Nr.233 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Mittwoch b. Oktober <957
Gesichtspunkten untersucht
mit den nismus
3m Auftrag des Führers!
Don K. Beckmann, Kreisberufswalier der DAF., Gießen.
fessor Dr. Hamm, in Nidda eine Besprechung statt. Die Vertreter der Kreisleitungen der NSDAP., Kreisdirektoren und Bürgermeister verschiedener oberhessischer Fremdenverkehrsorte waren erschienen .
Nach Eröffnung der Sitzung durch den oberhessischen Gebietsreferenten hielt Prof. Dr. Linke von der Kurortklima-Kreisstelle Frankfurt a. M. einen Dortrag über die Wichtigkeit einer wissenschaftlichen klimatologischen Untersuchung der Fremdenverkehrs- orte, die in Zukunft sich das Attribut „Heilklimatischer Kurort", „Luftkurort" und „Sommerfrische" zulegen wollen. Nach den Anordnungen des Reichs- fremdenverkehrsverbandes müssen, um in Zukunft
Der Reichsbauernführer, der diesen Appell an die deutsche Hausfrau in den Mittelpunkt seiner Rede zum Erntedankfest auf dem Bückeberg gestellt hat, forderte damit jeden einzelnen Haushalt im Reiche auf, auch den geringfügigsten Verderb zu vermeiden. Die 17 Millionen Haushaltungen in Deutschland lassen selbst den kleinsten Einzelverderb la- roinenartig anschwellen. „Schon der tägliche Verlust einer einzigen Schnitte Brot in jedem deutschen Haushalt ergibt insgesamt einen jährlichen Verlust von mehr als 6 Millionen Zentner Brotgetreide." 40 Millionen Mark Devisen sind notwendig, um diese fehlenden 6 Millionen Zentner wieder aus dem Auslande einzuführen. Und warum das? Nur weil Gedankenlosigkeit und Unachtsamkeit noch hier und da herrschen, zwei gefährliche Gegner, mit denen jeder einzelne von uns fertig werden muß. Der Führer hat in seiner Bückeberg-Rede der früher üblichen Parole „Jeder kann tun, was er will" die heute geltende Auffassung gegenübergestellt: „Jeder muß tun, was allen nützt, was allen zugute kommt!"
diese Bezeichnungen führen zu dürfen, meteorologische Begutachtungen vorliegen. In Verbindung Äerzten soll das für den einzelnen Orga- besonders geeignete Klima studiert und
ausgesucht werden. Da der Vogelsberg reich an Kurbezirken ist, und verschiedene Gemeinden den Antrag auf die Bezeichnung „Heilklimatischer Kurort" usw. gestellt haben, so muß jetzt ein kurortklimatologischer Forschungsdienst in Oberhessen eingerichtet werden. Dazu ift zunächst die Errichtung einiger Beobachtungsstationen notwendig.
Auf Vorschlag von Prof. Dr. Linke wird eine solche Station in Ilbeshausen-Hochwald- hausen, ferner je eine in Laubach und G e - dern noch in allernächster ßeit und voraussichtlich eine in Bad Salzhausen errichtet werden. Gerade für die einzelnen Fremdenverkehrsgemeinden wird es in Zukunft mit ein neues Werbeargument fein, wenn in den Werbeschriften die Klimaverhältnisse, die durch diesen wissenschaftlichen For- schungsdienst festgestellt werden, zu finden sind.
Nach reger Aussprache, tue das große Interesse an dieser Einrichtung bewies, schloß der Gebietsreferent die Sitzung mit Dank an Professor Dr. Linke für seine aufklärenden Ausführungen.
"Ich wende mich besonders an die deutschen Hausfrauen und bitte sie, hauszuhalten mit den Erzeugnissen unserer deutschen Erde, gleichzeitig aber auch — und mag es für die einzelnen Familien noch so nebensächlich erscheinen — den vermeidbaren Verderb zu verhindern."
_ ...., Am gestrigen Dienstagnachmittag fand auf Ein-
amilien noch so ladung des Gebietsreferenten im Landesfremden- meidbaren Ver- verkehrsverband Rhein-Main, Bürgermeister Pro-
Aus der Stad« Gießen. Oberhessen wird nach kurorMmalologischen Seid haushälterisch!
