Ausgabe 
8.4.1937
 
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BOM., IM -tlntergau 116, Gießen.

Für sämtliche Führerinnen folgender Mädel- und JM.-Gruppen, sowie der zu den Gruppen ge­hörenden Standorte setzen wir wie folgt Führerin­nenbesprechungen an:

21m 9. April, 19.30 Uhr, in Großen-Buseck (Heim) für die Mädel- und JM.-Gruppen 6/116.

2lm 10. April, 19.30 Uhr, in Lich (Heim) für die Mädel- und JM.-Gruppen 12/116.

Am 11. April, 8 Uhr, Allendorf a. d. Ld a. (Heim) für die Mädel- und JM.-Gruppen 7/116 und 5/116, Lollar.

Am 11. April. 11 Uhr, in Grünberg (Heim) für die Mädel- und JM.-Gruppen 8, 9, 10/116.

Am 11. April, 15 Uhr, in Hungen (Heim) für die Mädel- und JM.-Gruppen 13/116.

Erscheinen ist unbedingte Pflicht. Bei Nichterschei­nen ist auf jeden Fall eine Vertreterin zu entsenden.

Die Untergauführerin. Die JM.-Üntergausührerin.

Sozialslelle.

In den NSV.-Mütter-Erholungs-Heimen, Gau Hessen-Nassau, werden ab 15. April ordentliche BDM.-Mädel, nicht unter 18 Jahren, zur Hilfe in Küche und Haus gesucht. Verpflegung, Unterkunft und soziale Lasten sind frei. Außerdem werden 30. NM. monatlich bezahlt. Mädel, die Lust zu dieser Arbeit haben, senden umgehend Lebenslauf und Lichtbild an uns ein.

Die Untergauführerin.

Sott der Universität.

Im Sommersemester hält Prof. Glöckner eine einstündige Vorlesung überLeopold v. Ranke als Geschichtsschreiber und Geschichtsphilosoph" ab, die nicht im Vorlesungsverzeichnis steht und für einen größeren Zuhörerkreis bestimmt ist. Beginn: Don­nerstag, 8. April, 16 bis 17 Uhr im Hörsaal 33.

Papierballons mit Brennstoffantrieb in Hessen verboten.

Lpd. Durch Verordnung des Reichsstatthalters in Hessen ist für das Land Hessen die Herstellung, der Vertrieb und das Steiaenlassen von Papierballons mit Brennstoff- oder Kerzenantrieb verboten. Zu- rviderhandlungen werden mit Geldstrafen, die im Nichteinbringungsfalle in 5)aft umgewandelt wer­den, bestraft.

Siehtreiben bei Nacht in Hessen verboten

LPD. Nach einer Polizeioerordnung der hessischen Landesregierung ist das Treiben und das Befördern von Schlacht- und Nutzvieh auf öffentlichen Straßen und Wegen während der Nachtzeit verboten. Unter Nachtzeit ist zu verstehen in den Monaten Novem­ber bis Februar die Zeit von 18 bis 8 Uhr, in den Monaten März-April und September-Oktober die Zeit von 20 bis 6 Uhr und in den Monaten Mai bis August die Zeit von- 22 bis 4 Uhr.

Die Ortspolizeibehörde des Ortes, in welchem das Treiben und Befördern des Schlacht- und Nutz­viehes beginnt, kann in dringenden Fällen Aus­nahmen von dem Verbot zulassen. Die Bescheini­gung hierüber hat der Transportführer bei sich zu tragen und auf Verlangen vorzuzeigen.

Helft Papier sparen!

LPD. Aus Kreisen des Einzelhandels wird ge­schrieben: Wenn wir stüher von der Mutter zum Einholen fortgeschickt wurden, dann gab sie uns für das Sauerkraut ein Gefäß mit und für die Kartoffeln einen Korb oder ein Marktnetz eine Selbstverständlichkeit, die den Kaufmann enthob, kostbares Papier zu verschwenden. Leider sind diese guten Gewohnheiten inzwischen ein wenig in Ver­gessenheit geraten.Was soll ich mich mit einem Korb oder einem Gefäß abschleppen?" denkt manche Hausstau,der Kaufmann packts schon ein!" Ja­wohl, der Kaufmann packts ein, er will doch seiner

Hier wird das Dankopfer der Ration gezeichnet! Die Annahmestellen in Gießen.

SA.-Vrigade 147. rNoltkesirahe 27..

SA.-Slandarle 116, Landgraf-Mllipp-Plah 2. 11/116 Dienststelle Bahnhofstraße 27 Hinterhaus, oder Konto Sturm 11/116 Bezirkssparkasse.

14/116, Studentenhaus.

Pi. 11/116,Zum Löwen", Neuenweg.

R 41/116,Frankfurter Hof rNarktlaubenstraße.

