Das Hallen-Han-ball-Turnier
ein großer Erfolg
Start in das neue Rnderjahr
für
für
Die Entscheidungen am Sonntagnachmittag
Gießener Ruderer treten an
Lang-Göns — Roth 4:6 (2:4).
Dornholzhausen — Wohnbach 6:5 (2:2).
Londorf — Lützellinden 2:6 (2:2).
Wenn von dieser Vielzahl der Spiele nur einige herausgegriffen werden sollen, fo deshalb, weil man tatsächlich Leistungen zu sehen bekam, die mit« reißend waren. Da war zunächst der Tv. Hausen,
Noch zwei Kämpfe der Gauliga Hessen
Zwei rückständige Fußball-Meisterschaftsspiele, denen allerdings keinerlei entscheidende Bedeutung mehr zukommt, gab es am ersten Aprilfonntag in Hessen. Hanau 93 schlug Hessen Hersfeld überlegen mit 5:1 (3:1) und der Tabellenletzte Niederzwehren unterlag dem SC. 03 Kassel trostlos hoch mit 0:13 (0:4).
Gau Südwest: FK. Pirmasens — SV. Wies- baden 1:3.
Gau Bayern: 1. FC. 05 Schweinfurt — BC. Augsburg 2:1; ASD. Nürnberg — 1860 Mün- chen 4:1.
Vorrunde der Gruppe II.
Lick — Holzheim B 3:2 (1:1).
Holzheim A — Hausen A 4:4 (2:3), Los Hausen.
Hörnsheim B — Dutenhofen 5:2 (3:1).
Lollar — Beuern 0:3 (0:1).
Wetzlar B — Kirch-Göns B 7:1 (2:0).
Hausen B — Grüningen 2:4 (0:3).
Wetter — Ruttershausen 2:7 (2:4).
Katzenfurt — Wetzlar III 1:1 (1:1), Los Katzenfurt.
Hörnsheims Triumph. — Lleberrafchungen. — Hochdramatische Kampfe.
In der Gruppe II gab es klare Siege von Schalke und Hertha-BSC. Berlin. Die „Knappen" siegten vor 30 000 Zuschauern zu Hause 5:1 (2:1) über Werder Bremen und der Berliner Meister Hertha-BSC. gewann vor 6000 Interessenten in Stolp über bin Pommernmeister Viktoria mit 4:0 (2:0).
Zwei Heimsiege brachte die Gruppe III. Der Südwestmeister Wormatia Worms siegte erst in der letzten Spielminute vor 5000 Zuschauern 1:0 (0:0) über Dessau 05 und der VfB. Stuttgart gewann vor 15 000 Zuschauern mit 3:0 (1:0) über den Spielo. Kassel.
Die Gruppe I V brachte nur ein Treffen, da Fortuna Düsseldorf und DfR. Köln erst am nächsten Sonntag in die Ereignisse eingreifen. Der deutsche Meister 1. FC. Nürnberg hatte einen sehr guten Start; er gewann in Mannheim vor 30 000 Zuschauern 4:1 (3:0) über den badischen Meister Wold- Hof.
Der kommende Sonntag bringt in den Gaugruppen folgende Spiele: Gruppe I: Beu« then09 — BC. Hartha, Hindenburg Allenstein — Hamburger SV.; Gruppe II: Hertha-BSC. — Schalke 04, Werder Bremen — Viktoria Stolp; Gruppe III: Spielv. Kassel — Wormatia Worms, SV. Dessau — VfB. Stuttgart; Gruppe IV: 1. FC. Nürnberg — DfR. Köln, Fortuna Düsseldorf — SV. Waldhof.
lieber 30 000 Aktive waren am Sonntag an allen Bootsplätzen im Reich angetreten, um mit dem gemeinsamen Anrudern das 101. Jahr des Ruderportes zu eröffnen. Ein Jahr der stolzesten Er- olge liegt hinter den Ruderern, ein Jahr, das mit einem unvergänglichen Höhepunkt der olympischen Siege in Grünau höchste Verpflichtung bedeutet. Im Mittelpunkt des Tages stand die Rede des Reickssportführers von Tfchammer und Osten vom Platz des Dresdener Ruderoereins. Vom Sportplatz des RK. am Wannsee in Berlin aus gab der Reichsfachamtsleiter Pauli das Kommando: „Heißt Flaggen". Unter den Klängen des Präsentiermarsches stiegen die Hakenkreuzflagae, die Reichsbundflagge und das Banner der HI. an den Masten empor.
