nr.lfOtErftes Blatt
Donnerstag, 5. August 1037
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General-Anzeiger für Oberhessen
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Ferien vom Ich
mecha- Ablauf
Wir kennen Paul Kellers nette Erzählung „Ferien vom Ich". In einer Sommerfrische weilen die Gäste unter einem Feriennamen, lösen sie sich vollkommen los von dem Alltag und ihrem sonstigen Ich. Recht anschaulich ist das alles geschrieben So, daß jeder, der es lieft, nur den dringenden Wunsch hat, auch Ferien vom Ich zu machen, sich von des Ta^"^ x mx"<- - - *,,r • ~
oder mehrere Sitzungen des Ausschusses nötig, um festzustellen, ob man c.uf dem toten Punkt bleibe oder nicht. Es bestehe aller Grund zu der Annahme, daß alle Regierungen den Wunsch hätten, die Nichteinmischungspolitik auf die eine oder die andere Weise aufrechtzuerhalten. In italienischen Kreisen sei man der Ansicht, daß dieser Zweck am besten dadurch erreicht werde, daß alle weiteren Versuche des Ausschusses, neue Pläne auszuarbeiten, um einige Wochen verschoben würden. Die Sitzungen des Nichteinmifchungsausfchusfes seien nur dazu angetan, erbitterte Erörterungen hervorzurufen, die zu keinem praktischen Ergebnis führten.
Das Blatt meint, fo lange die fowjetrussische Haltung sich nicht ändere, müsse man sich fragen, ob die Wiedereinberufung des Nichteinmischungsausschusses nicht verfrüht sei. Auch „Morning Post" schreibt, daß der Erfolg oder das Scheitern der britischen Vorschläge von der Stellungnahme Moskaus abhänge. Der Versuch des französischen Außenministers sei anscheinend fehlgeschlagen. Unter diesen Umständen sei es schwr, einzusehen, daß die Sitzung am Freitag anderes tun könne, als Z e i t zu gewinnen und sich auf rein technische Punkte beschränken würde. Der in solchen Angelegenheiten immer sehr orientierte marxistische „Daily Heralb" will von „zuständiger Stelle" erfahren haben, daß der sowjetrussische Botschafter keine neuenAn- weisungen aus Moskau erhalten habe, und daß keinerlei Aenderungen der sowjetrussischen Stellungnahme eingetreten sei.
holung für
Keller sei
Im nationalsozialistischen Deutschland ist das anders geworden. Selbst beim Internationalen Arbeitsamt in Genf, wo die marxistischen Gewerkschaftsvertreter verschiedener Auslandsstaaten noch immer das große Wort führen, mußte man schon 1935 anerkennen, daß die Mehrzahl der Arbeiter in der Welt, die einen bezahlten Urlaub haben, deutsche Arbeiter sind. Inzwischen haben dann die Freizeitorganisationen der verschiedensten Länder ihre Vertreter nach Deutschland gesandt, um nicht nut die deutsche Urlaubsregelung zu studieren, sondern auch die so vorbildlich organisierten Urlaubsfahrten unserer NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude".
Diese Leistungen wurden bei uns erzielt, ohne daß. große gesetzliche Regelungen notwendig gewesen wären. Nur auf Gebieten, die für die Urlaubsrege-
Moskau verhindert Fortschritte in der Nichteinmischungssrage.
Das Schicksal des englischen Vorschlags zur Gewährung der Rechte Kriegführender an die spanischen Parteien.
Vor englisch-amerikanischen Wirtschastsverhandlungen.
Chamberlains Streben nach politischer Befriedung durch wirtschaftlichen Wiederaufbau
Dollar.
Das Bauprogramm der 08^.-Marine sieht im laufenden Rechnungsjahr weiter den Bau von acht Zerstörern und vier U-Booten vor, von denen vier Zerstörer und zwei Unterseeboote von Privatwerften gebaut werden können.
