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Londoner Zuckerabkommen

da-

Belgien Brasilien Cuba Tschechoslowakei

Haiti Ungarn Java Portugal Peru Polen Rußland

20 000 metr. Ions 60 000

940 000 "

Die Londoner Weltzuckerkonfer^n, s'ch Zwl gesetzt, «ine M a r k t ° r d n u n ? au! aus dem Weltzuckermarkt zu erreichen durch F-st. setzung bestimmter Exportquoten, um ' durch aus dem freien Weltzuckermarkt Angebot und Nachträge auszugleichen, und durch V-rpslichtungen der H°up emsuhr,ander, die durch das Abkomm n erfolgte Aufteilung des Weltzuckermarktes nicht ü stören. Durch sehr sorgsaltige Schatzungen wichrend der Konserenz wurde der gegenwärtige Zucker­bedarf auf dem reien Weltmarkt auf unaeführ 3 170 000 tons festgestellt. Die einzelnen Aus Lr- quoten wurden rote folgt festgesetzt:

.... 250000

Dominikanische Republik 400 000

Deutschland 120 000

32 000

40 000

1 050 000

30 000 330 000 120 000 230 000

tons

126 500

von

5 000

70 000

20 000

20 000

11500

Englands Lehre aus dem Weltkrieg.

Oie Iriedensschlüffe haben enttäuscht.Oas neue Problem der Zeit.

kanntlich hat diese Firma durch ihre uner­hört niedrigen Angebote fast sämtliche öffentlichen Bauten im sudetendeutschen Gebiet a n f i ch gebracht, ohne auch nur im geringsten daran zu denken, su denkende Ätsche boden- ständige Arbeiter einzustellen. In letzter Zeit tauchte der Name der Firma auch im Zusammen­hang mit einigen schweren Bauunfällen auf, die sich bei der Durchführung der von Nekvasil übernommenen Arbeiten ereigneten.

Belgien Deutschland Ungarn Polen

Rußland

Mit diesem Erlaß erhält Reichsminister Rust als preußischer Minister die notwendigen Vollmachten zur endgültigen Säuberung der Kunstsammlungen innerhalb Preußens. Hier hatte der Minister, so­weit Bildersammlungen in Frage kommen, die un­mittelbare Verfügungsgewalt bisher nur über die staatlichen Museen. Diese wiesen lediglich im Kron­prinzenpalais eine Abteilung moderner Kunst aUss, die Reichsminister Rust im Herbst 1936 schließen ließ. Als erste Maßnahme hatte Reichsminister Rust die Leiter sämtlicher öffentlicher Kunstsammlungen in Preußen sowie der Kun st fachschulen zu einer Besprechung einge­laden, an der auch die Kunstreferentender anderen Länder als Gäste teilnahmen. Reichs­minister Rust gab die von ihm bereits getroffenen Maßnahmen bekannt und wies die Richtlinien für die künftige Arbeit, wie sie sich aus den vom Füh­rer und Reichskanzler in München verkündeten Grundsätzen ergeben. Besonders hervorzuheben ist die Ankündigung, daß die Museumsleiter in Lehrgängen künftighin eine einheitliche Ausrichtung erhalten werden und besondere Vorsorge für die Heranbildung eines fach­lich und weltanschaulich klaren Nach­wuchses auf dem Gebiete des Museumswesens getroffen werden soll. Anschließend besprach der neue Chef des Amtes Volksbildung im Reichs­erziehungsministerium Dr. Graf von Baudis- s i n mit den Museumsleitern Einzelfragen der praktischen Arbeit.

