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Nun doch Schmelmg-LomS!

Ein Weltmeislerschaftskampf im Juni 1938.

Der seit vielen Monaten fällige Kampf um die Box-Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen dem Deutschen Meister aller Klassen, Max S ch m e - ling, und dem amerikanischen Neger Joe Louis ist, wie aus Neuyork gemeldet wird, für Juni 1938 abgeschlossen worden. Der genaue Termin und Aus­tragungsort dieses von Mike Jacobs veranstalteten Titelkampfes werden noch festgelegt.

Dieser Kampfabschluß löst in den Vereiniaten Staaten größte Befriedigung aus, weiß man doch in Neuyork, daß der zur Zeit von den europäischen Boxsportbehörden für frei erklärte Titel niemand anderem als Max Schmeling zusteht, der den Neger am 19. Juni 1936 in Neuyork in der 12. Runde ent­scheidend besiegte.

3:2-(1:0-)G!egderbeutschen§ußballelf gegen Brandenburg.

Zum zweitenmal in der neuen Spielzeit stellte sich die deutsche Fußball-Nationalelf in der Reichs- Hauptstadt vor. 40 000 Menschen waren diesmal ins Olympia-Stadion gepilgert, um den Kampf unserer Nationalen mit dem (Sau Brandenburg mitzuer­

leben. Von schönstem Sommerwetter begünstigt der leichte Wind wurde kaum als störend empfun­den entwickelte sich ein außerordentlich flottes und abwechslungsreiches Spiel, in dem die deutsche Elf gegen die kampffreudigen Brandenburger einen schweren Stand hatte und schließlich nur knapp mit 3:2 (1:0) das bessere Ende für sich behielt.

München 1860 gewinnt d e deutsche Bere nsmeisterschast.

Deutschland hatte seine fünf besten Vereine zu den Vereinsmeisterschaften der Männer nach der Haupt­stadt der Bewegung geschickt, wo der TSV. 1860 den Titel au verteidigen hatte. Dieses Vorhaben gelang denLöwen" auch ausgezeichnet. Mit einer Gesamt­leistung von 13 271,707 Punkten, die nur um einen Punkt hinter der vom BSC. in diesem Jahre aus­gestellten Bestleistung zurückblieb, holten sich die Münchner wieder den Meistertitel. Der Berliner Sport-Club ging aus dem großen Kampf mit 13 135,96 Punkten als ehrenvoller Zweiter hervor. Den dritten Platz belegte der AVS. Köln mit 12 986,946 Punkten, dicht gefolgt von den Stutt­garter Kickers (12 903,97). Den Beschluß bildeten der Deutsche Sportclub Berlin (12 708,706).

GRS. gewinnt wieder den Städteachter.

Von prächtigem Sommerwetter begünstigt, wur­den die Ruderwettkämpfe der Wetzlarer und Gieße­ner Rudervereine ausgetragen. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stand das Rennen um den 1926 von den Städten Wetzlar und Gießen gestif­teten Wanderpreis für einen Städte-Achter.

Die Wettkämpfe wurden mit einer Auffahrt sämtlicher an den Rennen beteiligten Boote ein­geleitet. Da für den Schüler-Gig-Vierer nur ein Wettkampf zwischen den Gießener Vereinen ge­wünscht wurde, traten nur die zwei Boote der GRG. Oberrealschule und der GRG. Realgymna­sium zum Wettstreit an, den die Oberrealschule mit einer Länge Vorsprung gewinnen konnte. Später fand dann noch ein Wettrudern eines Wetzlarer und eines vom RuderklubHassia" besetzten Schü- ler-Gig-Vierers statt, das die Wetzlarer für sich ent­scheiden konnten. Große Beachtung fand die Aus­tragung des Vereins-Einers des RuderklubsHas- sia", bei dem die Klubkameraden L. Hartmetz und A. Baumann am Start waren und den Hartmetz gewann.

Zum Rennen um den Städte-Achter kamen drei Mannschaften der Gießener Rudergesellschaft, des Wetzlarer Rudervereins und des Gießener Ru­derklubsHassia" an den Start. Unter den leb­haften Zurufen der Sportfreunde ging das Rennen vor sich, das die Gießener Rudergesellfchast über­legen und sicher mit drei Längen Vorsprung ge­wannen. Die Wetzlarer, die schlecht vom Start ge­kommen waren, hielten sich tapfer und holten auch stark auf, konnten aber den Gießener Ruderklub Hassia" nicht mehr einholen, so daß sie auf dem dritten Platz blieben.

