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Nr.l79 Zweite; Blatt

Mittwoch, 4-August 1957

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

Aus dem Reiche der Frau

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

des Alphabets können

iert werden, alle Buchstaben

$

Donnerwetter", sagt fierr Müller und sieht mit mehr Be- als Verwunderung seine junge Frau an. Er will indessen das Prestige des Besserwissers noch nicht so leicht opfern.Dann müssen aber doch die Hemden viel öfters gebügelt werden."

Bei vernünftigem Wäschevorrat ist das gar nicht nötig. Im übrigen wäre es allerdings kein Schaden, wenn du noch das Geld für zwei bis drei Hemden für dich bewilligen würdest. Man schont seine Wäsche auch durch nicht zu häufiges Tragen, denn die Wäschefaser möchte sich nämlich auch ab und zu ein wenig im Wäscheschrank ausruhen."

Herr Müller kann darauf seiner Frau die Aner­kennung doch nicht länger versagen.Also", be­schließt er mit der Miene des weisen Hausvaters, da nach glaubhafter Begründung durch häufiges Waschen an Wäsche gespart wird, kaufen wir jetzt noch zwei Hemden für mich. Da mußt du natürlich dabei sein, dam't wir nicht nur meinen Geschmack, sondern auch deine Waschfragei» gebührend berück­sichtigen können. Außerdem aber und das ist ihm gerade noch rechtzeitig eingefallen kaufen wir bann gleich die hübsche weiße Bluse, die dir neulich so gut gefiel."

Ach nein", sagt Frau Müller,wenn schon, dann doch lieber die himmelblaue."

Gerta Wendelmuth.

Schnittlinien (Passe und Schoß) eingearbeitet. Die Knöpfe sind aus naturfarbenem Holz.

Der praktische Mantel für Straße und Sport ist besonders weit geschnitten, seine großen Taschen sind aufgesetzt und wie auch alle Nähte des Mantels breit abgefteppt. Die Aermel sind in der Keule etwas wattiert. Die großen Knöpfe find ebenfalls aus farblich paffendem Holz. H.

Wenn die EinkochMer knapp sind.

Don Frida Aisth.

Für den Vorratsschrank.

Jetzt ist die günstigste Zeit für die Hausfrau, Vor- sorge zu treffen für den Winteroorrat, denn G e - f e aller Art ist reichlich auf dem Markt zu haben und muß so schnell wie möglich verwertet werden. Der Dorratsschrank, der sich in diesen Wo­chen füllt, ist der Stolz der Hausfrau. Jedes ein­zelne Gemüse kann auf so verschiedene Arten halt­bar gemacht werden, daß auch im Winter die Er­nährungsweise nicht eintönig zu werden braucht. Wir geben heute eine Anzahl von Rezepten für das Einkochen von Bohnen, Gurken und Tomaten.

Saure Bohnen: Grüne Schnittbohnen wer­den sauber gewaschen, abgezogen und fein ge­schnippelt. Dann mischt man sie mit Salz, rechnet auf 5 Kilogramm Bohnen 100 Gramm, knetet sie in einen Steintopf oder in ein Faß ein. Es muß sich Flüssigkeit bilden, die einige Zentimeter hoch über den Bohnen steht. Diese Bohnen müssen genau wie Sauerkraut etwa 14 Tage lang an mäßig warmem Ort (Küche) gären Während der Zeit bedeckt man sie lose mit einem sauberen Tuch, beschwert sie mit Brett und Stein, nachdem die Gärung vorbei ist und man ein sauberes Mulltuch darüber gebreitet hat. Aufbewahrt werden die Bohnen an kühlem Ort.

Bohnenqemüse: Junge grüne Brechbohnen ober zarte Wachsbohnen werben gebrochen, junge

durchgenommen werden. Nett ist es auch, wenn Mutter die Stationen abfragt, durch die man auf der Reife gekommen ist. Wer sie am besten behal­ten hat, bekommt einen Preis.

