Der Bolschewismus zum Kriege bereit.
Festreden auf dem 20. Jahrestag der bolschewistischen Revolution.
Oreigestirn gegen Sowjetstern
Die Bedeutung des italienischen Beitrittes zu dem deutsch-japanischen Antikomintern-Abkommen vom 25. November 1936 kann kaum überschätzt werden, um so weniger, als der Protokolltext ausdrücklich festlegt, daß Italien als ursprünglicher Unterzeichner gilt und seine Unterschrift ihrem politischen Wert nach völlig gleichbedeutend ist mit der Unterzeichnung des Originaltextes vom November. Mit einem Schlage hat sich die Ideen» gemeinschaft der Komintern-Abwehr zu einer vertraglich verklammerten Front ausgeweitet: das ist deshalb von besonderem politischem Gewicht, weil das Ursprungsabkommen vom November ja nicht einfach bloß die Uebereinstimmung in der grundsätzlichen Ablehnung jeglicher kommunistischer Gedankengänge, sondern darüber hinaus im Artikel 1 auch die Durchführung von prakti- fchen Abwehrmaßnahmen „in enger Zusammenarbeit" als notwendig hervorhebt. Es steht nunmehr ein Dreigestirn von mächtigen, innerlich völlig einheitlichen Staaten dem roten Sowjetstern gegenüber.
Der Wert des deutsch-japanischen Abkommens und seine Reichweite in der Weltpolitik ist bei seinem Abschluß hier und da nicht voll erkannt worden.
Der Beitritt Italiens zeigt, welches Gewicht dieser Ordnungsstaat am Mittelmeer jenem Abkommen vom November 1936 beilegt. Die italienische Haltung dem Kommunismus und der Komintern gegenüber hat ja ohnehin niemals Zweifel aufkommen lassen: das kam u. a. auch noch in dem Kommunique zum Ausdruck, das aus Anlaß des Berliner Besuches des italienischen Außenministers Grafen Ciano am 20. Oktober 1936 eröffentlicht wurde. Dazu kamen dann noch die völlig eindeutigen Erklärungen des italienischen Regierungschefs während des Sowjetkrieges, in Spanien, sowie bei der Kundgebung auf dem Berliner Maifeld und bei der 15-Zahresfeier in Rom. Der Beitritt zu dem seinerzeit auch von Italien als außerordentlich wertvoll begrüßten deutsch-japanischen Abkommen bestätigt also auch formell die Entschlossenheit Roms, dem Weltfeind Nr. 1 überall wirksam entgegenzutreten, wo er europäische Lebensinteressen im allgemeinen und italienische im besonderen bedroht.
Die italienische Regierung hat mehr als einmal während des Sowjetkrieges in Spanien in nachdrücklichster Form betont, Italien werde ein Einnisten des Bolschewismus etwa im Mittelmeerbecken unter keinen Umständen dulden. Es ist bezeichnend für die politische Kurzsichtigkeit der Regierungen in den „großen Demokratien", daß sie ihre eigenen Abwehrpflichten gegenüber den ihnen anvertrauten Völkern und Volksgütern bis zum heutigen Tage noch nicht einmal erkannt haben: tatsächlich handelt es sich ja bei dem jetzigen Dreier-Abkommen nicht um einen Angriffs-, sondern um einen Verteidigungsvertrag, der von dem allgemeingültigen Gesetz der primitivsten Notwehr diktiert ist (ein Abkommen also auch, das beispiels- weise in keiner Form irgend etwas mit dem gegen- wärtigen Krieg im Fernost zu tun hat). Italien seinerseits hat es ja auch nicht bei der Ausrottung des Kommunismus in seinem Bereich bewenden lassen, sondern hat gegenüber der unmittelbar drohenden Gefahr im Mittelmeer ja zahlreiche Freiwillige an dem nationalspanischen Abwehrkampf leilnehmen lassen.
