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nen und der Motorbioisionen dienen, sind in vollem Gange Am ersten Manöoertag ist die blaue Motordioision Po in vier Staffeln von Man­tua aufgebrochen und bis zur Piave oorgestoßen. In einer Front von 30 Kilometer Breite hat sich eine rote Schnelldivision von den Kornischen Alpen her mit zwei auf Kraftwagen beförderten Infante­rieregimentern, einem motorisierten Artillerieregi- ment, zahlreichen Panzerwagen, Flugzeugen und chemischen Kriegsmitteln zur Verteidigung der Linie von den Bergen bis zur Adria in Bewegung gesetzt und droht in die venetianisch-friaulische Ebene oor- zustoßen. Der Zusammenstoß zwischen den beiden Parteien dürfte zwischen den Flüssen Piave und Li- Demo erfolgen

Aus dem Generalquartier wird berichtet, daß schwere Regengüsse am ersten Tage und in der darauf folgenden Nacht die rote Partei zwan­gen, ihren Vormarschplan abzuändern, weil sie durch die hochangeschwollenen Flüsse Cellina und Meduna aufgehalten wurde. Alle Eil-Abteilungen der blauen Partei konnten die Brenta überschreiten, wobei rote Flugzeuge troß der Abwehr durch blaue Jagdflieger mehrere Brentabrücken zerstörten und eine Piavabrücke beschädigten. Beide Parteien konnten trotz der widrigen Witterungsverhältnisse die gesetz­ten Ziele mit größter Schnelligkeit erreichen. Bei den Manövern sind der italienische Staatssekretär für das Kriegswesen P a r a n t, der Generalstabs­chef sowie verschiedene hohe Offiziere darunter auch Marschall de Bono anwesend.

Ein Lahr autoritäres Griechenland.

Erfolgreiche Aufbauarbeit der Regierung Metaxas.

Athen, 4. Aug. (DNB.) Anläßlich des ersten Jahrestages der Bildung eines autoritären Staates richtet der Chef der griechischen Regierung, General Metaxas, eine Botschaft an das griechische Volk, in der er die Bedeutung des politischen Um­schwungs, der am 4. August 1936 unter der Schirm­herrschaft des Königs begann, hervorhebt. Er er­innert an die gefährliche Lage, in der sich Griechen­land kurz vor dem Umschwung befand. Furcht und Unsicherheit herrschten vor dem, was der nächste Tag bringen sollte. Die Botschaft verzeichnet die gewaltigen Maßnahmen, die bis heute auf allen Gebieten der Wirtschaft, der Verwaltung, des sozialen Lebens und bei der Neuordnung der Landesverteidigung verwirklicht wurden.Griechen­land wird heute", so heißt es in der Botschaft,von der Welt geachtet und kann seine Außen­politik betreiben, die ausschließlich auf Er­haltung des Friedens und der Unver­sehrtheit des Landes abzielt. Unsere Ver­bündeten haben Vertrauen zu Griechenland, so daß die Bündnisse heute unerschütterlich sind, denn unsere Verbündeten haben die Gewißheit gewonnen, daß Griechenland einen Machtfaktor darstellt, der in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Unsere Parole heißt: Arbeit, Ordnung und D i s z i p l i n." Am Schluß seiner Botschaft dankt General Metaxas dem Volk für die Unterstützung, die es ihm vom ersten Tag an gewährte und die es ihm weiter gewährt, um das Werk der natio­nalen Wiedergeburt, das gemeinsam in Angriff genommen wurde, zu einem guten Ende zu führen.

