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Das holländische Vrantvaar nach der Trauung
Ausklang der Hochzeitsfeier im Hoog.
Gesandtschaft, von der, durch Schein-
Erst
Haag schen
In Italien ist es üblich, daß die Autofahrer den Verkehrspolizisten am Dreikönigstage mit Gaben beschenken. Mit strahlendem Gesicht sieht man hier einen Verkehrsschutzmann in den Straßen von Rom neben seinem Berg von Geschenken, (Associated-Preß-M.)
wenige Jahre ift es her, daß weite Kreise des deutschen Volkes — vom Ausland ganz zu schweigen —- den Zielen und Aufgaben des Reichsarbettsdienstes ein nur geringes Verständnis entgegenbrachten. Doch die letzten Jahre haben, unterstützt durch eine zielbewußte Aufklärungsarbeit, hierin grundsätzlichen Wandel geschaffen. Es ist erreicht, daß nunmehr das ganze deutsche Volk und darüber hinaus weite Kreise des Auslandes mit großer Achtung, ja mit Liebe dem Reichsarbeitsdienst gegenüberstehen, weil sie erkannt haben, daß in dieser Organisation die jungen Menschen nicht nur zu wahren und echten Nationalsozialisten erzogen werden, sondern darüber hinaus eine für das Volksganze überaus wichtige und not-
Arbeit am Boden.
Der Einsatz des Reichsarbeitsdienstes für den Vierlahresplan.
Das Tanganyika-Territorium als wirtschaftlicher Faktor.
Bon Dr Erich Krilpflug.
5700 Tonnen im Werte von 32 000 Pfund. Größer ist die Ausfuhr von Erdnüssen mit 8000 Tonnen im Werte von 60 000 Pfund. Hinzu kommt, daß die Koprapreise sich von dem Schlage, den ihnen die Weltkrise von 1931 versetzt hat, noch nicht erholt haben, so daß kein Anreiz zu etwa möglicher weiterer Ausdehnung der Pflanzung gegeben ist. Neben einer gewissen Welt-Ueberproduktion dürfte der Grund für das Stagnieren der Preise auch in der Konkurrenz der Sojabohne zu suchen sein.
Die Hauptausfuhrprodukte des Territoriums find Sisalhanf, Kaffee und Baumwolle. Sisal, der heute ungewöhnlich hohe Preise erzielt, steht mit 72 000 Tonnen im Werte von 847 000 Pfund (1934) an der Spitze. Zu erwähnen ist, daß das von den Deutschen gegründete, von den Engländern weitergeführte Forschungsinstitut Amanl auf den Ostusambara-Bergen eine neue Abart, die blaue Sisal-Agave, gezüchtet hat, von der man sich sowohl ertragfähig viel verspricht wie auch in Hinsicht auf die Feinheit der Faser bei größter Zähigkeit. Man spricht in Ostafrika viel von Ver. wendung der Faser für Gewebe.
An zweiter Stelle steht der Kaffee. Der Hochlandskaffee vom Oldeani, der hauptsächlich von Deutschen gebaut wird, genießt einen hervorragenden Ruf, auch der vom Usambara-Gebirge steht ihm nicht nach, und Deutschland nimmt den deutschen Pflanzern jährlich eine bestimmte Menge dieses Kaffees ab. Die Ausfuhr betrug 1934 14 000 Tonnen im Werte von 495 000 Pfund. Dann folgt an dritter Stelle Baumwolle, die hauptsächlich an der Mittellandbahn gebaut wird, mit einer Ausfuhr von 5600 Tonnen im Werte von 326 000 Pfund. Der Gesamthandel betrug 1934 an Ausfuhr 2,8 Millionen Pfund, die Einfuhr, ebenfalls 1934, 2,3 Millionen Pfund. E l n g e f ü h r t wurden besondere Baumwollstoffe, Maschinen, Treibstoffe und Baumaterialien. Zum Vergleich sei mitgeteilt, daß die Einfuhr 1929 4,2 Millionen und die Ausfuhr 3,9 Millionen Pfund betrug. Die niedrigsten Außenhandelsziffern zeigten naturgemäß die Jahre 1931 und 1932; obwohl die Ziffern seitdem steigende Tendenz zeigen, ist der Höchststand noch nicht wieder erreicht.
