Einzelbild herunterladen

KL-.

Das Land am Hohen Venn

Spar- und VorschuSkaffe Krofdorf-Gleiberg

beeren in guten Jahren. Er fühlt keinen Neid. Mit klopfendem Herzen geht er durch die üppigen Flu­ren des Binnenlandes, wenn er nicht einmal jedes Jahr eine Reife tut. Wenn er wieder daheim ist, verdoppelt sich seine zufriedene Rührigkeit. Er kennt nur eine einzige Art Mißgunst, die Mißgunst der Witterung. Wenn ihm der Sommer ungnädig ist, muß er Kartoffeln und Roggen kaufen vom weni­gen Bargeld, muß er sein Vieh beschränken, um kostbares Heu zu ersparen. Vor wenigen Jahren lag auch er in den Klauen der landfremden Schacherer. Arteigene Gesetze beschützen nunmehr auch ihn.

Aus dem Vennwald hat sich der Bauer seinen Bundesgenossen geholt. Grasanger, Wiesenweg, Gartengrund hat er mit Jungbäumen umfriedet. Mannshoch hat er sie ausgerichtet in Reihen, ge­stutzt und gedichtet nach wohlüberlegtem Plan. Kahl beschlagene Altstämme hat er an den Grenzmarken Hochtreiben lassen. Sturmzerfledderte Spitzenwedel straffen sich wie Fahnen über mühsam eroberten Besitz. Eine undurchdringliche Wand von Blatt­werk, zugeschmtten wie eine massige Burgmauer, hat er um die Wetterseite seines Hauses gestellt. Dahinter birgt sich das Strohdach, das fast bis an die Erde reicht. Dicht beieinander leben Mensch und Tier im Schatten dieses Baumgefährten. Was drü­ben im Venn in Urkraft vielen Mühen trotzt, das wird hüben ein zuverlässiger Kamerad. Was drü­ben silberne Flechtenbärte trägt, sprießt hüben nach Schur und Schere. Wenn der Vennbauer Heimweh hat, träumt er von Buchen. Die Buchen sind Denkmäler seiner stammesstolzen Gesinnung, seiner friedliebenden Arbeit, seines kämpferischen Einsatzes. Die Buchen sind sichtbare Siegel auf den unvergänglichen Urkunden seiner deutschen Lebens­haltung.

Der Vennbauer bleibt gern in der Nähe seines Herdes. Seine Heimat erlaubt ihm von Jugend auf, oft mehrere Stunden weit den Rauch feines mäch­tigen Kamins zu entdecken, der mit Rasenplatten auf einem Rost überwölkt ist. Die hügelarme Hoch­fläche gibt keinen Rundblick preis. Immer nur liegt eine Seite des Sichtwinkels offen. Wie bläuliche Zungen schieben sich Fichtenwälder bald links, bald rechts in das Blickfeld. Quer herüber aus der Kai-

serstadt Aachen keucht in weiten Bögen die Eisenbahn herauf. Bahnhöfe und Bahndämme, Schranken und Wärterbuden, einst geschaffen von deutscher Tatkraft, sind heute dienstbar fremder Botmäßigkeit. Einzelne Höfe und ganze Dorfteile sind eingesprengt in entrissene Fluren. Ein ganzes Dorf, Mützenich, liegt wie eine Halbinsel im Lande heimatfremder Krone. Aber die Freiheit der Ehre erlischt nicht. Deutsche Förster und Heger wohnen diesseits unter den Ihren und bestellen jenseits den Wald für deutsche Rechnung. Ungehindert ist ihr Zutritt über die Grenze. Und ungehindert gar baut deutsche Jugend im Arbeitsdienst dauerhafte Abfuhrstraßen für das hochwertige Holz. Die Venn­gemeinden ernten an Werten ein, was feit 1815 die preußische Heimat grundlegend geschaffen hat, nach­dem sie aus der Franzosenzeit eine verwüstete Ein­öde mitübernahm: den Ertrag des Waldbaus. Er ist zur Truhe geworden, aus der erhebliche Steuern gehoben werden. In den Talgründen der gischtenden Vennflüßchen Rur, Kall und Hill wach­sen Wälder, die ihresgleichen suchen im Schwarz­wald. Und über die Täler hinweg rauschen Laub­wälder, die nur im Harz würdige Gegenstücke haben. Raunende Sagen empfangen hier ihre Weihe. Rotwild kommt in Rudeln zur Tränke. Moorhühner gackern im Wollgras. Perlmuscheln pflügen das Bachbett. Wilde Narzissen feiern Sommersonnwende. Und auf dem Venn spielen seltene Schmetterlinge.

