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Varbara-Aier der Gießener alten Artilleristen

19 Fortsetzung

(Nachdruck verboten.)

wie'

das

gab. Kreisführer Monnard übergab dann der Kameradschaft im Auftrage der Bundesführung und des Landesgebietsführers die neue Fahne.

Kameradschaftsführer Beuke gelobte für feine Kameraden, wie seither, treu dem Führer zu folgen. 6* A VH AMaX a .. . f. 1 . r. V < « « ZM t. r ,

Sie wußte nicht, wieviel ihm daran lag, durch den schwankenden Schwindel, den Komplimente er- zeugen, gerade diese Sicherheit und Ruhe ins Wan­ken zu bringen.

Ich fahre Sie gern einmal richtig in den Früh­ling. Ueberlegen Sie, wohin es Sie zieht."

Langsam drehte er sich ab. grüßte und stieg die Treppe hinauf. 1

3^ habe ein schlechtes Gewissen", sagte Fräulein Hertel einige Minuten später zu Lucienne, als man zu drltt beieinander saß.Morgen wird die Haus-

derer Gruß galt dem Führer der 83.'^-Standarte, -/-Sturmbannführer Müller.

Blondine sah erstaunt auf ihn herab.

Ich kann wieder arbeiten, seitdem Sie Haus mit Ihrer sicheren Ruhe erfüllen "

Im Kreise der Familienangehörigen blieben die Kameraden noch einige Stunden fröhlich beisam- ^cht, men. Eine bunte Programmfolge, die von den Ka- meraden bestritten wurde, füllte den harmonisch ver­laufenen Abend aus.

Ich habe sowieso eine Dankesschuld an Sie abzutragen. Sie wissen es vielleicht nicht, aber Sie haben mir den Glauben an mich selbst' dergegeben.

Blandines Gedanken waren so wenig mit ihm beschäftigt, daß sie gar nichts mehr gehört hatte.

Franz Lüdtke war natürlich eifersüchtig. Aber es kam noch etwas anderes hinzu. Lucienne war ihm stets eine gute Herrin gewesen. Er hing sehr an

Er fand es einfach gemein, daß man sie betrog. Daß ihr Mann es tat, dafür fand er aus männ­lichem Solidaritätsgefühl schließlich Entschuldigun­gen Aber daß dies freche, junge Ding, die ihr ^rot, sie in ihrem eigenen Hause hinters Licht führte, das war gemein.

So eine dumme Iöhre, die andere haben konnte! Er hatte eine Wut auf sie.

Seltsam, wie das Glück das kleine Pummel- chen verschönt", sagte sie auf dem Heimweg, den die beiden allein machten.

Bestimmt", antwortete Lissie träumerisch und finger Cmen f°ftbaren ^ng an ihrem linken Ring- . Ast da einen wunderschönen Ring. Kenne ich Den?

.. "Nein. Und er hat auch eine Geschichte. Aber lch dir hier in der Eisenbahn nicht er- werde dich noch ein Stück begleiten.

Äch habe noch eine Stunde Zeit" h-20, gingen die beiden jungen Mädchen durch die stillen Straßen der Kolonie Grünewald.

Die alten Bäume in den Gärten zeigten die erste Sw130"» ®r,un- Wo der Mond ein Rasenstück beleuchtete, konnte man bunte Krokusblumen steif wie Zwergenmannchen stehen sehen. In der Luft lag das Duften von Knospen und Blüten die schmäl Crfd)I-ffcn t?arefn- Lissie schwärmte' Sie schwärmte von jener lyrischen Liebe, von der sie ihren Freundinnen schon im vorigen Jahr eine atemraubende Kostprobe gegeben hatte.

«vlU!1 r/°nnH Jie ni$-? wehr trennen. Er war entschlossen Und energisch und männlich wie er war, wurde er sicher aller Schwierigkeiten Herr werden. '

Denn es sind noch Schwierigkeiten. Deshalb trage ich ja feinen glatten Ring. Seine Familie ist nicht einverstanden", sagte sie traurig.

Wir sind eben arme Mädchen", tröstete Blan- dine.Auf Widerstände von Familien müssen wir alle gefaßt fein. Das darfst du dir nicht zu sehr nahegehen lassen."

drücken, sondern sie ermuntern, weiterhin mit dem gleichen Ernst dem Ziele zuzustreben

Großen Anteil am Erfolg hatte Kapellmeister P o p e l k a als Begleiter. Er spielte die Tutti des Konzertes orchestral und unterstützte die Soli durch schmiegsames Anpassen und Mitgehen.

