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Der jugoslawisch-bulgarische Freimbschafispatt.

Von unserem Or. H.-Berichterstatter.

(Nachdruck verboten, auch mit Quellenangabe.) Belgrad, Januar 1937.

Die Nachrichten von dem bevorstehenden Ab­schluß eines jugoslawisch-bulgarischen Freundschafts­paktes haben nicht nur in den Balkanstaaten son- dern auch in allen großen Zentren der europäischen Politik die stärkste Beachtung und Aufmerksamkeit gefunden. Das Interesse und die zahlreichen Kom­mentare, die sie schon bisher fanden, zeigen deutlich, daß die weittragende Bedeutung dieses Ereignisses für die weitere Entwicklung der politischen Beziehun­gen unter den Balkanstaaten und damit auch für die europäische Politik richtig erkannt wird Der bevorstehende Abschluß eines jugoslawisch-bulgari­schen Freundschaftspaktes soll eine recht bewegte und zum Teil auch sehr blutige Geschichte zwischen den beiden Nachbarvölkern auf dem Balkan ab­schließen.

Jugoslawien und Bulgarien sind aber nicht nur Nachbar-, sondern, wie es in der über den Paktabschluß hier soeben herausgegebenen amtlichen Verlautbarung heißt, auch Brudervölker. Trotz der sprachlichen und blutsmäßigen Verwandt­schaft, die zwischen ihnen besteht, standen sie sich bis vor einigen Jahren in erbitterter Feindschaft gegen­über, deren hauptsächlichste Ursache die viel um­strittene mazedonische Frage war, die den zweiten Balkankrieg im Jahre 1913 hervorgerufen und legten Endes zum Eintritt Bulgariens in den Weltkrieg an der Seite der Mittelmächte geführt hatte. Der staatsmännische Weitblick des verstor­benen Königs Alexander von Jugoslawien, so­wie des Königs Boris von Bulgarien, erkannte, daß das Lebensinteresse beider Völker das Beschrei­ten des Weges der Verständigung erfordere. Die von König Alexander I. gelegten Grundlagen der Verständigungspolitik zwischen Jugoslawien und Bulgarien wurden nach seinem Tode ausgebaut Dem jetzigen jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr Stojadinowitsch. sowie dem bulgarischen Mi­nisterpräsidenten Kjosseiwanoff gebührt das Verdienst, die Politik der jugoslawisch-bulgarischen Annäherung zielbewußt zu dem Punkt fortgeführt au haben, an dem sie den Abschluß eines Freund- schastspktes zwischen den beiden Staaten möglich macht.

Der Vorschlag für den Abschluß dieses Paktes ging von bulgarischer Seite aus. Die jugoslawische Regierung nahm ihn, wie es in der amtlichen Mitteilung heißt, sofort sehr sympathisch auf. Auf Grund der vorhandenen vertraglichen Bindungen mit den anderen Staaten des Balkanpaktes, der außer Jugoslawien noch Griechenland, Rumänien und die Türkei umfaßt, mußte sie aber, bevor sie auf diesen Vorschlag eine end­gültige Antwort erteilte, die Balkanpaktmächte so­wie die Tschechoslowakei als Mitglied der Kleinen Entente, deren Statut ebenfalls eine gegenseitige Befragung vor Eingehen internatio­naler Verpflichtungen vorsieht unterrichten. Nach­dem sich alle diese Staaten für die Annahme des bulgarischen Paktoorschlages ausgesprochen hatten, hat die jugoslawische Regierung die bulga­rische Regierung davon in Kenntnis gesetzt, daß sie den Vorschlag mit der größten Befriedigung an­nehme. Die Unterfertigung des Paktes wird dar­aufhin in der nächsten Zeit erfolgen.

Die Zustimmung der von Jugoslawien befragten Staaten scheint nicht vorbehaltlos gegeben worden zu sein. Von den Balkanpaktmächten hat sie nur die Türkei, die schon seit dem Jahre 1925 mit Bulgarien einen Freundschaftspakt hat, nach dessen Muster auch der neue jugoslawisch-bul­garische Pakt abgeschlossen werden soll, sofort er­teilt. Rumänien und Griechenland hin­gegen scheinen gegen den Paktabschluß nicht uner­hebliche Einwendungen gemacht zu haben. Diese beiden Staaten, die im Verhältnis zu Bul­garien noch eine Reihe von offenen Fragen haben, befürchteten offenbar, daß die Stellung Bulgariens ihnen gegenüber durch den Pakt mit Jugoslawien zu sehr gestärkt werden könnte. Insbesondere bei Griechenland spielte dabei zweifellos die immer vor­handene Befürchtung eine Rolle, daß sich die jugo­slawisch-bulgarische Annäherung eines Tages in ein Zusammengehen zum Schaden Griechenlands ver­wandeln könnte.

