Der.
brechen unterdrückt.
Diese Bedingung sei nunmehr erfüllt, denn am
die
Pazifik bedrohlich eng aufeinanderaerückt. Nachdem mit der Nichterneuerung der Flottenverträge das System der Rüstungsbeschränkung, das man in
Dem spanischen Arbeiter wird geholfen
Großzügige Arbeitsbeschaffungsaktion der Regierung Franco.
für die Aufrechterhaltung der britischen Machtstellung in diesem Bollwerk des bedrohten englischholländischen Kolonialbesitzes, wenn es einmal zu einer Einigung zwischen Japan und China kommen
Weder türkischer- noch französischerseits seien derartige Maßnahmen in Erwägung gezogen.
Das Londoner Reuterbüro schreibt dazu u. a.: Falls die Türkei einen Handstreich an der Grenze von Alexandrette versuchen sollte, eine Möglichkeit, an der man in London stark zweifle, werde die gegenwärtige englisch-französische Solidarität aufrecht erhalten werden. Eine vernünftige Regelung der Angelegenheit vor dem Völkerbund würde in London willkommen geheißen werden, fedoch sei hierbei sowohl ein unabhängiges Alexandrette ausgeschlos- s e n wie auch keine Aenderung des Lau- sanner Vertrages in Frage komme, weil diese den gesamten Status quo im Mittelmeer umwerfen würde. Es scheine äußerst zweifelhaft, daß die Tür-
Zone verboten. Man hat sich also formell wenigstens in der Zwischenzeit auf die Verstärkung der vorhandenen Seebefestigungen beschränken müssen. Formell, denn tatsächlich haben alle drei Seemächte des Pazifik, sobald die Nichterneuerung der Flottenverträge in den Bereich der Möglichkeit rückte, zumindest umfassende Vorbereitungen auch für Anlage und Ausbau neuer Flottenstützpunkte getroffen.
England legt das Hauptgewicht auf den Ausbau Singapores, des bedeutendsten Stützpunktes britischer Macht in Ostafien, der gleichzeitig den Seeweg nach Australien deckt. Singapore ist im Laufe der letzten hundert Jahre aus einem malaischen Fischerdorf im Urwald zu einer moder-
Der Alexandreiie-Sireit.
Die Türkei macht Vorschläge für eine freundschaftliche Lösung.
Meine politische Nachrichten.
Das neue österreichische Jugendge- s e tz bestimmt, daß alle Vereine, die sich mit der Erziehung von Jugendlichen befassen, von den Behörden a u f g e l ö st sind, falls sie nicht bis zum 4. April vom Unterrichtsminister genehmigt sind. Der Unterrichtsminister wird seine Entscheidung im Einvernehmen mit der Vaterländischen Front treffen. Vereine, die einen Teil der Katholischen Aktion bilden und deshalb der Verwaltung der Bischöfe unterstehen, werden von diesem Gesetz nicht betroffen.
die Hand reichen können, während im Norden von Alaska aus die A l e u t e n mit zahlreichen Flug-
neninsel, die Amerika aus der Erbschaft des spani- richtete über den Rundfunk den dringenden Appell schen Krieges von 1898 besitzt, rückt die Seemacht an die englische Bevölkerung, den Dominien der Vereinigten Staaten dicht an das japanische Menschen zu schicken. Er wandte sich dabei Interessengebiet heran. Durch den anscheinend be- vor allem an die Arbeitslosen. Bennet wies reits begonnenen Ausbau der nordwestlich und darauf hin, daß in den Dominien einschließlich der westlich von Hawai liegenden Midway- und Eingeborenen-Bevölkerung etwa 27 Millionen Men- Wake-Jnseln, die noch vor einem Jahre un- schen wohnen, das seien etwa V75 der Weltbe - bewohnte Eilande inmitten der Wasserwüste des völkerung, während die Dominien gebiets- Pazifik waren, zu modernen Flugzeugstützpunkten mäßig aber tatsächlich ungefähr 1/i der g e - wird die Ueberbrückung der rund 3500 Seemeilen samten Erde ausmachten. Bennett, der langen Strecke von Hawai nach Guam und nach kürzlich eine Rundreise durch alle Dominien gemacht Yokohama erleichtert. Der am weitesten nach Westen hat, erklärt weiter, daß er immer daran habe den- vorgeschobene Flottenstützpunkt der Vereinigten ken müssen, welche Verlockung diese menschen- Staaten ist C a v i t e auf der Philippineninsel Luzon, leeren Gebiete für überbevölkerte Länder von wo aus die Amerikaner schon das südchinesische sein müßten.