Für die kleineren Kinder hat Mutter einTippel- Kissen" vorbereitet. Aus alten Zeitschriften nimmt man Bilder heraus, die man auf ein Kissen legt. Nun müssen die Kinder mit Stecknadelstichen die Konturen der Zeichnungen und Bilder ausstecken, sietippeln", wie man diese Beschäftigung im Rheinland nennt. Hält man diegetippelten" Bil­der dann mit der Rückseite gegen das Licht, so tre­ten die Konturen des Bildes deutlich hervor. Mit ausgeschnittenen Figuren aus alten Zeitschriften kann man ein ganzes Theater aufführen, auch Ab­ziehbildchen, die man ja überall für ein paar Pfen­nige kaufen kann, trösten über die langweiligen Regentage hinweg

Bilderbücher find bald besehen und ausgelesen aber auch dann kann man noch allerlei mit ihnen an­fangen: man kann Scharaden stellen, indem man eine Figur aus dem Buch darstellt und die anderen raten läßt, wer es wohl fein soll. Wer richtig ge­raten hat, darf dann Darsteller sein.Weiterdich­ten" ist auch eine schöne Sache und wer die beste Phantasie dabei entwickelt, der ist der Sieger.

Schwieriger ist es schon, ganz kleine Kinder zu beschäftigen. Da ist es immer am besten wenn die Mutter eins der gewohnten Spielzeuge auch mit auf die Reise nimmt. Im fremden Bettchen fühlt sich das Kind gleich heimisch, wenn es den geliebten Teddybär oder das Püppchen in der Nähe hat. Auch für die Eisenbahnfahrt sollte man ein Spiel­zeug nicht vergessen

Wenn man ein wenig nachdenkt und es versteht, auch beim Spiel Phantasie zu entwickeln, dann werden verregnete Ferientage nicht zum Problem für Mütter und Kinder. Alle Kinder sind vernünf­tigem Zureden zugänglich und sie werden bald be­greifen, daß man in der fremden Umgebung nicht so ungenierttoben" kann wie zu Hause. Aber es gibt ja so viele schöne Spiele und jeden Tag kann man sich etwas Neues ausdenken! D. K.

Für kühle Sommertage zeigen mir heute ein Jackenkleid und einen Mantel aus handgewebter, naturfarbener Schaf - ^Der ^Rock des Jackenkleides ist in vier Bahnen geschnitten, er erhält seine Weite durch eine je hinten und vorne eingelegte Faste. Er 'st wie die Jacke breit abgefteppt. Die Jacke hat einen kleinen Stehbund, die vier Taschen sind den

Lud wenn es nun regnet?

Ein guter Rat für Kinder in den Sommerferien.

(ptd.) Auch in den Ferien kann nicht immer die Sonne scheinen, auch in der schönsten Sommerfrische überzieht sich der Himmel mal mit Wolken, und es regnet inBindfäden" Ja, dann ist es für die Mütter nicht immer leicht, die Kinder bei guter Laune zu erhalten Zu Hause ist es etwas anderes, da haben die Kinder ihre gewohnten Spielsachen und sie wissen sich zu beschäftigen, aber in der fremden Umgebung in der Sommerfrische ist das schon schwieriger. Und gerade hier muß besondere Rücksicht genommen werden, d"nn man ist ja im Hotel oder in der Pension nicht allein. In den meisten Fremdenheimen fehlt leider immer noch das besondere Spielzimmer für die Kinder also bleibt es der Mutter überlassen, die ungeduldige Schar zu beschäftigen

Mutti, was fpielen wir?" Hundertmal ist an diesem Regentag die Frage schon gestellt worden. Die Kinder langweilen sich also muß Mutter sich schon etwas ausdenken, das alle beschäftigt, und das keinenLärm" macht. Schreibspiele sind sehr be­liebt, aber man muß sich auch hier neue Themen ausdenken. Wie wäre es, wenn man den Kindern einmal das Thema stellt:Schreibt mal auf, was Ihr gestern erlebt habt aber in der Erzählung darf nicht der Buchstaber" vorkommen!" Ja, das ist gar nicht so einfach und es gibt viel Ge­lächter dabei. Dieses Spiel, das für die größeren Kinder gedacht ist, kann auf hunderterlei Art vari-

