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25 Jahre Reichsversicherungsordnung

Aus aller Welt.

schaftlichen Folgen von Tod, Krankheit, Unfall, In­validität und Alter für alle die Volksschichten, die diesen Schicksalsschlägen sonst mittellos und hilflos gegenüber gestanden hätten.

Sowohl der Krieg, der eine bedeutende Ver­mehrung der Leistungen der Versicherungen ver­ursachte, wie auch ganz besonders die Infla­tion, die das durch die Beiträge angesammelte Vermögen der Versicherungsträger verringerte und fast wertlos machte (die Angestelltenversicherung von rund zwei Milliarden!), führten die deutsche Sozial­versicherung bis an den Rand des Abgrunds. Als auch die Zeit der Scheinblüte diese Lücken nicht hatte ausfüllen können, und die folgende Wirt­schaftskrise durch die hohe Belastung der Arbeits­losenversicherung erneut starke Anforderungen an die Leistungen der Sozialversicherung stellte, drohte diese bisher für das deutsche Volk so unendlich segensreiche staatliche Einrichtung völlig zusammen­zubrechen.

Der Nationalsozialismus war es, der diesem Absturz Einhalt gebot. Der Nationalsozia­lismus erkannte, daß sowohl die Arbeiter und An­gestellten um ihrer selbst willen, aber auch um ihrer für das Volk zu leistenden Arbeit geschützt werden müßten. So wurden durchgreifende Maß­

nahmen beschlossen, um die stark erschütterte, fa oft zerrüttete Vermögenslage der Sozialversicherung wieder auf eine gesunde Grundlage zu stellen. Die Gesetze vom 7. Dezember 1933 und vom 17. Mai 1934 wie viele ergänzende Verordnungen wurden zu diesem Zwecke erlassen.

Auch die Frage, ob die Sozialversicherung etwa durch ihre Leistungshöhe jede selbständige Vorsorge für die Ungewißheit der Zukunft und des Lebens­abends ausschließen soll, hat der Nationalsozialis- mus beantwortet. Es war früher vielfach, besonders von marxistischer Seite, angestrebt worden, die So­zialversicherung in eine Staatsbürgerver­sorgung umzuwandeln. Abgesehen von der hier- mit verbundenen Erhöhung der Beiträge der Versicherten die bei der Angestelltenversiche­rung z. B. 20 v. H. des Einkommens der Versicher­ten hätten betragen müssen, um die Höhe des Ruhe- gelbes der Staatsbeamten zu erreichen hätte eine solche Maßnahme den Einzelnen von der für sein Streben notwendigen sittlichen Pflicht der eigenen Verantwortung entbunden. Des­halb hat der Nationalsozialismus an dem Grund­satz, den schutzbedürftigen Volksgenossen ein M i n - d e st m a ß an Sicherheit zu geben, festgehalten. Neben der ausgleichenden Tätigkeit, die die Sozial­versicherung des Staates bewirkt, soll der deutsche Arbeiter und Angestellte durch eine ergänzende Selb st Vorsorge zur Entfaltung aller seiner Kräfte und Fähigkeiten angehalten werden.

Oesterreich eine Reichssendung der £)3.

Berlin, 4. Ian. (DNB.) DieStunde der jun­gen Nation" am Mittwoch, steht unter dem ThemaOesterreich Land und Volk". Die Hitlerjugend will in ihrer Reichssendung der gesamten deutschen Jugend und der deutschen Hö­rerschaft innerhalb und außerhalb der Reichsgren­zen das wirkliche Oe ft erreich der Gegen­wart erschließen. Die ganze Sendung spielt »sich nur auf reichsdeutschem Boden ab. Zwischen den Themen hört man österreichische Volksmusik aber auch Mozart und Haydn. Sämtliche Reichs­sender übertragen dieStunde der jungen Na- tiohn" am 6. Januar ab 20.15 Uhr, während der D e u t s ch l a n d s e n d e r sie ab 20.45 Uhr bringt.

