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Wer in den Monaten März und April den Pla­neten Mars beobachtet hat, wird eine dauernde Zu­nahme seiner Helligkeit bemerkt haben. Im Mai wird diese Helligkeitssteigerung noch auffälliger sein. Mars kommt der Erde immer näher und wendet ihr seine voll erleuchtete Seite zu. Am 19. Mai tritt er in den Gegenschein (Opposition) zur Sonne und ist demnach während der ganzen Nacht sichtbar. Die Helligkeit des rötlichen Planeten übertrifft die des Arkturus um das sechsfache. Der Zufall will es, daß Mars gerade in der Nähe des hellen Fixsterns steht, der wegen seiner rötlichen Farbe im Altertum An- tares, derMarsähnliche" genannt worden ist. Frei­lich beschränkt sich die Ähnlichkeit beider Sterne auf die Farbe. Denn wir wissen heute, daß Antares ein roter Riesenstern von dreihundertfachem Son­nendurchmesser und ungeheurer Leuchtkraft ist, wäh­rend Mars nur etwa halb so groß wie die Erde ist und sein Licht von der Sonne erhält. Und wäh­rend der Lichtstrahl den Raum zwischen Mars und Erde in vier Minuten durcheilt, ist er von Antares drei Jahrhunderte unterwegs.

Die größte Erdnähe erreicht Mars bald nach der Oppositionsstellung am 28. Mai mit einer Entfer­nung von 76 Millionen Kilometer. Die diesjährige Marsopposition ist daher bedeutend günstiger als die vorige im Jahre 1935, bei der uns 100 Millio­nen Kilometer vom Mars trennten; freilich längst nicht so günstig wie die von 1924, als Mars sich der Erde bis auf 57 Millionen Kilometer näherte, fast den kleinsten überhaupt möglichen Abstand. Für Beobachtungen in nördlichen Ländern wirkt sich allerdings die südliche Stellung des Planeten in die­sem Jahre ungünstig aus. Mars beschreibt nur einen flachen Bogen am Südhimmel wie die Winter­sonne.

Marsoppositionen folgen sich in regelmäßigen Zeiträumen von zwei Jahren zwei Monaten, aber besonders günstige sind seltener und bilden ein wich­tiges astronomisches Ereignis. Denn sie bieten die Möglichkeit, Einzelheiten an der Oberfläche des Planeten zu untersuchen, dessen Aussehen mit den Jahreszeiten großen Aenderungen unterworfen ist.

Mars zeigt, da seine Achse gegen die Bahnebene geneigt ist, einen ähnlichen Wechsel der Jahres­zeiten wie die Erde, aber in langsamerer Folge, )enn ein Marsjahr dauert rund 23 Monate. Die rote Farbe weiter Gebiete der Marsoberfläche rührt wahrscheinlich von der Oxydation eisenhaltiger Ge­steine her, bei der der Sauerstoff der Atmosphäre größtenteils verbraucht wurde. Nur geringe Spu­ren von Sauerstoff lassen sich in der Gashülle des Planeten nachweisen. Die dunkelgrauen Flecken sind icher keine Meere, sondern Niederungen, deren llussehen mit den Jahreszeiten wechselt. Die wei­zen Polarkappen verschwinden im Sommer so rasch, daß es sich wohl nur um Reif und Boden­nebel oder höchstens eine sehr dünne Schneedecke handeln kann, keinesfalls um größere Firn- und Eisbildungen, wie in unseren Polargebieten. Marskanäle", an die phantastische Ansichten über angebliche Marsbewohner geknüpft worden sind, lösen sich bei Verwendung stärkerer optischer Mittel

Das deutsche Volk seht das

Werk Zeppelins fort!

Ununterbrochen laufen freiwillige Spenden zum Bau eines neuen Lustschiffs ein.

NSG. Wenige Stunden erst trennen uns von dem Bekanntwerden des tragischen Unglücks, das dem Zeppelin-LuftschiffHindenburg" zugestoßen ist. Gerade das Volk des Gaues Hessen-Nassau, in des­sen Herz die Ausgangsstation für den deutschen Luftschiffverkehr über den Ozean liegt, ist aufs tiefste erschüttert.

