Generaloberst Göring beim Richtfest -es Weltflughafens Berlin-Tempelhof.
Führung und Volksmeinung.
Sin Gespräch mit Reichsyropagandaminister Or. Goebbels.
Der mobemfie Lust-Bahnhof der Welt.
r e r in einem Sieg-Heil zum Ausdruck, in das Ehrengäste und Arbeiter begeistert einstimmten. Dann begab sich Göring mit den Ehrengästen und einer Abordnung der Arbeiterschaft in die zu einem Ehrensaal ausgestaltete Abfertigungshalle des neuen Flughafengebäudes. Hier wurden die Gedenkurkunden des Richtfestes eingemauert. Hermann Göring vollführte sodann die drei traditionellen Hammerschläge über der eingemauerten Kassette. Zusammen mit Staatssekretär General der Flieger Milch und Architekt Prof. Dr. Sagebiel besichtigte Generaloberst Göring dann das in d?r Halle aufgebaute M o d e l l des monumentalen Neubaues und die ebenfalls hier aufgestellten Baupläne. Anschließend versammelten sich die Bauarbeiter mit Angehörigen der Luftfahrt zu dem Richtschmaus in der Deutschlandhalle. In froher kameradschaftlicher Stimmung feierten Arbeiter und Flieger gemeinsam das Richtfest des modernsten und größten Lufthafens der Welt.
b ä u d e, das in der Achse der gesamten Anlage liegt. Dieser Querriegel enthält in den drei untersten Geschossen die Empfangshalle für die F l u g g ä st e. Dahinter entwickelt sich in 100 Meter Tiefe, 50 Meter Breite und 19 Meter Höhe die Abfertigunashalle. Ein besonderes Merkmal des neuen Abfertigungssystems ist die Einordnung eines Fracht- und Po st raumes auf nahezu 5000 Quadratmeter Grundfläche unterhalb der Publikumshalle. In diesem Bauteil befindet sich auch ein Kongreßsaal. Der Luftreisende gelangt von hier über breite Gänge au dem vorgelagerten, überdeckten F l u g st e i g , der sich in 380 Meter Länge zwischen die links und rechts anschließenden Flugzeughallen spannt.
In einer Kurve von 1200 Meter Länge begrenzt die Hall en front die Nordwestseite des elliptischen Rollfeldes. Das Rollfeld wird die drei- fache Größe des jetzigen haben; es mißt in nordwestlich-südöstlicher Richtung 2,4 Kilometer, in der kürzeren Achse 1,7 Kilometer. Auf allen Seiten sind ausreichende Flächen für große Zuschauermassen bei Flugveranstaltungen vorhanden. Eine von der Ringbahn abgeleitete e l e k t r i s ch e Bahn zur Beförderung von Treibstoffen, Ersatzteilen usw. legt sich mitsamt einer breiten Fahrstraße von Westen nach Osten hinter die Hallen und umfährt sie; die Mittelgebäude im Zuge der Achse werden in Tunnels unterfahren. Die im Hauptgebäude in 22 Meter Höhe über dem Flugsteig gelegene zentrale G a st st ä t t e mit ihren 2000 Sitzplätzen steht in Verbindung mit den 1,2 Kilometer langen Terra ssen auf den Flugfeldhallen. Diese Terrassen bieten Platz für 100000 Zuschauer, die von hier oben einen herrlichen Ausblick auf das weite Flugfeld haben.
Unter den Taufenden befanden sich auch viele Ggsie aus dem Auslande. So erschien auch der britische Botschafter Sir Neville Henderson mit seiner Schwester, um sein Teil zu diesem Tage beizusteuern. Der Botschafter wurde von der Menschenmenge freundlich gegrüßt, als er dem Minister- Präsidenten seine Spende überreichte. Der W e d - di n g war stark belagert. Arbeiter mehrerer Berliner Großbetriebe brachten die Ergebnisse von Sammlungen und ganze Tüten mit Geldern aus der Kameradschaftskasse dem Ministerpräsidenten.— Wer nicht auf seine Kosten kam, das waren die Autogrammjäger, denen der Ministerpräsident sagte: „Kinder, heute schenkt Ihr mir mal was, und das nächstem«! gebe ich wieder Autogramme."