Heinrich Blaß.

Marine-Kameradschast Gießen beim Labskaus.

Arn Samstagabend vereinigte die Marine-Kame­radschaft Gießen ihre Mitglieder und Freunde zu einer traditionellen Veranstaltung im Kamerad­schaftsheim an der Lahn. Man traf sich zum Labs­kausessen, jenem seemännischen Gericht, das in sei­ner Einfachheit und Herzhaftigkeit immer gleichen Reiz ausübt. So sprach man denn kräftig zu. Die Stunden des Abends, waren im übrigen ausgefüllt durch eine Reihe unterhaltsamer Darbietungen. Ge» memfam wurden Lieder gesungen nach Texten, die von einem der Kameraden verfaßt waren; Mitglie­der des Marine-Sturmbarm-Musikzuges warteten mit ausgezeichneter Musik auf und fanden dafür dankbare Anerkennung. Schließlich wurde an Hand von bunten Bildern nach Art der Moritaten ge­sungen. Da gab es viel zu lachen. Der gutbesuchte Abend der Saal faßte kaum die vielen Teil­nehmer nahm einen schönen Verlauf.

Tragischer Verkehrsunfall bei Lollar.

Am Samstag gegen 18 Uhr wurde auf der Landstraße GießenLollar, in der Nähe des Lol- larer Sportplatzes, der 36 Jahre alte Friedrich Paul aus Staufenberg, der auf dem Fahrrad von seiner Arbeitsstätte in Gießen nach Hause zu- ruckkehren wollte, von einem Lieferauto, das der 46 Jahre alte Heinrich Speier aus Mainzlar lenkte, beim Ueberholen überfahren und so schwer verderben >zu lassen.^ch trefft Lutz um acht am Roseneck.

Als Blandine heimkam, fuhr der Chauffeur Franz Lüdtke Luciennes großen Wagen in die Garage.

Na, Frollein Hertel, heut schon zurück?" fragte er.

3a, meine Freundinnen hatten nur nadjmit» fags Zeit , sagte Blondine. Sie wartete, bis er das Einfahrtstor geöffnet hatte, um hindurch zu gefjen. Lüdtke beeilte sich aber nicht damit.

Schade um den schönen Frühlingsabend", *59 - "Man sollte noch etwas spazierengehen."

Er sah sie fragend an.

Es wird kühl", sagte Blondine und ließ es da- hingestellt, ob zum Spazierengehen ober zum Her- umstehen an der Haustür. Sie grüßte und ging, i

Na ja" sagte Lüdtke böse,trautes Heim, Glück 1 nx bLei '^a5n beugte er sich, wie niederge­schmettert von seiner eigenen Frechheit, auf den unteren Riegel des linken Torflügels.

Blandine seht sich durch

Vornan von Sans-Joachim Ireiherrn von Reihenstein

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liste ab geholt, und ich habe sie noch nicht fertig. Nun muß ich Sie leider am Sonntag damit stören "

Lucienne griff nach den großen Bogen.

Sehen Sie", erklärte Blanhine,ich habe alles ausgefullt, was ich wußte: die Hausbewohner" sie blätterte weiter Mieter sind nicht, hier die Hunde. Gewerbliche Betriebe find auch nicht."

Harry Engemann war hereingekommen

Und H-rr Dottor hat schon alles vorsorglich unterschrieben." 1 b

Harry nickte.

3a, was fehlt 3hnen bann?"

"Ähre Daten, gnädige Frau."

mnril,^bU--t5tatenic Unb in Kegen, mart ihres jüngeren Mannes sollte sie sie biriem jungen Dinge jagen. Es war ihr wunder Punkt, der da berührt wurde. Und unzart berührt. Konnte

.9 ®ert)en' wenn ihr Mann nicht dabei ber fie mcht fragen, ohne daß bas kleine Fräulein dabei war? War das Absicht, um sie 3U demütigen? Sie war ungerecht in ihrer neroofcn Empfindlichkeit. Denn Blandine hotte rotrrnd) ntd)t darüber nachgedacht. Wie sollte ein junger Mensch auf so etwas kommen? Aber sie hätte ja eben darüber nachdenken können, meinte Lu- fe^nnß $au^ame sollte nicht gedankenlos

6ie ^ecC' lugte sie kurz. ,Zch werde die Daten selber ausfüllen."