Im Zusammenhang mit den Außenhandeleziffern ist als nicht unwesentlich zu bemerken, daß der Transitverkehr durch do» Territorium, an dem früher ziemlich viel verdient wurde, nachgelassen hat, seitdem die Katanga-Minen
(Associated-Preß-M)
werfer angestrahlt, die Hakenkreuzfahne weht, und die mit Lichterschnüren und dem von den deutschen Freiheitsfahnen eingereihten Hoheitszeichen über dem Portal geschmückt war, fand ein Empfang der deutschen Hochzeitsgäste statt. Der deutsche Gesandte und Gräfin Zech-Burkersroda konnten die nächsten deutschen Verwandten der königlichen Familie, den Ministerpräsidenten C o - l i j n, den Kommandeur des Feldheeres Leutnantgeneral R o e l l und zahlreiche Mitglieder der holländischen Regierung und des Diplomatischen Korps begrüßen.
Wer erstmalig eine afrikanische Kolonie besucht und nun beginnt, sich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit derselben, nach der Rolle, zu erkundigen, die sie in der Weltwirtschaft und auf dem Weltmarkt zu spielen imstande ist, pflegt erstaunt zu sein. Die erste Zahl bereits läßt ihn aufhorchen. So groß hätte er sich diese Rolle nicht vorgestellt. Daß beispielsweise der öffentliche Haushalt des Tanganyika-Mandats, unseres ehemaligen Deutsch-Ostafrika, mit über 1,6 Millionen Pfund saldiert, das hätte er nicht erwartet, und es mag in diesem Falls berechtigt fein, bei der Umrechnung in Mark die frühere Goldparität einzusetzen, da ja die innere Kaufkraft des Pfundes dieselbe geblieben ist. Also wären das 32 Millionen Mark. Daß ferner 8200 Europäer, darunter 2100 Deutsche, dort nicht weniger als 5 Millionen Eingeborene sowie 82000 Inder und 7000 Araber in Schach halten, scheint ihm schon selbstverständlicher. Aber es ist gar nicht so selbstverständlich; es muß verstanden sein. Dabei sind nach Beendigung des Weltkrieges zwei sehr volkreiche Gebiete, die an der Westgrenze gegen den Kongo zu gelegenen Landschaften Ruanda und Urundi von Deutsch- Ostafrika abgetrennt und unter belgisches Mandat gestellt worden.
Der Rest der Kolonie steht heute als sogenanntes v - M a n d a t unter englischer Verwaltung, die es sich denn auch hat angelegen sein lassen, die Zölle des Gebietes denen der benachbarten englischen Kolonien Kenya und Uganda anzugleichen. Ebenso sind die drei Gebiete postalisch vereinigt. Eine Eingliederung in ein neues Dominium, das die englisch-ostafrikanischen Besitzungen zu umfassen hätte, soll bisher an dem Rechtscharakter des Mandats gescheitert sein. Trotzdem umfaßt das Tanganyikä-Territorium immer noch 941 000 qkm, ist also ziemlich doppelt so groß wie das heutige Deutschland.