Diese müssen vorher mit Sodawasser ausgekocht werden und werden dann gefüllt und behandelt, wie die Gläser. Alle Einkochgläser oder Töpfe müssen vor dem Gebrauch einen Tag bis an den Rand mit Soda- oder Jmiwasser gefüllt stehn, auch wenn wir glauben, daß sie ganz sauber sind Die Verderbnis- erreger entwickeln sich nämlich in Feuchtigkeit. Wei­chen wir die Gläser vorher ein, so vernichtet schon das erste Kochen die Keime. Beim zweiten Kochen dann auch noch die hinterher entwickelten Ver­derber, und das Kochgut ist wirklich haltbar. Wei­chen wir aber die Einkochgefäße nicht vorher ein, entsteht die erste Entwicklung der Keime erst, wenn das Kochgut ins Glas kommt, und beim zweiten Kochen vernichten wir erst das, was sonst beim erstenmal getötet wurde Es kann immer sein, daß auch nach dem zweiten Kochen sich dann wieder Keime bilden und die Haltbarkeit ist gefährdet. Wenn der Inhalt der Flaschen in Anbruch genom­men werden soll, holen wir ihn mit einer Schlinge von dünnem Draht heraus, das Herausschütteln würde viel zu viel Zeit brauchen.

HäusigeWäsche schont dieWWe.

Schweißtriefend, bas Jackett über dem Arm, kommt Herr Müller eine Stunde früher als sonst aus dem Büro. In der Hoffnung, endlich in der kühlen Wohnung erleichtert aufatmen zu können, gerät er in eine dampfende Küche, stolpert dabei noch über einen Waschwber, der in letzter Zeit schon öfters unliebsame Zusammenstöße mit seinem Schienbein hatte. Das steigert seine innere Temperatur noch über den Grad, den bereits das Thermometer im Schatten anzeigt.

Was ist jetzt bloß für eine ewige Wascherei , wettert er los.Da werden ja die Hemden mehr zerwaschen als ^ertragen. Solche sinnlose Verschwen­dung ..

Gut, daß Frau Müller die Ruhe weg hat und nur unmerklich über die Naivität ihres sonst so klu­gen Gemahls lächelt

Auf dem Schreibtisch vorn liegt Post. Viele Feriengrüße", sagt sie gelassen.In einer Diertel- tunbe können wir schon essen, babei werbe ich )ann versuchen, mein häufiges Waschen zu recht- fertigen."

Die Nachricht von ber Ferienpost lenkt ben er­regten Ehemann ab. Er reißt Schlips unb Kragen herunter. Am liebsten mochte er gleich noch Hemd unb Hose ausziehen unb m ben Schlafanzug schlüp­fen. Die Urlaubsberichte ber Freunbe unb Be­kannten von ber Wasserkante nehmen ihn so gefan­gen, baß er bas Tischbecken gar nicht bemerkt und erst zweimal zum Essen genötigt werben muß. Die Obstkaltschale ist so recht erfrischenb, bte häufige Wäsche ist ganz vergessen unb bie Gebanken kreisen um bie Urlaubsreife Die junge Frau will aber bie Gelegenheit zu ihrer Rechtfertigung nicht verpas­sen, befonbers ba ber frische Kragen von heute morgen burchgeschwitzt über ber Schreibftuhllehne hängt unb ber Bürostaub bie Aermel bes Ober» Hemdes auch nicht gerabe ziert.

Zieh' bir bitte morgen roieber ein reines Hemb an", sagt sie, ohne ber ironischen Wirkung zu ach­ten, bie biese Worte zunächst bei ihrem Gatten auslösen.Wenn man bie Wäsche schonen will ..."

Herr Müller ist fassungslos.Ist bie Frau benn gar nicht zu belehren," benkt er,so bumm ist sie boch eigentlich nicht"

Frau Müller errät natürlich sofort bie Gebanken ihres Mannes unb fängt nun behutsam an:Wenn bus auch nicht glaubst, aber bas barfft bu meiner besseren Kenntnis schon zutrauen Die nur wenig burchgeschwitzte unb nur leicht angestaubte Wäsche ist ohne viel Reiben unb Rubbeln schnell wieder sauber, denn sie wird ja gewissermaßen nur durch­gespült und nicht so angegriffen, als wenn die Säuren, die im Schmutz sind, erst lange daran herumnagen."

Herr Müller macht große Augen.Das ist wohl höhere Wäschechemie!"