Als das Jahr der Breitenarbeit bezeichnete dann der Reichssportführer in seiner Rede von Dresden aus die vor den Ruderern liegenden Monate der Arbeit. Er wies darauf hin, daß dieser Tag zugleich der Opfertag des deutschen Rudersportes" sei und sprach dann nach einem kurzen, zugleich verpflichtenden Rückblick auf die herrlichen Tage von Grünau von der Zukunft. Der Reichssportführer drückte auch die Hoffnung aus, daß das Jugendrädern ein lutes Stück vorankommt. „Oeffnet unseren sport- reudigen Jungen die Bootshäuser", rief der Reichs- portführer den Ruderern zu, „zeigt ihnen, wie sie gesund, kräftig und lebensmutig werden. Arbeitet mit Zähigkeit und Beharrlichkeit weiter an der Vervollkommnung des Sportbetriebes."
Mit der Verpflichtung zur Weiterarbeit am Aufbau unseres Volkes im Sinne des Führers gab dann der Reichssportführer das Startkommando. Auf einen Schlag tauchten auf allen Flüssen und Seen, an denen deutsche Ruderer beheimatet sind, die Skulls und Riemen ins Wasser, das Ruderjahr 1937 war gestartet.
Wetter war nicht sehr einladend, aber doch ließen es sich viele Mitglieder nicht nehmen, dabei zu sein.
Nach der feierlichen Eröffnung des Rudersportjahres 1937, die in der Rundfunkübertragung vor den Bootshäusern angehört worden war, wurden die Boote zu Wasser gebracht, und bald zeigte sich auf der Lahn ein Bild, wie man es sonst nur an Sommertagen gewohnt ist. Mit Vierern und Achtern gingen die Ruderer auf die Lahn, um auf der wohlbekannten Strecke eine erste gemeinsame Fahrt zu unternehmen.
Den Nachmittag benützten die Vereine dazu, in besonderer Weise werbend an die Oeffentlickkeit zu treten. Am Kreuzplatz, wie auch am Selterstor, hatten die Rudervereine Boote aufgestellt, ferner Fahnen und Wimpel zur Ausschmückung flattern lassen und außerdem stellten sich die jungen Ruderer ihrer Sache zur Verfügung, indem sie im Traininasanzug Aufstellung nahmen und damit die Aufmerksamkeit einer größeren Anzahl von Volksgenossen auf ihre Sache lenkten. Platzkonzerte, ausgeführt vom Musikzug der Marine-SA., taten ein übriges, um die Werbung für den Rudersport zu verstärken. Schließlich wurden noch schöne Pro- K verteilt, die auf die hohen Werte des Ru- irtes aufmerksam machten.
Allen Zweiflern zum Trotz hat auch das 5. Turnier feiner Art einen Verlauf genommen, der als glänzend bezeichnet werben muß. Schon ber Auftakt am Samstagabend ließ erkennen, baß bie Veranstaltung trotz ber einjährigen Unterbrechung nichts von ihrer Volkstümlichkeit verloren hat. Man konnte bereits einige Hunbert Zuschauer zählen, die lebhaft mitgingen.
Das waren gute Vorzeichen für den Hauptkampftag. Schon frühzeitig mußte begonnen werden, um überhaupt mit ber zur Verfügung stehenden Zeit auszukommen. Obwohl bie Temperatur in der Halle nicht gerade einladend war — eine empfindliche Kälte machte sich oftmals unangenehm bemerkbar — hatten fick schon zur frühen Morgenstunde die Schlachtenbummler eingefunden, die mit dem nötigen Stimmenaufwand „mitspielten". Es ist er» staunlich, baß die Spieler und vor allem auch die Schiedsrichter trotzdem die Nerven behielten und so nicht unwesentlich dazu beitrugen, daß alles in dieser harmonischen Art verlief.