Rudolf Heß
bei den Reu-Köilner Arbeitern.
Am Herrmannsplatz, dem Herzen Neu- Köllns, erschien der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß. Hier, wo man oft in früheren Jahren den Winter so bitter spürte, hatte man den Sinn dieses Tages verstanden. In dichten Kolonnen kamen die "Neu-Köttner, um Rudolf Heß ihr Scherflein zu opfern. In unendlichem Strom zogen sie an ihm vorbei, und viele ließen es sich nicht nehmen, Erkundigungen nach dem Wohlergehen des Jüngsten aus dem Hause Heß einzuziehen. Als der Schluß der Sammlung herankam, war es eine stattliche Reihe gefüllter Büchsen, zusammengetragen aus kleinen und kleinsten Beträgen. Nach Schluß der Sammelzeit in Neu-Kölln fuhr der Stellvertreter des Führers nach Lichtenberg, wo er in einer Haushaltungsschule in der Fischerstraße an einer stimmungsvollen WHW.-Feier teilnahm. Auch hier konnte Rudolf Heß reiche Ernte bei opferfreudigen Spendern halten.
Wo Reichsminister und Reichsleiter sammelten.
Und so war es überall. Reichsmini st er und Reichsleiter, Staatsminister und Staatssekretäre, das Führerkorps der Partei, alle sammelten. Der Reichsoerkehrsminister Dr. D o r p m ü l l e r war erfolgreich auf allen Fernbahnhöfen der Reichs- Hauptstadt tätig. Der Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk hielt die Ecke Tauentzien- und Nürnbergerftraße besetzt. Er hatte zu seiner Werbung eine große Musikkapelle eingesetzt, während der Reichspostminister O h n e - sorge rund um die Gedächtniskirche einen Postkutschenbetrieb unterhielt, bei dem er persönlich die Fahrgebühr kassierte. Die Tauentzienstraße wurde von dem Chef der Ordnungspolizei General D a - l u e g e und dem Berliner Polizeipräsidenten Graf H e l l d o r f, mit vielem Humor bewacht. Vor dem Ufa-Palast am Zoo hatte Reichsminister Dr. Lammers ein ausgezeichnet besuchtes Feld, auf dem sich auch der Korpsführer des NSFK. Generalmajor Christiansen erfolgreich betätigte. Staatsminister P o p i tz hatte in der Joachimstaler Straße ebenfalls eine Verkehrsader angeschlagen, während Staatsminister Dr. Meißner rund um die Gedächtniskirche sammelte. Am Wittenberg-Platz hatte der Reichssportführer von Tschammer und Osten, unterstützt von den bekanntesten Sportlern der Reichshauptstadt, seinen Sammelplatz. Am U-Bahnhof Wittenberg-Platz sammelten die Staatssekretäre Dr. Schlegelberger und Dr. Freifier.