42/116,Aquarium", Dalltorstraße.

43/116,Zum Burghof", Am Burggraben.

San./116,Bayerischer Hof", Bahnhofstraße.

Nachr./116,Zum Löwen", Neuenweg.

Marine-SA.: Sturmbüro, Ludwigstraße 56 p/Ecke

Alicenstrahe, ferner Sturmbannbüro, Frankfurter Straße 4, Hinterhaus.

Reiter-Standarte 147: Universitäts-Reitinstitut Schömbs, Brandplah 5.

3n den Landorten sind die Einzeichnungs­stellen für das Dankopfer der Nation in den ört­lichen Dienststellen der SA.

Alle Volksgenossen in Stadt und Land beteiligen sich während der Einzeichnungszeit vom 1 0. April bis 1. 2U a i einschließlich an dem Dankopfer und bedienen sich dabei der Einzeichnungsmöglich, keit in einer der vorerwähnten SA.-Dienststellen.

DritterGenieinschastsabend des Amtes für Beamte

Schulungsvortrag von Kreisabteilungsleiter Ulrich.

Das Amt für Beamte des Kreises Wetterau der NSDAP, hielt am gestrigen Mittwoch im Saale des Cafe Leib einen Gemeinschaftsabend für die Gruppen Allendorf, Grünberg, Hungen und Lollar ab. Der Musikzug Der SA.-Standarte 116 unter der Stabführung von Musikzugführer Herrmann gab der Veranstaltung durch ausgezeichnete Darbie­tungen eine besondere Bereicherung. Nach dem Fah­neneinmarsch begrüßte

Kreisamtsleiter Oberzollinspektor Heß die Versammelten und machte ganz besonders auf die Hitler-Freiplatz-Spende aufmerksam. Er appel­lierte an die Opferfreudigkeit der rund 4000 Beamten im Kreis Wetterau, die bei einiger Gebefreudigkeit in der Lage sein dürften, die erforderlichen Unkosten für 70 Volksgenossen aufzubringen, die für 14 Tage Unterkunft im Kreisbezirk finden sollen. Nach einem Hinweis auf die Verpflichtung des Beamten zur freiwilligen Mitarbeit an dem Aufbauwerk erteilte er dem

KreiSfchulungSleiterZollinspettorUlrich das Wort zu einem großangelegten Schulungsvor­trag, dem ein DorspruchEin Volk ist groß, in dem noch Mütter leben", gesprochen von Zollinspektor Orning, voranging. Pg. Ulrich lenkte die Ge­danken seiner aufmerksam lauschenden Kameraden und der Kameradenstauen auf die Zeiten hin, in denen der Begriff des Volkstums nicht da war und die überstaatlichen Mächte und Rom das Volk be­herrschten. Jenen Mächten gelang es, das völkische Wesen derart umzuformen, daß 'ihm jede Eigenart fehlte Erst durch Adolf Hitlers Werk ist das Väter­erbe wieder durchgebrochen und setzen sich die ur­eigensten Kräfte des deutschen Volkstums wieder durch. Aus geheimnisvollen Quellen drängt die ur­eigene Art des Volkstums sich hervor auf allen Ge­bieten menschlichen Lebens, des Glaubens, des

Rechtes, der Sprache, der Sitte und des Brauch­tums, in Märchen, Sage und Kunst, gebunden an Blut und Boden, aus denen heraus erst ihre eigene Prägung entstand.

An einigen Beispielen erläuterte und durch Aus­sprüche begründete der Redner die tiefe Bedeutung der aus Blut und Boden entspringenden Kräfte und ließ verständlich werden, wie der Mensch das ist, was er von seinen Ahnen her ist. Deshalb wollen wir uns wieder unserem Volke zuwenden und seine Wesensart begreifen lernen, die im Göttlichen wurzelt.

. Ausgehend von den Ahnen, den 'Germanen, die ein aufrechtes, tapferes und stolzes Geschlecht und von starker Lebensfreude beseelt waren, führte der Redner seine Hörer in die Tiefen des Ahnenerbes ein, aus dem sich Glauben, Recht und Sprache ent­wickelten, die sich jetzt nach unseren neuen Erkennt­nissen wieder frei von aller Tünche und fremdem Beiwerk entfalten können. Auch im Brauchtum soll wieder die Seele des Volkes zum Ausdruck kommen und dem Volke neue Sinnbilder und Vorbilder schaffen helfen. Ein neuer geschichtlicher Forschungs­zweig, die vorgeschichtliche Forschung, mußte ent­stehen, um das gefälschte Geschichtsbild der Zeit vor 1933 wieder zu berichtigen und um dem Volke die Bedeutung seiner stärksten Kräfte, die aus dem Ahnenerbe kommen, verständlich zu machen. Ahnen­erbe verpflichtet! Volkstum wirkt sich nur in der j Volksgemeinschaft aus. Volkstum und Volksgemein­schaft sind Schicksalsgemeinschaft im Kamps um die höchsten Werte des deutschen Volkes. Mit den Kräf- teh, die uns die Ahnen gaben, werden wir den Kampf gewinnen!

