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Ur. 261 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Montag, 8. November M7

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Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Ewige Wache.

Unbeweglich stehen die SS.-Posten bei den Ehren­tempeln der Bewegung am Königlichen Platz zu München, lassen sie den Strom derjenigen, die den sechzehn Helden, welche hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ihren Gruß erweisen wollen, an sich vorüberziehen. Männer, Frauen und Kinder sind es, die ein tiefes Gefühl der Ehrfurcht und des Dankes hierher führt, Alte und Junge aus allen Gauen unseres Vaterlandes. Tausende sind es an jedem Tag, oft Zehntausende, aus allen Kreisen und Schichten unseres Volkes. Und wenn sie die Stufen zu den Ehrentempeln hinaufgehen und den Arm stumm zum Gruß an die toten Hel­den emporheben, wenn sie einige Minuten in tiefem Schweigen vor diesen Särgen stehen, deren jeder einen Namen trägt, dann fühlen sie sich alle als Glieder eines Volkes, einer Gemeinschaft, die nun wieder einen Weg geht.

*

Und so wie hier oben Deutsche jeden Alters und aller Berufe in stillem Gedenken verweilen, so lie­gen hier unten jene sechzehn Helden, die für ein neues Deutschland, ein Deutschland der Freiheit unv der Ehre, in den Tod gegangen sind. Was hatte sie zusammengesührt, sie alle, denen hier die Nation diese Weihestätte gegeben hat? Der heiße Wille, aus dem Deutschland der Schande wieder ein Deutschland der Ehre zu machen, das gläubige Vertrauen zu einem unbekannten Soldaten des großen Krieges, der aus ihrer Mitte aufgestanden war und ihnen den Weg zu dem neuen Reiche wies. So waren sie alle gekommen, einige wenige erst, dann Hunderte, dann Tausende und Zehn­tausende. Und so wie sie hier den Schlaf der Ewig­keit tun, verkörperten sie schon damals, vor vier­zehn Jahren, die kommende Gemeinschaft des Volkes, zeigten sie jene Verbundenheit, die nicht nach Klasse, Stand und Herkunft, sondern den Einzelnen lediglich nach seiner Einsatzbereitschaft für die Nation fragt. Wer waren diese sechzehn Helden? Wir finden den Kaufmann neben dem Hutmacher, den Bankbeamten neben dem Schlosser, den Ober­kellner neben dem Ingenieur, den Richter neben dem Diener, und wir sehen, daß der Jüngste von ihnen, der seine Treue für das neue Deutschland mit dem Tode besiegelte, damals gerade neunzehn Jahre zählte, während der Aelte'ste bereits fünfzig Jahre alt war. So verkörperte sich in dieser Gemeinschaft schon damals jene Verbundenheit aller Deutschen, um die noch viele Jahre schwer ge­kämpft werden mußte, bis das große Ziel erreicht war, bis das ganze Volk geeint unter dem Zeichen des Hakenkreuzes marschierte.

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Diese Sechzehn waren ebenso wie alle ihre Ka­meraden, welche an jenem Morgen des 9. Novem­ber 1923 den schicksalsschweren Marsch antraten, Kinder des Krieges. Ein Teil von ihnen hatte die ganzen Jahre über an der Front gestan­den, die anderen waren noch zu jung, um damals die Waffen zu tragen, aber das Geschehnis dieser vier Jahre war an ihnen gleichfalls nicht spurlos vorübergegangen. Sie erlebten den Zusammenbruch und das Wüten volksfremder Elemente in Mün­chen, sie kämpften für die Befreiung der bayerischen Hauptstadt von der Räteherrschaft, die Aelteren von ihnen waren Soldaten geblieben, wenngleich sie irgendeinen Beruf ausübten, die Jüngeren waren Soldaten geworden, politische S o l d a t e n, die wußten, daß der Weg, den die Nation gehen mußte, nicht einfach und bequem, sondern hart und steinig war. Und so hatten sie in diesen ersten Jahren nach dem Kriege alle den Weg zu Adolf Hitler gefunden?hatten sie sich dem Manne angeschlossen, zu dem sie voll gläubigen Vertrauens aufsahen und von dem sie wußten, daß er berufen war, das Schicksal des Volkes zu wenden und zum Besseren zu führen. Sie nahmen teil an den Versammlungen der jungen Bewegung, die erst klein war, aber dann immer größer wurde, sie marschierten bei den gro­ßen Kundgebungen, die damals schon weiteste Kreise, auch des Auslandes, aufhorchen ließen. Sie standen in den schweren Saalschlchten ihren Mann, da ver­hetzte Volksgenossen versuchten, der jungen Be­wegung die Gewalt entgegenzustellen, sie zeigten an jedem Tag und zu jeder Stunde, daß sie sich für die Nation einzusetzen gewillt und bereit waren, daß der Führer sich auf sie verlassen konnte. Sie wurden angefeindet und angegriffen, sie wurden mit Verleumdungen überschüttet, aber all das ver­mochte sie nicht von dem Weg abzubringen, den sie für richtig erkannt hatten.