Gleich anschließend an diesen Wettkampf wurde die Siegerverkündung vorgenommen. Der Vorsitzende des Regatta-Ausschusses, der Vereins­führer des Wetzlarer Ruderklubs 1880, W. Lei­ster, begrüßte den Bürgermeister Prof. Dr. Hamm, Bürgermeister Kindermann und Stadtrat Lünzmann aus Wetzlar und besonders die Kreis^ührer des Reichsbundes für Leibesübun­gen Dr. Schäfer (Gießen) und Gustav Fischer (Wetzlar) und gab der Freude über die rege Anteil­nahme Ausdruck und sprach den Wunsch aus, daß auch dieser Werbetag dem Rudersport neue Freunde zuiühren möge.

Bürgermeister Kindermann beglückwünschte die Stadt Gießen, die den 12mal ausgetragenen Wanderpreis schon lOmal erringen konnte und be­sonders die RudergesellschaU 1877.

Er begrüßte das gutnachbarliche Verhältnis un­ter den Mannschaften und überreichte der Sieger­mannschaft außer dem Wanderpreis die Mann­schaftsplaketten am schwarzroten Bande, den Far­ben der Stadt Wetzlar. Nachdem noch die Kreisfüh­rer des RlL., Dr.'Schäfer und Gustav Fischer die siegreiche Mannschaft beglückwünscht hatten, brachte Bürgermeister Kindermann dasSieg-Heil" auf den Führer aus.

Der Vereinsführer der Gießener Rudergesellfchast, E. Niemann, übernahm den Wanderpreis in treue Obhut.

Anschließend führten die Frauen ein Stil­rudern im Gig-Doppelvierer vor, das ein an­schauliches Bild von der erforderlichen Kleinarbeit gab und starken Beifall auslöste. Die Frauenmann­schaft des Wetzlarer Ruderklubs holte sich dabei mit mehreren Punkten Vorsprung den Sieg.

Der Gig - Vierer der Jugend wurde in zwei Läufen ausgetragen, bei denen je eine Wetz­larer Mannschaft einer Mannschaft des Ruderklubs Haffia gegenüberstand. Beide Male wurden die Wetz­larer mit Vorsprung erfolgreich. Bei dem gleich­falls in zwei Läufen ausgeführten Begrüßungs- Vierer wurde die GRG. bzw. der Wetzlarer Ru­derverein siegreich. Den Gig-Vierer der 2. Jugend trugen die Mannschaften des RuderklubsHaffia" unter sich aus. Ein Bild schönen Sportgeistes und kameradschaftlicher Verbundenheit wurde der Ver­losungs-Achter, bei dem Ruderer aus jedem Verein in einem Boot an den Start gingen. Ins­gesamt starteten drei Boote.

Als Dereinsführer W. Leister die Preisvertei­lung und Siegerverkündigung vornahm, stieg schon die Dämmerung herab. Er beglückwünschte die Sie­ger. Dem RuderklubHassia" dankte er sehr herz­lich für die guten Vorbereitungen. Der Dereinsfüh­rer derHassia", S ch ü ß l e r , dankte den Rude­rern für die Teilnahme und den vielen Sportfreun­den für das durch den zahlreichen Besuch bekundete Interesse. Mit einem dreifachen Ruf auf den deut­schen Rudersport ließ er den Abend ausklingen.

Die Grgebniße.

Städte-Achter. 1. Gießener Rudergesellschaft 1877) (Friedel Joedt, Albert Schöndorf, Fritz Fuhr­mann, Hans Rübsamen, Karl Heinz Becker, Karl Georg, Ernst Meister, Hermann Duill; Steuer: Ph. Krause). 2. Gießener RuderklubHassia". 3. Wetz­larer Ruderverein von 1919.

Schüler-Gig-Vierer. 1. G. RG. Oberreal­schule (eine Länge Vorsprung). 2. G. RG. Real-Gym- nafium.

Vereins-Einer. 1. L. Hartmetz; 2. A. Bau­mann.

