Ausgabe 
8.6.1937
 
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Die Aeuregelung der ArbeitsiosenunieMung.

Vereinfachung und llebersichtlichkeit. - Begünstigung der kinderreichen Familien

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Die Kunst schlägt Brücken zwischen den Völkern.

AusstellungFranzösische Kunst der Gegenwart" in der preußischen Akademie der Künste.

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Afrikanische Antike

LeptiS Magna und Sabratha.

Von unserem A.O.-Berichterstaiier.

Berlin, 7. Juni. (DNB.) Durch die Verord­nung über die Höhe der Arbeitslosenun­terstützung vom 3. Juni 1937 hat der Reichs­und Preußische Arbeitsminister die Sätze der Ar­beitslosenunterstützung neu geregelt. Die bis­herigen Unterstützungssätze stammten aus dem Jahre 1932. Sie beruhten auf zwei Verordnungen, einer vom 16. Juni und einer vom 19. Oktober 1932. In der ersten Verordnung hatte man die Sätze außerordentlich stark gesenkt. Dabei waren versicherungsmäßige Gesichtspunkte weitgehend ver­lassen worden und an ihre Stelle sürsorgemäßige Erwägungen getreten; Lohnklassen wurden zusam­mengelegt, Spitzenunterstützungen besonders stark gesenkt. Diese Kürzungen erwiesen sich jedoch bald als so unerträglich, daß im gleichen Jahr wie­der eine gewisse Heraufsetzung der Unter­stützungen durch Zuschläge angeordnet werden mußte.

Unmittelbar nach der Machtübernahme konnte die Reichsregierung die notwendigen Verbesserungen noch nicht vornehmen, da erst bie furchtbare große Arbeitslosigkeit beseitigt werden mußte. Erst nach­dem dies Ziel erreicht war, war der Zeitpunkt für eine Neuordnung der Arbeitslosenunterstützung ge­kommen. Diese Maßnahme kommt besonders den qualifizierten Arbeitskräften unter den Arbeitslosen zugute. Zum Beispiel bekam ein Arbeiter mit zwei Angehörigen, der einen Wochen­lohn von 45 RM. hatte (Lohnklasse 8), im Falle der Arbeitslosigkeit in Orten der Klasse A nad) den bisherigen Unterstützungssätzen eine wöchentliche Unterstützung von 14,70 RM., derselbe Arbeiter erhält nach den neuen Sätzen 15,30 RM. Die Z u - läge, die seit der Verordnung vom 19. Oktober 1932 einem Teil der Unterstützungsempfänger ge­währt wurde, ist jetzt in die Stammunterstützung eingebaut. Dadurch wurde eine wesentliche Ver­einfachung und Uebersichtlichkeit er­zielt.

Weiter erhöht die neue Verordnung den Fa­

rn i l i e n z u s ch l a g für den ersten zuschlagsberech­tigten Angehörigen. Denn mit dem ersten Familien­zuschlag werden in der Regel die höheren Aufwen­dungen für Wohnung und Haushaltsführung ab­gegolten. Außerdem tritt eine Begünstigung Der kinderreichen Familien dadurch ein, daß der Zuschlag für den dritten und folgenden Familienangehörigen überall etwas höher angesetzt ist als der für den zweiten.

Ferner schließt die Verordnung eine Lücke in den bisher bestehenden Vorschriften. Das Fehlen einer Vorschrift über einen bestimmten Abstand der Unter­stützung vom Arbeitslohn hat sich sehr oft störend bei der Arbeitsvermittlung bemerkbar gemacht. Deshalb wird nunmehr vorgeschrieben, daß die Arbeitslosen­unterstützung nicht höher als 80 v. H. des Arbeitsentgelts fein darf, daß der Arbeits­lose in den letzten 26 Wochen vor der Arbeitslosig­keit bezogen hat. Um die wirtschaftlich schwächeren Volksgenossen jedoch vor Härten zu schützen, ist für die untersten drei Lohnklassen diese Grenze durch den Betrag des Arbeitsentgelts erhöht. Anderer­seits ermöglicht es die Grenze von 80 v. H. in den höheren Lohnklassen, das Vorhandensein von mehr als sechs Angehörigen bei der Unterstützung zu be­rücksichtigen. Bisher wurden Familienzuschläge für mehr als sechs Angehörige in keinem Falle be­zahlt.

Die neuen Unterstützungssätze für Arbeitslose tre­ten am 2 8. Juni in Kraft. Für laufende Fälle ist eine Uebergangsftist bis zum 25. Septem­ber 1937 vorgesehen. Die neue Verordnung berück­sichtigt wieder stärker den wirtschaftlich richtigen Grundsatz, daß die Arbeitslosenunterstützung Ersatz für ausfallendes Arbeitsentgelt ist und daher i n einem angemessenen Verhältnis zum Lohn stehen muß. Deshalb sind die durch die Ver­ordnung vom 16. Juni 1932 zusammengelegten Lohnklassen weitgehend wieder auseinandergezogen worden.