Meer bestreichen und den Engländern in Sinaapore ------— —
Roosevelts HauShallSbencht.
Die Militärausgaben um 100 Millionen erhöht.
Versailles den Unterlegenen des Weltkrieges versprochen hatte, das aber bei den Land- und Luftwaffen aus theoretischen Erörterungen niemals herausgekommen ist, nun auch auf dem Gebiet der S»epolitik kläalich zusammengebrochen ist, eröffnen sich im Zeichen gegenseitigen Wettrüstens der pazi- fischen Seemächte und anaesichts der wachsenden Spannunaen im Fernen Osten auch hier und von dieser Seite gesehen nicht sehr erfreuliche Aussichten für den Weltfrieden. F. W. L.
onds Dominien
Der Raum ohne Dolf.
London, 9. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der frühere Ministerpräsident von Canada, Bennett,
BewegterIahresbegmn
Die erste Woche des neuen Jahres verleugnete nicht die Eigenschaften, die ihr die 52 Ahnen von 1936 vererbt haben. Sie zeigte starke dramatische Bewegung, aber noch keine Andeutung für die Lösung der schwebenden Konflikte. Sie sah auf der einen Seite eine Verschärfung der Spannungen und dos Auftreten neuer beunruhigen» der Momente, wobei nur an den Wettlauf der ame- rikanischen Waffenschieber mit der staatlichen Gesetzgebung, an die vermehrten Greueltaten der spa- nischen Bolschewisten, an die zunehmende Belieferung Valencias mit Waffen und Soldaten aus dem marxistischen Auslande, an die verstärkte Wühlarbeit der kommunistischen Internationale in verschiedenen Ländern, an die Pi raten stücke roter Seeräuber an der spanischen Küste und an die deutschen Gegenmaßnahmen erinnert werden soll. Dieselbe Woche sah aber auch manche Anzeichen dafür, daß Vernunft und Ordnungssinn, daß Sitte und Recht in vielen Ländern den untermenschlichen Zerstörungstendenzen erfolgreich Widerstand leisten, wobei mir etwa an das Gentleman Agreement zwischen Rom und London, an die Verkündung eines Freundschaftspaktes zwischen Jugoslawien und Bulgarien, an die Beilegung der Zwischenfälle im Haag, an den ruhigen Fortgang der innerdeutschen Aufbauarbeit und vielleicht auch an die Verständigungswünsche denken müssen, die man jüngst in Prag gegenüber den mitteleuropäischen Führerstaaten geäußert hat. Diese Einteilung In günstige und ungünstige Ereignisse kann natürlich nicht den An- svruch auf Vollständigkeit und Unfehlbarkeit des Urteils beanspruchen, aber sie scheint uns doch charakteristisch für den Zustand der Desorganisation einerseits und der politischen Neuordnung anderseits, vop dem das Jahr 1937 an seinem Beginn beherrscht wird. Steht die Welt vor einer neuen Periode des Verfalls oder macht sie eine Gesun- dungskrife durch? Diese Frage bleibt auch weiterhin offen.