Was den Vennbauer in seiner Eigenart unter­scheidet, bindet ihn nur fester an die Gemeinschaft. Er baut seine Hausbalken für sieben Lebensalter. Er richtet sich aus nach der Sonnenuhr der ewigen Gesetze, die in seiner unbestechlichen Pflicht ruhen. Kein Nachbar geht ohne Trost von seiner Schwelle. Sein Dors ist eine einzige große Familienstube. Die Kraft, die er sammelt, gibt er dem Volke weiter. Unter dem Tagwerk speichert er Grübeleien auf. Und wenn er Feiertag hat, bindet er dem Schalk die Kappe um.

Wach ist im Land meiner Ahnen die Wette, die mein Urgroßohm mit dem ersten Landrat einging: daß er ein Hühnerei ohne Henne ausbrüten wolle mit natürlicher Wärme. Drei Wochen ging er steif wie ein Besen. Drei Wochen schlief er im Stehen wie ein Pferd. Drei Wochen trug er das Ei bei sich am Körper unter der Achselhöhle. Das Küken entschlüpfte gesund dem seltsamen Nest. Zur Kirch­weih fragte der Wettgegner, ob ihm die Tracht sauer geworden sei. Ohne Prahlen kam die Ant­wort:Sieben Dutzend Burschen will ich Euch dingen, die Gleiches tun". Da lud der hohe Herr das ganze Dorf zu Umtrunk und fröhlichem Rund­gesang.

Deutscher Mensch in deutscher Landschaft

Von Hans Lorenz Lenzen.

(D Krofdorf-Gleiberg, 4. April. Einen nen­nenswerten Faktor in der wirtschaftlichen Struktur unseres Dorfes und seiner Umgebung bildet die Spar- und Vorschußkasse Krofdorf- Gleiberg e. G. m. u. b. H. mit ihren 587 Mitglie­dern. Sie hielt am gestrigen Samstagabend im Saal­bau Bender ihre ordentliche Generalversammlung ab.

Der Vorsitzende des Vorstandes Wilh. Wagner erstattete nach seinen (Irußworten und nach kurzem stillen Gedenken der im Laufe des Jahres verstor­benen Mitglieder den Jahresbericht, aus dem u. a. folgendes hervorgeht: Das Geschäftsjahr 1936 ließ im Geschäftsbereich der Kasse erkennen, daß unsere heimische Wirtschaft sich bestrebte, der in den letzten Jahren eingesetzten günstigen Entwick­lung des Unternehmens einen soliden Unterbau zu schaffen. Die eigenen Mittel, insbesondere die Spar­einlagen, haben eine erfreuliche Zunahme zu ver­zeichnen, während die Rückzahlungen sich vermehr­ten und die Zinszahlungen pünktlicher erfolgten. 23 Mitglieder sind der Genossenschaft neu beigetre­ten, so daß sich die Gesamtzahl auf 587 erhöhte. Der Umsatz auf einer Hauptbuchseite steigerte sich um 266 655,70 Mark auf 3 531 532,90 Mark. Der Spar­einlagebestand hat sich gegenüber dem Vorjahre um 55 704,18 Mark erhöht. 192 Sparbücher wurden neu ausgestellt. Die Schulsparkasse erzielte einen beachtlichen Erfolg. Sämtlichen Anforderungen der Sparer konnte man gerecht werden. Die Bilanz weift einen Gesamt-Einlagebestand von 642 027,11 Mark aus. Die Reserven belaufen sich auf 39 385,92 Mark. Als Reingewinn verblieben 2314,56 Mark. Der Bericht endete mit dem Dank an alle Mitglie­der und der Versicherung steter Einsatzbereitschaft der Verwaltung für Alle.

