reger Mithilfe für unser Gebiet auf. Er hob dabei hervor, daß
der Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main nicht verfehlen wird, von seiner Seite aus altes zu tun, was geschehen kann, um den Fremdenverkehr in unserem Gebiet in jeder Weise zu fördern.
Bei Anspannung aller verfügbaren Kräfte muß es auch in unserem Gebiet gelingen, die Verkehrsziffern der vergangenen Jahre weiter zu steigern und damit unsere Pflicht im Rahmen der unserem Volke gestellten Aufgabe zu erfüllen.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Oie Mistel.
Wenn die Sonne wieder steiler ihre Bahn zieht, die Tage länger aeworden und Eis und Schnee von den Fluren verschwunden sind, der Bauer seine Felder begeht, um nach dem Stand der Wintersaaten zu sehen, dann richtet er auch einmal seine Blicke nach seinen Obstbäumen, um sich von deren Knospenansatz zu überzeugen, und seine eben noch heitere Miene nimmt oft plötzlich einen etwas verdrießlichen Ausdruck an. Trotzdem er seinen Bäumen eine gewissenhafte Pflege angedeihen ließ, sie kratzte, kalkte und sorgsam schnitt, sieht er von weitem schon auf den oberen Aesten einzelne kleine, grüne besenarttge Büschchen lustig sich im Winde hin und her bewegen — die Mistel. Seither hatte sie das Grundstück seines Nachbarn, der sich kaum um seine Bäume kümmerte, heimgesucht, aber nun muß er zu seinem größten Verdruß sehen, daß sie auch auf seinen Bäumen heimisch geworden ist. Er weiß genau, daß die Mistel eine sehr zählebige, heimliche Pflanze und, wo sie einmal Fuß gefaßt hat, kaum wieder zu vertreiben ist, und was ihn am meisten ärgert, daß auch die Obsternte dadurch zurückgehen wird.
Als echter Schmarotzer lebt die Mistel ausschließlich auf anderen Bäumen, vornehmlich auf Weichhölzern, wie Obstbäumen, Pappeln und Nadelhölzern. In seltenen Fällen kommt sie auch auf Eichen vor. Ihre Nahrung zieht sie aus dem Saft des Mutterbaumes. Zu diesem Zwecke treibt sie von der Hauptwurzel aus, die nicht tiefer als in die Rinde des Baumes eindringt, kleine aber äußerst feste Senker kräftig und tief in das Kernholz. Die Form der Staude ist kugelig. An den Enden der stark verästelten Zweige sitzen paarweise längliche, gummiartige, immergrüne Blätter. Im Frühjahr treibt sie kleine, gelbe Blüten, die an den oberen Astgabeln immer zu 3 bis 5 herauswachsen und sehr viel Zeit brauchen, um sich in reife Früchte umzuwanüeln. Und erst im November erscheinen sie als leuchtend weiße Beeren von ungefähr Heidelbeergröße an den olivgrünen Sttäuchern.
Es ist erklärlich, daß diese Früchte, die im Winter als einzige in ihrer Art in voller Reife zu finden sind, eine sehr aesuchte Nahrung für die «Sögel bilden, in erster Linie für die nach ihr benannte Misteldrossel. Aber auch die anderen Drosseln wissen den Wert dieses Futters schr zu schätzen. Hier finden wir auch die Antwort auf die Frage, wie sich die ursprüngliche Entstehungsart der Pflanze hoch oben auf den Bäumen erklärt. Die Drosseln, die diese Beeren verzehren, stoßen die Samenkerne durch den Schnabel in Form von Gewöllen wieder aus, die dann zum Teil auf die unteren Aeste fallen und, da sie sehr klebrig und schleimig sind, dort haften bleiben und einwurzeln. Auch haben Untersuchungen gezeigt, daß selbst der Magensaft den Beeren ihre Keimfähigkeit nicht nimmt.
