R. 2. NSKK. 1 M/147 813. 3. Schützen­verein Marburg 2. Mannschaft 792 R. 4. Postsport­verein Gießen 780 R. 5. Schützenverein Gießen 762 R. 6. 2. Komp. MG.-Batl. (mot.) Wetzlar 1. Mannschaft 747 R. 7. Schützenoerein Krofdorf 725 R. 8. Kriegerkameradschaft Gießen 723 R. 9. Schützenoerein 1926 Gießen 709 R.

Dolksschießen (50 Meter, 12er-Ringscheibe): 1. Strack, Gießen, 34 Ringe; 2. Manegold, Mar­burg, 34 R.; 3. Traband, 1916 Gießen, 34 R.; 4. Jost, Gießen, 34 R.; 5. Freund, Gießen, 33 R.; 6. Klotz, Gießen, 33 R.; 7. Erdmann, Rutters­hausen, 33 R.; 8. Huffmann, 2/116, 33 R.; 9. Blank, Marburg, 33 R.; 10. Sommerlad, Wieseck, 33 R.; 11. Weil, Lang-Göns, 33 R.; 12. Neurath, Gießen, 33 R.; 13. Lehrmund, Gießen, 33 R.; 14. Gust. Schmidt, Gießen, 32 R.; 15. Meisenbach, Gießen, 32. R.; 16. Ruppersburg, Marburg, 32 R.; 17. Selt­mann, Wetzlar, 32 N.; 18. Dauster, Gießen, 32 R.; 19. Magel, Annerod, 32 R.; 20. Kraft, Marburg, 32 Ringe.

Beste Einzelschützen: Kleinkaliber: H e i tz, Gießen, 156 Ringe. Wehrmann: Wilhelm Hain- b ad), Kriegerkameradschaft Gießen, 221 Ringe.

Opfertag des Fachamts Handball.

Der DRL. führt am 13. Juni im ganzen Reich einen Opfertag durch, dessen Reinertrag der Jugend­arbeit und der Lehrarbeit zugute kommen soll. Aehnlich wie bei den WHW.-Spielen werden über­all interessante Spiele stattfinden, mn so das Inter­esse der Öffentlichkeit noch mehr als seither auf die Arbeit des Fachamtes Handball zu lenken. Daß wir im heimischen Kreis alles tun werden, um der Sache einen vollen Erfolg zu sichern, ist selbstverständlich. Wir werden nachstehende Paarungen zusammen­bringen, die ohne Ausnahme für ausgezeichneten Sport und vor allem auch für einen Zuschauer­erfolg garantieren.

Das Programm.

Tv. Heuchelheim Mtv. Gießen I und Jugend. To. Nauborn To. Wetzlar komb. und Jugend. Tv. Lützellinden Tv. Münchholzhausen I u. Jgd. Tv. Hörnsheim Sporto. 1900 Gießen.

Tv. Dornholzhausen Tv.Gr.-Rechtenbach I u. Jgd. Tv. Holzheim To. Lang-Göns.

To. Grüningen To. Garbenteich I und Jugend. Tv. Hausen Tv. Lich I und Jugend.

Tv. Wißmar Tv. Ruttershausen.

Tv. Krofdorf VfB.-R. Gießen.

Tv. Dutenhofen To. Wetzlar kombiniert.

Turnverein Garbenheim Tuspo W.-Nieder- girmes I und Jugend.

Tv. Allendorf (Lahn) Tv. 1846 Gießen.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

1. FC. 1926 Grohen-Buseck I Spvgg. Leih­gestern I 6:1.

Sonntag weilten die Gäste aus dem Hüttenberg wieder einmal im Busecker Tal. Die Schwarzgelben, die mit Koch; Brück, Schäfer; Eisenacher, Eßwein, Belloff; Henß, Harbach II, Dambmann, Harbach I, Balser; ins Feld kamen, zeigten sich wieder einmal von der besten Seite. Vor allen Dingen wartete der Sturm mit Leistungen auf, die helle Begeisterung bei den Zuschauern auslöste. Die Läuferreihe sorgte immer für den guten Aufbau, während die Ver­

teidigung mit ihren wuchtigen Abschlägen den Sturm zu blitzschnellen Angriffen übergehen ließ. Auch der noch sehr junge Tormann stellte wieder sein Können unter Beweis.