Anschließend erläuterte Geschäftsführer Hem -1 merle in großen Zügen den Geschäftsumsatz und!

Das Land meiner Ahnen ist karg und herb. Ge- messen keimt und fruchtet die Saat. Bedächtig schreiten die Menschen über ihre Scholle. Meist wacht der Tag auf mit tobendem Wind, mit ver­hangener Sonne. Immer verlangt er gebückte Rücken, schwielige Fäuste, gesunden Atem. Spar­sam spendet er freundliche Blicke. Unablässig mahnt feine Uhr an Brot und Raufe. Kühl und schwer ist der Tau. Nebel stehen wie feuchte Mauern über der Heide. Fani, der gotische Name für Sumpf, umschließt wie ein dichter Kreis die Herzen und Häuser der Sippen, die seit Jahrhunderten keinen Fußbreit weichen. Aber es schwelt und brütet und giftet kein Unwesen im Moor. Wälder lecken die Wässer auf. Wiesen verdrängen die Ginsterhalden. Pfade trocknen, und Musterhöfe rücken vor in die Wildnis. Einst lauerte im Kolk der Tod. Heute hütet Frau Holde junges Leben. Die Runzeln ver­schwinden von den Bauernstirnen. Mit neuem Mut schwingen sie Hacke und Sense. Sie verteidigen ein altes Erbe, denn ihre Brüder im freien Vaterland sinnen ai^f tätige Hilfe und bringen den unbeirr­baren Glauben an Aufstieg und Ge­meinschaft mit.

Mit Andacht tut hier der Bauer fein Tagewerk. Fürsorglich steht er zu seinem Vieh. Das Nährkraut, das hier nur einen kurzen Sprung in die Fülle tun darf, ist wahrhaft heilige Gabe. Ursprünglich wirkt hier der Mensch im Zirkel des Wachtums, dessen denkender Anteil er ist. Seine Leistung singt der Schöpfung besonderes Lob. Er beherrscht die Natur nicht, er arbeitet mit ihr als ein wissendes Stück vom Ganzen.

Mein Oheim hatte sich in den Kopf gesetzt, ein Aeckerlein Weizen zu bestellen. Er war des Roggens nicht leidmütig, nein, denn hier schießt die Jugend lachend auf Schwarzbrotbeinen auf, aber er wollte einmal ein goldgelbes Weißbrotfeld wie ein Märchen um fein Haus blühen sehen. Er säte Saatgut vom Rhein. Er erntete von einem halben Sack Einwurf achtfachen Segen. Da schmunzelte er und lud die Nachbarn zu Gast. Das Jahr darauf nahm er das gleiche Maß von dem felbstgezüchteten Erntegut. Das Weizenfeld gedieh. Wie aber die Garben unter den Dreschflegel kamen, da waren die Körner dünn und glasig. Sie reichten nicht einmal zum Saatgut aufs Dritte Jahr. Und der Oheim nickte und schaute fürder den gewohnten Roggen mit größeren Augen an.

658 Meter Höhe hat der Stehling, auf dessen Kuppe vor zwanzig Jahren die Dorfkinder deutsche Lieder fangen. Kaum jemand würde heute dem jungen Geschlecht wehren, zu tun wie sie. Doch schweigen sie, wenn sie zum Heuen der Vennstreu fahren. Ihren Vätern blieb zur Nutznießung jeg­licher Aufwuchs. Die Muttererde aber trennte der Federstrich des Gewaltfriedens ab. Selten sind Grenzer und Zöllner von drüben schlimme Be­dränger. Oft genug bedeutet es eine Strafe für sie, in dieser Landschaft ihr Amt zu versehen. Der Vennbauer sieht in ihnen nicht den gierigen Feind. Er erkennt in ihnen den wurzellosen Frenäling. Er spricht nicht davon; er verschließt seine Ge­danken. Wenn der Kriegerbund seine schlichten Ge­denktage feiert, schauen alle Augen hinüber ins Windland. Sie sehen nicht die Fremde, sie sehen die Heimat ihrer Vorfahren. Und sie werden nicht müde zu schauen, denn Heimat ist hier mehr als angestammte Obhut. Sie ist ein waches Gewissen. Unvergessen ist, was die Liebe und der Stolz der Väter gewesen sind. Sonntags geht der Vennbauer über den ergreifend armen Friedhof der Vennkirche. Er kennt jedes Grab, jeden Stein, jede Inschrift. In Ruhe blickt er über die Felsbrockenmauer. Er weiß nichts von Haß. Aber er weiß um Pflichten auf fast verlorenem Posten. Er betet und arbeitet. Ihn entwurzelt keine irdische Macht. Er glaubt an Fie Gerechtigkeit wie an sich selbst.