Etwas Chemie ist sicherlich auch babei', sagt Frau Müller lächelnb. Staub unb Schweiß zerstö- ren nach ben neueren Erfahrungen unb bie mutz man schon einmal zur Kenntnis nehmen bie Wäsche stärker, als man ahnt. Wenn ich z. B. das Hemd, welches du jetzt anhast, noch heute abend in lauwarmes Wasser mit etwas enzymhaltigem Einweichmittel stecke und morgen früh, ehe du ins Badezimmer kommst, es einmal in einer guten Seifenbrühe leicht durckgedrückt habe, brauche ich nicht zu rubbeln, das schont meine Hände ebenso wie die Wäsche. Dies Hemd, zehnmal so gewaschen, hat dann nicht so sehr gelitten, als wenn es eine ganze Woche getragen, acht oder vierzehn Tage schmutzig liegen geblieben ist und dann erst förmlich zerkocht werden muß, bis aller Schmutz und alle faserzerstörenden Elemente wieder daraus entfernt

nach zwei Tagen noch einmal 30 Minuten. Pilze werden das erstemal nur eine Stunde erhitzt.

Alle größeren Früchte, Pflaumen, Birnen, Reme- klauden, Mirabellen, Aprikosen Pfirsiche geben wir in werte Gläser, überbmben sie mit doppeltem Per­gamentpapier oder dickem Glaspapier und setzen sie genau so wie die mit Gummiring verschlosse­nen Gläser in den Apparat. Das Wasser darf nur so hoch stehn, wie die Früchte.

Als Einkochtopf kann jeder große Kochtopf die­nen. Auf den Boden müssen wir ein dick zusammen­gelegtes Handtuch legen, denn Glas und Topf darf sich nicht berühren. Als Trennschicht zwischen die einzelnen Gläser stopfen wir ebenfalls zusammen­gelegte Tücher. Aus den Kochtopf stülpen wir eine Schüssel, geradeso, als wenn wir einen Schinken kochen. Es soll doch alles im Dampf kochen, und ein Deckel ist dazu nicht genug

Flaschen bewickeln wir mit Tüchern, ehe sie in den Topf kommen. Haben mir sehr große Gläser, etwa drei Liter Inhalt, müssen wir sie länger der Hitze aussetzen als kleinere. Wir können auch im Waschkessel Steintöpfe statt der Gläser nehmen.

Im ersten Eifer, recht viel Winteroorrat zu schaf­fen, sind wir etwas großzügig im Verbrauch unserer Weck-, Rex-, Bade-, Duplex- oder wie sie alle heißen, unsere lieben fünfen Einkochhilfsglaser, gewesen. In reichlicher Fülle stehen uns die Schatze aus Feld, Wald und Garten zur Verfügung und warten auf ihre Verwendung. Bedrückt sehn wir auf unseren zusammengeschmolzenen Glaservorrat. Wohin mit all dem Segen? Unser armer dünner Geldbeutel stöhnt schon. Es ist aber auch ZU vie auf einmal, was alles aus ihm ^rausgeguetsch werden soll: die Früchte, Gemüse Gewürze der Zucker, die säuern und papierenen Kleinigkeiten unb jetzt auch noch neue Gläser!

Ei, es brauchen ja nicht gerade Glaser zu je, in denen die Vorräte ihren Lebensabend m unserer Speisekammer verbringen! Da sind im Keller ch eine ganze Menge leerer Flaschen. Je dünn Hals ist, desto dünner muß auch das sein was wir hineintun. In die allerengsten geben wir durch, aeschlaaenes Aepfelmus, Tomatenmark, kapern Beeren, Holunderbeeren, Wbeeren nmat Erbsen. Ist der Hals weiter verstauen wir dann allerhand Gemüse: gestiftete Gelberuben, oder^Kohü rabt, Spinat, Apfelschmtzel, Kirschen, Himbeer , Brombeeren, zerstückelte Pilze, Schnittbohnen. all gehobelten Krautarten, Trauben auch junge 6 a- chelbeeren, kleine Erdbeeren und Spargelstuckchen wenn es wieder welche gibt Dabet wird « les em paar Minuten vorgekocht, bis es weniger Pl tz braucht dann kann man etnfuUen. Der 5)ais ber Flasche bleibt frei. Die Gemüse füllt man mit klarem Wasser ohne Salz auf. Alle fruchte erhal­ten Zuckerwasser. Bei säuern Fruchten nimmt man auf einen Liter Wasser 400 Gramm Zucker, i

Auch der Sommerhut muß aepfleat werden!

