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nr. 233 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Mittwoch, b. Oktober 1937

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

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Die große Eröffnungskundgebung in der Berliner Deutschlandhalle.

tererholungsfürsorge vom Mai 1934 bis Ende 1936 verlebten 175 892 Mütter 4 657 316 Erholungstage. Von dieser Zahl wurden 69 876 Mütter allein im Jahre 1936 auf Erholungsurlaub geschickt. Im Rahmen der Kindergärten und Schulen wurden im Monat durchschnittlich 176 803 Kinder- und Schulspeisungen und Speisun­gen durch Freittsche durchgeführt. Zur Entlastung kinderreicher und kranker Hausfrauen wurde in 80817 Fällen Haushalts- und Arbeits­platz h i l f e gewährt. Durch die Jugenderholungs­pflege wurden im Jahre 1936 417 072 Kinder ver­schickt. Ziel unserer Arbeit auf diesem Gebiet ist, die Kinder, und Säuglingssterblichkeit auf ein Min­destmaß herabzudrücken, vor allem die geborenen Kinder gesund heranwachsen zu lassen. Deshalb ist die Arbeit des WHW.Mutter und Kind" für die Zukunft unseres Volkes von so besonderer Bedeu­tung. Ihr Umfang wird von Jahr zu Jahr grö­ßer werden.

Das sind die Leistungen eines ein­zigen Jahres. Welch ein stolze Bilanz fön-

nen wir damit ausweisen! Wo sonst auf der Well gibt es demgegenüber auch nur ein an­nähernd gleiches Beispiel? Wir sind glücklich, vom Führer mit dieser wahrhaft national­sozialistischen Ausgabe betraut worden zu sein und auch für das kommende Jahr betraut zu werden. Wir haben ihr mit der besten Kraft unseres Herzens gedient und wollen das auch in Zukunft tun. heute gibt der Führer uns wieder Befehl zu neuer Arbeit. Wir stehen bereit, wie immer, diesem Befehl zu ge­horchen.

Eine Welle der Begeisterung und Freude flammte auf, als nach der Rede des Reichsministers Dr. Goebbels d e r F ü h r e r in die Halle trat und durch das Spalier der Leibstandarte zur Ehrentribüne schritt. Minutenlang wiederholten sich die Kund- gedungen der Liebe und des Vertrauens. Reichs- Minister Dr. Goebbels begrüßte den Führer mit dem begeistert aufgenommenen alten nationalsozia­listischen Kampfruf: Der Führer Sieg-Heil! Dann sprach der Führer selbst zu den hier versammelten 20000 Männern und Frauen, die mehr als eine Million Helfer und Helferinnen, Sammler und Sammlerinnen des Winterhilfswerkes vertreten, und darüber hinaus zum ganzen deutschen Volk.

Durch Opfer zur Volksgemeinschaft.

Der Führer spricht.

Deutsche Volksgenossen und -genossinnenk

Sie haben soeben wieder ein Bild der Lei­stung des größten Sozialwerkes aller Zeiten aus dem vergangenen Jahr erhalten. Es ist gigantisch in seinen Ausmaßen und gewaltig in der Tiefe seiner Wirkungen. Ich glaube, d e r L o h n für alle, die an diesem Werke tätig sind, liegt i m Gelingen der Arbeit selbst. Dieses Werk hat für uns nach zwei Richtungen hin eine beson­dere Bedeutung, nach der organisatorischen und nach der ideellen Seite. Denn dieses Werk umfaßt die Leistungen von zwei Faktoren Auf der einen Seite steht der Spender und auf der anderen Seite der Mitarbeiter an diesem Werk, der Sammler. Auf der einen Seite die große Armee derer, die durch ihre Groschen und durch ihre größeren Opfer helfen, und auf der anderen Seite die Millionen­zahl jener freiwilligen Kräfte, die es durch ihre Arbeit erst ermöglichen, daß dieses gewalttge Werk gelingen kann. Der eine ist der Opferträger, aber vergessen wir es nicht: Der zweite ist der Opferbringer. Mancher, der sich vielleicht un­angenehm berührt fühlt, weil sich zum zweiten oder zum dritten Mal jemand an ihn wendet mit der Bitte, er möge etwas spenden, vergißt vollkommen, daß der, den er glaubt, abweisen zu müssen, den viel unangenehmeren Schritt machen muß, um etwas zu bitten, das nicht nur ihm nicht zugute kommt, sondern im Gegenteil, für ihn selbst nur Arbeit und Aufopferung bedeutet. Diese beiden nun, der Spender und der Mitarbei­ter, sind die Garanten für das Gelingen dieses großen Werkes!