Sechzig Schneetage im Jahr zählt das Vennland. Einen Taubenflug weiter sind es ihrer fünfundzwanzig. Mit 1 4 0 0 Millimeter R e - gen muß der Vennbauer rechnen. Kaum mehr als die Hälfte erreicht den Nürburgring. .Der Vennrücken fängt die zufließende Seeluft und die nachdrückende Polarluft ab. Sehnt sich der Bauer nach gesegneteren Triften? Würde ihm diese Frage gestellt, er knüpfte fein Halstuch fester. Er bestaunt das schmelzende Obst aus der Ebene. Doch kürzt es ihm nicht die helle Freude an seinen reifen Stachel­

Nach eingehender Besprechung des Geschäftsfüh­rers über Kontoanerkenntnisse, Scheckverkehr, Zins­zahlungen, Kapitalabtrag und andere Fragen hielt der Vertreter des Deutschen Bauerndienstes einen Vortrag über die Notwendigkeit und den Vorteil der bäuerlichen Lebensversicherung als wertvolle Ergänzung zum Sparen. Kreisstellenleiter Berg würdigte mit warmer Anerkennung die Arbeit und Verdienste des Genossenschaftsveteranen K. Ger- l a ch und stellte ihn als starkes Vorbild der Treue und Hingebung für Genossenschaftsbelange hin. Weiter hob er die Bedeutung der genossenschaftlichen Erfolge des Geschäftsjahres hervor, wie die drei- viertel Million vorhandenes Betriebskapital für Sparer und Schuldner sich gleich stark segensreich auswirkten. Geschlossen hinter der Verwaltung stehende Mitgliedschaft, gegenseitiges Stützen uno Helfen, werben helfen für noch stärkeres Sparen, überhaupt Ziehen an einem Strang verhelfe zur idealen Dorfgenoffenfchaft und damit zur Dorf­gemeinschaft. Wie schon der Spargedanke bei den Kleinsten Fuß gefaßt habe, zeige die gute Entwick­lung der Schulsparkasse unter Leitung von Lehrer Praß.

Namens der Geehrten dankte K. Gerlach und verband mit dem Dank den Wunsch zu kräftiger Weiterentwicklung für die Kasse. Zum Schluß un­terstrich noch Direktor Diefenbach von der Lan- desbauernkasse die Bedeutung des Genossenschafts­gedankens im allgemeinen und zollte im besonderen dem Genossenschaftserfolg in Krofdorf-Gleiberg hohe Anerkennung. Bürgermeister Schmidt sprach seine Genugtuung über den harmonischen Verlauf der Versammlung aus, wies auf den gemeinschaftsbil­denden Wert der Dorfkasse hin und bat getreu dem Grundsatz: Das Geld des Dorfes dem Dorfe um erhöhte Spartätigkeit bei unserem dörflichen Geldinstitut. Siegheil auf den Führer beschloß den offiziellen Teil, dem sich dann ein gemütliches Bei­sammensein anschloß.

Muster der Hofberatung.