Am 4. August 1936 hatte General Metaxas mit einem Schlage den Hader der Parteien und den po­litischen Jntriguen ein Ende bereitet, das Parla­ment aufgelöst und im Namen des Königs das neue Regime begründet. In einer Proklamation wandte er sichan alle Hellenen, die nach echter Freiheit verlangen und von der Tyrannei der Dema­gogen und anarchistischen Elemente befreit sein wollen^. Sein Appell an die Bereitschaft aller Volksgenossen,moralisch und materiell einen Teil ihres selbst dem Wohl des Ganzen zu opfern", fand Widerhall. Ein Jahr energischer Regierungsarbeit ist verflossen. Die besonderen Erfolge auf allen Gebieten so der Arbeits- und Sozialreformen, der öffentlichen Gesundheitspflege, des Handels, der Landwirtschaft, der Finanzen und nicht zuletzt der Wehrorganisation sichern der Regierung Metaxas ein dauerndes Ruhmesblatt. Metaxas stattmänni- sches Handeln hat ohne Blutvergießen das A u f - flammen des Bolschewismus im östlichen Mittelmeer verhindert, in einem Augenblick, als die Wühlarbeit Moskaus und seiner Helfers­helfer gerade die spanische Tragödie inszenierte. Mit Griechenland verbindet uns Deutsche gemeinsame Friedenspolitik und ein gegenseitiges, weltanschau­liches Verständnis. Besuche führender national­sozialistischer Politiker, wie der Reichsminister Dr. G o e bb eis und R u st, haben die kulturelle Ver­bundenheit zwischen dem neuen Deutschland und Hellas bezeugt und die langjährigen gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungen erneut befruchtet. Die rege wirtschaftliche Zusammenarbeit in ihrem besonderem Eingehen auf die beiderseiti­gen Interessen, ist geeignet, die guten Beziehungen noch weiter zu fördern

Meine politische Nachrichten

Der Führer und Reichskanzler hat an den Ober­befehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fritsch, anläßlich seines Geburtstages das nachstehende Telegramm gerichtet:Ihnen, mein lieber Herr Generaloberst, übermittle ich zu Ihrem 57 Geburtstag die herzlichsten Glückwünsche. Ich verbinde hiermit die Hoffnung, daß Sie in Fort­führung Ihrer segensreichen Arbeit an der Spitze des Heeres dem Daterlande und mir in Gesundheit erhalten bleiben mögen. Adolf Hitler."

Botschafter von Ribbentrop hat London verlassen, um einen längeren Urlaub anzutreten.

Mit Wirkung vom 1. August 1937 wurden i n d e r Luftwaffe befördert zu Ober st en (E): die Oberstleutnante (E) Baur de Betaz, Nitzsche, von Hachenburg, Nuber, Hasse, Schütze, von Lattorf, Stötten, Höfert.

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Der Oberbürgermeister von Passau hat nach­stehendes Telegramm an den Führer und Reichskanzler gerichtet:Vor dem Scheiden aus dem Reiche danken die über Passau ausreisen­den österreichischen Sänger für die er­hebende Gastfreundschaft und senden an Sie, Herr Reichskanzler, ehrerbietige Grüße. Mit deutschem Gruße gez. Moosbacher, Oberbürgermeister von Passau

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In Aegypten ist das vierte Kabinett Na­has Pascha gebildet. Neu besetzt wurden die Ministerien für Justiz, Krieg, Landwirdtschaft, Verkehr, Unterricht. Neu geschaffen wurde ein Hygiene-Ministerium Vier bisherige Minister sind nicht wiedergekehrt.

Tschechische Brüskierung Deutschlands.

Das Verbot der Ausreife fudetendeutscher Kinder ins Reich wird von der tschechischen presse mit dreisten Verdrehungenbegründet".

Berlin, 3. Aug. (DNB.) Die deutsche presse hat sich vor einigen Tagen mit unerhörten Vor­gängen in der Tschechoslowakei beschäftigt, die nur als eine Brüskierung des Deutschen Reiches auf­gefaßt werden können. 3n den sudetendeutschen Ge­bieten der Tschechoslowakei herrscht eine ungeheure Arbeitslosigkeit. Lin außerordentlich hoher hundert- sah der Sudetendeutschen ist schon seit vielen Jah­ren erwerbslos. Derartige Bilde rdes Hungers und des Elends wie in den sudetendeutschen Gebieten der Tschechoslowakei sucht man in Europa sonst vergebens. Deutsche Stellen hatten sich bereit er­klärt, eine große Zahl von unterernährten sudetendeutschen Kindern in Deutschland einen Erholungsaufenthalt zu gönnen, damit sie wieder zu Kräften kommen. Ihre Aus­reife ist von der Regierung der Tschechoslowakei verhindert worden. Auf die Ausführungen der deutschen Zeitungen ist nun eine Stellungnahme der gesamten tschechoslowakischen presse erfolgt, die in Form und Inhalt eine fo weitgehende Ueber- einstimmung aufweist, daß sie vermutlich von offiziöser Seite stammen dürfte. 3n dieser Stellungnahme wird gesagt, daß die Ausreise der sudetendeutschen Kinder nach Deutschland m i t Rücksicht auf die angeblich in Deutsch­land herrschende Verknappung zahl­reicher Lebensmittel nicht hätte genehmigt werden können. (!)