Das englische Flotkenbau- procramm 1938.
London, 4. Aua. (DNB.) Wie „Daily Telegraph" meldet, wird das englische Flottenbauprogramm für 1938 voraussichtlich denselben Umfang haben wie 1937. Man rechne mit dem Bau von drei bis fünf weiteren Schlachtschiffen und sechs oder sieben Kreuzern sowie einer entsprechenden Anzahl von Zerstörern, U-Booten und kleineren Schiffen. Voraussichtlich werde auch eine weitere starke Vermehrung des Personals vorgenommen werden, das auf 125 000 Mann gebracht werden solle. Die Flugzeuge auf Flugzeugträgern und Katapultschiffen würden in den nächsten vier Jahren von 230 auf rund 5 5 0 vermehrt werden. Ende 1937 würden 664 000 Tonnen neue englische Kriegsschiffe im Bau sein, ein Rekord für Friedenszeiten. Die Tonnage werde umfassen: 5 Schlachtschiffe zu je 35 000 Tonnen, 5 Flugzeugträger zu je 22 000 bzw. 23 000 Tonnen, 8 Kreuzer von 9000 bis 10 000 Tonnen, 5 Kreuzer von 8000 Tonnen und 7 Kreuzer von 5300 Tonnen, ferner 16 Superzerstörer von je 1850 Tonnen, 24 schwere Zerstörer von 1650 Tonnen, 18 U- Boote von 540 bis 1520 Tonnen, 12 Schaluppen und 10 Schnellboote.
London, 4.August. (DNB.) „Morning Post" meldet, daß der erste wirtschaftliche Berater der britischen Regierung, Sir Frederic Leith-Roß, demnächst nach den Vereinigten Staaten reisen werde, um mit der amerikanischen Regierung Fragen wie die Herabsetzung der internationalen Handelsschranken, die Verteilung der Rohstoffe, die Währungsstabilisierung und die Abrüstungsfrage zu besprechen. Außerdem soll er ermächtigt werden, die Frage der englischen Kriegsschulden an die Vereinigten Staaten zu besprechen. Man glaube, daß Roosevelt zu einer Milderung des Johnson-Ge- etzes bereit wäre, das Kredite an säumige Schuldner verbiete. Ferner müsse auch die Frage einer englisch-amerikanischen Zolloereinbarung, über die schon seit mehreren Monaten verhandelt wird, geregelt werden. Das Blatt meint, daß der Besuch von Leith-Roß in Washington, wenn er zustande komme, einen Schritt auf dem Wege der vom englischen Ministerpräsidenten Chamberlain erngeleite- ten Bemühungen darstellen werde, eine politische Befriedung durch wirtschaft! ssch e n Wiederaufbau herbeizuführen. In diesem Sinne wäre die Reise von Leith-Roß eine Folge des Besuches von dem belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland in Washington.
Amerika plant den Ausbau der Flotte bis zur Höchffarenze.
Neuyork, 4. Aug. (DNB.) Der Operationschef der 08^.-Marine, Admiral Leahy, gab bas neue Flottenbauprogramm der Vereinigten Staaten bekannt. Danach wird der Kongreß um die Bewilligung der Baukosten für Zwei neue Schlachtschiffe und zwei leichte Kreuzer von je 7500 Tonnen ersucht werden. Bewilligt sind bereits zwei Schlachtschiffe von le 3v 000 Tonnen, die noch in diesem Jahre auf Kiel gelegt werden. Admiral Leahy erklärte, das Ziel sei, bis zu der im alten London erFlotteno ertrag vorgesehenen Höchstgrenze zu bauen und sodann das Programm durch weitere Ersatzbauten fortzusetzen. Die Klassifizierung von sieben Schlachtschiffen als u b e r a l t e r t sichere der 08^.-Flotte die H ö ch st z ah l v o n 1 5 S ch l a ch t- sckiffen Die gleiche Methode gelte für (he Bremer Admiral Leahy kam dann mit der Enthüllung daß das fast fertiggestellte Flugzeugmutter-
(Handhi beim Mzekönia von Indien.
