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Neues für den Büchertisch

dienstlich in jener Ortschaft weilte, wurde Ohrenzeuge dieser Erzählung, gab den Bericht weiter und er­wirkte auf diese Weise, daß Jean Rate! eiligst von seinem Ursaub abberufen und für ein paar Tage in denBunker" gesteckt wurde.

DerAlte Fischer" von Capri.

C. K. Neapel.

Eine malerische Gestalt, die wohl jedem Besucher der Insel Capri ins Auge fiel und mit ihr unlös« lich verbunden zu sein schien, ist nun verschwunden. Spadaro, der berühmteAlte Fischer" ist nach kur­zer Krankheit im Alter von 81 Jahren gestorben. Mit seinem Patriarchenbart und den wehenden wei­ßen Locken, dem würdevollen Gesicht, der roten Ma­trosenmütze, dem blauen Jackett, den Holzschuhen und der langen Pfeife, war Spadaro immer zur Stelle und bereit, gegen eine kleine Vergütung für Maler oder Photographen sich als Modell hin­zustellen, und Bilder von ihm sind bis in die ent­ferntesten Winkel der Erde verbreitet worden. Spa­daro sah aus wie das verkörperte Ideal des alten Seebären, der sich zur Ruhe gesetzt hat. Aber es gab schmähsüchtige Leute, die erzählten, daß der Alte Fischer" in Wirklichkeit niemals ein Netz auf der See draußen ausgeworfen habe, daß er im Gegenteil einen wahren Schrecken vor dem Meere gehabt habe. Jedenfalls hat er es verstanden, das prächtige Bild, das er darbot, auszunutzen und sich ein kleines Vermögen zusammenzusparen.

Mein Elternhaus. Bekenntnisse, Dank und Vermächtnis. Mitarbeiter: Adolf Bartels, Ludwig Fr. Barthel, Gertrud Bäumer, Freifrau v. Brand geb. v. Bergmann, Bruno H.' Bürgel, Richard Euringer, Marie Feesche, Ludwig Finckh, Karl Foerster-Bornim, Ludwig Heck, Karl Hesselbacher, Hans Christoph Kaergel, Mackensen und sein Elternhaus von Carl Lange, Gertrud von le Fort, Wilhelm Lobsien, Mia Munier-Wro- blewski, Lenelies Pause, Felicitas Rose, Edzard Schaper, Ruth Schaumann, Rud. Alex. Schröder, Gustav Schröer, H. Wolfgang Seidel, Diedrich Speckmann, Heinz Steguwett, Aug. Winnig, Ernst Zahn, Heinrich Zerkaulen. Verlag Martin Warneck, Berlin W. 9, Preis Leinen 6,50 RM. mit 28 Bil­dern. (394) Es hat etwas Ergreifendes, wie alle diese an Herkunft, Anlagen und Entwicklung jo verschiedenen Männer und Frauen das Verdienst ihrer Leistungen und damit die Summe ihres Le­bens dem Geiste des Elternhauses, als einer fort­wirkenden Schutzmacht zu Füßen legen. Es hat seine tiefe Begründung, wenn an den Männern mehr das leise, opfervolle, instinktsichere Waltender Mutter, in den Frauen das männlich-Kraftoolle oder Überlegen-Weise des Vaters sich erhalten hat. Form und Inhalt der einzelnen Beiträge sind eben­so verschieden wie die besonderen Verhältnisse ver­schieden sind, aus denen die einzelnen Mitarbeiter kommen. Aber es kommt hier weniger auf den ein­zelnen Fall als auf das Gesamtbekenntnis an. Es wäre daher auch unrecht, wollten wir einzelne Bei­träge vor anderen besonders hervorheben. Hier wird an vielen Beispielen gezeigt, welche gewaltige bil­dende Kraft dem Elternhaus zukommt. Liebe und Glaube, Frömmigkeit und Ehrfurcht, Dankbarkeit und Vertrauen sind die großen Elemente, die Kin- der und Eltern für ein ganzes Leben verknüpfen.

seltsamen Handelns erfahren, aber nach ihrem Tode fand die Gewohnheit Nachahmung, und nach und nach wurde die Grabstätte der .Kameliendame" ein Dilgerziel für Liebende, die es sich zur Aufgabe machen, es ständig geschmückt zu halten. Ein nüch­ternes Plakat neben dem Grab verbietet, es zu photographieren, zu zeichnen oder es zu bekritzeln, aber der Marmorschleifer, der auf Rechnung von Herrn Ernst d'Hauterive, des Schwiegersohnes von Alexander Dumas, das Denkmal pflegt, muß sehr oft die Namenszüge und Schwüre entfernen, die Liebespaare auf den weißen Stein geschrieben haben. Was er nicht entfernen kann, sind die Spu­ren der Taschenmesser an der Platane, deren gan­zer Stamm bedeckt ist mit pfeildurchbohrten Herzen und verschlungenen Namenszügen.