*

Als der Morgen jenes 9. November kam, als sie antraten zu jenem Marsch durch die Straßen Mün­chens, als ihnen zu beiden Seiten des Weges eine begeisterte Menschenmenge zujubelte, da ahnten diese sechzehn wohl kaum, daß heute ihr letzter Tag ge­kommen war. Gewiß, der Tod hatte sie alle mehr als einmal gestreift, sie waren ja auch jederzeit be­reit, ihr Leben für die Bewegung in die Schanze zu schlagen. Doch ob einer von ihnen an diesem Tag daran gedacht haben mag, daß sie den nächsten Morgen nicht mehr erleben würden? Wer vermag das zu ergründen? Der Tod dieser sechzehn Helden rüttelte eine Nation auf, brachte weitesten Kreisen zum Bewußtsein, daß Ehre und Treue doch noch nicht unbekannte Begriffe geworden waren, wie volksfremde Verführer es wahr haben wollen.

*

Aus dem Opfertod dieser Helden ist das neue Deutschland geworden, das nun jene Gemein­schaft der Nation verwirklicht hat, für die diese ersten Kämpfer der Bewegung sich unter Hingabe des eigenen Leibes eingesetzt hatten. Und wenn nun am 9. November sich dieser Tag zum 14. Male jährt, wenn die alten Kämpfer von damals wieder den

Italien dem deutsch-japanischen Antikominternpakt beigetreten.

Das Protokoll.

Rom, 6. Nov. (DNB.) Am Samstagvormittag ist im Palazzo Chigi ein Protokoll unterzeichnet worden, wonach Italien dem am 25. November 1936 zwischen Deutschland und Japan abgeschlossenen Abkommen gegen die Kommuni st ische Internationale in der Eigenschaft eines ursprünglichen Unterzeichnerstaates bei tritt. Unterzeichnet haben für Italien: der Minister für auswärtige Angelegenheiten, Graf Galeazzo Ciano, für Deutschland: der Außer­ordentliche und Bevollmächtigte Botschafter des Deutschen Reiches, v. Ribbentrop, für Japan: Botschafter H o t t a folgendes Protokoll:

Die Regierung des Deutschen Reiches, die ita­lienische Regierung und die Kaiserlich-Japa­nische Regierung. In der Erwägung, daß die Kommuni st ische Internationale ständig die zivilisierte Welt im Westen und im Osten weiter gefährdet, ihren Frieden und ihre Ordnung stört und vernichtet, über­zeugt, daß nur eine enge Zusammen­arbeit aller an der Aufrechterhaltung des Friedens und der Ordnung interessierter Staa­ten diese Gefahr vermindern und beseitigen kann, in der Erwägung, daß Italien, das seit Beginn der Faschistischen Regierung diese Gefahr mit unbeugsamer Entschlossenheit b e - kämpfte und die Kommunistische Internatio­nale in seinem Gebiet ausmerzte, entschie­den hat, sich Seite an Seite mit Deutschland und Japan, die ihrerseits von dem gleichen Abwehrwillen gegen die Kom­munistische Internationale beseelt find, gegen den gemeinsam en Feind zustellen, find, in liebereinslimmung mit Artikel II des Abkommens gegen die Kommunistische Inter­nationale, das am 25. November 1936 zu Ber­

lin zwischen Deutschland und Japan abge­schlossen wurde, wie folgt übereingekom­men:

Artikel I.

Italien tritt dem als Anlage im Wortlaut bei ge­fügten Abkommen gegen die Kommunistische Inter­nationale nebst Zusatzprotokoll, das ab 25. Novem­ber 1936 zwischen Deutschland und Japan abge­schlossen worden ist, bei.

Artikel II.