Man hat verschiedene Arten von Misteln fest- gestellt, die sich äußerlich durch nichts unterscheiden, ober als besonderes Charakteristikum die Eigenart aufweisen, immer nur auf einer bestimmten Baumart gedeihen zu können. So läßt sich die auf Laubbäumen wachsende Mistel wohl auf andere Laubhölzer übertragen, niemals aber auf Nadelhölzer; z. B. kann die sog. Tannenmistel nur auf der Weißtanne fortkommen, während Kiefer und Fichte eine besondere dritte Art beherbergen. Es erscheint somit auch verständlich, daß dieser Schmarotzer durch seine geheimnisvolle, von jeder Norm abweichende Lebensgeschichte den Vorfahren als ein von den Göttern besonders ausgezeichnetes Lebewesen erschien, das mit übernatürlichen Eigenschaften ausgestattet sein mußte und so zur Verbreitung eines ausgesprochenen Mistelkultus führte.
Die Bezeichnung heiliges Kreuzholz (von dem gabelästigen Aufbau der Mistelzweige herstammend), die die Mistel noch heute führt, berechtigt zu der Annahme, daß auch hier altheidnische Vorstellungen mit kirchlich-religiösen Anschauungen vermengt wurden, und wenn heute noch in England die Mistel zur Weihnachtszeit das ist, was für uns der Fichtenbaum bedeutet und der Engländer zur Weihnachtszeit Mistelbüsche an Türen und Decken aufhängt, so hat das seine geschichtliche Berechtigung, denn es stellt sich als der Rest eines stark ausgebildeten Mistelkultes ihrer Vorfahren dar, als ein Festhalten eines uralten Brauches der Väter, der auf die nebelgrauen Fernen der altgermanischen Götter und Heldenzeit hinweist.
So ist die Mistel eine Pflanze, die man als naturverbundener Mensch nicht gern an unserer heimatlichen Vegetation missen möchte, weniger ihres Nutzen wegen, als des Ahnenglaubens unserer Väter, der sich um ihr Dasein webt. M.
Dornotizen.
Tageskalender für Freitag.
Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr „Die vier Gesellen". Gloria-Palast, Seltersweg: „Der kleinste Rebell". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Premiere". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler". — Cafe Amend: nachmittags und abends Frühjahrs-Mode- schau. — Volksmissionswoche in der Johanneskirche: 20 Uhr Vortrag von Pfarrer Heinemann. — Treffen der Konfirmandinnen vom 30. Mai 1887: 20 Uhr im „Burghof".
Lustspiel-Premiere im Sladlthealer.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die Erstaufführung des neuen
Das große Artilleristen Treffen in Gießen
Kameradschastsabend in der VolköhaUe. - Gemeinsamer Marsch der alten Artilleristen. — Militärische Vorführungen in der Artillerie-Kaserne.
Vom morgigen Samstagnachmittag ab bis zum Sonntagabend wird unsere Stadt Gießen im Zeichen der engen Kameradschaft zwischen den alten und den aktiven Artilleristen stehen. Das 2. Artilleri st en-Treffen wird die ehemaligen Artilleristen aus allen Teilen Oberhessens und aus den angrenzenden preußischen Gebieten mit der aktiven Truppe unserer Gießener Artilleristen zusammenführen, und an Reichhaltigkeit der Vorführungen und Unterhaltungen werden dabei selbst die Höchstgespanntesten Erwartungen erfüllt werden.
Der kameradschastsabend in der Volkshalle ist nicht nur für die aktiven und die ehemaligen Artilleristen, sondern darüber hinaus auch für die Gesamtheit aller Volksgenossen in Stadt und Land bestimmt. In unserem heutigen Anzeigenteil ruft die Artillerie-Abteilung zum Besuch dieses Abends auf. Wir können unseren Lesern die Mitteilung machen, daß unsere aktiven Artilleristen für außerordentlich vielseitige und interessante Unterhaltung Sorge getragen haben. Das Trompeterkorps der Artillerie wird mit gutem Konzert erfreuen. Von den Mannschaften der Batterien werden turnerische und sportliche Darbietungen zur Unterhaltung beigesteuert. Eine andere Gruppe der Artilleristen wird in einer Reihe lebender Bilder Höhepunkte der deutschen Geschichte vor den Besuchern lebendig werden lassen. Wieder eine andere Gruppe wird bestrebt sein, durch schönen Männerchorgesang und weitere Darbietungen zu zeigen, daß die Artilleristen eben in allen Sätteln und auf allen Gebieten ihren Mann zu stehen wissen. Daß als Abschluß des Ka- rneradschaftsabends die weibliche und männliche Jugend, aber auch die älteren Jahrgänge noch reichlich Gelegenheit haben werden zum Schwingen des Tanzbeins, fei der Vollständigkeit halber ebenfalls erwähnt. Man sieht also, es wird großer Betrieb in der Volkshalle fein, mit einem Wort: eine große, pfundige Sache, bei der „alles dran ist"!