London, 4. Aug. (DNB.) In Delhi fand eine Zusammenkunft zwischen dem Vizekönig von Indien, Lord Linlithgow, und dem Führer der indischen Nationalisten, Mahatma Gand h i. statt. Eine Verlautbarung besagt, daß der Vizekönig um einen Besuch Gandhis gebeten hatte. Man habe das Verbot der Einreise Gandhis in die indische Nordwestprovinz besprochen. Im übrigen habe die Unterhaltung sich mit der Hebung ber Landwirtschaft sowie der Verbesserung der Lebensbedingungen der Landbevölkerung besaßt.
feftaeleat ist. Fallen dagegen in einem Betrieb nur „in zufällig während der Urlaubszeit eines Gefolg- Icknltsmitaliedes Arbeitsstunden aus, so kann des- b^tb dem Gefolgschaftsmitglied der Lohn sur die Urlaubs,est selbstverständlich nicht gekürzt werden. Es önnen naturgemäß noch verschiedene andere Zwei- -fragen au,treten. Immer wird man auf st- d,e licktia? Antwort geben können, wenn man das ge- bmdk Volksempfinden sprechen laßt und von der SenniniV ausaeht daß im national ozialisti- nStaib Tb« schassende Volksgenossen Urlaub unter W-it-rzahlung des Lohnes oder Gehaltes haben soll.
Vorwände und Tatsachen.
Die frechen und arroganten Pöbeleien, mit denen die tschechische Presse offenbar auf einen Wink von oben — das Verbot der sudetendeutschen Kinderverschickung nach dem Reich „begründen" zu müssen glaubte, haben im deutschen Volk eine starke Empörung ausgelöst. Die Unverschämtheit und Wut kann in der Tat kaum noch weiter getrieben werden als in diesem Falle, wo die Tschechen uns das vorwerfen, weswegen sie selbst als Angeklagte vor dem Weltgericht stehen. Wir haben es nicht nötig, diese haltlosen Beschuldigungen im einzelnen durch Ziffern und statistische Angaben zu widerlegen. Wir brauchen nicht erst die gewaltigen Leistungen der NS.-Volkswohlfahrt, der Winterhilfe und des Hilfswerkes „Mutter und Kind" aufzuzählen, weil alle Welt weiß, daß es seit einigen Jahren in Deutschland keine hungernden und frierenden Menschen mehr gibt, daß nirgends sonst eine so körperlich und geistig gesunde Jugend aufwächst wie bei uns. Wenn es hier und da ein unterernährtes Kind in Deutschland geben sollte — solche Einzelfälle sind meist auf unglückliche Familienverhältnisse zurückzuführen —, so beträgt doch ihre Gesamtzahl höchstens 1 v. H. der unterernährten Kinder, die in der Tschechoslowakei zu leben gezwungen sind. Das alles ist weithin bekannt. Trotzdem gehen wir auf die tschechische Polemik noch einmal ein, um unseren Lesern zu zeigen, wie es mit der Lebenshaltung in unserer Nachbarrepublik bestellt ist.
