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6.1.1937
 
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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Letzte Warnung an die roten Machthaber.

Befristete Aufforderung zur Auslieferung des Passagiers und der Restladung derpalos"

Oie Wirtschaftslage -rinnen und draußen.

Von Or. Carl Wellthor.

Politik zu bringen.

Die amerikanische Waffenausfuhr

Zweiter Waffentransport für die Roten genehmigt.

Der Londoner Lleberwachungsplan den spanischen Parteien übersandt.

munistischen Staat in Westeuropa bezeichnen kann. Es ist in diesem Zusammenhänge von größter Be­deutung, in welchem Sinne das englisch-ita­lienische Mittelmeer-Abkommen aus­gelegt wird. Die Verpflichtung zur Aufrechterhal­tung des Status quo im westlichen Mittelmeer gilt unseres Erachtens nicht nur für Italien, das sich damit aller territorialen Ansprüche auf spani­schen Besitz begeben hat, sondern ebensosehr für Sowjetrußland, das sich in Spanien bzw. in Katalonien eine eigene Kolonie einrichten

Die Reichskreditgesellschaft veroffent- licht soeben ihren Bericht für das zweite Halbjahr 1936. Dieser Bericht ist wie gewöhnlich eine reiche Fundgrube wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischer Daten und Darlegungen. Sie gibt auch den üblichen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und den Aus­blick auf das kommende Jahr. Diese Ausführungen konnten und wollten an den großen politischen Zusammenhängen nicht vorübergehen. Sie machen die bekannten Spannungen zwischen den Völkern dafür verantwortlich, daß zahlreiche Quellen von Verlust und Störung nicht beseitigt werden konnten. Sie heben hervor, daß Deutschland unver­ändert bereit sei, sich an der Behebung der inter» nationalen Wirtschaftsschwierigkeiten zu beteiligen. Sie vergessen auch nicht die Rolle hervorzuheben, welche die einmalige Rüstungskonjunktur bei der Produktionsbelebung spielt. Deutschland hat dieses Wettrüsten nicht gewollt; erst als alle Ver­suche, die Großmächte auf den verringerten deut­schen Rüstungsstand herabzubringen, gescheitert waren, hat die Regierung des neuen Deutschlands ihrerseits energisch die Beseitigung des uns im Ver­sailler Vertrage auferlegten Rüstungshandicaps in Angriff genommen. Es wird gemeinsame Sorge aller an der Rüstung beteiligten Völker und Länder sein, wie sie die erlöschende Rüstungskonjunktur durch eine echte friedliche Konjunktur ersetzen können.

Es ist selbstverständlich, daß der Bericht der Reichskreditgesellschaft von den beiden deutschen Vierjahresplänen spricht, deren erster im Herbst 1936 also früher als im Februar 1933 in Aussicht genommen worden war im wesent­lichen beendet werden konnte, und deren zweiter uns ja im Jahre 1937 in hohem Grade beschäf­tigen wird, lieber diesen zweiten deutschen Vier- jahresplan wird gesagt, daß er das Inter­esse Deutschlands am Außenhandel und vornehmlich an der Ausfuhr nicht Der« mindere. Es ist also verfehlt, wenn von ausländi­schen Kritikern behauptet wird, der zweite deutsche Vierjahresplan werde den Handelsverkehr zwischen Deutschland und der Umwelt zum Erliegen brin­gen. Die Reichskreditgesellschaft tritt für ihre Be­hauptung auch den Beweis an: Deutschland hatte vor dem Weltkrieg für 25 bis 30 Milliarden Mark Guthaben im Ausland und daraus Ein­künfte, die es ihm gestatteten, einen Paffivfaldo der , Handelsbilanz von mehr als einer Milliarde im . Jahr auszugleichen. Dies Auslandsguthaben hat ; sich durch die territorialen Verluste und durch die Reparationsbelastung in eine Schuld von 12 bis ' 13 Milliarden Mark verwandelt. Obwohl Deutsch- ; land Mitte 1934 für seine langfristigen Schulden , ein Moratorium verfügen mußte und auch freie . Ueberroeifungen verhindert, haben die Gläubiger« länder, denen gegenüber Deutschland einen lieber« ' schuß im Außenhandel erzielt, doch im Verrech­nungsverkehr Möglichkeiten genug, sich für fällige Zinsen Deckung zu verschaffen. So kommt es, daß " Deutschlands Handelsbilanz trotz ihrer Aktivität keine Heberschüsse liefert, aus denen in einem ' späteren Zeitraum ein verstärkter Rohstoffbe« ' z u g bezahlt werden könnte. Erzielte Deutschland diesen Ueberschuß in der Handelsbilanz nicht, so könnte es nicht die halbe Milliarde Mark für den ausländischen Schuldendienst zur Verfügung stellen.