♦
Gerade im Zusammenhana mit den Kriegen der Jetztzeit in Abessinien und Spanien, aber auch im Hinblick auf die anderen großen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Probleme ist viel vom „Segen der Demokratie" gesprochen worden. Denn die Demokratie mit ihrem Recht der freien Meinungsäußerung, mit ihren parlamentarischen Einrichtungen soll es ja anoeblich verhindern können. daß von den Männern der Regierung eine friedensgefährdende Abenteurer Politik getrieben
wird und daß die Führer des Staates aus eigener Machtvollkommenheit ihr Volk in einen Kneg stürzen. Unter der Kontrolle der öffentlichen Meinung, behauvtet man, fei jede politische Willkür unrnög- l'ch. Aber leider sprechen die Tatsachen eine andere Sprache. Die theoretische Gleichung „Demokratie gleich Friede" geht nicht auf. Denn eben jene drei großen Demokratien England. Frankreich und USA., zu denen einige Unentwegte sooar noch die Sowjetunion als vierte Demokratie rechnen, haben es am allerwenigsten verhindern können, daß der spanische Büroerkri-q sich immer mehr zu einem internationalen Konflikt auswuchs. Die Vertreter dieser Staaten svrachen zwar laut und andauernd von Nichteinmischung, lie machten Gesetze und verkündeten pathetisch ihren Friedenswillen, aber im gleichen Augenblick konnten loder wollten?) sie nicht dagegen einschr-iten, daß Gut und Blut ihrer Völker in ungeheuerlichem Maße auf den svanilchen Schlachtfeldern verloren ging. In dem Wettlauf, den die demokratischen Re- aierungen mit den iüdisch-marristlschen Waffenschie- hern und MenschenhändUrn austruqen, find die er- Heren rfatt unterlegen. Der Fall des Frachtdamv- fers „Mare Eantabrico", der trotz der Ma- ffrinatoner Entschließung seine Fahrt nach Sow'et- fpanien antreten konnte, ist der klarste Beweis für die Unfähigkeit des demokratischen Regimes, den Friedenswillen der Völker zu vollstrecken. Dieser Fall reiht sich würdig in die Linie bewaHneter Interventionen ein, die in Frankreich und Sowjetruß. land ununterbrochen geübt wurden und von denen
1 auch das demokratische England, das bereits Tausende von Staatsanaeböriaen an die spanischen ' Fronten gesandt hat, sich nicht ausschließen konnte.
lange die sowjetrussischen Rü st ungen sie bedrohe. Die Welt könne nicht auf Frieden hoffen, so lange Sowjetrußland den Krieg im Sinne habe und, wie in Spanien und China, Krieg gegen den Frieden führe. Der Kommunismus müsse vernichtet werden wie man Brr
über aroßzugige sozialpolitische Maßnahmen erschie- sollte. Heute ist Singapore ein befesttigtes Waffen-1 nen, durch die auch dem letzten notleidenden Ar- lager von riesigen Dimensionen. Flugplätze, Docks beiter zu Arbeit und Brot verhalfen werden soll, und Werften werden in fieberhafter Arbeit auf den Die Gouverneure werden anqeroiefen, dafür zu neuesten Stand gebracht und die Verteidigungs- sorgen, daß in ihrem Amtsbezirk nicht ein Ar- werke so weit vorgeschoben, daß eine Landung beiter ohne Arbeit oder ohne Unter- feindlicher Truppen keine Aussicht hat. Um den im stützung bleibt. Die öffentlichen Arbei- Rücken der Festung, aber schon auf siamesischem ten sollen fortgesetzt werden, wenn sie im natio- Gebiet liegenden Isthmus von Ära ist es still qe- nalen Interesse liegen. Die Gemeindeverwaltungen worden. Ein Durchstich, von dem immer wieder sollen die Inangriffnahme neuer öffentlicher Arvei- gesprochen wurde, würde die Engländer vor neue ten prüfen. Bei den zahlreichen, durch die Revolu- schwierige Aufgaben stellen. Hon zum Stillstand gezwungenen Fabriken, haben
Die Amerikaner haben Vearl Harbour die Behörden in Zusammenarbeit mit einem tech- auf Hawai als Hauptflottenstützpunkt auf dem nischen Staatsausschuß Schwierigkeiten zu beseiti- Wege von Kalifornien nach Japan auf das gen und die Familien der Arbeiter so lange zu modernste befestigt und ausgebaut. Die gleiche unterstützen, bis die Arbeiter wieder eine Beschäf- Sorgfalt ließen sie der P a n a m a k a n a l z 0 n e tigung haben, durch die sie selbst ihren Lebensunterangedeihen, die die freie Durchfahrt vom Atlantik halt verdienen können. Der Generalgouvemeur hat zum Pazifischen Ozean sichern muß. Mit der ............... ■■■■ .■ ..—■■■■—.»..l—■
Marinestation auf Guam, der südlichsten Maria- ~
Bauernaufstand gegen das bolschewistische Schreckensregiment.
