SJl.-SpOlt
,$6. Teutonia" Wahenbom-Steinberg
WahenbornZleinberg I — Lollar I 3:1 (1:0). 1900 II — Watzenborn-Steinberg II 2:0 (0:0).
Am Sonntag weilte die 1. Elf des Sportvereins Lollar in Watzenborn-Steinberg, um ihr fälliges Verbandsspiel auszutragen. In den Anfangsminuten des Spiels wehrten die Lollarer noch in den letzten Sekunden immer wieder mit Glück ab, sie konnten aber nicht verhindern, daß es in der 7. Minute 1:0 für die Gastgeber hieß. Die ganze Halbzeit hindurch sah man jetzt die Teutonen immer im Vorteil, aber Tore wurden nicht erzielt. Nach der Pause dasselbe Bild. Schon am Anfang erhöhten die Teutonen auf 2:0. Etwa 20 Minuten vor Schluß konnte Lang nach einer leichten Vorlage von Buß sogar auf 3:0 erhöhen. Nun fühlte man sich im Lager der Teutonen siegessicher, und es wurde phlegmatisch gespielt. Da etwa fünf Minuten vor Schluß Kreiling für Lollar das Ehrentor schoß, wurde das Spiel wieder lebhafter. Bei dem Stand von 3:1 ließ der Lollarer Tormann bei einem Zusammenprall sich zu einer Tätlichkeit hin- reißen, und der Platzverweis war chm dadurch sicher. Diesem folgte er erst, als ihn ein Vorstandsmitglied seines Vereins mit Gewalt aus feinem Tor entfernte. Die letzten Minuten verliefen noch in sportlichem Anstand. Der Sieg wurde von folgenden Spielern der Teutonen verdient er
rungen: Happel; Fett, Jung; Burger, Hedderich, H. Schmandt; Buß, £). Haas, K. Haas, Lang, Bender.
Epielvereinigung 1926 Leihgestern.
Leihgestern I — Garbenleich I 4:4 (3:0).
^Am Sonntag empfing die 1. Mannschaft der Spielvereinigung die gleiche des SV. Garbenteich zum fälligen Derbandsspiel. Die Leihgesterner, die zum ersten Male in stärkster Aufstellung (also mit Dutenhöfer; Funk, K. Laux; Wedemann, Gremm, Textor; Lauber, Väth, Krick, R. Arnold und Heß) antraten, lagen bei Halbzeit durch schöne Leistungen der ganzen Mannschaft mit 3:0 in Führung. Nach der Halbzeit spielten die Leihgesterner auf Halten des Resultats. Dadurch gewannen die Gäste Boden, und drei Minuten vor Schluß konnten sie den Führungstreffer erzielen. Vom Anstoß weg gingen die Einheimischen vor das Gästetor. Funk, der mit in den Sturm gegangen war, konnte den Ausgleich erzielen. Der Mittelanstoß wurde wieder abgefangen. Die Blauweißen gingen nochmals vor das Gästetor; ein Schuß von Funk landete am Pfosten, den Nachschuß von Lauber konnte der gute Gästehüter gerade noch im Fallen abwehren. Wie schon gesagt, boten die Einheimischen eine ausgezeichnete Leistung, die an die besten Jahre erinnerte. Nach diesem Spiel hofft man, daß die Blauweißen sich einen guten Mittelplatz in der Tabelle erspielen.
Heer und Marine auf MsterschMahrl.
Die überaus schwierigen Bedingungen des ersten Tages der Heeresrneisterschaften und der Meisterschaften der Kriegsmarine im Kraftfahr-Gelände- sport haben bereits eine ganze Anzahl von Teilnehmern ausscheiden lassen. Ueberall gab es außerdem noch Strafpunkte, von denen kein einziger Fahrer verschont blieb. Am besten kam bei den Krafträdern Sch. Uffz. Lück von der AA. 6 auf seiner BMW. davon, der von 142 erreichbaren Gutpunkten 141 für sich buchen konnte.
Oie Ergebnisse des ersten Iahrtages.
Krafträder ohne Seitenwagen (Höchstpunktzahl 142 Punkte).