Die Ereignisse des Sonntags
werden den alten und den aktiven Artilleristen, aber auch den übrigen Volksgenossen vieles Erlebenswertes bringen. Die alten Soldaten werden — nachdem die von auswärts kommenden Kameraden am Bahnhof feierlich empfangen worden sind — um 10 Uhr vom Oswaldsgarten aus durch die Neustadt, Bahnhofittaße, Horst-Weffel-Wall, Seltersweg, Neuenweg, Neuen Bäue, Gartenstraße, Lud- wigsplatz, Kaiser-Allee zur Artillerie-Kaserne marschieren. Die Marschmusik stellt das Trompeterkorps der Artillerie. Bei der Ankunft in der Artillerie- Kaserne werden die alten Soldaten mit Salutschüssen aus zwei Geschützen e m pfangen. Der Kommandeur unserer Artillerie-Abteilung, Oberstleutnant Döring, wird die Waffenkameraden begrüßen, ihren Vorbeimarsch
abnehmen und anschließend in ihrer Mitte verweilen. Die aktive Truppe wird dann, während das Trompeterkorps die schneidige Militärmusik stellt, mit mancherlei militärischen Vorführungen erfreuen, u. a. Auffahren einer Batterie, Geschützexerzieren, Vorbeimarsch im Trab, Reitübungen usw. Diese Vorführungen der aktiven Soldaten werden den Besuchern einen außerordentlich interessanten und lehrreichen Einblick in die Ausbildungsarbeit unserer Artilleristen geben. Um die Mittagszeit wird gemeinsames Eintopfessen an langen Tischen in der großen Reithalle die alten Soldaten vereinigen. Es wird dabei ein guter Schlag vortrefflichen Essens verabreicht werden, in dem auch die Fleischportion — sehr im Gegensatz zu den Felderfahrungen des letzten Kriegsjahres — von anständigem Ausmaß sein wird; manche „schlagfreudige Kapitulanten" werden diese Mitteilung wohl mit besonderem Interesse entgegennehmen. Anschließend an das Mittagessen werden die Besucher Gelegenheit haben, die Einrichtungen der Kaserne in Augenschein zu nehmen.
Gemeinsamer Abmarsch der alten Soldaten
von der Kaserne zu dem kameradschaftlichen Beisammensein in der Stadt wird dann vor sich gehen. Die ehemaligen Artilleristen und sicherlich auch zahlreiche aktive Kameraden werden sich bei Musik und froher Unterhaltung am Sonntagnachmittag noch im Cafe Leib bzw. in den Standquartieren der einzelnen Regimenter vereinigen. Diese Standquartiere der alten Regimenter werden während des Mittagessens in der Kaserne durch Lautsprecher bekanntgegeben.
Das Treffen ist für alle Artilleristen
bestimmt, nicht etwa nur für ehemalige Feld- oder Fußartilleristen. Es können also auch ehemalige Marine-Artilleristen, oder Angehörige von Flak- Truppen usw. teilnehmen, kurzum jeder alte Soldat, der irgendwann mit Geschützen seiner Dien st pflicht genügthat.