Salamanca, 8. Jan. (DNB.) Der bei Alicante ausgebrochene Aufstand der Landbevölkerung gegen das bolschewistische Schreckensregiment hat sich auf zahlreiche Ortschaften an der Levanteküfte bis nach Valencia ausgedehnt. Die roten Oberhäuptlinge haben sich bereits genötigt gesehen, st arte Milizaufgebote in die Provinz zu entsenden, da die Bauern sich weiterhin gegen die Erpressung ihrer landwirtschaftlichen Produkte wehren und alle Steuerzahlungen verweigern. Bei Eintressssen der roten Horden aus Valencia entstehen überall heftige Schießereien, die bis jetzt schon zahlreiche Tote und Verwundete gefordert haben.
1. Januar habe England den Kiel zweier Linienschiffe gelegt und acht weitere Linienschiffe seien von anderen europäischen Nationen in Bau gegeben worden. Roosevelt veranschlagt die K 0 st e n der beiden amerikanischen Linienschiffbauten auf insgesamt 100 Mill. Dollar. An Flugzeugen verlangt die Marine 400 Stück für 28 Mill. Dollar,' das Heer fordert 500 Flugzeuge im Werte von 27 Mill. Dollar. Für die Zahlung von Entschädigungen an K r i e g s t e i l n e h- m e r find 578 Mill. Dollar, für den gesamten auswärtigen D i en st der Vereinigten Staaten nur 165 Mill. Dollar veranschlagt.
Scharfer Kampsausrus gegen den WelMWewismus
N e u xj 0 r f, 8. Jan. (DNB.) Die Hearst-Blätter veröffentlichen einen achtspaltigen Leitartikel, der erklärt, die Ursache aller Unruhen in Europa seien Sowjetrußland und der k a m p f l ü st e r n e Kommunismus, der das Gewebe seiner Wühlpropaganda bis ans Weltende spinne. Angesichts der sowjetrussischen Bedrohung könne kein Staat in Europa eine demokratische Regierung haben. Die Demokratie sei nicht stark genug, um mit der kommunistischen Sabotage fertig zu werden. Nur Gewalt könne Gewalt unterdrücken. Deshalb habe sich die eiserne Faust des Faschismus erhoben, um den Kommunismus zu bekämpfen, den bolschewistischen Aufstand zu unterdrücken und Leben und Eigentum zu retten. Kein Staat, kein System, keine Zivilisation und keine Kultur seien sicher, so lange Sowjetrußland besteht. In der Welt könne es keine Abrüstung geben, so
Amerika baut zwei neue Schlachtschiffe.
Die Folge der Richterneuerung der Ilotlenverträge.
Inzwischen hat sich die Lage auf dem spanischen Kriegsschauplatz wesentlich geändert. Wenn man während der letzten Wochen, als Franco sich scheinbar vor Madrid feffaerannt hatte, im In- und Auslande vielfach der Meinung war, die Kraft der nationalen Bewegung habe sich politisch und militärisch erschöpft, so lag dieser Annahme ein großer Irrtum zuarunde. Man muß Hch immer vergegenwärtigen, daß der erste Teil des Feldzuges von den nationalen Generalen nur mit zahlenmäßig aeringen Stoßtrunpen durchaeführt wurde und daß diele Taktik, durch schnelle und überraschende Operationen den Feind zum Rückzug zu zwingen, in dem Augenblick nicht mehr anwendbar war, in dem die Raten mit ausländischer Hilfe ihr Waffen- und Menschenmaterial in entscheidender Weise vermehren und an wenigen Nuntien konzentrieren konnten. So kam es vorübergehend zu einer Art Stellungskrieg, der aber gleichzeitig von Franco auch dazu benutzt wurde, seine Heeresoraanisation. das Ausbildunas- und Nachschubmesen, die wirtschaftliche, finanzielle und politische Ordnung im Hinterland auszubauen. Denn an der gesetzgeberischen und militärischen Neu- formuna hatte es natürlich in der ersten Epoche stürmischen Vorwörtsdringens ganz gefehlt. Dies mußte nachgeholt werden, und nachdem es geschehen mar, begann General Franco planmäßig mit der neuen Offensive. Obne auf die schlechten Wtt- terunasoerhältnisse Rücksicht zu nehmen, w'"-de neue Overationsplan erfolgreich zur Durchführung aebrachi. Der gefundene Vorstoß der naHonafen Truppen zwischen Madrid und Escorial läßt die U-berlegenheit der nationalen Truppen in militärischer und moralischer Hinsicht klar erkennen. Wie di" Offensive weiterhin verläuft, wann Madrid fällt und wann der Vormarsch geaen Katalonien und Nalenri--» beginnt, läßt sich natürlich nicht Voraussagen. 2fb»r an dem endgültigen Siege Svaniens über die Moskauer Bolschewisten ist wohl nicht mehr zu zweifeln.