ZdR. Ein wichtiges Hilfsmittel der Landwirt­schaft in ihrem Leistungswettbewerb wird die Hof­beratung fein. Welchen Erfolg diese Hofberatung haben kann, davon geben die jüngsten Feststellun­gen des Reichsverbandes Deutscher Kleintierzüchter über das Geflügel» berdtungsroefen ein glänzendes Zeugnis: Die Zahl der Berater und Beraterinnen wuchs 1936 von 71 auf 116, so daß man sagen kann, im Durchschnitt des Jahres waren 100 Beratungs­kräfte tätig. Aus der Verbesserung der Hühnerhal­tung durch die Ratschläge dieser 100 Mann gewan­nen wir nachgewiesenermaßen den Eierbedarf für 500000 Menschen, wurde das Einkom­men der Landwirtschaft um 5 Millionen Mark ge­hoben, konnten wir unsere Einführ um mehr als 3 Millionen Mark entlasten. Das ist ein schlagender Beweis für die Richtigkeit des Beratungswesens. Aus diesen Tatsachen ist auch der Schluß gezogen worden, die Beratungskräfte weiter zu vermehren. In diesem Jahr soll ihre Ziffer auf 200 gesteigert werden. Aehnliche Erfahrungen wie in der Geflü­gelzucht sind auch beim Milchvieh durch die Kontrolle gemacht worden: Während der Durch­schnitt der Leistung aller Kühe rund 2400 Liter be­trägt, gibt eine Kontrollkuh im Durchschnitt 3600 Liter. Solche Vorbilder haben den Schluß nahe­gelegt, das Beratungswesen auf die gesamte landwirtschaftliche Erzeugung auszudehnen.

Wetterbericht

des Relchswetkerdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Das europäische Festland ist von einer ausge­dehnten, aber flachen Tiefdruckstörung überlagert, die im Zusammenhang mjt Wirbeltätigkeit über dem Ostatlantik steht. Da von Norden her kalte, von Süden recht milde Luftmassen einströmen, bilden sich immer wieder einzelne Störungen aus, die auch unserem Wetter unbeständigen Charakter verleihen. Zwischen den Störungen setzt sich vorübergehend immer wieder freundliches Wetter durch.

Aussichten für Dienstag: Wechselnd be­wölkt, zeitweise auch Regen, bei meist südlichen Winden recht mild.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der milden und unbeständigen Witterung, aber nicht durchweg unfreundlich.

Lufttemperaturen am 3. April: mittags 12,1 Grad Celsius, abends 10,1 Grad; am 4. April: morgens 6,8 Grad. Maximum 12,2 Grad, Minimum 5,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. April: abends 9,2 Grad; am 4. April: morgens 7,2 Grad Celsius.

trug die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrech­nung vor. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Wil­helm Leib, wies auf die vorgenommene gesetz­liche Revision hin, erklärte die Bilanz nebst der Ge­winn- und Verlustrechnung für richtig und schloß sich dem Vorstandsbericht an.

Nach einstimmiger Beschlußfassung über die Ge­nehmigung der Bilanz, Entlastung der Verwaltung und des Geschäftsführers und Verteilung des Rein- gemines auf Reservefonds, Betriebsrücklage und 4prozentige Verzinsung der Geschäftsanteile wurde das Wesentlichste aus dem Revisionsbericht mitge­teilt, der die erfolgreiche Arbeit der Kasse würdigt.

Die notwendigen Wahlen vollzogen sich reibungs­los. Infolge hohen Alters schied der verdiente, 30 Jahre in der Verwaltung stehende 2. Vorsitzende des Vorstandes, K. G e r l a ch , aus. Ihm widmete der Vorsitzende herzliche Worte des Dankes. Gerlach, sowie das Aufsichtsratsmitglied Wilhelm Winter und das im Vorjahre ausgeschiedene Verwaltungs­mitglied Wilhelm Mandler wurden für ihre jahrzehntelange ersprießliche Mitarbeit mit Diplo­men ausgezeichnet. An Stelle von K. Gerlach wurde Otto B echthold, bisher im Aufsichtsrat, be­stimmt. Die statutengemäß ausscheidenden Aufsichts­ratsmitglieder Wilhelm Leib, Ferdinand Jochem und Ludwig Bepperling wurden einstimmig wiedergewählt; neu hinzu kamen Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Schmidt. Es gehören nun dem Vorstand an: Wilhelm Wagner, K. Drescher, Wilhelm Krombach, K. Bender 15b, Hermann. Schleenbecker, K. Bender LOF. und O. B e ch t h o l d. Der Aufsichtsrat seht sich folgender­maßen zusammen: Wilhelm Leib, Hermann Bender, L. Bepperling, K. Bender 89, W. Schmidt, Wilhelm Bender, Ferdinand Jochem, Hermann E k a r i u s , Wilhelm Win­ter und K. Schmidt.

