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ttch sind. Die Treubundkameraden müssen aber auch die Uebungsabende des Soldatenbundes besuchen, um sich fortlaufend zu unterrichten und um den alten Geist zu pflegen. Nachdem er noch auf den Ausflug hingewiesen hatte, betonte Kamerad Schwender, daß gerade solche Ausflüge dazu angetan sind, die weitere Heimat kennen und auch lieben zu lernen, der der alte Soldat in Treue ver­bunden bleiben will.

Todessturz aus dem Fenster.

* Zell (Kreis Alsfeld), 5. Sept. Auf der Straße vor einer hiesigen Gastwirtschaft fand man am heutigen Sonntag gegen 4.30 Uhr einen nur mit ejnem Hemd bekleideten toten Mann auf. Die Ermittlungen der sofort herbeigerufenen Staatsanwaltschoft und Kriminalpolizei Gießen er­gaben, daß es sich bei dem Toten um den etwa 30 Jahre alten Arbeiter Wilhelm Klein aus Frankfurt a. M. handelt, der in der Gastwirtschaft, vor der man ihn aufgefunden hatte, zusammen mit vier anderen Arbeitskameraden für die Dauer sei­ner Arbeitstätigkeit am Reichsautobahnbau bei Zell einquartiert war. Die Männer hatten bis lange nach Mitternacht aufgese'sen und waren dann zu ihren Schlafstätten im Tanzsaal im ersten Stock gegangen. Das Bett des Toten stand in der Nähe eines Fen­

sters. Es wird da die Schlafgefährten keine Wahrnehmungen über ein Aufstehen Kleins machen konnten angenommen, daß Klein nach dem Schlafengehen sich wieder erhoben und an das offene Fenster begeben hat. Er hat sich dabei an­scheinend zu weit herausgebeugt und ist aus dem ersten Stockwerk abgestürzt. Der Tod des Mannes ist durch schwere Schädelverletzungen alsbald ein­getreten.

Ungetreuer Genossenschastsrcchner.

* Wetzlar, 4. Sept. Wegen Untreue gegen­über der ländlichen Spar- und Darlehnskasse in Wißmar, die er als Rechner und Vorstandsmit­glied dieser Genossenschaft begangen hatte, und durch die ein Fehlbetrag von etwa 13 000 Mark entstanden war, wurde der frühere Rechner L. G. aus Wiß­mar vom hiesigen Schöffengericht zu v i er Mo­naten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe verurteilt.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 6. Sept. Unser Mitbürger Heinrich Keil, Rabenauer Straße 1, wird morgen achtzig Jahre alt. Herr Keil war über 30 Jahre bei der Firma H. Schaffstaedt, Gießen, als Schmied tätig. Er ist körperlich und geistig noch sehr rüstig.

Festtage des rheinischen Weines inMainz

2. Rhein-Mainischer Winzertag.-Oer Mainzer Weinmarkt.

LDD. Mainz, 4. Sept. Mainz, der Mittel­punkt des müßten und bedeutendsten Weinbauge­biets, steht seit Samstag im Zeichen festlicher Wein­tage. Eingeleitet wurden sie am Samstagvormittag mit der