Der Mitarbeiter ist zugleich aber auch für uns alle eine unersetzbare Kraft im Dienste der Aufrichtung einer wahren Volksgemeinschaft. Denn unser natio­nalsozialistisches Winterhilfswerk ist rein er- ziehungsmähig das größte ange­wandte S o z i a l w e r k, das die Welt je ge-

fehen hat. Wenn der Einwand erhoben wird: Darum lassen Sie nicht durch eine be­sondere Steuer diese notwendigen Sum­men einbringen?-, dann möchte ich Ihnen er­klären. weshalb wir diesen Weg nicht gegangen sind. Gewiß würde er viel einfacher und für unzählige Menschen viel weniger beschwerlich sein, allein er würde gerade das vermis- sen lassen, was wir durch das winterhilfs- werk mit erreichen wollen, die Erziehung zur deutschen Volksgemeinschaft! (Stürmische Zustimmung.) Indem wir den Weg des freiwilligen Sammelns einschla­gen, wird für hunderttausende Tag für Tag immer wieder betont: Es gibt soziale Aufgaben, die der einzelne durch fein Opfer erfüllen muß! (Tosender Beifall.)

Unter uns leben und wir wollen ihnen des­halb keinen Vorwurf machen Millionen Men­schen, denen ihr eigener Lebensweg jede Einsicht in die Not und die Armut anderer Volksschichten verschließt. Aber gerade deshalb ist es wichtig, daß ihnen das Auge geöffnet wird, damit sie ermessen, wie groß die Opfer anderer für diese Gemeinschaft sind. Daß sie vor allem verstehen, welches Opfer alle diejenigen bringen, die sich für ihr Volk einsetzen, obwohl sie selbst nicht vom Glück g e s e g n e t sind Es ist z. B. sehr einfach für einen vermögenden Mann, für ein nationales Ideal einzutreten, das sich ihm plötzlich m vorteilhaftem Lichte zeigt. Allein um wie viel bewundernswürdiger ist dieser Idealismus bei Mil­lionen anderen, denen sich dieses glanzvolle Bild im praktischen Leben nicht so zeigt, wie es sich einzelnen wenigen gibt. (Stürmische Beifallskundgebungen.)

Das Winterhilfswerk, soll uns alle erziehen, das nationale Ideal in ein sozialistisches zu verwandeln! Denn es ist leicht gesagt:Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern!"' wenn man dafür gar nichts zu opfern und zu leisten hat. I Die wahre Brüderli.Mt zeigt sich aber erst darin, 'daß sie sich i n d e r Not bewährt.

Tribut der Verminst für die innere Einheit unseres Volkes.

Berlin, 5. Okt. (DNB.) Die Kameradschaft der deutschen Volksgemeinschaft ist durch kaum eine andere Maßnahme so klar vor aller Welt bewiesen worden, als durch die riesenhaften Leistungen des WHW. in den hinter uns liegenden vier Jahren. In demselben nationalsozialistischen Gemeinschafts­geist wurde das fünfte Winterhilfswerk des deutschen Volkes durch den Führer eröffnet Den Riesenraum der Deutschlandhalle füllten 20 000 Menschen, die allesamt bereits aufopfernde ehren­amtliche Arbeit im Dien st e'dieses gro­ßen Werkes geleistet haben. Hoheitszeichen, auf hohen Sockeln rahmten das Rednerpodium an der Stirnseite der Halle ein, das in weitem Umkreis von einem aus Lorbeerbäumen bestehenden Ehren­hain umsäumt war. An der Ehrentribüne war auf aoldgerändertem Tuch das Abzeichen des Winter- bllfswerkes angebracht mit der InschriftWinter- hrlfswerk des deutschen Volkes 1937/38". Ein Trans­parent zeigt die InschriftE i n V o l k h i l f t s i ch selbst". Im übrigen beschränkte sich die Ausstat­tung der Halle auf Fahnen und Grünfchmuck. Auf der Ehrentribüne versammelten sich die Reichsregie­rung, die Reichsleiter und Staatssekretäre, Reichs- statchalter und Gauleiter, alle führenden Männer der Parteigliederungen, Generale der Wehrmacht und der Polizei Der stellvertretende Gauleiter von Berlin, Staatsrat G ö r l i tz e r , eröffnete die Kund­gebung der Reichshauptstadt. Er begrüßte die 20 000 Erschienenen und das ganze deutsche Volk draußen an den Radioempfängern.