Die wirtschaftlichen Möglichketten eines Landes nun sind bestimmt durch seine geographische Lage und durch seine Bodengestaltung, und diese wieder ist von besonderer Wichtigkeit in den Tropen. Denn obwohl Tanganyika ganz und gar in der ttopischen Zone liegt, so kommen doch verhältnismäßig geringe Teile für rein tropische Kulturen, wie etwa die Erzeugung von Kopra, in Betracht. Dagegen habe ich auf den Gebirgen sogar Weizen- und Gerstefelder angetroffen, die allerdings vereinzelt blieben und wohl nur versuchsweise angelegt waren, überhaupt gedeihen Gemüse der gemäßigten Zone, zur Freude der Pflanzer, in großer Menge auf den Gebirgen. Jenseits einer 20 bis 30 Kilometer breiten Küstenzone erheben sich schon die K ü ft e n - randgebirge, hinter denen die Hochflächen des Innern mit einer durchschnittlichen Höhe von 1200 Meter beainnen. Sie sind durch den großen o st afrikanischen Groben unterbrochen, den man bis Abessinien hinein verfolgen kann und finden ihr Ende am großen zentralafrikanischen Graben. in dem die großen Seen, Tanganyika-, Kivu-, Edward, und Alhert-See liegen. Im übrigen ist daq Land äußerst reich gegliedert durch den Hochflächen aufsitzende Gebirge bzw. Vulkane, so Im Norden durch das östliche und westliche Usam- hara-Gebirqe, den Kilimandscharo mit seinen 6000 Meter Höhe, den Meru-Dülkan und viele andere. Der Auibau des Landes, der in seinen Einzelheiten hier nicht weiter verfolgt werden kann, ist aber auch der Grund gewesen, warum die Hoch- ilächen in weitestem Umfang den Charakter einer Steppe tragen, die im allgemeinen und für tropische Verhältnisse als regenarm bezeichnet werden muß und Kulturen nur do gestattet, wo Bewässerung mit wenig Kosten möglich ist. Da man nicht vergessen darf, daß das nicht von Steppen eingenommene Land auch noch die 5 Millionen Neger zu ernähren hat, erscheint die vielfach geäußerte Behauptung, daß die wirklich für rationellen und konkurrenzfähigen Anbau benutzbaren Flächen schon zum größten Teil vergeben und weiße Einwande, rung in großem Stile daher nicht ratsam fei, als keineswegs von der Hand zu weifen.
Nach alldem wird es nicht verwunderlich erschei- nen. daß das wesentlichste der rein ironischen Er- Zeugnisse, die für die Fettoersorqung Eurovas so wichtige Kopra, in der Ausfuhr des Landes keinen sehr großen Raum etnntmmt mit (1934)
zu zwingen. In Rumänien bestanden wie in ©erbten populäre Eroberungswünsche, die sich nach zwei Setten richteten: auf Wiedergewinnung Bes- sarabiens, das Rußland im Jahre 1878 den Rumänen entrissen hatte, und auf Erwerbung Siebenbürgens, wo anderthalb Millionen Rumänen neben fast ebensoviel Magyaren und Deutschen wohnten. Es galt nun, die bessarablschen Wünsche zugunsten der siebeybürgischen in den Hintergrund zu drängen und so die Rumänen zu überzeugen, ihr Vorteil allein beim Zweibunde liege. Mit großer Umsicht wurde die öffentliche Meinung durch russische und besonders französische Agenten bear- beitet; eine „franko - rumänische Gesellschaft" wurde begründet, Politiker und Journalisten gingen nach Rumänien, um über die französische Kultur Vor- träge zu halten und die Rumänen für Frankreich zu interessieren; zugleich wurden, wie in Serbien, die österreichisch-ungarischen Zustände kritisiert, na- mentlich die Beziehungen zwischen Rumänen und Magyaren in gehässiger Weise dargestellt. Wenn etwa die Rumänen als Nichtslawen eine instinktive
her französische Gesandte nach Hause, daß Deutschland seinen Einfluß in Bulgarien begründe. Indessen die Bemühungen scheiterten. Es ging gegen das Ehrgefühl der bulgarischen Regierung, auf russisch-französischen Befehl einen System« wechsel vorzunehmen, und die Bedingungen der deutschen Banken waren annehmbar. So hatte an dieser Stelle der „Mechanismus der Entente" versagt, was, wie bekannt, im Weltkriege von großer Bedeutung geworden ist.