Tagung des Landesbauernrals

im Weißen Saal des Kurfürstlichen Schlosses. Nach der Eröffnung durch das Städtische Orchester und nach der Begrüßung durch den Sprecher des Lan­desbauernrates, Kreisbauernführer Geis, an die Vertreter von Partei, Staat, Wehrmacht und Be­hörden sprach SS.-Oberführer Berger vom Stabsamt des Reichsbauernführers über den Frei­heitskampf des deutschen Bauerntums. Er gab ein­leitend einen Aufriß durch die Entwicklung germa­nischen Bauerntums, das, die Hand an Pflug und Schwert, siedelnd Land für sich und seine Kinder schuf und, der rauhen Natur des Landes die Le­bensmöglichkeiten abringend, aus seinen rassischen Bedingungen heraus eine Kultur gestaltete, die weit über der anderer Völker stand. Blut, Sippe und Boden gaben die Kraft aur Kolonisation, aber auch die politisch-organisatorische Form. Der Redner schilderte den Einfluß des Christianisierungspro­zesses, der den seelischen Aufbau des germanischen Freibauerntums zerstört und die germanische Selbst­verwaltung vernichtet habe. Das Auskommen der Leibeigenschaft als Folae des wirtschaftlichen und sozialen Niedergangs, Die Einführung des römi­schen Rechts, die Trennung von Wehr- und Nähr­stand führten zu den Bauernkriegen, deren Ziel ein großes Deutschen Reich auf der Grundlage Des Freibauerntums war. die aber zur Vernichtung des Gemeinschaftsgedankens und der Wegnahme der Gerichte und des Waffenbesitzes führten. Damit war erst die Möglichkeit für den Dreißigjährigen Krieg gegeben. Die Kolonisationsbestrebungen der bran­denburgisch-preußischen Fürsten, Steins Reformen konnten nicht die völlige Gesundung des Bauern­tums bringen. Diese war nach einer Zeit sprung­hafter Entwicklung und Scheinblüte erst durch die nationalsozialistische Revolution möglich, die wieder zur Dorfgemeinschaft und zur Einheit des Volkes, aber auch zur Erkenntnis geführt hat, daß das Bauerntum Blutquell und Gesittungsträger des Volkes ist und sein müsse.

Kreisbauernführer Geis dankte dem Redner mit der Feststellung, daß ein gesundes Bauerntum die beste Grundlage des Staates sei, und schloß die Veranstaltung mit dem Gruß an den Führer.

Der Winzettag und die Gau­ausstellungRhein und Wein", wurden am Nachmittag im Akademiesaal des Kur­fürstlichen Schlosses eröffnet. Nach einem Gruß- und Dankwort des Mainzer Oberbürgermeisters Dr. Barth an den Gauleiter und seinen Stellvertreter,

sowie an den Landesbauernführer Dr. Wagner für die Schaffung des Rhein-Mainischen Winzertages sprach der

Landesbauernführer Or. Wagner.

Die Sorge für den ewigen Bestand des deutschen Volkes verpflichte den nationalsozialistischen Staat zur Schaffung, Erhaltung und Pflege des not­wendigen Raumes und Bodens für den Winzer und zur Pflege und Nährung des in diesem Boden wurzelnden Blutes. Mit rund 18 000 Hektar Reben und 1,1 Millionen Hektoliter Mosternte liege das Nhein-Main-Gebiet an der Spitze des deutschen Weinbaues, wie anderseits der Rheinwein unstreitig der berühmteste Wein der Welt sei. Das heraus­zustellen und die Versäumnisse früherer Jahre nach­zuholen, sei vordringliche Aufgabe der Weinwerbung für dieses Gebiet, auf die der Landesbauernführer mit Dank für die Förderung durch den Gauleiter dann näher einging. Der Rhein-Mainische Winzer­tag und die übrigen im Zusammenhang mit ihm durchgeführten Werbeveranstaltungen dienten dazu, den deutschen Wein als Volksgetränk in die Massen hineinzutragen, die Achtung vor den im Weinbau lebenden Volkskräften und Volksgütern zu pflegen und das Bewußtsein im ganzen Volk zu wecken, daß der Weinbau an der Westgrenze des Reiches eine große politische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung hat.