Autobusunglück bei Rüsselsheim: ein Toter, zwölf Verletzte.

Am Dienstagfrüh, 5.30 Uhr, wurden auf dem be­wachten Uebergang der Landstraße erster Ordnung der Strecke MainzDarmstadt bei der Blockstelle Schönauer Hof ein mit Arbeitern besetzter Per­sonenomnibus von dem Leerzug 4704 erfaßt und zur Seite geschleudert. Don den etwa 30 Insassen sind sechs schwer verletzt. Einer der Verunglückten, der Arbeiter Peter Klingler aus Gräfenhausen bei Darmstadt, ist seinen Verletzungen erlegen. Es handelt sich um auswärts wohnende Leute, die an ihre Arbeitsstelle nach Rüsselsheim gefahren wurden.

Zwei Münchener Vergsteiger am Dahmann in schwerer Bergnot

Zwei Münchener Bergsteiger, der 19 Jahre alte Franz Frey und sein gleichnamiger Vetter, der 21 Jahre alt ist, unternahmen trotz mehrfacher War­nung den wahnsinnigen Versuch einer Winter­durchkletterung der Watzmann-Ost- wand. Am Neujahrstage stiegen sie in die Wand ein. Infolge des Wettersturzes gerieten sie am Sonntag in Bergnot. Sie können weder vor­wärts noch rückwärts, da sie bis zu den Hüften im Neuschnee waten müssen. Die einzige Hilfe, die ihnen in ihrer bedrängten Lage geboten werden konnte, ist der Versuch, mit Hilfe eines Flugzeuges ihnen Lebensmittel, Wäsche usw. zu­zuwerfen. Einem Flugzeug der Luftsport-Landes­gruppe 14 ist es gelungen, die beiden Bergsteiger mit Lebensmitteln und Decken zu ver­

sorgen. Das Flugzeug konnte bis auf 50 Meter zu den Bergsteigern herunterstoßen und fünf Pa­kete mit Lebensmitteln, Decken und Ausrüstungs­gegenständen abwerfen, die sämtlich in der Nähe der beiden jungen Leute niedersielen. Ein Paket und eine wollene Decke landeten sogar unmittelbar neben den Verunglückten, die sich am Leben be­finden, aber anscheinend sehr erschöpft sind. Man konnte deutlich beobachten, wie sie versuchten, an die Pakete heranzukommen. Inzwischen wird versucht, durch eine Rettungsexpedition der Deut­schen Bergwacht den beiden Verunglückten von oben her näherzukommen. Ob der Versuch gelingt, ist noch unsicher.

Der Streik bei General Motors.

In der amerikanischen Automobilindustrie erfolg­ten die ersten Unruhen vor den geschlossenen Toren der Fisher-Karosserie-Werke in Cleoeland. Infolge des durch die Ausstände verursachten Ma­terialmangels mußten weitere Zweigfafriken der General Motors Corporation geschlossen werden. Bisher sind insgesamt 19 Werke ft tilge legt, wodurch über 38 000 Mann arbeitslos gewor­den sind.

Der Vizepräsident Knudsen erklärte, bei Fort­dauer der Streiklage würden Ende dieser Woche 135 000 Angestellte arbeitslos. Eine Konferenz von Gewerkschaftsvertretern beschloß, selbst einen Generalstreik zu unterstützen. Es wur­den acht Forderungen aufgestellt, die der General Motors Corporation unterbreitet werden sollen, darunter die Forderung nach einer Konferenz zwi- zwischen Betriebsführung und Gewerkschaftsleitung über ein kollektives Lohnabkommen, 30-Stundenwoche mit sechsstündigem Arbeitstag, wobei ein Wochentag arbeitsfrei bleiben soll und Anerkennung der Vereinigten Autoarbeiter-Gewerk­schaft als der einzigen Verhandlungsstelle.