Schon die offene Verkündung des bedingungslosen Kampfes um die Weltrevolution durch Limit r o f f vor zwei Jahren in Moskau hätte alle Kulturstaaten veranlassen müssen, dem Antikomintern-Abkommen beizutreten. Zu jenem Aufruf Dünitroffs als Chef der Komintern, deren Identität mit den maßgeblichen Sowjetstellen auch bei dieser Gelegenheit wieder klar heroortrat, kam dann noch der Versuch vom Juni dieses Jahres, die Zweite und die Dritte Internationale zum Kampf gegen die Ordnungsstaaten, also vor allem gegen Deutschland und Italien, zusammenzuschließen, nachdem schon auf früheren Komintern-Kongressen die Bildung von sogenannten Volksfronten in allen Staaten der Welt das leitende Thema gewesen war. Seitdem nun aber auf dem Weg über die bevorstehenden „Wahlen" in Sowjetrußland der berüchtigte Komintern-Chef Dimitroff unmittelbares und höchst einflußreiches Mitglied der bolschewistischen „Regierung" in Moskau werden soll, müßte man sich in allen Kulturstaaten der Welt endlich darüber tlar sein, daß die äußerste Intensivierung der Weltrevolution durch die Komintern erst noch bevorsteht!
Ganz offen hat die Komintern ihre Absichten gegenüber ben nichtbolschewistischen Staaten aufgedeckt, als sie gelegentlich des 14. Kongresses wörtlich versicherte: „Die Kommunisten (d. h. in den anderen Ländern) können versichert fein, daß im Fall von Bürgerkriegen dem Proletariat eine ernste, ehrliche und tatkräftige Hilfe von feiten der Sowjetunion, und zwar sowohl von selten des Staates als auch der Komintern, zuteil werden würde". Eine derartig eindeutige Ankündigung der planmäßigen Anzettelung von Bürgerkriegen einerseits und der direkten Einmischung Moskaus andererseits sollte die gläubigsten und die überheblichsten Anbeter des alleinseligmachenden demokratischen Fetischs endlich aufrütteln. Umsonst und ohne jeden Grund haben sich ja schließlich nicht in der Schweiz, in Brasilien, Portugal, Polen, Rumänien und anderen Staaten heute bereits Abwehrfronten gebildet. Daneben erlebt man dann freilich gerade in diesen Tagen Dinge wie die Genfer „Konferenz zur internationalen Bekämpfung des Terrorismus", die in der bekannten schwatzhaften Manier Reden und papierene Entschlüsse schon für Taten hält.
Es wird in der Folgezeit sich sehr schnell Herausstellen, welche Rolle die volksfrontierisch infizierten Staaten innerhalb der Weltrevolutionspläne der Komintern zu übernehmen gedenken, und welche Haltung des britische Weltreich gegenüber den in ollen seinen Dorniniens, Kronkolonien, Mandaten, Schutzgebieten usw. auftretenden Kominternwühlereien einnehmen wird. Schon die Rückäußerungen in der Presse jener Länder werden in diesen Tagen darüber Aufschluß geben, wobei der billige Bluff mit der „weltanschaulichen Aufspaltung der Welt" einmal ganz beiseite gelassen werden sollte. B. R.
Ehrung Ribbentrops.