Reicher Beifall dankte dem Vortragenden für feine Ausführungen. Mit dem Treugruß an den Führer und dem Fahnenausmarsch wurde der Ge- meinschaftsabend geschlossen, an den sich ein kame­radschaftliches Beisammensein anschloß.

Kundin gegenüber nett und zuvorkommend sein. Er packt sogar Marmelade ein, wenn das Gesäß fehlt, er wickelt Salat oder Spinat in große Papier­bogen oder Düten, wenn der Korb oder das Netz fehlen, er tut alles, um feinen Kunden zufrieden zu stellen. Ist jetzt aber nicht die Zeit gekommen, wie­der zu den guten Gewohnheiten der Mütter und Großmütter zurückzukehren? Für das Einpacken all dieser Dinge wird außerordentlich viel Papier ver­braucht, und eine solche Verschwendung wertvollen Wirtschaftsgutes können wir uns heute nicht mehr gestatten.

Gießener Wochenrnarktpreise.

* G i e ß e n , 8. April. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, / kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C IP/, Klasse D 10/, ungezeichnete 10, Wirsing, / kg (gelb) 12, (grün) 15/ bis 16, Weißkraut 10, Rot­kraut 12, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grün­

kohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, / kg 90 Pf. bis 1,10 Mark, Tomaten 70 bis 75, Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 25 bis 30, Kartoffeln, / kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,65 bis 3,80 Mark, Aepfel, / kg 20 bis 45 Pf., Zwetfchenhonig 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Blumenkohl, das Stück 30 bis 50 Pf., Salat 15- bis 30, Salatgurken 80, Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 15 bis 20 Pf.

*

** Deutsche Lebensrettungs-Gesell­schaft. Walter H i r z e 1 aus Hirzenhain konnte nach erfolgreich abgelegter Prüfung die Urkunde mit goldener Nadel für den Lehrschein überreicht werden.

** Künftig darf man auf Postkarten Bilder auffleben. Nach einer Mitteilung im Amtsblatt des Reichspostministeriums dürfen auf der Rückseite und auf der linken Hälfte der Auf- schriftfeite der Postkarte dünne Seiden- oder ähn­liche Stoffe aufgeklebt werden, die Bilder, Land­schaften usw. darstellen. Die aufgeklebten Bilder dürfen aber nicht nur an einer Ecke oder an einem Rande befestigt, sondern sie müssen mit der ganzen Fläche aufgeflebt werden. Durch derartige Auf­klebungen da^f das für Postkarten bestehende Meist­gewicht Don ?8 Gramm nicht überschritten werden. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß Waren­proben mit Postkarten oder Drucksachenkarten nicht vereinigt werden dürfen.

Bootsunglück auf dem Main.

Zwei Personen ertrunken.

Lpd. Frankfurt a. M., 7. April. Am Mittwoch­nachmittag ereignete sich auf dem Main ein Un­fall, dem zwei Personen zum Opfer fielen. Unweit des Eisernen Steges kippte ein Motor­boot um, dessen Insassen ein Mann und eine Frau ins Wasser fielen und ertranken.

Der Tod im Packwagen

LPD. Limburg, 7. April. Der Dienstagmittag in Limburg einlaufende durchgehende Güterzug von Wetzlar hatte den letzten Teil der Strecke ohne Zugführer zurückgelegt. Als beim Halten in Limburg der Zugführer nicht auftauchte, sah man nach und fand den 48jährigen verheirateten Re- seroezugführer Weck tot im Packwagen vor. In Ahausen bei Weilburg, also etwa 35 Minu­ten vorher, hatte er feinen letzten Eintrag ins Zug­führerbuch gemacht. Kurz danach dürfte wohl der Tod infolge Herzschlages eingetreten sein.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

G. W.» Gießen. Dr. des. = Doctor designatus, vorläufig berufen", diese Bezeichnung führt man nach bestandener Prüfung bis zur Aushändigung des Doktordiplomes. Dr. habil, (habilitiert), Doktor, der die Lehrbefähigung an einer Hochschule erwor­ben hat, z. B. Dr. rer. agr. (rerum agrarium) habil., Doktor der Landwirtschaft mit Lehrbefähigung. Lat. habilitas = geschickte Anlage; habilis = geeignet, befähigt.