Schon in den ersten Morgenstunden, da das Unglück in Deutschland bekannt wurde, war in dem gesamten deutschen Volke nur der einzige Wille, das werk fortzuführen! Einen solchen Schicksalsschlag vermag das deutsche Volk zu überwinden, da es geeint ist und aus diesem einigen Denken heraus zu neuen Taten schreitet.

Noch in der Nacht hatte Pg. I a n t h u r im Auf­trage des Gauleiters die Zeppelin-Reederei aufgesucht, um ihr sein Beileid zu übermitteln. Zu gleicher Zeit sandte der Gauleiter an die Ree­derei und die Kapitäne Lehmann und P r u ß Telegramme, die auch von vielen anderen Stellen, u. a. dem Oberbürgermeister von Frankfurt, Dr. Krebs, und dem Leiter des Landesfremdenver­kehrsverbandes Rhein-Main, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, einliefen.

Aus allen Teilen des Gaues laufen die Meldun­gen ein, daß das deutsche Volk spendet! Niemand hat es gerufen, niemand hat es aufgefor­dert! Freiwillig kommen die Volksgenossinnen und Volksgenossen, um den Stellen der Partei ihre Spenden zu übermitteln! Schon einmal nach dem Unglücksfall bei Echterdingen hat die Spende des gesamten Volkes dem Grafen Zeppelin die nötigen Mittel zur Weiterführung des Baues zur Verfü­gung gestellt. Auch heute das gleiche Bild.

So meldet der Kreisobmann der DAI. von Groß-Gerau, daß die Arbeiter der Opel-Werke bis jetzt aus eigenem Antrieb über 40 000 RM. gesammelt haben. Der Kreis Dieburg meldet, daß bis jetzt 7000 Reichsmark zusammengetragen wurden und stündlich neue Beträge eingehen. Auf der Deutschen Zeppelin - Reederei und bei allen Parteidienststellen erscheinen ununterbrochen Volksgenossen, um ihre Spende zu zeichnen.

Alle tragen neue Mittel zusammen, auf daß deutsche Ingenieure ein neues Schiff erbauen,

Mars regiert die Nächte.

Oer Sternenhimmel im Mai.

23on Or. Erwin Kossinna.

das an Stelle desHindenburg" den Dienst ver­sehen wird, die Völker zu verbinden und friedliche Pionierarbeit zu leisten. Diese freiwilligen Spen­den sind der schönste Beweis unserer wiedergewon­nenen nationalen Einigung und unseres Gemein­schaftsgeistes! E. K.

Beileid und Hilfe der Universität Gießen.

Die Universität Gießen hat gestern an den Luftschiffbau Friedrichshafen das nachstehende Telegramm geschickt:

An den Luftschiffbau Zeppelin, zu Händen des Herrn Dr. Eckener, Friedrichshafen.

Tief erschüttert von dem Unglück, das das LuftschiffHindenburg" mit seiner tapferen Wannschaft und seinen Passagieren betroffen hat, spreche ich Ihnen mein herzlichstes Beileid aus. Die Studenten, Beamten und Dozenten der Universität Gießen stellen Ihnen für den Wiederaufbau den Betrag von 1 0 0 0 Reichsmark zur Verfügung, damit Sie Ihr großes Werk weiter fortsehen können. Heber Gräber vorwärts!

Der Rektor der Universität Gießen Baader."

Das Beileid des Iremdenverkehrs- verbandes Mein-Main.

Das von Oberbürgermeister Ritter (Gießen) als Leiter des Landes-Fremdenoerkehrsverbandes Rhein- Main an die Direktion der Deutschen Zeppelin- Reederei in Frankfurt gesandte Beileidstele­gramm hat folgenden Wortlaut:

Der unser stolzes Schiff betroffene Unfall hat uns mit Ihnen gleichermaßen erschüttert. Bei der tausendfältig bewiesenen Sicherheit unter genialer Leitung vor zunächst Unfaßbarem stehend, über­mittle ich Ihnen meine aufrichtigste Anteilnahme an dem Unglück.

Der Leiter des Landes-Fremdenverkehrsverbandes Rhein-Main:

Ritter, Oberbürgermeister."

in einzelne unregelmäßige Flecke auf. Wie schwierig die Deutung der Einzelheiten der Marsoberfläche ist, möge man aus der Tatsache erkennen, daß das kleinste in den besten Fernrohren sichtbare Gebilde auf dem Mars etwa von der Größe des Harzes oder des Riesengebirges ist.