Berlin, 5. Jan. (DJtB.) Der Admiral der deutschen Seestreitkräfte in den spa­nischen Gewässern hat über den Kreuzer Königsberg" folgenden Funkspruch an die ro­ten Machthaber in Valencia gerichtet:

Nachdem nunmehr die beiden DampferAra­gon" und2U arta Iuquera" von deutschen Seestreilkräften beschlagnahmt worden sind, wird nochmals die Auslieferung des Passa­giers und der Restlabung des Damp­ferspalos" gegen Freigabe der beschlagnahm­ten spanischen Dampfer gefordert. Sollte binnen drei Tagen, bis zum 8. Januar um 8 Uhr vor­mittags, die Auslieferung nicht erfolgt sein, werden die Dampfer und ihre La­dungen von der deutschen Regierung unter Ab­rechnung mit der von ihr anerkannten spanischen Regierung verwertet werden. Falls Wieder­holung eines Piratenaktes gegen deutsche Han­delsschiffe erfolgen sollte, wird die deutsche Regie­rung genötigt sein, weitere Maßnahmen zu ergreifen."

Der Unterausschuß erörterte dann.die finan­zielle Seite des Ueberwachungsplanes und nahm eine Erklärung zur Kenntnis, die sich auf die Fortschritte bezog, die die technischen beraten­den Unterausschüsse gemacht haben, die in der letz­ten Sitzung eingesetzt worden sind, um die technische Seite der zwei Fragen zu prüfen, die unter den Begriffungerechte Einmischung" fallen. Es han­delt sich dabei um die Rekrutierung aus­ländischer Staatsangehöriger für den Militärdienst einer der beiden Parteien in Spa­nien und die verschiedenen Formen finanziel­ler Hilfe für diese Parteien, die durch eine Aus­dehnung des Abkommens unter Kontrolle gebracht werden könnten. Die Berichte dieser Aus­schüsse werden im Verlaufe der nächsten ein bis zwei Tage unterzeichnet werden.

Kolonne, besonders nach den letzten Verlusten k a ta­st rophal erschüttert sei, und allgemeine Disziplinlosigkeit herrsche. Eine von den Nationa­listen eroberte Villa war für de n kommuni­st i s ch e n Stab mit allem Luxus einge­richtet, und wies große Bestände an Kleidung, Lebensrnitteln und Munition auf. Der nationale Sender meldet, daß der Oberste Befehlshaber der katalanischen Streitkräfte, Oberst Sandino, auf dem Fort Montjuich f e st g e s e tz t wurde, da die Polizei ihn bei Vorbereitungen f ü r eine Flucht nach Frankreich ertappte. Eine große Geldsumme, die diesem Zweck dienen sollte, wurde beschlagnahmt. Die Verhaftung erregt in Katalonien großes Aufsehen, da Sandino seit Revolutionsbe­ginn Generalissimus der katalanischen Streitkräfte ist. In Bilbao drangen rote Horden in das Gefängnis ein und er rnorde- ten di e dort eingeterterten 200 Gei­seln. Die Horden trieben die Geiseln zusammen, und warfen Handgranaten unter sie, so daß die Körper völlig zerrissen wurden.

Aus dem Bericht der Reichskreditgesellschaft geht noch eine weitere außenwirtschaftlich bedeutsame Tatsache hervor: der G o l d st r o m fließt unverän­dert nach denjenigen Ländern, die ohnehin über­reich an Gold sind. Diejenigen Länder, die ihre De­visen in Bewirtschaftung nehmen und ihre Währun­gen vor der internationalen Spekulation schützen mußten, sind derartig von Gold und Devisen ent­blößt, daß sie nicht einmal in einem kurzen lieber« gangszeitraum ihre Rohstoffeinfuhr aus Reserven bezahlen können. Dazu kommt, daß durch den Kre­ditzusammenbruch vom Sommer 1931 jene Deckungs­kredite aufgehört haben, die zur Zwischen­fi n a n 3 i e r u n g überseeischer Rohstoff­bezüge verwendet wurden und die nicht ohne wei­teres ersetzt werden konnten. Wenn die Rohstofflän­der und mit ihnen die Gläubiger dieser Länder und die Vermittler ihrer Lieferungen an die Interessen­ten, also die großen Welthandelsvolker, jahrelang unter der Preisdepression der Rohstoff­märkte gelitten haben, so tragen, sie selber daran die Hauptschuld. Sie hätten diese Entwicklung ver­meiden oder doch erheblich mildern können, wenn sie bereit gewesen wären, den Schuldnerländern ihre Verpflichtungen zu erleichtern und ihnen bis zur Ueberroinbung der Uebergangsschwierigkeiten Kredit zu gewähren. Daß sie dazu nicht bereit waren, hat überwiegend politische Gründe. An Bemühun­gen der internationalen Wirtschaftsorganisationen, nämlich der großen Branchenzusammenschlüsse und der Internationalen Handelskammer, nach dieser Richtung hat es nicht gefehlt.

