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Mittwoch, 4-August 1937

nr.179 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeiger für Gberheßen)

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Lager und Fahrt-Hort der Kameradschaft1

Die Lehrerbildung in Heften.

der .lwcksichule für Lehrerbildung in

und stark macht.

Sie alle kamen freiwillig ins Lager, und so stehen auch die Urlaubstage unter der ernsten Forderung, eine sich selbst gestellte Leistung zu erfüllen. Allem und ausschließlich die Kameradschaft ist oberste Richt­schnur im Ablauf des Tages. Mit 15 oder 20 Ka­meraden ist der junge Mensch im Zelt vereinigt, mit ihnen schläft und ißt er, mit ihnen hat er Dienst und Freizeit, mit ihnen freut er sich und erlebt das Lager wie er alles mit ihnen teilt. Diese Kame­radschaft wird im Lager zur Selbstver­ständlichkeit. Niemand erwähnt sie groß und doch stehen alle unter ihrem Gebot. Manchmal ist es nicht leicht und kostet Selbstüberwindung, ober die Gemeinschaft siegt und bildet ihre einzelnen Glie­der zurecht. Dies geschieht um so leichter, als bei allen weil sie ja freiwillig kamen der ehrliche Wille vorhanden ist. Muttersöhnchen werden sich nie wohlfühlen in einem Zeltlager, aber Kerle bie-

Darmstadt verbracht haben. Das Wintersemester beginnt am 20. Oktober 1937. Das Studium an der Hochschule für Lehrerbildung ist gebühren rei. Die Meldungen zum Studium für das Lehramt an den höheren Schulen in Hessen sind bis spa estens 15. August 1937 mit den vorgeschnebenen Unter­lagen einzureichen.

Entrahmte Frischmilch im Handel.

ZdR. In einer Anordnung, die der Reichsnähr­stand durch die Hauptoereinigung der deutschen Milchwirtschaft soeben erlassen hat, wird bestimmt, daß die Molkereien und Milchverteiler die Ver­braucher neben der Vollmilch auch mit^entrahmter^

UHL Seilersweg Nr. 67

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gen sich selbst zurecht. .

Wie im Lager, so ist es auch auf der Fahrt. Vielleicht treten auf einer Fahrt manche unvor­hergesehene Dinge in den Weg, manches wird vielleicht schwerer sein, als in einem Lager, das für lange Wochen fest errichtet ist. Aber auch hier wird die Kameradschaft über alle Widerwärtigkeiten und menschliche' Schwächen Sieger bleiben. Einer fuhrt und lenkt den andern und reißt ihn mit.

Die Gemeinschaft und d a s E r l e b n t s der Natur geben somit die Grundlage für das Lager und für die Fahrt, die in diesen Wochen im ganzen Gebiet Hessen-Nassau auf dem Höhepunkt angelangt sind. Sorgfältig wurden die Führer aus- qewählt. In eingehender Schulung wurden sie mit den Fragen vertraut gemacht und ihnen die Erfah­rungen der letzten Jahre mitgegeben. Sie leiten die körperliche Ertüchtigungsarbeit, die neben dem

Ionische Turm" ein satumisches Sinnbild. Er­ gibt die ErzählungDer Dombaumeister", em glei­

ches Gleichnis. Er veröffentlichtVergrelsegeschlch- ten" Saturn ist derHerr" der Berge, der Ge- steinsmassen. Don Ponten stammt die wundervolle ErzählungDer Gletscher" Saturn kristallisiert, er beherrscht Gletscher und Eis. Der Dichter schrieb dasRömische Idyll", eine Dichtung, in die der Vulkanismus hineinspielt, nicht verwunderlich, weil Pontens Feuerzeichen: Mars kräftig auf das Erd- zeichen Taurus, der das Ruhende, Stoffliche Erd- gebundene darstellt, einwirkt, wie auch derBerg­geist" Saturn. v

