von 439 Mitgliedern abschloß. Die Mitglieder verteilen sich nach Berufen folgendermaßen: 103 Handwerker, 43 Kaufleute und Fabrikanten, 155 Bauern, Landwirte und Pächter, 47 Angehörige der freien Berufe, Staats- und Gemeindebeamten, 83 Angestellte und Arbeiter und 8 andere.
Im Vorstand der Genossenschaft sind die Herren: W. Müller, K. Schmadel und Georg Stammler tätig; dem Aufsichtsrat gehören an: H. Schmidt II. (Vorsitzender), Jul. Von-Eiff (stellv. Vorsitzender), Gg. D. Haas, O. Matthies, H. Chr. Schmidt, K. Büttel, K. Jäckel VIII., Fr. W. Frank und H. Keil (Lauter).
Landkreis Gießen.
< Holzheim, 8. April. Die Landwirtschaftliche Kredit-, Bezugs- und Absatzgenossenschaft hielt ihre Generalversammlung im Rathaus ab. Don 185 Genossen waren 162 erschienen. Der Rechner erstattete den Geschäftsbericht und gab einen ausführlichen Ueber- blick über den Geschäftsgang des letzten Jahres. Entsprechend der Aufwärtsentwicklung im Reiche war auch die Geschäftstätigkeit in unserer Genossenschaft überaus lebhaft. Der Gesamtumsatz belief sich auf 1 011 000 Mark, gegen 858 200 Mark im Vorjahre. Die Spareinlagen haben sich im abgelaufenen Jahre um 17 300 Mark erhöht. Die Gesamtaus- leihrmgen betrugen 309 700 Mark, die hauptsächlich aus Klein- und Mittelkrediten bestehen. Im abgelaufenen Jahre wurden 35 000 Mark neu ausgeliehen. An Getreide und Kartoffeln wurden 5300 Zentner im Werte von 34 850 Mark erfaßt. Der Bezug an landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln betrug rund 40 000 Mark. Im abgelaufenen Jahre wurde eine Kartoffeldämpfkolonne angeschafft, die im Herbst 1500 Zentner Kartoffeln verarbeitete. Außerdem besitzt die Genossenschaft noch eine Saatgutreinigungsanlage, von der 600 Zentner Saat
frucht gereinigt und gebeizt wurden. Die ausgeschiedenen Vorstands, und Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Rach reger Aussprache wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.
Kreis Schotten.
* Glashütten, 8. April. Unser bisheriger Lehrer Blei wurde nach Dienheim bei Oppenheim versetzt. Dem scheidenden Lehrer zu Ehren versammelte sich die ganze Gemeinde am vorigen Samstagabend im Saale von Gußmann zu einer Abschiedsfeier, bei der Bürgermeister S t ö h r dem scheidenden Lehrer im Auftrage der Gemeinde und des Schulvorstandes für sein segensreiches Wirken herzlichen Dank aussprach. Der Gesangverein, dessen Chormeister Lehrer Blei war, brachte als Abschiedsgruß einige Chöre zum Vortrag, ferner sprach der Vereinsführer Rudolf Gußmann im Auftrage des Gesangvereins „Sängerlust-Eintracht" dem Scheidenden herzlichen Dank aus. Weitere Ansprachen hielten der Zellenleiter Karl P r e u s ch II. und der Führer der Kriegerkameradschaft Ludwig Ott. Lehrer Blei dankte mit herzlichen Worten für die zahlreichen Abschiedsehrungen.
kreis Alsfeld.
—Deckenbach, 9. April. Der einzige Alt- Veteran und älteste Einwohner unseres Dorfes Georg Kornmann kann am nächsten Montag, 12. April, seinen 91. Geburtstag begehen.
I Kirtorf, 8. April. Auf der Reichs st raße Kirtorf —Obergleen werden in der Nähe von Kirtorf Umbauarbeiten durchgesührt, die sich hauptsächlich auf die Verbesserung einer starken 8-Kurve erstrecken, in der wiederholt Autounfälle passierten. Die Arbeiten werden die Straßenverhältnisse an dieser Stelle wesentlich verbessern.
Errichtung einesBlumen-Großmarktes in Frankfurt.
LPD. Frankfurt a. M., 8. April, lieber die Errichtung eines B l u m e n - G r o ß m a r k t e s in F r ankfurt a. M. erfährt der LPD. von zuständiger Stelle: Auch in Frankfurt a. M. ist geplant, ähnlich wie auf den anderen Gebieten des Gartenbaues (Obst- und Gemüsebau), für den Blumen- und Zierpflanzenbau die Absatzgestaltung in geordnete Bahnen zu lenken. Durch die Schaffung eines Blumen-Großmarktes, wie er z. B. heute schon in Köln, Leipzig und Dortmund besteht, sollen die einschlägigen Erzeugnisse in einer Halle zum Verkauf an die Verteiler (Blumengeschäfte usw.) gelangen. An dieser Stelle können die Blumengeschäftsinhaber nach wie vor bei jedem Erzeuger ihren Bedarf eindecken. Durch diese Einrichtung wird es möglich sein, einen genauen lieber» blick über Erzeugung und Bedarf auf dem Gebiet des Blumen- und Zierpflanzenbaues in Frankfurt am Main zu gewinnen. Durch die Veröffentlichung des Verkaufsvorganges wird der Erzeuger (Gärtner) zu höchster Leistung angespornt, während anderseits dem Verteiler die Möglichkeit gegeben ist, sich in kürzester Zeit einen vollständigen Ueberblick über das gesamte Angebot, sowohl mengen» als auch gütemäßig, zu verschaffen. Der Tag der Eröffnung des Blumengroßmarktes Frankfurt a. M. steht noch nicht endgültig fest. ,
Das Bootsunglück auf dem Main.