Noch im vorigen Jahr stellte der Bericht der Reichskreditgesellschaft fest, daß die Umwelt in der Ueberwindung der Krise weitergekommen sei als Deutschland, wenigstens soweit die Außenwirtschaft in Betracht kommt. Der neue Bericht der Reichs­kredit-Gesellschaft verzeichnet für die deutschen Pro­duktionsmittelindustrien, daß im dritten Quartal 1936 der Stand vom gleichen Quartal 1929- dem letzten Konjunkturjahr, um 18 v.H. Ü b er troffen worden war. Bei den Konsumgüter­industrien ist der Stand von 1928/29 wieder er­reicht worden. Damit wird der alte Erfahrungs- fatz bestätigt, daß die Konjunkturbesserung bei den

Um das Wahlrecht der Eingeborenen in Nordafrika.

Lord Nordelibank fordert Lösung der Kolonialfrage.

London, 5.Jan. (DNB.) Das Oberhausmtt- glieb Lord Nordelibank fetzt sich in einer Zuschrift an dieTimes" für eine Rückgabe von Togo und Kamerun ein und meint, daß Neuseeland, falls hierdurch der europäische Friede gewahrt wer­den könne, keine starken Einwände gegen die Rück­gabe Sam 0 as und Australien keine Einwände gegen die Rückgabe Neu-Guineas erheben werde. Vielleicht gelinge es auch, Japan zu über­reden, eine der Inseln im Stillen Ozeam wieder zurückzugeben. Lord Nordelibank weist ferner auf Holländisch-Neu-Guinea, das noch in weitem Ausmaß erfchließungsbedürftig fei und meint, daß auch Portugal helfen könne.

Paris, 6. Jan. (DNB. Funkfpr.) Die Bürger­meister von 120 algerischen Städten haben unter dem Vorsitz des rechtsstehenden Bürgermeisters von Dran, Abb6 Lambert, in Dran gegen einen Gesetzentwurf protestiert, durch den den Einge­borenen der nordafrikanischen Kolonien un­beschränktes Bürgerrecht und insbesondere das Wahlrecht zugestanden werden soll. Diese Vorlage werde in Algerien von allen revolutionären Elementen unterstützt, die den französischen Einfluß in Nordafrika bekämpften und einealgerische Nation" anstrebten, die von dem französischen Mutterland abgetrennt werden solle. Eine Gesetzes­vorlage wurde gutgeheißen, durch die den Einge­borenen ein beschränktes Wahlrecht und eine parlamentarische Vertretung zugestanden wird, sowie eine Art Eh r e n b ü r g e r r e ch t für die­jenigen Eingeborenen, die sich um das französische Vaterland besonders verdient gemacht hätten. Die Bürgermeister wurden beim Verlassen des Rat­hauses von mehreren hundert Kommunisten mit Schmährufen und dem Gesang der Internationale empfangen.

Die Mitteilung, die der KreuzerKönigsberg" an die roten Machthaber in Valencia gefunkt hat, stellt eine letzte Warnung und zugleich das einzig mögliche Mittel dar, durch das eine zufrie­denstellende Lösung des Palos-Zwischenfalles er­zwungen werden kann. Ob nun die Bolschewisten sich ejnes Besseren besinnen und das gestohlene deutsche Eigentum bis zum vorgesehenen Datum herausrücken ober ob sich im anderen Falle die deutsche Regierung veranlaßt sieht, die von unseren Kreuzern aufgebrachten roten Dampfer der recht- mäßigen spanischen Regierung Francos auf dem Derrechnungswege zurückzugeben in beiden Fal­len würde eine ausreichende Sühne erzielt. Sowohl vom allgemeinen moralischen wie vom völkerrecht­lichen Standpunkt aus muß also die von Deutsch­land getroffene Regelung begrüßt werden. Sie trägt der nationalen 'Ehre Rechnung und vermei­det es trotzdem, durch Blutvergießen oder verschärfte Gewaltmaßnahmen einen internationalen Konflikt heraufzubeschwören. Man wird in Valencia wohl ober übel ben Sinn bes beutschen Ultimatums be­greifen, man wirb verstehen müssen, baß wir zwar zu einer frieblichen Lösung aller Konflikte jeher« zeit bereit finb, baß wir aber eine Antastung ber deutschen Ehre unb bes beutschen Eigentums nie­mals zulassen werben. Damit man bort nicht etwa als Schwäche auslegt, was für uns nur bas Be­dürfnis nach Frieben ist, hat bie beutsche Regierung gleichzeitig mit ihrem Ultimatum weiter e M a ß- nahrnen für ben Fall angetünbigt, daß sich das Vorgehen roter Piraten gegen deutsche Handels­schiffe wiederholen sollte. '