Ach, mit der Sommergarderobe braucht man nicht |o sorgsam umzugehen wie mit beiWmter- garderobe - sie ist lange nicht !° -mpimdlich- Diese Anschauung hort man oster °°n den rtraue n, und man hat es hausig beobachtet, daß die Brauen, die ihren Winterhut nach ,-dem Ausgang wrgsM tig abbürften und ausklopfen -

merhut aus den Stander hangen. Hat er das ver s" zarten weihen oder Hellen Hute w°llen aber besonders gut behandelt werden und es st heute oor allem wichtig, mit sem n M gut^u 3^ gehen, denn auch l°des Kl^ungsn - unb zum Volksvermogen, und Bolksaanze Außer- verschwendet, der «süßlicheres als b^He Sommer- dern gibt es nichts Haß nQ(h dem Tragen

Düte, die schon ^n.ge SBo«g bekommen einen grauen oder 3 sich im Sommer

haben. Der ^taub überzieht auch

'de7hette7HM Mtt°Ä'°Staub/chichi. die sich e.n- sriht, wenn sie nicht en aber dann

. Zuerstha man t« ein Gewitter-

eines Tages ,dLIöen die Tropfen auf dem regen unb ^on öQnb abgelagerte Hut einen häßlichen a) 0 Eriche, die den Hut Staub wird S» e»ner $ut immer nach jedem verdirbt. Hat man gebürstet so schadet ihm der Ausgang sorg a lig dg i l Strohhüte - sie Regen nicht m-> jn _ örü[tt man

dürfen allerdings n ch trocknet sie auf

^'ÄtitänL Aber man muh sie immer im S*aamVü^D"rD"l3It'Drr^wei-

gleich ein paar feine-öiancpen u

Kirschen ein paar ausgeknackte Kerne Oben f £ E X wir Gummikapseln, wie wir s

unb Preißelbee7en 20 Minute^ei 90

Gemüse erhitzen wir auf , - nur ein=

und Spargel aber nur au 80 Ob tm« erftemaI mal sterilisiert, ®emu,L^bßnen «äße aus, bann 1'/, Stunben der vorgejchriebenen

ben Kops mit Seibenpapier aus ober zieht ihn auf eine Holzform.

Es kommt wohl auch einmal vor, baß man wirk­lich einen orbentlichen Regenguß abbekommen hat, unb ber Hut ist schlapp geworben, bie Ränber hän­gen traurig herunter. Nun, man braucht ben Hut nicht gleich fortzuwerfen, man kann ihn gut selb wieder auffrischen. Mit einer Gelatinelösung steift man das schlapp gewordene Stroh, indem man dem Hut die gewünschte Form gibt. Es ist selbstver­ständlich, daß die Garnitur vorher abgetrennt wird. Verregnete Bänder kann man wieder plätten, ver­regnete Blumen ersetzt man am besten durch neue.

Einen Hut zu steifen, ist nicht so einfach, man muß an einem kleinen Stückchen erst einmal aus­probieren, wieviel Gelatine man braucht. Die Stei­fung mit einer Zuckerlösung, wie sie unsere Mütter wohl gebrauchten, wird jetzt nicht mehr verwendet, denn der Zucker lost sich in der Sommerhitze leicht auf, und das Stroh wird verklebt.

Hüte aus einfachem Stroh und Kinderhüte bringt man mit einer starken Boraxlösung wieder in die richtige Form. Man trägt die Lösung mit einer weichen Bürste auf, nachdem man dem Hut die richtige Form gegeben hat. Der Rand muß gut beschwert werden, damit er sich nicht verzieht.

Jede Drogerie hat heutzutage Reinigungsmittel zu verkaufen, die für die verschiedenen Stroharten passend sind. Panamahüte sollen immer ihre schone weiße Farbe behalten, mit QuiUajarinbe wird dies leicht erzielt. Lackierte Hüte von dunklerer Farbe kann man selbst neue lackieren, doch nehme man immer Mattlack dazu, da hierauf die Regentropfen nicht so zu sehen sind. Flecke auf Hutbändern und Blumen können mit Waschbenzin entfernt werden auch das Schweißleder in Herrenhuten sollte man einmal in der Woche mit Waschbenzin reinigen. Hüte müssen im Sommer immer gelüftet werden, damit sie keinen schlechten Geruch annehmen!

1 Dagma Köhlen