Bald setzte der erste Angriff der Busecker ein, und etwa in der 15. Minute fiel durch Harbach I, der sich gut durchspielte, das erste und schönste Tor des Tages. Dies rüttelte die Gäste auf und schon hatten sie eine Ecke erzielt, die durch einen Schuß von Funk den Ausgleich brachte. Das wurde zum Ansporn der Busecker. Angriff auf Angriff rollte in die Gästehälfte. Dann war es Harbach II, der es ver­stand, einen Ball über den Verteidiger zu heben

und an dem herauslaufenden Tormann den zwei­ten Führungstreffer einzusenden. Einige Minuten darauf war es wieder Harbach I, der aus einer schö­nen Kombination des gesamten Sturmes zum drit­ten Tor einsandte und sogar noch ein viertes kurz darauf folgen ließ. Nun zogen die Leihgesterner vor das Busecker Tor, die Angriffe wurden aber von der guten Hintermannschaft zunichte gemacht. Dann ging es in die Pause. Beide Mannschaften spielten anfänglich etwas schlapp. Trotzdem zeigten beide Mannschaften schön abgeschlossene Aktionen. Dann kam ein Verhängnis über die Gäste-Hinter- mannschaft und Ecke auf Ecke wurde von den Bu­seckern erzielt, die aber vorerst nichts einbrachten. Bis dann wieder eine schön hereingegebene Ecke von Harbach II zum fünften Tor eingeköpft wurde. Nur noch einige Minuten waren zu spielen, da kam eine schöne Vorlage zu Henß, der durch wunderbaren Flachschuß in die lange Ecke zum sechsten und letz­ten Tor einsandte. Damit hatte ein schönes und jederzeit faires Spiel sein Ende gefunden.

HZ.-Fußballmannschasten im Trainingsspiel.

Wie uns mitgeteilt wird, handelte es sich bei dem Spiel der 1. Jugend der Spielvereinigung 1900 ge- gegen den HJ.-Unterbann am vergangenen Sonn­tag nicht um eine Unterbannmannschaft und um eine Vereinsmannschaft, sondern es spielten hier lediglich im Trainingsspiel zwei Mannschaften, die aus HI.-Mitgliedern bestanden!

Segelfliegen - olympischer Wettbewerb

Der von Deutschland eingebrachte Antrag, das Segelfliegen in das olympische Programm aufzu­nehmen, wurde den Satzungen des IOK. entspre­chend der Federation Aeronautique Internationale (FAI.) als der zuständigen internationalen Sport­organisation übersandt. Ein Antrag, den Film als neuen Kunstwettbewerb zu führen, wurde abgelehnt, weil sich das IOK. für die Entscheidung der künst­lerischen Qualität eines Films nicht für zuständig ansieht. Hingegen soll der technisch beste Film, der für den Sportgedanken wirbt ähnlich wie bisher die Bestleistung auf dem Gebiete des Bergsteigens mit einer Medaille ausgezeichnet werden. Auf dem Gebiete der sportlichen Wettbewerbe sollen zu den Olympischen Spielen in Zukunft nur noch solche neu zugelassen werden, die von wenigstens zehn Nationen betrieben werden. Voraus­setzung für die Zulassung eines Wettbewerbs ist ferner, daß er in dem entsprechenden Land organi­siert ist und der nationale Sportoerband einem zu­ständigen internationalen Verband angehört. .

53736 Zwangsversteigerung.

Am INonlag, dem 21.Juni 1937, vorm. 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer Nr. 204, die dem 3996D

Kaufmann Simon Theifebach in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert:

Grundbuch für Gießen, Band XV, Blatt 728:

2 Flur I, Ur. 1159, Bauplatz in

der Wehsleingasse, 111 qm,

Betrag der Schätzung 1998, RM.

3 Flur 1, Ur. 1162, hofreite da­

selbst (Wehsteingasse Ur. 21 und 25), 594 qm,

, Betrag der Schätzung 16 000, RM.

' 9 Flur I, Ur. II6F/10, Einfahrt in der Wehsteingasse, 175/io qm, Betrag der Schätzung 175, RM.

Sa. 18 173, RM.