Man weiß nun also in Valencia, m Barcelona, in Madrid, in Bilbao ober wo sonst sogenannte roteRegierungen" bestehen sollten, woran man ist. Db allerbings die verschiedenen Kommissionen und Ausschüsse, die in ben ebengenannten Stabten eine ftänbiq wechselnbe Gewaltherrschaft ausüben, noch imstanbe finb, felbftänbige Entschlüsse zu fassen, bas ist eine Frage, bie man heute wohl schon verneinen muß. Es geht im roten Laben alles brunter unb brüber, bie verschiebenen marxistischen, anarchisti­schen unb kommunistischen Gruppen liegen m stän­digem Streit miteinander, eine gesetzliche Ordnung ist nicht vorhanden, und wenn da und dort sich gewisse Revolutionskomitees oder Machtcliquen behaupten, so finb auch biefe nneber« um nur Marionetten in der Hand der Moskauer Regisseure. Der sowjetrussische Botschafter Moses Rosenberg in Valencia ist der wahre Herrscher über Rot-Svanien, seinem Befehl gehorchen auch jene roten Machtcliguen, bie sich bort Regierungen

nennen. m .

Unter diesen Umständen erscheint auch der Palos- Zwischenfall in einem ganz neuen Licht. Bedeutende Zeitungen des Auslandes machen auf Die merk­würdigen Umstände aufmerksam, unter denen Die Behandlung dieses Konfliktes durch die Roten er­folgte. Beispielsweise schreibt die LondonerDcor- ningpost", bas Vorgehen ber Machthaber in Ba- lencia sei außerordentlich seltsam und gebe zu Dem Verdacht Anlaß, daß Valencia in seinem bartnaai= gen Widerstand gegen die Regelung der Palos- Angelegenheit von Moskau angetrieben werde. Denn sonst sei es unverständlich, warum Valencia es wegen einer verhältnismäßig unrrucy- tigen Sache auf eine Kraftprobe mit Deutschland auf hoher See ankommen lassen wolle. Der Pariser Matin" berichtet in allen Einzelheiten, wie Der Sowjetbotschafter Rosenberg bie roten Behörden in Valencia und Bilbao gezwungen hat, den Borfai nicht auf gütliche Weise, wie es ursprünglich geplant war, zu schlichten. Auf Befehl Moskaus wurde also der Passagier und ein Teil ber Labung desPalos" zurückgehalten.

Diese Vorgänge bestätigen durchaus die Auf­fassung, daß es auf feiten ber Bolschewisten so etwas wie eine spanische Regierung niemals ge­geben hat. Der spanische Krieg wurde von vorn­herein durch Moskau inszeniert und durchgefuhrt was auch durch die Tatsache bezeugt wird daß fowjettussische Waffen unb ^aat&a"S,^nD"fnt Anfang an Verwendung fanden. 3WlJ$en if in Katalonien das von Moskau befohlene Pro gramm der Kollektivierung und Sowlettsierung be­reits soweit durchgeführt, daß man, wie die Times" es tut, Katalomen als den ersten fom-

3mmer mehr Roie laufen über.

»er katalanische Generalissimus vor der Flucht verhaftet.

eatamanca.6. San. (DNB. Funkspruch) Di- nationalen Truppen läuterten bas an den letzten bctbcn lagen eroberte Gelände, wobei 627 tote 'Rnhnifiaroßenteils Ausländer, sowie umfangreiches Kriegsmaterial geborgen wurden. 250 kommunistische Söldner liefen über. Die Ueber- läufer benutzten bie kopflose Flucht der roten Trup­pen sich zu verstecken, um sich bann ben Nationa- Nn zu ergeben. Sie berichteten, baß bie mora - 1 i s ch e Verfassung in ber internationalen

