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Veglnn 20.30 Uhr.
Eintritt frei!
35 Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
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Schätzen regnet, ist reicher als die Mutterhand, die segnet."
Ist nicht alles Tun, das Dank fordert, wertlos, geniessen an dem. das in freier Hingabe die Pflicht erfüllt, immer gebend, nichts nehmend als kindliche Vertrauen! So ist die Mutterliebe Sinnbild der heiligen Einfachheit, die das Ziel seres Strebens ist.
Groß-Kundgebung her ASDAp. in Gießen
Am Mittwoch, 12. Mal, spricht in Gießen der Reichs- und Stotztruppredner Gauinspekteur pg. H o l z k ä m p e r in der Volkshalle.
Die Bevölkerung Giehens und der umliegenden Ortschaften ist zur Teilnahme an dieser Kundgebung herzlichst eingeladen.
Skandal um Dr. Vandergruen Roman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S.
_ Zu Hause stoßt Gisch wieder auf den Zettel von Dr. Vandergruen. Sie liest ihn wieder — und alle ihre tapferen Vorsätze stürzen zusammen.
„Ich will zu ihm. ich liebe ihn ja. Mag er tun mit mir, was er will. Mag er denken von mir was er will!"
Schon hat sie sich auf den Weg gemacht, schon steht sie an der Straßenbahnhaltestelle — da kehrt sie m einem jähen Entschluß wieder um.
Sie darf es nicht tun. Er würde sie innerlich verachten. Er wurde denken, daß seine gesellschaftliche Stellung, sein hohes Ansehen, seine Einkünfte, sein Hcms, daß diese Dinge der Antrieb ihres Handelns eien, erstrebenswert genug, um selbst eine Beschimp- tung, mic die von gestern, zu verschmerzen. Nein, es^rbt keinen Weg zu ihm zurück.
setzt sich hin und schreibt:
„Ich habe Ihnen nichts zu verzeihen, Herr Dr. Vandergrueul Da Sie über den Grund
Schliephake über „Hochtouren in Bernina Vergelt."
Kirchliche Versammlungen finden am kommenden Montagabend in der hanneskirche und in der Stadtkirche statt.
Ortsgruppe Gießen-Nord.
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hat, kann ich nit genugsam anzeigen und ihr gut Lob ... An einem Erchtag was der 17. Tag im Maien, zwo Stund vor Nacht, ist meine frumme Mutter Barbara Dürerin verschieden christlich mit allen Sakramenten ... Und sie forcht den Tod hart, aber sie saget, für Gott zu kummen fürchtet sie sich nit ... Sie hat mir noch vor ihren Segen geben und den göttlichen Fried gewünscht mit viel schöner Lehr auf daß ich mich vor Sünden hüten. Also brachen ihr die Augen. Ich sach auch wie ihr der Tod zween große Stoß ans Herz gab und wie sie Mund und Augen zutät und verschied mit Schmerzen. Ich betet ihr vor. Davon hab ich solchen Schmerz gehabt, daß ich's nit aussprechen kann. Gott sei ihr gnädig. Item ihr meist Freud ist allweg gewest von Gott zu reden und sach gern die Ehr Gottes. Und sie war im 63. Jahr da sie starb. Und ich hob sie ehrlich nach meinem Vermögen begehen lassen. Gott der Herr verleih mir, daß ich auch ein seliges End nehm, und daß Gott mit seinem himmlischen Heer, mein Vater, Mutter und Freund zu meinem End wöllen kummen und daß der allmächtige Gott das ewig Leben gab. Amen. Und in ihrem Tod sach sie viel lieblicher, dann da sie noch das Leben hott." M. v .O.
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meines Aufenthaltes in Ihrem Haus nicht unterrichtet waren, hatte der Verdacht, den Sie hegten, eine gewisse Berechtigung. Auf keinen Fall war ich befugt, mich in Ihrem Zimmer aufzuhalten. Es liegt also an mir, Sie um Entschuldigung zu bitten."