Gig-Do vpel-Vierer für Frauen (Stil­rudern). 1. Wetzlarer Ruderklub 1880, 47 Punkte. 2. Gießener Rudergesellfchast 1877, 41% Punkte.

1. Jugend-Gig-Vierer. 1. Lauf: 1. Wetz­larer Ruderklub (eine Länge). 2. RuderklubHassia". 2. Lauf: Wetzlarer Ruderverein (zwei Längen). 2. RuderklubHassia".

Begrüßungs-Vierer. 1. Lauf: Gießener Rudergefellfchaft (eine Länge). 2. Wetzlarer Ruder­klub 1880. 2. Lauf: 1. Wetzlarer Ruderverein (1% Länge). 2. RuderklubHassia".

Schüler-Gig-Vierer. 1. Wetzlarer Ruder­klub. 2. RuderklubHassia" Gießen.

Sieg der Gießener Schüßen im Städiewetikamps.

Bei herrlichstem Sonnenschein ging der Städte­wettkampf der 15 Schützen von Gießen, Marburg und Wetzlar auf dem Schießstand der Schützen- aesellschaft 1926 vonstatten. Wohl selten war ein schießsportlicher Wettkampf derart spannend wie der vierte Wettstreit der drei Städte, der erst in letzter Minute der Gießener Mannschaft den Sieg brachte. Mit 2185 Ringen wurde Gießen Sieger vor Mar­burg mit 2097 Ringen und Wetzlar mit 1834 Rin­gen. Die goldene Wanderkette errang der Gießener Schütze Willi Schilling, der auch die goldene Ehrennadel als bester Tagesschütze erhielt. Die silberne Ehrennadel wurde an die Gießener Schützen W. Schilling, H. Appel, G. Schilling, W. Scheid und Dr. W i l h e l m i ausgegeben. Am Sonntagabend fand im Saale des Schützen­hauses die feierliche Siegeroerkündung statt.

Der Vereinsführer der gastgebenden Schützen­gesellschaft 1926, Kamerad G o n b n e r, begrüßte seine Schützenbrüder aus Marburg und Wetzlar. Drei Jahre seien nun vergangen, so führte er u. a. aus, seitdem sich die sechs Schützenvereine von Gießen, Marburg und Wetzlar zu dem alljährlich herauszuschießenden Städtewettkampf zusammen- fanben. In jebem Jahre würbe der Kampf in einer anderen Stadt ausgetragen. Der nächstjährige Kampf finde wieder in Marburg statt, so daß jeder Verein alle sechs Jahre mit der Durchführung der Wettkämpfe beauftragt ist. Der Schießsport als solcher sei wohl mit keiner anderen Sportart zu vergleichen, da bei ihm lediglich die Ruhe, die Nerven und das gute Auge entscheidend seien. In seinen weiteren Ausführungen brachte Kamerad Gondner zum Ausdruck, baß jeher einzelne Kamerab bafür sorgen müsse, ben Schießsport weiter ins Volk hineinzutragen zum Wohle bes beutschen Daterlanbes.

Bürgermeister Professor Dr. Hamm nahm als Vertreter ber Stadt Gießen anschließend die Sieger­ehrung vor. Anknüpsend an big Worte des Vor­redners betonte er, baß unser ganzes Tun bem Wohle bes Vaterlanbes bienen müsse. Es sei bas große unb unbestreitbare Verbienst ber Schützen in ber Nachkriegszeit gewesen, daß sie bewußt in

ihrem Schießsport ben Wehrwillen gepflegt hätten. Diese Tatsache bürfe nie in Vergessenheit geraten. Heute sei bas Jbeal, für bas bie Schützenvereine aefämpft hätten, burch bie Schaffung ber Wehr­hoheit Wirklichkeit geworben. Bürgermeister Hamm sprach dann allen Schützen, die sich am Stäbtewett- kampf beteiligt haben, seinen herzlichsten Dank aus. Unter bem Beifall ber Schützenbrüber überreichte bann Bürgermeister Dr. Hamm bem Gießener Schützen Willi Schilling bie golbene Wanber- fette sowie bie golbene Ehrennabel für den besten Tagesschützen.

Der Führer ber Marburger Schützen, Kamerab Kraft, beglückwünschte neiblos bie Gießener Kame­raden zu ihrem großen Erfolg und hieß die Schützen ber Stäbte für bas nächste Jahr herzlich in Mar­burg willkommen.