Freudiges Ereignis, glatt erfunden.

(hs) Lyon.

Als Jean Ratel nach einem vierundzwanzigstün­digem Urlaub zu seinem Infanterie-Regiment zu­rückkehrte, erzählte er mit gut geheuchelter Erregung, daß seine Frau einem kräftigen Mädchen das Leben aeschenkt habe. Der Hauptmann hörte von der Ge­schichte, ließ Jean Ratel zu sich kommen und gab ihm sofort acht Tage Urlaub. Ratel kehrte eiligst zu seiner Gattin zurück und rühmte sich bei ihr und bei seinen Bekannten im Dorf mit seinem genialen Einfall, denn seine Gattin hatte keineswegs einem Kinde das Leben geschenkt. Ein Gendarm, der

Ueber allem Verschiedenen der einzelnen Beispiele und Bekenntnisse stehen diese Elemente als das Ewig-Gültige.

Kilian Soll: Urlaub au f Ehren- vr o r t. Geschichten um den Krieg. (Die Kleine Bücherei, Nr. 81.) Albert Langen-Georg Müller, München 1937. (336) Manches hat sicham Rande des Krieaes" ereignet, das, kaum gehört, wieder in Vergessenheit geriet, aber einige dieser Taten redlicher Menschlichkeit hat Kilian Koll in diesem Bändchen erzählt, weil sie wert sind, für immer in unserem Gedächtnis bewahrt zu bleiben. Sei es derBericht vom Sterben eines Englän­ders" oder jene den fast sagenhaften Kampf zweier Völker rühmende GeschichteDie Leute von Tirsch- ttegel". Die schönste der Erzählungen wird immer die Geschichte des blutjungen Leutnants sein, der noch im Sommer des letzten Kriegsjahres an die männliche Anständigkeit glaubte, sich auf das ge­gebene Wort verließ und damit Recht behielt. Diese Geschichte, der das Bändchen seinen Titel verdankt, wird auch als Film erscheinen.

Bernhard Voigt: Die Farmer vom Seeis Rioie r. Der südafrikanische Lederstrumpf, Band 3. Kart. 4,80 Mark, Ganzleinen 5,80 Mark. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam. (337) Der ruhige, doch kraftvoll strömende Gang der Handlung entführt den Leser in das ferne deutsche Land in Südwest. Steppenwind weht durch d»s Buch, das von kriegerischen Aufständen, fleißiger Arbeit und deutscher Jugend in dem glücklich sich entfaltendem Neuland berichtet. Dann wälzt sich wie ein ungeheurer Steppenbrand die Weltkriegs­not über Südwest. Beklommen erleben wir mit, wie all die blühende Hoffnung in dem Kriege da­hinstirbt. Hoffnungslosigkeit lastet jahrelang über dem unglücklichen Land. Aufatmend werden wir

schließlich Zeugen neuwachsenden deutschen Wider­standswillens und freuen uns der frischen Zuver­sicht, mit der unsere tapferen Brüder und Schwe­stern ihr Volkstum zu wahren wissen. Mit dem dritten Band desSüdafrikanischen Lederstrumpfes" hat Bernhard Voigt sein Hauptwerk in höchst ein­drucksvoller Weise abgeschlossen.

Helene Raff: Blätter vom Lebens­baum. 302 Seiten, ein Bildnis. Verlag Knorr & Hirth, München. Geh. 4 Mk., Leinen 5,50 Mk. (339) Die Verfasserin ist die Tochter des Komponisten Joachim Raff, die auf diesen Blättern aus ihrem Leben erzählt. Was sie über den Vater, über Hans von Bülow und Franz Liszt, über Brahms, Clara Schumann und andere große Musiker fesselnd berichtet, bereichert unser Wissen um diese Künstlerpersönlichkeiten. Das Musikleben Frankfurts wird lebendig, in bunten Bildern auch das damalige München, ihre Wahlheimat, die Kämpfe um Kunst- und Weltanschauung, die be­zaubernden Feste, die Ausstellungen. Die Tragödie Ludwigs II. erlebt Helene Raff mit tiefem Schmerz. Bedeutende Dichter jener Zeit fördern ihr Talent. Mit Henrik Ibsen verbindet sie eine innige Freund­schaft. Während des Krieges steht ihr ganzes Tun im Dienst des Vaterlandes, und mit dem Bekennt­nis zur deutschen Zukunft klingen die Erinnerungen aus.