Auf dem Weg zum Bahnhof wirft sie den Brief m den Kasten.
Frau, Bürklein läßt es sich nicht nehmen, „ihr Kleines" zum Zuge zu bringen.
23.
3n diesen endlosen Stunden, da der Doktor auf ein Lebenszeichen von Gisch wartet, erlangt er die Erkenntnis, daß er dieses Mädchen liebt, daß er sie begehrt.
Herrgott, man hat lange genug bloß für feine Arbeit gelebt und alle Schönheiten des Lebens entbehrt. Hat man nicht ein Recht, endlich auch dem Herzen eine Freude zu gönnen?
Wenn sie kommt, malt er sich aus, dann nehme ich sie an mich. Und küsse mir meine ganze Sehnsucht von der Seele. Und halte sie fest, bis sie mir sagt, daß sie mein werden will.
Gisch, mit deinen lieben Augen?
... Aber sie kommt nicht. Der ganze Vormittag vergeht, und sie kommt nicht.
Um elf Uhr ruft er in der Fabrik an. Man sagt ihm, daß Fräulein Amelung vor drei Stunden auf eigenen Wunsch entlassen wurde.
Was bedeutet das? Ist etwa — er daran schuld? Hat er das Mädel so aus dem Gleichgewicht ge- dracht, daß — —?
Um zwölf Uhr klingelt Stefan wieder einmal an der Wohnung von Frau Bürklein — und wieder ist niemand anwesend.
Es ist zum Derrücktwerden.
Um zwei Uhr kommt Frau Bürklein nach Hause. Sie erschrickt nicht wenig, als aus einem Auto ein ^err auf sie losstürzt und sie am Arm packt. „Sind woh t?" $ame' &e‘ wacher Fräulein Amelung
„Ja, gewiß, dos Fräulein hat bis heute bet mir gewohnt."
Stefan möchte sich am liebsten die Haare aus- re-ßen. Hat? Wieso „hat"? Wohnt sie denn jetzt Mcht mehr bei Ihnen?"
Allein ist nicht die Frau, die etwas für ftch behalt, wenn es nicht ausdrücklich verlanat wird, und selbst da ist es nicht sicher«
Also erfährt Stefan die Geschichte von Fräulein Amelungs großem Glück. „Na, wissen Sie, sie hat es wirklich verdient, das muß man schon sagen. Was hat sie denn gehabt vom Leben? Immer arbeiten immer in die Fabrik gehen!"
„Ja, ja!" sagt Dr. Vandergruen, besteigt seinen Wagen und fährt heim. Er läßt sich Zeit, er hat nichts mehr zu versäumen.
Er fühlt, daß er Gisch verloren hat. Es ist eben nicht so, daß man bloß die Hand auszustrecken braucht.
Bist zu alt, Steff! Wahrscheinlich hätte sie gelacht, wenn sie gewußt hatte wie es um dich steht. Kehre zu deinem Japanisch, zu deinen Büchern zurück, alter Knabe, das ist deine Welt, das ist dein
Zu Hause erwartet ihn Werner Michaels.
„Gute Nachrichten, Herr Doktor! Sie sind vollkommen rehabilitiert!"
„Ah, das ist ja erfreulich! Aber kommen Sie doch hinüber in die Bibliothek! Die Nachricht ist eine gute Zigarre wert."