Außer Mars sind im Mai noch die Planeten Venus, Jupiter und Saturn sichtbar. Venus und Saturn erscheinen vor Sonnenaufgang tief am Osthimmel, während Jupiter zur Zeit der hellste aller Sterne, kurz nach Mitternacht aufgeht und im Sternbild Schütze mit ruhigem Lichte leuchtet. Mer­kur bleibt unsichtbar; jedoch wird man am 11. Mai in Südasien und Australien Gelegenheit haben, Merkur als winzigen schwarzen Punkt vor der Sonnenscheibe oorüoerziehen zu sehen.

Am abendlichen Fixsternhimmel sehen wir gegen 21 Uhr im Westen von den Wintersternen nur noch Prokyon im Kleinen Hund, die Zwillinge Kastor und Pollux und Kapella im Fuhrmann. Immer höher steigen dagegen die Sommersternbilder empor. Im Nordosten sind der Schwan mit Deneb und die Leier mit der blauweiß funkelnden Wega her­aufgekommen. Hoch am Osthimmel sehen wir den Herkules und den Halbkreis der Nördlichen Krone mit Gemma als Hauptstern. In der Figur des Herkules bilden die nördlichen vier hellen Sterne ein Trapez, auf dessen rechter Seite der berühmte Kugelsternhaufen in mondlosen Nächten als matter Lichtfleck erkennbar ist. Den Bau dieses Kugelstern­haufens haben uns erst lang belichtete Aufnahmen enthüllt; er umfaßt rund 100 000 Sonnen, darunter 500 Giganten von höchster Leuchtkraft. 35 000 Jahre muß das Licht wandern, bis es aus diesen fernen Welten zu uns gelangt.

Im Bootes strahlt der tiefgelbe Riesenstern Ark­turus, derTagstern" der alten Germanen, der während des ganzen Sommers den Südhimmel be­herrscht. Die Sternbilder Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage und Skorpion geben uns den Verlauf des Tierkreises oder der Ekliptik an. Hell funkeln Spika in der Jungfrau und Regulus im Löwen als bläulichweiße, sehr heiße Heliumsterne. Dazu erscheint nach 22 Uhr im Südosten der röt­liche Antares im Skorpion. Alle drei Sterne liegen ziemlich genau in der Ekliptik. Dicht über dem süd­lichen Horizont bemerken wir das Viereck des Raben, den Becher und die lange Sternreihe der Wasserschlange oder Hydra.

Im Norden bemerken wir zwischen der sinkenden Kapella und der steigenden Wega in geringer Höhe die Sternbilder Perseus, Kassiopeia und Kepheus. Nahe dem Zenit leuchten die Sterne des Großen Bären, und den Drachen sieht man in günstiger Stellung um seine gewundene Sternreihe zwischen Großem und Kleinem Bären zu verfolgen.

Die Aufwärtsbewegung der Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn am Nordhimmel ist im Mai etwas geringer als im April, beträgt aber noch sieben Grad oder 14 scheinbare Sonnendurchmesser. Die Lichtgestalten des Mondes erscheinen an folgen­den Tagen: Neumond 10., erstes Viertel 17., Voll­mond 25. Mai.

preis 42 Mark; 24. bis 31 Mai, Schwäbische Mb, Teilnehmerpreis 30,50 Mark.

Sonderzug zur Ausstellung in BerlinGebt mir vier Iahre Zeit" vom 21. bis 24. Wai. Teilnehmer­preis 17,50 Wart.

Zu allen oben aufgeführten Fahrten nimmt die Kreisdienststelle Gießen noch Anmeldungen ent­gegen.

Gießener wochenmarktpreije.

* Gießen, 8. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, V» kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10^, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 10 bis 11, Gänseeier 20, Wirsing, y2 kg 15 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25, Römisch­kohl 12 bis 15, Spargel 48 Pf. bis 1 Mark, Unter­kohlrabi 8 bis 10 Pf., Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 15 bis 18, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 46 Pf., 50 kg 3,80 bis 3,95 Mark, neue, Vi kg 25 Pf., Aepfel 40 bis 60, Kirschen 50 bis 60, Zwetschenhonig 45 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 dis 60 Pf., Salat 20 bis 30, Salatgurken 60 bis 65, Oberkohlrabi, neue, 15, Sellerie 10 bis 30, Rettich, neue, das Bündel 20 bis 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 15 Pf.

