Einzelbild herunterladen

Nr.M Erstes Blatt

187. Jahrgang

Mittwoch, S.Mai 1957

(fcr|d)enu tügMd), außei Sonntags und Feiertag» Beilagen; Vie □Quittiert» Giehene» Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl»

Monats-Vezugspretr:

Mit 4 'Beilagen RM. I. Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ^ernfprechaufchlüste

unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Gieße» Postscheckkonto:

firanffurt am Main 11686

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vruck und Verlag, vrühl'sche Untverfitätsvuch- und Zteindruckerei R.Lange in Gießen. 5chriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7

Annahme oon Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.Uhr des Dormittags

Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von 10 m m Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh Bereinbg.25°/. mehr.

ErmShtgte Grundpreise:

Stellen-, Vereins', gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf .Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Unlösbare Klammer von Nord und Süd.

Trinksprüche in Nom.

Von Gaupresteamtsleiter Llckermann.

NSG. Am heutigen Tage sind es vier Jahre, daß Gauleiter Sprenger vom Führer das Amt des Reichs st atthalters in Hessen übertragen erhielt. Mit dem BegriffTradition" läßt sich viel begründen und vieles erhalten. So manches, was wert gewesen wäre als belangloser, unnützer Plunder in die Ecke gestellt zu werden, hat sich hinter jener Vokabel verborgen, die als wirksamste Waffe zum Schutze ihrer selbst vom Gegner Ehr­furcht verlangt und ihn damit bereits vor dem Be­ginn einer Diskussion außer Gefecht setzt. Wie viel Unsinn und wieviele Verbrechen tarnten sich im Laufe der Geschichte unter dem Hinweis auf die Würde ihres Alters. Weil es schon immer so ge­wesen, deshalb schien es unantastbar zu sein, und schien es, bis auch hier der Nationalsozialismus grundsätzlichen Wandel schaffte. Sehr schnell sorgte er für Klarheit in den überkommenen Begriffsoer­irrungen und stellte deutlich folgende Formel her­aus: Traditionen werden anerkannt und gepflegt, sofern sie das politische Leben des Volkes zum Wohle seiner selbst und des gemeinsamen Reiches beleben und kräftigen; traditionelle Hebet aber werden mit Stumpf und Stiel ausgemerzt. Damit fi^l der Bart von so mancher ehedem ehr­würdig erscheinenden Angelegenheit und zum Vor­schein kam nur allzuoft ein sehr unreifes, erbärm­liches Geschöpf, dem dann bald das Lebenslicht aus­geblasen werden konnte. Der Wille zur Wahrheit ist es, mit dem die nationalsozialistische Weltan­schauung jeder inneren Verlogenheit den Kampf ansagt, und sie zu Fall bringt.

Mit dieser Haltung gedenkt heute der Gau Hessen-Nassau der vierjährigen Tätigkeit des Gauleiters als Reichs statt Halter in Hef- f e n. Alle Arbeit dieser Zeit galt dem großen Ziel, das der Führer in dem Reichsstatthaltergesetz zum Ausdruck brachte: der Verwirklichung der Einheit des deutschen Volkes. Dem Na­tionalsozialismus sollte es Vorbehalten fein, die art- gerechte Einheit des deutschen Volkes auch zu einer f'olitischen Einheit werden zu lassen. Damit erst and die über Jahrhunderte gehende Sehnsucht vom einigen Deutschen Reich ihre letzte Erfüllung. Denn damit erst wurde die organische Einheit praktisch auch wirksam.