Zu allen seinen Forschungen, Studien und Er­kenntnissen hatte der Dichter weite Reisen notig. Er war in den Mittelmeerländern, auf Spitzbergen, in Persien, Nordafrika, Rußland, Nord- und Süd­amerika. Denn als die erwähnten Bücher geschrie­ben waren, überkam ihn ein riesenhafter Stofs. Er zog auf dem Schicksalsweg deutscher Auswanderer, deren Epos er schreibt. Die RomaneIm Wolga- land" undDie Väter zogen aus", denen fünf wei­tere Bände folgen sollen, behandeln die Taten, Mu­hen und Leistungen deutscher Auswanderer und Landbesiedler, deutscher Bauern. Und nun wird es auch verständlich, weshalb dieser unruhige Geist und Landfahrer in seinem Horoskop eine genaue Be­ziehung zum Problem des Ackerbaues erkennen läß Es ist die Lebensfrage seiner Auswanderer und Farmer. Ein gewaltig ausgeweitetes Thema hat Ponten aufqegriffen, und wie oft und schmerzlich mag er unter dieser von Jahr zu Jahr heran- gewachsenen Last geseufzt haben! Keiner der neue, ren Dichter hat sich eines solchen Riesenstoffes be- ^Är^e'inige flüchtige Streiflicher sollten auf Wesen und Werk Pontens gelenkt werden. Ob er Diele Deutung billigen wird? Sie ist nicht erschöpfend, noch mancherlei wäre zu sagen, zudem entzieht sich das Irrationale, das innere Geheimnis der Persön­lichkeit jedem Deuteversuch, auch dem wissenschaft- lichen, der vielleicht diesem Geist näher läge als der astrologische. Zur Astrologie hat er persönlich keinen Zugang, wie überhaupt nicht leicht zu einem spi­rituellen Gebiet: seine Uranusstellung hält diesen Weg für ihn verschlossen. Um so weiter und ergie­biger steht ihm die Außenwelt offen und das Rie- senreich der Sichtbarkeit und der Materie, die er auf seine ihm eingeborene Weise zur Gestalt wecken t und befreien muß seien es Steine und Erden, = Landschaften und Berge, Natur und Mensch.

Frischmilch zu versorgen haben. Dadurch werden die gewerblichen Betriebe, wie Backereien, Groß­küchen, und sämtliche Haushaltungen in die Lage versetzt, eytrahmte Frischmilch bei Molkereien und Milchverteilern zu beziehen. Auf Wunsch der Der- braucherschaft führen die Milchoerteiler nunmehr neben der Vollmilch auch entrahmte Frischmilch, die eben o sorgfältig zum Genuß vorbereitet wird, wie die Trinkmilch. Der Vorteil dieser Maßnahme für die Verbraucherschaft besteht darin, daß die preis­werte entrahmte Frischmilch, welche alle Nahrstofte enthält, in ausgedehntem Maße zur Erweiterung der Ernährungsgrundlage in Speisen, wie Suppen, Gemüsen und Backwaren, verwendet werden kann. Es ist damit insbesondere die Möglichkeit gegeben, Milch dort zu verwenden, wo bisher wegen der damit verbundenen Kosten auf Milch verzichtet werden mußte. Die Bereitstellung entrahmter Frisch- milch bedeutet eine Berücksichtigung sozialer Be­dürfnisse und gleichzeitig eine Derbesserungsmog- lichkeit für die im Haushalt hergestellten Speisen.

Gewaltiger Anstieg der llebernachtungsziffern.

NSG. Der Jugendherbergsverband Rhein-Main hatte bereits im letzten Jahr eine große Steigerung der Uebernachtungsziffern in den Jugendherbergen unseres Gaues zu verzeichnen. Daß dieses Ansteigen der Uebernachtungszissern nicht eine einmalige Erscheinung war, zeigt der Stand vom 1. 21 u g u ft dieses Jahres, der mit 280000 Uebernachtungen gegenüber dem