Oie Kunstsammlungen werden gesäubert

Einheitliche Ausrichtung der Museumsleiter.

hingen versuchte man, die Ausfuhrquoten nach den im letzten Jahre tatsächlich ausgeführten Mengen zu bemessen, was für Deutschland den Ver­zicht auf eine Ausfuhr bedeutet hätte. Die deutschen Vertreter haben in London diese Zumutung ent- chieden zurückgewiesen und zunächst eine Aus- uhrquote von 140000 tons für Deutschland beansprucht. Diese Ziffer entsprach gegenüber der deutschen Ausfuhrquote im Chad- bourne-Abkommen von 300 000 tons der in dem- elben Verhältnis zusammengeschrumpften Absatz­menge im freien Weltmarkt. Nachdem jedoch P o - l e n, das die gleiche Quote hatte, sich mit einer Herabsetzung einverstanden erklärt hatte, er­klärte sich Deutschland im Interesse eines Erfolges der Konferenz mit der Quote von 12 0000 tons einverstanden. Mit dieser Ziffer kann Deutschland zufrieden sein. Es ist zu hoffen, daß die deutsche Zuckerwirtschaft in abfehbarer Zeit dazu kommt, die von den deutschen Vertretern in London durchgesetzte Ausfuhrquote auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. ZdR.

darin, nicht die Wett für die Demokratie zu retten, sondern das gleichzeitige Be- stehen von Demokratien und aufo- ritärregierlen Staaten z u ermög­lichen.

Auch könne man nicht hoffen, daß der Völker­bund in seiner jetzigen, mit Zwangsmaßnahmen ausgerüsteten Form eine universale Koalition werde. Wenn der Völkerbund universal sein solle, so müsse man sich mit einer Körperschaft begnügen, bie, nur beratende, vermittelnde und schiedsrichterliche Funk­tionen habe. Einer der Gründe, warum die A b - rüstung zusammengebrochen sei, habe ohne Zwei­fel darin bestanden, daß man zuviel auf e i n = m a l versucht habe. Wenn daher bei einer neuen Gelegenheit weniger versucht werde, könne wahr­scheinlich mehr geleistet werden.

Aus aller Welt.

Eigenartiger Unfall am Stilfser Joch.

An der Stilfser-Joch-Straße stürzte ein von einem Ungarn gesteuerter Kraftwagen aus über 200 Meter Höhe in einen Wildbach. Der Fahrer war zuvor aus dem Wagen gestiegen und wollte ihn auf ein schmales Straßenstück schieben, als plötzlich der Motor in Gang kam und den WageN in die Tiefe riß. Die Mutter des Fahrers, die nicht ausgestiegen war, kam in den Fluten des Wildbaches um.

Englisches Flugboot zum Ozeanflug gestartet.

Das englische GroßflugbootCambria" verließ am Donnerstagabend Foynes in Irland, um er­neut die Ueberquerung des Ozeans zu versuchen. Der gleiche Dersuchsslug nach Neufund­land ist vor kurzem von dem britischen Großflug­bootCaledonia" erfolgreich durchgeführt worden. Da (er mit zwei Söhnen im Brunnenschacht erstickt.

Ein furchtbares Unglück trug sich in Schönermark bei Neuruppin in der Mark zu. Der 54 Jahre alte Landwirt Ingold war in einen Brunnen herab­gestiegen, um eine Reparatur oorzunehrnen. Er wurde bald von den im Schacht befindlichen Gasen betäubt. Sein 21jähriger Sohn Hermann Ingold bemerkte das und stieg dem Vater sofort nach. Aber ehe er fein Rettungswerk vollenden konnte.