Heer: Einzelfahrer: Startn. 69 Sch. Uffz. Lück AA. 6 (BMW.) 141 P.; Startn. 57 Schirrm. Maciejewski II. AR. 48 (BMW.) 136 P.; Startn. 58 Lt. v. Cramon Panzer-Rgt. 2 (BMW.) 136 P.; Startn. 67 Oblt. Ball AA. 6 (BMW.) 130 Punkte. Mannschaften: Startn. 39—41 1. Mannschaft des VII. AK. (BMW.) 416 P.; Startn. 42-44 1.Mannschaft des VIII.AK. (BMW.) 395 P.; Startn. 48—50 2. Mannschaft des I. AK. (DKW.) 382 P., ausgeschieden: 5 Fahrzeuge.
Kriegsmarine. Mannschaften: Startn. 73—75 Mannschaft der Bef. d. pommerschen Küste in Swinemünde (BMW.) 411 P.; Startn. 91—93 Mannschaft der Fest. - Kdtr. Cuxhaven (BMW.) 348 P., ausgeschieden: 5 Fahrzeuge.
Krafträder mit Seitenwagen (Höchstzahl 151 Punkte).
Heer. Einzelfahrer: Startnummer 21 Lt. Klumpp Panzer-Abwehr-Abtl. 14 (BMW.) 145 P.; Startn. 209 Uffz. Neumann AA. 1 (BMW.) 145 P.; Startn. 28 Uffz. Kren 14/JR. 84 (BMW.) 134 P.; Startn. 31 Oblt. Trippe 1. KfK.-Lehr-Abtl. (BMW.) 143 Punkte. Mannschaften: Startn. 16—18 Mannschaft des VII. AK. 407 P.; Startn. 1—3 Mannschaft des Schützen-Rgt. 2 403 P.; Startn. 4—6 1. Mannschaft des III. AK. 347 P. (alles BMW.), ausgeschieden: 5 Fahrzeuge.
Mittlere geländegängige Personen-Kraftwagen (Höchstpunktzahl 151).
Heer. Einzelfahrer: Startn. 173 Hptm. Wegner Panzer-Abwehr-Abtl. 10 (Mercedes-Benz) 148 P.; Startn. 157 Oblt. Binder MG.-Bat. 8 (Stö- wer) 147 P.; Startn. 194 Hptm. Pächter, Heeres- Nachr.-Schule (Horch) 147 P.; Startn. 199 Ob.- Schirrm. Kursawe, Kav.-Rgt. 8 (Adler) 147 P.; Startn. 180 Oblt. v. Kriegsheim, KKS.-Abtl. 6 (Mercedes-Benz) 145 P.; Startn. 197 Hptm. Riemer, Nachr.-Abtl. 29 (Horch) 145 Punkte. Mannschaften: Startn. 118—120 1. Mannschaft des X. AK. (Adler) 434 P.; Startn. 130—132 2. Mannschaft des V. AK. (Mercedes-Benz) 427 P.; Startn. 121 bis 123 3. Mannschaft des XI. AK. (Horch) 422 P.; Startn. 115—117 2. Mannschaft bes VIII. AK. (Horch) 418 P.; ausgeschieden: 1 Fahrzeug.
Kriegsmarine. Mannschaften: Startn. 205—207 2. Mannschaft der Marine-Station der Nordsee (Wanderer) 384 Punkte, ausgeschieden: 1 Fahrzeug.
0er zweite Tag: noch schlimmer.
Der zweite Tage der Heeres- und Marine-Meisterschaften im Kraftfahr-Geländesport brachte eine Streckenfahrt von Halle nach Ohrdruf. Sie übertraf die erste Etappe an Schwierigkeiten ganz bedeutend. Die ganze Nacht hindurch und in den frühen Morgenstunden gab es in den verschiedenen Gebieten der zweiten Tagesstrecke Regen, so daß die Wege völlig aufgeweicht und in einen Morast verwandelt waren.
Schon bei der ersten Zeitkontrolle gab es Verspätungen; besonders schlimm wurden natürlich die Motorradfahrer mitgenommen. Die 25 Minuten Ueberzeit der in ihrer Wertungsgruppe führenden drei „Gußeisernen" von Wünsdorf, Meier, F o r - st e r und Linhardt, stellten noch eine Bestleistung dar. Auf der Weiterfahrt spottete dann die Wegfüh- rung jeder Beschreibung. Zu Dutzenden blieben die Maschinen an dem Waldhöhenrücken der Schmücke hängen. Der Schlamm setzte sich zwischen Rädern und Schutzblechen fest, so daß sich die Räder nicht mehr drehten. Auf dem schwierigsten Teil mußten teil
weise drei- bis viermal die Rader ausgebaut werden, und viele kostbare Stunden gingen so verloren. Die begeisterte Dorsjugend stand überall mit Eimern bereit, um die Maschinen vom größten Schmutz zu befreien, waren doch die Speichenräder vielfach schon zu Scheibenrädern geworden. So konnte natürlich ein großes „Massensterben" nicht ausbleiben, und „ungerupft" kam überhaupt keiner ans Ziel.