Keine Zeugnisse in Urschrift

Mildern nur Zeugnis- ablchriften dem Be­werbungsschreiben bet. legen i Lichtbilder unüBewerbungsunter- lagen müssen zur Ve> meidung von Verlusten auf der Rückseite Wa­rnen und Anschrift des Bewerbers tragen!

Mger Saufmann sucht für lO.Avril mV!. Zimmer in gut bürger­licher Familie.

Schrkftl. Angeb. unter 2359V an den Gieß. Anz.

Junglehrerin sucht sofort möbl.Zimnier evtl.m.Mittags­tisch. Preisonert. unter 2356V an den Gieß. Anz.

Mädchen

~ 01748

Lcvuhreparatur- geschäst gesucht. Schr. Angebote unter 01748 an den Gießen.Anz.

Für sofort oder fvätest. 15. Avril

Haos- und Kiicieomädchen gesucht. 236Ud «ietzem 5iüö?ntenöau6 Leihgesterner

Weg 16.

HCl] Stahl- Roffott Schlafrim. Kindabetten. LlJU Holz- D85011611 Stahlfedern. Auf leaematr. nnaBe.TeU2hJg. Kat al. frei. EisenmöbelfobrikSuhl/TlL

Büroräume

zu vermieten.

Näheres l^o Sonnenstratzeis Telefon 3393.

Äwangsvevsteiseruug

Dienstag, 6.Avril, nachm. 2 Uhr, soll. i. Versteigerungslokal, bezw. an Ort undStelle.Bekanntg. in ob. Lokal, zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 2 Radios, 4 Oesen, 4 Herde, 5 Nähmaschinen, 2 Schreib­maschinen, 1 Bohner, 1 Bulkani- siermaschine, 1 Schaufensteraus­stellungseinrichtung,! Eismaschine, 1 Fahrrad, 1 Rechenmaschine, 1 Photoapparat, 1 Dackel, 1 Perso­nenwagen, mehr.Kronen,Anzugs-, Kleider- und Mantelstoffe bestimmt wird versteigert:

1 Damenfcchrrad 2364d

SphäPfflann Gerichtsvollz. in Gießen öbllOdllll Wernerwall33.Tel.3108

Geschäfts räume zu vermieten

Diezstraße 14 bestehend aus

Büro, Lagerfeld mehreren Lager­räumen m. Ber- laöerampe, Ga­rage und großem

Hof. 12160

Ehr. Fnderthal, Weingroßhandl.

Gießen

Seltersweg >5

| Mietgesuche |

4-Zim. Wohlig. m.Zubehör,Bad zum 1.Juli, evtl, früher, zu miet, gesucht. Schrift!. Angeb. m.Preis- forberg. an |236iO E. Blumschein Schriftleiter des Gieß. Anzeigers Friedrichstr. 6 I.

Schöne, sonnige 3-Zim. Wohng. m. Küche, Balk. u. Gartenanteil, nebst Zubeb., a. d. Lande, ¥2 St. mit d. Bahn von Gießen entfernt, a. ruh. Dauer­mieter zu verm. Mietvr. 30 Alk. Schr. Ang. unt. 01679 a.d.G.A. ÄMMmer an berufstätigen Dauermieter so­fort zu vermiet. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d.Gieß.Anz . 01740

Für Schwerhörige

Nur Siemens-Phonophore!

Vieltausendfach bewährt Elektr. Hörapparate mit reinster Sprachwie­dergabe, für jeden Grad von Schwer­hörigkeit Unauffällig im Tragen! Neu: Knochenleitungshörer! Fordern Sie Probelieferung mit Druck­schriften Auf Wunsch Teilzahlung! Vielhörer - Anlagen für Schwerhöri­genvereine, Taubstummenanstalten, Kirchen und Theater. 2355 V

SiemenS ReinigerWerke A.G. Frankfurt a M., Kaiserstr. 60 |

n=n sTnärds

Ihre Vermählung geben bekannt

Gießen,Stadt Mainz", den 6. April 1937

Die Trauung findet nachmittags 2 Uhr in der Johanneskirche statt

2353 0

Verlobungs-Anzeigen

uefert Brühl'sche Druckerei

Herbert Silber und Frau Irmgard, geb. 166er

Schwememarkt in Medevwalgevtt Mittwoch, den 7. Avril 1937 23720 Der Bürgermeister: Böth.