Lpd. Im Zuge der Vereinheitlichung der Lehrer­bildung im Reich wird für das Land Hessen be­stimmt, daß vom Wintersemester 1937 an die hessi­schen Lehrer und Lehrerinnen an höheren Schulen die beiden ersten Semester ihres mindestens acht- sernestriaen Studiums an der Hochschule für Leh­rerbildung in Darmstadt zu studieren haben Vom Wintersemester 1937 an können sich Abiturienten (-innen), die beabsichtigen, später eine Prüfung für das höhere Lehramt in Hessen abzulegen, nicht mehr einer Universität oder Technischen Hochschule , ,.rr ' Vtn nirkt nnrhpr zwei Se-

Als der Steinkauz immer wieder nach seiner Ge­liebten schrie: Komm mit, komm mit, komm mit! da lag ein kranker Mann in seinem Bette. Seine Verwandten standen besorgt um ihn herum. Einer hörte die Eule rufen. Das ist der Totenvogel! Er ruft dem Kranken immerfort zu: Komm mit, komm mit, komm mit auf den Kirchhof! Wenn der Toten- vog'el schweigen würde, der Kranke würde leben bleiben. Schlagt doch den Satansvogel tot! Alle Eulen müßte man totschlagen, die bringen nur Un­heil. Am nächsten Morgen war das Eulenliebes­paar tot. Die beiden Steinkauzleichen hatte man an das Scheunentor genagelt

Im Mittelalter hat man Hexen verbrannt. Jetzt sind es die Steinkäuze, diedie Toten rufen", die Katzen, die über den Weg laufen, und die Toten­uhr die das Lebensende ankündiqt. Wir leben im 20. Jahrhundert, aber die Eulen sind vogelfrei Sie stehen zwar unter Naturschutz, es soll aber selbst Jäger geben, die alles, was vor ihren Schießprügel kommt, herunterschießen. Die Tierausstopfer haben zu tun es werden ihnen viele Eulen gebracht, die sie aus'stvpfen sollen. Dann kommst du arme, aus- gestopfte Eule auf den Bücherschrank. Mause sangst du nun nicht mehr, aber Staub. Im Altertum war die Eule der Vogel der Weisheit. Den Vogel haben dieNaturfreunde" nicht.

In Afrika gehen die Jäger immer mehr mit der Filmkamera statt mit dem Schießprügel. G-fegn-t-r Flimmerkasten, diese Kulturleistung versöhnt mich mit jedem Ki-ntopp. Gibt es für unfere che.mat nicht auch einen Ersatz für manche Schießtollheit? p

Dornotizen.

Schauen und Erleben einen Hauptteil des Dienstes ausmacht. Die deutsche Jugend hat ertanntdaß sie einen ftarfen und gesunden K ö r per haben muß, sie weiß aus ihren Heimabenden, daß nur ein leistungsfähiger Körper Träger eines fähi­gen Geistes fein kann. Sie weiß, daß äußere yorm und innerer Gehalt sich niemals trennen lassen. Wenn wir also den wertvollen Menschen wollen, so muß sowohl der Körper als auch der Geist ge­bildet und geformt werden.

Die weltanschauliche Schulung vertieft das Er­leben des Landes und untermauert das Gefühl der Gemeinschaft mit den Ideen unserer We11 - anschauung. Auf den Fahrten kann sie immer wieder anknüpfen an all die vielen Punkte unserer Heimat, die uns an schöne und an schwere Tage un­serer Geschichte erinnern. Aus der stolzen Vergan­genheit und aus den Leistungen der Vorfahren wird der Stolz auf sich selbst und die Nation wachsen. Ser Junge fühlt, daß es eine unendliche Ehre ist, die em Volk und diesem Reich anzugehören. Dieses Wissen werden ihm die Heimabende um den Fahnenmast und das lodernde Feuer noch tiefer in die Seele senken und damit den unbändigen Willen wecken, dieser Nation dis zum Letzten zu dienen, denn Dienst ist die große Aufgabe eines Manneslebens.