Schützenmeister Georg S ch i l l i n g überbrachte ben Siegern bie telegraphischen Glückwünsche bes Dorsitzenben ber Schützengesellschaft Gießen unb be­tonte, baß ein Wettkampf wohl selten so fpannenb verlaufen sei. Das Wettschießen sei zum ersten Male nach ben Regeln bes Deutschen Schützenverbanbes ausgefochten worben unb würbe auch in Zukunft unter ben gleichen Bebingungen ausgetragen werben.

Der Kreisführer bes Reichsbundes für Leibes­übungen Dr. Schäfer beglückwünschte die Sieger zu ihrem Erfolg und betonte, baß ihn außer ber Siegerehrung ein anberer bebeutenber Anlaß hier­hergeführt habe. Es fei ihm eine befonbere Ehre, bem Führer der Schützengefellfchast 1926, dem Kameraden Gondner, den Kreisehren- b r i e f bes Reichsbunbes für Leibes- Übungen in Anerkennung feiner großen Ver­dienste um ben Sport überreichen zu können, zu­mal bies ber erste Ehrenbrief fei, ber in feinem Kreisgebiet verliehen würbe. Der Vereinsführer von heute strebe nicht nach Lahn unb Dank, er tue lebiglich seine Pflicht zum Wohle ber Allgemeinheit. Es sei ihm deshalb eine besondere Freude, baß er den ersten Ehrenbrief an einen Schützen übergeben könne. Die Ehrenurkunde gebe jedoch dem Kame­raden Gondner bie Verpflichtung, weiter zu ar-

Hier abichneidenl

I

Harninfiltration

können. Harnsteine sinb oft die Ursache für Blut im Urin unb für plötzliche Unterbrechung bes Harnstrahles.

Harninfillralion, Austritt von Ham aus feinen normalen Be­hältern unb Wegen in bas um­gebende Gewebe infolge Zerrei­ßen der Harnwege (Verletzun­gen!) ober Zerstörung ihrer Wänbe burch tiefgreifende Ge­schwüre. Da Harn für bas Ge­webe sehr giftig ist, kommt es zu Harnabszessen ober Harn- phlegmonen unb oft zu allgemei­ner Sepsis.

Harnsäure wirb normalerweise im Harn ausgeschieben als Salz ber freien Harnsäure. Bei ber Gicht (s. b.) kommt es zu Stö­rungen bes Harnsäurestoffwech­sels, bie H. wirb in ben Gelenken abgelagert, unb es kommt teil­weise baburch zu sehr schmerz- haften Entzünbungen unb Schwel- lungen ber Gelenke.

Harnsäurefreie Ernährung, bie vom Arzt bei Gicht verorbnet wirb, ist meistens frei von Fleisch, Fisch unb Eiern.

Harnstauung in ber Niere burch Verschluß ber abführenben Wege, Steine im Nierenbecken ober Harnleiter weiter abwärts burch Geschwülste, Phimose. Siehe auch bei ben einzelnen Stichwör­tern.

Harnverhaltung ist bie Unfähig- feit, ben Harn zu entleeren.

187 Harzflecke

Kann beruhen auf einer Läh­mung bes Blasenschließmuskels ober auf einem Krampf biefes Muskels, aber auch auf einer Verlegung ber Harnwege (siehe auch Harnstauung). Kann zur Harnvergiftung führen.

Harnzucker ist meistens Trauben­zucker, ber sich im Harne Zucker­kranker finbet. S. Zuckerkrank­heit.

Harnzwang, Blasenkrampf, ein schmerzhafter Drang zum Harn- lassen, wobei oft nur wenige Tropfen entleert roerben. Ist oft ein Symptom für Blasenkatarrh (s. d.).

Hartes Wasser roirb zum Wa­schen von Wäsche burch Kochen mit Soba ober Boraxlösung weich gemacht. Zum Waschen bes Körpers enthärtet man Wasser durch Zusatz van Borax, zum Kochen pon Fleisch ober Hülsen­früchten burch Zusatz von fohlen- saurem Natron.

Hartgummi, mit Schwefel vul­kanisierter Kautschuk, wirb be« sonbers zur Isolierung elektri­scher Anlagen verwenbet.

Hartleibigkeit s. Verstopfung.