Stellv. Gauleiter Linder

würdigte, nachdem er die Grüße des Gauleiters übermittelt hatte, die bisher im Dienste der Wer­bung für den rhein-mainifchen Wein geleistete Ar­beit. Durch die Schaffung des Rhein-Main-Gebiets habe der Gauleiter die frühere Zersplitterung preu­ßischer und hessischer Weinbauinteressen beseitigt. Der Rhein-Mainische Winzertag sei für den Winzer ein Ehrentag. Heute nehme das ganze Volk an seiner Arbeit Anteil, durch die er schon seit Jahr­zehnten den Ruhm des Rheinweines in alle Welt getragen habe. Aus seiner Wertschätzung des Bauerntums heraus wende sich die Sorge des Nationalsozialismus auch dem Winzer zu. Im großen Reigen der Wein-Werbeveranstaltungen seien der Rhein-Mainische Winzertag und das Mainzer Fest die Kundgebung rhein-mainischer Weinbau­kunst und Weingüte und habe durch die Lage der Stadt Mainz die beste Gewähr für eine weit­reichende Wirkung. Die GauausstellungRhein und Wein" werde dartun, wie eng Wein und Weinbau mit der bodenständigen Kultur und dem Geistes­leben unserer Heimat verbunden sei. Der stellver­tretende Gauleiter erklärte dann den Winzertag und die Gauausstellung mit den besten Wünschen für eröffnet.

Nach dem Gruß an den Führer besichtigten die Ehrengäste die Gauausstellung und wohnten der Eröffnung des Mainzer Weinmarktes und des Weinfestes auf dem Liebfrauenmarkt bei. Abends

fand auf dem Brand die Aufführung von Zer­kaulensSprung in den Alltags durch das Stadt­theater als Festaufführung statt.

Starker Erfolg.

Schon am Samstagnachmittag begann sich die Stadthalle zu füllen. In den großen Weinzelten und Vergnügungsstätten auf dem Adolf-Hitler-Platz drängten sich ungezählte Massen, und nicht anders war es bei dem Weinfest der NS.-Gemeinfchaft Kraft durch Freude" auf dem Liebfrauenplatz. Allein für den Mainzer Weinmarkt wurden am Samstag über 15 000 Eintrittskarten ausgegeben.

Am Sonntagmorgen gab es im Rheingoldsaal der Stadchalle eine große öffentliche Probe von Qualitätsweinen, die sich eines starken Zuspruchs erfreute. Großen Anklang fanden auch die beiden Festaufführungen des Zerkaulenschen Dolksstückes Sprung in den Alltag" auf dem Brand. Am Sonntagnachmittag führten Winzergruppen auf dem Liebfrauenplatz und auf dem Markt rheinische Volkstänze auf.

Rhein-Mainische Börse.

Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 4. Sept. Zum Wochen­schluß konnte sich das Geschäft zwar nicht beleven, die Haltung am Aktienmarkt war jedoch nach den Abschwächungen des Vortages etwas zuversichtlicher. Die Kursentwicklung war noch uneinheitlich, da teil­weise noch Abgaben Vorlagen, während die Kulisse sich zu Deckungen veranlaßt sah, im ganzen über­

wogen mäßige Erhöhungen. Nachfrage fanden Bergwerkswerte, Hoesch 128,50 (128), Klöckner 139 (138), Verein. Stahl 120 (119,25), Rheinstahl unv. 157,50. In der Farben-Aktie lagen weitere kleine Käufe vor, so daß der Kurs auf 167,65 bis 167,75 (167) anzog. Elektroaktien blieben behauptet, auch Schiffahrtsaktien lagen nach der flauen Veranla­gung des Vortages widerstandsfähig, Hapag 80,50 (80), Nordd. Lloyd unv. 88,50. Etwas Angebot zeigte sich noch in einzelnen Maschinenwerten, Rheinmetall 154,50 (155,50), Demag 151,50 (152,25), aber Eßlinger weiter gefragt mit 123,75 (123,50).

Der Rentenmarkt lag sehr still bei behaup- teten Kursen. Reichsaltbesitz 127,50, etwas fester Reichsbahn-VA. mit 127,90 (127,50), Kommunal- Umschuldung unv. 94,80, Rhein. Städte-Altbesitz 132. Pfandbriefe lagen bei kleinen Umsätzen unver­ändert, nur Liquidationswerte wichen wieder bis 0,25 v. H. ab, es überwogen Rückgänge. Stadtcm- leihen notierten größtenteils unverändert, 4,5proz. Darmstadt v. 28 98 (98,50). Don Industrie-Obliga­tionen ermäßigten sich 5prozent. Verein. Stahl auf 101,13 (101,50).