..Kann ich mal sehen?" fragte Harry. Er hatte bisher nie diese behördlichen Dinge richtig betrachtet.

Seht euch das mal an", lachte er los. Er las: Bemannung und Fahrgäste eines Schiffes Be- wohner eines Wagens und dergleichen sind wie die Personen eines Haushalts zu behandeln. Jetzt frage ich einen Menschen, wo bleibt die Romanttk?"

Blandine lächle.

Gräßlich, diese ZivUisation. Ich dachte, ein Zigeunerwagen wäre wenigstens noch eine Insel."

Er und Blandine scherzten unbefangen über die fpeftinen ßn oben Eintragungen ergebenden Per- Frau Molny in abgeschabtem schwarzem Atlas» morgenrock empfand es zum erstenmal peinlich, baß diese beiden jungen Leute um sie und daß sie über­haupt zusammen waren.

Fortsetzung folgt

Engemanns waren am Nachmittag etwas aus» gefahren. Daraufhin hatte Lucienne es sich be» quem gemacht Sie saß auf einem Recamier- oielen Kissen umgeben, und legte eine ?ßrU°>!9U,l?s^Qhencc- Unö um einmal alles be» 3bVncr^U9 103 Zu sein, hatte sie einen ^eimp (5l°r?enr0^ ""gezogen. Der schwarze Atlas Die9 ?Or ?em Verschleißen waren,

mären 5iQrben der darauf gestickten Blumen fäben &ermas verschossen, und einzelne Staub-

s a r. Eine Anzahl weiterer Ehrengäste nahm an der Feier ebenfalls frohen Anteil.

Die Kapelle des Kameraden Är enget, einsti­gen Musikleiters des ehern. FA.-Regt. 63 Frank­furt a. M., leitete den Abend mit schneidigen Mili- tärmärschen ein. Dann sprach Oberwachtmeister Koch von der 8. Batterie einen Vorspruch, in dem die großen Waffentaten der Artillerie betont wur­den, während sich auf der Bühne ein eindrucksvolles Bild der kameradschaftlichen Verbundenheit der alten und der jungen Artilleristen in treuer Gefolg- schäft für den Führer zeigte.

Kameradschaftsführer Müller hieß mit herz­lichen Worten alle Ehrengäste, Kameraden und Frauen willkommen. Besonderen Gruß entbot er dem Vertreter des Divisionskommandeurs und Standortältesten, Hauptmann Dr. Brechtel, den zahlreichen aktiven Artilleristen, die gern zu dieser Feier gekommen, ferner den Vertretern der Partei und der Behörden. Er erinnerte sodann an die hohen Pflichten des deutschen Soldaten, sowohl im Frieden wie besonders auch im Kriege, stellte den starken Wert der soldatischen Kameradschaft heraus und rühmte auch die in den Kriegsjahren besonders zutage getretenen heldenhaften Leistun­gen der deutschen Frauen, die daheim in vortreff­licher Weise für das Vaterland wirkten. Er gedachte weiter der auf den Schlachtfeldern gefallenen Ka­meraden, deren- Leben sich vollendete unter dem Wort des Felbmarschalls von Hindenburg,Die Treue ist das Mark der Ehre!", die als Glaubens- ttager und Wegbereiter einer neuen Zeit starben.

Artilleristen, die ihren gemeinsamen Grund in dem heiligen Soldateneid hat, aber auch auf dem starken soldatischen Erleben aufgebaut ist. Den jungen Sol­daten sei es immer eine Freude und eine gern er­füllte Dankespflicht, wenn sie mit den alten Waffen- fameraben zusammensein könnten. In dem glänzend bewährten Kameradschaftsgeiste der alten Artille­risten werde auch der Nachwuchs in der III. Abi. AR. 9 erzogen werden. Das dreimalige Hurra des Hauptmanns und aller anwesenden aktiven Arttlle- risten galt der Arttlleristen-Kameradschaft Gießen.