Zu beiden Seiten des Brandenburger Tores hatte der Stab des Führers sein Betätigungsfeld aufgeschlagen. SA.-Obergrupvenführer Brückner überragte," eskortiert von drei baumlangen ff» Männern an der Ecke Friedrichstraße - Unter den Linden alle um Haupteslänge und nicht weniger Erfolg hatte auch der Kommandeur der Leibstandarte Adolf Hitler ff - Obergruppenführer Sepp Dietrich, ebenso wie die Flugbesatzung des Führers mit den Flugkapitänen Bauer und Betz. Am Potsdamer Platz sah man Reichsarbeitsmim- jter Seldte, Reichsarbeitsführer Hierl, Staatssekretär Körner, ferner die Staatssekretäre Psundtner, Reinhardt, Dr. Krohn und S t u ck a r t. Generalforstmeister Alpers hatte vor seinem Dienstgebäude am Leipziger Platz Aufstellung genommen. Staatssekretär Kleinmann hielt den Potsdamer Bahnhof besetzt. Auch um ff.» Gruppenführer Heydrich und Stabsführer Lauterbacher von der Reichsjugendführung herrschte lebhaftes Gedränge. An der Kranzler-Ecke sammelte Gauleiter Bohle. Vor der Staatsoper sammelte Reichsleiter Alfred Rosenberg mit den Mitgliedern seines Stabes. Im Zuge der Ost-West» Achse sammelte Reichsleiter Bo uhler an dem Brennpunkt des Verkehrs Leipziger- und Ecke Friedrichstraße. Staatssekretär v. Mackensen hatte am Hackeschen Markt fein Feld aufgeschlagen, und SA.-Obergruppenführer v. Jagow wirkte auf dem Alexander-Platz. Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert hatte vor dem Rathaus Posten bezogen. Dor der Reichskanzlei auf dem Wilhelmplatz schließlich erregte Frau v. Schroe - der von der NSV. mit dem riesigen Bernhardiner „Nero" berechtigtes Aufsehen.
Bei presse, Bühne und Film.
Auch die Presse stand im Dienste des Winterhilfswerkes wieder ihren Mann. Unermüdlich trat sie an ihren „Leserkreis" heran. Der Reichspressechef Dr. Dietrich sammelte bei seinen Wählern in Leip» 3 i g. Ecke Unter den Linden und Wilhelmstraße sammelte die Presseabteilung des Reichspropaganda. Ministeriums. Sie war auf den klugen Einfall gekommen, sich der Mitwirkung namhafter Artisten zu versichern, die von einem Plattenwagen mit ausgezeichneten Darbietungen aufwarteten. Es wäre ein unmögliches Unterfangen, all die Namen der Hauptschriftleiter und Künstler anzuführen, die überall einen gewaltigen „Kassenerfolg" zu verzeichnen hatten. Es war alles da, was Klang und Namen hatte. Die Tänzerin La Jana wußte sich kaum zu retten, nicht anders ging es ihren Kolleginnen vom Film Leni Riefenstahl, Gerda Maurus, Marika Rökk, Magda Schneider, Marianne Hoppe, Maria v. Tasnady, Harald Paulsen, Georg Alexander, Werner Krauß und Gustav Fröhlich, Henny Porten, die ewig Junge, schwang voller Temperament die Sammelbüchse. Mit den Künstlern sammelten auch Intendanten, Spielleiter, Dichter und Komponisten, der Präsident der Reichsrundfunk' kamnter Kriegler sammelte auf der Mittelpromenade mit Lautsprecherwagen.
In den Mittagsstunden erregte die schon zur Tradition gewordene WHW. - Fahrt des Korpsführers Hühnlein Aufsehen, der unter Hörnerklang begleitet vom Stabsleiter der ONS. von Beyer-Ehrenberg und einer Kraftradkolonne des Motorlehrsturms I, die Autofirmen und repräsentativen Autooerkaufsstellen aufsuchte. Die Fahrt endete an der Gedächtniskirche. Hier zeigte der Korpsführer erneut fein einnehmendes Wesen,
Berlin, 4. Dez. (DNB.) In Anwesenheit des Reichsluftfahrtsministers, Generaloberst Göring, fand das Richtfest des neu erstehenden Berliner Flughafens statt. In dem riesigen Dorhof, durch den der in Berlin ankommende Luftgast die Welkstadt Berlin betreten wird, hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingefunden. Die schlichte Feierstunde des Richtfestes begann mit einer kurzen Ansprache des Architekten Prof. Dr.Hng. Sagebiel, der für die treue Hilfe aller, die am Werk schafften, dankte. Er gedachte dabei des Führers, nach dessen Angaben und Richtlinien die Planung für den neuzeitlichsten und größten Flughafen der Welt erfolgte, und des Schöpfers der neuen deutschen Luftwaffe, Generaloberst Göring, dem es zu danken sei, daß deutsche Flugzeuge heute unter Vaterland mit den fernsten Teilen des Erdballs verbinden. Stadtpräsident Dr. Lippert betonte, die Stadt Berlin sei sich bewußt, daß die Tatsache, den größten Lufthafen der Welt in ihren Mauern zu beherbergen, auch verpflichte. Nach dem Richtspruch DesZirnrnerpoliers, der auf die Mckliche Vollendung des Baues in traditioneller Weise fein Glas leerte und es auf dem Baugrund zerschellen ließ, wurde unter den feierlichen Klängen des Chorals „Nun danket alle Gott" der große Richtkranz langsam emvorgewunden und auf der stolzen Höhe des Quergebäudes angebracht.
