Für den bedeutendsten Uebergang Beuthen — Lhvrzow wird jedoch die gemeinsame Zvll- und Paßabfertigung im Personenverkehr bis zum 15. Mai 19 4 0 beibehalten. Es wird geprüft werden, ob mit Rücksicht auf die oberschlesische Wirtschaft im Rahmen des deutsch-polnischen Gütertarifes für die wichtigsten Güter- und Verkehrsbeziehungen von beiden Seiten T a r l f ante i l e zur Verfügung gestellt werden können, die den bisherigen Tarifstand des oberschlesischen Wech- selgütertarifes nach Möglichkeit beizubehalten gestatten.
Die Trauung des Herzogs von Windsor.
Im Schloß Cande fand am Donnerstagvormittag die bürgerliche und die kirchliche Trauung des Herzogs von Windsor mit Frau Wallis Warfield-Simpson statt. Der Bürgermeister von Monts, Dr. Mercier, der die bürgerliche
Trauung vollzog, brachte in einer Ansprache dem Ehepaar seine Glückwünsche zum Ausdruck. Unmittelbar darauf nahm der englische Reverend Jardine im Musikzimmer des Schlosses die kirchliche Trauung vor. Der Herzog und die Herzogin haben abends die Hochzeitsreise nach Oesterreich angetreten.
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Frau Wallis Warfield-Simpson entstammt einer angesehenen Familie aus Baltimore (USA.) und war in zweiter Ehe mit dem Kaufmann Simpson verheiratet, von dem sie sich im Oktober 1936 scheiden ließ. Sie hat das letzte halbe Jahr in Frankreich verbracht. Ihren jetzigen Gatten lernte sie bei einem Fest in Kalifornien kennen, das der damalige Prinz von Wales im Jahre 1924 auf einer Amerikareise besuchte. — Der Herzog von Windsor lebte seit seiner Abdankung in Oesterreich.
Neue Werkstoffe stoßen vor!
Don Dr. Wolfgang Mejer.
Ein blinkendes Türschild aus Messing sieht zweifellos hübsch aus, solange es in untadeliger Reinheit erstrahlt. Jede Hausfrau weiß aber ein Lied davon zu singe«, wieviel Zeit und Mühe der Glanz solcher Messingschildchen, Türklinken, Fensterwirbel und dergleichen Dinae verlangt. Ein Türschild aus „Preßmasse^ sieht auch hübsch aus. Und es braucht nicht geputzt zu werden, es verlangt keine Zeit und Mühe für seine Schönheitspflege!
Da haben wir gleich ein Beispiel dafür, daß die neuen Werkstoffe, die „Kunstharze", „Preßmassen", die '„Leichtmetalle", die „Zellwolle" und wie sie alle heißen nicht nur einen kümmerlichen Ersatz naturgegebener Rohstoffe in Notzeiten darstellen, sondern hervorragende Schöpfungen unermüdlicher Forscherarbeit, die in vielen Fällen den althergebrachten Naturstoffen überlegen sind! Gewiß, die neuen Werkstoffe sollen augenblicklich in erster Linie dazu dienen, Deutscb- lands Unabhängigkeit auf dem -Gebiete der Roy- stoffversorgung zu sichern. Darum wird im Rahmen, des Dierjahresplanes die Einführung solcher Stoffe, der Ausbau der Kunftstoffindustrie energisch gefördert. Aber an sich sind die Bestrebungen, natür- lick vorkommende Werkstoffe durch bessere und billigere abzulösen, schon ziemlich alt. Schon darum kann der Kunststoff nicht als minderwertiger Ersatz, aus Mangel geboren, gelten!
Kein Rohstoffmangel bestand, als vor etwa 70 Jahren das „Zelluloid" — deutsch „Zellhorn" Genannt — auf dem Markt erschien. Weil das Zellhorn biegsamer und zäher als Naturhorn und dazu billig war, vermochte es sich rasch bei der Fabrikation von Kämmen, Schirmgriffen, Fächern und anderen Galanteriewaren an Stelle von Naturhorn und Elfenbein einzuführen. Weitgehender Anwendung des Zelluloids stand allerdings die starke Feuergefährlichkeit dieses aus Schießbaumwolle hervor- gegangenen Erzeugnisses entgegen. Das Z e l l o n dagegen, ein jüngerer Verwandter des Zelluloids, ist kaum brennbar und daher vielseitig zu verwenden.