Berlin, 3. Aug. Bei der Derlechung einer SA.- Sturmfahne an die Belegschaft der Reichsfinanz­schule Herrsching am Ammersee (Oberbayern) hielt Staatssekretär Reinhardt eine Rede, in der er auf die Nachwuchsfrage in der Reichs­finanzverwaltung einging und einGesetz zur Förderung der Frühehe" ankündigte. Er jagte, das Reichsfinanzministerium habe vor kur­zem als erste große Reichsbehörde die Voraus­setzungen für den Eintritt in die gehobene mittlere Beamtenlaufbahn dadurch geändert, daß es a n d i e Stelle der Hochschulreife die Reife für Obersekunda oder das Abschlußzeug­nis einer zweijährigen Handelsschule als ausreichend anerkannte. Auch künftig würden Bewerber mit dem Reifezeugnis und mit der Ober- primareife eingestellt werden. An dem für sie vor­gesehenen Ausbildungsgang werde nichts geändert. Sie müßten zunächst fünf Monate eine Reichsfinanzschule besuchen, dann die Finanzan­wärterprüfung ablegen und würden danach zur praktischen Ausbildung zum Finanzamt und zum Oberfinanzpräsidenten oder zum Zollgrenzdienst ge­schickt werden. An die praktische Ausbildung solle sich ein fünfmonatiger Schlußlehrgang an einer Beichsfinanzschule anschließen, an dessen Ende d i e Jnspektorprüfung stehen werde. Der Man­gel an Nachwuchs habe dazu geführt, die Ober- ekundareife als ausreichend anzuerkennen. Bewer­ber um die Finanzbeamtenlaufbahn, die nach Er­reichen der Obersekunda einer höheren Lehranstalt oder nach Abschluß einer zweijährigen Handels­schule in den Finanz- oder Zolldienst eintreten

3 622 500 metr. tons.

Hierbei ist vorgesehen, daß die Tschechoslo­wakei folgende Z u s a tz q u o t e erhält: Für 1937/38 90 000 tons, für 1938/39 60 000 tons, für 1939/40 25 000 tons. Man sah sich zu diesem Zu­geständnis bereit, da die Tschechen ihren Anbau m den letzten Jahren veichältmsmäßig erhöht haben und bei einer Ausfuhrquote von 250 000 tons große Vorräte ansammeln müßten, die den Markt be­drücken würden. Die zusätzlichen Quoten sind als Uebergangsregelung bis zum vorgesehenen Abbau der Erzeugung gedacht. Neben diesen Ausfuhr­quoten haben Frankreich und Jugoslawien noch eine sogenannte Reservequote von insgesamt 47 500 tons erhalten. Diese Länder haben keinen Wunsch auf Ausfuhr geäußert, wollten sich aber diese Möglichkeit im Falle unerwarteter Ueber- erzeugung vorbehalten.

Die so verteilte Gesamttonnage liegt zwar noch über der geschätzten Absatzmenge auf dem freien Weltmarkt. Durch zwei Umstände hat man jedoch den notwendigen Belangen des Marktes Rechnung tragen können. Bereits jetzt haben die nachfolgenden Länder für das Jahr 1937 auf die nachfolgenden Teilmengen ihrer Ausfuhrquoten verzichtet:

richten wissen beträgt das Passioum an die 20 Mil­lionen Tschechenkronen.

Die Firma begründet ihre Schwierigkeiten da­mit, daß der Staat bei ihr Bestellungen auf Staatsbauten für 90 Millionen Tschechenkronen gemacht, das Geld jedoch der Firma nicht aus­gezahlt habe. Das Blatt der Sudetendeutschen ParteiDie Zeit" schreibt dazu: Der Name Nekvasil ist nicht gerade dazu angetan, im Sudetendeutsch­tum angenehme Vorstellungen wachzurufen. Be-

Oie Krühehe der Beamten wird gefördert

Gtaatsfekretär Neinhardt kündigt ein neues Gesetz an.

ferung ihrer Bezüge gegenüber unverheirateten um 53,59 Reichsmark monatlich. Bei Assessoren betrage die Verbesserung im ersten und im zweiten Jahr 85,06 Reichsmark monatlich und bei Anwärtern für den einfachen mittleren Dienst, auf die das Gesetz selbstverständlich ebenfalls Anwendung finde, 36,99 Reichsmark monatlich. Dies ersteGesetz zur För­derung der Frühehe" trete am 1. April 1937 in Kraft.