Die Festabzeichen
zum Preise von 1,50 Mark berechtigen zum Eintritt zu allen Veranstaltungen. In diesem Preise des Festabzeichens ist auch das Mittagessen am Sonntag in der Kaserne einbegriffen. Festabzeichen können, soweit noch nicht geschehen, bei der Artilleri st en-Kameradschaft 1895 G i e- ßen (früher Artillerie-Verein Gießen), durch den beauftragten Kameraden Wilhelm Stephan, Bahnhofstraße 24 (Telephon 3729), bezogen werden.
Es wird erwartet, daß alle alten Artilleristen an diesem Treffen teilnehmen und dadurch ihre Verbundenheit mit den aktiven Kameraden bekunden werden.
Lustspiels von Jochen Huch „Die vier Gesellen" statt. „Die vier Gesellen" wurden zu gleicher Zeit an 18 Bühnen urauf geführt. Der Intendant Hermann Schultze-Griesheim nahm sofort dieses erfolgreiche Lustspiel zur Aufführung an. — Die Spielleitung führt Wolfgang Kühne. Das Bühnenbill) schuf Karl Löffler. — Die Vorstellung findet als 23. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. —
Goelhe-Vund und kaufmännischer Verein teilen uns mit: Am kommenden Sonntag findet der 4. Dichterabend statt, an dem die Dichterin Josefa Berens-Totenohl, bekannt durch ihre Romane „Frau Magdlene" und „Der Femhof", aus eigenen Werken lesen wird. Die Spielsck-^ des Untergaues 116 des BDMs wird die Dicht., stunde musikalisch umrahmen. Es fei noch besonders darauf hingewiesen, daß der Beginn der Veranstaltung, nicht wie sonst üblich, auf 20 Uhr, sondern auf 20.15 Uhr angesetzt worden ist. (Siehe heutige Anzeige.)
Tierschuhverein Gießen und Umgebung.
Der Gründungsausschuß für den Tierschutzverein Gießen macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß am Freitag, 12. März im Frankfurter Hof (Marktlauben) die Gründungsversammlung stattfindet. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen.
Deutsche Arbeitsfront.
Ortswaltung Gießen-Süd.
Am Samstag, 6. März, 20.30 Uhr, findet im Kath. Vereinshaus in Gießen eine Mitgliederversammlung der Ortswaltung Gießen-Süd statt. Es spricht der Kreisobmann der DAF., Pg. Wagner.
Die Teilnahme an dieser Versammlung ist Pflicht für alle DAF.-Mttglieder der Ortswaltung Gießen- Süd. DieBettiebsgemeinschaftswalter sind für das restlose Erscheinen ihrer Betriebsgemeinschaften verantwortlich.
Ortsgruppe Gießen-Tlord.
Hilfskassenbeiträge für April, Mai, Juni 1937 für alle Angehörigen der SA., SS., Marine-SA., Retter-SA. und des NSKK., die im Bereiche der Ortsgruppe Gießen-Nord wohnen, werden am Montag, 8. März, und Mittwoch, 10. März, abends zwischen 20 und 22 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Marburger Sttaße 20, erhoben. Eine Abfertigung außerhalb dieser Zeit ist nicht möglich.
Ortsgruppe Gießeu-Mitte.
Veir.: Kohlenabrechnung am 5. März.
Die Kohlenhändler werden ersucht, die Kohlenscheine der Serien E und S am Freitag, 5. März, 20.30 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle (Zigarrenhaus Moeser, Eingang Löwengasse) einzureichen. Es wird hiermit darauf hingewiesen, daß die Rückseite der Kohlenscheine außer der Unterschrift des Händlers auch die Unterschrift des Empfängers, dessen Wohnung, Sttaße und Hausnummer und die genaue Bezeichnung der Kohlensorte tragen muß. Nach dem 5. März eingereichte Scheine sind wertlos.
Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.
Vetr. Antreten der Spielmannszüge des Vannes.
Am kommenden Sonntag, 7. März, 9.30 Uhr, haben sämtliche Spielmannszüge des Bannes vor der Volkshalle in Gießen anzutteten. Tadelloser Dienstanzug ist selbstterständlich.
Vetr. Appell der Gefolgschaften 1, 2, 3, 4/116 sowie Sondereinheilen.