Und nun zu den Spielen selbst. Der Samstagabend brachte recht unterschiedliche Leistungen. Man hatte den Eindruck, daß es den Mannschaften tatsächlich an dem nötigen Training fehlte, so hilflos stellten sie sich oftmals an. Ein Schülertrainingsspiel, das vorausging, hätte man sich als Vorbild nehmen können. Die Junaens waren in technischer und taktischer Hinsicht ihren älteren Kameraden klar überlegen.
Die Ergebnisse der Gruppe II.
Vorrunde.
Luftgau — Heuchelheim II 3:1 (1:0).
1846 II — 1900 Gießen 4:1 (3:1).
Wißmar — Mtv. Gießen II 2:7 (0:2).
DfB.-R. II — Krofdorf 6:2 (2:2).
Die Spiele nahmen den erwarteten Ausgang. Die Landvereine konnten sich trotz des geringen Widerstandes in keinem Falle durchsetzen. Für die 1. Zwischenrunde wurden dann zusammengestellt:
Luftgau — 1846 Gießen 3:3 (1:2).
Mtv. II — VfB.-R. 5:1 (2:0).
Da bei unentschiedenem Spielausgang das Los entscheidet, losten Luftgau und 1846. Der Luft- aau hatte Glück, trat aber zurück, so daß 1846 an seiner Stelle eine Runde weiterkam.
zeigten einen beachtlichen Leistungsstand. An der glatten Durchführung des Turniers waren gleicher- maßen die Spieler, wie auch die Schiedsrichter beteiligt. Es wurde fast durchweg sehr fair gekämpft. Es gab kaum Herausstellungen und nur wenige Sieben-Meterbälle als Strafentfcheibunqen. Die Schiedsrichter amtierten gerecht und selbst im heftigsten Kampfgetümmel mit erstaunlicher Sicherheit unö Ruhe. Die Zuschauer zeigten sich manchmal von einer weniger erfreulichen Seite.
Oie ersten Gaugruppenkämpfe um die Deutsche Fußballmeisterschaft.
Mit sieben Spielen begannen am Sonntag die Spiele der Gaugruppen, deren Endsieger sich zur Vorschlußrunde um die Deutsche Meisterschaft stellen. Das klarste Ergebnis des Tages schaffte ber Hamburger SV., ber in ber (3 r u p p e I vor 17 000 Zuschauern den Schlesienmeister Beuthen 09 mit 6:0 (2:0) bezwang. In ber gleichen Gruppe gab es auch das einzige Unentschieden des Tages mit 1:1 (Inzwischen Hindenburg Allenstein und BC. Hartha.
der m einem ausgezeichneten Spiel über die starke Mannschaft von Holzheim siegreich bleibt. Nicht min° öer gut waren die Leistungen ber B-Mannschaft von Hörnsheim und schließlich auch die der B-Mann- schaft des To. Wetzlar. Alle übrigen Mannschaften oerrieten zwar gutes Können, kamen aber an diese Gegner nicht heran.
Zu äußerst hartnäckigen Kämpfen kam es dann auch noch in der 1. Zwischenrunde, die folgende Ergebnisse bzw. Paarungen sah:
Lich — Hausen A 5:4 (2:0).
Wetzlar B — Grüningen 7:1 (2:0).
Katzenfurt — Ruttershausen 1:1 (1:1), Los für Ruttershausen.
Roth — Dornholzhausen 2:2 (1:2), Los für Dornholzhausen.
Hörnsheim — Beuern 4:1 (2:1). Das Freilos zog Lützellinden B.
Die Spiele verliefen „programmgemäß", d. h. es gab wohl keine Ueberraschung. Vielleicht war Dornholzhausen die Mannschaft, die hier durch ausgezeichnete Leistungen auffiel, allerdings erst durch das Los gewann. Das gleiche gilt auch von Ruttershausen.
Je näher es dem Ende zuging, desto schärfer wurden die Kämpfe. Schon die 2. Zwischenrunde bewies das mehr als deutlich. Man kann wirklich sagen, daß es nur den Besten möglich fein kann, sich in einem derartigen Felde von auserlesenen Mannschaften durchzusetzen. — Nachdem, wie erwähnt, 1846 eingetreten war, ergab sich nunmehr folgendes Bild:
2. Zwischenrunde.
Tv. 1846 Gießen II —Mtv. Gießen II 5:1 (1:1).
