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sich zusammen und wollte seinen Zorn an den Aus­ländern auslassen. Schließlich kam es zu Tumulten, die so gefährlich wurden, daß man dem Volk den Willen tat. Die Verhandlungen mit dem Weltpost­verein wurden rückgängig gemacht, und als einzige Erinnerung an den Wunsch nach Fortschritt blieben die Briefmarken, die nun von Sammlern aufgekauft und mit der Zeit zu kostbaren Stücken wurden.

Auch in Amerika griff eine Briefmarke in die Politik ein, aber mit einem wesentlich günstigeren Erfolg. Als es sich darum handelte, ob der Pa­nama-Kanal durch Panama oder durch Nicaragua führen sollte, gab es über diese Frage heftige po­litische Kämpfe im amerikanischen Senat. Doch auf einmal wurde die wichtige Frage überraschend schnell gelöst. Gerade da, wo nach den Planen der Kanal Nicaragua durchschneiden sollte, fand ein Vulkanausbruch statt. Da nun ausgerechnet dieses vom Vulkan verheerte und ständig bedrohte Stück Land auf einer Briefmarke abgebildet war, schickte ein Ingenieur, der für den Bau des Kanals in Panama Stimmung machen wollte, an jeden der sechsundneunzig Senatoren in Washington eine

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Eine Frau vergißt nicht

Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich

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Englands größtes U Boot wird verschrottet.

L o n d o n , 8. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Un­terseebootX 1", das mit einer Wasserverdrängung von 3600 Tonnen das größte U-Boot ist, das je­mals für die britische Flotte gebaut wurde wird verschrottet werden. Das Boot, das einen Kosten­aufwand von über eine Million Pfund erforderte, hat die Erwartungen nicht erfüllt. Es war in der englischen Marine als derW e i ß e Elefantder Flotte" bekannt. Die Oberflächen­geschwindigkeit von 20 Knoten ist infolge ständiger Schwierigkeiten nie erreicht worden, obwohl wiederholt Umbauten durchgeführt wurden, und alle möglichen Arten von Schiffsschrauben versucht worden waren. In den letzten Jahren war das Schiff der Reserve in Plymouth zugeteilt, wo es im Trockendock das Gleichgewicht verlor und beschädigt wurde.

Ein verdächtiger Reisender im Zuge der Königin von Jugolslawien verhaftet.

In Dietenhofen wurde ein Jugoslawe verhaftet, als er den Grenzbeamten einen gefälschten Paß mit dem Namen Pavlovitsch vorzeigte. Die Festnahme erfolgte in dem Zuge, in dem die Kö­nigin Maria von Jugoslawien nach Ost­ende fuhr, um sich nach England zu begeben. Die Polizei fragte sich, ob sie es nicht mit einem Mit­glied der berüchtigten U st a ch i s zu tun habe, deren Opfer in Marseille der König von Jugoslawien wurde. Die Untersuchung ergab, daß Pavlowitsch ebenso gut Kale men heißen könnte. Der Mörder König Alexanders war zunächst unter diesem Na­men bekannt. Man versuchte festzustellen, ob zwi­schen Pavlowitsch und dem berüchtigten Anführer der Ustachis, Pavelitsch, Zusammenhänge be­stehen.

Eisenbahnattentäter vor dem Linzer Standgericht.

Die kürzlich verhafteten Eisenbahnattentäter Alois S t r i e g l und Johann S ch e i n e ck e r wurden in Linz vor ein Standgericht gestellt. Sie werden be­schuldigt, im April 1934 den D-Zug WienMünchen bei der oberösterreichischen Station Oftering zum Entgleisen gebracht zu fp^en in der Ab­sicht, die dadurch entstehende k rwirrung zum Stehlen auszunutzen. Der Anschlag hatte einen Toten und zahlreiche Schwerverletzte gefordert. Außer diesem Verbrechen haben die Angeklagten,