bJe ^!§ar.ren angezündet sind, fährt Dr. M^s fort: „Ich komme soeben von Hamburg, wo es uns überraschend gelungen ist, die geheimnisvolle Geschichte aufzuklären. Ich will Ihnen zu- QSifnfe9enö ?e.n Tatbestand skizzieren:
betreibt ein gewisser Ieffers im mit Clne£ ausgedehnten Schleichhandel
gh 9r x- r ,1)16 Emträglichkeit seines Ge- f^ustes litt lediglich an der Schwierigkeit der Wa- ttnbeschaffung Sein Hauptlieferant für das Opium SSL r Kottschew, der aber geradezu wucher- bafte Preise forderte, obgleich er das Gift auf Schmuggelwegen direkt von Ostasien bezog. Ieffers unö6 b^n Ad"ress-°^ Koltschew unschädlich zu machen Erfahr m«21? ? bes !?p°Nlschen Lieferanten in Erfahrung zu bringen. In der Tat gelingt es ihm Scannen gestimmten Brief aus Tokio abzufangen, den er aber nicht zu übersetzen vermaa
” "°n Ihnen aus, wobei er™“?: sichtshalber angibt, daß dieser Tert nur nufäffm fÄM «°r°te°n fei.1*» L7 Ä?
9 KEhefert, dann würde er Sie veran- Su S“$e ier 3U übergeben,
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(Fortsetzung folgt!>
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III. Aus den Übertretungen der Polizeiverordnungen folgerte der Kreisausfchuß, daß die leichtfertige Außerachtlaffuna der Sicherheitseinrichtungen den Kläger veranlassen können, sich in gleicher Weise über die notwendigen Sicherheitsvorschriften im Kraftwayenverkehr hinwegzufetzen. Da der Besitz eines Führerscheins ein besonderes Maß von Verantwortung erfordert, die der Kläger durch fein Verhalten in Frage gestellt habe, wurde ihm der Führerschein entzogen. In der gestrigen Verhandlung sah der Kreisausschuß aus Billigkeitsgründen oon einer Bestätigung seines vorgegangenen Entschlusses ab und beließ dem Kläger, trotz schwerer Bedenken, den Führerschein. Mit guten Ermahnungen entließ der Vorsitzende den Kläger.
Eine gleichgerichtete Klage hatte der Wilhelm Jak. Weicker von Lich angestrengt. Er war nach einer Fahrt zu einem Fußballspiel in Leihgestern mit einem Mitfahrer namens Holzapfel aus Lich auf einem führerscheinfreien Motorrad bei der Rückkehr kurz vor Lich verunglückt. Holzapfel, der das Motorrad gesteuert hatte, blieb längere Zeit bewußtlos. Die Blutprobe ergab bei beiden Verunglückten übermäßig starken Alkoholgenuß. Der Kreisausfchuß war, von der Erkenntnis ausgehend, daß ein Kraftfahrzeugführer wissen muß, daß ein betrunkener Beifahrer eine Gefahr für den Radlenker bedeutet, zu der Annahme gekommen, daß das Verhalten Weickers in diesem Falle sehr leicht- st.nnig gewesen sei und er sich dadurch als ungeeignet für die Beteiligung am Verkehr erwiesen habe. Aus diesem Grunde wurde ihm der Führerschein aberkannt. Erst der Umstand, daß der gleichzeitig verunglückte Holzapfel ebenfalls im Besitze eines Führerscheins war und trotz wiederholter Aufforderung das Motorrad nicht aus den Händen gab, veranlaßte den Kreisausschuß zur Zurücknahme seines Beschlusses. Der Vorsitzende hob dabei hervor, daß der vom Kläger vorgebrachte Hinweis auf die wirtschaftliche Schädigung bei der Beschlußfassung nicht maßgeblich sei. Nur wegen seiner bisherigen guten Führung als Kraftwagenfahrer wurde noch-
kann —! Ich weiß, es ist nicht recht, daß ich mich freue! Tante Liefa ist gestorben und — es tut mir sicherlich leid, daß ich sie verloren habe. Aber — ich kann nicht Trauer und Verzweiflung heucheln, wenn sich mit diesem Todesfall die geheimsten Wunsche meines Lebens erfüllen. Ich habe in einer Fabrik gearbeitet, weil ich gezwungen war, meinen Unterhalt zu verdienen, aber nicht etwa, weil es mir Freude machte. Das dort aber, dieses Haus in Thüringen, wird mir Freude machen. Ich werde dort mehr arbeiten müssen, ich werde größere Sorgen haben, aber ich werde glücklich sein."