Tv. Lich — Tv. Hörnsheim II 4:5 (2:3).
Wetzlar II — Ruttershausen 3:0 (1:0).
Tv. Lützellinden II. — Tv. Dornholzhausen 3:3, Los für Dornholzhausen.
Schon das erste Treffen ließ an Spannung nichts zu wünschen übrig. Kein Wunder, daß unter diesen Umständen alle Gießener „mitgingen". Wenn nach ausgeglichener erster Halbzeit bann die 46er so klar die Oberhand behielten, so ist das nicht zuletzt auf ihr größeres Stehvermögen zurückzuführen. — Erwähnung verdient noch die Leistung, mit der Ruttershausen aufwartete. Auch alle übrigen Paarungen ließen in keiner Beziehung etwas zu wünschen übrig. — Die
Vorschlußrunde
sah unter diesen Umständen folgende Spiele:
To. 1846 Gießen —To. Hörnsheim II 4:3 (3:1).
To. Wetzlar II — To. Dornholzhausen 4:0 (3:0).
Die Gießener hatten alle Mühe, sich der ungestümen Angriffe der Hörnsheimer zu erwehren, Die wieder einmal mehr zeigten, was sie zu leisten vermögen. Lange Zeit war das Treffen vollkommen offen und nur ganz knapp war denn auch ber Sieg. — Daß Dornholzhausen gegen Wetzlar nicht viel ausrichten konnte, war von vornherein klar. Für das Endspiel qualifizierten sich also
Tv. Wetzlar II — Tv. 1846 Gießen.
Inzwischen machten sich nach einer kurzen Mittagspause die Mannschaften fertig zu dem feierlichen Einzug aller Teilnehmer.
Das Turnier nahm am Nachmittag vor etwa 1800 Zuschauern, bie in dichtem Kranz das Spielfeld umlagerten, seinen Fortgang. Den Auktakt der Nachmittagsveranstaltung bildete ber farbenprächtige Aufmarsch aller teilnehmenden Mannschaften. Dann hielt als Vertreter der beiden das Turnier veranstaltenden Vereine der Vereinsführer des Mtv., Müller, eine kurze Begrüßungsansprache, in der er besonders die zahlreichen Gäste herzlich willkommen hieß. Reichsbundkreisführer Dr. Schäfer hielt ebenfalls eine kurze Ansprache, in der er zunächst grundsätzlich über die Leibesübung sprach, wie sie Staat und Bewegung von uns fordern im Interesse der Zukunft unseres Volkes. Der Kampf bilde die Erfüllung und letzten Einsatz aller körperlichen und geistigen Kräfte, dürfe aber nicht der Einsatz brutaler Gewalt fein. Der Kampf setze die Beherrschung aller Fähigkeiten und allen Willens voraus, wenn der Sieg errungen werden sollte. Die Zuschauer müßten den Kampf unterstützen in der anständigsten Form. Formvollendetes zu zeigen, sei nicht jeder Mannschaft möglich, aber nach Formvollendung zu streben, sei die sittliche Forderung der Leibesübung überhaupt.
Die Kämpfe der Gruppe I.
Die Mannschaften traten zunächst zu den Kämpfen der Vorrunde an. Überraschungen blieben nicht aus.
Die Ergebnisse der Vorrunde:
Tv. Wetzlar-Niedergirmes — Tv. Büdesheim 6:3 ~ <4:2).
Tv. Hörnsheim — Standort Gießen I 7:3 (1:1). To. Münchholzhausen — Tuspo. Marburg 1:3 (0:1). Tv. Wetzlar I — Tv. Lützellinden I 1:6 (1:2). Tuspo. Butzbach — Mtv. Gießen I 1:6 (0:3).
Tv. Heuchelheim — Spvgg. 1900 Gießen 4:8 (2:4).