Harz, Pflanzenstoff bestimmter Baumarten, ber an ber Luft er­starrt. Harz ist nur in Alkohol löslich unb roirb mit Terpentin als Firnis verwenbet.

Harzflecke bestreicht man mit Fett, löst sie bann mit Terpentin

Welcher Handfeger hält am längsten?

Der aus Roßhaar! Denn Roßhaar nützt sich nur sehr wenig ab. Wichtig ist babei aber, ben Roßhaar-Hanbfeger immer hängenb auf­zubewahren. Dadurch wirb bie Lebensbauer verlängert. Unb solche guten Hanbfeger, wie auch alle anderen Besen unb Bürsten gibt es bei J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.

beiten an der sportlichen Ertüchtigung unseres Volkes.

Ergebnisse:

Sieger i m Städtewettfampf: 1. Gie­ßen (2185 Ringe): 2. Marburg (2097 Ringe); 3. Wetzlar (1834 Ringe)..

Gesamtsieger unb bester Tages- schütze: Willi Schilling, Gießen (465 Ringe).

Silberne Ehrennabel für bie fünf besten Schützen: 1. W. Schilling, Gießen (465 R.); 2. H. Appel, Gießen (462 R.); 3. G. Schilling, Gießen (455 R.); 4. W. Scheib, Gießen (425 R.); 5. Dr. Wilhelmi, Gießen (378 R.).

160000 beim Hockenheimer Verkennen.

Zu einem glanzvollen Tag bes beutschen Motor­sports gestaltete sich am Sonntag ber letzte Lauf zu beutschen Meisterschaft ber Soloräber auf bem 12 Kilometer langen Hockenheimer Ring. Ein strah- lenber Spätsommertag war angebrochen unb so wunderte man sich nicht, baß längs ber Strecke über 160 000 Menschen auf ben Beginn ber Ver­anstaltung warteten.

Die Ausweisfahrer betraten ben Auftakt. In allen Klaffen sah man scharfe Kämpfe unb überall spürte man, baß unser Motorsportnachwuchs mit Feuereifer bei ber Sache war unb seinen ganzen Ehrgeiz barein setzte, gerabe in Hockenheim sieg­reich zu sein.

kluge bei denkleinen".

Dann begannen bie Meisterschaftsläufe mit bem Rennen ber Klasse bis 250 ccm. Wie man erwar­tet hatte, gab es einen großen Triumph ber Zschop- pauer Werfe, bie in Ewalb Kluge ben Sieger bes Rennens unb zugleich ben neuen beutschen Meister stellten. Kluge kam mit einem Mittel von 130,9 Kilometer für bie 144,06 Kilometer nicht an ben vor zwei Jahren aufgestellten Rekorb Geiß' heran. Der neue Meiste hat seine Würbe vollauf oerbient. Aus vier Rennen brachte Ewalb Kluge

20 Punkte nach Hause, Walfrieb Winkler, sein schärfster Rivale, kam insgesamt auf 18 Punkte.

Unb bann Fleischmann!

Ein Rekorbrennen vom Start zum Ziel war bie Fahrt ber 350er-Maschinen, bie im Zeichen eines erbitterten Zweikampfes zwischen Heiner Fleischmann auf NSU. und bem Sinbelfinger Ha- melehle auf Norton ftanb. Unentwegt jagten sich bie beiben unb schließlich war ein Rekorbburchschnitt von 139,1 km/st (alter Rekorb Fleischmanns: 132,9 km/st) bie Folge. Fleischmanns Vorsprung im Ziel betrug nur 100 Meter.

Ausfälle bei ben Seitenwagen.

Zahlreiche Ausfälle waren in ben beiben Seiten- wagenklaffen zu beklagen. In ber Kategorie bis 600 ccm ließ sich ber DKW.-Fahrer Schumann ben Sieg nicht entgehen, er siegte mit einem Mittel von 125,3 Kilometer vor bem Stenbaler NSU.-Fahrer Meinecke. Auch in ber schweren Klasse gab es burch Kahrmann einen Erfolg ber Zschoppauer Werke mit 125,7 km/st vor Weyres (Aachen) auf Harley- Davibson. Beibe Sieger waren haushoch überlegen unb überrunbeten ihre Gegner mehrmals nach Be­lieben.

Fußball her heimischen Mnnschafien.