Reichsmimsier Dr. Goebbels nahm dann das Wort, um den Rechenschaftsbericht über das abgeschlossene Winterhilfswerk 1936/37 zu erstatten.

Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Es ist eine schöne Tradition im neuen Staate, gleich nach dem Erntedankfest auf dem Bückeberg das Winterhilfswerk zu eröffnen. Damit bekommt der Erntedank erst feinen echten und vollen Sinn. Das tägliche Brot wird auf die ganze Nation verteilt. Es ist auch mehr als eine Geste, daß der Führer das Win­terhilfswerk jährlich selbst eröffnet. Im Namen des ganzen deutschen Volkes, das weit über den Kreis der hier in der Deutschlandhalle versammel­ten 20 000 Mitarbeiter des WHW. nun an den Lautsprechern versammelt sitzt, wollen wir ihn an diesem Abend begrüßen und ihm unseren Dank abstatten.

Das WHW. ist eine soziale Großtat, die in der Geschichte der deutschen Nation unvergäng­lich sein wird. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, in diesem Jahre wiederum den L e i - stungsbericht dieses sozialen Monumental­werkes dem deutschen Volk zur Kenntnis bringen zu dürfen.

Die Gesamtleistung des Winterhilfs­werks 1936/37 beträgt 408 323 140 RM. Sie übertrifft die Leistung des WHW. 1935/36 um 36 379 232 und die des ersten Winterhilfs­werkes um rund 58 Will. RW. Sämtliche bisher durchgeführten Winterhilfswerke zusammen haben eine Gesamtsumme von 1 490 760 834 RM. erbracht, damit also s a st 11/s Milliarden Reichsmark erreicht. Der Opsergeist des deutschen Volkes hat in vier Winterhilfswerken für unsere notleidenden Volksgenossen eine Leistung vollbracht, die in der Welt kein Beispiel hat.

Ein besonders bemerkenswertes Vorbild gaben die deutschen Kohlensyndikate, die im Jahre 1936/37 mit einem Betrage von insgesamt 4,5 Mill. RM. am Winterhilfswerk des deutschen Volkes be­teiligt waren. Mit diesem Betrag steht der deut­sche Bergbau vor allem des Ruhrgebietes unter den Spendern der deutschen Wirtschaft m i t a n erster Stelle. Um außer der Sammel- tötigkett des Winterhilfswerkes die übrige Zeit des Jahres von Sammlungen möglichst frei zu halten, wurden während des Winterhilfswerkes 1936/37 zum ersten Male das Deutsche Rote Kreuz, die Verbände und Organisationen der Wohl­fahrtspflege mit 16 500 000 RM. unterstützt. Außerdem wurden aus Mitteln des WHW. für das Tuberkulosehilfswerk der NSV. 3 Mill. RM. abgezweigt..