So schreibt bas tschechisch-agrarische Abendblatt Vecer:Die deutschen Kinder aus der Tschecho­slowakei brauchen nicht nach Deutschland zu fahren, wo ihnen bei der gebundenen Wirtschaft nicht alle n o t w e n d i g e n L e b e n s m i t t e l zur Erholung zur Verfügung gestellt werden können." (!) DerDeutsche Sozialdemo­krat" schreibt u. a.:Es ist klar, daß zu einer Bewilligung der Verschickung genaue Angaben über Namen oder mindestens Zahl der Kinder, Herkunft, Art der Auswahl, Bestimmungsort und Art der Versorgung gemacht werden müssen." Das Blatt behaupet weiter, daß diese Voraussetzungen nicht erfüllt worden seien. Es versucht dann, die tsche­choslowakischen Manöver dadurch abzubiegen, daß es dem Deutschen Reich unterstellt, daß die Kinder keine Butter bekämen und nur Maisbrot und zur Wiederbelebung altgermanischer Sitten Pferdefleisch. (!) Mit welch lächerlichen Ar­gumenten man sich herauszureden versucht, beweist eine weitere Aeußerung:Wie berechtigt das Miß­trauen uyserer Behörden gegen die Entsendung von Kindern in das Ausland ist, beweist eine vor einigen Tagen im Teplitz-Schönauer Anzeiger wiedergege­bene Nachricht von einem Betriebsunfall, der einem sudetendeutschen Kind bei landwirtschaft­lichen Arbeiten in der Schweiz zugestohen ist." Das Organ der Kommunistischen Partei schreibt:Das Deutsche Reich hat 5000 sudeten- oeutsche Kinder zu einem Ferienaufenthalt eingela­den. Die tschechoslowakische Regierung hat die Aus­reisebewilligung verweigert. Dieses Verbot hat un­ter der sudetendeutschen Bevölkerung viel böses Blut heroorgerufen, weil die Regierung 'n i ch t gleich­zeitig alles tat, um f e I b ft eine ausreichende Ferienaktion für die sudetendeutschen Kinder zu or­ganisieren. Es ist recht merkwürdig, daß das Dritte Reich auslandsdeutschen Kindern einen wirk­lichen Erholungsaufenthalt zusichert, während es nicht einmal für seine eigenen Kinder Butter und Milch hat."

DiePrager Presse" und andere Regie- rungssorgane antworten auf die deutschen Presse-- stimmen damit, daß sie nachzuweisen versuchen, wiö gut man in der Tschechoslowakei für die sudeten­deutschen Kinder sorgt. DasPrager Tage­blatt schreibt dazu:Die von der deutschen Presse kritisierten Vorgänge werden an informierter tsche­choslowakischer Stelle anders dargestellt. Die Tsche­choslowakei gestattet derartige Ferienaktionen, so­bald sestgestellt worden ist, ob die Kinder nach gesundheitlichen Gesichtspunkten ausgesucht werden, woher sie kommen, und was zwischen dem Bund der Deutschen und den Gastgebern vereinbart wurde. Bei der in Frage stehenden Aktionen hat die Meldung nur in allge­meinen Ausdrücken angeführt, daß es sich um einige tausend 'Kinder handelt. Ein weiterer Grund für das Ausreiseverbot war die Kontingentie­rung mehrerer Nahrungsmittel in Deutschland. Nur wenn diese reichlich vorhanden wären, hätte eine Aktion zur Hebung der Gesund­heit der Kinder Aussicht auf Erfolg/'