Rom, 6. Rov. (DNB.) Nach der Unterzeichnung des deutsch-italienisch-japanischen Protokolls begaben sich Botschafter von Ribbentrop, Graf Cian o und Botschafter H o t t a mit den Herren ihrer Begleitung in den Palazzo Venezia, wo sie von dem italienischen Regierungschef empfangen wurden. Nach dem Empfang legte Botschafter von Ribbentrop Kränze am Grabe des unbefangen Soldaten und am Denkmal für die Gefallenen der faschistischen Bewegung nieder. S. M. der König von Italien und Kaiser von Aethiopien hat Botschafter von Ribbentrop und dem japanischen Botschafter Hotta das Großkreuz des Mauritius- und Lazarus-Ordens ver-
Moskau, 7. Nov. (DNB.) Aus Anlaß des 20. Jahrestages der bolschewistischen Oktober-Revolution fand am Abend des 6. November e i n Staatsakt im Moskauer Opernhaus statt. Fast sämtliche Mitglieder der Sowjetregierung und der obersten Parteileitung nahmen teil, unter ihnen Stalin, ihm zur Seite der Kriegskommissar W o- roschilow, der GPU.-Kommissar I e s ch o w , ferner Kaganowitsck, Molotow, Kalinin und andere. Auch der Generalsekretär der Komintern Dimitroff zeigte sich unter den Regierungsmitgliedem. Der Vorsitzende des Volkskommissariates, Molotow, pries das Sowjetregime als eine „Demokratie höchst vollendeten Typs". Die Sache der spanischen Bolschewisten stehe der Sowjetunion besonders nahe und verdiene ihre volle Unterstützung. Auch hinsichtlich Chinas sparte Molotow nicht mit Sympathieerklärungen. Die Sowjetregierung werde für die Erhöhung der Kriegsbereitschaft der»roten Armee unentwegt weiter Sorge tragen. Zum Schluß verfehlte der Sprecher der Sowjetregierung nicht, nachdrücklich den weiteren „s ch o n u n g s l o s en Kampf" gegen d i e „inneren Feind e" zu proklamieren. Nicht mit Unrecht rühmte sich Molotow in diesem Zusammenhang „großer Erfolge". Diese „Erfolge" waren in der Tat sichtbar: Auf der Festver- sammlung war kein Vertreter der alten bolschewistischen Garde aus der nächsten Umgebung Lenins mehr zu sehen. Sogar die Witwe Lenins Krupskaja war nicht zu bemerken.
Am Sonntag fand auf dem Roten Platz in Moskau eine große Truppenparade vor Kriegsminister Woroschilow statt, der fast sämtliche Regievungsmitglieder und Parteigewaltigen mit Stalin an der Spitze beiwohnten. Auch Dimitroff, Generalsekretär der Komintern, war wieder in der vordersten Reihe: ferner eine starke Militärdelegation aus der Aeutzeren Mongolei. An der Truppenparade nahmen alle Waffengattungen
Neapel, 6. Nov. (DNB.) Die KdF.-Flotte, bestehend aus den Schiffen „Der Deutsche", „Sierra Cordoba" und „Oceana", die am 24. Oktober von Bremerhaven und Hamburg aus ihre erste programmgemäße Jtalienrundfahrt mit 3000 deutschen Arbeiterurlaubern angetreten hatte, fuhr zunächst auf der Route der bekannten KdF.-Atlan- tik-Reisen durch den Aermelkanal an der englischen Kreideküste bei Dover entlang nach Lissabon. Am 1. November wurde dann die Weiterfahrt durch die Straße von Gibraltar entlang der afrikanischen Küste angetreten. Im Hellen Sonnenglanz lagen die Hafenstädte Melilla und Algier, überragt von den Ausläufern des Atlasgebirges vor den Augen der Urlauber. Vorbei an der Südküfte Sardiniens erreichten die KdF. - Schiffe dann Neapel, wo programmgemäß festgemacht wurde.
Als Dr. Ley zusammen mit dem Präsidenten des Faschistischen Metallarbeiterverbandes C i a - nett! und dem Präfekten von Neapel, Mar- z i a l i, zur Begrüßung der deutschen Arbeiter- Urlauber im Hafen eintraf, wurde ihm ein begeisterter Empfang zuteil. Jungfaschisten, Marinejugend und Schwarzhemden bildeten Spalier, ihnen gegenüber hatten in drei langen Kolonnen die deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen Aufstellung genommen. Ein begütertes Sieg-Heil schallte Dr'. Ley aus jedem der drei über 800 Mann starken Blocks entgegen. Unter dem Jubel der Bevölkerung begibt sich Dr. Ley zum Haus des Fascio, wo deutsche Arbeiter am Ehrenmal der für die Revolution gefallenen Faschisten einen großen mit der Hakenkreuzschleife geschmückten Kranz niederlegten. Im geschlossenen Zuge ging es dann zum Castell Angioino.