*
Für den Ausgang des spanischen Krieges ist es nicht ohne Bedeutung, welche Linie die Diplomatie her europäischen Großmächte verfolgt. Die Erklärung der italienischen Regierung, daß man sich auf keinen Fall auf den Balearen festsetzen werde und daß man den Status quo im westlichen Mittelmeer unbedingt aufrecht erhalten wolle, hat überaus beruhigend und aufklärend gewirkt, besonders in London, wo sich die maßgebenden Stellen auf die Dauer nicht Der Ansicht verschließen dürften, daß eine Verlagerung der Machtverhältnisse im Mittelmeer zugunsten der Sowjets ebenso gefährlich ist wie zugunsten Roms. Im Gegensatz zu Frankreich, das der Wiederherstellung der traditio-
nen Hafen- und Handelsstadt geworden, von deren 400 000 Einwohnern allerdings heute schon fast drei Viertel Chinesen sind, eine bedenkliche Aussicht
Salamanca, 8. Jan. (DNB.) Während die Bevölkerung der noch unter roter Herrschaft stehenden Gebiete dem Terror der bolschewistischen Machthaber und ihrer jüdisch-bolschewistischen Auftraggeber ausgeliefert ist, hat der von seinen Gegnern als „reaktionär" verschriene Staatschef des neuen Spanien, General Franco, noch mitten im schwersten Kampfe stehend, das größte und schwierigste Problem Spaniens, die Losung der sozialen Frage, mit starker Hand in Angriff genommen. Im Staatsanzeiger ist eine Verordnung
Zufuhr von Nahrungsmitteln angewiesenen britischen Inseln in Bedrängnis bringen könnte. Aber da weder Japan, noch die kleineren europäischen Seemächte wie Frankreich und Italien von der in London vorgeschlagenen Abschaffung der Uboots- waffe etwas wissen wollten, mußte sich England mit dem Erfolg begnügen, durch den neuen Unter« feebootsuertrag vom 6. November, dem auch Deutschland beigetreten ist, das Uboot aus dem Handelskrieg praktisch ausgeschaltet zu wissen.
Der Ablaus der beiden Verträge über Rüstungs-,
beschränkungen zur See hat allen drei Flottenmäch- Washington, 8. Jan. (DNB.) Präsident ten die Freiheit des Bauens zurückgegeben und sie Roosevelt sandte dem Bundeskongreß seine Botschaft scheinen alle entschlossen zu sein, davon ausgiebigen über den Staatshaushalt. Danach wird der nächste Gebrauch zu machen. Die Vereinigten Staa- Etat bis auf Ausgaben zur Abtragung her off ent-
ten werden ihre ganze Finanzkraft einsetzen, um lichen Schuld und für noch unbestimmte Notstands-
ihre augenblickliche Ueberlegenheit Japan gegen- maßnahmen ausgeglichen fein. Roosevelt
über zu behaupten, aber auch England ist ent- kündigt u. a. den Abbau des großen Regierungs-
schlossen auf Grund der Erfahrungen im Mittel- apparates, sowie die Einstellung derjenigen 0 fent- meerkonflikt und angesichts der Zuspitzung der poli- lichen Arbeiten an, die bisher nur zur Belebung der tischen Lage in China im Rahmen seines gewal- PrivaHndustrie in Angriff genommen worden eien, ttoen Aufrüftungsprogramrns neben der Verstör- Dagegen verlangt er die Be 1 b ehaltung des fiing der Luftwaffe das Hauptgewicht auf die Mo- Freiwilligen Arbeitsdienstes, den er dernifierung und den weiteren Ausbau der Flotte I zu einer ständigen Einrichtung erhoben sehen will, zu legen, die nach wie vor als das Rückgrat des Neue Steuern sind nicht beabsichtigt.