Der weitere Verlauf der Börse lag sehr ruhig, Kursoeränderungen ergaben sich kaum. Rheinmetall waren 1 v. H. erholt auf 155,50, Farben-Jndustrie blieben zum höchsten Kurs von 167,75 gut behaup­tet, für einzelne Montanwerte hörte man leicht er­mäßigte Kurse. Auch die später zur Notiz gekomme­nen Papiere lagen unregelmäßig, die Abweichum gen bewegten sich jedoch unter 1 v. H. Ilse Genuß nach Pause um 1,25 v. H. auf 104,25 erholt. Am Einheitsmarkt waren Faber & Schleicher Maschi­nen weiter stark gesucht und mangels Angebot ge­strichen Geld.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt oefchlosienen Dividende an. Relchsbankdiskont 4 o H. Lombardzinsfuß 5 v H

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schlufe- kurs

Schlufek. Abend- börle

Schlufe- fürs

Schlufek Mittag börse

.Schlufe- kurs

Schlufek. Abend börie

Schluv- turs

Schlufek. Mittag. börie

D num

3.9.

4.9-

3.9

4-9.

Damm

3-9.

4.9.

3-9.

4-9.

5% Deutsche Reichsanleihe v. 192^ 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 4Vi% Deutsche Reichsschatzanwei-

101,5

99,25

99,3

99

105

100,25

99,65

127,5

136,75

99,5

101,5

99,5

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133,75

99.75

98,5

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101,75 111,1

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80

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105

101,5 99,4

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99

105

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99,65

127,5

136,75

99,5

101,5

99,5

98,75

98,5

133.5

99,75

98,5

101,7

101,5

111,1

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Death

101,5 99,25

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99

105

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80

88

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101,5

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100,5

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128

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123,5 105

Berlin

Aceumulaloren-Fabrik.......

Aschaffenburg Zellstoff.......

Bemberg..................

Bekula....................

14

6

O

8

5

7

6

12

4

5

9

151,5 153,75

168

129 170,25

190,5

142,5

152,9

267,5

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132

155,25

167 139,25 159,5

147

53

172

128

153,75

172

138

130

95 124,9

156,25

229,5

157,5

132,13

152,75

161

177

217

206

119,25

60,5

160,25 35,75

150,5

154

168

170

190

142,5

152,75

267,5

170 131,25 155,25 167,65

139

159

147

171,5 128,5

153,5

172 140,25

139

129

95 124,25

157.5 131,75 153,25

160

177

218

205 119,75

60,75

118

160

35,5

151,75 153,5

168 129,25

190,5 142,75

122 153,13

170,5 132 155 167,25

139 159,5

147

53 172,25

128 154 172 140,75

111 138,25 165,25

130

124,75 155,5

156 116,4

230 . 132

158 131.65 152.4

159

177

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117 160

35,65

228,5

151 153,75 168,13 128,25

191,5 142,5

122,25 152,13

169,65

131,5

155 167,65 139,5 158,5

147

53,75 171,5 128,4 154,4

140,25

139,65 165,4 129,5

124,4 155,5 156,5

116.25

131

157,5 131,25 153,75

160,5

177

95

218 205,25

119,4

60,4

118

160

35,4

4y2% Deutsche Reichsschatzanwei- hingen von 1935, II. ftolge ... iYio Deutsche Reichsschatzanweh sungen von 1936, III. Folge ..

5yz% Doung Anleihe von 1930 .. 4%% Heshsche Volksstaat von 1929 4*/2% Deutsche Reichspostjchatz von 1934 I......................

Buderus Eisen..............

dement Heidelberg..........

dement Karlstadt ............

Conti Gummi..............

Daimler Motoren..........

Dessauer Gas ..............

Deutsche Erdöl .............

Deutsche Gold- und Silber ...

4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I..................

Reichsanleihe-Altbesttz..........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten.............