Kein Mensch dachte noch an Weltkrieg und Rohstoffmangel, als vor Jahrzehnten die ersten handlichen Köfferchen aus „Vulkanfiber^ in ernsthaften Wettbewerb teit der gewohnten ledernen Reisetasche traten. Nicht als „Ersatz" für fehlende Ledertaschen, sondern als besonders leichte, yaltbare und vreiswerte Behältnisse haben sich die Koffer aus oem Kunststoff Vulkanfiber durch reiche und knappe Zeiten in der Gunst des Reisepublikums erhalten. Vulkanfiber ist übrigens, wie auch Zellhorn und Zellon, ein Abkömmling des aus Holz oder anderer Pflanzenfaser gewonnenen Zellstoffes, meist noch „Zellulose" genannt. Aus Zellstoff wird Papier gefertigt, daraus unter Einwirkung einer Quellflüssigkeit die Vul kan fiber platte aus mehreren Lagen gepreßt.
Schon im Jahre 1872 beobachtete der große deutsche Chemiker Adolf von Baeyer die Entstehung eines harzähnlichen Stoffes aus Phenol (Karbolsäure) und Formaldehyd (Formalin). Praktische Bedeutung erlangte die Entdeckung zunächst nicht, obwohl sich danach eine ganze Reihe von Chemikern mit ihr befaßte. Aber Formaldehyd war damals teuer, und zudem gelang es vorerst nicht, die klebrige Harzmasse in feste, bearbeitbare Form zu überführen. Trotzdem stellt Baeyers Beobachtung einen Markstein in der Geschichte der Werkstoffe dar: Sie ist der Ausganaspunkt für die Entwicklung der „Kunstharze^! L. H. Baekeland fand zu Anfang unseres Jahrhunderts ein Verfahren, das Kunstharz zu härten. In wenigen Minuten läßt sich seither der Kristallisationsoorgang vollziehen, für den die Natur beim Bernstein Jahrmillionen brauchte. Mit der Härtbarkeit war den Kunstharzen ein schier unabsehbares Anwendungsfeld eröffnet. Um dessen (Eroberung durch immer neue Verbesserungen und Bearbeitungsverfahren haben sich besonders deutsche Forschung und Technik verdient gemacht. Ihr Eifer ist wohl begründet. Denn Kunstharze entstehen aus Abkömmlingen der Steinkohle, die unser Heimatboden birgt. Sie vermögen jedoch Stoffe zu verdrängen, die wir zumeist einführen müssen: Elfenbein, Horn, Käsestoff, Knochen, Fischbein, Schildpatt, Perlmutter, Steinnuß, vielfach auch Edelhölzer, Kautschuk und Metalle!
Kunstharze spielen heutzutage in Haushalt und Werkstatt, in Technik und Wirtschaft bereits eine so bemerkenswerte Rolle, daß jedermann ihr Wesen ein wenig kennen sollte. Rührt doch das Mißtrauen gegen neue Werkstoffe, das auch im Handwerk ihre Einführung mitunter erschwert, zum guten Teile von der Unkenntnis ihrer Entstehung her. Wie Eisen, Kupfer, Messing, Zinn, Leder, Knochen und sonsttge hergebrachte Werkstoffe gewonnen werden, kann jedem Lehrling anschaulich beigebracht werden. Um die Pülverchen, Platten und Stäbe, in denen sich die Kunststoffe vorstellen, waltet dagegen ein Geheimnis... Also: Kunstharz entsteht durch Erwärmen der Steinkohlenabkömmlinge Phenol (Karbolsäure) oder Kresol und Formaldehyd (Formalin, früher aus Holz gewonnen, heute auch aus Steinkohle). Gewisse Stoffe wirken dabei als „Beschleuniger" mit, wissenschaftlich „Katalysatoren" genannt. Nimmt man an Stelle des Phenols Harnsäure, so erhält man anstatt der Phenolharze sogenannte Aminoharze. Sie eignen sich besonders für zarte Farbtöne. Die Farbstoffe werden den Kunstharzen vor dem Härten zugesetzt.
Zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit mischt man dem Kunstharz für viele Zwecke ein Festigkeitsmittel bei, etwa Sägemehl von Hartholz, dazu Fließ- und Härtemittel. Nun kann man in geheizten Stahlformen unter hohem Druck Preßlinge Herstellen, die gleich eine fertige Gestalt haben. So lassen sich ganze Gehäuse für Rundfunkempfänger pressen. Nimmt man statt des Sägemehls andere Faserstoffe, etwa Segeltuchschnitzel, so erhält man außerordentlich widerstandsfähige Kunstharzteile. Aus ihnen werden technische Artikel, wie Lagerschalen und Zahnräder, gefertigt. Sie zeichnen sich nicht nur durch Unempfindlichkeit in rauyem Betriebe, sondern auch durch geräuscharmen Lauf aus.
Die Anwendungsmöglichkeiten der mit Hilfe der Kunstharze hergestellten „P r e ß m a s s e n" sind erstaunlich vielseitig. Becher, Butterdosen, Eierbecher, Eierlöffel, Geleedosen, Flaschenstöpsel, Kaffeemühlen, Kaffeesiebe, Konfektdosen, Konfektschalen, Messerbänkchen, Milchkannen, Nähkästen, Pfeffermühlen, Salatbestecke, Salzfäßchen, Serviettenringe, Tabletts, Tassen, Teller, Topf- und Kannenhenkel, Zitronenpressen — das ist nur eine kleine Auswahl aus Preßmassen herstellbarer Haushaltwaren. Oder um nur das Gebiet des Raucherbedarfs zu streifen: Aschenbecher, Feuerzeuge, Kerzenhalter, Pfeifenköpfe, Pfeifenrohre und -Mundstücke, Rauchverzehrer, Streichholzbehälter, Tabaksdosen, Zigarrenkästen und Zigarrenetuis werden sehr hübsch in Preßmasse ausgeführt. Daß Preßstoffe dank ihrer vorzüglichen Isolierfähigkeit und leichten Formbarkeit in der Elektrotechnik einen hervorragenden Platz einnehmen, ist bekannt. Ueber- raschender ist vielleicht die Tatsache, daß sich Buch- elnbände, Bilderrahmen, Flöten und Gewehrschäfte aus Kunstharz-Preßmassen immer mehr bewähren!
Für manche dieser Dinge führen sich auch die „S p ri tz gu ß ma s se n" immer mehr ein, die deutsche Technik aus den Grundstoffen Kohle und Wasser gewinnt! Hierher gehört das Polyfttol, dem sich hübsche, leuchtende Farben geben lassen. Wir kennen sie von den Tubenhütchen! Auch die gegen chemische Zerstörung höchst beständigen „Mischpolymerisale" zahlen zu dieser Gruppe. Sie verdrängen Rohre aus Blei im Hausbau, in Molkereien und chemischen Fabriken, sogar im Orgelbau! Vorteilhaft ist, daß solches Rohr sich kleben läßt! Spritzgußmassen werden vielfach in handlichen Formen geliefert. Für den Handwerker ist's eine angenehme Arbeit, wenn er die Schirmgrifte von einem Stab oder die Serviettenringe von einer Röhre abschneiden kann wie Scherben von der Wurst!
Kohle, Kalk, Wasser und Luft sind die Grundstoffe des deutschen Kunstgummis „Buna". Wir können heute schon sagen, daß jenes großartige Erzeugnis deutscher Forscherarbeit auch in Zeiten, da Naturgummi reichlich zur Verfügung stehen würde, kaum verschwinden wird. Denn Buna quillt in Benzin und Oel fast gar nicht auf, altert wenig, hält höhere Hitze aus und nutzt sich weniger ab als Naturkautschuk.
Mit besonderem Interesse betrachten wir natürlich die neuen Werkstoffe, die unserer Bekleidung dienen. Ein treffendes Beispiel dafür, daß ein Kunststoff sich gegen anfängliches Vorurteil durchzusetzen vermag, lieferte uns in den letzten Jahren d i e Kunstseide. Es ist wenig bekannt, daß die Kunstseidefabrikatton bereits im Jahre 1884 begann. Wenige Jahre sind erst vergangen, seit die Einwände, Kunstseide sei zu kühl oder habe sonsttge Mängel, verstummt sind. Heute wird Kunstseide vom Käufer verlangt. Sie gilt mit Recht als Qualitätserzeugnis. In ähnlicher Weise erleben wir jetzt den Vorstoß der deutschen Zellwolle. Auch sie ist, wie die Kunstseide, ein Abkömmling des aus Holg gewonnenen „Z e 11 ft o f f e s". Der Zellwolle jedoch werden durch einen anderen Spinn- oorgang die Eigenschaften kurzstapeliger Naturfasern, wie Wolle und Baumwolle, gegeben. Daß Zellwolle vortreffliche Stoffe für Anzuge, Decken und andere Zwecke liefert, haben wir auf den letzten Messen und Ausstellungen immer wieder sehen können. Die auaenblicklich in Düsseldorf stattfindende Schau „Schaffendes V o l k" zeigt uns ganz neue Verwendungsmöglichkeiten; beispielsweise Plüsch für Eisenbahnsitzpolster, der mit Hilfe von Zellwolle hergestellt ist.