Hessen wurde darin ein Beispiel. Die Main- I i n i e, das Sakrament so vieler Wölfe im Schafs­pelz, wurde hie»r sehr wenig feierlich begraben. Sie starb gewiß nicht an Altersschwäche. Das mag hier nochmals festgestellt fein. Wir brauchten ansonst kein Aufhebens davon zu machen. Sie verreckte aber, weil sie zum erstenmal in der Geschichte ihren Gegner gefunden hatte: die Weltanschauung Adolf Hitlers. Als Nationalsozialist stellte Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger mit dem hessischen Bei­spiel zum erstenmal unter Beweis, daß das deut­sche Volt ein politisches Volk geworden ist. So wie er einst während der Kampfzeit in elf harten und opfervollen Jahren das Rhein-Main- Gebiet für den Nationalsozialismus sturmreif ge­macht hatte, so machte er es auch reif für feine Sendung, unlösbare Klammer von Nord und Süd zu fein. Aus einer der verwundbarsten Stellen des Reiches schuf er eine der widerstands­fähigsten und machte damit für immer jene Wir­kung eines Lindenblattes unmöglich, die Siegfried sein tragisches Schicksal finden lassen sollte.

Der Weg zum Erfolg in Hessen ist bekannt. Er besteht vor allem in der Konsequenz aller Arbeiten, die der Gauleiter im Jahre 1933 mit den Worten in Angriff nahm:Was wir zu tun haben, ist, von uns aus praktisch an die Arbeit zu gehen, positiv für das Volkswohl tätig zu sein und hierbei keine künstlichen Grenzen zu beachten." Danach ist ge­handelt worden und wird weiter gehandelt werden! Noch ist die Aufhebung der hessischen Provinzen, die sich vereinfachend auf allen Gebieten auswirkte, in aller Erinnerung und schon befindet sich ein zweites Gesetz zu weiteren Vereinfachungen der Verwaltung in Vorbereitung. Damit wird vor allem dem Erforder­nis Rechnung getrageif werden, einige kleine Kreise aufzuheben. Auch auf dem Gebiet der Schaffung neuer Erbhöfe, worin Hessen bereits als mustergültig angesehen wird, gebt es weiter voran. Nach wie vor verfolgt Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hier das Ziel, jeden nur erreichbaren Boden unter den Pflug des Bauern zu bringen. Dies ist nur ein Gebiet von vielen, aber es zeigt, das letzte Geheimnis des Erfolges: einen unbeugsamen Willen, der noch jedes Hindernis überwand.

Hinter der vorbildlichen Organisation der Ver­waltung steht dieser Wille gleichermaßen wie hinter der Schwungkraft der Bewegung, deren unmittel­barem Einsatz viel zu verdanken ist. Trotz der glück­lichen Verbindung beider Mittel aber war ein Er­reichen des Zieles nur möglich durch die freudige Gefolgschaft der Bevölkerung. Sie wiederum war und ist nichts anderes als die Folge des Erleben eines Vorbildes an Einfachheit und Schlichtheit des Wesens und Treue zum Führer. Denn noch kein Erfolg wurde in Hessen gefeiert, ohne daß nicht Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger darauf hingewiesen hätte, wem letztlich das Erreichte zu verdanken fei: Adolf Hitler, dem Führer und Kanzler des Reiches. Von ihm erhielt er vor nun­mehr 15 Jahren den Befehl, nach dem er fern Le­ben in den Dienst der nationalsozialistischen Welt­anschauung stellte. Sein Wille ist es stets, deshalb nicht gefeiert zu werden. Uns aber soll es Anlaß fein, an dem Tage, da der Führer ihn als Reichs­statthalter eine der verantwortungsvollsten Auf-

Internationale Zusammenarbeit wird gewährleistet durch gegenseitiges Verständnis für nationale Lebensnotwendigkeiten.

Rom, 4. Mai. (DNB.) Reichsaußenminister Freiherr von Neurath ist vom König von Italien und Kaiser von Aethiopien im Quirinal in Privataudienz empfangen worden. Die Unterredung zwischen den Außenministern Italiens und Deutschlands, die am Dienstagnachmittag im Palazzo Chigi stattfand, dauerte anderthalb Stun­den. Sie ist in sehr freundschaftlichem Geist ver­laufen und hcft volle Uebereinftimmung ergeben.