Diese Parole muß in Zukunft auch für die Hausfrau in Stadt und Land richtunggebend sein. Jeder tue, was allen nützt! Wir werden künftig noch mehr Verständnis für unsere Ernährungslaue aufbringen und damit die Arbeit der deutschen Landwirtschaft unterstützen. Wir werden noch mehr Achtung vor dem täglichen Brot haben und es vor jedem Verderb bewahren. Wir werden Roggenbrot bevorzugen, weil wir mehr Roggen als Weizen bauen und weil Roggenbrot gesünder ist. Wir werden aber auch aus freiwilligem Entschluß mehr Kartoffeln essen, weil wir in diesem Jahr eine besonders reiche Kartoffelernte haben.
Damit sind den Hausfrauen weitergehende und verpflichtendere Aufgaben gestellt, als jemals zuvor; Aufgaben, die aus dem engen Lebensraum unseres Volkes sich für jeden einzelnen ergeben. Diese Freiheit des einzelnen, die in den vergangenen Jahren üppige Blüten trieb, muß aus nationalwirtschaftlichen Gründen auf gegeben werden. An ihre Stelle tritt das Gesetz, das die Gemeinschaft unseres Volkes selbst gegeben hat. Darin liegt das Geheimnis der Leistung und des Erfolges, daß jeder einzelne sich als Glied des größeren Ganzen fühlt und sein Handeln danach einrichtet. Im Haushalten und im Kampf gegen den Verderb kann die deutsche Hausfrau die Arbeit des Landvolks unterstützen.
Der Reichsbauernführer hat auf dem Bückeberg feststellen können, daß das Verständnis für die Versorgungslage in sehr weiten Kreisen der Verbraucherschaft bereits vorhanden ist. Die Erwartungen, die der Führer und der Reichsbauernführer in das deutsche Volk setzen, gehen aber weit darüber hinaus. Der deutsche Konsument soll sich bei jeglichem Verbrauch von Nahrungsgütern und in jedem Augenblick der Verantwortung bewußt sein, die in seine Hand gelegt ist. Von dem Ernst, mit dem mir diele Verantwortung tragen, hängt letzten Endes aer Erfolg aller Maßnahmen ab, die zur Sicherung unserer Nahrungsfreiheit getroffen werden. Bo.
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
Stadttheater: 19.30 bis 21.45 Uhr „Moral". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Spiel auf der Tenne". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn du eine Schwiegermutter hast". — Skiklub Gießen: 20 Uhr im „Prinz Carl" Generalversammlung.
Stadttheater Gießen.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die 1. Wiederholung der mit großem Beifall aufgenommenen Komödie „Moral" von Ludwig Thoma statt. Spielleitung: Hans Geißler. Die Vorstellung findet als 2. Vorstellung der Mittwoch-Miete statt. Anfang 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr.
BOM.-ttnieraau 116.
Mädelgruppe 3/116.
Dien st befehl
Die Herbstfahrt kostet nur 3 RM. und dauert vom 13. Oktober bis 18. Oktober. Wir sind am Montag um 12 Uhr wieder zurück. Anmeldungen bis spätestens Donnerstag bei der jeweiligen Schar- führerin.
Heil Hitler!
Die Führerin der Mädelgruppe 3/116: Jngeborg Wrede, Mädelscharführerin.
(Schluß.)
Wenn wir bisher einen Ueberblick über das gesamte Berufserziehungswerk der Deutschen Arbeitsfront und damit Über die gesamte Berufserziehung und -ausbildung des schaffenden deutschen Menschen gaben, so wollen wir nunmehr die überbetriebliche Berufserziehung in den llebungsftätten der DAF. behandeln. Während die DAF. in den vergangenen Jahren in ihren Arbeitsschulen Lehrgänge der verschiedensten Art durchführte, erfolgte ganz zwangsläufig in diesem Jahr die bewußte Umgestaltung dieser fördernden Berufserziehungsarbeit. Schon allein in der Umbenennung der Arbeitsschule in „Uebungs- ft ä 11 e n" prägt sich grundsätzlich die veränderte Haltung aus. Während die Arbeitsschule mehr ihre Ausgabe in der Durchführung von Lehrgängen sah, die mehr oder weniger alle Schaffende nach eigenem Gutdünken Lehrgänge besuchen ließ, hat die Uebungsstätte in diesem Jahr eine ganz strenge Menschenfuhrung und damit eine der gewaltigsten Aufgaben in der DAF. überhaupt übernommen. Die Tagung der