Washingtons. Jan. (DNB.) Nachbem sich in Kreisen bes Bundeskongresses unb des Weißen Hau­ses ein Wiberstand bagegen geltenb gemacht hat, dem Präsidenten Vollmacht zur Verkün­dung von Waffensperren in Fällen eines Bürgerkrieges zu geben, hat sich die Bundesregie­rung entschlossen, durch die Vorsitzenden der aus­wärtigen Ausschüsse beider Häuser ein gemeinsame Entschließung einzubringen, die Präsident Roosevelt lediglich für den besonderen Fall des spanischenBürgerkrieges ermächtigen soll, ein Ausfuhrverbot für Kriegsmaterial zu erlassen. Durch diese Entschließung soll die Ver­schickung der durch die Maklerfirma Euse in New Jersey für die roten Machthaber in Spanien ge­kauften Flugzeuge verhindert werden. Der Makler Euse hat aber bereits seine Ausfuhrlizenzen dem Neuyorker Zollinspektor vorgezeigt und begon­nen, schnellstens seine Flugzeuge und Motoren auf dem im Neuyorker Hafen liegenden DampferMare Eantabrico" zu verladen. Euse, der die Ladung schnellstens aus dem Hafen herausbringen will, ehe derKongreß d i e A u s f u h r v e r h i n- bert, hat bie Hafenarbeiter sogar bie Nacht über mit der Verladung von hundert großen Kisten, die 18 Flugzeuge enthalten, beschäftigt. Die La­dung des'Schiffes wird am Mittwoch beendet fein, wenn Euse so fieberhaft weiterarbeiten laßt.

Das Staatsdepartement hat ferner dem Muni­tionsmakler Dinley die Ausfuhrlizenz für Kriegsmaterial für die Bolschewisten m Spanien erteilt. Dinley gab als Empfänger Drb a s, den Vertreter der spanischen Bolschewisten in Mexiko an, der sich angeblich im Flugzeug nach Washington unterwegs befindet. Die Liefe­rungen sollen nach Valencia gehen. Pressever­tretern erklärte Dinley, sein Vertrag laute auf Gesamtlieferungen im Werte non neun Millionen Dollar, darunter auch Gasmasken. So gering angesichts der bevorstehen­den Konqreßaktion offenbar die Möglichkeit ist, daß Dinley seinen Riesenvertrag erfüllen kann, \o be­stimmt müssen die Aussichten des Maklers Euse angesehen werden, baß ber DampferMare Ean- tabrico" am Mittwochnachmittag mit einerFlu^ zeuglabung losdampft. Der Kongreß ntt nämlich gewöhnlich erst mittags zusammen Auf der Tages- vrdnuna stehen zunächst Roosevelts Jahresbotschaft und die amtliche Zählung ber Wahlstimmen. Be­amte des Außenministeriums erklärten, daß man dem Schiff, wenn es sich nach ber Unterzeichnung bes Ausfuhrverbotes burch ben Prasibenten n ° ch innerhalb ber D r e i m e i l e n z o n e beftnben sollte, ein Küstenwachboot nachschicken könnte, um es anzuhalten.

mochte. Diese Auffassung Des englisch-italienischen Gentleman Agreements wirb offenbar auch in Rom vertreten, denn italienische Zeitungen erklären nach wie vor, baß Italien einen Sowjet st aat in Spanien niemals bulben könne. Die große Frage ist, welche Ansicht bie englische Reaie- rung in biesem Punkte vertritt. Das beutsche Ultimatum hat jebenfaüs neben seinem unmittel­baren Zweck auch bie Wirkung gehabt, etwas Licht in eine sehr bunkle Angelegenheit ber europäischen -........ Ev.

London, 5. Jan. (DNB.) lieber die Sitzung bes Unterausschusses bes Nichteinmischungsausschus­ses würbe folgendes mitgeteilt: Der Vorsitzende teilte mit, daß er Vorschläge für bie Ueberwachung ber Grenzen Spaniens zur See und zu Lande und der spanischen Besitzungen über See zur Durchfüh­rung bes Nichteinmischungsabkommens bem briti­schen Außenminister mit bem Ersuchen Überreicht habe, sie ben beiben Parteien in Spanien zu Über­mitteln. Er habe barum gebeten, daß ber Außen­minister beide Parteien ersuchen solle, eine Ant­wort innerhalb von zehn Tagen nach Empfang, und zwar auf die Frage, ob sie zu einer Mitarbeit an dem vorgeschlagenen Ueberwachungs- plan bereit seien. Der britische Außenminister habe sofort die gewünschte Mitteilung an beide Parteien in Spanien ergehen lassen.