Kameradschaftsführer Müller begrüßte sodann noch besonders zwei Gründer der Kameradschaft, die an der Feier teilnahmen, nämlich die Kame­raden Lemke, jetzt in Bad-Nauheim, und Ruhl, Gießen; ferner den von der Bergsttaße zu der Feier herbeigeeilten Kam. S ch w i n n.

Die Unterhaltungsdarbietungen brachten dann noch schneidige Musik der Kapelle Krengel und Gesanasdarbietungen des Kam. F e u s e r und der Frau B r u s i u s , ferner Mei hübsche Duette. Alle Darbietungen wurden verdientermaßen mit reichem Beifall ausgenommen. Tanzvergnügen bis in die Morgenstunden des Sonntags hinein beschloß den Abend.

Das diesjährige Konzert am gestrigen Sonntag brachte in feiner Folge eine Reihe von Männer­chören, zum Teil Kompositionen geschätzter Ton- setzer der Vergangenheit (Dürmer, Silcher, Otto), 311m Teil solche von lebenden Meistem (Stürmer, -Kumpf u. a.). Das zu Beginn gesungene Am Abend , ein zartes, besonders nach der Emp- findungs fette gestaltetes Werk, gab dem Verein Gelegenheit, eine durch geregelte Atemführung ge­stützte weiche Tongebung zu zeigen. Diese verhalf besonders dem schönenWanderers Nachtlied" von Sturmer zu schöner Wirkung. Mit dem wohlabge­wogenen Ausgleich der einzelnen Stimmgruppen, dem lockeren Tonansatz, besonders in den Tenören, und dem inneren Miterleben der Sänger routbe dieser Chor wohl die geschlossenste Leistung des Konzerts. Daß die dynamischen Spannungsverhält- msfe recht groß sind, bewies der nicht leichte, aber wirksame Kämpfsche ChorDer Wagen rollt". Zur Freude der Hörer kam nach dem in Abtscher Manier gesetztenStändchen" von Otto der Humor zu seinem Recht in dem SilcherfchenJodelplatz" und dem effektvoll gearbeitetenMädele ruck", das wiederholt werden mußte. Den Beschluß machten ..Aus der Wanderung" von Dürrner (von dem noch die ernsteLebensregel" auf der Folge stand) und Flamme empor" von Trunk. Beide Chöre wurden ihrem Inhalt gemäß ausgebeutet und besonders ber Trunk-Chor mit seinem kraftvollen Forteschluß löste starken Beifall aus.

Der ^rodte Teil der Hebung brachte den Einsatz Ößr a.n * * ä t s f o I o n n e. Hierbei nahm man a' vutz das neben dem Haus Jockel liegende An« mejen Rohm eingestürzt fei und es gelte, verletzte Personen zu bergen. Die Sanitätskolonne entsandte emen Bergungstrupp in das Haus, der sechs Men­schen vie verschiedenartige Verletzungen aufwiesen, aus den Trümmern herausholte, während sie dann von den m Bereitschaft stehenden Samariterinnen oom Roten Kreuz sachgemäß verbunden wurden, um alsbald auf Tragbahren zu einem Sanitäts» raum tn einem benachbarten Haus überführt und dort wetter behandelt zu werden. Hierbei wurde darauf geachtet, daß denSchwerverletzten" zuerst Hilfe zuteil wurde.

Di e letzte Eins atz Übung zeigte die Feuerwehr» Da für die angrenzenden Gebäude der beiden HebungshäuserBrandgefahr" bestand, rückte die alarmierte Feuerwehr mit der Motorspritze, einer Handdruckspritze und der mechanischen Letter auf Seitenstraßen die Hauptstraße war nicht passier- bar herbei und setzte drei Schlauchleitungen zur Bekämpfung des Feuers ein. Hierbei wirkten hauptsächlich ältere Wehrmänner mit, da im Ernst» falle wegen anderweitiger Verwendung der jünge» ren nur die älteren Männer zur Verfügung stehen.