<y2% Hess. LandeSbt. Darmstad:

Goldpfe. R. 12..............

sy2% Hess. Lmides-Hyv.-Bank

Liqu. Goldpfe...............

<y2% Preufe. Landespfdbr.-Anst.

Goldpfe. R. 19..............

4y2% teufe. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Lan-

desbank R. 6................

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe AuSlos.-Rechte I..............

4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15

<y2% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Obl. 2 3................

sy2% Franks. Hyp. Liquidation

Goldpfe....................

6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe.....................

Steuergutschein-Verrechnungskurö

A.G. für Verkehrswesen .... 6 $4

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hamburg-Amerika Paket......0

Norddeutscher Lloyd..........o

Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7

Reichsbank................. 12

Berliner Handelsgesellschaft . 6 y,

Commerz- und Privat-Bank ... 5

Deutsche Diskonto............ 5

Deutsche Linoleum.......... 10

Elektrische Lieferungen........6

Elektrische Licht und Kraft.....7

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Felten & Guilleaume.........6

Gesfürel.................... 7

Th. Goldschmidt............. 6

Grltzner Maschinen........... O

Harvener................. 81/.

Hoesch Eisen............... 8y2

Philipp Holzmann........... 8

Ilse Bergbau................6

Ilse Genüsse................6

Kali Aschersleben ........... 4

Klöcknerwerke ............. 4yt

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

Lahmeyer.................. 6

Mainkrast................... 4

Mannesmann.............4'/z

Mansfelder Bergbau......... 7

Metallgesellschaft............. 6

Orenstein & Kopvel..........O

Rheinische Braunkohle....... 12

Rheinische Elektro............ 6

Rheinstahlwerke..............6

Rlieinisch-Westfälische Elektro .. 6

Rütgerswerke ............... 7

Salzdetfurth Kali............6

Schlickert L Co..............7

Schultheis Patzenhofer........4

Siemens & Halske........... fl

Süddeutsche Zucker.......... 10

Vereinigte Stahlwerke......</2

Westdeutsche Kaufhof......... o

Westeregeln Alkali............ 4

Zellstoff Waldhof............6

Frankfurt a M

3. September

4. September

Z. September

4.September

Ai

uuch, Wuneruiie »en" | Bru-i

Latti che Notierung Geir | Briet

Aniluche Notierung Ge:c | Bri, f

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Buenos Aires.............

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Rio de Janeiro ............

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London ..................

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Italien...................

1

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0,750 42,00 0,162 47,00 55,16

47,00

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0,754 42,08 0,164

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47,10

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Japan....................

0,720 5,694 62,07 48,95

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2,492

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2,496

0,720

5,694

62,09

48,95

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63,70

57,23

16,98

8,671

2,492

0,722 5,706 62,21 49,05 11,24 63,82 57,35 17,02 8,689

2,496

Jugoslawien .............

Oslo ...................

Wien.....................

Lissabon..................

Stockholm ................

Schweiz..................

Spanien..................

Prag.....................

Budapest.................

Neuyork.................

W WWW WM!

Kommt von Bernhard Lonzer.

Urheberrechtsschutz:

Arthur Moewig, Romanvertrieb, Berlin SW 68.

8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Suse drückte ihm impulsiv die Hand.

Ich wußte es, Onkel. Und ich danke dir."

Er fuhr sich mit der freien Linken über die Stirn. Ein nachdenklicher Zug lag auf seinem Gesicht.

Du sprachst vorhin von einer Verschwörung, von einem Komplott"

Na ja, das ist es doch in gewissem Sinne auch. Wir haben uns doch gewissermaßen gegen unseren unbelehrbaren Stefan verbündet. Aber es bleibt uns ja nichts anderes übrig. Bei feiner bekannten Einstellung gegenüber allem Weiblichen ..."

Hm ... ist das alles ...?"

Wieso alles?"

Na, ich meine das ist ja alles recht einleuch­tend aber ich habe so das Gefühl, als ob die Sache noch andere Hintergründe hätte..."

Suse lachte leise auf.