britischen Reiches betrachtet wird. Auch die Do- Für die Landesverteldiaung sind 981 m i n i 0 n s , namentlich Australien und Neuseeland, Mll. Dollar eingesetzt gegenüber 888 Mill, verlangen diese Verstärkung der britischen Seestreit- Dollar im laufendenEtaHahr und 764 Mill, träfte, da sie sich von einem möglichen Zusammen- Dollar im Etatjahr 1936. Bon Diqen 981 Rtm. stoß im Pazifik am nächsten bedroht fühlen. Ja- Dollar entfallen auf das Heer 394 Mill Dollar pan wird das nun einsetzende hemmungslose Wett- und auf die Manne 587 Mill. Dollar. Die Ma- rüften zur See finanziell am schwersten belasten, ^ne erhält zwei neue L i nie ns chi f fe, die aus aber die zähe Energie der Japaner, der sie in den Kiel gelegt werden sollen, weil die Flottenvertrage letzten Jahrzehnten so ungeheure außen politisck^e Er- nicht erneuert wurden und a u ch England zwei folge verdanken und die kein Unmöglich kennt, wird Linienschiffe baut. Roosevelt he merkt dazu, hie Berauch Wege zu finden wissen, sich die Mittel zu per- eirtigten Staaten Hätten 15 Schlachtschiffe, schaffen, um diese Erfolge notfalls verteidigen zu von denen s i e b e n be r eit s ub er a l ter t seien, können. Dafür ist ja nicht nur das Verhältnis der Von diesen sieben wieder feien die drei Schiffe „Ar- Flottenstärken ausschlaggebend, das nach neuesten kansas , Neuyork und ,-T^as über 26 Jahre alt, Berechnungen des amerikanischen Marineministe- wenn die beiden neuen Schiffe vom Stapel liefen, riums bereits 8,5:10 zwischen Japan und den Ver- Trotzdem bedaure er, zu diesen Neubauten gezwun- einigten Staaten betragen soll, sondern ebenso sehr gen zu sein. Er hatte es begrüßt, wenn sich eine das Vorhandensein und der Ausbau von Flotten- Einigung zwischen den Seemächten über eine stützpunkten und Seebefestiaungen. Der Verschiebung von Neubauten hatte erzielen lassen. Vertrag von Washington hatte die Neuanlage von Aber da sich das als unmöglich erwiesen habe, Flottenstützpunkten innerhalb einer neutralisierten müsse er von der letztiahrigen Ermächtigung Ge- - - • — - ......... ' 'brauch machen, zwei Schiffe m Bau zu geben, falls
andere Nattonen Linienschiffe auf Stapel legten.
zeuaHützpunkten weit nach Asien übergreifen.