** Maienblasen am heutigen Samstag ab 19 Uhr von dem Turme der Johanneskirche. Dortra^folge: ChoralAllein Gott in der Höh' sei Ehr", Vorreformatorisch, Leipzig 1539;Die Ehre Gottes" von L. van Beethoven;Im schönsten Wie­sengrunde", Volksweise aus dem 18. Jahrhundert.

** V er k eh rs Unfall. Am heutigen Sams- tagfrüh ereignete sich in der Frankfurter Straße- Ecke Friedrichstraße ein Verkehrsunfall, der zum Glück noch glimpflich verlief. Dort wollte ein in Richtung Klein-Linden fahrender Motorradler an der Ecke Frankfurter Straße/Friedrichstraße einen vor ihm fahrenden Lastzug Überholen, als unver­sehens der Lastzugführer in die von dem Motor­radler zur Ueberholung benutzte Seite nach der Friedrichstraße einbiegen wollte. Da der Lastzug- sührer den Motorradler glücklicherweise rechtzeitig bemerkte, gelang es ihm, seinen Lastzug zu stop­pen. Dagegen vermochte der Motorradler seine Maschine nicht mehr zu stellen; er rannte mit dem Motorrad auf den Bürgersteig gegen das Haus der Drogerie Seibel, wobei er sich am Kopfe einige Verletzungen zuzog. Das Motorrad wurde beschä­digt.

Kleine Gtraskammer Gießen.

Im September 1936 verursachte der I. W. aus L. auf der Straße LichHungen einen Zusammen­stoß mit einem Motorradfahrer. Der Motorradfah­rer wurde erheblich verletzt und leidet heute noch an den Folgen dieses Unfalls. Der Angeklagte kam mit einem beladenen Wagen aus einem Feldweg gefahren und bog in die vorgenannte Straße ein, ohne sich vorher vergewissert zu haben, daß die Straße frei war. Nachdem den Angeklagten ein Motorradfahrer passiert hatte, befand er sich un­gefähr auf der Straßenmitte, als er plötzlich anhielt. Der Verletzte, den der Angeklagte in mehr als 100 Meter gesehen hat, glaubte, an dem Angeklagten noch vorbeizukommen. Dies gelang ihm nicht mehr, da der Angeklagte mit seinem Wagen plötzlich wei­terfuhr. Er streifte die linke hintere Nabe des Wa­gens, kam zu Fall und trug erhebliche Verletzungen davon. Der Angeklagte hätte zur Vermeidung die­ses Unfalls sich unbedingt vorher Überzeugen müssen, ob die Straße frei war, aber auch der Motorrad­fahrer, der einen Teil der Schuld trägt, hat sich nicht so verhalten, wie man es von ihm verlangen mußte. Die gegen den Angeklagten in erster In­stanz ausgesprochene Geldstrafe blieb, da die Be­rufung verworfen wurde, bestehen. Außerdem würbe er in die Kosten des Verfahrens verurteilt.

Wegen fortgesetzten Betrugs war der Hugo Müller aus Frankfurt a. M. zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Seine Berufung gegen dieses Urteil wurde kostenpflichtig verworfen. Der Angeklagte bereiste als Buchvertreter ganz Oberhessen. Vor allem hatte er es auf die Land­bürgermeister abgesehen, denen er allerlei vor­schwindelte und sie zum Kauf seines Buches unter Berufung auf führende Persönlichkeiten bewegte. Wengen dieses Verhaltens des Angeklagten sah die Kleme Strafkammer keinen Grund, die verhängte Gefängnisstrafe zu ermäßigen, und sie verwarf die eingelegte Berufung. Die Kosten des Verfahrens hat der Angeklagte zu tragen.

Aus der engeren Heimat.

Auiounfall bei Büdinqen.