Just us Ehrhardt: Auf st and der Herzen. Ein Kampf um die Freiheit. Roman. Gebunden 4,20 Mark. Eägen Salzer, Verlag, Heil­bronn. (375) Der Roman spielt in Hessen zur Zeit vor dem Sturz Napoleons, wo eine vom Volk mißbilligte Neuttalitätserklärung die Truppen des Korsen nicht hindert, durchs hessische Land zu marschieren. Hessens Soldaten, die eben noch bereit waren, gegen Napoleon zu marschieren, müssen in Spanien für Napoleon ihre Haut zu Markte tragen. Eine Handvoll Männer Bauern, Soldaten und Adelige bereiten eine Verschwörung gegen diese Zustände und gegen die Schwäche des Landesherrn vor, die aber der allgemeinen deutschen Be- freivnasaktion voraneilend -- zufommenbrechen mutz. Viele dieser Getreue besiegeln ihren Wage­mut mit dem Tode, aber die Sonne der besseren Zukunft nehmen sie leuchtend mit hinüber in die Ewigkeit. Schlichtheit des klaren Sttls, Werk­treue und feste Haltung geben dem Buch den Cha­rakter und hinterlassen einen fiesen Eindruck. Hier ist keineLiteratur", keine Konjunktur, sondern männlich schlichtes Berichten wenig bekannter histo­rischer Vorgänge.

Lisa Schultze-Kun st mann: Der Weg durch den Schatten. Ein Schauspieler- Roman. 331 Seiten. Ganzleinen 3,75 Mark. Berg- stadtverlaa, Breslau. (378) Der Roman schil­dert das Ringen eines jungen erfolgreichen Schau­spielers um die Befreiung von den seelischen Fes­seln seiner Jugend. Für ihn als Künstler ist der in­nere Zwiespalt besonders schwerwiegend, weil seine Kunst auf die Dauer daran scheitern muß. Die Spannungen zwischen ihm und seiner kühlen, stren­gen Mutter glaubt er durch leidenschaftliches Auf­gehen in seinem Beruf ausgelöscht, als aber die nicht geliebte Mutter stirbt, verliert er fast den Boden unter den Füßen. Don den Frauen, die ihm zugeneigt sind, vermag er keine ganz für sich zu gewinnen, der Schatten, der über seinem Leben liegt, verdunkelt jede echte Beziehung und droht sein Künstlertum zu zerstören bis er einem Manne begegnet, der ihm zum Freunde wird und

ihm unmerklich hilft, den Bann zu brechen. Das Buch erhält einen eigenen Reiz dadurch, daß es von einer Frau geschrieben wurde, die unter den oft oberflächlich erscheinenden Begebenheiten des Lebens die versteckten Seelenkräste zu erkennen und zu schildern vermag.

Freude / Zucht / Glaube". Ein Hand­buch für kulturelle Arbeit im Lager. Herausgegeben von der Reichsjugendführung. 208 Seiten mit 80 Bildern. Geb. 3,20 RM. Ludwig Voggenreiter-Ver° lag, Potsdam. (220). Ausgehend von den tech­nischen Vorarbeiten eines Sommerlagers, soweit diese für die Kulturarbeit notwendig sind, behandelt das Handbuch die verschiedensten Einzelfragen an praktischen Beispielen. Es gibt Richtlinien für den Bau von Feierstätten, für die Anlage eines Lagers in der Landschaft, den Bau von Lagertoren, die Werkarbeit, Filmvorführungen und Rundfunkanla­gen. Der Tischspruch, das lustige und ernste Lied, die Singstunde, die Morgenfeier und hie große

abendliche Feier, der Erzählabend und der lustige Üagernachmittag, der vom politischn Zirkus bis zum Puppenspiel und der Scharade reiche Möglichkeiten einer Ausgestaltung bietet, werden eingehend be­handelt. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, hat ein Vorwort für das Werk geschrieben.