Das erste Spiel der Runde gestaltete sich nicht sehr aufregend. Niedergirmes gewann ziemlich unangefochten. — Einen sehr dramatischen Verlauf nahm der Kamps der Hörnsheimer gegen die Soldaten. 1:1 lautete das Halbzeit-Ergebnis, 3:3 das Ergebnis nach regulärer Zeit. Völlig gleichwertig erschienen die beiden Mannschaften. Man entschloß sich zur Verlängerung von zweimal zwei Minuten. Hier liefen die Hörnsheimer zu großer Form auf und siegten in einem furiosen Sturm eindeutig mit 7:3 Toren. — Der Kampf Münchholzhausen gegen Marburg nahm ähnlichen Verlauf. Auch hier bedurfte es zur Entscheidung einer Spielverlängerung. Die Marburger qualifizierten sich für die nächste
Runde.
Die größte Ueberraschung des Turniers bedeutete aber zweifellos die Niederlage ber Gau- ligamannschaft von Wetzlar im Kampf gegen die Sieben von Lützellinden. Die Wetzlarer kamen in ber zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr auf bie Bretter. — Die Begegnung Butzbach gegen Mtv. verlies in der ersten Halbzeit ziemlich ausgeglichen, nach dem Wechsel drehten dann d,e Meßener erfolgreich auf. - Mit besonderer Spannung sah man dem Kampf zwischen Heuchelheim und dem Favoriten 1900 entgegen. Die Blauweißen be- haupteten sich ziemlich sicher. ,. , , .
Nach einem D a IN e n - H a n d b a l l f p i e l, das di- Mädchen von Kurdeffen Marburg und von Welter im Feld sah (1:1 endet- der unterhaltsame
Kamps) und nach einem Schülerspiel von Knaben ber Pestalozzischule würben die Kämpfe der Zwischenrunde bestritten.
Die Ergebnisse der Zwischenrunde:
Tv. Kirch-Göns — Tuspo Marburg 2:6 (2:1). Spvgg. 1900 Gießen — Lützellinben 6:3 (4:0). Mtv. Gissßen — Hörnsheim 4:5 (1:2).
Die Marburger würben mit der Mannschaft von Kirch-Göns recht sicher fertig. Auch das Spiel 1900 gegen Lützellinden ging klar zugunsten ber Blau- weißen. Heftiger gestaltete sich ber Kampf zwischen Mtv. unb Hörnsheim. Die Entscheibung hing lange in ber Luft. Beibe Gegner waren sich nahezu aleich- roertig. Im Endspurt waren die Hörnsheimer ourch- schlagskräftiger und sicherten sich den knappen Sieg, Die Hörnsheimer hatten ihrem Tormann viel zu verdanken.
In der Vorschlußrunde gab es dann folgende Begegnungen:
Marburg — Wetzlar-Niedergirmes 4:2 (3:1) 1900 — Hörnsheim 2:4 (1:2).
Mehr und mehr schieden sick nun die Geister. Die Marburger, die in einer sehr gleichmäßigen Form ihre sämtlichen Spiele bestritten, erwiesen sich mit ihrer sauberen Kombinationstechnik ihrem Gegner überlegen und qualifizierten sich nunmehr für das Endspiel. Die zweite Vorentscheidung fiel dann in dem mit größter Spannung erwartetn Kampf zwischen der Spielvereinigung und der Mannschaft von Hörnsheim. Der unüberwindliche Tormann ber Hörnsheimer entschied hier bas Spiel für seine Mannschaft. Zwei gleichwertige Gegner gingen zum Aeußersten aus sich heraus. Trotzbem: bie Hörns- heimer siegten verdient.
Die Entscheidung der Gruppe I.
Der Enbkampf der Gruppe I ließ die Gemüter noch einmal in große Erregung geraten. Diele Sympathien lagen bei den Hörnsheimern. Aber auch den Marburgern wurde die Anerkennung nicht versagt, denn sie hatten sich durch ihre faire Spielweise beliebt gemacht. Der Kampf selbst war ein hartes Ringen; die Mannschaften standen sich gegenseitig fast nichts nach. Aber die Hörnsheimer waren im Torschuß entschlossener und hatten nickt den sicheren Tormann zum Gegner wie die Marburger. So fiel der Sieg an bie Hüttenberger, bie einen ganz großen Tag hatten unb die Ehre des Tages für sich in Anspruch nehmen konnten.
Endkampf der Gruppe II.