„Und — Stefan Vandergruen?"
r.Gisch schließt für eine Sekunde die Augen und schluckt ein paarmal, bevor sie antwortet. „Das war — eine Verirrung, Mary! Ich liebe ihn, ja, ich habe kernen Grund, es zu verheimlichen, aber — Doktor Vandergruen — das ist eine andere Welt, es war Vermessenheit, meine Wünsche mit diesem Mann in Zusammenhang zu bringen."
„Quatsch!" sagt Mary. „Höre mal, ich werde mit Bert Imhoff sprechen, daß er deinem Doktor--"
„Das wirst du nicht tun, Mary, versprich es mir'" In erregten Worten schildert sie, was zwischen ihr und dem Doktor vorgefallen ist. „Es war zu furcht- bar, Mary, und wenn er selber käme und mich um Verzeihung bäte — nein, nein, nein, ich will nicht, 'ch kann nicht, ich habe auch meinen Stolz!" _ Mary zuckt die Schultern. „Du mußt es wissen, Gisch!
großen Uraufführungserfolges „Das Schloß im Wind", Schaüfpiel von H.A. Weber, statt. Spiel- leitung: Der Intendant. Diese Vorstellung findet gleichzeitia als 15. Vorstellung für den Theaterring der NS.-Kulturgemeinde statt. Anfang der Vorstellung 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.
Am Sonntag, 9. Mai, findet die letzte Operetten« Vorstellung dieser Spielzeit statt. Es geht zum 17. Male der große Erfolg „Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär in Szene. Musikalische Leitung: Kapellmeister H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Tanzmeisterin Irmgard Zenner. Bühnenbilder: Karl Löffler. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Die Vorstellung findet außer Miete statt.
Montag, 10. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr, „Der Günstling", Oper von Wagner-Rsgeny. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Mittwoch-Miete. 31. Vorstellung.
Dienstag, 11. Mai. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr, „Der Etappenhase , Lustspiel von Bunje. Spielleitung: Heinrich Hub. Dienstag-Miete. 30. Vorstellung.
Freitag, 14. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, „Die Kleider meiner Frau", Lustspiel von W. Frank. Spielleitung: der Intendant. Freitag- Miete. 32. Vorstellung.
Montag, 17. Mai (Pfingst-Montag), Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr, „Der Etappenhase", Lustspiel von K. Bunje. Spielleitung: Heinrich Hub. Außer Miete.
LandfchaftebunD Volkstum und Helmat, Ottering Gießen.
21m morgigen Sonntag Lehrausflug in den Bergwerkswald unter Führung von Univerfitäts-Garten- inspektor i. R. Rehnelt und Lehrer Häuser.
Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein, Sektion Gießen (Oberhessen).
Heute Samstag im Hörsaal des Kunstwissenschaft- lichen Instituts Lichtbildervortrag von Professor Dr.
„Sehr schön! Man könnte es sich überlegen. Darf ich die Karte behalten?"
„Leider nein, ich habe bloß die einzige. Aber ich werde Ihnen Prospekte senden!"
Es waren ihrer acht Mädel gewesen in der Ab- teuung, und alle acht hatten sich wunderbar miteinander vertragen.
So geht denn der Abschied nicht ohne Tränen ob, und des Händeschüttelns ist kein Ende.