Reichslustfahrtminister Generaloberst Göring leitete seine Ansprache mit Worten des Dantes ein gegenüber dem Herrgott, der diesem Werke feinen Segen gab; gegenüber dem Führer, der dadurch, daß er das gewaltige Bauwerk des neuen Reiches schuf, auch dielen Bau ermöglichte. „Mein Dank aber, so sagte Der Minister weiter, gilt vor allem auch euch, die Ihr an diesem Bau geschaf- f e n habt, gilt in hervorragendem Maße Professor S a g e b i e l als dem Mann, der den Bau erdacht und geleitet hat." Der Generaloberst gedachte sodann mit herzlicher Teilnahme der beiben Arbeitskameraden, die in treuer Pflichterfüllung bei dem Bau ein Opfer ihrer schweren Arbeit wurden. .
Generaloberst Göring schilderte dann im großen Umriß das Werden unserer Luftfahrt und Luftwaffe. Er würdigte dabei den gewaltigen Anteil, den die deutsche Arbeiterschaft an der Durchführung der großen Aufgaben unserer Zett habe. „Ich weiß", so rief Generaloberst Göring den Bauarbeitern zu, „daß gerade ihr, die deutschen Arbeiter, es seid, auf die ich vertrauen muß und die mir helfen müssen, damit das Werk des Vierjahresplanes gelingt. Und es war daher nur ein bescheidener Dank, wenn ich auf Vorschlag des Reichsarbeitsministers verfügt habe, daß nun auch d i e Feiertage entlohnt werden sollen. Aber auch hierbei werden wir nicht stehen bleiben, sondern immer weiter gehen in der Fürsorge für den schaffenden deutschen Arbeiter. Es war der tiefere Sinn
wobei er von bekannten Rennfahrern tatkräftig unterstützt wurde. So mußte der Tag eine reichliche Ernte geben, und ergab über die klingenden Gaben hinaus eine Ernte, die noch höher steht, vertrauende und freudige Herzen.
Berlin bei seinen Soldaten.
Der „Sag der Wehrmacht" ein großer Erfolg in der Neichshanptstadt.
Berlin, 5. Dez. (DNB.) Mancher Berliner wurde unsanft aus seinem Schlummer geweckt. Schon in aller Frühe schmetterten die Märsche der Wehrmacht durch die nebelgrauen Straßen. Es war der „T a g d e r Wehrmach t". Vor den Kasernen standen Tausende von Menschen. Für 20 Pfennig bekam jeder eine Plakette, vielfach in Form einer kleinen Achselklappe. Und hinein ging's in das Reich der Soldaten. So ergoß sich den ganzen Tag ununterbrochen ein dichter Menschenstrom in die Kasernen. Wie begeistert der Gedanke des Tages der Wehrmacht bei den Berlinern ausgenommen wurde und welchen Erfolg er gehabt hat, zeigt die Tatsache, daß allein beim Regiment Gene» ral Göring in Reinickendorf fast 30 000 Eintrittskarten an Gäste verkauft wurden, die mit Heller Begeisterung den Vorführungen folgten. Unter den Zuschauern bemerkte man auch den Adjutanten des Ministerpräsidenten Oberst Bodenschatz. Die einzelnen Truppenteile gestalteten den Tag nach eigenem Ermessen, ihren besonderen militärischen Aufgaben angepaßt. Die NSV. als Trägerin des Winterhilfswerks hat in kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit der Wehrmacht das 3f)re in organisatorischer Hinsicht getan, um den Erfolg zu sichern.