DAF. — und zwar der Gaue Hessen-Nassau, Koblenz-Trier, Main-Franken und Kurhessen am 25. und 26. September in Frankfurt am Main mit ihren Lehrkräften, d. h. mit ihren Arbeits- und Arbeiterlehrern des deutschen Volkes — hat klar diese Aufgabe herausgestellt. Die llebungsftätten der DAF. haben jede Anmeldung für die ausgeschriebenen Lehrgemeinschaften und Aufbaukameradschaften, die stufenmähig aufgegliedert find, persönlich anzunehmen und eine fördernde Berufslaufbahnberatung dabei durchzuführen. Es liegt somit nicht mehr in der Entscheidung des einzelnen, sich für eine bestimmte Berufser - Ziehungsmaßnahme anzumelden, sondern es ist Aufgabe des betreffenden Amtswalters, den Interessenten in die Lehrgemeinschaft oder Aufbaukameradschaft einzuweifen, in die er auf Grund feiner Kenntnisse gehört. Der Besuch einer Berufs- erziehungsmaßnahme liegt insofern auch nicht mehr im Ermessen eines einzelnen, als Berufsfremde überhaupt nicht mehr und Lehrlinge nur bedingt zu den Lehrgemeinschaften und Aufbaukameradschaften zugelassen werden. Denn es kann nicht die Aufgabe der llebungsffätten fein, dem Arbeitsamt die Aufgabe der Umschulung und der Berufsschule die theoretische Ausbildung der Lehrlinge abzunehmen bzw. zu wiederholen, sondern sie 'hat die qualifizierten Facharbeiter aller Berufe für die deutsche Volksgemeinschaft zu fördern. Insbesondere haben die Uebungsstätten der DAF. zur Verwirklichung des zweiten Dierjahresplanes beizutragen, indem sie die fördernde Erwachsenen-Er- ziehung auf breitester Grundlage durchführen, was nur erfolgreich geschehen kann, wenn trotzdem die Auslese in den llebungsftätten streng gehandhabt und damit das Ziel der llebungsftätten nicht verwässert wird.
Von den llebungsftätten sind Stoffverteilungspläne für Lehrgemeinfchaften und Aufbaukameradschaften fast aller Berufe ausgearbeitet worden, welche die Grundlage für die Üebungen sind. (Eine Lehrgemeinschaft oder Aufbaukameradschaft umfaßt durchschnittlich 15 bis 30 Hebungen von je zwei Vollstunden, die im allgemeinen in den Abendstunden liegen.) Es ist hierbei zu betonen, daß die nationalsozialistische Weltanschauung nicht als Lehrstoff, aber kein Lehrstoff ohne nationalsozialistische Weltanschauung gebracht wird. Der Leiter, d. h. die Lehrkraft der jeweiligen Lehrgemeinfchaft oder Aufbaukameradschaft, deur-
teilt den einzelnen Teilnehmer während ober nach der Berufserziehungsmaßnahme nach ß e i ft u n g , Arbeitscharakter und weltanschaulicher Haltung. Ist die Beurteilung eine genügende oder gute, so erfolgt die Beratung dahingehend, eine höhere Lehrgemeinschaft ober Aufbau- kamerabschaft zu besuchen. War die gezeigte Leistung ungenügend, so kann der Teilnehmer dieselbe Maßnahme noch einmal besuchen bzw. muß bei vollkommener Unfähigkeit gänzlich ausscheiden ober andere Gebiete erarbeiten, für die er die entsprechende Eignung mitbringt.
Um nun jedem schaffenden deutschen Volksgenossen die Gelegenheit zum beruflichen Aufstieg zu geben, sind in diesem Jahr in vermehrter Anzahl llebungsftätten errichtet worben. In den Kreisen Wetterau (Gießen und Friedberg), Alsfeld und Lauterbach bestehen folgende Uebungsstätten: 1. für alle Lehrgemeinschaften und Aufbaukameradschaften in Gießen und Friedberg, Bad- Nauheim, Butzbach, Lich, Grünberg. Lollar, Alsfeld, Groß-Felda, Homberg-Ohm, Lauterbach, Schlitz und Grebenhain; 2. für die Lehrgemeinfchaften Kurzschrift und Maschinenschreiben außerdem in Großen-Linden, Heuchelheim und Wieseck.
Die ausgeschriebenen Lchrgemeinschasten und Aufbaukameradschaften werden in diesen Uebungsstätten durchgeführt, wenn sich die erforderliche Anzahl von Teilnehmern meldet. Die persönliche Anmeldung muß bei dem zuständigen Ortsberufswalter oder Ortsreferenten vorgenommen werden, während sämtliche Kreis- und Ortswaltungen der DAF. allgemeine Auskünfte geben können.
Der Leistungskampf
der deutschen Betriebe im Gau beginnt.