In seinen Begrüßungsworten betonte der Bürgermeister von Neapel die Freude und den Stolz der Stadt und ihrer Bevölkerung, als erste große offizielle Abordnung von „Kraft durch Freude" und in ihr die ganze befreundete Nation willkommen heißen zu können. Nach einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf Adolf Hitler und Mussolini wandte sich Dr. L e y an seine italienischen Freunde und deutschen Volksgenossen. „Der heutige Tag", so erklärte Dr. Ley, „ist in der Geschichte der beiden Völker und in der Welt einzigartig. Es genügen diesen beiden Völkern nicht mehr die engen Kanäle e:ner offiziellen Vertretung, sondern sie haben den Wunsch, s i ch p e r s ö n l i ch kennen zu lernen. Diese beiden Völker haben Jahrhunderte lang um ihre Freiheit und ihre Einheit gerungen, und
üehen. Mussolini gab am Samstagabend im Palazzo Venezia für die Unterzeichner des Protokolls, Botschafter von Ribbentrop und Botschafter Hotta, ein Essen. Zu diesem Essen hatte der Duce auch Reichsminister Rudolf Heß und die Parteiabordnung eingeladen.
pariser Kombinationen.
Paris, 7. Nov. (DNB.) Die Blätter wollen in dem neuen Dreierpakt in erster Linie eine Verstärkung der Achse Berlin — Rom erblicken. Es fehlt auch nicht an Vermutungen, daß neben den veröffentlichten Abmachungen noch Geheimklauseln bestehen. So meint das Echo de Paris, die drei Unterzeichnermächte seien nicht nur entschlossen, sich selbst und ihre Völker vor der kommunistischen Agitation zu schützen, sondern sie beabsichtigen auch, die Einmischung der Dritten Internationale in die Innenpolitik anderer Länder nicht zu dulden. Im übrigen scheine Sowjetrußland von diesem römischen Abkommen weniger betroffen zu sein als das britische Weltreich und Frankreich. Der Excelsior nennt das neue Abkommen eine Internationale der autoritären Länder gegen die Internationale Moskaus". Die Tatsache, daß drei große, dem Völkerbund abtrünnige Staaten ihre Unterschrift unter ein gemeinsames Schriftstück gesetzt haben, verdiene unbedingte Beachtung. Für Frankreich und England wie auch für die Vereinigten Staaten stelle dieses Abkommen ein Warnungssignal dar. Werde es verstanden werden? Das radikalsozialistische Oeuvre behauptet im Zusammenhang mit weitgebenden Kombinationen, daß Japan von Italien wirtschaftliche Zugeständnisse in Aethiopien erhalten werde. Die Blätter der 2. und 3. Internationale sprechen, wie nicht anders zu erwarten, von ,,neuen kriegerischen Drohungen der faschistischen Länder.
teil. Der Nachdruck war diesmal auf die Demonstration der Flakgeschütze und Tanks aller Größen gelegt worden, die in überaus großer Anzahl und teilweise ganz neuen Modellen über den Platz rollten. An die Militärparade schloß sich die übliche V o l k s b e m o n ft r a t i o n an, bei Der man trotz aller Agitation für das Jubiläum der bolschewistischen Revolution keine sonderliche Begeisterung der Massen feststellen konnte. Truppen der G P U., die sich zwischen den Reihen der Demonstranten aufpflanzten, sorgten für eine strenge Ueberwachung. Woroschilow entbot die Grüße der bolschewistischen Partei nicht nur den an getretenen Truppen, sondern auch den ausländischen Genossen in allen Ländern. Die Rote Armee, fo' sagte Woroschilow, werde, wenn sie angegriffen werde, sich als die „angriffsberei- teste aller Armeen" erweisen, die je einen Angriff unternommen haben.
Ein Heeresbefehl sucht unter den üblichen wilden Verwünschungen gegen den „Faschismus" mit vielen Worten die Errungenschaften des bolschewistischen Regimes anzupreisen. Bezeichnenderweise wird aber auch den Angehörigen Der Armee der „schonungslose Kampf" gegen den inneren Feind aller Schattierungen erneut zur Pflicht gemacht. „Diese verfluchten Volksfeinde haben die Liquidierung des Sowjetregimes in unserem Lande erstrebt: Für sie ist kein Platz mehr auf der Sowjeterde." Mit „großem Haß", mit „furchtbarer Rache" seien die Staatsfeinde bestraft worden und würden auch in Zukunft vernichtet werden. Natürlich wird nicht versäumt, den Kriegsteufel an die Wand zu malen. Der Feind, so heißt es in dem Aufruf Woroschilows, warte nur den geeigneten Moment ab, um über die Sowjetunion herzu fallen. Auf alle Ränke der Kriegsanstifter gebe die Sowjetunion aber stets nur eine Antwort: „Wir wollen keinen Krieg, aber wir fürchten den Krieg nicht, und mir sind zum Kriege bereit!"