Jetzt kommst du wieder ins Grübeln. Das ist ungesund, Onkel!"

Sie sah etwas plötzlich auf ihre Armbanduhr.

Himmel! Gleich dreiviertel zwölf! Da muß ich aber machen, daß ich verschwinde, sonst läuft mir Stefan noch in den Weg."

Sie sprang auf und reichte Wolfgang v. Achen­bach die Hand.

Auf Wiedersehen also, Onkel. Nein, bemüh' dich nicht, bleib ruhig oben. Wenn Annelore will, sind wir heute abend beide zusammen hier. Langes Zögern hat keinen Sinn. Und m diesem Falle erst recht nicht. Freu dich inzwischen ein bißchen auf den Familienzuwachs."

Noch ein fester Händedruck, dann verließ sie mit raschen Schritten das Zimmer. Wenige Augenblicke später glitt ihr Wagen zum Schloßhof hinaus. Der nahen Stadt zu.

Am Nachmittag hielt der rassige Hellgraue vor einem Hause der stillen Promenadenstraße. Leicht­füßig sprang Suse heraus. Annelore Hildach hatte den Wagen anhalten sehen und stand schon vor der offenen Vorsaastür, als Suse die Treppe herauf­kam.

Die Freundinnen begrüßten sich herzlich.

Ich will mich aber nicht festsetzen", sagte Suse, will dich vielmehr abholen. Ich habe nämlich etwas Wichtiges mit dir zu besprechen und möchte das lieber unter vier Augen erledigen."

Annelore war unschlüssig.

"Ja ich weiß nicht wir haben nämlich

Wer ist es denn?"

Frau Professor Haberland."

Ach, der Besuch gilt doch nur deiner Mutter. Na, wir wollen mal sehen."

Sie gingen hinein. Annelores Mutter war sicht­lich erfreut.

..Das ist aber nett, Suse. Der Kaffee ist gerade fertig."

Suse begrüßte die beiden Damen zuvorkommend.

Vielen Dank, Frau Doktor. Aber ich kann mich leider nicht aufhalten. Ich komme nur, um Ihnen Annelore zu entführen. Das heißt ich konnte ja nicht wissen aber wenn die Damen es nicht ubelnehmen ... mir liegt heute wirklich viel daran."

Aber natürlich, wir unterhalten uns hier schon." Oh, das ist ja schön. Aber würde es unbescheiden sein wenn ich Annelore auch gleich zum Abendbrot dabehalten wurde? Allzu spät wird es nicht wer­den, und ich würde sie mit meinem Wagen wieder Herdringen."

Annelores Mutter überlegte kurz. Dann stimmte sie zu.

Wenige Minuten darauf glitt der Wagen mit den beiden Freundinnen wieder davon.

Annelores dunkelblaue Augen hatten einen schwa­chen Glanz froher Erwartung bekommen. Sie kam nur selten einmal heraus. Nach dem Tode des Va­ters, der Augenarzt gewesen war, mußte man sich mancherlei Beschränkungen auferlegen. Man war gewiß nicht vergnügungssüchtig, aber man war doch jung. Und man empfand es nur als einen gerechten Ausgleich, wenn das Leben nach all dem Schwe­ren, das man schon erfahren hatte, auch einmal

eine frohe Stunde brachte. Und Suse verstand es schon, die Menschen aufzuheitern!

Annelore war nicht sonderlich überrascht, daß Suse vor demCafe Gotha" am Markt anhielt. Die Musik einer Künstlerkapelle empfing die Freun­dinnen, als sie eintraten. Der geschmackvoll ausge­stattete Raum war nahezu besetzt, aber an einem der kleinen Tische im Hintergründe fanden sie noch Platz. Es war ihnen lieb so, da konnte man un­gestört sprechen.

Suse plauderte von allem möglichen. Sie schien ganz vergessen zu haben, daß sie etwas Wichtiges mit der Freundin zu besprechen hatte.

Du hast eine recht Hübschee Art, einen auf die Folter zu spannen", bemerkte Annelore nach einiger Zeit lächelnd.