Die Bedenken konnten aber Rumänien gegen­über durch Dr. Stojadinowitsch selbst beseitigt wer­den, der zu Weihnachten auf einem Jagdausflug im rumänischen Banat den rumänischen Minister­präsidenten Tatarescu, sowie den rumänischen Außenminister Antonescu sprach, wogegen die Rolle des Vermittlers gegenüber Griechenland der türkische Außenminister Ruschdi Aras über­nahm. Obwohl Rumänien und Griechenland dar­aufhin dem Paktabschluß zustimmten, geht aus der Presse der beiden Staaten hervor, daß diese Zu­stimmung nicht mit Begeisterung erfolgte. In diesem Zusammenhänge ist auch zu vermerken, daß ein Teil der französischen Presse starke Vorbehalte gegen den Paktabschluß macht. Dort befürchtet man, daß sich vor allem Jugoslawien durch die Aussöhnung mit Bulgarien endgültig vom französischen Einfluß frei machen würde.

Der Abschluß des jugoslawisch-bulgarischen Pak­tes, durch den zwischen den beiden Staatenun­verletzbarer Friede und aufrichtige, dauernde Freundschaft" hergestellt werden soll, wird nicht nur die jugoslawisch-bulgarischen Beziehungen auf eine neue Grundlage stellen, sondern darüber hin­aus auch für die gesamte weitere Entwicklung der Balkanpolitik von entscheidender Bedeutung sein. Dem im Jahre 1934 abgeschlossenen B a lkan- pakt, der zumindest latent und defensiv gegen Bulgarien gerichtet war, wird dadurch jedenfalls jede antibulgarische Spitze genommen werden. Jugoslawien und Bulgarien geben der Po­litik der Annäherung und Freundschaft durch den Pakt eine feste Grundlage. Die Befriedigung über den bevorstehenden Paktabschluß ist in Belgrad wie in Sofia gleichmäßig groß. Er entspricht auch zwei­fellos dem beiderseitigen Dolksernpsinben. Die Lo­sungDer Balkan den Balkanvölkern , Die schon feit Jahren zu den Hauptgrundsätzen der jugoslawischen Außenpolitik gehört, erhält durch den Pakt eine neue Bestätigung und Bestärkung. Das hiesige halbamtliche BlattVreme" stellt fest, daß sich die Balkanstaaten durch diese Politik der Kon­solidierung auf dem Balkan von der Rolle der Zweitrangigkeit" befreien, die sie zu Schlepp­trägern derGroßen" machte. Die Emanzipierung des Balkans wird durch diesen Pakt jedenfalls wei­ter fortfchreiten. Er kann als Beitrag zum Frie­den und zur Konsolidierung der Balkanverhaltnisse nur begrüßt werden, insbesondere auch als entschei­dender Schritt zu einer dauernden jugoslawisch-bul­garischen Freundschaft.

Der neue stellvertretende Präsident des Men Kremes.

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Im Hause des Deutschen Roten Kreuzes führte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Herzog von Coburg, den zum stellvertretenden Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes und zum Stellvertreter des Reichskommifsars für die freiwillige Krankenpflege ernannten SS.-Oberführer Reichsarzt der SS. Dr. Grawitz in fein Amt ein. Der Herzog dankte dem bisherigen stellvertretenden Präsidenten SA.-Sanitätsobergruppenführer Dr. H o ch e i f e n , der wegen Erreichung der Altersgrenze und aus gesundheitlichen Gründen fein Amt niederlegte, für seine aufopferungsvolle Tätigkeit und teilte mit, daß der Führer und Reichskanzler Exzellenz Hocheisen zum Ehrenpräsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ernannt habe. Dann hieß er SS.-Oberführer Grawitz (im Bilde rechts neben dem Herzog) in "feinem neuen Amte herzlich willkommen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Zm Paradies der Erfinder.

Das Neueste aus den Mappen des Michspaieniamies.

Berlin, Ende Dezember.