Als Höhepunkt und schwerstes Stück der Strecke galt der steile Geröll-Aufstiea zur Fahner-Höhe, wenige Kilometer vor Gotha. Allerdings hatte hier der Wettergott Vorsehung gespielt und den Weg völlig unbefahrbar gemacht. Die Umleitung wurde trotz der längeren Strecke gern in Kauf genommen. Bei der zweiten Zeitkontrolle gingen 2% Stunden auf die Sollzeit, bevor die ersten Fahrer eintrafen. Mit dem BMW.-Gespann erschien Hptm. Creuz- n a d) e r als erster Teilnehmer. Dann folgten einige Personenkraftwagen, aber sämtliche Krafträder mit und ohne Seitenwagen fehlten.
Schwer sollte die Prüfung sein, daß sie aber durch die Witterungsverhältnisse derartig große Anforderungen an die Fahrer stellen würde, konnte man nicht voraussehen. Es regnete ..., nicht nur aus den Wolken, sondern noch viel mehr Strafpunkte. Aber unsere Wehrmachtangehörigen sind es gewohnt, Schwierigkeiten zu trotzen.
Handball im SporlkreiS Gießen.
Das am Sonntag vorgesehene Spielprogramm ließ sich leider in dem beabsichtigten Rahmen nicht abwickeln. Eine ganze Reihe von Spielen mußte noch in letzter Minute abgesagt werden. Die Ergebnisse:
Gauklasse.
Jahn Gensungen — T v. Wetzlar 8:7 (6:5). Die Wetzlarer mußten mit reichlichem Ersatz antreten, hielten sich aber trotzdem gut. Allerdings war die Niederlage nicht zu umgehen, weil die Platzbesitzer die gebotenen Chancen mit allen Mitteln ausnutzten.
Bezirksklasse.
Mtv. Gießen — BfB. - R. Gießen. Tuspo W.- Niedergirmes — Spvgg. 1 900 Gießen. BfB.-R. trat auch diesmal wieder nicht an; der Grund soll angeblich im Spielermangel liegen. Eine Wiederholung dieses Falles müßte die Leitung veranlassen, die Mannschaft endgültig zu streichen. — Die Mannschaft der Spvgg. 1900 hatte gegen Niedergirmes nur 7 Spieler zur Stelle, so daß das Treffen schon von vorneherein verloren war.
Tv. Heuchelheim — T v. Lützellinden 8:9 (5:3). In Heuchelheim kam es zu einem außerordentlich harten Spiel, was schon durch die Tatsache von zwei Herausstellungen bewiesen wird. Heuchelheim hatte in der 1. Halbzeit weit mehr vom Spiel, als sein Gegner, der bis dahin oft bedenkliche Schwächen gezeigt hatte. Nach dem Wechsel änderte sich das Bild grundlegend. Lützellinden holte mächtig auf und konnte zum Schluß mit etwas Glück einen knappen Erfolg erringen.
T v. Münchholzhausen — T v. Hörnsheim 9:4 (5:3). Münchholzhausen konnte erneut seine derzeitige gute Form unter Beweis stellen. Die Mannschaft. hat, wie sich immer mehr herausstellt, in diesem Jahr tatsächlich keinen Gegner zu
I fürchten. Wenn Hörnsheim sich diesmal ebenfalls | anftrengte, war es trotzdem nicht möglich, ein günstigeres Ergebnis zu erzielen, weil eben der Gegner zu stark war.
VsV.-R. tritt gegen den 2Mv. nicht an.
Die beiden Mannschaften des M t v. mußten am Sonntag vergeblich auf ihre Gegner warten. Die Punkte sind ihnen somit kampflos zugefallen. Der Tv. Holzheim hatte zum mindesten einen Tag
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vorher abgesagt. Der Lokalverein VfB. -R. war einfach nicht da,- so daß man nur die komplette Mannschaft des Mtv. beim Anpfiff sehen konnte.