Regierungsrat Dr. Krüger, als Vertreter des Kreisamts, sprach nach beendeter Hebung am Rat» jaus ein Schlußwort. Er wies auf die große Be­hütung des zivilen Luftschutzes hin und unterstrich die vom Reichsluftschutzbund geleistete Arbeit in der Ausbildung der Zivilbevölkerung zur Bekämpfung der Schäden bei feindlichen Fliegerangriffen. Die Hebungen sollen den Grad der Ausbildung zeigen und gleichzeitig auch Lehrübungen sein. Hoffentlich habe auch diese Hebung auf alle Zuschauer in dieser Webling gewirkt. Allen Beteiligten dankte er für ihre Mitwirkung, ebenso auch der Absperidienste leistenden hiesigen SA. '

Im Hotel ,^Hirsch" fand anschließend noch eine Besprechung der Hebung statt. Es sprachen Ge- meindegruppenführer Dr. M e n g e r über den orga- nlsatonschen Aufbau des Luftschutzes in Grünberg und in den angeschlossenen Gemeinden, Sanitäts­gruppenführer Hundsdorf berichtete über den Einsatz der Sanitätskolonne, Wehrleiter Haas über die Hebung der Feuerwehr. Der Ausbildungs- letter der Bezirksgruppe Obechefsen, LS.-Oberführer Schuchardt (Gießen) besprach dann eingehend den Ablauf der Hebung, die als Lehrübung anzu- fehen fei, und in welcher Weise die einzelnen Losch» gemeinschaften: Hausfeuerwehr, Blockfeuerwehr er» folgreich einzusetzen seien. Kreiskolonnenführer Kratz (Gießen) sprach über den Ablauf der Maß­nahmen der Sanitätskolonne, Kreisfeuerwehrführer Bouffier über die Tätigkeit der Feuerwehr Er wies besonders auf die Bereitstellung von leicht er» reichbaren offenen Gewässern hin, die jede Ge- meinde für derartige Zwecke benötige. Zusammen- fassend dankte Regierungsrat Dr. Krüger allen Rednern für ihre lehrreichen Darlegungen und be-

Aus der engeren Heimat.

Lustschutzüvung in Grünberg.

+ (3 rünb er g, 6. Nov. Am Samstag fand hier in ähnlicher Weife wie in Lich und in Lollar eine L u f t f ch u tz ü b u n g statt. Da sie als Lehr» Übung gedacht war, waren hierzu die Bürger­meister, Feuerwehrführer und Amtsträger des Reichsluftfchutzbundes der umliegenden Gemeinden erschienen, ebenso das Personal der Polizeistationen Grünbera, Londorf und Reiskirchen.

Ausbildungsleiter K r o h l e von der Gemeinde« gruppe Grünberg gab während der Hebung die nötigen Erläuterungen und machte jedesmal auf Die von den beteiligten Organisationen zu ergreifen» Öen Maßnahmen aufmerksam. Zuerst kündeten starke Detonationen den Abwurf vonFliegerbom­ben" an. Da einzelneBrandbomben" das zur Hebung vorgesehene Haus Jockel neben dem Rat» ba»;s getroffen und auf dem Speicher einen SBranö entfacht hatten, versuchte alsbald die Haus» f^uerwehr mit den ihr zur Verfügung stehen­den Löschgeräten Herr des Feuers zu werden. Zwei Laienhelferinnen brachten einverletztes Kind" nach Anlegen eines Verbandes in ein benachbartes Haus in Sicherheit. In der Annahme, daß der Hausfeuer» wehr die Löschung des Brandes nicht gelang, wurde Die Luftschutzgemeinschaft des Blockes, zu dem das Haus gehört, zur Hilfeleistung herange­zogen. Diese rückte alsbald mit ihrem Löschgerät an' legte eine Schlauchleitung bis zur Brandstelle und nahm eine markierte Bekämpfung des Feuers durch mehrere Feuerwehrmänner mit dem Strahl­rohr vor.

Der langjährige und verdienstvolle Leiter des Vereins, Musiklehrer S ch ä t Her, führte feine zahlenmäßig recht stattliche Sängerschar mit Hm» stclst und Temperament. Durch zielbewußte Arbeit hat er sich einen leistungsfähigen Klangkörper ge­schaffen, der ihm williges und gefügiges Werkzeug ist.