Erwin Wittstock: Das Begräbnis der Maio. Novelle. Mit einem NachwortHei­mat und Herkunft" vom Verfasser. (Nr. 7375.) Kar­toniert 35 Pf., Künstlerpappband 75 Pf., Meister­band (Ganzleinen) 1 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. (381) Wittstock, der neben Zillich und Meschendörfer bedeutendste siebenbür- gische Dichter, gibt in Lieser Novelle eine seiner stärksten Leistungen. In packendem Geschehen spie­gelt sich Siebenbürger Bauerntum, echt in Wesen und Eigenart in einem tragischen Einzelfall. Ein Konflikt in der Volksgemeinschaft wächst sich zum drohenden Verhängnis aus, in das auch Glück ind Liebe junger Menschen hineingerissen wird.

Dorothea Hollatz: Der Täufling von Waldrü. Eine heitere Wintergeschichte. 123 Seiten. Kart. 2,80 Mark. Leinen 3,80 Mark. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. (423) Das Mädchen Concordia, Sportstudentin und Handstandkünstlerin, der Landschaftsmaler Globus mit dem Silberstift, der durchgebrannte Lehrling und reisende Filzpantosfelhändler Wintermeier, die stellvertretende Hüttenmutter Gisela, die ebenfalls von daheim ausriß, weil sie einen Friseurein­heiraten" sollte, bilden eine herzerfrischende Kame­radschaft in der Skihütte. Da werden Sorgen aus- elnanderklärt, man rückt sich gegenseitig zurecht und sucht die Filzpantoffeln an die Gebirgler zu ver­kaufen. Statt dessen liest man einen aus dem Schlitten gefallenen Täufling auf, und all der ko­mische Jammer endet in einem ungeheuren Tauf­nachfest. Das alles ist hübsch erzählt und von einer frischen Heiterkeit erfüllt.

Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er» mäßigten Grund­preis von 5 Pf. für die Millimeter« »eile veröffentlicht

im 64. Lebensjahre.

FA*.

Leihgestern, Großen-Buseck, Hausen, den 6. November 1937.

Die Beerdigung findet Montag, den 8. November, nachmittags 2% Uhr statt

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Heute morgen um 7 Uhr entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Georg Will VI.

Familie Karl Will

Familie^ Wilhelm Will

Otto Will

das Programm werden bis zum 28. November 1937 vom Städt. Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg 9, be­antwortet Die Wettbewerbsmiterlagen sind gegen Einsendung von RM. 1, durch das Städt. Hoch- und Tiefbauamt, Gießen, Asterweg 9, zu beziehen.

Gießen, den 4. November 1937.

Der Oberbürgermeister.

I.V.: Dr.Hamm.

Georg Will V

Landwirt

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Ausschreibung.

Die Stadt Gießen schreibt zur Erlangung von Entwürfen für eine Brunnenanlage auf der Straßen- gabelung Licher Straße und Kaiserallee einen Wett­bewerb aus. Zugelassen sind alle Bildhauer und Gartengestalter, die Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste und seit mindestens sechs Mo­naten im Lande Hessen ansässig sind. An Preisen werden ausgesetzt:

Ein erster Preis = RM. 400,

zweiter Preis - RM. 200, dritter Preis - RM. 100, zwei Ankäufe je = RM. 50,

Das Preisgericht setzt sich zusammen aus:

Herrn Professor Dr.-Jng. Lieser, Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künste, Frank­furt a. M.,

Professor Dr. - Jng. Hamm, Bürgermeister, Gießen,

Städt. Baurat Gravert, Gießen,

Bildhauer Mergehenn, Fachreferent für die

Fachgruppe Bildhauer,

Oberbürgermeister Ritter, Gießen,

Kreiskulturwart K. Christ, Gießen,

Oberstudiendirektor P. Wolkewitz, Gießen.

Ersatzpreisrichter:

Herr Beigeordneter Vogt, Gießen,

Bildhauer Harold Winter, Oberursel (Ts.),

Beigeordneter Nikolaus, Gießen.

Die Arbeiten sind bis zum 20. Dezember 1937 dem l Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen, Stadt­haus, Bergstraße 20, einzureichen. Rückfragen über |

Bekanntmachung.

Betrifft: Den Besuch der Berufsschule zu Gießen durch auswärtige Berufsschüler.