Bei einem zu Ehren des Reichsaußenministers in der Villa Madama gegebenen Essen führte

Graf Eiano

in einem Trinkspruch u. a. aus: Ich freue mich, Eurer Exzellenz meinen herzlichen Willkomm in Rom, dieser Stadt entbieten zu tönen, in der Sie vor 15 Jahren die Geburt des faschistischen Italiens miterlebt haben, und wo Sie und Ihr Werk in lebendiger Erinnerung geblieben sind und immer in Ehren gehalten werden. Auch drückt dieser Gruß unsere Bewunderung für Ihr Werk als Staats­mann und die tiefen Gefühle der Freundschaft so­wie die festen Bande aus, die unlösbar das natio­nalsozialistische Deutschland mit dem faschistischen Italien verbinden. Sie sind hervorgegangen aus den gemeinsamen Idealen unserer beiden Völker. Sie haben ihre Bedeutung in der hohen Aufgabe, die unsere beiden Völker in harter und mutiger Arbeit zum Schutz der Güter Europas erfüllen. Auf solcher festen und dauerhaf­ten Grundlage steht unsere Freundschaft wie auch die in dem Willen des Führers und in dem Willen des Duce begründete dauernde politische Zusammenarbeit zwischen den beiden Re­gierungen.

Ich bin sicher in Uebereinftimmung mit Eurer Exzellenz, wenn ich von neuem bekräftige, daß Deutschland und Italien diese Politik i n einem wahren und aufrichtigen Friedensgei st fortsehen wollen, in dem gemeinsamen Wunsch, mit allen anderen Mächten zusammenzuarbeilen, und in der Ueberzeugung, daß es keine Schwierigkeiten und keine Gegensätzlichkeiten hinsichtlich dieser Zusammenarbeit gibt, die nicht überwunden werden könnten, wenn der aufrichtige und feste Wille des Einvernehmens und jenes gegenseitige Verständnis für die Lebensnotwendigkeiten vorhanden ist, von dem Italien und Deutschland in ihren Beziehungen ein glückliches und praktisches Beispiel gegeben haben.

*7

.....

MS

v

M

4 & f

i - te r; -V

Reichsaußenminister Freiherr von Neurath schreitet, begleitet von Graf Ciano und Parteisekretär S t a r a c e, die Front der angetretenen Ehrenformation ab. (Scherl-M.)

Im Interesse der Ruhe, der Stabilität und der Sicherheit Europas und nicht weniger für die unmittelbaren Interessen Deutschlands und Ita­liens wird also unsere Zusammenarbeit auch für die Zukunft eng und fruchtbar fortgesetzt werden.

Ueichsaußenminister Irhr. v. Neurath

erwiderte u. a.: Eurer Exzellenz Worte herzlichster Begrüßung und wärmster Freundschaft kann ich nur mit der Versicherung gleicher aufrichtiger Freundschaft erwidern. Nach langjähriger Abwesen­heit wieder in Rom, kann ich mit besonderer Freude feststellen, was das im Faschismus geeinte italieni­sche Volk an gewaltiger Aufbauarbeit seitdem geleistet hat. Ich habe die starke Empfindung unb die volle Ueberzeugung, daß man sich nicht etwa mit dem bisher Erreichten zuftieden gibt, sondern auf allen Gebieten auch weiter­hin kraftvoll vorwärts strebt. Ein gleicher Gei st beseelt unsere beiden schaffenden Völker, und ich bin überzeugt,

daß Italien zu seinem Teil uns bei der Durchfüh­rung unserer großen Aufgaben in jenem Wunsch der Zusammenarbeit zur Seite stehen wird, der auch uns gegenüber Italien leitet. Sie haben, Herr Minister, mit Recht darauf hingewiesen, daß diese Zusammenarbeit nicht nur den Interessen der eige­nen Völker dient und dienen soll, sondern darüber hinaus der Erhaltung und Sicherung des allgemeinen Friedens. Mit der ita­lienischen Regierung ist sich die deutsche Regierung bewußt, daß die Schwierigkeiten, die sich der ver­trauensvollen Zusammenarbeit aller Völker noch entgegenstellen, überwunden werden müssen und können. Mit vollem Recht haben Sie gefordert, daß alle Völker das gegenseitige Verständ­nis für ihre Lebensnotwendigkeiten haben müssen, das zwischen ihnen und uns bereits besteht. Dies scheint auch uns der sicherste Weg zu sein, um auf Grund einer Zusammenarbeit aller Völker zu einer aufrichttgen und allgemeinen Be­friedung zu gelangen.