kommunistischer Rasseschänder verurteilt

In einem Prozeß gegen den 34jährigen Bernhard Kettenhausen, einen ehemaligen Gaukassierer des Rotfrontkämpferbundes, erkannte die Große Strafkammer des Hamburger Landgerichtes wegen Verbrechens gegen das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre auf eine Zucht haus st rafe von zwei Jahren. Schon in der Zeit, als er noch kommunistischer Funktionär

Am 1. Januar 1937 jährte sich zum 25. Male der Tag, an dem die Reichsversicherungsordnung in Kraft trat. Die Reichsoersicherungsordnung umfaßte damals die bereits seit den 80er Jahren des vori­gen Jahrhunderts bestehenden Sozialgesetze der Krankenversicherung, der Unfallver­sicherung, der Jnvaliditäts- und Al­tersversicherung sowie das im Jahre 1911 erlassene Versicherungsgesetz für Ange- st e l l t e. Erst nach dem Kriege wurden das heute ebenfalls zur Reichsoersicherungsordnung gehörende Knappschaftsversicherungsgesetz (23. 6. 1923) und das Gesetz über Arbeitsvermitt­lung und Arbeitsoersicherung (16. 7. 1927) geschaffen. Wenn heute, einschließlich der Fa­milienangehörigen, rund zwei Drittel unseres Volkes der Sozialversicherung angehören, so haben wir allen Grund genug, anläßlich des Gedenktages der Reichsoersicherungsordnung einen kurzen Rück­blick auf die geschichtliche Entwicklung, den Inhalt und die Auswirkungen der deutschen Sozialversiche­rung zu werfen.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts war das Deutsche Reich mehr und mehr zu einem Industriestaat ge­worden. Die Massen der ländlichen Bevölkerung waren in die Städte geströmt, wo sie als Ange­stellte und Arbeiter ihr Brot fanden. In weit stär­kerem Maße als auf dem Lande wirkten sich hier Krankheiten und Unglücksfälle, die zu vorüber­gehender oder gänzlicher Arbeitsunfähigkeit führ­ten, aus. Zeiten wirtschaftlichen Rückgangs brachten wochenlange und monatelange Arbeitslosigkeit. An eine Vorsorge für das Alter war bei den geringen Löhnen und Gehältern schon gar nicht zu denken. Die Arbeiter, besonders die, deren Tätigkeit vor allem gefährdet war, versuchten anfangs, sich durch Selb st Hilfe einen Schutz gegen die Ge­fahren und Unbilden des Lebens zu schaffen. Da ein Zwang bei diesen Versicherungen fehlte, traten nur die Arbeiter ihnen bei, die einer Unterstützung am notwendigsten zu bedürfen glaubten. Nur äußerst hohe Beiträge hätten in diesem Falle einen wirksamen Schutz der Versicherung bedeuten können.

Nachdem sich die Selbsthilfe als nicht ausreichend erwiesen hatte, waren die Arbeiter nach wie vor den Launen des Arbeitsschicksals preisgegeben. In dem sich auf diese Weise bildenden städtischenPro­letariat" entstand dem Staat ein ständiger Unruhe­herd, der den Bestand des Staates bald ernstlich gefährdete und ihn zu Ausnahmegesetzen gegen die marxistische Aufwiegelung und Verhetzung veran­laßte. Kaiser Wilhelm I. und sein Kanzler Bismarck sahen ein, daß man das Uebel dieser Unruhen a n s e i n er Wurzel angreifen mußte, um es gänzlich zu beseitigen. Die berühmte Kaiserliche Botschaft vom 17. November 1881 wurde erlassen, in derden Hilfsbedürftigen größere Sicherheit und Ergiebig­keit des Beistandes" zugesichert wurde. Dieser Bot­schaft folgte alsbald die Tat der Sozialversicherungs­gesetzgebung.

