Wort und Bild geschildert, was die Gemeinde Krofdorf-Gleiberg ehrt und eine besondere Anerkennung für die tüchtige, nie rastende Kindergärtnerin „Tante Käthe" bedeutet. Am Sonntag legte eine Ausstellung im Saal der Kleinen Zeugnis ab von der Beschäftigungsvielfältigkeit kindlichen Geistes. Hunderte von Besuchern bestaunten die mit viel Sorgfalt und Liebe ausgelegten und aufgehängten Erzeugnisse von kleinster Kinderhand inmitten der ab- wechslungsvollen Spielsachen. Alle manuellen Arbeitsmöglichkeiten sind ausgenutzt: Ausschneiden, Ausstechen, Kleben, Malen, Kneten, Namenschreiben, Sticken, Häkeln, Stäbchenlegen, Perlenfassen, Basteln und noch manches mehr. Aus all den Sächelchen spricht der Geist der Freude, was vollauf bestätigt wird, wenn man die strahlenden Augen der Kinder bei ihrem Tun und Treiben beobachtet und mit welcher Anhänglichkeit sie ihre „Tante" umgeben. Der NSB. ist der Dank der Elternschaft gewiß!
< Wißmar, 5. März. Die hiesige N S. - Frauenschaft führt gegenwärtig wieder einen Kursus für Säuglings- und Krankenpflege durch. 40 Teilnehmerinnen haben sich dazu gemeldet, die zum Teil am Nachmittag und zum anderen Teil am Abend den Kursus besuchen.
D Kinzenbach, 1. März. Die hiesige Milchabsatzgenossenschaft hielt in der Wirtschaft von Mandler ihre Jahreshauptversammlung ab. Der Dorsitzende Linker erstattete den Bericht über die gesetzliche Revision. Rechner Medebach gab die Bilanz bekannt, die von den Mitgliedern gutgeheißen wurde. Aus dem Geschäftsbericht war die Aufwärtsentwicklung der Genossenschaft klar zu erkennen. Die Mitgliederzahl stieg von 16 auf 53. Die Milchlieferung an die Molkerei in Gießen betrug 248 666 Liter: das bedeutet gegenüber dem Vorjahr 66 000 Liter mehr. An Frischmilch wurden im Orte 12 999 Liter verkauft. Die geringste Milch wurde mit 10,3 Pfennigen bezahlt, der Durchschnittspreis betrug 13,44 Pfennig, der höchste Preis wurde mit 16,2 Pfennig erzielt. An Magermilch lieferte die Molkerei 138 500 Liter und 6361 Pfund Butter zurück. Der Reingewinn in Höhe von 28,03 Mark wurde dem Reservefonds zugewiesen. Der Gesamtvorstand wurde entlastet. Die ausscheidenden Vorstands, und Aufsichtsratsmitglieder wurden wi^dergewählt.
00 Lützellinden, 3. März. Der Män- nergesangverein Lützellinden hielt im Saale von Franz einen Werbeabend ab, der außerordentlich gut besucht war. Vereinsführer Jung I. umriß in kurzer Ansprache die Aufgaben des Vereins und den Zweck des Abends, der darin bestand, dcm deutschen Lied möglichst viele Freunde und Förderer zu gewinnen. Im Verlaufe der Veranstaltung gelangten durch Mitglieder zwei Theaterstücke zur Aufführung, die mit dankbarem Beifall ausgenommen wurden. Der Abend fand eine weitere Verschönerung durch Liedvorträge des Vereinschores. Di-' Leitung hatte Musiklehrer Fr. Leib (Gießen).
F r a n k e n b a ch, 5. März. Bei der Schweine-Zwischenzählung wurden in unserer Gemeinde 306 Schweine festgestellt, die sich au? 114 Haltungen verteilen. An Kälbergeburten waren in den Monaten Dezember, Januar und
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erkschar im Katastrophendienst.
Durch Verfügung des Reichsorganisationsleiters der NSDAP, und Reichs- leite^s der Deutschen Arbeitsfront find die Werkscharen zu einem Hauptarbeitsgebiet der DAF. erklärt worden. Damit ist die besondere Bedeutung der Werkscharen hervor- oekehrt worden. Unser Bild zeigt Angehörige einer Werkschar im Katastrophen - Einsatz bei einer Hebung mit Schutzgeräten bei starker Rauchentwicklung.
(Aufnahme:
Presseamt der DAF.).