Die Italiener pflegen natürlich mit besonderer Liebe die zahlreichen Reste aus Der Zeit Der Römer Herrschaft in Nordafrika. Römische Kaiser, wie Mark Aurel, CommoDus, Septimius Severus, schmückten Die Städte mit Bauten, legten Häfen und Straßen an. An Der Küste erhoben sich herrliche Römervillen, von Denen sich schöne Fuß- boDenmosaiks erhalten haben. UnD tief im Innern Der Sahara finDen sich noch heute römische Grab- Dentmäler. Zur Feier von Mussolinis Besuch in Libyen rourDe Der Triumphbogen Des Mark Aurel in Tripolis wieder instandgesetzt. Dieser schöne, wohlerhaltene Janusbogen erhebt sich nur wenige Schritte vom Meeresufer, und um ihn her­um öffnet sich ein besonders stimmungsvoller Win­kel des heutigen Tripolis. Im Altertum erhob sich in seiner Rühe ein Tempel, her dem Apoll, der Mi­nerva und Der punisch-römischen Göttin Tanit-Tuche geweiht war, unD von Dem sich an Ort unD Stelle schöne Marmorreliefs erhalten haben. Den Hinter- grunD dieser Altertümer bildet das alte Eingebore- nenoiertel mit einer schönen Moschee der Caramanli und Den typischen überDecktenSuks", in Denen sich das bunte Leben Der Araber abspielt. BilDhübsche Eingeborenenkinder tummeln sich lärmenD rings um Die antiken GötterbilDer, man sieht in stille Säulen­höfe hinein, in Denen sich Araber in orientalischer Ruhe unterhalten, unD in Döm schönen Hof Der Moschee liegen auf Matten unD Teppichen regungs­lose Beter auf Den Knien, lieber Dem festlich illumi­nierten Minarett Der Moschee steht eine feine Moub- sichel am klaren afrikanischen Himmel.

Auch das am Meere gelegene trotzige Kastell von Tripolis erhebt sich vielleicht auf römisch- byzantinischen Fundamenten. Aber seine ältesten Mauern stammen aus her spanischen Zeit (16. Jahr- hunhert). Später kam es in hie Hände her Araber unb Türken unb war her Sitz her Dynastie her Caramanli. Die Italiener haben bas Kastell als Regierungssitz bes Gouverneurs von Libyen aus- baüen unb feine vier Bastionen mit Grün unb Blumen bepflanzen lassen. Von ihrer Höhe genießt man einen prachtvollen Blick über Die Bucht von Tripolis mit ihrem Hafen, ihren StranDanlagen unD moDernen GebäuDen im italienischen So- l 0 nialstil. BesonDers schön war Die Aussicht auf Die blaue Bucht, als Die Kreuzer, Zerstörer und Un­terseeboote Der italienischen GeschwaDer hier auf her

Unter außerorbentlicher Anteilnahme her Ber­liner Kunstgemeinde wurde die von der französi­schen Regierung in Gemeinschaft mit her Preußi- fdjen Akademie der Künste in Berlin veranstaltete AusstellungFranzösische K u n st der Gegenwart" burch Reichsminister Rust eröff­net. Dem feierlichen Akt wohnten u. a. der Mini­sterpräsident Generaloberst Göring, her mit dem französischen Botschafter Franyois - Poncet die Schirmherrschaft übernommen hat, bie Reichs­minister v. Neurath unb Dr. Schacht, teil. Der stellvertretenbe Präsibent her Akademie, Prof. Schumann, hieß die Erschienenen willkommen und dankte dem französischen Botschafter, auf dessen Anregung die Ausstellung zustande gekommen sei. Er schloß mit dem Wunsch, daß die Ausstellung zum gegenseitigen Verständnis zwischen den beiden Völkern beitragen möchte.