aus ihrer Uneinigkeit zogen andere Völker Nutzen. Das hat nun aufgehört, die beiden Völker melden heute in der Welt ihre Rechte an. Wir sind zwei junge Nationen, und junge Völker haben immer mehr Lebensmut als die alten. So hat das Schicksal selber uns zusammengeführt. Wir kämpfen beide gegen eine feindliche Weltanschauung, den weltzerstörenden Bolschewismus. Wir tragen in unserem Herzen die Freude! Heute ist das alles unter dem Nationalsozialismus und Faschismus Tatsache geworden, was der Marxismus ehemals lügnerisch versprach. Allein in diesem Hahre kommen 30000 Arbeiter nach Italien, im nächsten Jahre 100 000 und im Übernächsten Jahre eine halbe Million. Wir wollen, daß das gesamte deutsche Volk das italienische kennenlernt."
Der Kundgebung schloß sich ein Besuch eines der größten italienischen Jndustriewerke an. Hier Der» einte ein gemeinsames Essen tausend deutsche und tausend italienische Arbeiter. Am Nachmittag legte Dr. Ley bei einem Presseempfang die Ziele von KdF. dar. Es sei kein Scherz, daß 30 000 nach Italien kommen sollten und im nächsten Jahre 100 000. Jeden Winter wolle er deutsche Arbeiter nach dem Süden bringen. Zwei neue Schiffe sind fast fertig, die modernsten Schiffe überhaupt, mit 25 000 Tonnen und 1800 Mann, zwei weitere Schiffe wären vor acht Tagen auf Kiel gelegt worden: sie würden bis 1940 fertig fein. Die nächste Reise dürfte auf eine Einladung von Cianetti hin n a ch A s r i k a, Tripolis, gehen, wo dieselben drei Schiffe, die jetzt in Neapel liegen, zur großen Mustermesse fahren sollen. Der erste Tag des Aufenthalts der deutschen Arbeiter in Neapel war mit einem Empfang sämtlicher Urlauber durch die faschistische Partei auf Schloß San Martino ausgefüllt. Den Abschluß bildete ein Bordfest auf den K d F.» Schiffen, die die deutschen Arbeiter wiederum mit ihren italienischen Freunden in harmonischer und zwangloser Geselligkeit vereinte. Der Sonntag war Besichtigungen von Pompeji, dem Nationalmuseum und den herrlichen Aussichtspunkten der Stadt vorbehalten. Ueberall wurden den deutschen Urlaubern herzliche Sympathiekundgebungen zuteil. Unter den Klängen der Bordkapellen und jubelnden Zurufen der auch zum Abschied zahlreich erschienenen italienischen Freunde verließ die deutsche KdF.- Flotte um 21 Uhr den Hafen, um die Fahrt nach Genua fortzusetzen.
Der „Matin" schreibt, das Abkommen habe den Vorzug, in entscheidender Weise das Problem der Kompromittierung der Demokratien mit dem durch Moskau als Agent der Zersetzung aller nationalen Energien eskortierten Kommunismus zu stellen. Die Formel, die sich bei der Durchsicht der Zeitungen aus aller Welt am klarsten und ohne Umschweife herauslöse, sei: Mit oder ohne Moskau! Sei es doch erwiesen, daß überall, wo sich die Mosauer Agitation eingeschlichen habe, die Zerstörung des sozialen Friedens in gefährlicher Weise begonnen --habe und die Vernichtung des internationalen Friedens wissentlich und hartnäckig durch eine erbitterte Opposition gegen alle Versöhnungsverfahren, vorwärts getrieben werde, die geeignet feien, die Wechselbeziehungen zwischen Nationen gleicher Zivilisation wieder herzustellen.
Begeisterung in Tokio.
Kundgebungen vor den Botschaften Deutschlands und Italiens.