Anders lagen die Dinge in Rumänien. Man wußte, daß Der König Carol, der die auswärtige Politik in letzter Linie leitete, fest entschlossen war, an seinen Verpflichtungen gegen den Dreibund festzuhalten, aber man hoffte, ihn mit Hilfe der öffentlichen Meinung zur Aenderung seiner Politik u zwingen. In Rumänien bestanden wie in Ser-
Furcht vor dem Panstowlsmus erkennen ließen, so wurde demgegenüber ins Feld geführt, daß Rußland weit entfernt von panslawistischen Ideen sei und nicht an die Unterdrückung nichtslawischer Völker denke: die Begünstigung der slebenbürgischen Hoffnungen sei ja der beste Beweis für sein Wohlwollen.
Die Bemühungen waren erfolgreich. Die rumänische Presse vertrat zum großen Teil die Politik der Entente. Oeffentliche Demonstrationen sanden aus Anlaß von fehlgeschlagenen Verhandlungen zwischen der Pester Regierung und den siebenbür- gischen Rumänen statt, und die rumänische Regierung wagte aus Besorgnis vor der Oeffentlichkeit nicht, sich offiziell wegen dieser Ereignisse zu entschuldigen. Triumphierend berichteten der französische und russische Gesandte über das Fortschreiten ihrer gemeinsamen Arbeit: ein bedeutender, vielleicht ein entscheidender Umschwung sei im Gange, und die Mittelmächte hätten allen Grund, für Ihren Einfluß m Rumänien zu fürchten.
Gegenströmungen fehlten zwar nicht, waren aber weit schwächer. Hier hatte die Entente richtig geregnet. Der König blieb zwar loyal, aber im entscheidenden Augenblick vermochte er nicht mehr, als einstweilen die rumänische Neutralität zu behaupten, und nach seinem kurz nach Beginn des Weltkriegs erfolgten Tode war der Uebertritt Rumäniens zur Entente nur eine Frage der Zett. Ein tragisches Geschick war dem rumänischen Hohen- zollern beschieden: durch seine persönliche, auf deut- schen Grundlagen beruhende Leistung war Rumänien aus Unordnung und Ohnmacht zu einem geordneten und mächtigen Staatswesen im Orient er- hoben worden: er mußte noch erleben, daß die Nation die Macht, die sie ihm verdankte, In einer seiner Ueberzeugung entgegengesetzten Richtung verwenden wallte.
liegen werden. Auch die Derbefferung von Ackerland, wie Umlegung, Dränung, sowie die Schaffung von Neuland werden in noch stärkerem Maße als bisher in Angriff genommen werden
Das bringt es naturgemäß mit sich, daß alle nicht in diese Aufgaben fallenden Arbeiten In den nächsten Jahren zurückgestellt werden müssen. Auch die Arbeiten, welche wohl in obiger Richtung liegen, sich aber auch ohne Einsatz des Reichsarbettsdienstes von Erwerbslosen, freien Arbeitern und den beteiligten Grundbesitzern selbst durchführen lassen, wenn Reichsbeihilfen gegeben werden, kommen für den Reichsarbeitsoienst nicht mehr in Frage.
Es liegt auf der Hand, daß der Vierjahresplan auch neue Grundsätze beim Arbeitseinsatz erfordere lich macht. Wenn auch die Zersplitterung der Arbeitskräfte an kleinen und kleinsten Maßnahmen chon längst der Vergangenheit angehört und bereits ein Viertel des Reichsarbeitsdienstes bei Großvorhaben angesetzt ist, so gilt es doch noch viel aufzubauen. Gerade angesichts der Notwendigkeit, ür die Ernährung des deutschen Volkes eine Steigerung der Futtermittelerzeugung in kürzester Frist herbeizuführen, um mehr Eiweiß und mehr Fett u schaffen, muß es Richtschnur des Handelns sein, olchen Landeskulttirvorhaben den Vorzug einzuräumen, die keiner langen Bauzeit bedürfen und schon bald Erträge abwerfen.