Der Staatssekretär richtete an die jungen Kame­raden, die sich in der Laufbahn für den gehobenen mittleren Dienst befinden, den dringenden Appell, rechtzeitig genug an eine Eheschließung zu denken, damit sie möglichst frühzeitig in Den Genuß der höheren Bezüge kommen. Die Uebertragung einer Planstelle nach Abschluß der Praktikantenzeit wird davon abhängig sein, ob der Beamte verhei­ratet sei, denn es müsse von einem Volksgenos­sen, der für die Beamtenlaufbahn zugelassen sei, verlangt werden, daß er frühzeitig heirate, da nach nativnalsvzialistijcher Auffassung der Beamte auch .in der Frage der frühzeitigen Familiengründung allen anderen Volksgenossen ein Vorbild sein müsse. Der Staatssekretär erwähnte auch die Ausdeh­nung der Kinderbeihilfen, die im Rah­men der finanziellen Möglichkeiten weitergeführt werde, bis zur Ueberleitung in eine Reichs- familienkasse mit der ein Familienlastenaus­gleich für alle kinderreichen Familienväter grund­sätzlich ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkom­mens herbeigeführt werden soll, der sie der mate­riellen Sorge um Aufzucht, Erziehung und Berufs­ausbildung ihrer Kinder weitgehend entheben werde.

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tons zugestanden worden. tatsächlich

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Unter Abzug dieser Totalmenge tons kommt man auf 3 496 000 tons. Frankreich und Jugoslawien dürsten mit einer an Sicherheit gren­zenden Wahrscheinlichkeit keinen Gebrauch von ihrer gemeinsamen Reservequote von 47 500 tons machen. Unter Abzug dieser Tonnage beträgt die eigentliche Gesamtmenge der Grundquote nur noch 3 449 500 tons.

Sollte der freie Markt im ersten Jahr nicht zur Aufnahme dieser Menge imstande fein, so ist dem Council für die ersten zwei Jahre das Recht zuge- standen worden, auf Grund einfachen Mehrheits­beschlusses die sämtlichen Ausfuhrquoten u m 5 v. H. herabzusetzen, das hieße von der Menge von 3 496 000 tons 5 v. H. = 174 800 tons Hierdurch würde sich die Ausfuhrmenge auf 3 274 700 tons ermäßigen. Des ferneren ist jedoch zu erwarten, daß verschiedene Länder noch im Laufe des Jahres einen weiteren Teil ihrer Grundquote auf geben, vielleicht völlig auf Ausfuhr verzichten. Dann wurde die gesamte Ausfuhrmenge ungefähr der Menge entsprechen, die der Konsum im letzten Jahr aus dem freien Markt aufgenommen hat.

Das Kapitel 3 des Abkommens enthalt die Ver­pflichtungen der nicht auf dem freien Weltmarkt Zucker ausführenden Vertragspartner. In Artikel s und 10 sind di- R-cht- und Pflichten dn Ver­einigten Staaten und in Verbindung dann! die der Philippinen geregelt worden. Die Ver­einigten Staaten haben das Versprechen abgegeben, die ^Vertragsländer in demselben Verhältnis ihrer bisherigen Quoten an dem steigenden Bedarf teil- nebrnen zu lassen. Da die Vereinigten Staaten ledig- lich 26 000 tons zur Zeit" von Außenseitern ewfuy- ren so ist damit für die nächsten fünf Jahre auch der" amerikanische Markt für die Vertragslander als ^I7ß7r t?^7e n hat fich e3« Stabilisierung seiner Erzeugung aus der bisher g Basis bereit erklärt. Das britische Empire hat sur den freien Markt eine Ausfuhrquote ^5 284 tons erhalten. Bei einer Erhöhung des Bedarf-- innerhalb des britischen Empirewerden Gr^bn an nien Australien und Suda rika sowie dlejenigen Länder des freien Marktes, die

ausführen, in dem Verhältnis h ^c5

B Ü r m"a"zi?e x p ° r°N °7e n Burma war früher ^n Lch-ndteil °°n Indien ,°°r -t-°- «»em Monat aus dem Verband des indischen Staa