Noch zu Beginn des vorigen Jahres hatte tie Tschechoslowakei den höchsten Prozentsatz an Arbeitslosen unter allen europäischen Staaten. Inzwischen ist infolge der tschechischen Aufrüstung und der allgemeinen weltwirtschaftlichen Erholung das Verhältnis zwischen Arbeitenden und Nichtarbeitenden auch dort etwas besser geworden. Aber haben auch die Sudetendeutschen — und diese allein interessieren uns in diesem Zusammenhang — an dieser Besserung teilgenommen? Der Hauptverband der sudetendeutschen Industrie veröffentlicht gerade jetzt eine interessante lieber- sicht über den Stand der Arbeitslosigkeit in den deutschen und tschechischen Gebieten der Tschechoslowakei. Danach entfielen Ende Juni 1937 auf tausend Einwohner in den tschechischen Gebieten 13,8 Arbeitslose, in den deutschen Gebieten jedoch 47,1. Die Arbeitslosigkeit in den sudetendeutschen Gebieten beträgt also noch innrer mehr als das Dreifache der Arbeitslosigkeit in den tschechischen Gebieten. Noch deutlicher treten die wahren Verhältnisse in Erscheinung, wenn man die Entwicklung der Erwerbslosigkeit in den rein deutschen und rein tschechischen Gebieten vergleicht. Nimmt man die Arbeitslosenzahl in den rein tschechischen Gebieten Böhmens, Mährens und Schlesiens jeweils mit 100 an, so ergeben sich folgende Verhältniszahlen für das Gebiet, das mehr als 80 v. H. Deutsche zählt: 243 Arbeitslose im Januar 1937, 237 im Februar, 247 im März, 278 im April, 333 im Mai und sogar 416 Arbeitslose im Juni dieses Jahres. Daraus ergibt sich, daß das Verhältnis der deutschen zur tschechischen Arbeitslosigkeit nicht besser, sondern schlechter geworden ist.
Wenn man die Lage der sudetendeutschen Arbeitslosen und ihrer Familien beurteilen will, muß man sich auch von den gewohnten deutschen Maßstäben in der Erwerbslosenfürsorge völlig frei- machen. Beispielsweise wurden im Jahre 1935 von sämtlichen Arbeitslosen in der Tschechoslowakei nur etwa 30 v. H. überhaupt unter st ützt, und an diesem Verhältnis dürfte sich seitdem nicht viel geändert haben. Man muß aber auch berücksichtigen,daß diese Unterstützung, wenn sie überhaupt gezahlt wird, nicht in bar sondern durch Lebensmittelkarten geschieht, die etwa einen Wert von 2,50 Mark für die Woche haben. Andere öffentliche Beihilfen, Wohnungszuschüsse usw. gibt es nicht. Ob ein Familienvater zwölf Kinder oder gar keins bat, spielt für die Zuteilung gleichfalls keine Rolle. Wenn man bann noch weiß, daß es in der Tfchecho- slowakei rund 22 000 deutsche Menschen gibt, die überhaupt keine Wohnung haben, sondern in Bretterbuden, Fabrikruinen und Erdhöhlen häufen müssen, bann kann man sich ungefähr ein Bild von dem furchtbaren Elend machen, das unter der subetendeuftchen Bevölkerung herrscht. Es paßt zu diesem Bilde, daß die Tschechoslowakei nachweislich das Land mit der höchsten Selbstmord- ziffer Europas ist.
Die furchtbaren Zustände in den fubetenbeutfdien Bezirken sinb aber nicht bas Ergebnis einer zufälligen wirtschaftlichen Entwicklung, sondern wurden durch die tschechischen Behörden planmäßig herbeigeführt. Die deutschen Beamten und Angestellten wurden aus ihren Stellungen vertrieben, die deutschen Arbeiter auf die Strafte geletzt, die deutschen Bauern unter Voraabe militärischer Gründe fur^rhanb enteignet. Große öffentliche Arbeiten, die die Rrager Regierung in rein deutschen Gebieten durchführen läßt, werden dazu benutzt, um tschechische Arbeitskräfte aus weitenlleaenen Ge-
■ bieten heranzuholen und in deutschen Dörfern und Städten seßhaft zu machen. Die brutale Tlchechilie- rim<T. die keine Rücksicht und kein Gefühl der Menschlichkeit kennt, ist in erster Linie dafür oer* ! antwortlich, daß zehntaulende von unterernährten : Kindern sich nach einer Erholung im Dritten Reich ■ sehnen. Wenn die tschechische Regierung das geplante . Hilfswerk mit der fadenfcheiniaen Bearunbung ver- i boten hat, baß wir in Deutlchlanb für bie erroar- : tefen 6000 sudetenbeutschen Kinber nicht aenug zu - offen hätten, so möge sie sich boch einmal Auskunft : holen bei ben f a ft 2 0 0 0 0 0 Tschechen, bie t im Deutschen Reich leben unb ihrem Beruf ■ nachgehen. Diese Tschechen fühlen sich bei uns offenbar wohl unb tragen nicht bas geringste Derlan-