Lungsweg vom Dorf zum Bergwerk muß wegen der Senkungen dauernd aufgesüllt werden. Zum Teil muß man kilometerweite Umwege machen, um ohne Gefahr einzelne Häuser zu erreichen. Zahl­reiche Wohnhäuser und Bauernhöfe mußten m den letzten Jahren abgerissen und auf der west- lichen Seite nach Bingen zu wieder aufgebaut werden, so daß allmählich das ganze Dorf wandert. Es ist damit zu rechnen, daß im Laufe dieses Jahres der ganze östliche Teil des Dorfes verschwindet. Die evangelische Kirche kann ebenfalls wegen starker Rißbildungen im Mauerwerk nicht mehr benutzt werden; im Sommer soll eine neue Kirche gebaut werden.

Grippe-Epidemie in England.

Die in England herrschende Grippe-Epi- d e m i e hat sich in den letzten acht Tagen beträcht­lich verstärkt. Sie forderte in der letzten Woche 325 Tote, während in der Woche vorher 97 Todesfälle durch Grippe zu verzeichnen waren.

Grippe - Epidemie

fordert in Amerika zahlreiche Todesopfer.

Verschiedene Teile der Vereinigten Staaten mel- den eine außerordentlich starke Zunahme der To­desfälle infolge schwerer Grippeerkran­kungen. In der Stadt Neuyork waren in den letzten 24 Stunden 88 Todesfälle zu verzeichnen. Die Zahl der Toten in dieser Woche betrug in Neu­york 299 und in Chikago 189. In Denver und an­deren Gegenden mußten die Schulen geschlossen wer­den. Das Bundesgesundheitsamt in Washington be­richtet, daß in der vergangenen Woche 3998 Fälle von Grippeerkrankungen gemeldet worden seien, gegenüber 2088 der Vorwoche. Diese Ziffer könne jedoch nur als ein Bruchteil der Gesamtzahl bezeich­net werden.

Postraub an der Riviera.

Auf dem Bahnhof des kleinen Riviera-Ortes An­tibes üb er fiel en drei maskierte Männer einen Postbeamten, der drei Postsäcke mit rund einer Million Franken an den Nizzaer Zug bringen wollte. Der Beamte wurde durch Schläge mit einem Gummiknüppel betäubt. Dann ergriffen die Täter die Säcke und flüchteten in einem bereitstehenden Kraftwagen. Bisher fehlt jede Spur von den Räubern.

Kleine politische Nachrichten.

Oberbürgermeister Dr. Goerdeler hatte Ende November des vergangenen Jahres den Antrag ge­stellt, spätestens am 1. April 1937 aus den Diensten der Stadt Leipzig entlassen zu werden. Nachdem die maßgebenden Stellen keine Bedenken geäußert haben, gab die Stadt diesem An­trag Dr. Goerdelers statt. Dr. Goerdeler, der seit dem 1. Januar d. I auf Urlaub weilt, wird nicht mehr in die Dienste der Stadt Leipzig zurückkehren.

Die italienischen Zeitungen berichten, daß Ras I m r u auf Befehl Mussolinis nach Italien gebracht und auf eine italienische Insel ver­bannt werden wird, da Ras Jmru in den letzten Monaten den immer wieder an ihn gerichteten Auf­forderungen zur Unterwerfung nicht Folge g e- l ei st et hat, sondern hartnäckig Widerstand lei­stete und seine Gefolgschaft gegen Italien aufzu­wiegeln versuchte.

Ein Gewohnheitsverbrecher vorGericht

Reichsgericht ordnet neue Verhandlung und Entscheidung an.

Lpd. Aus Leipzig wird gemeldet: Das Land­gericht Limburg verurteilte am 29.9.1936 den 33 Jahre alten Wilhelm Dernbach wegen Rück­fallbetrugs in Tateinheit mit gewinnsüchtiger Ur­kundenfälschung, wegen gewinnsüchtiger Urkunden-

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Nachruf.