Die Leiche des Mannes gelandet.
Lpd. Frankfurt a. M., 8. April. Zu dem gemeldeten Bootsunglück auf dem Main erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Am Mitt
woch gegen 16 Uhr vergnügte sich ein etwa 3 0 jäh- riger Mann aus Frankfurt mit feiner Frau mit Bootfahren auf dem Main. Am Eisernen Steg kippte plötzlich das mit einem Außenbordmotor versehene Boot um und beide Insassen fielen ins Wasser. Der Man versuchte seine des Schwimmens unkundige Frau zu retten. In ihrer Angst hielt sich diese jedoch am Hals des Mannes fest, der dadurch tn Not geriet. Beide sanken in die Tiefe. Kurz darauf zur Rettung herbeigeeilte Fischer konnten den Mann nur noch als Leiche länden. Die Leiche der Frau ist bisher noch nicht geborgen worden.
Mord an einem 42iäbrigen Knaben.
Die Tat eines Schwachsinnigen.
Lpd. Biedenkopf, 8. April. Der Adolf Mül- l e r aus Berleberg, der bei einem Bauern in Girkhausen (Wittgenstein) beschäftigt ist, tötete in einem nahe dem Ort gelegenen Buchenbestand einen 12jährigen Knaben. In einem Anfall von Blutrausck) fiel er über den Jungen her, nahm aus dessen Tasche ein hervorstehendes Messer und brachte dem Knaben einen Stich in den Kopf bei. Der fchververletzte Junge wehrtz sich verzweifelt gegen den Mörder, der sein Opfer dann vollends tötete und in einen nahen Bach warf. Nach der furchtbaren Tat lief Müller in den Ort und erzählte, daß er eine Kindesleiche im Bach habe liegen sehen. Inzwischen hatte man den Jungen bereits gefunden, und zahlreiche Spuren deuteten darauf hin, daß niemand anders als Müller der Täter war. Er wurde sofort fe st genommen und ins Gerichtsgefängnis Berleberg eingeliefert. Müller, der erst vor wenigen Wochen aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist geständig. Der Täter ist nach den bisherigen Feststellungen schwachsinnig.
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Fußböden. Nach Benutzung immer gut ausspülen und trocknen faffen. Neue Scheuertücher überbrüht man vor dem Gebrauch mit kochendem Wasser. Wasserflecke vermeidet man unbedingt, wenn man nasie Tücher oder Eimer nie lange auf einem Fleck liegen bzw. stehen läßt. Solche Ränder entfernt man, wenn man die Stelle wiederholt mit Öl einreißt.
Schikane f. Chikane.
Schick, deutsches Wort das in dem Geschick, der Geschicklichkeit steckt, die jemand hat. Die franz. Schreibweise chic ist also völlig fehl am Platze. Schick ist die Kunst, durch kleine, kaum merkliche Mittel, einem Kleid, einem Hut und seinem ganzen Aussehen eine anmutige Note zu geben. Auch Schick ist der Mode unterworfen, so daß, was einmal schick ist, nicht immer schick bleibt.
Schiefblatt, s. Begonie.
Schiefer, dünn gespaltene Ee- steinsplatten, mit denen in Gegenden mit Schiefervorkommen die Dächer gedeckt und die Wetterseiten der Häuser geschützt werden. Schieferdächer sind an sich sehr wetterfest, muffen aber regelmäßig vom Fachmann untersucht werden, ob nicht einzelne Platten zerbrochen sind.
Schielen ist eine abnorme Stellung der Augenachsen, so daß die beiden Augen nicht wie normal gleichzeitig auf einen bestimmten Punkt Hinsehen können. Bei Neugeborenen kann man häufig ein Einwärtsschielen beobachten, das fiana harmlos ist und sich verliert. sobald die Kinder lernen.
einen Punkt zu fixieren. Bemerkt man bei größeren Kindern, daß sie schielen, so lasse man sie möglichst bald augenärztlich unter» juchen, denn häufig ist die Ursache des Schielens eine Schwächung der Sehkraft des einen Auges. Mit einer geeigneten Brille kann man dann sehr gut den Fehler ausgleichen. Es ist aber auch sehr oft möglich, daß ein Muskel, der bei der Augenbewegung mit tätig ist, zu kurz ist. Das kann natürlich nur der Arzr feststellen. Eine einfache Operation, die sog. Schielope- ration, wird das Übel beseitigen. Tritt ganz plötzlich, besonders auch bei Erwachsenen Schielen auf, so liegt der Verdacht nahe, daß die Ursache in einer Geschwulst des Gehirns oder in einer anderen ernsten Erkrankung zu suchen ist Man begebe sich daher sofort zum Arzte.
Schiffchen, Teil der Nähmaschine, der die Eegenspule enthält Es gibt Lang- und Nundschisfchen. Beim Ölen der Schiffchen sehr vorsichtig sein, damit der Näh- faden „ nicht verschmutzt wird. UberstLndiges Öl mit einem in Benzin getauchten Pinsel fort» wischen.
Schiffchenarbeit, eine Hand- arheit, die mit beinernem Schiffchen ausgeführt wird. S. u. Occhi. Schiffszwieback, trockenes, hartes Dauerbrot.
Schikane, franz., aus bösem Willen jemanden bereitete Schwierigkeit, rechtlicher Schutz dagegen Jurist.
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