Die drei das vorliegende Protokoll unterzeichnen­den Mächte kommen überein, daß Italien a l s u r - sprün glich er Unterzeichner des im vor­hergehenden Artikel erwähnten Abkommens nebst Zusatzprotokoll gilt, wobei die Unterzeichnung des vorliegenden Protokolls gleichbedeutend ist mit der Unterzeichnung des Originaltextes des genannten Abkommens nebst Zufatzprotokoll.

Artikel III.

Das vorliegende Protokoll gilt als integrierender Teil des obenerwähnten Abkommens nebst Zusatz­protokoll.

Artikel IV.

Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, ita­lienischer und japanischer Sprache abgefaßt, wobei jeder Text als Urschrift gilt. Es tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft. Zu Urkund dessen haben die Unterzeichneten, von ihren betreffenden Regie­rungen gut und richtig bevollmächtigt, dieses Pro­tokoll unterzeichnet und mit ihren Siegeln versehen. So geschehen in dreifacher Ausfertigung zu Rom, dem Viten November 1937 im XVIten Jahre der Faschistischen Aera, d. h. dem Viten November des 12ten Jahres der Showa-Periode.

gez. Joachim von Ribbentrop gez. Eiano gez. M. Hotta.

Verstärkung der Garantte des Weltfriedens.

Sicherung für die freie Entwicklung des nationalen Eigenlebens der Völker

Im Anschluß an die Unterzeichnung des Proto­kolls wurde von Botschafter von Ribbentrop folgende Erklärung abgegeben:

Das heute zwischen Deutschland, Italien und Ja­pan getroffene Abkommen zur Abwehr des Kom­munismus ist ein Ereignis von historischer Bedeu­tung, denn hiermit wird der weiteren Be­drohung der Welt durch die Dritte Inter­nationale ein mächtiges und endgültiges Halt!" geboten. Die Zersetzung der Na­tionalstaaten durch die bolschewistische Propa­ganda im Innern als Vorbereitung einer bewaffneten Einmischung von außen ist nach wie vor das Ziel der Komintern. Dieses Ab­kommen, das sich gegen keinen Staat rich- tetund anderen offen steht, ist daher eine Garantie für die freie Entwicklung des nationalen Eigenlebens der Völker und eine Garantie für den Weltfrieden.

Anschließend erklärte der italienische Botschafter Graf Ciano: Mit der Unterzeichnung des Dreier­paktes schließen sich die drei Großmächte Italien, Deutschland und Japan gegen die Gefahren des Bolschewismus zusammen. Die ge­sunden und aufbauenden Kräfte aller Kulturländer werden mit ihnen solidarisch fein. Der Dreierpakt verfolgt keine g e h e i m e n Z i e l e. Er ist gegen kein Land gerichtet und er steht allen Staaten "offen, die den Wunsch haben, sich uns bei der gemeinsamen Aktion anzuschließen. Er ist ein Werkzeug, das realistisch in den Dienst des Friedens und der Kul­tur gestellt wird, die der Faschismus erhalten und gegen jede Gefahr verteidigen wird.

Der japanische Botschafter Hotta gab folgende Erklärung ab:Italien, Deutschland und Japan haben mit der Unterzeichnung eines Protokolls ihre Entschlossenheit bekunden wollen, sich gegen den in­ternationalen Kommunismus zu schützen, der den

Frieden und die Ordnung der Welt bedroht. Da die drei Länder ihrer Traditton nach zu den ältesten und ihren Ansprüchen nach zu den jüngsten Völ­kern gehören und zugleich in ihrem nationalen Da­sein d i e a r b e i 15 f a m ft e n sind, hege ich nicht den geringsten Zweifel, daß das Abkommen einen guten Einfluß haben und fruchtbare Ergeb­nisse zeitigen wird.

Der Führer an die Regierungs- Chefs Italiens uns Japans.

Berlin, 6. Nov. (DNB.) Anläßlich des Bei­tritts Italiens zum deutsch-japanischen Antikom- internabfommen hat der Führer und Reichs­kanzler an den italienischen Regierungschef Mussolini sowie den japanischen Ministerpräsi­denten Fürst Konoe Telegramme gerichtet. Das Telegramm des Führers an Mussolini lautet: An dem Tage, an dem Italien dem deutsch-japa­nischen Antikominternabkommen beitritt, begrüße i ch die fasz ist ische Regierung herzlich als Mitglied der Gemeinschaft der Vertragspartner. Daß Italien nunmehr auch formell mit Deutschland und Japan in gemeinsamer Abwehr gegen die ihren inneren Frieden bedrohende Zersetzungsarbeit des Weltbolschewismus zusam­mensteht, begrüße ich mit aufrichtiger Freude."