wollten, müßten einen einjährigenEinfü - gungslehrgang" an einer Reichsfinanzschule durchmachen. Die Kosten dieser Schulung würde die Reichsfinanzverwaltung tragen. Am Schluß des Lehrganges müsse ebenfalls eine Finanzanwär­terprüfung abgelegt werden, an die sich die prak­tische Ausbildung wie bei den Anwärtern mit Hoch­schulreife anschließe. Der Militärdienst solle dann die Ausbildung unterbrechen, die danach mit einer zweimonatigen praktischen Beschäftigung im Finanz­oder Zolldienst und mit einem fünfmonatigen Schlußlehrgang an einer Reichsfinanzschule und der Jnspektorprüfung abgeschlossen werden solle. Der Staatssekretär betonte, daß das Ergebnis der Aus­bildung in beiden Fällen das gleiche sein werde, so daß auch die Wertung der künftigen Beamten der Reichsfinanzverwaltung ohne Rücksicht auf ihre Schulbildung erfolgen müßte.

Der Staatssekretär teilte ferner mit, daß in den nächsten Tagen ein Gesetz erscheinen werde, das eine Verbesserung der Bezüge derjenigen außerplanmäßigen Beamten bringen werde, die verheiratet sind. Danach würden die jungen Praktikanten und Assessoren, sobald sie verheiratet seien, im ersten und im zweiten Diäten­dienstjahr die Bezüge der höchsten Dienstaltersstufe der außerplanmäßigen Beamten und vom Beginn des dritten Diätendienstjahres an Bezüge in Höhe der Grundgehälter der ersten Dienstaltersstusc für planmäßige Beamte erhalten. Das bedeute für Be­amte, die im ersten oder im zweiten Jahr nach be­standener Jnspektorprüfung heiraten, eine Derbes-

Oeberleaungen derTimes".

London, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der heu­tige 23. Jahrestag des Eintritts Englands in den Weltkrieg veranlaßt einige Morgen- blätter zu Betrachtungen über die Ergebnisse und Folgen des Weltkrieges. DieTimes" weist auf die Hoffnungen und Wahnvorstellungen hin, die man sich nach Beendigung des Krieges in den Sie­gerstaaten gemacht habe. So habe man z. B. im ersten Triumph des Sieges geglaubt, daß die Aus­landswelt für die Demokratie gerettet worden sei, daß alle befriedigt seien, weil das bei den Siegerstaaten der Fall gewesen sei, und daß alle Länder'in Zukunft Zusammenarbeiten würden. Tatsächllch aber seien die Friedensverträge nicht dazu angetan gewesen, diese Gefühle in den unterliegenden Staaten zu erwecken, die beim Abschluß der Verträge überhaupt nicht zu Worte gekommen seien. Die Friedensver- träge seien nicht in der Lage gewesen, ein neues System der internationalen Beziehungen ein­zuleiten.

Wan habe in den letzten Jahren viel von der .einseitigen Aufkündigung der Ver­tragsklausel" gehört und gesehen, aber man müsse sich fragen, ob dieeinseitige Aufkündi­gung" nicht eine logische Folge der ein­seitigen Auferlegung gewesen sei. Seit 1919 seien allgemein Fehler gemacht wor­den, von England nicht weniger als von an­deren Staaten. Aus der einen Seite habe man zu viel Starrheit angewandt, auf der anderen zuviel Gewalt. Wan habe nicht einzusehen ver­mocht, daß, nachdem der kelloggpakt den Krieg als ein Instrument zur Aenderung bestehender Zustände beseitigen sollte, eine andere Wethode gefunden werden mühte. Ebenso wie die Natur einen hohlraum verabscheue, so verabscheue die politische Natur den Status quo. Wan habe es aufgegeben, zu glauben, daß alle Nationen demokratisch würden. Die Auto­rität von oben scheine einigen Völkern sicher angepaßt zu fein. Das Problem bestehe jetzt

untersuchen.