Tokio, 7. Nov. (DNB.) Am Sonntag war ganz Tokio aus Anlaß des Beitritts Italiens zum Anti- fominternabfommen festlich mit Flaggen, Transparenten und dem (Emblemen der drei Länder geschmückt. An vielen Gebäuden der großen Zeitungen, Warenhäusern, Geschäften, Gaststätten, Kinos und Cafes waren Bilder vom Führer, dem Ministerpräsidenten Fürst Konoe und dem Duce angebracht. Am Abend war die ganze Stadt illuminiert. Lichterketten säumten die Umriffe der öffentlichen Gebäude, die zum Teil auch mit Scheinwerfern an» gestrahlt waren. Im Hidiya-Park fand eine Versammlung statt, an der viele Zehntausendo teil- nahmen. Rund 1 5 0 0 0 Lampionträger waren beteiligt, die Flaggen der drei Länder trugen
und kleine und große Lampions mit den (Emblemen Hakenkreuz, Sonne und Fascio. Ein riesiger D e - monstrationszug marschierte im Anschluß zum Kaiserpalast und den beiden Botschaften, zu den Verwaltungsgebäuden von Heer und Marine, sowie zum Auswärtigen Amt, die festlich geschmückt und illuminiert waren. Am Haupteingang des Auswärtigen Amtes waren gewaltige Flaggen der drei Länder und riesige Lampions mit den drei (Emblemen angebracht. An der deutschen Botschaft ließ Botschafter v o n D i r ck f e n den endlosen Zug an sich vorüberziehen: immer wieder dankte er für bk Banzai- und Heilrufe der begeisterten Menge.
Oie antckolschewistische Schau im Reichstag eröffnet
Berlin, 6. Nov. (DNB.) Die große antibolschewistische Schau im Reichstaasgebäude ist im Rahmen einer eindrucksvollen Kundgebung der nationalsozialistischen Kampfverbände auf dem Königsplatz eröffnet worden. Einleitend erinnerte der Leiter der italienischen Abteilung der Ausstellung General der Faschistischen Miliz Alexandro Melchiors daran, daß der Duce erft kürzlich erneut die zwingende Notwendigkeit unterstrichen habe, den Bolschewismus im Interesse des Friedens aus Europa auszumerzen. Nationalsozialismus und Faschismus strebten vereint diesem großen Ziele zu. Beide Länder spielten mit offenen Karten und seien von der Verteidigung der Heimat und der Familie zur Offensive übergegangen, nachdem der Bolschewismus sich angeschickt habe, seine tief bedauernswerte Schreckensherrschaft im Lande nun auch außerhalb der Grenzen Sowjetrußlands zu verbreiten. — Namens der Gauleitung Berlin der NSDAP, erklärte dann der Leiter des Reichspropagandaamtes Berlin Wächter die Ausstellung für eröffnet. Doll Schaudern, so erklärte er, stehe die zivilisierte Welt vor dem Ereignis einer 20- jährigen „Regierungstätigkeit" jüdischer Bolschewisten, die nun „gefeiert" werben solle. Drei Millionen Menschen seien in diesem unglücklichen Lande in diesen 20 Jahren ermordet worden, 12 Millionen seien verhungert und tagtäglich noch wüchsen das Elend und die Not. Gerade in diesen Tagen eröffneten nun Deutschland und Italien gemeinsam diese Schau an einer Stätte, an deren Mittelpunkt sich noch das letzte Fanal bolschewistischer Umsturzversuche in Deutschland, der ausgebrannte Sitzungssaal des Reichstages, als warnendes Zeichen beftnde. Wer diese Ausstellung sehe, werde den Dank ermessen können, den er als Deutscher Adolf Hitler, als Faschist dem Duce schuldig -sei.
EmheiivonBuchundSchwert
Schlußkundgebung
zur Woche des deutschen Buches in Essen.