Ohne Zweifel war ein Hauptanziehungspunkt bes Konzertes das Auftreten der jungen (Geigerin Waltraud Schüttler. Schon all die Jahre her verfolgte man ihr Werden mit wachsender An­teilnahme, und die auf sie gesetzten Hoffnungen waren nicht gering. Unter der Hand ihres jetzigen Lehrers, Professor S t r o ß (München), geht sie der Vollendung entgegen, und man darf wetter hoffen, daß sie sich einjt einen Namen machen wird unter öen Gefährtinnen ihrer Kunst. Große Fertigkeit der Griffhand und schlackenfreier, edler Ton ließen das so liebliche Konzert von Mozart in seiner ganzen Schönheit erstehen. Die schwere Kadenz von Joachim erweckte Bewunderung. Der zweite Satz wurde mit solcher Einfühlung wiedergegeben, daß entgegen oltem Brauch hier schon lauter Beifall einsetzte, der sich am Ende des letzten Satzes wiederholte.Prä- ludium und Allegro" von Thugnani spielt ihr so leicht jetzt schon niemand nach, und in dem Perpetuum von Novacek ließ sie noch einmal ihr großes technisches Können glänzen.

Mit dem überaus herzlichen Beifall und den Blumen wollten die Zuhörer nicht nur der jungen Künstlerin den Dank für ihre große Leistung aus-

Die EhrenurkundeEinsatz für Deutschland" formte folgenden Kameraden überreicht werden: Otto Scholl (Gießen), Heinrich Schäfer (Gie­ßen), Heinrich Diehl (Gießen), Ludwig Wei­mar (Weickartshain), Adolf Berger (Gießen), Karl Müller (Lollar), Heinrich S i e v e r (Gie­ßen) und Wilhelm Schulte (Gießen).

Konzert

des GesangvereinsHeiterkeit^.

Seit einer Reihe von Jahren sind die Konzerte des GesangvereinsHeiterkeit" zu einer ständigen Einrichtung geworden. Der Verein ließ es sich da­bei angelegen sein, stets wohlvorbereitet das Podium zu betreten. So ist es nicht zu verwundern, daß sich diese verantwortungsbewußte Arbett eine treue Zuhörergemeinde geschaffen hat, die warmen An­teil an der Entwicklung und dem Werden der Heiterkeit" nimmt. *

Omnibusverkehr zum Nlkelsmarkl.

Aus Anlaß des Allendörfer Nikelsmarktes wird ein besonderer Ornnibusoerkehr eingesetzt. Es ver­kehren folgende Wagen: W i e f e ck ab 8.00 Uhr, Allendorf an 8.55 Uhr. (Haltepunkte: Alten-Bnseck Großen-Buseck, Beuern, Climbach.) Sicherts»' hausen ab 8.20 Uhr, Allendorf an 9.20 Uhr (Haltepunkte: Hassenhausen, Erbenhausen, Hach­born, Ebsdorf, Leidenhofen, Winnen, Nordeck.) Dreihausen ab 9.30 Uhr, Allendorf an 10.20 Urjr. (Haltepunkte: Roßberg, Wermertshausen, Rüd- dingshausen, Kreuzung Rüddingshausen/Odenhau- sen.) H a ch b o r n ab 12.00 Uhr, Allendorf an 12 35 Uhr. (Haltepunkte: Ebsdorf, Leidenhofen, Winnen Nordeck.)

Die Rückfahrten erfolgen ab Allendorf zu folgenden Zeiten: Nach Wies eck um 17 30 Uhr- nach Hachborn um 16.00 Uhr; nach Sicherts- hausen 17.30 Uhr, nach Dreihaufen 16 Uhr.

Harry saß rauchend in einem Sessel und las einen Detektivschmoker.

Else huschte herein und meldete:Fräulein Hertel ist eben nach Haus gekommen. Sie wird auf ihrem Zimmer essen, wenn gnä* Frau nichts dagegen ha« ben. Sie läßt aber fragen, ob sie Frau Molny guten Abend sagen darf."

Selbstverständlich. Bitten Sie Fräulein Hertel herein. Und decken Sie um, Else. Sie ißt natür­lich mit uns zusammen."

Mädchen ging, um Blandine in ihrem Zim­mer Bescheid zu sagen.

Kurz danach erhob sich Harry Engemann ge­legentlich und ging durch eine andere Tür hin- aus.

In der Diele zögerte er ein bißchen und traf Dann auf der Treppe ebenso gelegentlich mit Blan- dine zusammen, die herunterkam.

Na, wie roaris in der Welt?" fragte er. Schon?"

Wundervoll." Ihre Augen leuchteten.Der Auf- takt war schon so schon", sagte sie dankbar.Die Fahrt war herrlich."