Or. Ley an Göring.
Der Dank der Arbeitsfront für die Feiertagsbezahlung.
Berlin, 4. Dez. (DNB.) Aus Anlaß der Anordnung des Beauftragten des Vierjahresplanes, Ministerpräsident Generaloberst Göring, über die Lohnzahlung an Feiertagen richtete der Leiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Robert L e y nachstehendes Telegramm an Ministerpräsident Gö- ring:
„3m Namen Der in ber 2) e u t f d) e n Arbeitsfront vereinten schassenden deutschen Menschen Danke ich Ihnen für Ihre Anordnung über die Lohnzahlungen an Feiertagen für die deutschen Arbeiter. In Ihrer Eigenschaft als Beauftragter des Führers für Den Dierjahresplan haben Sie mit Dieser Maßnahme roieDerum Dem Deutschen Arbeiter eine Anerkennung für feine treue Mitarbeit am Aufbau Der deutschen Wirtschaft zum Ausdruck gebracht. Deshalb wird Ihre große sozialpolitische Tat, die den von der Deutschen Arbeitsfront immer wieder aufgestellten Grundsatz, daß eine gute Sozialpolitik bie beste Wirtschaftspolitik ist, bestätigt, auch in b e r beutschen Wirtschaft breite ft cs Echo finben. Ich bitte Sie, baoon überzeugt zu fein, baß Ihnen bie Deutsche Arbeitsfront Ihre Tat, bie erneut Ihren Willen zur eng st en Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft unb DeutscherArbeitsfront bekundet, durch vorbehaltlosen Einsatz immer danken wird."
meiner Anordnung, daß jetzt nun die Festes- freude auch in euere Familie einziehen kann und ihr das herrliche deutsche Weih- nachtsfest feiern könnt in Dem Bewußtsein, ein Jahr schwerer unD harter Arbeit, aber auch innerer unb stolzer Befriedigung hinter euch zu haben. Wir arbeiten alle nur daran, um dieses Deutschland schöner, stärker und größer zu machen, damit einmal unsere Nachkommen nicht wieder solche furchtbaren Zeiten erleben, wie wir sie hinter uns haben!" Generaloberst Göring erinnerte die Bauarbeiter daran, daß sie noch vor wenigen Jahren keinen Arbeitsplatz hatten und nur von Almosen lebten. Diese Wandlung sei nur durch Das gegenseitige Vertrauen möglich gewesen. „So wie ich euch vertrauen muß", erklärte Generaloberst Göring, „und nur im Vertrauen auf euch das Werk vollenden kann, fo brauche ich auch euer Vertrauen zu mir. Nur wenn ich euer Vertrauen habe, kann Das Werk gelingen."
Göring brachte den Dank aller an den Füh °
Nach eineinhalbjähriger Arbeit ist der neue Flughafen Berlins im Rohbau nahezu vollendet. Der große Richtkranz mit feinen wehenden bunten Bändern krönt ein Werk riesigen Ausmaßes, das wahrscheinlich auf Jahre hinaus bie größte, zweckmäßigste und schön st e Flughafenanlage der Welt fein wird. Nach den Grundideen des Führers hat das Luftkreuz Europas unter der Leitung der Architekten Protz und Dr.-Jng. Ernst S a g e b i e l eine Ausgestaltung erfahren, deren wettvorausschauende Großzügigkeit alle Anforderungen der nächsten Zukunft in Rechnung stellt. Hinzu kommt als natürlicher Vorzug die in keiner anderen Weltstadt anzutreffende Nähe zum Stadtkern. Die gewaltige Anlage wibd in ihren wesenttichsten Teilen Ende nächsten Jahres betriebsfertig fein. Schon vorher werden die Zentralstellen der Verkehrsluftfahrt, die jetzt noch über die verschiedensten Stadtteile verstreut sind, ihre neuen Räume beziehen können.