Oie nationatspanische Negierung vom Vatikan anerkannt.

Salamanca, 4. Aug. <DNL.) Amtlich wird

t u c a ernannt.

Tschechoslowakische Baufirma in Zahlungsschwierigkeiten.

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Oie Lage in Nordchina.

Lebhafte Tätigkeit japanischer Flieger.

Tokio, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Das Haupt­quartier der japanischen Nordchina-Garnison meldet eine lebhafte Tätigkeitderjapanischen Flieger an der Front zwischen Peipmg und Tientsin. Die japanischen Flugzeuge bombar­dierten an drei verschiedenen Stellen chine­sische Truppentransporte zwischen Kal- gan und dem Nanowpaß an der Großen Mauer. Die anrückenden chinesischen Truppen gehören zur 48. Division der Nanking-Regierung, die die Pro­vinz Jehol schützen sollen und einen neuen Angriff auf Peiping von Norden her von der Nanking- Regierung als Aufgabe gestellt bekamen. Wie Domei meldet, waren die Bombenabwürfe der japa­nischen Flugzeuge erfolgreich. Sie zwangen die chinesischen Truppen, die Züge zu verlassen. Domei meldet weiter, verstärkte Kriegsoorbereitungen der 143. chinesischen Division im Kaldan-Gebiet, die sich bisher neutral verhalten hatte. Dor Swatau und Amoy ist eine Verschärfung der Lage eingetreten, da neue japanische Truppen dort einge- ttoffen sind. Bei der Bevölkerung ist die Stim­mung derartig gespannt, daß die Stadtverwaltung das St anbrecht verhängen mußte und die Weg- und Landbefestigungen verstärken läßt. Dor Amoy ankern drei japanische Kriegsschiffe.

Japanische Forderung auf Auflösung nationaler Verbände in Kanton zurückgewiesen.

Schanghai, 4. Aug. (DNB.-Funkspruch) Wie die Zeitungen aus Kanton berichten, stellte der ja­panische Konsul in Kanton bei den chinesischen Be­hörden die Forderung, die dortige Vereint gunj zur nationalen Errettung und überhaupt alle Organisationen, die Widerstand gegen Japan getrieben, aufzulösen. Die Chinesen lehnten die Forderung ab. Japaner aus Kanton und aus dem Hinterland verlassen die Stadt. Die Ha­fenbehörden in Kanton und Swatau (affen alle Fahrzeuge über 200 Tonnen vor dem Einlaufen

Eine Anordnung Görings.

B e r l i n, 3. Aug. (DNB.) Ministerpräsident G ö- r i n g hat an den Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust folgenden Erlaß gerichtet:

Nachdem der Führer und Reichskanzler am Tage der Deutschen Kunst in München in klarster Weise die Richtlinien für die Kunstauffassung des Nationalsozialismus festgelegt hat, beauftrage und bevollmächtige ich den Reichs- und Preußischen Mi­nister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, die Bestände aller im Lande Preußen vorhandenenöffentlichenKunstsamm- l u n g e n ohne Rücksicht auf Rechtsform und Eigen­tumsverhältnisse im Sinne der Richtlinien des Füh­rers und Reichskanzlers zu überprüfen und die erforderlichen Anordnungen zu treffen, lieber die Verwendung aller ausgemerzten Gegenstände, soweit sie dem Staate gehören, werde ich besonders, f ob alt) mir die Liste vorliegt, entscheiden. Ich beauf­trage ferner den Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, die Richtlinien des Führers und Reichskanzlers mit unnachsichtlicher Strenge allen staatlichen Beamten, Ange st eilten und Beauf­tragten gegenüber, soweit sie sich auf dem Gebiet der Kunst betätigen, schnellstens durchzuführen. Soweit Kunstinstitute meiner un­mittelbaren Leitung unterstehen, werde ich die Richt­linien selbst zur Anwendung bringen."