Bekanntlich ist drirch Erlaß des Führers vom 26. September vorigen Jahres verfügt worden, daß die Stärke des Reichsarbettsdienftes von 200 000 a u f insgesamt 300000 Mann in drei Stufen erhöht wird. Bereits in diesem Jahre wird der Arbeitsdienst um mehrere zehntausend Mann erhöht werden. Dieser Umstand bringt es naturgemäß mit sich, daß zahlreiche organisatorische Veränderungen in den einzelnen Arbeitsgauen Platz greifen müssen. Die Zahl der Abteilungen (Lager), welche bisher 1260 betrug, wird um 170 vermehrt werden, also dann insgesamt 1430 betragen. Gleichzeitig ist es erforderlich, viele Abteilungen zu verlegen, damit sie bei den Arbetts- Vorhaben eingesetzt werden können, die angesichts des Vierjahresplanes besonders vordringlich sind. Auch die bisher noch oft vorhandenen Uebelstande der langen Anmarschzeiten vom Lager zur Bau-
noch längst nicht die Höchstgrenze erreicht ist, sondern daß durch weitere planmäßig durchgeführte Bodenoerbesserungen noch ganz Erhebliches geleistet werden kann, müh uns mit ganz besonderer Genugtuung erfüllen. Eingehende Untersuchungen haben nämlich ergeben, daß die Mehrerzeugung sich durch ein großzügig durchgeführtes Landeskul- t u r w e r k innerhalb der deutschen Grenzen so steigern läßt, daß sie der Vergrößerung Deutschlands um ein Gebiet von der Größe Bayerns und Württembergs zusammen glecchkommt.
Vor wenigen Wochen hat sich der Beauftragte des Vierjahresplanes, Ministerpräsident Generaloberst Hermann Göring, bei einem Besuch In der Reichelettung des Reichsarbeitsdienstes im Kartensaal des Planungsamtes von dem Arbeitseinsatz und den Leistungen des Reichsarbeitsdienstes überzeugen können. Und wenn Hermann Göring erklärte, daß der Reichsarbeitsdienst in seinem großen Reichsmeliorationsprogramm an erster Stelle stehen wird, dann zelgt dieser Ausspruch zur Genüge, welches Vertrauen der Beauftragte des Führers dieser Friedensarmee unter dem Spaten entgegenbringt, die jetzt noch mehr als früher ihr ganzes Bestreben daraus richten wird, das in sie gesetzte Vertrauen vollauf zu rechtfertigen.
Welches werden nun die besonderen Aufgaben sein, die der Reichsarbeitsdienst bei seinem Einsatz Im Rahmen des Vierjahresplanes zu erfüllen haben wird? Bekanntlich ist, wenn auch schon dank der bisher ergriffenen Maßnahmen hier wesentliche Einschränkungen vorgenommen werden konnten, die Einfuhr von Fett und Eiweiß immer noch recht erheblich. Das ganze Bestreben muß nun darauf abzielen, uns durch Erzeugung dieser Produkte im Inlands frei von der Einfuhr und damit itnferer Ernährungswirtschaft vom Auslande unabhängig zu machen. So ist es denn selbstverständlich, daß die Arbeiten des Reichsarbettsdienstes in den nächsten vier Jahren vor« nehmlich auf dem Gebiete der Grünlandver- befferung — Hochwasserschutz, Flußregulierung, Ent- und Bewässerung, Abwässerverwertung —
stelle sollen durch stärkeren Einsatz von Beförderungsmitteln (Fahrräder, Lastkraftwagen) gemildert werden.