Wenn die vom WHW. verteilten Mengen an Kartoffeln, Brennstoffen und Lebensmitteln in einer Gesamtmenge von 28 005 953 Doppelzentnern i n Säcken z u je 50 Kilogramm nebenein­ander gestellt würden, so würde das drei Reihen Säcke von je 9335 Kilometer ergeben, das ist 21/2= mal die Entfernung zwischen Berlin und Tokio oder fast viermal die Entfernung zwi­schen Berlin und Neuyork. Das neue, von den Junkerswerken erbaute Großverkehrsflugzeug Ju 00,Der große Dessauer", würde mit einer Reisedurchschnittsgeschwindigkeit von 350 Stunden­kilometer 80 Flugstunden benötigen, um diese in einer Reihe von 28 005 Kilometer aufgestellten Säcke zu je 50 Kilogramm abzufliegen. Wenn man sich die mengenmäßige Leistung an solchen Bei- spielen klar macht, dann erkennt man erst, welche ungeheure Arbeitsleistung das WHW. für die deut­sche Wirtschaft während des Winterhalbjahres bedeutet.

Die Beseitigung der Arbeitslosig­keit hat sich hinsichtlich der Zahl der vom

DhD. betreuten Volksgenossen weiterhin günstig ausgewirkt. Während vom WHW. 1933/34 von 1000 Einwohnern noch 253 vom WHW. 1934/35 noch 211 und vom WHW. 1935/36 noch 194 Volksgenossen betreut wur­den, betrug die Zahl der vom letzten WHW. betreuten Volksgenossen nur noch 161 von 1000 Einwohnern. Die Zahl der gegen Gehalt oder Entschädigung für das WHW. 1936/37 tätig gewesenen Helfer macht 0,6 v. h. von der Gesamtdurchschnittszahl der Helfer von 1349 008 aus. Der großen Zahl der ehren-

Die erste Türplakette für die diesjährige Aktion des Winterhilfswerks ist nunmehr herausgekommen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Dem Opfer \ Ichafft . \ 'Jreuae

amtlichen Helfer des WHW., die sich um 113 258 erhöht hat, gebührt der besondere Dank des deutschen Volkes. Die An ko st en des WHW. 1936/37 waren verschwindend ge­ring, sie betrugen nur 1,8 v. h. von der

Gesamtleistung des WHW. 1936/37.

Der Tag der nationalen Solidarität 1936 erbrachte 1577 465,70 RM. mehr als der Tag der nationalen Solidarität des Vorjahres. Dieser Mehrerfolg der sozialen Volksabstimmung, wie der Tag der nationalen Solidarität mit Recht benannt wurde, bedeutet eine Steigerung um 38,6 v.H.

Unsere im Ausland lebenden deutschen Brüder brachten über die Auslandsorganisatton der NSDAP, für das WHW. 1936/37 2 542 548,52 RM. auf. Das bedeutet gegenüber der Leistung für das WHW. 1935/36 eine weitere Erhöhung ihrer Beteiligung am WHW., und zwar um 41,9 Prozent. Unsere deutschen Volksgenossen im Aus­land haben besonders schwer unter der Schwäche und dem geringen Ansehen ihres Vaterlandes vor der Machtübernahme aelitten. Auch heute noch find sie in manchen Ländern besonderer Bedrängnis ausgesetzt. Deshalb gerade erblicken wir in diesen ständig sich steigernden Spenden für das WHW. ein freudiges und opferbereites Bekenntnis zu dem unter dem Führer erstarkten Deutschen Reiche und einen Beweis dafür, daß die Ausländsdeutschen wieder stolz sind, Deutsche zu sein.

Bisher wurden die Aufkommen des WHW. ausschließlich dazu verwandt, die furchtbare Rot, die die nationalsozialistische Regierung bei der Machtübernahme vorfand, zu lindern. Es ist aber der Grundgedanke nationalsozialistischer Wohlfahrtsarbeit, nicht allein Krankheiten am Volkskörper zu bekämpfen, sondern ihre Ur­sachen vorbeugend nach Möglich­keit zu beseitigen. In dieser Richtung wird sich mit dem Fortschreiten der wirtschaft­lichen Gesundung die Arbeit des WHW. all­mählich auch etwas verlagern. So find von den Aufkommen des WHW. 1936/37 59 597 469,88 RM. für das Hilfswerk M utter und Kind" und den Reichs­mütterdienst verwandt worden. Dadurch hat die Arbeit des WHW.Mutter und Kind" einen erheblichen Aufschwung genommen.