Der Baumeister hat die Büro-Trakte für Die Luftfahrtdienststellen um einen freisrunDen Platz gelegt, Der den Durchmesser von 250 Meter hat. Diese Gebäude werden außer der Hauptverwaltung Der Deutschen Lufthansa u. a. Den Reichswetterdienst, die Wetterdienftfchule, die Reichsflugsicherung und das Luftfahrtmedizinifche Institut beherbergen. Von diesem Rundplatz mit seinen viergeschossigen Gebäuden gelangt der Fluggast in einen rechteckigen Vorhof von 90 Meter Tiefe unb 80 Meter Breite, der mit Granitplatten ausgelegt und auf drei Seiten von arkadenähnlichen Umgängen umschlossen ist. Seinen beherrschenden Abschluß erhält er nach dem Rollfeld hin durch ein mehr als 30 Meter hohes siebengeschossiges Q u e r g e •
Berlin, 4. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing nach der diesjähriaen Tagung der Reichskulturkammer den Hauptschristleiter des „Berliner Tageblattes".
Auf die Frage, wie der Minister sich über alle Vorgänge auf seinen Arbeitsgebieten informiere, antwortete Dr. Goebbels: „Ich spreche jeden Tag mit den Leitern der verschiedenen Abteilungen und Aufgabengebiete meines Arbeitsbereiches, unterhalte m i ch mit unzähligen Personen aus allen Schichten des Volkes, besuche Theater und Film, gehe in die wichtigsten Musikaufführungen, besuche fast alle Ausstellungen, halte zahlreiche Versammlungen ab, so daß ich mir ein plastisches Bild davon machen kann, wie es im politischen und kulturellen Leben der Nation aussieht und ob die Politik, die wir auf Den verschiedenen Gebieten treiben, im Volke Fuß faßt und verstanden wird." Wir denken ausgiebig darüber nach, ob die Argumente richtig und durchschlagend genug sind, die wir für unsere politischen Absichten geltend machen. Von Der politischen Linie, Die wir uns einmal gesteckt haben, weichen wir in keinem Falle ab. Aber wenn wir sehen, Daß im Volke Die von uns für richtig befundene Politik noch nicht genügend verwurzelt ist, so sorgen wir für eine Verbesserung der Argumente, Die für Diese Politik sprechen. Auf diese Weise sind wir ständig darauf bedacht, Dem Volke unsere politischen Absichten zu feDem Zeitpunkt nahe zu bringen unb sie ihm begreiflich zu machen. Nehmen wir z. B. Die kulturellen Gebiete. Ich bekomme laufend darüber berichtet, wie das Volk auf untere kulturellen Pläne und Absichten reagiert. Ich ersehe aus ihnen jederzeit, ob ich Damit auf Dem richtigen Wege bin." Als Beispiel Dafür wies Dr. Goebbels Darauf hin, daß ihm allgemeine Mitteilungen Darüber, ob die Theater gut oDet schlecht besucht seien, ob ein Film gehe oder nicht, gar nichts besagten. Er lasse sich stets präzise zahlenmäßige Unterlagen über alles vorlegen. Man solle nicht annehmen, daß die Regierung nicht darüber orientiert sei, wie das Volk denke. ,Heder Gauleiter und jeder Orts- gruppenleiter aus Der Partei weiß, worum es jeweilig geht, unD keiner fürchtet sich, im Bedarss- falle offen und ehrlich seine Meinung zu sagen, auch wenn sie unangenehm sein sollte.