Die Bunbesleitung des Bundes der Deutschen hat die Behauptung widerlegt, die diePrager presse" und andere Zeitungen aufgestellt haben. Die Bundesleitung verweist insbesondere auf das Ansuchen, das der Prager Landesbehörde im April d. 3. zugefandt wurde, und aus dem hervorgeht, daß die Kinder in Heimen an der Ostseeküste, in Thüringen usw. unter Aussicht eines eigenen Per­sonals, aus Blifgliebern des Bundes der Deutschen, untergebracht werden sollten. Es wurde gleichzeitig darauf hingewiesen, daß die Heime und Namen der Aufsichtspersonen erst nach Erhalt der behördlichen Genehmigung genannt werden können. Ausdrücklich wurde aber betont, daß nur Kinder von Arbeitslosen, die vorher ärztlich untersucht werden, in die reichs­deutschen Heime geschickt werden sollen, und daß die Auswahl der Kinder insbesondere nicht durch irgendwelche anderen Gründe beeinflußt werden darf. Wiederholt wurde auch den zu­ständigen Prager Stellen die Zahl von 6000 Kindern genannt und dabei immer wieder aus­drücklich betont, daß es sich um wirklich er­holungsbedürftige Kinder handelt.

Die Behauptung, baß in Deutschlanb eine große Lebensmittelknappheit herrsche unb bie subetenbeut- schen Kinber deshalb in Deutschlanb nicht bie nötige Pflege haben würben, ist eine so ungeheuerliche Beleibigung bes Deutschen Reiches, baß sie mit äußer st er Schärfe zurückgewiesen werben muß. Die zahlreichen Arbeitslosen in ber Tschechoslowakei würben s i ch glücklich schätzen, wenn sie täglich so viel zu essen hätten wie ber ärmste deutsche Arbeiter.

Ein falsches Spiel.

Sechstausend Kinder sind um ihre Ferien gebracht worden."

P r a g, 3. Aug. (DNB.) DieZ e i t", bas Blatt ber Subetenbeutschen Partei Konrab Henleins, kennzeichnet bie Hetzmanöoer ber tschechischen Presse als ein Glieb mehr in ber Kette ber Feinbselig- keiten gegen bas Dritte Reich und bie Subeten­beutschen. DieZeit"' schreibt:Die 6000 Kinber finb um ihre Ferien gebracht worben. Die Gastfreunbschaft Deutschlanbs, bas eine fast selbst­verständliche Pflicht leisten wollte, Kinber von bar- benben Volksgenossen aufzunehmen, ist abgewiesen worben mit Begrünbungen, bie keiner Ueder-

prüfung stanbhalten können. Der Fall liegt klar. Die Regungen bes Herzens unb bes Men­schentums sinb Ewigkeitswerte, sinb Ewigkeitstat­sachen. Man hat sie burch Druckerschwärze unter- brücken wollen. Mögen auch bie, bie immer von ber Menschlichkeit predigen, wie bie Ligen ober bie Frauenkongresse, hier schweigen. Die Töne klingen fort, sie rühren an bie Herzen aller, bie bavon Kunbe erhalten. Keine Druckerschwärze unb feine irgenbwie geartete Propaganba wirb bas änbern ober aufhalten können, unb ben falschen Prophe­ten werben biese Stimmen bes Herzens einmal wie bie Posaunen von Jericho in bie Ohren dröhnen, baß man mit Friebe, Freiheit unb Menschlichkeit kein falsches Spiel, mit Ewigkeitswerten keine Propaganba treiben darf."

Äas Echo der Berliner presse.

Berlin, 4. Aug. (DNB.) Die Berliner Mor­genblätter nehmen in energischen Kommentaren zu ben unverschämten Lügen ber tschechischen Presse Stellung, mit benen bas Ausreijeverbvt für sude- tendeutsche Kinberbegrünbet" werben sollte. Der Völkische Beobachter" schreibt, wenn bie Organe eines Staates, besten treibenbe politische Kräfte bie Existenzgrundlage einer Volksgruppe von breieinhalb Millionen Menschen seit nunmehr fast 20 Jahren mit erschütternbem Erfolg unter­graben haben, sich anmaßen, in einer berart be= teibigenben Art eine hilfreich ausgestreckte beutsche Hanb wegzu stoßen, bann enthüllen sie hier­mit nur unfreiwillig Zusammenhänge, bie leiber seit langem jebem Einsichtigen klar werben. Trotz aller billigen Beteuerungen erweist sich immer mehr, baß ber Prager Wunsch nach korrekten Beziehun­gen zum Deutschen Reich eine Rebensart ist, die immer bann vergessen wirb, wenn es sich barum handelt, sie zu verwirklichen Das Tragische bieses Falles ist nur, baß als Opfer ber Prager Poli­tik 6 0 0 0 unterernährte Kinber aus bem subetenbeutschen Gebiet ein weiteres Jahr ohne Aussicht auf Erholung dahinleben müssen.