Am Sonntag, 7. März, haben sämtliche obengenannten Einheiten um 9.15 Uhr vor der Volkshalle zu stehen.
Vetr. Appell der Motor-, Flieger- und der Rachrichtenschar.
Am Freitag, 5. März, findet in der Schillerschule ein Appell dieser Einheiten statt. Antteten 20.15 Uhr.
Vetr. Bannbefehl Punkt 4 unter Bannführer.
Diese Meldung ist umgehend an den Bann ab» zuliefern, da diese dringend erforderlich ist.
- X Die deutsche Rrbeitsfront
n.9.=0cmcinfchaft„firaftdurchfreude"
Amt Feierabend.
Lustspiel „Die vier Geselle»," im Gießener Stadttheater. Als 14.Sondervorstellung im Stadttheater Gießen bringen wir am 13. März das Lustspiel „Die vier Gesellen" von Jochen Huth. Die Eintrittspreise betragen 70 und 90 Pf. Kartenbestellungen müssen bis zum 8. März auf der Kreisdienststelle erfolgen.
Amt Reifen, Wandern und Urlaub.
Skilehrgang im Walfertal. OF. 156/37 vom 13. März bis 22. März. Die nächste Fahrt des Gausportamtes führt in die Winterpracht des kleine,: Walfertales. Zugelassen sind 58 Teilnehmer. Teilnehmerpreis 60 Mark. Einbegriffen im Teilnehmerpreis sind Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Skilehrgangsgebühr. Die Fahrt erfolgt ab Frankfurt mit der Eisenbahn. Es ist das bevorzugte Gelände der Kenner. Der Vorteil ist vor allem die Schneesicherheit, dadurch bedingt, daß der Talboden 1100 bis 1200 Meter hoch liegt. Das Walsertal ist österreichisches Hoheitsgebiet. Paß ist aber nicht erforderlich. Anmeldeschluß: 5. März 1937.
Die Gvnntagsarbeit in Bäckereien und Konditoreien in Hessen.
Lpd. Bezüglich der Arbeitszeit in Bäckereien und Konditoreien an Sonntagen gilt bis auf weiteres gemäß einer Bekannmachung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — worauf anaesichts der bevorstehenden Ofterfeiertage hingewiesen fei —, daß an Sonntagen leicht verderbliche Konditorwaren während der Zeit von 10 bis 12 Uhr hergestellt und während der Zeit von 10 bis 14 Uhr ausgetragen, oder ausgefahren werden dürfen. Als Herstellung leicht verderblicher Kvndttorwaren gilt nur die Zu
bereitung von Creme-, Obst- und Eisfpeksen und von Schlagsahne, sowie das Füllen von Backwaren mit diesen Speisen. Die Herstellung von Backwaren durch Backvorgänge irgendwelcher Art ist nicht erlaubt. Jugendliche Arbeiter unter 18 Jahren dürfen mit diesen Arbeiten nicht beschäftigt werden. Die Sonntagsarbeit ist auf die Wochenarbeitszeit anzurechnen und jedem an einem Sonntag beschäftigten Arbeiter ist an einem der nächsten sechs Werktage Freizeit von 13 Uhr ab zu gewähren." Die eingangs erwähnte Ausnahme für Sonntagsarbeit findet keine Anwendung auf den Ostersonntag oder Pfingstsonntag, sowie auf den Neujahrstag, den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes — 1. Mai —, den 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, wenn diese Feiertage auf einen Sonntag fallen.
Die Genehmigung für Luftbilder.
DNB. Im Anschluß an die Veröffentlichung vom Mittwoch über die Genehmigungspflicht neuer und alter Luftbilder durch die Prüfstelle für Luftbilder im Reichsluftfahrtministerium teilt das Reichsluft, fahrtministerium mit, daß der Genehmigungspflicht nur solche Luftbilder unterliegen, die über deutschem Reichsgebiet ausgenommen worden und die in irgendeiner Form zur Veröffentlichung bestimmt sind.
«.Kampf dem Verderb" als Werbemort.