Ende 1936 betrug die Zahl der Hilfs- und Be­ratungsstellen 26 297, das bedeutet gegenüber dem Vorjahre eine Vermehrung um 3 7,7 v.H. Diese 26 279 Hilfs- und Beratungsstellen wurden von 3 410 848 Volksgenossen in Anspruch genom­men. Durch Freigabe von Restfinanzierun- gen für Kleinsiedlungen konnten erbge- sunde und kinderreiche Familien in den Besitz einer gesunden Wohnung mit Gartenland gelangen. Durch die Mütterfürsorge wurden im Jahre 1936 185 845 werdende Mütter und Wöchnerinnen und 99168 Säuglinge betreut. Im Rahmen der Müt-

Dieses Wrnterhilfswerk ist im tiefsten Grunde auch ein christliches Werk! Viel christlicher als manch theoretische Fragen es vorgaben. (Stür­mische Zusttmmung der Massen.) Wenn ich so man­ches Mal ärmlich gekleidete Mädchen mit unend­licher Geduld sammeln sehe, selbst frierend, um für andere Frierende zu sorgen, dann habe ich das Ge­fühl, daß sie alle auch Apostel eines Christentumes sind! (Stürmische Zusttm­mung.) Und zwar eines Christentumes, das von sich mit mehr Recht, als ein anderes sagen kann: Dies ist das Christentum eines auf­richtigen Bekenntnisses, weil hinter ihm nicht das Wort, sondern die Tat steht! (Minutenlange tosende Zusttmmungskundgebungen.) Durch dieses gewaltige Werk werden unzählige Menschen dem Gefühl der sozialen Verlassenheit und Vereinsamung entrissen. Viele erhalten dadurch wieder den festen Glauben, daß sie auf dieser Welt nicht ganz verloren, sondern in ihrer Volks­gemeinschaft geborgen sind, daß auch für sie gesorgt wird, daß man auch an sie denkt und sich auch ihrer erinnert (Erneuter stürmischer Bei­fall.)

Und noch mehr: Es ist ein Unterschied zwischen dem Sozialismus theoretischer Erkenntnis und dem Sozialismus des praktischen Lebens. Zum Sozialisten wird man nicht geboren, da­zu muß man erst erzogen werden! (Leb­hafte Zustimmung.) Millionen Menschen ha­ben früher dieses Wort im Munde geführt, allein ihr ganzes Leben ist dieser Verpflich­

tung zuwidergelaufen, denn Sozialismus, das kann nichts anderes fein als eine Verpflich­tung, nicht nur an bas eigene Ich zu den­ken, sondern vor sich d i e größeren Aus­gaben der Gemeinschaft zu sehen und ihnen gemäß zu handeln. Dieses Problem ist allerdings nicht in einem, in zwei ober drei Jahren zu lösen, es ist eine der ewigen Aufgaben der Menschen. Immer wie­der müssen wir uns bemühen, den einzelnen *m Sinne dieser höheren Ausgabe zu erziehen. Gewiß ist dies ein gewaltiges Ideal. Allein wie in allen Idealen, liegt auch in diesem eine ungeheure Kraft!

Unter anhaltender begeisterter Zustimmung zeich- nete der Führer bann in großen Strichen ein packendes Bild ber Errettung der Nation durch den Glauben an dieses Ideal, bas Deutschland wieder emporgerissen hat. So lange dieses Ideal seiner Vollendung sich nähert, rief der Führer aus: so lange wird Deutschland zunehmen an Kraft und an Stärfe! Weder Waffengewalt, noch diplomatische Schliche können die Kraft ersetzen, die in der

^inneren Einheit einer Nation liegt. (Jubelnder Beifall.) Das ist das Fundament, das alles andere erst zu tragen hat und zu tragen ver­mag! Dem ungeheuren Ausmaß des Sieges dieses Ideals verdanken wir unsere Volksgemeinschaft.

Wir leben in einer sehr bewegten Zeit. Deutschland ist ausgenommen ein zweiter Staat, mit dem wir Hand in Hand gehen das