Büdingen, 7. Mai. In der Nähe des Don- häufer Wasserwerks verunglückte gestern vor­mittag ein Personenkraftwagen mit fünf Personen dadurch, daß der Fahrer die Herrschaft über den Wagen verlor und gegen einen Baum fuhr. Alle fünf Insassen wurden ver­hetzt und mußten dem Krankenhaus zugeführt werden, ein besonders schwer Verletzter wurde nach Gießen in die Klinik verbracht.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 8. Mai. Unsere Mitbürgerin Elisa- bethe Schneider (genanntAuls Lisbettche), wird am H. Mai 72 Jahre alt. Frau Schneider ist körper­lich und geistig sehr rüstig und verrichtet noch ihre Feldarbeit.

co Eberstadt, 8. Mai. Am heutigen Sams­tag, 8. Mai, begehen die Eheleute Heinrich Ludwig Mulch das Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut sich noch einer guten Gesundheit und nimmt regen Anteil an den großen Gescheh­nissen unserer Zeit.

+ Lich, 7. Mai. Nach alter kirchlicher lieber« lieferung wird das Himmelfahrtsfest in unserer evangel. Gemeinde als Tag der Mission ge­feiert. So versammelte sich auch in diesem Jahr am Vormittag des Festes in unserer Stiftskirche wieder eine zahlreiche Gemeinde, um der Fest- und Mis­sionspredigt des Missionars Walther (Gießen) über das Himmelfahrtsevangelium zu lauschen. Chorschule und Frauenchor wirkten im Gottesdienst mit. Am Nachmittag hatten sich trotz der kühlen Witterung viele Missionsfreunde aus den umliegen­den Gemeinden Albach, Burkhardsfelden, Hatten­rod, Lich, Nieder- und Ober-Bessingen eingefunden, um im festlich geschmückten Waldesdom sich durch die Festprediger von den großen Taten Gottes in der Welt sagen zu lassen. Es sprachen Missionar Walther und Pfarrer Naumann. Der Po- saunenchor Lich hatte die musikalische Ausgestaltung übernommen.

Y Allendorf a. d. L d a., 7. Mai. Wie schon eit Jahren, so fand auch am gestrigen Himmel- ahrtstag wieder in der hiesigen Kirche ein Mis- i o n 5 f e ft statt. Jrn Dormittagsgottesdienst pre­digte Missionar Müller aus Wiesbaden von der Baseler Missionsgesellschaft. Den Hauptgottesdienst am Nachmittag eröffnete der Ortsgeistliche Pfarrer Andres mit einer kurzen Begrüßungsansprache. Nach einem gemeinsam von der Festgemeinde gesun­genen Missionslied prebigte Pfarrer Dr. Lueken (Frankfurt a. M.). Als nächster Redner sprach Mis- ionar Müller. Einen wesentlichen Teil zur Ver- chönerung des Festes trug der unter Stabführung von Pfarrer Andres Sohn des hiöfigen Orts- geistlichen stehende Mädchenchor aus Holzhausen bei Gladenbach durch den Vortrag einiger Lieder

und Kanons bei. Daß das alljährliche Missionsfest immer noch seine alte Anziehungskraft bewahrt, zeigte wiederum der überaus starke Besuch aus Allendorf und von auswärts; u. a. waren aus Holz­hausen allein etwa 90 Missionsfreunde erschienen! Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit Gesang und Gebet schloß die Feier. Die über­aus reiche Kollekte war für die Baseler Mission bestimmt.

Kreis Schollen.

)( Ruppertsburg, 7. Mai. Der hiesige Obst - und Oartenbauoerein hielt in der Gastwirtschaft von Schumann seine Hauptversamm­lung ab, die sehr gut besucht war. Im Anschluß an den Jahresbericht und die Rechnungsablage fand eine rege Aussprache statt.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 9.2Rai.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.45: Orgel« mufif. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: Dank des Dichters an die Mutter. 10: Von Berlin: Reichsfen« düng: Morgenfeier zum Muttertag. 10.40: Chor« gefang. 11.15: Du aber bist das Leben! Eine Funk­folge zum Ehrentag der Mutter. 12: Mittagskonzert. 13: Berichte vom RudernQuer durch Frankfurt". 13.15: Mittagskonzert. 14: Für unsere Kinder. 14.45: Blasmusik. 15.30: Deutsche Scholle. 16: Sonntag- nachmittag aus Saarbrücken. Als Einlage 16.25 bis 16.45 nur für Frankfurt Fußballspiel Wormatia Worms gegen VfB. Stuttgart. 18: Konzert des Rhei­nischen Sängerbundes in Neuyork. 18.30: Sonntags abends, vergnügt und froh dafür sorgt: Fidel & Co. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20:Tief­land". Musikdrama von Eugen d'Albert. 22: Nach­richten (auch aus dem Sendebezirk). 22.15: Sport­bericht. 22.30: Europameisterschaften im Boxen in Mailand. 22.45: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Montag, 10. Mai.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Deutsche Scholle. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15.15: Volk und Wirtschaft. 15.30: Für