gaben des neuen Reiches zuwies, uns zu dem Werk zu bekennen, das er als Soldat der nationalsoziali­stischen Revolution als Teil des mächtigen Funda­mentes der Ewigkeit unseres Reiches schuf.

Fühlung mit der Front.

Reichsminister Dr. Goebbels verabschiedet die in die Betriebe gehenden Beamten.

Berlin, 4. Mai. (DNB.) Die höheren Beamten des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, die in den letzten Tagen auf acht Wochen als Hilfsarbeiter in die Fabriken und landwirtschaftlichen Betriebe gehen, wurden vom Reichsminister Dr. Goebbels verabschiedet. Der Minister legte den Sinn der Aktion dar, die nur im nationalsozialistischen Staat möglich sei. Im Propagandaministerium seien nicht nur Verwal­tungsbeamte, sondern Männer aus dem Volke tätig, und es sei notwendig, daß sie in ihrer Arbeit ständigen Kontakt und enge Tuchfühlung mit dem Volke behiel­ten. Dr. Goebbels sagte, daß sich in den Lungen seiner Mitarbeiter niemals der Akten st aub der Verwaltungsarbeit festsetzen dürfe. Darum solle der Propagandist immer wieder zum Volke zurückkehren und ebenso wie der Offizier des Generalstabes ewige Fühlung mit der Front behalten. Wer jetzt als Arbeiter hinausgehe, der solle auch als einfacher Arbeiter tätig sein und als solcher leben. Er solle das Vertrauen seiner Arbeitskameraden gewinnen und als werktätiger Mensch das Volk wieder er­leben.

Das GA.-Gportabzeichen.

Berlin, 4. Mai. (DNB.) Zu der Verfügung des Führers vom 18. März 1937 über die Wie­derholungsübungen zum SA.-Sport­abzeichen hat der Stabschef der SA. die Aus­führungsbestimmungen erlassen, die vom 1. Januar 1938 in Kraft treten. Der Stabschef schreibt dazu u. a.: Durch die Wiederholungsübungen wird er­reicht, daß die Wehrtüchtigkeit und körperliche Widerstandsfähigkeit in einem möglichst langen Lebensabschnitt gesteigert und erhalten wird. Während bisher körperliche Leistungsfähigkeit und charakterlich-weltanschauliche Haltung meist unabhängig voneinander gewertet

wurden, wird zukünftig beim Erwerb des SA.- Sportabzeichens neben der Erfüllung der körper­lichen Anforderungen ganz besonders auch d i e politische Haltung und sittliche Füh­rung des einzelnen ausschlaggebend in Betracht gezogen. Damit ist das SA.-Sportabzeichen zum zweckdienlichen Mittel geworden, um Körper, Cha­rakter und Geist in jene Bindung zueinander zu bringen, die das Volk zur höchsten' Leistung be­fähigt.