NSG. Jrn Haus der Arbeit in Frankfurt a. M. waren am Dienstag die Gauabteilungsleiter der Deutschen Arbeitsfront und die Kreisobmänner des Gaues Hessen-Nassau versammelt. Gauabteilungsleiter Dr. Brunne gab einen Bericht über den Stand des Leistungskampfes der deutschen Betriebe. Anschließend sprach Pg. Tex- t o r vom Reichsamt „Soziale Selbstverantwortung" und gab die Richtlinien für die nunmehr einsetzende Prüfung der Betriebe, die sich gemeldet haben. Als Voraussetzungen für eine Auszeichnung nannte er den guten Willen des Betriebsführers und der Menschen im Betrieb, sowie deren politische Zuverlässigkeit. Beachtenswert war der Hinweis, daß für die Ernennung zum Musterbetrieb nicht die Verleihung aller Leistungsabzeichen Voraussetzung ist, da manchmal für die Verleihung eines bestimmten Leistungsabzeichens keine tatsächlichen Grundlagen bestehen, wie z. B. in Betrieben, deren Arbeitsgang eine Einstellung und Ausbildung von Lehrlingen nicht zuläßt; die Musterbetriebe werden vielmehr unter allen durch den Gauleiter mit einem Leistungsabzeichen der DAF. ausgezeichneten Betrieben ausgewählt. Anschließeick) gab Pg. Textor einige Einzelbeispiele.
Wer hat gewonnen?
Bei der Verlosung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", die mit dem „KdF."-Monatsheft verbunden ist, fiel dieses Mal ein zweiter Gewinn nach Gießen. Der glückliche Gewinner kann vom 26. Dezember 1937 bis 2. Januar 1938 an einer Winterurlaubsfahrt teilnehmen.
45 Jahre im Staatsdienst.
Am Montagnachmittag war die Gefolgschaft der Universitäts-Bibliothek zu einer kleinen Feier auf der Pulvermühle versammelt, an der auch die An- gehörigen teilnahmen. An diesem Tage waren es 45 Jahre, daß der Kanzlei-Oberassistent Otto Purrmann im Staatsdienst tätig ist. Der jetzt 64jährige trat am 4. Oktober 1892 beim Leibdragoner-Regiment 24 in Darmstadt ein und kam im Juli 1907 als Zivildienstanwärter an die Universitäts-Bibliothek. In seiner Glückwunschansprache betonte Direktor Clarius die Treue und Zuverlässigkeit des Jubilars, die er immer wieder in seiner langen Dienstzeit bewiesen habe, und rechnete cs sich zur Ehre an, Herrn Purrmann als Dank des Führers und Reichskanzlers eine eigenhändig unterzeichnete Urkunde aushändigen zu können. Professor Dr. Hepding sprach als ältester Mitarbeiter des Jubilars für die Gefolgschaft und überreichte ihm eine kleine Gabe.
Oie Polizei gegen Verkehrssünder.
Die Polizei schritt in der Zeit vom 25. bis 30. September einschl. ein:
gegen Radfahrer mit 13 Verwarnungen und Belehrungen und 9 Anzeigen;
gegen Führer von Kraftfahrzeugen mit 8 Verwarnungen und Belehrungen und mit 49 Anzeigen;
gegen Fußgänger mit 30 Verwarnungen und Belehrungen und mit 5 Anzeigen.
Nicht le.chtsinnig radeln!
Zahlreiche mehr ober minder schwere Verkehrsunfalle in der letzten Zeit sind, wie die Feststellungen einer Amtsanwaltschaft ergeben, auf das unsachgemäße, leichtfertige oder unzuverlässige Verhalten jugendlicher Radfahrer zurückzuführen. Radfahrer als Verkehrsteilnehmer müssen, besonders in städtischen Derkehrsverhältnissen, über völlige Fahrsicherheit, Umsicht und vor allem auch über die ausreichende Kenntnis der zu berücksichtigenden Verkehrsvorschriften verfügen. Kinder und Jugendliche, die diesen Anforderungen nicht genügen und durch planloses, unberechenbares ober spielerisches Rab- fahren ben öffentlichen Verkehr stören, finb nicht nur eine große Gefahr für anbere, fonbern vor allem auch für bas eigene Leben unb bie eigene Gesunb- heit. Es gehört zu ben Erziehungsfragen aller Eltern, an ber Dermeibung solcher Unfallmöglichkeiten mitzuwirken.
Hindenburg-Gedenkfeier der Gießener Sparer.