Lpd. Der Aufklärungsfeldzug „Kampf dem Verderb" bezweckt auf lange Sicht die Erziehung der Erzeuger und Bearbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse und der Verbraucherschaft zu pfleglicher
3ei(fwmg: RAS-tBreffeoTtfifo (Hahmann).
Behandlung von Nahrungsgütern. Als Richtlinie für die Verwendung des Wortes „Kampf dem Verderb" in der Einzelwerbung von Firmen muß daher in Zukunft folgender Grundsatz gelten: Das Werbewort „Kampf dem Verderb" kann zur Einzelwerbung für gewerbliche und industrielle Erzeugnisse Verwendung finden, wenn diese Erzeugnisse unmittelbar dem Schutz und der Erhaltung von Nahrungsgütern vor dem Verderb dienen.
100 Jahre Liederkranz Gießen
Man schreibt uns: Der Gesangverein „Liederkranz" zu Gießen, der älteste der Gießener Gesangvereine und einer der ältesten der Gesangvereine überhaupt, kann in diesem Jahre auf sein hundertjähriges Bestehen zurückblicken.
Der Verein wurde im Jahre 1837 von Kantor Schwabe gegründet und von diesem als Vereinsdirektor (Chorleiter) 28 Jahre hindurch geleitet. Kantor Schwabe war der Vater des von 1903 bis 1919 in Gießen amtierenden Stadtpfarrers Schwabe.
Ein Jahrhundert hat der Verein nunmehr an der Pflege des deutschen Liedes teilgenommen. Ohne näher auf die Leistungen des Vereins eingehen zu wollen, kann gesagt werden, daß er in dieser langen Zeit eine gewaltige Kulturarbeit geleistet hat, sowohl für sich selbst, als auch für andere.
Ueberblättert man die Vereinsakten, so kann man feststellen, daß sich der Verein neben der Veranstaltung von schönen Vereinsfeierlichkeiten auch durch die Teilnahme an öffentlichen Feiern in den Dienst der Oeffentlichkeit, durch Konzert und sonstige Veranstaltungen zum Betten wohltätiger Zwecke in den Dienst der Wohltätigkeit und nicht zuletzt durch Stift hingen in den Dienst der evangelischen Kirche gestellt hat. Viele Anerkennungen und die Verleihung des Silbernen Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen durch den früheren Großherzog Ernst Ludwig von Hessen, auf die der Verein mit Stolz blicken darf, geben hiervon Zeugnis. Weiteres über die Leistungen des Vereins und über den Verein im allgemeinen zu sagen, sei einer späteren Gelegenheit vorbehalten.
Die hundertste Wiederkehr des Gründungstages ist für den Verein „Liederkranz" Anlaß genug zu einer besonderen, festlichen Veranstaltung. So hat die Vereinsführung denn auch bereits Schritte unternommen, um der Hundertjahrfeier des „Liederkranz", die Anfang November stattfinden soll, eine schöne und würdige und zu den Zeitverhältnissen passende Form zu geben.
Odenwälder Heimatvereinigung.
Man schreibt uns: Das Monatstteffen der Odenwälder im Hotel Köhler bewies wieder mit seiner stattlichen Besucherzahl den ttesflichen Zusammenhalt der Odenwälder Landsleute in unserer Stadt. Der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Michel, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die seelischen Bindungen der gebürtigen Odenwälder an ihre alte Heimat hin. Auf mehrfachen Wunsch wurde für die Zukunft der erste Dienstag jedes Monats für die regelmäßigen Zusammenkünfte im Hotel Köhler bestimmt. Um den noch fernstehenden Landsleuten
Rostspecksoße auf „westfälisch“ 311 Rai'toffelklößen... öas schmeckt/
40 (Stamm geräucherten Speck würfelig schneiden, etwas ausbraten, mit 1 gehackten Zwiebel leicht anrösten. Nun 1 KnorrBratensotzwürfel fein zerdrücken, glattrühren. V4 Liter Wasser dazutun, zum Speck in die Pfanne gießen und 3 Minuten kochen. Einige Tropfen Essig dazu. Fertig! Hauptsache dabei:
'ffhd’iX Bratensoße