Volksgenossen, die nicht der SA., SS., dem NSKK. oder dem Reichsarbeitsdienst angehören, erwerben das SA.-Sportabzeichen künftig in SA- Sportabzeichen-Gemeinschaften, die ausschließlich in Zusammenhang mit den Einheiten der SA. gebildet und oon den SA.-Führern ge­leitet werden. Während bisher der Erwerb und die Berechtigung zum Tragen des SA.-Sportabzeichens von der einmaligen Erfüllung der Leistungsprüfung abhängig war, kommen ab 1. Januar 1938 Wie­

derholungsübungen hinzu. Diese erstrecken sich nur auf bestimmte, von Jahr zu Jahr bekannt zu machende Uebungen. Das bronzene S A.» Sportabzeichen erhält, wer die vorgeschriebe- nen Leistungsprüfungen mit Erfolg abgelegt hat. Die Berechtigung zum Weitertragen ergibt sich durch die jährlichen Wiederholungen. Nach fünf Jahren wird das silberne, nach weiteren sechs Jahren das goldene SA.-Sportab- zeichen verliehen. Der dauernde Besitz des SA.- Sportabzeichens ist von der Teilnahme an den Wiederholungsübungen zunächst bis zum 40. Lebensjahre abhängig. Die Inhaber des SA.- Sportabzeichens können selbstverständlich an weite­ren Uebungen teilnehmen. Unehrenhaftes Verhalten und Verstöße gegen die nationalsozialistischen Grundsätze sowie Versäumnis der Wiederholungs­übungen hat die Entziehung des SA.-Sportab­zeichens und der Urkunde zur Folge.

Das Wirtschastsbarometer.

Gute Entwicklung der Landes- und Gemeindesteuern.

B e r l i n , 4. Mai. (DNB.) Aus den Mitteilungen des Statistischen Reichsamts über die Steuereinnahmen der Länder und Gemeinden läßt sich bereits ein Ueberblick über die Entwicklung der Landes- und Gemeindesteuern im Rechnungsjahr 1936/37 gewinnen. Für die Wirtschaftslage beson­ders kennzeichnend ist der steile Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen. Die Kaffen der Gemeinden mit mehr als 5000 Ein­wohnern und der Gemeindeverbände haben aus Gewerbesteuern von April bis Dezember 1936 rund 115 Millionen Mark ober 30 v. H. mehr vereinnahmt als im gleichen Zeitab­schnitt des Vorjahres. Auch die von Ländern erhobene Gewerbesteuer, die ab 1. April' 1937 a u f d i e Gemeinden übergeht, weist eine b e - trächtliche Zunahme der Erträge (um 20 v. H.) auf. Die Einnahmen aus den übrigen Steuerarten haben sich gleichfalls günstig entwickelt. Der Steigerungssatz der für die Gemeindefinanzen besonders wichtigen Grundsteuer liegt bei 5 v. H. gegenüber dem Vorjahre. Die Auf­hebung der Befreiungen und Ermäßigungen für den älteren Neuhausbesitz und die Angleichung der

Tarife in Sachsen und Thüringen an die der übri­gen Länder haben bei dieser Aufkommenserhöhung mitgewirkt. Insgesamt verbesserten sich die Landes­und Gemeindesteuereinnahmen der Gemeinden (mit mehr als 5000 Einwohnern) und der Kreis- und Provinzialverbände von April bis Dezember 1936 gegenüber 1935 um 183 Millionen Mark ober 12 v.H.

Ende Dezember 1936 mürben nach Mitteilung bes Statistischen Reichsamts runb 2 118 700 hilfsbedürf­tige Familien und Einzelpersonen (Parteien) von den B e z i r k s f ü r s o r g e v e r b ä n b e n lau­fend bar unterstützt; Ende September 1936 waren es runb 2 098 400 Parteien. Die Parteien­zahl hat sich etwas erhöht. Im Vergleich zum De­zember 1935 ist bie Gesamtzahl ber Parteien um 438 000 ober um 17,1 v. H. zurückgegangen. Die Auswenbungen ber Bezirksfürsorgeverbände für bie Arbeitslosen haben im britten Vierteljahr 1936 u m 15,4 Millionen abgenommen und sich auch im vierten Vierteljahr weiter um 4,4 Millionen RM. ermäßigt. Die Gesamt­kosten ber offenen Fürsorge erforderten im zweiten Halbjahr 1936 etwas über 438 Millionen RM. und