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Februar 39 zu verzeichnen. — Bei der Brenn- holzversteigerung im Gemeindewald wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheite 9 bis 11 Mark, Buchen-Knüppel 8 bis 9 Mark, Eichenscheite 5 bis 6 Mark, Eichenknüppel 3 bis 4 Mark, Nadelholzknüppel 2,50 bis 4 Mark, Buchenreiser wurden mit 1,20 bis 2 Mark bezahlt. Die Preise verstanden sich je Raummeter.
Blutiger Familienstreit.
Bater schießt auf Tochter und Schwiegersohn und tötet sich selbst.
Lpd. Frankfurt a. M, 5. März. Am Donnerstagabend kam es in der Gerningstraße in Heddernheim zwischen einem jungen Ehepaar und dem Vater der Frau zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf der Vater einen Revolver zog und seine Tochter und deren Mann durch Schüsse leicht verletzte. Darüber gibt die Polizei folgenden amtlichen Bericht heraus:
Zwischen einem 47jährigen Mann aus Bocken- heim und seiner Tochter bestand seit Jahren ein sehr gespanntes Verhältnis, woran der Mann allein die Schuld hatte. Als die Tochter vor einigen Monaten heiratete, richtete sich der Haß des Vaters auch gegen ihren Ehemann Er verfolgte die jungen Eheleute wiederholt, und es kam auch durch seine Schuld zwischen ihnen schon einige Male zu tätlichen Auseinandersetzungen.
Am Abend des 4. März 1937 lauerte der Vater seinem Schwiegersohn vor dessen Wohnung auf und schlug nach kurzem Wortwechsel mit einem Tot
schläger auf ihn ein. Der junge Mann flüchtete darauf in das Haus zurück. Einige Zeit darauf verließ er zusammen mit seiner Frau wieder die Wohnung, um beim nächsten Polizeirevier um Schutz zu bitten. Als die beiden jungen Leute gerade die zur Straße führende Haustür verlassen wollten, stand der Vater bzw. Schwiegervater ihnen gegenüber und gab sofort aus einer Pistole drei Schüsse auf sie ab. Durch diese Schüsse wurden die beiden Eheleute an den Armen leicht verletzt. Ein in der Nähe wohnender Metzgermeister wollte dem Ehepaar zu Hilfe eilen und stürzte sich auf den Täter, um ihm die Waffe zu entreißen. Dabei gab der Täter noch einen Schuß ab, der den Metzger am Oberschenkel traf. Ehe es dem Metzger gelang, dem Manne die Pistole zu entreißen, brachte sich der Täter zwei Schüsse in den Kopf bei und brach zusammen. Sämtliche Verletzten wurden sofort in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter ist dort noch in der gleichen Nacht an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Dem Ehemann und dem Metzger geht es den Umständen nach gut, während die Frau noch am gleichen Abend aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte.
Bei der Durchsuchung des Täters wurden außer der zur Tat benutzten Pistole und einem Totschläger noch ein frisch geschliffenes Dolch- messer und eine Flasche gesunden, die eine Mischung von Schwefel und Salpetersäure enthielt. Es ist daraus zu schließen, daß sich der Täter in der festen Absicht zum Tatort begeben hat, seine Tochter und seinen Schwiegersohn unter allen Umständen ums Leben zu bringen.
Bundfunkprogramm
Sonntag, 7. März.
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelchoräle. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10: SA, herhören! Ansprache des Gruppenführers Beckerle an die SA. der Gruppe Hessen. 10.30: Chorgesang. 11.15: Der Aufgang des Nordens. Eine Würdigung des Kunsthistorikers Prof. Josef Strzygowski. 11.30: Die Unsterblichen. Funkfolge nach Texten von Rainer Maria Rilke und Wilhelm Schäfer. 12: Musik am Mittag. 13: Der Sender spricht zum Hörer! 13.15: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. 16: Musik zur Unterhaltung. 18: Am freien Rhein! Gemeinschaftssendung von Hitler-Jugend, Wehrmacht und Arbeitsdienst vom Deutschen Eck. 18.30: Immer guter Laune! 19.45: Sportspiegel des Sonntags. 20: VI. Sonntagskonzert der Museums- Gesellschaft. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendegebiet). 22.15: Sportbericht des Sonntags. 22.30: Kontraste. Frohe Gesellen spielen olle Kamellen. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Montag, 8. März.