VfB. Reichsbahn Gießen.

VfV.-R. 1 Spv. 05 Wehlar I 0:2 (0:1).

Es hatten sich leider nur wenige Zuschauer ein» gefunden, aber selbst diese wurden von der schwa­chen Leistung beider Mannschaften enttäuscht. Die Wetzlarer waren eifriger unb fast immer um ben Bruchteil einer Sekunde schneller am Ball. Der beste Mannschaftsteil war bie Hintermannschaft, bie schwer zu schaffen hatte, jeboch ihr Tor rein hielt. Im Sturm waren Zehner unb Zampebri bie Besten. Die Grünweißen ließen manchen Wunsch offen. Die zwei Tore mußte ber Torwart unbedingt halten, bie Läuferreihe ließ zeitweise ben Aufbau vermissen. Im Sturm wollte es tticht klappen. Trotz großer Chancen fiel fein Tor. Im ganzen Spiel waren bie Grünweißen tonangebend, jedoch war ber Gäste­torhüter nicht zu schlagen.

Wetzlar nutzte ein Mißverstänbnis ber Verteibi- gung geschickt aus, ber Rechtsaußen schob in ber vierten Minute an bem herausgelaufenen Torwart zum Führungstor ein. Nun famen die Grünweißen

in Schwung unb schnürten bie Gäste vollkommen ein. Die erste Ecke brachte nichts ein, ein Bomben­schuß von Gobglück ging an bie Latte. Ein Straf­stoß würbe von Kramer verschossen. Eine weitere Ecke ging hinter bas Tor. Schmidt, ber von Kra­mer schön freigespielt würbe, hatte Pech. Sein schar­fer Schuß traf nur ben Posten. Bei ber britten Ecke kam ber Ball schön zu Godglück, boch rettete ber Pfosten. Das Spiel würbe verteilter, boch fiel fein Treffer mehr.

Nach bem Wechsel rechnete man bestimmt mit einem Siege ber Grünweißen, benn ber Gegner kam selten über bie Mittellinie, aber hier fehlte ber Tor­schütze. Die Derteibigung ber Gäste wurde über­lastet, hielt jedoch stand. Es sollte kein Tor für ben VfB.-R. fallen, im Gegenteil: bei einem Vorstoß der Gäste konnte bie Verteidigung ben Ball nicht schnell genug fortbeförbern, Zehner erfaßte bie Situation unb schoß aus 25 Meter kurz vor Schluß über ben vor bem Tore stehenben Torwart hinweg bas zweite Tor.

Guier Skari ber SA.-Kamsgememschast.

VfB.-N. I. SA.-Kampfgemeinschaft I. 2:2 (1:1).

Vor einer stattlichen Zuschauermenge ftarrben sich gestern bie Mannschaften bes VfB.-Reichsbahn unb ber SA.-Kampfgemeinschaft auf dem Walbsport­platz gegenüber. Die SA.-Kampfgemeinschast trat bamit zum ersten Male auf unb hatte einen guten Start. Das Ergebnis, das die Mannschaft erzielte, darf befriedigen. Zum Spiel hatten sich ne­ben Brigadeführer Schwarz, auch Standarten­führer Lutter, ©tanbartenabjutant Müncker (ein alter Verfechter bes Fußballspieles) unb meh­rere Sturmführer ber Stanbarte eingefunben. Sie verfolgten ben Kampf ber SA.-Männer mit großer Aufmerksamkeit. Dor bem Spiel trat bie Mannschaft

an und würbe von Brigabeführer Schwarz mit Hänbebruck begrüßt. Auch Reichsbunbkreisführer Dr. Schäfer erschien unb begrüßte bie Mannschaft ber SA.-Kampfgemeinschaft im Reichsbund für Lei­besübungen. Er forberte zu ebler Gegnerschaft auf unb zu kampfbereiter Haltung, wie sie bem Geiste ber SA. zu jeber Zeit entsprochen habe.

Trotzbem es bie Sonne sehr gut meinte, begann bann ein schneller unb abwechslungsreicher Kampf. Man war von ber ersten Minute an gespannt, wie sich bie SA.-Mannschaft als Mannschaftsgefüge zei­gen werbe. War boch bie Mannschaft aus SA.- Männern aus Gießen, Wieseck unb Heuchelheim zu-