R. in L. 1. Der Einzelhändler ist nicht berechtigt, die Typen 502 und 1050 nur zusammen und in gleichen Mengen abzugeben. Tut er dies, so handelt er dem am 30. 12. 36 für den Einzelhandel erlasse­nen Koppelungsverbot zuwider. 2. Es werden drei Mehltypen hergestellt: die Typen 502, 1050 und 812. Die Typen 502 und, 1050 müssen von den Mühlen je zur Hälfte ermahlen werden; das heißt: wenn eine Mühle z. B. 1000 Sack Mehl im Monat ermahlt, so müssen davon 500 Sack die Type 502 und 500 Sack die Type 1050 erfassen. Die Mehl­type 812 steht den Mühlen frei. Es gibt hierfür keine Ermahlungsvorschriften. Type 812 ist ein Weizenvollmehl.

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Brennholzversteigerungen der Stadt Gießen.

Die im März d. I. stattgefundenen Brennholzver­steigerungen (Nr. 16 bis 25) wurden genehrniat. Die Abfuhrscheine sind bis spätestens 15. April 1937 in Empfang zu nehmen. 2460C

Gießen, den 5. April 1937.

Der Oberbürgermeister: Ritter.

3«lll 1. M irfmitt. d. Stadt 5oolför50-60 Mnenfrei. Schristl. Angeb. unter 01797 an d. Gieß. Anzeig, s Vereine~| Bezirk Oberhessen

der Deutschen Lebensretlungs-

Cesellschaft.

Zu dem beginnend-Lehr« gang werd, noch einige Teilnehm, zugelassen. An­meldung am erst. Uebungsabend

amMoniag,dem 12. Avril 1937, abends 8*', Ubr, im Sanitäts­

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Schinken 439 Schlaf

Schinken, gepökelte und geräu­cherte Schweinskeule oder -schul- ter. Lachsschinken ist schwach ge­räuchert und gepökelt. Ganzer Schinken muß im Sommer in einem Leinenbeutel aufbewahrt werden, damit er nicht madig wird. Schinken wird roh und ge­kocht gegessen, er läßt sich außer­dem auf vielfache Weise verwen­den, z. B. als Schinken in Bur­gunder oder mit Eiern gebraten.

Schirmglas, blaugrünes, durch­sichtiges Glas, das Wärmestray- len abhält und sich daher beson­ders zu Lampenschirmen eignet.

Schirting, ein Hemdenstoff aus Baumwollgarn.

Schizophrenie.Spaltungsirre- fein' eine Gruppe von Geistes­krankheiten, für die charakteri­stisch ist das völlige Zerfallen frü­herer Eedankengänge, unvermit­telter, für den normalen Ver­stand vollkommen unverständ­licher Wechsel der Ideen. Sinn­losigkeit in allem, was der Kranke will, Mißverhältnis zwi­schen dem, was er sich oorstellt und seiner gemütlichen Reaktion (z. B. kann ein derartiger Kran­ker völlig ruhig bleiben, wenn ihm erzählt wird, seine Angehö­rigen sind plötzlich umgekommen, er regt sich aber sinnlos auf, wenn er ein Stückchen Papier nicht ge­rade an dem Platz findet, wo er es sich gerade einüildet und ähn­liches). Das Gedächtnis und die Auffasiung brauchen bei dieser Geisteskrankheit durchaus nicht gestört zu sein, die Leute sind nichtblöde" im landläufigen

Sinne. Meist zeigt sich in den Entwicklungsjahren zum ersten­mal, daß bei den Leuten etwas nichtstimmt". Sie werden eigen­artig, sonderbar, vertragen sich schwer mit anderen, haben Hang zur Einsamkeit und zu sonder­baren Gewohnheiten. Sehr oft, aber nicht immer tritt die Krankheit so früh auf. Es kann sein, daß es bei dem einen Schub bleibt, meist kommt aber sehr bald ein zweiter und dritter und nur in den seltensten Fällen wird eine Anstaltsbehandlung zu um­gehen sein. Die Schizophrenie ge­hört zu den erblichen Geistes­krankheiten. In Deutschland wird gemäß dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses jeder an Schizophrenie Erkrankte sterili­siert.

Schlachten, das schnelle und mög­lichst schmerzlose Töten von Tieren. Größere Tiere werden vom Metzger geschlachtet. Kanin­chen hebt man an den Hinter­läufen hoch und schlägt ihnen mit einem Knüppel hinter den Kopf­ansatz. Geflügel durchschneidet man den Nacken am Hinterkopf. Fische läßt man vom Verkäufer schlachten. Das Schächten von Tieren, das Ausblutenlassen, bevor das Tier getötet ist, ist in Deutschland verboten.

Scklaf, ein dem Körper unent­behrlicher Ruhezustand, muß ge­regelt sein. Das Schlafbedürfnis ist in den verschiedenen Lebens­altern sehr ungleich. Säuglinge wachen nur zur Nahrungsauf­nahme auf, Kinder benötigen je nach dem Alter 10 bis 16 Stun-

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3* B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.