Der französische Botschafter Franyois-Pon- c e t dankte den Reichsministern v. Neurath und Dr. Goebbels, sowie dem Miuisterpräsi- benten Generaloberst Göring für die Förberung her Ausstellung unb gebuchte bes Führers und Reichskanzlers, mit dessen Zustimmung die franzö­sischen Künstler die deutsche Gastfreundschaft ge­nossen. Er erwähnte, daß die französische Republik wiederholt Gelegenheit hatte, von Deutschland Leih­gaben für Kunstausstellungen in Frankreich zu er­bitten. Frankreich habe das Gefühl, eine Schuld an Deutschland abtragen zu müssen und sei über die Gelegenheit der französischen Ausstellung in Berlin ehrlich erfreut. Der Botschafter wandte sich der völ­

kerverbindenden Aufgabe her Kunst zu und erklärte, daß man zwar nicht daran glauben könne, daß Hader unb Zank unter ben Menschen verschwinden wurden, daß man aber hoffen dürfe, daß die Kon­flikte einmal nicht mehr mit Gewalt ausgetragen werden möchten. Wenn die Völker durch die Kunst Verbindung hielten, würden sie das gegenseitige Verständnis erweitern, so daß Sympathie und Wertschätzung dazu beitragen würben, bie Bei­legung her Konflikte zu erleichtern. Man könne sa­gen, baß bie Ausstellung ein gedrängtes Bilb von Proben vermittle, bie alle Arten zu malen und zu gestalten zeige, die heute in Frankreich geläufig feien.

Der Kurator der Akademie, Reichsminister Rust, wies daraufhin, je mehr die Kunst echter und eigen­artiger Geistesausdruck der Völker sei, um so eher könne sie Vermittler zwischen den Völkern sein. Die Aufgeschlossenheit Deutschlands für alles Schöne und Große fei keine Zeiterscheinung, sondern ein Wesenszug der Nation. Und je sicherer das deutsche Volk seiner selbst geworden sei, um so aufnahme­bereiter sei es für die echten Schöpfungen anderer Völker, um so leichter könnten die geistesverwandten Kulturnationen über bie Brücken von Kunst und Wissenschaft wieder zueinanderfinden, wenn sie fest­stellen, wieviel Gemeinsames sie verbindet und wie vieles sie/ in ihrer gemeinsamen Kultur zu ver­teidigen haben. Der Minister dankte dem französi­schen Botschafter und Reichsminister Dr. Goebbels unb erklärte bie Ausstellung für eröffnet.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Tripolis, Ende Mai 1937.

Don ben brei blühenden norbafrikanischen Stäh­len, bie im Altertum bie Tri-polis bilbeten, lebt nur eine Oea heute unter Dem Namen Tri­polis fort. Die beiben anberen ßeptis Magna unb Sabratha gingen zugrunde, starben aus unb wurden unter dem oorbringenben Wüstensande begraben. Nach tausenbjährigem Schlummer werben ihre großartigen Reste nun wie­der von ben Italienern frei gelegt, um von her einstigen hohen Kulturblüte bes Laubes zu zeugen.

Wenn man mitten in einsamer Steppen- unb Wu- stenlanbschaft an her Küste bes Meeres bie Ruinen­welten aufragen sieht, fällt es einem schwer, sich vorzustellen, baß bies einst ein reicher, bebeutenber Bestaubtet! her Alten Welt war. Au der von Li­byern unb Berbern bewohnten Küste, an her sich Oliven- unb Palmenhaiue hiuzogeu, grünbeten schon bie Phönizier ihre Emporien, in benen sie Elfen­bein unb Golbstaub, Straußeufeberu unb Sklaven aus bem Inneren bes ßanhes erhanbelten. Wie be­gehrt bas ßanb war, sieht man aus seiner ab- wechseluugsreichen Geschichte: nach bem Sturz Ka^hagos im Jahre 146 v. Chr. überließ Rom das Gebiet zeitweilig ben numibischen Köuiaeu, um es später in bie römische ProvinzAfrica Nova" um- zuwaubelu. Noch unter römischer Herrschaft blühte Die neopuuische Kultur, so würbe z. B. in her Familie Septimius Severus, her aus ßeptis Magna flammte, noch punisch gesprochen. Unter Diokletian würbe bie ProvinzNumidia Tripolitania" ge­nannt, 455 fiel sie in bie Haube her Vanbaleu, 533 würbe bas ßanb burch Belisar für Byzanz erobert. Aber schon 644 folgte bie Unterwerfung burch bie Araber, bie ßeptis unb Sabratha plünberten unb ben Niebergaug bes ganzen Gebietes besiegelten, ber burch beftänbige Aufstäube beschleunigt würbe. Mitte bes 12. Jahrhuuberts gab es bie nur 15 Jahre bauernbe Normauueuherrschaft, 1510 besiegte Karl V. hie Piraten ber Küste unb gab Malta unb Tripolis nach kurzer spanischer Herrschaft ben aus Rhobos vertriebenen Johauniterrittern. Doch schon 1551 begann bie Türkeuherrschaft, ber erst 1912 hurd) bie Italiener ein Enbe gemacht werben sollte. Seitbem hat bas im wahrsten Sinne bes Wortes verwüstete" ßanb einen neuen Aufstieg begonnen.

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