Die Ortsgruppe Gießen des Sparerbundes widmete ihre Oktober-Monatsverfammlung im „Burghof" dem Gedenken des verewigten Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Nach den Begrüßungsworten des Ortsgruppenvorsitzenden Lorenz ließ der Landesverbandsführer des Sparerbundes Dr. Danner die Erinnerung aufleben an den Feldmarschall, ber am 2. Oktober seinen 90. Geburtstag hätte feiern können unb ber als Reichspräfibcnt auch den Sparern unb Rentnern großes Interesse entgegenbrachte und gutzumachen versuchte, was bieten Volksgenossen an Unrecht geschehen war.
Der Vorsitzende H. Lorenz unterstützte diese Ausführungen in wirksamer Weise durch eine große Anzahl von Lichtbildern aus dem Leben Hindenburgs, der dem Gründer und damaligen Führer der Sparerbewegung, Oberschulrat Käufer, 1932 die Gelegenheit gab, zum ersten Male nach ber Aufwertungsgesetzgebung von 1925 einem Reichs- präfibenten bie Wünsche und Nöte ber bisher unbeachtet gebliebenen Sparer oorzutragen. Der Reb- ner rief auch die Stunde von Potsdam in Erinnerung, in der sich in der Gamifonkirche Feld- marfchall und Führer die Hände reichten. Auf Schallplatten wurden die Siloesteransprache Hindenburgs aus dem Jahre 1931 unb feine Dankesworte für die Glückwünsche zu seinem 85. Geburtstage übertragen.
Im Verlaufe bes anschließenden geschäftlichen Teils gab ber Vorsitzende Lorenz eine Uebersicht über bie letzten Ereignisse im Sparerbund, der jetzt unter ber Leitung bes Reichsbahningenieurs Bürgermeister a. D. Karl Schneiber, Walldorf bei Frankfurt a. M., steht. Der Redner würdigte die Verdienste des bisherigen Bundesvorfitzenben Freiherrn von Totenwarth, ber sich erfolgreich für die Sparer und Rentner eingesetzt hat und dem u. a. auch das günstigere Ergebnis der Ablösung ber Anleihe der Provinz Oberhessen zu verbanken ist. Weiterhin machte er auf die Gelegenheit des Umtausches alter Papiere in Anleiheablösungen ober bar aufmerksam. Mit einer Eingabe verfolgt ber Bund die Wiedergutmachung eines an dem Altbesitz begangenen Unrechtes. Diese Volksgenossen hatten ihre alten Reichsanleiheanteile in Kriegsanleihe umgetauscht und sind dadurch um das Vorrecht bes Ältbesitzes gekommen. Es wäre an ber Zeit, biefe Volksgenossen genau wie bie anderen zu entschädigen. Der Erfolg dieses Vorgehens muß
Z)er Staatliche Lotterte . Einnehmer, das ist Der Glücksbringer, bei Dem Sie, soweit vorrätig, Lose und den amtlichen Gewinnplan erhalten u. bei dem dann auch die Gewinne ausgezahlt werden.Anschriften werden Ihnen auf Wunsch gern mitgeteilt, wenn Sie an die Preußisch-Süddeutsche Staats- lotterte. Berlin 2B35, Diktoriastr. 29. schreiben.
Sie erkennen die Staatlichen Lotterie- Einnahmen an diesem Zeichen im schwarzen, blan umränderten Feld.
Man braucht ja gar nicht so viel Glück - fast jedes zweite Los gewinnt!
Entschließ' Dich schnell — kauf heute ein Lost
Wenn 343000 Gewinne auf 800000 Lose ausgespielt werden, dann braucht man gar nicht so viel Glück, um einen Treffer zu erwischen. Und deshalb hat die Preußisch-Süddeutsche Staatslotterie auch schon so vielen deutschen Volksgenossen das Glück gebracht. Denn ein jeder kann sich hier beteiligen — schon für 3.— RM je Klaffe gibt es ein Achtellos, das in der 5. Klaffe bare 100.000.— RM gewinnen kann. Am 20. Oktober beginnt die Ziehung zur 1. Klaffe der neuen Lotterie. Insgesamt werden in den 5Klaffen wieder 67.660.180 — RM ausgespielt. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei. Sichern Sie sich deshalb ein Los rechtzeitig!
Der Präsident der Preußisch/-/ Süddeutschen
Ans dem Gewinnplan der neuen Lottertet
s x 1.000.000
2 x 500.000
2 x 300.000
2 x 300.000
IO x 100.000
12 x 50.000
AuDerdem 2 Gewinne zu Je 75.000.— RÖ und 842 068 weitere Gewinne Im Gesamtbe
trags von 61.910.180.— RM
Staatslotterie