Die Japaner ihrerseits haben nicht nur ihre Häfen an der pazifischen Küste der japanischen Hauptinseln stark befestigt, sondern auch beide Zu- gänge zu der durch den Seesieg Togos berühmt A n k a r a, 8. Jan. lDNB.) Der türkische Staatsgewordenen Tsushimaftraße, die in das Japanische Präsident A t a t ü r k ist von seiner Reise nach dem Meer führt. Außenwerke der japanischen Ver« südlichen Anatolien nach Ankara zurückge- teidiaungsstellunq sind auf der nördlichsten Insel kehrt. Er nahm dort an einem Ministerrat teil, der Riu-Kiu-Gruppe und auf Formosa angelegt, der in der Residenz des Staatspräsidenten statt- Nach Osten vorgeschoben sind die Bonin-Jnseln, sand. Wie die anatolische Telegrafenagentur be- eine wichtige japanische Marinestation. Auf den richtet, wurde die Türkei in der Unterredung des Japan als'Völkerbundsmandat Überttagenen, aber Unterstaatssekretärs im französischen Außenmini- auch nach Japans Austritt aus dem Völkerbund sterium V i e n 0 t mit dem türkischen Botschafter in behaltenen ehemals deutschen Inselgruppen in der Paris ersucht, die türkischen Vorschläge Südsee, den Karolinen, Marschallinseln und Maria- in der Alexandrette-Frage in ausführlicher Form nen, haben die Japaner trotz der gewiß nur qe« darzulegen. Man wolle dann nach einer L ö - ringen Handelsinteressen der kaum 80000 Seelen sung suchen, die beide Parteien zu- zählenden Bevölkerung moderne Verkehrsfluahäfen f r i e D e n ft e U e. Die türkischen Vorschläge wer- und Haienanlagen errichtet, die nach Fortfall der den, wie die anatolische Telegraphenagentur hinzu- oertraglichen Bindungen zweifellos auch befestigt fügt, Paris sofort übermittelt werden, und militärischen Zwecken dienstbar gemacht wer- In französischen Kreisen erklärt man, die Gerüchte h"n. Damit sind die drei großen Seemächte des Über angebliche Truppenzusammen- ■ - Ziehungen im Sandschak Alexandrette seien
vollkommen aus der Luft gegriffen.
eine Aufstellung über die Arbeitslosigkeit und Möglichkeiten der Arbeitsbeschaffung in den einzelnen Provinzen zu erhalten. Die elementare Bedeutung der von General Franco in Angriff genommene Maßnahmen kann man daran ermessen, daß soziale Fürsorge für das schaffende Volk vis- her in Spanien fast völlig unbekannt war und daß die unsoziale Einstellung vieler kapitalistischer Kreise entscheidend dazu beigetragen hat, die Giftsaat des Bolschewismus in Spanien zum Keimen zu bringen.
für Verhandlungen zwischen den be-. teiligten Parteien gegeben würde, glaube man, daß sich möglicherweise eine für beide Parteien annehmbare Lösung finden lasse. Es fei nicht zu vergessen, daß Alexandrette im Kriegsfälle nicht ohne strategischen Wert für Frankreich sei.
Offene Absage an Nanking.
P e i p i n g , 8. Jan. (DNB.) Neun Generale der im Nordwesten stehenden Truppen des Marschalls Tschanghsueliang und Janghutschengs haben sich in einem Rundtelegramm offen von der Zentralregierung losgesagt mit der Begründung, daß die Handlungen der Nankinger Regierung nicht im Einklang mit dem angeblich von Tschiangkaischek während seines Aufenthalts in Sianfu genehmigten Programms stünden. Insbesondere wird von den Generalen gegen b i e Versammlung von zehn Nanking-Divisionen in Tung- k w a n Einspruch erhoben. Dem Vernehmen nach ist es zwischen Tungkwan und Huahsien bereits zu Kämpfen gekommen. Die Truppen der Nankinger Zentralregierung, welche eben erst die Provinz Scheust geräumt hatten, haben bereits kehrt g e • macht, trafen aber auf den Widerstand der Truppen des Generals Janghutschengs. 32 Nankinger Militärflugzeugen in Sianfu, die am 12. Dezember von der Militärerhebung überrascht wurden, gelang es, von Sianfu zu entkommen und im Gebiet der Regierungstruppen zu landen.
fei überhaupt einen rechtlichen Grund für das Verlangen auf Abtrennung Alexandrettes von Syrien habe, obwohl niemand bestreite, daß die türkische Bevölkerung des Sandschaks auf Grund des Abkommens von 1921 zwischen der Türkei und Frankreich das Recht auf volle Sicherheit habe. Die Möglichkeit, daß Großbritannien fein gutes Verhältnis zu beiden Ländern dazu benutzen werde, um eine freundschaftliche Lösung zu fördern, fei nicht ganz von der Hand zu weisen. Wenn die Besprechungen vor dem Völkerbund vertagt würden und so Gelegenheit