iges Last unb Mühe tu lösen und Er- Geist und Körper zu suchen. Als Paul ------- jeinen Roman schrieb, da waren Ferien, Urlaubstage noch etwas, an dem keineswegs alle fdjaffenben Menschen in Deutschland Anteil hatten. Gewiß, auch ber Arbeiter konnte bamals an und für sich Urlaub nehmen. Das konnte er aber nur in ber Theorie. Da ihm nur bie Stunben und Tage bezahlt wurden, bie er auch gearbeitet hatte, so war es ihm praktisch unmöglich, auszu- spannen. Denn wer von uns, ob Arbeiter, Angestellter ober Beamter könnte es sich leisten, in Urlaub zu gehen, wenn er in ber Urlaubszeit kein Einkommen hätte! Bezahlte Urlaubstage für ben Arbeiter waren früher aber seltene Ausnahmefälle.
London , 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Aussichten für die auf morgen anberaumte Sitzung b e 5 Nichteinmischungsausschusses werben von der englischen Presse ziemlich pessimistisch beurteilt, nachdem die sowjetrussische Botschaft in London die Berichte über ein Abrücken Moskaus von seinem bisherigen Standpunkt in der Frage der Verleihung der Rechte Kriegführender an die beiden Parteien in Spanien dementiert hat. „Daily Telegraph" sagt: Seit der Sitzung am letzten Freitag sei ein starker Druck auf die britische Regierung ausgeübt worden, ihren Beschluß, daß die Gewährung der Rechte Kriegführender nach völliger Zurückziehung der Freiwilligen aus Spanien erwogen werden könne abzuändern. Frankreich habe auf dem Wege über den Pariser Sowjetbotschafter in Moskau darauf hingewiesen, daß ein Festhalten Moskaus an seiner bisherigen Stellung einen schlechten Eindruck machen würde. Gestern nachmittag habe man noch geglaubt, daß dieser Schritt Erfolg gehabt habe. Es verlautete, daß der Sowjetbotschafter in London die Mitglieder des Nichteinmischungsausschusses von dem neuen in dieser Frage eingenommenen Standpunkt unterrichtet habe. Darauf hätte Lord Plymouth Besprechungen mit dem französischen und italienischen Botschafter gehabt. Maisky habe dann jedoch Lord Plymouth davon unterrichten müssen, daß die Anweisungen aus Moskau tatsächlich unverändert seien und daß in der nächsten Sitzung des Ausschusses kein Wechsel zu erwarten sei.
Wahrscheinlich, so meint dos Blatt, feien eine
schiff „Yorktown" infolge festgestellter nischer Mängel wahrscheinlich nicht vor eines weiteren Jahres in Dienst gestellt werden könne. Auch das noch im Bau befindliche Schwesterschiff „Entreprise" werde vermutlich die gleichen Mängel aufweisen wie die „Yorktown". Eine endgültige Bestätigung könne aber erst die Probefahrt bringen. In beiden Fällen handelt es sich um Konstruktionsfehler im Getriebe, die von der mit dem Bau beauftragten Schiffswerft auf eigene Kosten berichtigt werden müssen. Die Baukosten betragen für jedes Schiff 19 Millionen
hing besondere Schwierigkeiten aufweisen, wie das Baugewerbe mit seinem häufigen Arbeitsplatzwechsel der Beschäftigten, wurde durch Verordnung auch diesen Kameraden der Anspruch auf bezahlte Urlaubstage unbedingt gesichert. Im übrigen ist die Urlaubsregelung in lariforbnungen, Betriebsordnungen ober auch in Einzelarbeitsverträgen verankert. Hinzu kommen die Richtsätze der Reichstreuhänder für die Urlaubsgewährung, „die", wie die DAF. mit Recht betont, „einen Niederschlag dessen enthalten, was nach nationalsozialistischer Auffassung billigerweise" in dieser Frage von den Betriebsführern erwartet werden kann. Völlig eindeutig hat das Reichsarbeitsgericht in einem Urteil vom 16. Januar dieses Jahres es ausgesprochen, daß der Urlaub keine Schenkung des Betrieblich- ; rers an seinen Gefolgsmann darstellt, sondern einen ; Teil „der vertraglichen Gegenleistung für die in der Vergangenheit geleistete Arbeit."