DerBerliner Lokalanzeiger" weist bie provokatorische Beleibigung für bas Reich zurück, bie in ber zweifellos auf eine offiziöse Anordnung hin von der tschechischen Presse verbreiteten Lügen- melbuna über eine angeblicheHungersnot" in Deutschland zu erblicken ist. Es ist einmalig, fo schreibt das Blatt, daß ein Stadt, der, wie Prag, das Dreieinhalbmillionenvolk der Sudetendeutschen 3U 44 v. H. unb mehr ohne Arbeit unb Brot Darben läßt, ber,, ohne mit ber Wimper zu zucken, zusieht, wie die Jugenb bieses Großteiles der Staatsbevölkerung verkommt, daß dieser Staat die Möglichkeit einer Hilfe für diese Kinder zer - st ö r t unb dazu noch eine als Lüge erkannte Ge­meinheit gegen bas Land vorbringt, das einfach bem Gebot ber Menschlichkeit gehorchend die Kinder einlud. Im Reich wird man nicht 1 v. H. jener Zahl an unterernährten Kindern finden, die in der Tschechoslowakei ein besonders trübes Kapitel ausmachen. Im Reich hat auch der Aermste immer noch mehr z u essen als die seit Jah­ren hungernden Arbeitslosen im Sudetenland. Das Reich hätte den 6000 Kindern dasselbe schöne Ferienleben mit guter Kost, Luft, Unterkunft und Jugendfreude gewährt, das es feinen eigenen Kin­dern, und zwar feit Jahren, in einem Maße bietet, das bie uneingeschränkte Anerkennung ber Kultur­völker gefunben hat.

DieBerliner B ö r s e n z e i t u n g" stellt einbeutig fest, baß zwischen Berlin unb Prag über bie Verschickung ber subetenbeutschen Kinber zwei Monate lang verhandelt worben ist. Wenn trotzdem bie tschechische Presse bei ihrer Be­hauptung verharrt, baß bie Prager Stellen von Berlinnicht genügenb" unterrichtet" worben seien, so baß nichts für bie Verschickung ber subetenbeut-

scher Kinber tschechischerseits habe vorbereitet wer­ben können, so werden biese Behauptungen auch burch ihre unverschämte Wiederholung nicht um einen Deut stichhaltiger. Hier liegt offenkundige Böswilligkeit vor, angesichts berer es beinahe zwecklos erscheint, sich mit Prag noch weiter sachlich auseinanberzusetzen. Das tschechischeArgument", nur berNahrungsmittelmangel in Deutschlanb" sei an ber tschechischen Ausreisesperre schulb, ist über­haupt kein Argument, es ist einfach eine reichlich ungehobelte A n p ö b e l e i bes Deutschen Reiches, in welcher Art journalistischer Betätigung bie tsche­chische Presse ja von jeher groß war.

ImBerliner Tageblatt" heißt es: Was ben Hinweis auf ben Mangel an Lebensrnitteln an- langt, so haben mehr als einmal auch in ber tschechi­schen Presse Kenner ber Verhältnisse im Reich bas Gegenteil zugeben müssen. Wir glauben, baß bie Tschechen ihre Lage bis auf ben Grunb verkennen, wenn sie glauben, sich solche unglaublichen Heraus- forberungen gegen bas Deutsche Reich leisten zu kön­nen. Ganz abgesehen, baß alle Welt weiß, was sie aus ben blühendsten Gewerbebetrieben ber alten Monarchie gemacht haben: einen Wirtschafts- sriebhos mit einer erbrütfenben Arbeitslosenzahl, ber höchsten Selbstmordziffer in ber Welt überhaupt unb Kinbern, von benen in vielen Bezirken nach­weislich von 10 8 bis 9 unterernährt sinb.

Konsequente Schikanen.