Die Ausstellung „Schaffendes Volk" gibt zum ersten Male einen geschlossenen Ueb erb lick über die deutschen Leistungen auf dem Gebiet der neuen Werkstoffe. Neben den „Kunststoffen" treten vor allem die L e i ch t m e t a l l e als leistungsfähige Austauschstoffe für devisenbelastete Metalle hervor und zeigen sich ihnen in vieler Hinsicht technisch überlegen. Sie eignen sich auch für künstlerische Gestaltung, wie die diesjährige Maiplakette aus deutschem Leichtmetall bewies. Durch eine elektrische Behandlung der Oberfläche in chemischem Bad vermag man übrigens dem Leichtmetall die mannigfaltigsten Tönungen von Gold, Silber bis zu täuschend echtem Kupfer zu geben und jedem Geschmack gerecht zu werden.
Schließlich sind es neuartige Legierungen, mit denen die deutsche metallkundliche Forschung Deutschlands Rohstoftlage zu erleichtern bestrebt ist. Hier gilt es, dem aus dem Auslande eingeführten Metall durch entsprechende Mischung höhere Leistung abzuringen oder hochbelastete Stoffe der Legierung gegen billigere auszutauschen. So läßt sich in sehr
DasnächsteSeebadderM.
Dr. Ley out einer Berliner Kundgebung:
Die Deutsche Arbeitsfront der größte Bauunternehmer Deutschlands.
Berlin, 3. Juni. (DNB.) Als Auftakt für eine Vortragsreise, die ihn durch mehrere Gaue führen wird, sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley auf einer Kundgebung der Gauwaltung Berlin der DAF. im Sportpalast vor Berliner Betriebsführern, Vertrauensmännern und Amtswaltern der DAF. Das allerschönste, so sagte er, was das Schicksal einem Menschen geben könne, sei, sich für andere Menschen sorgen zu dürfen. Wer andere Menschen führen wolle, müsse Verständnis für ihre Sorgen und Nöte aufbringen. Zwar könne auch der Nationalsozialismus dem Menschen kein Paradies versprechen und ihm die Sorgen nicht abnehmen, er wolle ihm aber das Gefühl geben, daß sie nicht allein stünden mit ihren Sorgen, sondern daß Millionen die Sorgen des einzelnen Volksgenossen zu den ihren machten. Dieses aus dem wahren Sozialismus kommende Gefühl gebe unerhörte Kraft. Ein Volk vermöge alles, wenn es zusammenstehe, wenn die Gemeinschaft das Schicksal des Einzelnen in ihre starke Hand nehme. Nur aus der Gemeinschaft schöpften wir die Kraft und die Energie, die wir für den friedlichen Daseinskampf brauchten.
Da eß nicht genüge, den Menschen allein satt zu machen, gehe die Betreuung des werktätigen Volksgenossen weit über das Materielle hinaus. Auf dem so überaus wichtigen Gebiet der Gesundheitsfürsorge werde angestrebt, die Menschen jedes Jahr einmal untersuchen zu lassen. Mit aller Kraft wende sich die DAF. auch der Schaffung von Wohnungen zu. Das Werk „KdF." spreche für sich selbst.