Wer in die Zukunft der technischen Entwicklung sehen will, muß in den Akten des Reichspatent­amtes blättern. Sie bergen ein Ideengut, mit dem man ohne weiteres ein Schlaraffenland der Tech­nik schaffen könnte, wenn die Mittel, die diese Ideen zu ihrer Verwirklichung noch gebrauchen, zur Ver­fügung stünden. Auch von den patentierten Haushaltssachen ist erst ein kleiner Bruch­teil Wirklichkeit geworden. Und doch hoffen alle die Patent- und Gebrauchmustennhaber daraus, daß ihre Idee der große Schlager werden möchte, mit dem man über Nacht ein Vermögen scheffeln kann.

Es war, wenn es die Historie richtig überliefert hat, ein Amerikaner, der sich vor Jahrzehnten mit feinen ausgefransten Schnürsenkeln herumärgerte. Er konnte sie nämlich nur durch die dafür vorgesehene Oese hindurchfädeln, wenn er vorher die angefeuchteten Schnürfenkelfranfen sau­ber zufammengezwirbelt hatte. Eines Tages wurde er dabei so fuchsteufelswild, daß er die Finger statt in den Mund in ein Leimfaß steckte. Das war zwar im Augenblick für die Finger wenig ange­nehm, Aber am nächsten und übernächsten Tag lie­ßen sich die Schnürsenkel so leicht gebrauchen, daß sich der Mann die zusammengeleimten Enden der Schnürsenkel patentieren ließ. Er verkaufte gut und wurde Millionär! Auf solches Glück warten alle Patent- und Musterschutzinhaber. Ob von den nachstehenden Neuerungen eine in die Reihe der großen Schlager aufrückt?

geräten, in denen der Tee nicht mit Metall in Be­rührung kommt, eine Teepreffe, in der für die Zu­bereitung des Extraktes die ausgezogenen Teeblätter ausgedrückt werden können, ohne daß man sie be­sonders umfüllen muß. Eine zweifellos glückliche Lösung stellt auch ein neuartiges Teesieb mit seit­licher Tülle bar. Das ist ein Sieb, bei dem man wirklich sieht, wann die Tasse gefüllt ist.

Neben diesenKleinigkeiten" für die Hausfrau interessieren sicherlich auch Dinge, die Flauen ihren Männern schenken können. Da gibt es z. B. Man- schetteneinlagen, mit deren Hilfe weich geplättete Manschetten steif gemacht werden können, ferner Manschettenknöpfe mit Gummizug, die ein leichteres An- und Ausziehen der Man­schetten ermöglichen. Neu ist auch ein praktischer Hosenspanner, der aus gutem Federstahl konstruiert ist, immer für Bügelfalten sorgt und leicht benutzt werden kann. Eine Briefwaage im Drehbleistift ist sicherlich ebenso praktisch wie eine Abhestgabel für Briefordner, die endlich einmal Ordnung in die Korrespondenz bringt. Ori­ginell ist bas automatische Lesezeichen, das immer bie richtige Seite in bem Buche angibt, das man gerade liest. Eine feine Sache ist auch ein neuartiges Epifkop für Photos, mit bem vergrößerte Bilder an die Wand geworfen werden können. Wer viel mit Durchschlägen oder Durchschriften schreibt, der wird für den Schreibtisch ein Trockenpuderkissen begrüßen, mit dem jede Kopie unverwischbar ge­macht werden kann.

Kleine politische Nachrichten.

Ministerpräsident Generaloberst Göring hat zum Neujahrstage wiederum Glückwünsche aus dem In- und Auslande in so reichem Maße erhal­ten, daß es ihm zu seinem Bedauern nicht möglich ist, die Glückwünsche im einzelnen zu erwidern. Der Ministerpräsident spricht allen, die zur Jahres­wende seiner so freundlich gedacht haben, seinen Dank aus und erwidert die Neujahrswünsche auf das herzlichste.

In einem Teil der estnischen Presse wurde vor einigen Tagen eineTaß"-Meldung aus Stock­holm wiedergegeben, nach der Deutschland von Est­land die Genehmigung zum Erwerb bestimm- ter Ländereien an der estnischen Küste verlangt habe. Die Meldung, die übrigens von der estnischen Regierung bereits dementiert wurde, ist völlig frei erfunden.

Die Nankinger Zentralregierung hat beschlossen, Tschangshueliang, der von einem Sonder- kriegsgericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden war, zu begnadigen.