Es besteht Veranlassung darauf hinzuweisen, daß alle in Gießen beschäftigten Berufsschulpflichtigen, einerlei, ob sie aus benachbarten hessischen oder preußischen Orten kommen, die Berufsschule in Dießen zu besuchen haben. (Art. 17 Abs. III des Volksschulgesetzes.) Dabei ist es belanglos, ob sie in ihrem Heimatort als berufsschulpflichtig gelten oder iricht.

Nach Artikel 23 des Volksschulgesetzes dauert die gesamte Schulpflicht 11 Jahre. Die nach acht­jährigem Schulbesuch aus der Schule austretenden Knaben und Mädchen sind noch 3 Jahre lang zum .Besuche der Berufsschule verpflichtet. Treten im 9. rder 10. Schuljahr Schüler oder Schülerinnen aus ter seither besuchten Lehranstalt aus, dann sind sie tis zum Abschluß des 11. Schuljahres zum Besuche ter Berufsschule verpflichtet. In besonderen Fällen kann das Stadtschulamt vom Besuche der Berufs­schule Befreiung erteilen. 7237D

Die Arbeitgeber werden gemäß Art. 24 und 25 des Volksschulgesetzes aufgefordert, die in Frage kom­menden Schüler und Schülerinnen zum Besuche der Berufsschule in Gießen anzuhalten. Arbeitgeber, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, unterliegen der Bestrafung nach Artikel 25 Abs. III des Bolks- shulgesehes.

Gießen, den 3. November 1937.

Stadtschulamt Gießen.

2- V.: N e b e l i n g.

wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Es kann auch Brucheinklem­mung entstehen. Fragen Sie Ihren Arzt. Ein Unter­leibsbruch ist nicht ein Riß in der Netzhaut, son­dern stellt eine Bauchfelläusstülpung dar und ist besserungsfähig. Viele Bruchleidende haben sich mit Hilfe meinerSpezialausführungen sogar geheilt U. a. schreibt Herr Gnahn:Teile Ihnen mit, daß mein doppelseitig. Leisten brach trotz meines Alters von 62 Jahren durch das Tragen Ihrer Bandage vollkommen geheilt ist. Ich habe nichts gegen die Veröffentlichung des Dankschreibens. Ich kann Ihre Bandage nur jedem Bruchleidenden empfeh­len. Friedrich Gnahn, Bauer, Kahlau, Kreis Moh- rungen/Osipr., den 1. Juni 1937. Weshalb wollen Sie sich weiter quälen? Kommen Sie zu mir. Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Bruch zurückhalten läßt und damit Ihr Leiden erträglich wird. Schriftliche Garantie. Kostenlos zu sprechen: Wetzlar, 8. Nov., von 3/2 bis 7 Uhr, im Hotel Kaltwasser. Gießen, 9. Nov., von 8 bis 12 Uhr, im Hotel Kobel. Hungen, 11. Nov., von 9 bis 11 Uhr. im Hotel Solmser Hof. Friedberg, 11. Nov., ven 12*/z bis 3 Uhr, im Hotel Deuts, hes Haus. Butzbach, 11. Nov., von 4 bis 6 Uhr, im Hotel Hessischer Hof. Nidda, 12. Nov., von 9 bis 11 Uhr, im Hotel zur Traube. Lauterbach, 13. Nov., von 9 bis 11'/, Uhr, im Bahnhofhotel Deutsches Haus. Alsfeld, 13. Nov., von 12'/s bis 3 Uhr, im Hotel Deutsches Haus. Grttnberg, 13. Nov., von 41/, bis 5'/2 Uhr, im Hotel Hirsch.

K.Ruffing, Spezialbandagist, Köln, Richard-Wagner-Str. 16

Bekanntmachung.

Die Rindvieh- (Nutzvieh-) Märkte finden wegen der Gefahr der Uebertragung der Maul- und Klauen­seuche bis auf weiteres nicht statt.

Gießen, den 6. November 1937.

Der Oberbürgermeister. 7248 C

I. V.: Dr. Hamm, Bürgermeister.

Oeffentliche Mahnung.

Das 3. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßen­reinigungsgebühr 1937 wird hierdurch zur Zahlung bis spätestens 12. d. M. einschl. gemahnt. Nach Ab­lauf dieser Frist erfolgt Einzug der Rückstände auf Kosten der Schuldner. 7231C

Gießen, den 3. November 1937.

Stadtkasse Gießen.

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Kllblnger Nacht, Seite, sw. 69: Her« manla-Drog. v. Seibel, Frankf. Str. 39