Die wenigen Tage, die der HI. leider für ihre Zeltlager und Fahrten nur zur Verfügung stehen, find unendlich wertvoll für das gesamte Leben un­serer Gemeinschaft, denn sie schmieden in dieser kur­zen Woche die Jugend zusammen, steht sie nun hin­ter dem Schraubstock, hinter dem Pflug, oder sitzt sie noch auf der Schulbank, sie begründen teper unö stärker als jeder andere Dienst die Kameradschaft, da ein ganzer Tageslauf dieser Gemeinschaft ge- 1 hört. Und jedes Lager ist ein Schritt weiter zur : Vertiefung und Verwirklichung de r : Idee des ' Führers und seiner für Jahr- 1 tausende gegründeten Weltanschauung.

Oie Marine-Gefolgschaft 116

NSG. Wochenlang stehen nun schon die Zeltlager der Hessen-Nassauischen HI. auf den Bergen und in den Tälern unserer schö­nen Heimat. Zur gleichen Zeit haben Tau­sende von Jungen auf denHessen-Nassau- Fahrten" weite Gegenden des Rhein-Main- Gebietes erwandert, und noch vielen steht diese Fahrt bevor.

An den schönsten Stellen unserer Heimat sind die Zeltburgen der HI. aufgeschlagen; in grü­nen Tälern, von Wäldern umgeben, leuchten die hellen Zelte, oder von Bergkuppen blicken sie weit ins Land hinaus. In dieser Gemeinschaft des Lagers ammeln sich unsre jungen Arbeiter, die einmal für eine Woche die Mauern der Stadt und ihre Werk­bank verlassen haben, um sie mit dem disziplinierten und doch freien Lagerleben der HI. zu vertauschen. An die Stelle der Arbeit ist die Freiheit des Ur­laubs getreten, und tief nimmt der junge Mensch die Schönheiten der Heimat in sich auf, mit der er in diesen acht Tagen eng und tief verbunden ist. Im Zelt ist er mit den Kameraden seiner Schar und Ge­folgschaft zusammen, die irgendwo anders im Be­triebe stehen oder noch in der Schule sind, aber sie haben alle nur ein Ziel, haben nur ein Bild vor sich in diesen Tagen: ganz die Kameradschaft zu erleben! Fern von Romantik und Schwär­merei empfindet der Junge die Größe der Natur und ihres ununterbrochenen hinflutenden Lebens, er spürt die Urkraft des Bodens, die den Menschen frei

der beiden, durch die zwiespältigen Zwillinge ge­trennten Kraftfelder ein Hauptproblem dieses Dichtergeistes, das ihn sein ganzes Leben lang be­gleitet und gelöst werden muß. Das äußere Leben wird sich nomadenhaft abspielen. Große Reisen zu Wasser und zu Land nach entfernten Weltgegenden müssen angetreten werden. Der Aufenthalt Unter­wegs wird häufig im Freien genommen, gleich den Nomaden. Die Reisen dienen nie der Kurzweil, sondern immer nur der Sammlung von Erkennt­nissen Daneben läuft, was widerspruchsvoll er­scheint, ein starkes Interesse für Angelegenheiten des Ackerbaues. Leidenschaftliche Liebe zur ernsten Forschung ist ausgeprägt, Erkundung der sichtbaren Welt, der Realität, sogar der Erde wortwörtlich Dem Gestein wird große Aufmerksamkeit zugewandt. Ponten taucht tief in den materiellen Stoff er muß. Die Last an Stoff, die er sich aufburbet, wächst mit den Jahren, wird immer gewichtiger. Aber er ist hartnäckig, stetig, ausdauernd geduldig und der Arbeit tief ergeben. Es wird 'hm gelin­gen, die Last an Stoff zu bewältigen Aufschluß­reich ist die starke Stellung des Planeten Saturn. Dieser ist ein verdichtendes, kristallisierende^ aber auch verzögerndes Prinzip. Saturn macht Ponten zu dem einsamkeitsliebenden Grübler und Denker, zu einem Kloster-Zellenmenschen, und er ist auch das Sinnbild für Stein, Gebirge, Eis, Kristall und Bauten. Er verleiht große Ausdruckskraft und Plastizität, verzögert aber auch äußere Erfolge, hemmt bis fein Umlauf vollendet ist. Dann treten Erleichterungen ein, Hindernisse und Hemmungen

Sterne und Dichter.