Fritz Koch, Gotha, 60 Zahre alt.

Am 5. Januar begeht der bekannte Zeichner und Illustrator Fritz Koch - Gotha feinen 60. Ge­burtstag. Koch-Gotha ist einer der feinsten und be- aabteften Zeichner, die wir heute in Deutschland haben. Unzählige haben sich an feinen Bilderferien und Illustrationen gefreut. Bei ihm sitzt jeder Strich, wo er sitzen muß, feine Charakterisierungsgabe ist unübertrefflich, sein Humor ist mit Gemüt gepaart, er kommt aus dem Herzen und wirkt nie peinlich

(Scherl-Bilderdienst-M.)

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ober verletzend. Ein Honoratioren-Stammtisch, ein Geburtstag in der Kleinstadt, eine Silvefterfeier oder das Wiebersehensfest ber alten Abiturienten: bas sinb einige typische Motive, wie sie Koch-Gotha zu hunberten gestaltet hat, und die uns immer wie­der Freude machen. Wenn man seine Bilder be­trachtet, wird man nicht in lautes Gelächter ausbre« chen, aber in verständnisvoll schmunzelnde Betrach­tung versinken, die mit Vergnügen jeder Einzelheit nachgeht. Koch-Gotha bedarf zu seinen Bildern kei­ner Erklärung oder Erläuterung: sie sind allgemein verständlich und sprechen durch sich selbst: und zwar zu den großen Leuten wie zu den Kindern: wer die Häschen-Schule" kennt, eines unserer hübschesten und lustigsten Bilderbücher, wird es bestätigen.

Sehr nett ist ein neuartiger Paketträger. Er besteht aus einem farbig geflochtenen Ring, der sich über den Unterarm streifen läßt. An diesem Ring sind mehrere Karabinerhaken angebracht, an denen Pakete, Taschen, Schirme getragen werden können. Dadurch bleiben die Hände während des Ein­kaufens frei.

Für die Hausfrau ist auch der Tafchenhaken sehr praktisch, an dem man die Handtasche auf­hängen kann. Der aus Leichtmetall gefertigte Haken ist oben rechtwinklig umgeboen und mit einem Gummisaugnapf versehen. Will eine Dame bei­spielsweise beim Kaffeetrinken ihre Handtasche aus der Hand legen, dann befestigt sie durch einen leichten Druck den Taschenhaken an der Tischplatte, so daß sie sofort ihre Tasche daran aufhängen kann. Die Tasche liegt dann weder auf dem Tisch noch auf bem Stuhl herum und steht doch griffbereit zur Verfügung.

Dem Radfahrer nimmt ein praktisches Fahr- radsch10 ß seine Sorgen um sein Stahlroß ab, wenn er es beim Einkauf vor ber Tür stehen lassen muß. Eine einfach zu bebienenbe Nummern- einteilung, bie im Dunkeln burch bas Einschnappen von Rasten zu bebienen ist, macht die Benutzung bieses Schlosses gerabezu zu einem Vergnügen.

Die meisten Anregungen findet man in ber Klasse ber Küchengeräte. So sind jetzt neben einem brauchbaren Salzstreuer, ber nur eine Oefs- nung hat unb in bem bas Salz unter Garantie nicht mehr klumpig wird, auch wirklich gute Mostrichspender herausgekommen, in denen der Sens luftdicht abgeschlossen bleibt, so daß er nicht trocken werden kann. Sehr praktisch sind auch die aus Gummi hergestellten Eimerschoner, die man unten über die Eimerkanten streift, damit der Ueberzug nicht so leicht abgestoßen wird und damit es nicht überall gleich Ränder gibt, wenn man den Eimer einmal absetzt. Eine willkommene Hilfe für die Hausfrau ist sicher auch das neuartige Reibeisen mit Auffangvorrichtung und Jnnenzahnung, weil mit feiner Hilfe dieRoh­stoffe" bis zum Schluß aufgebraucht werden können und der Tisch sauber bleibt, da jedes Körnchen durch das unten angebrachte Quereisen aufdefangen wird. Für die Zerkleinerung von Fleisch, Fisch, Gemüse, Tomaten, Gurken und ähnlichen Dingen benutzt die Haus rau heute ein Unioersal-Schneide- qerät Es besteht aus einem besonderen Brett, das in eiben 16er Emailletopf gelegt wird, und dann als Unterlage dient. Zum Zerschneiden selbst wird eine Art Wiegemesser jedoch mit gerader Schneide benutzt. Nach dem Zerkleinern drückt man das Brett mit dem Messer fest auf den Boden des Topfes und schüttet bie zerkleinerte Masse her­aus. Darauf werden Messer unb Brett in einfachster Weise abgespült unb getrocknet.