Das Schluhspiel der Gruppe II ging dem Spiel der Gruppe I voraus. Nach einiger Unruhe und einer Unterbrechung fiel die Entscheidung zwischen dem Turnverein 1848 Gießen und der zweiten Mannschaft von Wetzlar recht eindeutig für die Domstädter. Die Wetzlarer waren besonders im Torwurf gewaltig und ließen sich keine Chance entgehen
Den Abschluß der Kämpfe bildete die Siegereh r u n g im „Schützenhaus", die durch den Gaufachamtsleiter Denn in würdiger Weife vorgenommen wurde. *
3m Ueberblick über die sportlichen Ereignisse des Turniers läßt sich sagen, daß dieses 5. Hallenhanb- dall-Tumier als ein großer Erfolg betrachtet werden darf. Zahlreiche Mannschaften unserer Heimat
Das Deutsche Anrudern nahmen auch die Mit- glieber unserer hiesigen beiben Vereine, der Gießener Rudergesellschaft und des Gießener Ruderklubs „H a s s i a" zum Anlaß, sich zum feierlichen Akte der Eröffnung des Ruderjahres vor den Bootshäusern einzufinden. Das
Die ersten Aufstiegspiele in Hessen.
VfV. Großauheim und SV. Dehkar holen die Punkte.
Als letzter süddeutscher Gau begann Hessen am Sonntag mit seinen ersten Aufstiegsspielen. In
Hier abschneiden!
Kaust deutsche Waren tm deutschen
nMa) - Geschäft
O
1
Schmetterlinge
445 Schmuck
Schmetterlinge, Schuppenflügler von großer Mannigfaltigkeit der Arten. Viele Schmetterlinge sind sehr nützlich, manche Arten durch Gesetz geschützt. Das Sammeln von Schmetterlingen soll daher nicht als Spielerei betrieben werden, sondern nur von ernsthaften Sammlern. Das Töten der gefangenen Tiere darf niemals zur Quälerei werden. Tagfaltern drückt man das Brustbein ein, Nachtfalter steckt man in ein Glas mit giftigem Zyankali, das Kindern nicht überlassen werden darf. Die Tiere werden auf einem besonderen Spannbrett aufgespannt, ehe man sie der Sammlung einverleibt. Schmetterlingskästen müssen vor Feuchtigkeit und Sonne geschützt werden, ebenso vor Motten, Speckkäfer und Staubmilben.
Schmierseife, weiche Kaliseise von verschiedener Farbe. Braune Schmierseife, die billiger, aber schärfer ist, wird zum Scheuern von Steinböden und bei grober Wäsche verwendet, weiße Schmierseife dagegen beim Waschen von Bett- unb Leibwäsche.
Schminke, künstliche rote Farbstoffe, vielfach mit Fetten gemischt, Fettschminke zum Röten ber Gesichtshaut ober ber Lippen. Für bas Schminken gilt, was vom Pudern unb Lippenstift ge
sagt ist, man sott Schminke bei Tageslicht vermeiben unb höchstens zu großen abenblichen Der- anftaltungen bei künstlichem Licht auflegen.
Schmirgel, Schleif- und Poliermittel aus Korund in Stangen ober gepulvert auf Schmirgelpapier, Schmirgelleinwanb, aufgeklebt. Beim Schmirgeln von Herdplatten wickelt man das Schmirgelpapier um einen Lappen, um mehr Halt zu haben. Schmirgelpapier gibt es in verschiedenen Stärken im Handel.
Schmoren, soviel wie in Fett dünsten. Schmortöpfe müssen aus Gußeisen ober emailliert sein.
Schmuck, kunstvoller Zierrat aus edlen Metallen und Steinen, der als Ring, als Halsschmuck ober am Kleid getragen wird. Wertvoller Schmuck muß sorgsam in biebes» unb feuersicheren Behältnissen aufbewahrt unb von Zeit zu Zeit vom Golbschmied nachgeprüft werden, ob sich die Fassungen nicht gelockert haben und die Verschlüsse in Ordnung sind. — Der zum persönlichen Gebrauch der Frau bestimmte Schmuck ist beim gesetzlichen Güterstand Vorbehaltsgut der Frau. Bei ber allgemeinen Gütergemeinschaft gehört er zum Gesamtgut. Schmucksachen des Kindes ge-