Vielleicht wollte ich dich erst ein bißchen warm werden lassen."

So? Oft das denn notwendig?"

Vielleicht...! Ja, was ich also erst mal hören möchte: Hast du irgendwelche Aussichten auf eine Stellung?"

Annelores Gesicht beschatteter sich leicht.

Nein. Leider noch nicht. Es ist ja für mich nicht ganz leicht."

Nun vielleicht kann ich dir helfen. Vielleicht kann ich dir etwas verschaffen. Das heißt, es ist vorläufig nur so ein Gedanke..."

Ja? Was ist es denn? Bei wem Denn?"

Bei meinem Vetter."

Mit weiten Augen starrte Annelore die Freun­din stumm an. Ganz langsam färbte sich ihre Stirn mit einem dunklen Rot.

Bei deinem Detter..kam es merkwürdig schwer von ihren Lippen.

Ja. Seine Assistentin will heiraten, und da braucht er so schnell wie möglich Ersatz."

Dor Annelores Augen schien mit einem Male alles zu schwimmen. Die Tische, die Menschen um sie her, der Kellner dort im eleganten Frack das wogte alles durcheinander. Stimmen summten un­deutlich wie ein aufgeregter Bienenschwarm. Deut­lich vernahm sie nur die Musik. Diel deutlicher als bisher und mit merkwürdig harter Eindringlichkeit klang es von dem niedrigen Podium herab:Schön ist jeder Tag, den du mir schenkst..

Ganz verschleiert waren Annelores Augen, als sie sich jetzt die Frage abrang:

Bist Du ermächtigt oder beauftragt, mit mir Darüber zu sprechen ...?"

Nein. Ich sagte ja schon. Daß es vorläufig nur so ein Gedanke von mir ist. Stefan sprach vor­gestern auf der Geburtstagsfeier davon, und da dachte ich sofort, daß das vielleicht etwas für dich fein könnte. Ich habe ihm versprochen, mich darum zu kümmern, aber daß ich dich dabei im Auge hatte, weiß er natürlich nicht. Ich muß doch erst hören, wie du darüber denkst."

Schön ist jeder Tag...!" strömt es durch Den Raum.

Stefan von Achenbach! Annelore war es, als ob Die Musik Den Namen mit aller Wehmut und all der lockenden Süße dieser MeloDie umströmte und umspülte.

Wie Wellenschlag fühlte sie es auch über sich selbst bingehen und Die Erinnerung an vergangene Tage heimlichen Glücks und grausamer Enttäuschung wachrufen. Stefan v. Achenbach! Er hatte wohl nicht gewußt, nicht einmal geahnt, daß ihr Herz ihm einmal gehört hatte. Er hatte auch nicht wissen können, welches Leid ihr durch seine Leidenschaft für jene Gloria Rettner geschehen war. Sie war ihm später, auch in letzter Zeit noch, wiederholt be­gegnet, aber er hatte sie nicht beachtet, wohl gar nicht einmal gesehen ober erkannt. Er war sich in diesen Jahren wohl selber fremd geworden.

Und nun...? Nun sollte sie vielleicht ach ja, nur vielleicht! täglich um ihn sein, ihm Helferin sein, seine Stimme hören, seine Nähe fühlen? Sie, Annelore Hildach, von der er wohl kaum noch etwas wußte?

Wie eine Wolke kam dieser Gedanke auf sie zu. Wie eine rauschende und berauschende Wolke.

Aber würde das nicht viel zu schwer sein? Würde man das wirklich ertragen können? Tag für Tag, Jahr um Jahr vielleicht? Hatte es nicht schon einmal eine Zeit gegeben, die voll bitterschwerer, schlafloser Nächte gewesen war? Mußte und würde diese Zeit sich nicht noch einmal wiederholen? Und konnte man sich das wirklich noch einmal zumuten?

Schön ist jeder Tag...", fangen dort die In­strumente, die ganz in Sehnsucht und Wehmut ge­taucht schienen.

Fortsetzung folgt.