Ueberhaupt muß man sagen, daß gerade auch die Rechtsprechung des Reichsarbeitsgerichtes viel dazu beigetragen hat, restlose Klarheit auf dem Gebiete des Urlaubswesens zu schaffen. Da gibt es mehr Fragen, als man bei oberflächlicher Prüfung annehmen mochte. Nur ein sehr wesentlicher Punkt sei herausgegriffen. Wie steht es mit dem Lohn, der für die Urlaubstage zu zahlen ist? „Das ist doch ganz einfach", wird man antworten und hlnzufugen, daß eben der tarifliche Lohn weiterzuzahlen ift Gewiß! Wie aber liegt es, wenn das Gefolgschasts- Mitglied in den Monaten vorher regelmäßig Mehrarbeit geleistet hat? Ist dann auch die U-b-rstuN' den-verqutuna für die Urlaubstage mitzuzahlen? Wie steht es. wenn das Gesolgschastsmitglied ewa m Nachtschichten arbeitet und demgemäß Nachischuhb Zulage oder -ine sonstige Zulage erhalt? Was ist dann für die Urlaubstage zu berechnen? Der reine Lohn oder auch die Zulage? ^nhrea
Durch Urteil vom » Dezember letzten Jahr» hat das Reichsarbeitsgericht auch zu dieserFrage einen absolut klaren und eindeutigen Grundsatz ausgestellt. Während des Urlaubs ° höchstes arbeitsrechtliches Gericht, hat ~ Jg „ sthastsmstqlied grundsätzlich Anspruch °u Z°W des enigen Arbeitslohnes, den es -erd,ent haben wurde, wenn es in seinen Urlaubstagen gearbenet hätte. Selbstverständlich kann die Tari ordn a -ie ja die Arbeitsbedingungen überhaupt z ,°rm hat, sur ihren Geltungsbereich «» “
Grundsatz abweichende Regelung tr st ■ dann führt bas Reichsarbeitsgericht weuer muß der Wille der Tarifordnung das Heindes Reichstreuhänbers, ber sie erlaß, .
Ausdruck kommen, dann muß es ° st> ganz frei [ein, daß d'- T°rst°rdnung Rege-
nannten natürlichen ^""chiung roofür bann lung bes Urlaubsrechtes festlegen wM-. mosu gff ber' Reichstreuhänber feine gu .^^rücklich aus- eine solche Abweichung aber d) nnten Urteil gesprochen, so gilt nach dem 3 ö rz uelsfall ejne des Reichsarbeitsgerichts auch Nachtarbeit nicht etwa gewährte Schichtzulage f als eine auch als Aulwanbsentschablgung, f Lohnzulage,
für bie UrIaub5Dergutung an3U| p ein
Ebenso sagt das ?Ä Durchschnitt--
MuchlÜr tie Urlaubszeit bean- fpruchen kann. genannten Grund-
Auch bie andere toeite uv my.,„hfnh kann ia
lohn zu vergüten, es sei denn, d st Betriebs-
Xn^Än o^u^ Einzel-rbelt-vertrag