In Essen fand zum Abschluß der deutschen Buchwoche eine große Kundgebung statt. Der Landesstellenleiter der Reichskammer der bildenden Künste, Kultursenator Kelter, sprach über die Jdeenoerbindunh von Weimar und Essen. Hauptamtsleiter Hederich wies darauf hin, daß Hunderttausende deutscher Volksgenossen in diesen Tagen im Dienste des Buches tätig* gewesen seien. Zwei große Aufgaben erfülle die Woche des deutschen Buches: einmal Zeuge und Künder zu fein der endlich errungenen Einheit des Lebensgefühls und des Willens aller Deutschen, die sich in Partei und Staat dokumentierten, und zum anderen ein Mahnmal zu sein, das uns immer vor der Seele die Verpflichtung wachrufe, nie die Gemeinschaft aller Deutschen zu vergessen, die der sicherste Bürge sei für die Einheit von Buch und Schwert. Der Führer habe in seinen großen Kulturreden ein für alle Mal die Richtlinien gegeben. „Mögen sie es als eine (Einengung der Freiheit bezeichnen, wenn wir in Zukunft unnachsichtlich und rücksichtslos allen Bestrebungen entgegentreten, die Ideen des Führers aus egoistischen Gründen zu verfälschen. Wenn wir das tun, bekennen wir uns zur Reinheit, und zur moralischen und geistigen Sauberkeit im deutschen Schrifttum."
Dann führte Staatsrat Hanns I o h st, der Präsident der Reichsschrifttumskammer, u. a. aus, Essen sei als Abschlußort gewählt worden, weil wir vor ganz Deutschland und aller Welt die Verbundenheit zwischen der Arbeit der Faust und der Stirn bartun und die geistige Harmonie von Hammer und Buch aufzeigen wollten.
Oie Gaukuliurwoche.
Redner und Borträge.
NSG. Die Gaukulturwoche Hessen- Nassau, vom 13. bis 21. November, sieht eine Reihe von Vorträgen ausgezeichneter Fachkenner vor. Auf der Landestagung der Reichs- pressekammer am Sonntag, 14. November, 10 Uhr, im Frankfurter Schauspielhaus, werden der Stabsleiter des Reichspressechefs, Reichsamts, (eiter Sünd ermann, und der Stabsleiter des Reichsleiters für die Presse, Reichshauptamtsleiter Rienhardt, zu den Angehörigen der Kammer und den Presseamtsleitern und Pressereferenten der Partei sprechen. Der stellvertretende Geschäftsführer der Reichskammer der bildenden Künste, Hauptabteilungsleiter Dr. Garber, Berlin, gibt auf der Landestagung der Reichskammer der bildenden Künste am Montag, 15. November, 18.15 Uhr, im Bürgersaal, einen Einblick in die Aufgaben der Kammer. Der Präsident der Reichsmusikkammer Dr. Raabe spricht auf der Wogung der Reichsmusikkammer am Dienstag, 16. November, 11 Uhr im Wiesbadener Kurhaus: der Geschäftsführer der Reichstheaterkammer, Gauleiter Frauenfeld, über „Die Bedeutung des Deutschen Theaters für die deutsche Kultur" auf der auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Landestagunq der Reicks- theaterkammer am 16. November, 16 Uhr, im Kleinen Haus zu Frankfurt. Für die Arbeitstagung der Obmänner und Arbeitsausschüsse der Fachschaft Bühne wurde Bernhard Herrmann, der Leiter der Fachschaft Bühne in der Reichs- theaterkammer, gewonnen. Auf der Landes- tagung der Reichsschrifttumskammer am Donnerstag, 18. November, 20.30 Uhr, im Steinernen Haus in Frankfurt behandelt der Re- erent in der Reichsschrifttumskammer, Metzner, das Thema: „Der Sinn der Reickssckrifttumskam- mer und ihre Aufgaben dem Schriftsteller gegen» über". Der Präsident der Reichsrundfunkkammer Reichsamtsleiter K r i e g l e f spricht auf der Ta» gung der Hauptstellenleiter Rundfunk der NSDAP, und der Funksachbearbeiter der Gliederungen. Außerdem spricht der Leiter der Abteilung TII her Reichsrundfunkkammer, Bruchmann, auf der Tagung der Reichsrundfunkkammer
Deutsche Arbeiter in Italien zu Gaste.
Oie KdF.-Urlauber in Neapel.
Or. Ley kündigt Fahrten nach Tripolis an.