„Wißt ihr was, Kinder!" ruft Gisch leichtsinnig. „x)en nächsten Urlaub verbringt ihr alle zusammen « , ch lade euch ein. Ja? Macht ihr mir die
tfreuöer
Nach einigem Hin und Her wird das Angebot einstimmig angenommen. —
Mary Hauck ist gerade dabei, eine alte Dame aus -Potsdam zu beschwichtigen, die sich einbildet über» f "Aber natürlich, wir werden das
Kleid Umtauschen. Und wie geht es der verehrten Frau Tochter? Ist das Baby gesund?"
das Baby ist gesund, und denken Sie sich bloß, Fräulein Mary, gestern hat sie das erste» rührt"'^""" mcine T°ckster war ganz ge- Mary ist entzückt und führt die alte Dame zu Frau Lerch, der Besitzerin des Salons.
„Gisch, was ist denn mit dir los? Hast du eine Erbschaft gemacht?"
„Du wirst lachen, Mary, genau erraten!"
„Aber nein! Wirklich, im Ernst?"
„Ehrenwort!" Gisch erzählt. „Und nun will ich mich oon dir verabschieden. In drei Stunden fahre ich nach Thüringen."
„Gisch, Mädel!"
„Schau Mary, ich kann's ja selber nicht glauben. Man liest wohl manchmal etwas Derartiges in der Zeitung, aber daß es einem selber einmal passieren
der Ziehharmonika gings in den maienfrischen Wald des Fohnbachtals, das herrliche Blicke auf die Berge unserer Heimat bot. Die Führung hatte der de- kannte Heimatforscher E. Praß (Krofdorf), der in „Heimat im Bild", Jahrgang 1936, Nr. 21, die denkwürdigen Stätten des Krofdorfer Waldes behandelt hat.
Er führte zunächst ans „K r e u z g ä r t ch e n", wo das „Frauenkreuz" der Sage nach von einem (Bleiberger Grafen errichtet wurde, als Sühnemcrl dafür, daß er im Zorn feine Frau wegen angeblicher Untreue erstochen hatte. Am W a l d h a u s vorbei, das leider keine Raststätte mehr bietet, gings zum „Dreiherrenstei n", wo in einer Spitze Die Grenzen der drei ehemaligen Länder Hessen- Darmstadt, Hessen-Kassel und Nassau-Weilburg Zusammenstößen. Dem Grenzbächlein nachgehend gelangte man über den „Sauwase n" zum „Hirschsprun g", wo zwei Sandsteine den Ab- und Aufsprung eines Hirsches bezeichnen, der 1562 bei einer Jagd von Hunden verfolgt über einen Iagdzeugwagen sprang. An der mächtigen „Zi- g e u n e r e i ch e" vorbei führte schließlich die Wanderung zum „S ch l o ß b e r g ", einer karolingischen Burganlage.
Aus der „Schmelz" und schließlich noch in Odenhausen beschloß ein geselliges Beisammensein mit dem Volkstanzkreis, der unterwegs verschiedentlich durch Lieder und Volkstänze erfreut hatte, die schöne und lehrreiche Wanderung.
mals, aus Rücksicht auf den alten Vater, der Beschluß aufgehoben und Weicker der Führerschein belassen.
Abschied vom Stadttheater.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns mitgeteilt: Heinrich Hub, Mitglied des Stadttheaters Gießen seit der Spielzeit 1929, wurde für die Spielzeit 1937/38 an das Stadttheater in Mainz als 1. Charakterkomiker für Schauspiel und Operette verpflichtet. Ende Mai findet eine Abschiedsvorstellung für Heinrich Hub, als Papierfabrikant August Schulze, in dem Schwank „Der blaue Heinrich" von Schwartz- Lengbach statt.
Wie uns vom Stadttheaterbüro heute früh weiter mitgeteilt wird, verabschieden sich die Ensemblemitglieder Hansi Prinz, Heinz Rosenthal und Paul Nieren in der Vorstellung des Lustspiels „Der Etappenhase" von Karl Bunje vom hiesigen Publikum, um anschließend ihren neuen Engagements Folge zu leisten.
An historischen Stätten im Krofdorfer Korst.