„Was wir hier im Hause Des Propatz andamini st eriums machen, ist in Der Tat ein Spiegelbild des politischen Lebens. Alles, was im deutschen Volke politisch, wirtschaftlich und kulturell geschieht, hat hier seinen Niederschlag gefunden und wird hier psychologisch bearbeitet. Wir müssen Dabei Die Materie selbst erfassen und beherrschen.. Deshalb brauchen die verschiedenen Ge- biete meiner Arbeit in der Spitze die Zusammenfassung in einer Person. Ich lese täglich die Zeitungen im Original, sehr mir fast alle Filme an, kenne alle wesentlichen Kunstschöpfungen, kenne Arbeit und Leistung meiner Dienststellen auf das genaueste. Wenn ich ins Theater gehe, fo geschieht es, um Das Niveau Der Aufführungen kennenzulernen. Ein Besuch von mir im Theater ist also keinesfalls als ©raDmeffer für die Beurteilung des Stückes und der Aufführung anzusehen. Meine besonder« Fürsorge für das Theater geschieht nn
übrigen nicht, damit ein kleiner Kreis von Menschen Interesse am Theater gewinnt, sondern, damit die große Masse des Volkes Anteil am Theater bekommt."
„Die größte Befriedigung für unsere Arbeit ift es", so betonte Dr. Goebbels abschließend, Deutsch» land so schön und das Leben in Deutschland so lebenswert zu machen, daß Menschen, mögen sie nun auf einer KdF.-Auslandreise gewesen oder mögen sie beruflich sich im Auslände aufgehalten haben, bei ihrer Rückkehr das Gefühl haben: In Deutschland ist es am schön st en! Gauben Sie mir, das Volk ist heute froh, daß es in der Führung eine Meinung und einen festen Willen spürt. Niemals wird sich ein Volk von seiner Führung trennen, wenn diese Führung stark und unbeirrbar ihren Weg geht, mit dem Volk und für das Volk."
Weitere 43 Millionen für Volkswohnungsbou.
Berlin, 4. Dez. (DNB.) Zur Behebung der Wohnungsnot Der minD erbe mitt eiten werktätigen Volksgenossen hat Der Reichs» arbeitsminifter 1935 Den Bau von Volkswohnungen in Die Wege geleitet. Um Die Erstellung solcher Wohnungen noch stärker zu beleben, hat Der Minister kürzlich weitgehende Vergünstigungen und Vereinfachungen zugelassen, Die sich auf eine Ermäßigung des Zinssatzes und eine Erhöhung des Reichsdarlehens sowie auf die Grenze der Herstellungskosten beziehen. Für Volksgenossen mit geringem Einkommen und für kinderreiche Familien ist die Zinsermäßi- gung besonders weitgehend. Diese Erleichterungen haben zu einer ft a r f e n Zunahme der Wohnbautätigkeit auch außerhalb Des Vier- jahresplanes geführt. Der Reichsarbeitsminister hat daher nunmehr erneut 43 Millionen Mark zur Förderung des Volkswohnungsbaues auf die Bewilliaungsbehörden verteilt. Damit sind für diese Maßnahme bisher in gesamt rund 130 Mil' lionen Mark zur Verfügung gestellt worden.
Oie Königin von Italien dankt dem Führer.
Berlin, 4. Dez. (DNB.) Ihre Majestät Königin Elena von Italien, Kaiserin von Aethiopien hat an Den Führer unD Reichskanzler folaenDes Telegramm gerichtet: „Ich erhielt mit lebhafter FreuDe von Sr. Exzellenz Dem Botschafter von Hassel Die hohe unD einzigartige Auszeich' nung, Die Eure Exzellenz aus Anlaß der Einweihung Der Klinik für Encephalitis in Kassel mir zuzuerkennen so gütig waren. Sehr gerührt durch Das höfliche GeDenken Eurer Exzellenz wie Durch Die fo liebens» würDige Ehrung, Die Sie mir auch im Namen des Deutschen Volkes bei Dieser Gelegenyeit zuteil werden ließen, bitte ich Sie, meinen besten Dank und mit ihm Den AusDrurf meiner herzlichen Gefühle geneh' migen zu wollen. Gez.: Elena."