Das können wir doch mal wieder machen", entgegnete Harry liebenswürdig Er setzte gemüt» lief) ein Bein auf die höhere Treppenstufe und wehrte ihr mit feiner schmalen, eleganten Gestalt den Durchgang, ohne daß sie es bemerkte.

verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der bedauernswerte Mann hinterläßt Frau und zwei Kinder. Der Autolenker Spei er, dem alsbald eine Blutprobe entnommen wurde, kam nach Gie­ßen ins Gerichtsgefängnis in Hnterfuchungshaft.

** Zum Regierungsmedizinalrat er­nannt Der beim Versorgungsamt Gießen tätige Vertragsarzt Dr. med. Alfred Lotz aus Wieseck ist vom Führer und Reichskanzler durch Ernennungs­urkunde vom 25. Oktober 1937 unter Berufung in b°3^amtenverhältnis 3um Regierungsmedizinalrat im Reichsdienst ernannt worden.

** Nutz - und Zuchtviehmarkt Gießen bis auf weiteres verboten. Zur Vorbeu- gung gegen die Gefahr einer Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche hat der Reichsstatthalter in Hessen Landesregierung die Abhaltung des Nutz- und Zuchtviehmarktes in Gießen bis auf weiteres verboten.

bis der Bahnbrecher und Schöpfer des Dritten Rei­ches, der Frontkamerad Adolf Hitler, das neue, herrliche und große Deutsche Reich schuf. Mit dem Treuegelöbnis und dem Gruß an Öen Führer schloß Der Kameradschaftsführer feine Ansprache, zugleich zeigte ein lebendes Bild auf Der Bühne, daß alle Soldaten, alte und junge, und mit ihnen Das ganze deutsche Volk in unwandelbarer Treue zum Führer stehen.

Der weitere Verlauf des Abend brachte eine Reche von schneidigen instrumentalen Darbietungen Der Kapelle Krengel, dabei auch ein prächttges Trompetensolo des Herrn S ch w a r z l o s e , der mit bekannter Virtuosität seine Aufgabe meisterte.

Der Vertreter Des ©tanöortälteften, Hauptmann Dr. Brechtel, übermittelte, in Anknüpfung an Den von der Kapelle gespielten Parademarsch des FA.-Rgts. 63, die herzlichen Grüße und besten Wünsche des Divisionskommandeurs, Generalleut­nants Oßwald, und Des Kommandeurs der III. Abt. AR. 9. Oberstleutnant D ö r i n g, Die beide durch anderweitige Verpflichtungen am Erscheinen verhindert waren; zugleich sprach er die Grüße der ganzen Artillerie-Abteilung aus. Hauptmann Dr. Brechtel betonte sodann die enge und treue Ka­meradschaft zwischen den alten und den aktiven

n,AJ?aft 9an!$k e5J)?.Laud) ^men Sinn, waren jcyon e sich solch einen herrlichen Fruhlmgsabenü dadurch i fäben fehlten.

- --------------|Viyvil., Die Artilleristen-Kameradschaft 1895 Gießen be» Kamerad Beuke hieß bann die zahlreichen Gäste ging am Samstagabend im vollbesetzten Saale Des und Kameraden herzlich willkommen. Sein beson- Cafe Leib ihre diesjährige Barbara-Feier, die zu­gleich die 42. Gründungsfeier der Kameradschaft war. Mit den alten Artilleristen der Kameradschaft ! hatten sich viele Kameraden der aktiven Wehr- V. in der Hauptsache Artilleristen unserer III. Abteilung AR. 9, ferner viele alle Soldaten i anderer Waffengattungen, als Angehörige der Ar­beitsgemeinschaft Gießener Soldaten-Kameradschaf- ten, und ein großer Kranz von Frauen und Mäd­chen zum festlichen Abend vereinigt. Als Vertreter des Divisionskommandeurs und Standortältesten, Generalleutnant Oßwald, ferner des Komman­deurs unserer Artillerie-Abteilung, Oberstleutnant Döring, war der Chef Der 8. Batterie, Haupt­mann Dr. Brechtel erschienen, mit ihm als Ver­treter des Offizier-Korps unserer Gießener Artil­lerie Der Chef Der 7. Batterie, Oberleutnant Gri»