Die beiden Omnibusse konnten kaum die hunöert Heimat- und Wanderfreunde fassen, die der Ortsring Gießen des LVH. am Himmelfahrtstag in den Krofdorfer Forst führte. Unter den Marschweifen
Dornotizen
Tageskalender für Samstag.
Heffenfahrt des NSKK.: 16.30 Uhr Start am Os- waldsgarten. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Das Schloß im Wind". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Sein letztes Modell". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Kronzeugin". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 16 bis 18 Uhr Ausstellung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Lotte Droefe. — Gleibergverein: 16 Uhr Generalversammlung auf Burg Gleiberg. — Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein, Sektion Gießen (Oberhessen): 20 Uhr Lichtbildervortrag von Pros. Dr. Schliephake im Kunstwissenschaftlichen Institut über „Hochtouren in Bernina und Bergell". — Deutsche Stenogravhenschaft: 20.30 Uhr Abendspaziergang nach der Bergschenke.
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Der Zarewitsch". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Sein letztes Modell". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Kronzeugin". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 11 bis 13 Uhr Ausstellung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Lotte Droefe, Gießen.
Stadttheater Gießen.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die letzte Wiederholung des
Theatervorstellung.
Am Donnerstag, 13. Mai, bringen mir im Stadttheater als letzte Sondervorstellung dieser Spielzeit das Lustspiel „Der Etappenhase" von Karl Bunje. Preise sind 50, 70, 90 Pf. Bestellungen müssen möglichst umgehend auf der Kreisdienststelle abgegeben werden. Meldeschluß 5.5.37.
Zweitägige Omnibus-Pfingstfahrt an die Bergstraße und durch den Spessart.
Fahrttveg: Gießen, Frankfurt a. M., Darmstadt, Bensheim, Reichenbach, Lindenfels, Beerfelden, Michelstadt, Amorbach, Miltenberg, Wertheim, Schollbrunn, Rohrbrunn, Aschaffenburg, Hanau, Friedberg, Gießen. Teilnehmerpreis: Einfchl. lieber« nachtung und Verpflegung 17 Mark. Abfahrt: 7 Uhr am Haufe der Deutschen Arbeit, Schanzen- straße. Vorherige Anmeldung auf der Kreisdienst, stelle ist erforderlich.
Urlaubsfahrten.
Im Monat Mai find noch folgende Urlaubsfahr- £e_n 13. bis 21. Mai, Harz, Teilnehmerpreis 37 Mark; 13. bis 23. Mai, Bodensee, Teilnehmer-
Aus der Stadt Gießen.
Tag der Mutter.
Von Hans Hartmann.
Es gab Zeiten, auch unserem Volke blieben sie nicht erspart, wo der Blick für das Muttersein getrübt war, wo mütterlicher Sinn eher verlacht, als bewundert wurde. Opfer, Schmerz, Hingabe, schlaflose Nächte, Sorge um die Entwicklung von Leib, Seele und Geist des Kindes ... warum? Tief war es in jenen Zeiten ins Bewußtsein gedrungen, Kinder seien ein überflüssiger Luxus, etmas für die Dummen, ein Hindernis für den freien Lebensgenuß.
Man hat damals frevelhaft gespielt mit den Gemütswerten, mit jener echten und einzigen Schönheit der Hingabe, die im Muttersein sich offenbart. Glücklich das Volk, das aus solcher Lebensauffassung erwachte; einer Auffassung, die dadurch nicht wert- voller wurde, daß sie sich das Mäntelchen besonderen Verantwortungsbewußtseins umhängte und behauptete, man dürfe nicht „Kinder in die Welt setzen", wenn man nicht das Vermögen für chre „Aufzucht" habe. So bequem ist das Leben nicht, und wer es sich so leicht macht, an dessen Seele rächt sich dieser leichte Sinn. Sicher muß da, wo es karg hergeht, Die Gemeinschaft eines Volkes mit« tragen helfen an Der Mühe und Sorge, die die Kinder den Müttern machen. Aber der Hauptanteil ruht doch auf der Mutter, die in der Liebe zum Kinde ihr eigenes Wesen erfüllt.