Das Telegramm an den japanischen Minister­präsidenten Fürst Konoe hat folgenden Wort­laut:An dem Tage, an dem Italien dem deutsch- japanischen Antikominternabkommen beitritt, möchte ich Ew. Exzellenz gegenüber auch meinerseits meine aufrichtige Freude darüber zum Ausdruck bringen, daß d i e Gemeinschaft der Völker, die in der Abwehr gegen die ihren inneren Frieden be­drohende Zersttzungsarbeit des Weltbolschewismus zusammenstehen, nun auch formell um ein weiteres Mitglied vermehrt worden ist."

Die Antworten.

Mussolini hat an den Führer und Reichs­kanzler folgendes Telegramm gerichtet: Ew. Exzel­lenz danke ich für die B o t s ch a f tdie Sie an mich gerichtet haben und die mich sehr erfreute. Mit dem heute abgeschlossenen antikommunistischen Pakt errichten das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland ein neues Band der Gemeinschaft und des Ein-- verständniffes untereinander und mit Japan zur gemeinsamen Verteidigung der Zivilisation und des Friedens der Welt. Ich bitte Sie, meine Glück­wünsche hierzu und meine freundschaftlichen persön­lichen Grüße entgegenzunehmen.

Der japanische Ministerpräsident Fürst Konoe hat an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet:In der Ueberzeugung, daß das heute von den Vertretern Deutschlands, Italiens und Japans unterzeichnete Protokoll über den Bei­tritt Italiens zum Antikominternpakt einen Mark­stein in der Geschichte des Abwehr­kampfes unserer Völker gegen d i e internationale Gefahr des Kommu­nismus bildet, spreche ich Ew. Exzellenz herzlichste Glückwünsche aus und verbinde damit aufrichtige Wünsche für die Zukunft des befreundeten deutschen Volkes."

gleichen Weg marschieren, dann denken wir auch an jene prophetischen Worte, die der Führer auf der letzten Seite vonMein Kampf" schrieb und die nunmehr verwirklicht worden sind:Denn ich weiß, daß einst die Zeit kommen wird, da selbst die, die uns damals feindlich gegenüberstanden, in Ehr­furcht derer gedenken werden, die für ihr deutsches Volk den bitteren Weg des Todes gegangen sind."

D. S.

Auftakt zum 9. November.

Führcrtaguug des Traditionsgaues in München.

München, 8. Nov. (DNB. Funkspruch.) Be­reits am Sonntag stand die Hauptstadt der Be­wegung im Zeichen des bevorstehenden 9. Novem­ber. Den Auftakt der - Veranstaltungen bildete am Sonntagabend im Kongreßsaal des Deutschen Museums eine Führertagung des Tr-ad i - tionsgaues München-Oberbayern, auf der stellv. Gauleiter Nippold einen Rechenschafts­bericht über die großen Leistungen der Partei im Traditionsgau in den vergangenen Jahren gab. Der Gauleiter des Traditionsgaues Staatsminister Adolf Wagner gab ein Bild der weiteren Auf­gaben für Volk und Vaterland. Mit einem be­geistert aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler, dem Gesang der nationalen Lieder und mit dem Ausmarsch der Fahnen und Stan­darten schloß die Feierstunde.

Amy.Novemberwirdvollmastaeflaaat.

Berlin, 6. Nov. (DNB.) Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksauf­klärung und Propaganda geben folgendes bekannt: Am 9. November 1937 flaggen die staatlichen und kommunalen Verwaltungen und Betriebe, die sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stif­tungen des öffentlichen Rechts und die öffentlichen Schulen im ganzen Reich, und zwar v o l l - m a st. Die Bevölkerung wird gebeten, i n gleicher Weife zu flaggen

OerLangemarck-Opferpfennig der deutschen Lugend.

Ein Aufruf

der Reichsleiter von Schirach und Schwarz.