Sehr hübsche Hilfsmittel sinb auch für die X e e Zubereitung in letzter Zett herausgebracht worden. So gibt es neben den verbesserten Futer-

Zoologie

Zoologie, griechisch, Bedeutung Lehre von den Tieren, davon ab­geleitet: Zoologischer Garten. Tiergärten. Tierparks, in denen lebende Tiere, meist aus fremden Ländern, als Anschauungsmittel vereinigt sind. Kinder soll man öfter in Tiergärten führen, da sie in reiner Schaufreude sich Kennt­nisse aneignen.

Zorn. Gefühlsausbruch bei gro­ßem Arger. Es bezeugt wenig Selbstbeherrschung, wenn man sich vom Zorn übermannen läßt Menschen, die in Zorn geraten sind, soll man nicht weiter reizen, da der Zorn in Jähzorn urnschla- ?en kann, der zu unverantwort- ichen Handlungen verleitet.

Zötus. lat., Bedeutung: Abtei­lung, vielfach in Schulen übliche Bezeichnung bei geteilten Klassen des gleichen Jahrganges.

Züchen, Zichen. buntgewürfelte Leinwand, die zu Bettüberzügen und Kisienbezügen, hauptsächlich auf bem Lande, verwendet wird

Züchtigung. Eltern haben gegen­über ihren Kindern, ber Vor­mund gegenüber dem Mündel ein Züchtigungsrecht. Lehrer nur nach dem ihnen von den Eltern und Schulbehörden gezogenen Rahmen. Stiefvater bzw -mut­ter nur mit Genehmigung des leiblichen Vaters bzw. Mutter oder des Vormundes. Fremde Kinder darf man nur züchtigen wenn sofortige Züchtigung tat­sächlich notwendig und dies von den Eltern nicht geschehen kann Die Z. darf nicht in Mißhand­lung ausarten ss. Kindsmißhand-

Zuckererbse

lang). Der Mann hat der Frau gegenüber ebensowenig ein Ziich- tigunasrecht wie die Herrschaft dem Dienstboten gegenüber.

Zucker, Kohlenhydrate, bie aus Pflanzen gewonnen werden, sich aber auch künstlich Herstellen las­sen. Der meiste Zucker wird aus Zuckerrohr und Zuckerrüben ge­wonnen. Unser Gebrauchszucker ist Rübenzucker. Zucker wird vom Körper unmittelbar in Kraft und Wärme umgesetzt und bedeutet daher ein äußerst wertvolles Nahrungsmittel. Bei bestimmten Krankheiten wird Zuckerdiät auf­erlegt. Im Haushalt verwendet man in der Hauptsache Streuzuk- ker sowie Würfelzucker zu Kaffee und Tee. Zum Einmachen wird Hut- oder Kristallzucker verwen­det, zu feinem Gebäck Puder­zucker. Mit viel Zucker eingemach­tes Obst ist sehr haltbar unb kann offen aufbewahrt werden Ist der Zuckergehalt geringer als 50vH. |o ist Sterilisierung erforderlich. Bei Kochen von Kompotten aus sauren Früchten sowie Rhabar­ber kann man Zucker sparen wenn man eine Messerspitze dop- peltkohlensaures Natron beigibt Aus 160 Grad erhitzter Zucker wird glasig und bient bann zur Herstellung von Bonbons, bei 200 Grad verwandelt sich Zucker in braunen Karamel. Außer Ee- brauchszucker gibt es noch Malz-, Milch-, Frucht- und Trauben­zucker.

Zuckererbse wird mit der Hülse gegessen, als Busch- unb als Reisererbse gezogen. S. Hülsen­früchte.

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5um putzen

brauchen Sie alle möglichen Geräte. Alles, was der Hausputz verlangt, Eimer aus Zink und Emaille, Putz- und Staubtücher, Putzmittel jeder Art für den Herd, bie Möbel, bie Bestecke unb für die feinen Nickel- unb Silbersachen usw. finben Sie stets in guter Qualität bei J. B. Häuser, Gießen, am Osroalbsgaden, Fernsprecher 2145/2146.

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