unsere Kinder: Was gibt es jetzt in unserem Gärtchen zu tun? 16: Neuzeitliche Lieder. 16.20: Reihertra­gödie am Main. 16.35: Unterhaltungskonzert. 17.30: Tief verborgen im Kellerwald. 18: Stuttgart spielt auf! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Heiterer musikalischer Abend an der Remscheider Talsperre. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Grenzecho. 22.30: Heiterer musikalischer Abend an der Remscheider Talsperre. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 9. Mai.

Gießen. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrverwalter Da­merau; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier­ten der Matthäusgemeinde; 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. Johanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukas- gemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Militärgottes­dienst; Pfr. Ausfeld; 14: Kinderkirche für die Jo­hannes- und Militärgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelstunde im Johannessaal; Missionar Walther. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrvikar Weckerling; zugleich Christenlehre für die Neukonfir­mierten der Luthergemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfarrvikar Weckerling; 20: Geistliche Abendmusik. Petrnskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Kandidat Schäfer; zugleich Christen­lehre für die Neukonfirmierten der Petrusgemeinde; Pfr. Trapp. Miefeck. 9.30: Gottesdienst. Anne­rod. 12.30: Gottesdienst. Rödgen. 10: Gottesdienst. Steinbach. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; an­schließend Abendmahl IV, B. Albach. 12.15: Got­tesdienst. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst (1. und 2. Abt.). Kirchberg. 9.30: Gottesdienst. Lollar. 9: Kindergottesdienst. Klein-Linden. 9: Gottesdienst mit Christenlehre für die männliche Jugend; 10.15: Kindergottesdienst. Garbenleich. 9: Gottesdienst. Hausen. 10.15: Gottesdienst. Lich. 9.30: Stiftspfarrer Naumann; 12.45: Kindergottesdienst. Rieder-Bessingen. 13.30: Stiftspfarrer Naumann. Bettenhausen. 13.30: Gottesdienst. Langsdorf. 11: Gottesdienst. 20: Christenlehre. Birklar. 9: Gottesdienst. Mufchenheim. 11: Gottesdienst. Münzenberg. 10.30: Gottesdienst; 13: Christenlehre. Trais- Münzenberg. 8.30: Gottesdienst mit Christenlehre. Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Christenlehre. Göbelnrod. 10: Gottesdienst. Veilsberg. 13: Got­tesdienst. Atten-Bufeck. 10: Gottesdienst.

Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft). Gutenbergstraße 9. Sonntag, 9. Mai. 20.30 Uhr: Muttertagfeier. Mittwoch, 12. Mai. 20.30: Bibelstunde. Donnerstag, 13. Mai. 20.30: Jugendbundstunde.

Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 9. Mai. 10.30 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntags­schule; 20.30: Evangelisation. Dienstag, 11. Mai. 20.30: Bibel- und Gebetstunde.

Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, 9. Mai. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, 12. Mai. 20.30: Got­tesdienst.

Evangelische Stadtmission, Löberstraße 14. Sonn­tag, den 9. Mai. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 9.45: Sonntagsschule; 15: Gesangs-Gottesdienst; 20.30: Mutter-Abend. Mittwoch, den 12. Mai. 20.30: Bibelstunde

Katholische Gemeinden.

Samstag, den 8. Mai.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 9. Mai. 6. Sonntag nach Ostern.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommu­nion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kom­munion; 9: Amt und Predigt; 11.15: Messe und Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. Grünoerg. 9.45: Amt und Predigt. Hungen. 9.30: Amt und Predigt. Lich. 7.30: Amt und Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. Lollar. 9.30: Messe und Predigt.

Oeffenllicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringende« Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45. Notruf Tele- fon 02.

Hauptpostamt: Beschrankter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen:

Arzt: Dr. W. Klein.

Zahnarzt: Dr. Metz. Apotheke: Pelikan-Apotheke.

*

Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen»

^Steinhäger

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