Berlin, 6. Nov. (DNB.) Auf einer Sitzung des Langernarck-Ausschuffes stiftete der Jugendführer des Deutschen Reiches im Einvernehmen mit dem Reichs­schatzmeister Schwarz den Langemarck-Opfer- Pfennig der deutschen Jugend. Ferner wurden Maßnahmen für eine Erweiterung der Gefallenen-Ehrung durch den Einsatz der Jugend, u. a. der Ausbau des Paten- friedhofes der HI. Dranoutre am Kemmel in Flandern beschlossen. Gleichzeitig erlassen zum Jahrestag von Langemarck, dem 11. November, die Reichsleiter von Schirach und Schwarz folgenden Aufruf an die deutsche Öffentlichkeit:

Jugend Adolf Hitlers! Das Opfer, das die Toten des großen Krieges und des nationalsozialistischen Freiheitskampfes' für das deutsche Volk gebracht haben, verpflichtet niemand stärker als unsere Jugend. Sie fühlt sich als Trägerin des friedlichen Vermächtnisses unserer Toten und ge­horcht ihrem Appell, indem sie die in der Zeit des Kampfes erhärteten Gesetze der Kameradschaft, Treue und Opferbereitschaft auf ihre Gemeinschaft anroenbet. Wir wollen, daß der Dankbarkeit der Jugend gegenüber den Kämpfern für das Reich bleibender Ausdruck gegeben wird in Sinnbildern und Zeichen, die auch in kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten das Heranwachsende Deutschland an die Männer mahnen, denen es fein Dasein verdankt. Wir rufen daher die Jugend auf, aus eigener Kraft die Voraussetzungen für eine Heldenehrung in diesem Sinne zu schaf­fen. In Zukunft soll jedes Mitglied der Hitler-Jugend (DJ., IM., BDM.) zusätz­lich zu feinem Beitrag für die Hitler-Jugend einen Pfennig im Monat für die Ehrung unserer Helden beisteuern.

Jugend Adolf Hitlers! Du opferst einen Pfennig im Monat, aber du stiftest damit eine gewaltige

Geldsumme, die uns in die Lage versetzen wird, in den Heimen und auf den Plätzen unserer Jugend eine würdige, dem Stil der HI. entsprechende G e benfftätte für bie Gefallenen und Märtyrer des Reiches zu schaffen und dar­über hinaus jenen edlen Friedhof zu pflegen, der die Gebeine der Kämpfer von Langemarck beher­bergt, die als Jungarbeiter und Studenten für Deutschland starben. Möge ihr Beispiel durch das heute verkündete Werk die Jugend unserer Nation immer wieder begeistern und befähigen, mit der Haltung der Toten von Langemarck ihre national­sozialistische Pflicht zu tun.

*

Dem Gedächtnis der Helden von Langemarck war eine weihevolle Gedenkfeier im Sport­palast gewidmet. Mit den Frontsoldaten ver­einigte sich die Hitler-Jugend im Gedenken an bie Gefallenen. Der Feier wohnten neben Vertretern ber alten unb ber neuen Wehrmacht Persönlichkeiten ber Partei unb bes Staates, ber NSKOV., bes Reichskriegerbundes, öes Solbatenbunbes unb ber Kameradschaften ber Flanbernregimenter bei. Der Reichsjugenbführer Balbur von Schirach sprach über Sen tieferen Sinn bieses Tages. Unsere Ju- genb sei willens, bas Vermächtnis ber Gefallenen, Seren Opfertob eine zeitlose, erzieherische Botschaft gerabc an sie bedeute, allezeit in Ehren zu halten unb sich an ihrem erhabenen Vorbilb zu läutern unb zu stärken. Die Langemarck-Kantate von Eberharb Wolfgang Möller (Musik von Georg Blumensaat) leitete zu ber Festrebe des Ge­neralleutnants a. D. von Metzfch über. In jenen Novembertagen bes Jahres 1914, so erklärte er, sei auf ber flandrischen Ebene bei Langemarck mit dem Blut ber jungen Freiwilligen eine Saat gesät wor­ben, ber er ft bas Reich Aböls Hitlers zur Reife verhalfen habe. Jene Freiwilligen des Krieges feien uns Ansporn unb Vorbilb: sie mahnten uns, Deutschlanb kriegsfrei zu halten unb willig bem Führer zu folgen, wie sie einst den Fahnen ihrer Regimenter folgten. Generalmajor Freiherr Grote gedachte des Führers, der Deutschands Ehre, Wehrhaftigkeit und Freiheit wiederhergestellt habe.