6 Uhr: Gebet. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Offene Stellen. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Was ihr von uns erbeten aus, wir schicken's drahtlos euch — frei Haus! 15: Volk und Wirtschaft. Wie wird der Haushaltungsnachweis berichtigt? 15.15: Kinderfunk. 15.45: Neuere Unterhaltungsmusik. 16.45: Das Mainschiff. Aus dem Schaffen südwestdeutscher Dichtung: Otto Wehn. 17: Unterhaltungskonzert. 17.30: Alte Dolksdräuche im Kinzigtal. 18: Unterhaltungskonzert. 19: Septett Es-dur von Konrad Kreutzer. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Klänge aus der Westmark (III)- Die fröhliche Stimme der Eifel. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Sportbericht. Grenzecho. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Dienstag, 9. März.
,6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Nur Freiburg: Nachrichten. 11.30: Sportfunk für die Jugend. 11.45: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! 15:,Volk und Wirtschaft. 15.15: Das deutsche Lied. Lieder von Darmstädter Komponisten. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Das Land am hohen Venn. Skizze von Hans Lorenz Lenzen. 17.45: Die ewige Gesundguelle der Natur! Von den wichtigsten Volksheilpflanzen. 18: Konzert. 19: Wer leben will, der kämpfe also! Hörfolge zum Todestag des Grafen Zeppelin. 19.30: Kampf dem Verderb. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Großes Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten
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Sterilisiere«
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Stichelhaare
Erbkrankheiten). Sterilisieren ist im Gegensatz zur Entmannung durchaus keine Strafe, sondern nur eine Maßnahme im Interesse der Volksgesundheit, um allmählich jeden erbbedingten krankhaften Nachwuchs auszurotten. Eigens eingerichtete Erbgefund- heitsgerichte sorgen dafür, daß tatsächlich nur Erbkranke sterilisiert werden.
Sterilisieren heißt: keimfrei machen. Alle Gärungserreger, die verderblich und somit zerstörend wirken, werden abgetötet. Erreicht wird dieses durch Erhitzen auf 100 Grad. Um keimfrei gemachte Nahrungsmittel länger aufbewahren zu können, müssen sie bei St. luftdicht abgeschlossen werden. Wir bedienen uns dabei besonderer Gefäße (Gläser, Büchsen, Krüge, Flaschen), die durch ©rummiringe und Deckel luftdicht verschlossen werden können. Das St. kann im Wasser- wie auch im Dampfbad geschehen; bei ersterem ist eine gründlichere Erhitzung möglich, da das Wasserbad dem Gefäßinhalt eine gleichmäßige Wärme vermittelt, die beim Dampfbad nicht immer so gründlich erzeugt wird. Zweimaliges St. des Gefäßinhaltes nach einem bestimmten Zeitraum tötet auch die Bakterien, die als Sporen den Nahrungsmitteln beim ersten Erhitzen noch anhingen
und nicht abgetötet werden konnten: wichtig bei allen eiweißhaltigen Speisen. Die Keimfreimachung wird auch durch chemische Zusätze erreicht. Doch ist der dauernde Genuß solcher Speisen der Gesundheit nicht immer zuträglich.
Sterlett, störartiger Fisch im Schwarzen Meer, der aber nur 40 cm lang wird. Sterlett ist wohlschmeckend in jeder Zubereitung und liefert Kaviar.
Sterndeutekunst, Astrologie, die Feststellung des vermeintlichen Einflusses, den die Planeten auf das Geschick eines Menschen haben sollen.
Sterne, Himmelskörper, die in Fixsterne, Planeten und Kometen unterschieden werden.
Steuern. Die Steuern dienen dazu, den Geldbedarf der öffentlichen Körperschaften (Staat, Gemeinde, Kirche usw.) für die Erfüllung ihrer Aufgaben (Polizei, Gericht, Schulen, gesundheitliche Einrichtungen, Straßenbau, Heer uw.) zu decken. Steuerhinterziehung wird streng bestraft.
Stiche, siehe Seitenstechen, Insektenstiche, Stichwunden.
Stichel, meißelartiges Werkzeug mit scharfer Schneide zum Bearbeiten von Holz und Gravieren von Metallen.
Stichelhaare, längere Haare, die lose zwischen der Wolle sitzen. Man spricht auch bei langhaarigen Hunden von Stichelhaaren.
Was der Bauer dem deutschen Boden abringt pflegt und erhält der
Kaufmann für die deutsche Familie.
Ausstellung von Werk- und Nadelarbeiten im Fröbelseminar, Gartenstraße 30
Samstag, den 6. März, 15 —18 Uhr und Sonntag, 7. März, 11—13 und 15—18 Uhr.
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