Von Friedrich Schnack.

Don der astrologischen Lehre aus gesehen und äuß ern wenig von ber Boefi« « * Sternenwelt des Tierfrei es, auch der Flksterne uno Planern die jo wichtig sind für dos Denken als ein Weltkaletdojkop. Der spielende W-lt- nei« drekt es und wie er fein Sternensp.el dreht, fo wechseln auf Erden, wohin für uns alle fernem ltratüen sielen von Augenblick zu Augenblick Bilder" Neue tauchen auf, alte verschwinden.

Man kann sich aber auch °°rst-ll-n, di- G°- meinjchast der Gestirne bilde -1 n b i m m 11 \ä) Orchester. Ihre Tone und Schwingungen c regen da- All und wo- sich dann b-sind L Un - Mr einundzwanzig Sternenmufiler formen m-I

^WSaU6n\TDi^n?b^rIObSei sich

Wie steht es mit Pontens Werk? Mehrere wissenschaftliche Arbeiten sind im Zeichen Saturns der Erdgestaltung gewidmet, der geologischen Er­forschung von Landschaften, die bereits Schule mach­ten: Ponten hat für den Erdaufbau einen begna­deten Blick. Er veröffentlichte:Griechische Land­schaften, eine neue Form der Erdbeschreibung. Ferner:Luganesische Landschaften , nach den glei­chen Gesichtspunkten, dieForschungsrei|e zu den Strophaden", den griechilchen Felsenmseln. Er. ent­deckt eine neue, versteinerte Koralle. In diesen Werken wird der Erdstoff eingehend behandelt und die vom Saturn, dem Herrn der Steine und Ver­steinerungen, vorgeschriebene Richtung befolgt. Der Planet ist aber auch der Meister der gestalt 1 Steine, der Architektur, der Bauwerke * i schrieb das WerkArchitektur die Nicht gebau wurde" Es behandelt große baumeisterliche Ent­würfe Es veröffentlicht die ErzählungDer baby-

im Zeltlager.

Die Marine-Gefolgschaft 116 verließ am 24. Juli Gießen und traf nachmittags im Marine-HJ.- Zeltlager Miltenberg mit 64 Mann ein. Das Wetter war herrlich, die Stimung der Jgg. sehr gut. , t

Die HI.-Gebietsführung hat das Lager m einer der schönsten Gegenden des Maintales aufgezogen. Miltenberg, ein historisches Städtchen, ist wunderbar gelegen und richtig für unser Lager geeignet. Ein­gebettet in grüne Wälder und von trotzigen Burgen umrahmt liegt die Perle des Mames. Die Jgg. sind ganz eingenommen von den Schönheiten, die sie da empfingen. Das Lager liegt direkt am Main und ist für die Aufgaben und für die Ausbildung der Marine-Hitler-Jugend sehr geeignet. Den Abschluß der einen Seite bildet das langgestreckte Eßzelt, wah­rend es von der anderen Seite won einem Thmgplatz und unseren Fahnen abgeschlossen wird. Sämtliche Marine-Einheiten haben ihre Ruderboote an Ort und Stelle gebracht, die Offenbacher M.-H.-J. hat ihr schwimmendes HI.-Heim. Das Heim birgt in sich die gesamte Verwaltung des Zeltlagers sowie das gesamte Unterrichtsmaterial. Zur weiteren Ausbil­dung ist noch eine Segeljacht und em Motorboot vorhanden. ______

Vorjahre mit 250 000 ein Anwachsen von 30000 Uebernachtungen zu verzeichnen hat. Für die näch­sten Wochen und Monate sind noch zahlreiche Gruppen aus allen Gauen Deutschlands angemel­det, so daß bis zum Ende des Jahres die Besucher- zahl der Jugendherbergen im Gau Hessen-Nasiau noch weit mehr erhöht werden dürfte.