Die neuen Versicherungsgesetze waren im Gegen­satz zur Selbsthilfe der Arbeiter Zwangsver- jicherungen. Grundlegend unterschieden sie sich von der Privatversicherung dadurch, daß in ihr das Wagnis (Risiko) des einzelnen nicht berücksich­tigt wurde, und die Versicherungen keine Gewinn­unternehmungen waren. Die Beiträge wurden auch nicht nur von den Versicherten allein, sondern auch von ihren Arbeitgebern aufgebracht. In verschie­denen Fällen leistete auch der Staat besondere Zu­schüsse. Eine bedeutende Erweiterung erfuhr die Sozialversicherung durch das Gesetz über die A n - gestelltenversicherung. Nicht nur die Ar­beiter, sondern auch die Angestellten mit einem Jahreseinkommen bis zu 7200 Mark, die bisher des Schutzes, den die Arbeiter genossen, nicht teilhaftig geworden waren, fielen nunmehr unter die Zwangsversicherungen. Die Sozialversicherungen bildeten einen wirksamen Schutz gegen die wirt-

war, unterhielt Kettenhausen intime Beziehungen zu einer geschiedenen Frau, die Jüdin ist. Als er im April 1936 nad) Verbüßung einer Gefängnis­strafe, die er wegen Vorbereitung zum Hochverrat erhalten hatte, aus der Strafhaft entlassen wurde, wurde er ausdrücklich auf die Nürnberger Gesetze hingewiesen. Trotzdem ging Kettenhausen noch am Tage seiner Strafentlassung in die Wohnung der Jüdin und nahm die Beziehungen wieder auf. Auf Grund dieses Sachverhaltes hat das Gericht den Fall als besonders schweres Verbrechen an­gesehen.

Jüdischer Kommunist

in Polen erneut mit Zuchthaus bestraft.

In Warschau wurde der jüdische Kommunist Rosenberg zu zwei Jahren Zuchthaus ver­urteilt. Rosenberg war einer der Leiter der sog. Kommunistischen Partei in Westweißrußland. Diese Partei sollte die in Polen lebenden Weißrussen im Sinne der aus Moskau erteilten Weisungen dem Kommunismus zuführen. Rosenberg hatte erst 1935 nach Verbüßung einer Strafe von acht Jahren das Zuchthaus verlassen, zu der er 1928 ebenfalls wegen hochverräterischer Tätigkeit und kommunistischer Hetze verurteilt worden war.

Dieder einmal Herr ..Hase"!

DasSüdpfälzer Tageblatt" berichtet: Dieser Tage kam ein in Niederhorbach ansässiger Landwirt zum dortigen Gemeindeeinnehmer, um seine fälligen Steuern zu bezahlen und legte dazu einen Hundert­markschein auf den Tisch. Leider aber hatte dieser Geldschein keine Gültigkeit, da diese Geld­sorte längst aus dem Verkehr gezogen wurde, wie es seinerzeit ja auch durch die Zeitung bekannt ge­geben wurde. Da der Betreffende keine Zeitung las, hatte er es natürlich nicht erfahren können. Der Ver­lust trifft ihn hart, ist aber auf eigenes Verschulden zurückzuführen.

Wetterbericht

des Relchswefferdiensles. Ausgabeork Frankfurt

Nach der Ueberfhitung des europäischen Fest­landes mit milder Meeresluft macht sich zur Zeit das Eindringen kälterer aus nördlichen Breiten kommender Luftmassen bemerkbar. Ein Abfluß der vom Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit scheint mit dieser Entwicklung aber noch nicht verbunden zu sein. Doch werden die Temperaturen in der Folge tiefer liegen als seither, auch werden die Niederschläge im Gebirge vielfach als Schnee fallen.

Aussichten für Mittwoch: Zunächst viel­fach aufheiternd und nur noch vereinzelte Schauer (im Gebirge Schnee), später zunehmende Unbestän­digkeit, weitere Abkühlung, abflauende westliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Bei Luft­zufuhr aus West wechselhaftes und zu Niederschlä­gen geneigtes Wetter, kühler als seither.