Daß bei diesem neuen Einsatz des Reichsarbeitsdienstes, welcher an jeden Einzelnen, der an diesem großen Werk mitwirkt, die höchsten Anforderungen stellt, auch die Fragen der Führerausbildung von besonderer Wichtigkeit sind, liegt auf der Hand, Die arbeitstechnische Ausbildung der Führer wird, wofür bereits die wichtigsten Vorbereitungen getroffen sind, künftig noch wesentlich eingehender und gründlicher werden. Die Ausbildung in den Schulen wird an den Baustellen, den „Schulstuben des Arbeitsdienstes", ihre Fortsetzung finden. Das verlangt von den Führern ein ganzes Können, wobei wir uns stets vor Augen halten muffen, daß das Berufswissen der Arbeitsdienstführer aus vielen Dienstzweigen kommt, welche alle ihre Rechte verlangen. Desgleichen wird auch die Ausbildung der Pia, nungsführer eine Aenderung insofern erfahren, als er nicht nur im Stab, sondern in Zukunft auch immer in einer Abteilung Dienst tun wird. Bereits in diesem Jahre wird ein planmäßiger Austausch von Führern des Planungs- und des Außendienstes beginnen.
Einsatz bei vordringlichen Arbeiten, hervorragende Arbeitsleistungen, Vervollständigung der Führeraus. bildung, das sind zur Zeit die wichtigsten Fragen, die dem Ziel und dem Einsatz des Reichsarbettsdien- stes ihr Gepräge geben. Diese erhöhten Anforderungen verlangen von allen Arbeitsmännern re st« losen Einsatz für das große Werk, das im Interesse der Sicherstellung unserer Ernährung durchgeführt werden muß. Stets hat der Reichsarbeitsdienst seine Pflicht und Schuldigkeit getan, sei es beim Arbeitseinsatz, sei es bei irgendwelchen Katastrophen, wie wir es erst unlängst bei den Sturmfluten an der Nordsee erleben konnten, immer hat er gezeigt, daß er ein treuer Freund und Helfer des deutschen Volkes ist.
Und so wird er auch in den kommenden Pier Jahren beweisen, daß er das Vertrauen des deutschen Volkes, das in ihn gesetzt ift, nicht enttäuschen, sondern zu seinem Teil mit dazu beitragen wird, das große Werk des Führers, den zweiten Vierjahres« plan, zu erfüllen.
wendige Arbeit leisten.
Es soll im Rahmen dieses Artikels nicht von der erzieherischen Ausgabe des Reicksarbeitsdienstes ine Rede sein, die man als die Arbeit am Menfcken bezeichnet, sondern von seinem Arbeitseinsatz, der Arbeit am Boden, unter besonderer Berücksichtigung des Vierjahresplanes. Das wirtsckaftliche Ziel des Reichsarbeitsdienstes, die Aufgabe des Arbeitseinsatzes, läßt sich auf eine kurze und knappe Formel bringen: „Sicherstellung der Ernährung des Volkes aus eigener Scholle, Verminderung der Einfuhr an Waren, welche im eigenen Lande erzeugt werden können."
Wenn wir die bisher vom Reichsarbeitsdienst und von seinem Vorgänger, den Nationalsozialistischen Arbeitsdienst, geleistete Arbeit betrachten, dann können wir ein überaus erfreuliches und einprägsames Ergebnis buchen. Ist doch in vieler kleiner Einzelarbeit von der deutschen Jugend im Reichsarbeits- dienst ein Mehrertrag des deutschen Bodens erreicht worden, welcher der Vergrößerung des deutschen Raumes um eine Fläche entspricht, die etwa ein Viertel größer als das Saarland ist. Wie aus den Berechnungen und Feststellungen der staatlichen Fackbebörden und des Reichsnährstandes ersichtlich ist, haben die für diese Arbeit aufgewandten Mittel volkswirtschaftlich im Durchschnitt eine Iah- resrente von 20 v.H. erzielt. Daß damit aber
D e n Haag, 8. Jan. (DNB.) 3m königlichen Palast fand nach der Abreise des jungen Paares ein Diner statt, das familiären Charakter trug. Der Leiter des Regierungspressedienstes, Lieveaoeo, hatte die ausländische Presse zu einem Empfang in den Rittersaal des Binnenhofes geladen. Man sah hier den holländischen Ministerpräsidenten C o l i j n , den Staatsminister van Karne b e e k und oersichedene Presseattaches der im akredltierten Nationen. I n der deut-