Nun dürfen wir uns wieder aus ganzem, vollem Herzen dem Zauber, der inneren Sicherheit und seelischen Erfüllcheit hingeben, die in Der Mutterschaft liegt. Man kann sich diesem Zauber von verschiedenen Seiten her nähern: Man kann, wie die vielen Bilder Der großen Maler, Die Schönheit unD Innigkeit Des Zusammenseins von Mutter und Kind in Den Mittelpunkt stellen. Man kann alle mütterliche Vorsorge schon vor Der Geburt Der Kleinen hervocheben, jenes wunderbare Ineinander von Sorge und Freude, Die Das Mutter-Kind-Verhältnis vor allen menschlichen Beziehungen auszeichnen; man wird auch nicht von traurigen Stunden schweigen, wo die Kinder der Mutter entwachsen, wo sich Zwiespälte auftun und wo es um Die Entscheidung geht: ist Das Mutterherz stärker oder Stolz und Eigensucht Des Kindes? Sophokles hat in seiner „Elektra' dem Muttecherzen Die stärkere Macht zugesprochen: „Der Mutter Lieb' ist mächtig; wenn ihr Boses auch geschah, sie kann nicht Has en, Den ihr Schoß gebar."
Man kann aber auch anders auf Mutterschaft unD Muttersein blicken, so wie es Goethe mit leiser Ironie tat, als er Die Kraft Der Aufopferung, wie sie Die Mutter erweist, vergleicht mit dem schwächeren Opfergeist her Männer. „Die Mutter fürwahr", so lesen wir in „Hermann und Dorothea", „bedarf der Tugenden alle ... zwanzig Männer verbunden ertrugen nicht diese Beschwerde. Und sie sollen es nicht, doch sollen sie dankbar es einsehn."
Vielleicht der schönste Dank an die Mutter ist ober Der Gedanke, daß die Mutter einen solchen Reichtum an Gaben ausstreut, wie sonst niemand in der Welt. Geld und Gut, Glanz und Anspruch verblassen vor der immer wachen Innerlichkeit des M»ittLrherzens: „Kein Füllhorn, das von allen
Am Montag, 10., unD Dienstag, 11. D. M., roirD im Bereich Der Ortsgruppe Gießen-Nord Die PfunD- sammlung Durchgeführt. Die Hausfrauen roerDen gebeten, Die PfunDpäckchen bereitzulegen.
Oeffentliche Ratsherren-Sitzung.
Am kommenden Dienstag, 11. Mai, um 16 Uhr beginnend, findet eine öffentliche Sitzung Der Rats- Herren Der Stadt Gießen im Sitzungssaale Des Stadthauses Bergsttaße statt. Auf Der Tagesordnung stehen: Haushaltsplan und Haushaltssatzung 1937; Haushaltsplan Der Plock'schen Stiftung; Abänderung Der SteuerorDnung über Die Erhebung Der allgemeinen Wertzuwachssteuer in Der StaDt Gießen; Forstbetriebsstock für Die Waldungen Der Stadt Gießen; Erlaß eines Nachtrags zur Polizei- oerordnung über Die Abhaltung des Frühjahrs- unD Herbstmarktes in Gießen (Messe-OrDnung); Erlaß eines Nachtrags zur PolizeiverorDnung über Die Einrichtung und Den Betrieb eines Nutzviehmarktes in Gießen.
Kreisausschuß-Sitzung.
Der Kreisausschuß Des Kreises Gießen befaßte sich am gestrigen Freitagvormittag unter Dem Vorsitz von Oberregierungsrat Dr. Schönhals mit Der Klaae Des FrieDrich Vetter aus Gießen gegen den Beschluß Des Kreisamtes vom 8. März 1937 wegen Versagung des Führerscheins für Die Klasse
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