Tschechische Polizei verhindert den Grenz- übertritt sudetendentscher Kinder.

Eger, 4. Aug. (DNB.) Aus Eger trafen auf bem Bahnhof ber Grenzstabt Asch 31 Kinber aus Plan unb Kuttenplan in Böhmen mit zwei Begleitpersonen ein. Ein in Bayern täti­ger Sudentendeutscher aus Kuttenplan hatte für bie Kinber in Rehau in ber Nähe von Hof in ber Bayerischen Ostmark G a st p l ä tz e ausfinbig ge­macht. Die beutschen Gasteltern hatten sich bereit­erklärt, bie Jungen unb Mädel einige Zeit bei sich aufzunehmen, um ihnen bie* Kinber sind zum größten Teil unterernährt eine Ferien­erholung zu bieten. Die beiden Begleiter wollten mit den Kindern zum Zollamt gehen, um dort einen Passierschein für den Grenzüber­tritt zu erwirken. An der Grenze sollten die Kin­der dann von ihren Betreuern übernommen und nach Rehau gebracht werden. Der Transport wurde in Asch von der Staatspolizei angehal­ten. Die Kinder mußten in einem Schulzimmer in Asch übernachten. Nach eintägigem Aufenthalt muß­ten die enttäuschten Jungen und Mädel wieder in ihre Heimatorte z u r ü ck g e b r a ch t werden, da die tschechoslowakischen Behörden in Asch sich weigerten, die Ausreisebe­willigung für bie Kinber zu erteilen.

Kieninaer wurde deutscher Schachmeister.

Unser Bilb zeigt Kieninger währenb eines Schachspiels mit bem Bunbesleiter bes Großbeutschen Schachbunbes, Regierungsbirektor Zauber. (Scherl-Bilberbienst-M.)

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In ber zwölften Runbe um bie Deutsche Schachmeisterschaft gab es einige schnelle Entschei- bungen. Dr. Lachmann gab gegen ben Nürn­berger Michel nach 18 Zügen auf. Der Gelsen­kirchener Gruft verlor nach schwachem Spiel ge­gen ben Hamburger Krankt. Heinrich (Lud- wigshafen) überschritt in verlorener Stellung gegen ben Berliner Richter bie Zeit. Unentschieden en­dete bie Partie Rellstab-Zollner. Der Mün­chener Kohler verlor nach wechselvollem Spiel gegen ben Norddeutschen Reinharb t. Schmitt (Breslau) gewann gegen Engels (Düsseldorf). Der Kölner Kieninger entschied ein Doppel- turm-Endspiel gegen ben Hamburger Robatz für stch unb behauptete bamit bie Spitze. Die zurück- liegenbe Hängepartie Kieninger gegen Schmitt würbe remis.

?n ber letzten Runbe, aus ber Kieninger (Köln) als Sieger bes Turniers hervorging, gab cs noä) einrna' interessante Auseinandersetzungen. Im Mattangriff siegte ber Nürnberger Michel über

ben Hamburger Robatz, währenb Dr. Lach - mann (Pommern) ben Düsselborfer Engels schlug. Der Breslauer Schmitt mußte gegen ben Berliner Re 11stab eine Nieberlage hinnehmen. Der Berliner Richter gewann burch einen Zeit­notfehler von Reinharbt (Hamburg), konnte aber ben Kölner Kieninger nicht mehr einholen. Kieninger entschieb bas Turnier burch einen Sieg über ben Gelsenkirchener E r n st unb hat bamit den Titel des Deutschen Schachmeisters nach Westdeutsch­land gebracht.

Das G e \ a m t e r g e b n i s bes Deutschen Schach- meisterkampfes lautet: Kieninger (Köln) mit 9% Punkten Deutscher Schachmeister. Ihm folgen in der Punkt-Wertung: Richter (Berlin) 9; Rellstab (Berlin) 8/-; Michel (Nürnberg) 8; Kranki (Ham­burg), -schmitt (Breslau) unb Reinharbt (Hamburg) je 7Vi\ Zöllner (München) 7; Engels unb Dr. Lach- mann je 6%; Ernst (Gelsenkirchen) 5%; Kohler München) 3%; Robatz (Hamburg) 2^; Heinrich (Lubwigshafen) 2.