Um Die Zuschauer zu entschädigen, führte der Mtv. mit den beiden eigenen Mannschaften ein Uebungsspiel vor, das trotz der hohen Ueberlegen» heit der ^.-Mannschaft viele schöne Kampfszenen brachte.
1. kreisktasse.
To. Du k^e nhofen I — T v. Garbenheiml 10:14 (5:7). In Dutenhofen kam es zu hart umstrittenem Kampf, in dem bis kurz vor Schluß der Sieger noch nicht feststand. Die Platzbesitzer hatten nach der Bause mächtig aufgeholt und den «Spielstand auf 9:9 gleichgestellt. Dann war es allerdings vorbei. Die Gäste, auf deren Seite das größere Stehvermögen vorhanden war, gingen zum Endspurt über und siegten wie sie wollten.
To. Holzheim — MSV. „Barbara" Oie» ßen 8:9 (5:5). In einem sehr harten Spiel mußten die Einheimischen, die immer noch nicht ihre
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Hier abschneiden!
I
Flechte
sen, Waschen höchstens in kaltem Wasser mit Salmiakzusatz. Zweckmäßiger chemische Reinigung.
Flechte, andere Bezeichnung für Zopf, das in drei Strähnen geflochtene Frauenhaar
Flechten, populäre Bezeichnung für verschiedenartige chronische Hautausschläge, z. B. Bartflechte, (Erreger Pine, die vom Hund und von der Katze auf den Menschen übertragen werden, s. b.J, Schuppenflechte: trockene weißliche Schuppen auf geröteten Hautstellen. Kleienflechte: kleien- sörmiae Abschuppungen. Haut verdickt, gerötet, juckend. Fressende Flechten siehe Hauttuberkulose.
Fleck (Königsberger Fleck. Kuttelfleck), gereinigte, zerschnittene und gekochte Rmderdärme und Rindermagen, die als stark gewürzte Suppe oder mit einer braunen, sauren Tunke gegessen werden.
Flecken können nicht alle mit dem gleichen Mittel entfernt werden. Es ist daher wichtig zu roiffen, um welche Art von Flecken es sich handelt. Ferner muß das Gewebe und das Alter des Flecks berücksichtigt werden. In vielen Fällen genügt warmes Wasser, das bei einem ersten Reinigungsversuch nie schadet. Sodann kann man es mit Seifenspiritus oder Benzin versuchen. Bei besonderen Flecken ist das Reinigungsverfahren besonders angegeben (beispielsweise Eierflecke usw.) Immer ist darauf zu achten, daß sich bei der Fleckenreinigung keine Ränder bilden.
Flecken bei Schwangeren, oft im Gesicht auftretend und lehr störend, brauchen keine Behandlung, verschwinden meist nach der Entbindung von selbst.
Fleckwasser sind fertig zu kaufen. Die Selbstherstellung lohnt sich kaum. Fleckwasier sollen mit gut sichtbarer Aufschrift gesondert aufbewahrt werden, da eine 93er. weckslung leicht verhängnisvoll weroen kann.
Flegeljahre, siehe Entwicklungsjahre.
Fleisch, Muskelmasie von Wirbel- Heren, Warmblütern undFrschen, hat einen hohen Nähr- und Sättigungswert. mit Fleischnabrung ist dem Körper dennoch nicht gedient, er verlangt nach gemischter. abwechslungsreicher Kost. Dunkles und helles Fleisch hat den gleichen Nährwert, doch ist sogenanntes weißes Fleisch, Kalbfleisch und Geflügel für Kranke bekömmlicher. Alles Fleisch muß vor der Verwendung gut abgehangc sein. Da Fleisch nicht sehr haltbar ist. muß es be- sonoers im Sommer in Kühlräumen aufbewahrt oder durch Anbraten. Ankochen. Einlegen in Esiig. Pökeln oder Räuchern für längere Zeit haltbar gemacht werden.
Fleischbrühe, entbehrl. Fremdwort: Bouillon, die Brühe von gekochtem Rindfleisch, hat wenig Nährwert, ist aber appetitanregend Beim Kochen wird sie durch Abschäumen geklärt. Fleisch, brühflecken werden mit Benzin, Terpentin oder Alkohol entfernt