Nach kurzem Leiden verschied am 5. Januar 1937 unser Arbeits­kamerad und Mitglied des Vertrauensrates

Herr Johann Ulrich

aus Bersrod. - Wir haben ihn in langjähriger Tätigkeit und Zusammenarbeit als tüchtigen, unermüdlichen Mitarbeiter und guten Kameraden kennengelernt und werden ihm stets ein ehren­des Andenken bewahren.

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solche Briefmarke mit einer Erläuterung dieser Ge­fahrzone. Die Werbung durch die Briefmarke hatte vollen Erfolg. Der Bau des Kanals wurde nach Panama verlegt, und infolgedessen brachten es auch die Marken mit dem Bild des vulkannahen Landes zu einer gewissen Berühmtheit.

Bei einem Haar wäre auch eine Briefmarke, die im Jahre 1900 von dem amerikanischen Freistaat Santo Domingo herausgegeben wurde, Anlaß eines politischen Streites geworden. Auf dieser Marke war eine kleine Landkarte von Santo Domingo ge­zeichnet. Nun bildet Santo Domingo den Osttetl der Insel Haiti, aber auf dieser Marke hatte der Zeichner die Grenzen etwas verschoben und zwar zugunsten seines Landes, so daß Santo Domingo um ein Stück größer war als in Wirklichkeit, da­gegen Haiü um dieses Stück kleiner. Selbstverständ­lich ließ sich Haiti diese Verkleinerung nicht gefallen und legte Protest ein, worauf die Briefmarken so­gleich eingezogen und durch andere ersetzt wurden. Selbstverständlich aber auch, daß auf die Marken, die bereits ausgegeben worden waren, eine wilde Sammlerjagd einsetzte.

die mehrere Jahre lang ein wahres Räuberleben führten, eine Unzahl anderer Straftaten auf dem Gewissen, so 80 Einbrüche, einen Mordversuch an einem Gendarmen, einen Dynamitanschlag und vieles andere. Striegl führte im übrigen ein Doppelleben. Er besaß in einem oberösterreichischen Ort ein Haus und spielte gegenüber der Bevölke­rung den biederen Familienvater und Landwirt. Don Zeit zu Zeit verschwand er aber, um seine Raubzüge zu unternehmen. Unter dem Verdacht, den Eisenbahnanschlag bei Oftering ausgeführt zu haben, wurde seinerzeit ein Eisenbahnbediensteter zu vier Jahren schweren Kerkers verurteilt. Da die beiden Angeklagten ein umfassendes Geständnis ab­gelegt haben, ist die Unschuld des Eisenbahn- bediensteten einwandfrei nachgewiesen. Der Staats­anwalt beantragte gegen die beiden Banditen die T o d e s st r a f e, die im Falle der Ablehnung des Gnadengesuches binnen drei Stunden vollstreckt werden muß.

Zwei Bauernhöfe am Brenner eingeäschert.

Am Dreikönigstage abends brach in Obernberg am Brenner ein G r o ß f e u e r aus, welchem zwei Bauernhöfe, der Muchenhof und der Maßnerhof, samt den Oekonomiegebäuden vollständig einäscherte. Der Schaden wird auf rund 100 000 Schilling be­ziffert. Die Versicherung ist nur ganz geringfügig. Verletzt wurde niemand.

Ein haltloses Gerücht.

Vor einigen Tagen war gemeldet worden, daß ein aus Rußland zurückgekehrter ehemaliger deut­scher Kriegsgefangener aus Weilburg einer Frau in Egenroth im Kreis St. Goarshausen mitgeteilt habe, ihr seit 20 Jahren in russischer Gefangenschaft in der Verbannung lebender Mann werde bald zurückkehren. Es handelt sich hierbei lediglich um ein Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt.

Ein wanderndes Vergmannsdorf an der Rahe.