8 40 Steyr Lim., 4-5 Sitz., Cenfr.-Schmier- Schwing - Achse, sehr gut erhalten, steuerfrei, günst. zu verkauf. 01744

Medebach Marburger Str. 22

Einem Teil der heutigen Aus­gabe liegt ein Werbeblatt der Firma Mevverwerke G.m. b.H., Rosenheim, bei. 2370d

Wiese

a. Schreiberweg 8000 qm zu ver­pachten. 01746 Wo, sagt die Ge­schäftsstelle des Gieß. Anzeigers.

Für Starke!

Nah- Anfertigung erstkl. Sitz garantiert Korsettmoden Rekord Martha Bierans Selters wea 59

RM. 2875

als Hypothek auf GießenerGrund- stück.Wert30000, Borbelastg 4500, gesucht, schriftl. Angeü. u. 01751 a.d.Gieb.Anzeig.

Ludwig Haas

Plockstraße 7

illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Wichtig für Pflanzen- und Tierfreunde!

Wichtige Neuerscheinung!

SWoOflonieniL Heren nach der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 (9t© SLI Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus führlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz.

Gebunden RM. 3,60.

Bestellungen durch alle Buchhandlungen öugo MnMer Ferlog. beriin-mrer? 11111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111

Decken

von RM. 2,95 an

2373 A

Verkaufe Brombeerpflanzen Amerikanische Riesen", Erfrag per Pflanze

25 kg, Stück 40 4 Himbeersträucher in2großfrüchtig. Sorten 100 St., 10 <A sowie eine junge hochtrag.

Fahrkulh.,,D Gärtnerei Elzet

Klein-Linden.

zu verkauf. 2362V Näheres

Sonnenstraße 19 Tel. 3393.

^mpfelilungH

Bei Katarrh, Husten Asthma wirkt auch in ver­alteten Fällen der auffallend schleim­lösende Kemnl-

Asthma-Tee harnsäurelösend.

Zu haben in allen Apotheken. Vorrätig

Vorrätig in:

Pelikan-Aooktzeke.

Jung, kräftiger

Bursche schulfrei,wird ge­sucht.

01749

Marktplatz 21.

Aufgeweckter kräftiger Will gesucht. 23660 MMet Einen Marb. Str. 40.

LttniHitii aus guter Fa­milie p. 15.April 1937 gesucht. Sportl. Betätig. Bedingung. 23too Sportas Schwan.

[Stellengesuche

Anständiges

Mädchen in allen vorkom­menden Haus­arbeiten erfahr, und perfekt im Kochen,sucht ent­sprechende Stelle in ruhig. Haus­halt z. 15. April oder spät. Zeug­nisse vorhanden. Schr. Ang. unt. 01739 g. d. G.A.

Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinan­zeigen in die Hei­matzeitung, den GießenerAnzelger

Sage und schreibe!1S95v ein großer T^il aller Krankheiten ist auf Darmträgheit zurückzufüh- ren. Dr. Burchards Blut- und Darmremigungs - Perlen wirken prompt und milde. 50 St. 85 Pf. m den Drogerien: E. Kwrn, Schul- straße; Ang. Noll, Bahnbofstr. 53. i" ~~

Schöne

Kin derwägen -

Goldene Damen-Armbanduhr a. Oswaldsgarti verloren Abzugeben auf Fundbüro.

Finderlohnzuge- sichert. , 01742

Mündlich können <Siee§ nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen

|Verschiedenes |

150 Mk.

von arbeitsunf. Kriegsrentner a. einige Monate zu leihen gesuchtbei greifbar. Sicher­heit u. gut. Rück- zahlung.Schriftl, Angeb. u. 0174? an 0. Gieß. Anz.

Personenwagen

Anhänger mit Plane, Patent- kuppelung und

Anhängervor­richtung sofort zu verkaufen. 2357V

Horst, Gießen Mühlstraße 22.

8/38

heiles-Deuz-

Limousine

zu verkauf. 23530 Horst, Gießen Mühlstraße 22.

Vermietungen

...und zum Bauen Abermann