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** Heeresfreiwillige f ü r Herbst 1938 aus der Landwirtschaft. Heeresfreiwillige für Herbst 1938 aus der Landwirtschaft (Bauern und Landwirte, sowie deren Angehörige, soweit sie in der Landwirtschaft tätig sind, Inspektoren, Ver­walter, Knechte, landwirtschaftliche Arbeiter und Tagelöhner, Deputanten, landwirtschaftliche Wan- der-(Saison-)Arbeiter, Melker) werden nur im Winterhalbjahr 1937/38 ab 1. 11. 1937 zur Erfül­lung der Arbeitsdienstpflicht Herangehen, um sie im Frühjahr und Sommer für die landwirtschajt- lichen Arbeiten verfügbar zu halten. Landwirte, die im Herbst 1938 freiwillig dienen wollen, müssen sich daher bis spätestens 15.9.1937 mit Freiwil- ligenschein bei einem Truppenteil um Annahme als Freiwilliger bewerben. Welche Truppenteile für den einzelnen Bewerber in Frage kommen, kann bei den örtlichen Wehrbezirkskommandos und Wehr­meldeämtern erfragt werden. Später als 15. 9.19^7 für Freiwilligeneinstellung 1938 eingehende Gesuche oon Landwirten dürfen nicht mehr berücksichtigt werden. ~

** Keine glimmenden Tabakre sie aus demZug werfen! Die Reichsbahn weist auf die Gefährlichkeit der üblen Angewohnheit hin, aus fahrenden Zügen brennende Zigarren- und Zigaret- tenrefte zu werfen. Hierdurch können bei Trockenheit Gras- und Waldbrände entstehen, durch die wert­voller Baumbestand in der Nähe der Böschungen vernichtet wird. Die Reichsbahn bemüht sich, durch Anpflanzungen an den Böschungen das Auge des Reisenden zu erfreuen. Gefährdet daher nicht Gras- und Waldstreifen durch gedankenloses Hinauswerfen von glimmenden Tabakresten aus fahrenden Zugen!

** Erloschene R o 11 a u f s e u ch e. Die im Schweinebestande des Georg Grmert, Gießen, Jahnstraße, Holzhaus B, ausgebrochene Rotlauf- seuche ist erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben.

** Unfälle. Durch Sturz mit dem Fahrrad er- litt Frau Maria K1 utkowski, Schottstraße 33,

kaltem Verstand bringt man ebensowenig in bas i Geheimnis einer Partitur ein wie in bas bes Horo- i stops. Di- Astrologie, obwohl m>t -mpmlch-n . Erfahrungen arbeiten!), ist keine eigentliche^Wss llhait Sie ist e i n e D e u t e k u n st, wie auch bas Partltur-nle-n. Trugschlüssen rst st- ebenso ausgeseht wie d.e exakte M W* * ** 3b« größte Schwierigkeit liegt in der Vielfalt Der zius deuternöglichkeiten: die oon abergläubigen Dorstel- rLMffMW

des Planeten Uranus haben, fon J» SterftS"dn<,fÜrwie di- der Musik ein3en6bQÄ^

V-nus und ^'/et;er Ubitölid)t in diesem

brauchbar ... Z)i> -W6 gorm, der Mars die Zusammenhang den Geist de jn a[[en 3eiten

Gestaltungskraft. Die Dch ßiebe5erHärungen ge­ben Sternen die scho f gleichsam zum Dank, macht, unb bie Äst' wissen aus Goethes ihre Dichter -^nhlt W H. M jm @elfirn= Dichtung und Wahrb t TOeIt kam.

bild sich für ihn darstellt I mfcn9. und Le- Es wäre eine fetze moe a19 @runb lbrcr bensbilder bekannter ck) _ eine geologische Sternstunde auszua ecken Klagen lassen sich / Ä" und »'- 'wd sie m Leben und Werk verwlrkllcht? ^raskop des Dichters