Einheitswert (1.1.35) 16 100, RM.

Gießen, den 13. Mai 1937.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen:

I. V. des Ortsgerichtsvorstehers:

Ehr. H a u b a ch II., Ortsgerichtsmann.

52/36 Zwangsversteigerung.

Am Montag, dem 28. Juni 1937, vorm. 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, das dem 3995D

Hermann Uiebergall und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Schuh, zu je

zugeschriebene Grundstück versteigert:

Grundbuch für Gießen, Band 9, Blatt 438:

Flur I, Ur. 631, hofreile in der

Löwengasse (Löwengasse Ur.22), 1703/io qm,

Betrag der Schätzung 16 000, RM.

Einheitswert (1.1.35) 15 300, RM.

Gießen, den 13. Mai 1937.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: I. V. des Ortsgerichtsvorstehers:

_______Ehr. Haubach II., Ortsgerichtsmann.______

EINLADUNG Zu den 029,7

Studentenvorträgen a. 9. u. 10. Juni, 20.30 Uhr, in der Universität < Hörsaal 13) Lic. Dr. Konrad: Das Ethos des Glaubens Eie. Flechsenhaar: Der Sinn des Lebens

Nötigung 9*0 Nudeln

Zweck entsprechen, sind käuflich. Nur für Stare darf man mehrere Kästen an einen Baum hängen. Nötigung. Wer einen anderen widerrechtlich durch Gewalt oder Bedrohung mit einem Verbre­chen oder Vergehen zu einer Handlung, Duldung oder Unter­lassung nötigt, wird mit Gefäng­nis oder Geldstrafe bestraft.

Noppen, beim Weben von Stof­fen aus übereingelegten Ruten gebildete Fadenschlingen, die entweder belasten oder geschoren werden, wie bei Samt oder Velvet.

Nora, weibl. Vorname, Abkür­zung von Eleonore.

Norbert, männl. Vorname geint. Herkunft mit der Bedeutung Glanz des Nordens".

Nordische Rasse. Eine der sechs Rassen, aus denen sich das deut­sche Volk zusammensetzt. Körper­liche Eigenschaften: Hochwuchs, schlanke Beine, Langschädel, schmalgesicktig, gerade oder nach außen gebogene Nase, eckiges Kinn, helle Haut, weiches, glat­tes oder auch lockiges Haar, helle, ein wenig zurückliegende Augen. In fast allen Deutschen wenig­stens als Mischbestandteil erhal­ten. Psychische Eigenschaften: Mut, Stolz, klares Denken, Sach­lichkeit, Forschungssinn.

Normenausschuß der deutschen Industrie, Abkürzung DIN, die Stelle, die für Gebrauchsgegen­stände zweckmäßige Dinformate festsetzt. Durch diese Normung soll vor allen Dingen auch die Herstellung verbilligt werden.

Nornen, drei germanische Schick­salsgöttinnen, deren Namen der Bedeutung Vergangenheit, Ge­genwart und Zukunft entsprechen. Nota, lat., Bedeutung Merkmal, entbehrliches Fremdwort für Rechnung, notieren = aufschrei­ben, anmerken. Notizbuch Merkbuch.

Notehe. Bei lebensgefährlicher Erkrankung eines der Verlobten (kein Aufgebot), s. Ehe.

Nottestament, s. Testament.

Notwehr. Eine Handlung, die in der Notwehr begangen wird, ist nicht strafbar. Notwehr ist die Handlung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechts­widrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwehren. In Notwehr kann man den Angrei­fer u. U. auch töten, wenn man den Angriff nicht anders ab­wehren kann.

November hat seinen Namen der Neunte" nach dem altrömischen Kalender, in oem der Monat an neunter Stelle stand. Der alte deutsche Name des Monats ist Windmonat oder Nebelung.

Nudeln, getrocknete Teigwaren aus Weizenmehl, Master mit oder ohne Ei. Man unterscheidet u. a. Fadennudeln, Spaghetti und Röhrennudeln, Makkaroni, in Formen von Sternchen, Buch­staben usw., gepreßte Suppenein­lagen usw. Zum Selbstbereiten von Nudeln gibt es Nudelma­schinen, die den Nudelteig je nach der Einstellung gleichmäßig presten. In Süddeutschland ist die

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