Im Bergwerksdorf Waldalgesheim an der Nahe sinkt der östliche Teil des Erdbodens, unter dem sich die Schächte der Gewerkschaft Dr. Geier befin­den, immer mehr in die Tiefe. Wo einst das regste Leben des Dorfes herrschte, breiten sich jetzt see­artige Wasserlöcher aus, die wegen ihrer beträcht­lichen Tiefe sehr gefährlich sind. An den Ein­bruchsstellen kann man deutlich erkennen, daß sich im letzten Vierteljahr die Erdmassen um über einen Meter gesenkt haben. Der Derbin-

fälschung und Unterschlagung zu drei Iah rett Zuchthaus, 140 Mark Geldstrafe und 5 Jahre Ehrenrechtsverlust. Außerdem wurde gegen den gefährlichen Gewohnheitsverbrecher die Siche­rungsverwahrung angeordnet.

Dernbach hat als 25jähriger seine erste Bekannt- schäft mit den Gerichten gemacht. Er ist wegen Be­trugs und Unterschlagung erheblich vorbestraft. Nach längerer Strafverbüßung im September 1934 ging er alsbald wieder seinen Betrügereien nach. Er kaufte in mehreren Geschäften Radioapparate auf Abzahlung, bezahlte aber nur einen geringen Teil des Kaufpreises und verkaufte die Apparate weiter. Möbelstücke und Fahrräder erstand er auf die gleiche Weise. Er scheute sich auch nicht, seinen eigenen Vater um einen erheblichen Geldbetrag zu betrügen. Um seinen Gaunereien zum Erfolg zu verhelfen, fälschte er Unterschriften.

Das vom Angeklagten angerufene Reichs- g e r i ch t hielt in zwei Fällen die Schuldfeststellun­gen des Dordergerichts für nicht ausreichend. Das Urteil wurde im beschränkten Umfange im Schuld­spruch und hinsichtlich des Sttafausspruches in vollem Umfange auch soweit Sicherungsver­wahrung angeordnet worden ist aufgehoben und neue Verhandlung und Entscheidung durch das Landgericht angeordnet.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Der mächtige Sturmwirbel, der Mitte der Woche das europäische Festland mit feuchtwarmer Meeres­luft Überflutete, hat von seiner Rückseite her in ebenso ausgedehntem Maße Kaltluft in Bewegung gesetzt, sie wird sich auch in stärkerem Maße über Osteuropa auswirken, hat aber auch zu uns Ab­kühlung und im Gebirge vielfach auch Schnee- schauer gebracht. Das sich durch die Kaltluft auf- bauende Hochdruckgebiet wird zunächst vielfach hei­teres Wetter bringen und ein starkes Eingreifen des neuen Atlantikwirbels verhindern. Beständiges Wetter ist für längere Zeit jedoch noch keineswegs zu erwarten.

Aussichten für Samstag: Meist heiter und trockenes Wetter, noch vielerorts Frost, Winds um Nord, späterhin aufkommende Bewölkung.

Lufttemperaturen am 7. Januar, mittags 6,6 Grad Celsius, abends 5,1 Grad; am 8. Januar, morgens 5 Grad. Maximum 9,2 Grad, Minimum heute nacht 2,7 Grad. Erdtemperaturen in zehn Zentimeter Tiefe am 7. Januar abends 4,1 Grad, am 8. Januar morgens 3,3 Grad. Niederschläge 8 Millimeter. Sonnenscheindauer 1,5 Stunden.

Wintersport - Wetterbericht.

Rhön, Wasserkuppe: Leichter Schneefall, 2 Grad, 10 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 10 Zentimeter Neu­schnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.

Sauerland, Winterberg: Schneefall, 0 Grad, 20 Zentimeter Gesamtschneehohe 15 Zentimeter Neu­schnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.

Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, 4 Grad, 35 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 4 Zentimeter Neu­schnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut.

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