Es mag erlaubt fein, Jcn roeiI e5 lapidare

Iosef Pont e n J $$ freilich hier nicht der Konstellationen enty st. ^beiten w sehr einzu- Drt, auf fällige Punkte sollen beachtet

gehen. Nur emige ff @r9unbträ|te setzen das Ge­werben. Zwei mach g , mßn: Merkur und Ve- füge ^Wissenschaft nd^ Kunst" Der Komplex dieser nus -"..^tz'bnicyui . benachbarte Hau-

Bild-krast- °°r °> °u Nebeneinander. Der !er. es entsteht -m >-»r-kk- grofce

^'NtchMn'gspu^un? °°L°l. die Synthese

der Sternenszene.

«sgS niedergeschrieben W°r ^s -.n-^g All-

unheilvoller Urklang/ -wi erschüttern? Ent-

ob«er b . bcr eines

wickelt sich der Geist eine y (vrbfchaft ist ange- Dichters? Die Anlage ist , Willen obliegt treten. Der Erziehung. btm. . " ,u l-jten.

es. den Stoss zu formen dw Anlagen z Aus Lehm kann I°d°ch k°'n M->rm°r g^m

den. Wer nicht ?um F-Mer , 1^ Anzeichen Kaufmann.Sporen 'st- w H^ch lQ(fen Das sind

Nicht jeder versteht, das ^Horost^P^ erIernbar. Dod;gibt Ä'unb schlechte Partiturenleser. Mit

Aus der Stadt Gießen.

Komm mit, komm mit!

Ein kleiner Steinkauz wollte Hochzeit feiern und ging auf die Brautschau. Der Abend und die Nacht sind für Liebesleute reserviert. Der Steinkauz flog schwebend wie ein Schatten abends durch sein Re-' vier. Liebestoll und hochzeitsfreudig rief er im­merzu:

Kiwitt, kiwitt, kiwitt, komm mit, komm mit, komm mit." Wie Frauen sind, kokettierte Fräulein Steinkauz noch ein wenig:

Geh weg, geh weg, geh weg, du eitler Geck."

Was sich liebt das neckt sich. Ein Mann darf nicht so leicht zu Kreuze kriechen. Darum rief er zurück:

Kiwitt, kiwitt, kiwitt, mit dir bin ich quitt."

Wie in den guten und in den schlechten Roma­nen bekamen sich die beiden Steinkäuze doch noch. Die Menschen machen es ebenso. Erst necken sie sich, betonen, daß sie voneinander nichts wissen wollen, und dann liegen sie sich in den Armen.

*

Kleine gute Steinkäuze, alle Menschen müßten euch loben. Denn die Menschen teilen die Tiere in nützliche unb schädliche ein. Was dem Herrn der Schöpfung gut tut, das nennt er nützlich, und was ihm mißfällt, das heißt er schädlich. Aber die Stein­käuze, überhaupt alle Eulen, sind wirklich nützlich. Die Gelehrten haben sorgsam unb peinlich bie Ge­wölle der Eulen untersucht. Es waren fast immer nur Mäuseknochen An den Gewöllen. Die Eulen lauschen nachts auf Mäuse, dann schweben sie laut­los herbei, greifen unb töten bie Maus unb ver­schlingen den kleinen Nager mit Haut unb Haaren. Die Knochen unb Haare können bie Eulen aber nicht verdauen, siekäuzen" sie wieder aus. Die Gewölle ha.t ein sorgsamer Forscher gesammelt, tausende hat er auseinanbergepoIEt, und immer wieder nur Mäuseknochen gefunden. In seinem Garten hat er mit den Mäuseknochen eine große Schriftreihe gesetzt: Schützt unsere Eulen!

Xageefatenbet für Mllwoch:

Gloria-Palast (Seltersweg):Unter Ausschluß der Öffentlichkeit".. Deutsche Werkstoff-Ausstellung

20.15 Uhr im^Joha^nessaal: Bibel- und ein^4treibenU?a7^emlIw^nnUC^ie n^' vorher zwei£