Lufttemperaturen am 4. Januar: mittags 7,7 Grad Celsius, abends 5,9 Grad; am 5. Januar: morgens 5,7 Grad. Maximum 9 Grad, Minimum heute nacht 4,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. Januar 5,8 Grad; am 5. Januar: morgens 4,9 Grad Celsius.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: i. V. H. L. Neuner. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Zuckerflecke

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Zugpflaster

Zuckerflecke lasten sich mit lau­warmem Wasser auswaschen.

Zuckergast s. Silberfischchen Zuckerkrankheit (Zuckerharnruhr, Diabetes), ist eine Stoffwechsel­krankheit die ihre Ursache in einer Erkrankung der Bauchspei­cheldrüse hat. Das Wesentliche ist, daß der Körper dieFähigkeit ver­loren hat,Kohlehydrate (Zucker, Mehl. Stärke) abzubauen und auszunützen. Die Bauchspeichel­drüse, die normalerweise das koh­lehydratspaltende Ferment, das Insulin, liefert, ist dazu nicht mehr imstande. Früher waren die an schwerer Zuckerkrankheit Lei­denden unrettbar verloren, heute haben wir in dem künstlich her- gestellten Insulin ein außer­ordentlich wertvolles Mittel, um neben einer kohlehydratfreien oder wenigstens kohlehydrat- armen Diät die Ausscheidung von Zucker im Harn einzudämmen. Die für den einzelnen Fall not­wendige Jnsulinmenge und die Diät muß vom Arzt bestimmt werden. Vollkommen ohne Kohle­hydrate kann der Körper auf die Dauer nicht leben, da sonst schwere Säurevergiftung auftritt. Anzei­chen für Zuckerkrankheit lind Ab­magerung, großes Durstgefühl, große Mengen eines ganz hell­gelben Harnes, oft Hautjucken, häufigFurunkulose. nervöse Reiz­barkeit, bei Männern Abnahme der Zeugungskraft; nicht selten Wadenkrämpfe und dgl. Eine Urinuntersuchung von einem Arzt wird die Grundursache derarti­ger Leiden aufdecken. Eine im höheren Alter auftretende Zuk- kerkrankheit ist nicht besonders

gefährlich, wenn die entsprechen­de Diät eingehalten wird. Bei Vernachlässigung kann es aller­dings zu schweren Komplikatio­nen kommen. Eine sehr ernste und gefährliche Erkrankung ist aber Zuckerkrankheit in jungen Jahren. Oft kommt Zuckerkrank­heit in einzelnen Familien ge­häuft vor.

Zuckerrohr, ostasiatische, bis vier Meter hohe Grasart, aus der Zucker und Rum gewonnen wird. Aus den Fasern wird Papier be­reitet.

Zuckersaure, Oxalsäure, giftige chemische Verbindung, die zum Reinigen von Kupferkesieln und als Fleckentfernungsmittel bei Rost-, Rotwein-, Obst- und Tin­tenflecken verwendet werden kann. Zuckersäure gibt es nur gegen Gutschein und wird nicht Kindern verabfolgt.

Zuckerwasier, wird als Haus­mittel gegen Schlaflosigkeit und gegen Schlucken verwendet, auch als Beruhigungsmittel bei Auf­regungen. Heißes Zuckerwasier lei­stet gute Dienste bei Erkältungen. Zuckungen, siehe Krämpfe, Veits­tanz.

Zugpflaster ist ein Pflaster, des­sen Wachs- oder Gummigrund­lage bestrichen ist mit dem Saft von spanischen Fliegen, den Ean- thariden. Derartige Pflaster rei­zen die Haut so stark, daß sogar Blasenbildung entsteht. Es wird damit eine Ableitung der Krank­heit auf die Haut, einHeraus­ziehen" der Krankheitsstoffe an- geftrebt. Da es ein außerordent­lich stark wirkendes Mittel ist.

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Morgen Mittwoch die große Premiere:

Das Hof Konzert

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