An der Errichtung des auf Rügen entstehenden Seebades feien 1800 Menschen beschäftigt, die noch im Laufe dieses Jahres a u f' 7 0 0 0 köpfe erhöht würden. Das nächste Seebad, das in der Planung bereits fertig fei, komme nach kolberg in Pommern; für das dritte und vierte Bad feien Ostpreußen und die Gegend von kiel - Travemünde in Aussicht genommen. Damit werde die Arbeitsfront in längstens zehn Jahren an der Ostsee über vier große Bäder mit je 2 0 0 0 0 Betten verfügen. Es solle erreicht werden, daß jeder Deutsche in jedem Jahre einmal einen Erholungsaufenthalt nehmen könne. Die DAF. fei heute bereits der größte Bauunternehmerin Deutschland. Das alles verdanke sie nur dem Vertrauen der deutschen Menschen. In Auswirkung des Abkommens zwischen der deutschen und der italienischen Arbeiterorganisation würden vom nächsten Oktober ab die KdF.- Schiffe nach dem Mitkelmeer fahren. Die Schifte würden also im Winter nicht mehr still liegen, sondern deutschen Arbeitern auf Fahrten von Genua, Venedig und Triest aus die Schönheiten des Mittelmeeres und feitler Ge
stade vermitteln. Der Nationalsozialismus wolle nicht den Luxus bekämpfen, sondern den Lebensstandard der breiten Masse heben.
Das Fest Der Lebenöbeiahung.
Die Neichstagung „KdF." in Hamburg.
Berlin, 3. Juni. (DNB.) Vom 10. bis 13. Juni findet in Hamburg die große Reichstagung „KdF." unter Teilnahme von Dolkstumsgruppen aus allen deutschen Gauen sowie Abordnungen aus 26 ausländischen Nationen statt. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erklärte der Presse, die Reichstagung solle ein Ausdruck des deutschen Willens zur Lebensbejahung sein, im Geiste von Freude und Arbeit träfen sich zahlreiche Nationen, um sich in dem Friedensbekenntnis zur Freude und zum Schönen zu vereinen. Durch dieses Fest der Freude und der Lebensbejahung werde der Welt gezeigt, wie Deutschland seine soziale Aufgabe lösen wolle. „Wir wollen die Lebensfreude des deutschen Volkes in Disziplin und Ordnung in Hamburg offenbaren und dazu laden wir die Welt ein als unsere Gäste." „Musik und Tanz" und „Spiel und Sport" werden ausländische und deutsche Gäste mit der Hamburger Bevölkerung zusammenführen. Für die ausländischen und deutschen Delegierten wird in der Staats» oper ein Festabend veranstaltet. Samstag, 12. Ium, wird eröffnet mit einer Feier der Werkscha - r e n „Freiheit und Freude der Arbeit". Um 10 Uhr spricht Reichsorganisationsleiter Dr. Ley in der Musikhalle. Anschließend wird sich das Exkutiv- komitee für den Weltkongreß für Freizeit und Erholung 1938 in Rom mit den Vorbereitungen zu dieser Tagung beschäftigen. Am Nachmittag werden 4000 Mitglieder von „KdF.", des Reichsbundes für Leibesübungen, des Arbeitsdienstes und der Polizei, der HI. und des BDM. zum „Tag des Sportes" auf zahlreichen Hamburger Sportplätzen Zeugnis von ihrer körperlichen Ertüchtigung ablegen, während am Abend in den Hanseatenhallen eine große Festveranstaltung „Frohes Volk aus aller Welt" stattfindet. Den Schluß des Tages bildet eine Feierstunde der H I. am Bismarck-Denkmal. Im Mittelpunkt des Sonntag steht der große „Festzug des deutschen Volke s". Um 13 Uhr empfängt der Stellvertreter des Führers die ausländischen Delegierten im Rathaussaal. Am Nachmittag findet im Zoo ein „Deutsches Vvlksfe st" statt. Den Abschluß bildet ein Massenkvnzert der Wehrmacht mit einem Riesenfeuerwerk. 600 Mn- glieber aller in Hamburg vertretenen ausländischen SßoIEstumsgruppen werden gemeinsam mit deutschen Arbeitern und Arbeiterinnen eine KdF. - Fahrt nach Norwegen unternehmen als Auftakt für eine anläßlich der Olympischen Spiele von Tokio im Jahre 1940 ebenfalls geplante Gemeinfchaftsfahrt von deutschen und ausländischen Arbeitern.
vielen Fällen statt Gold eine Silber-Palladium- Legierung verwenden, etwa für zahnärztliche Zwecke ober für Füllfedern. Die Legierung ist ebenso beständig wie Gold. Sie sieht jedoch silberweiß aus. Eine Tatsache, die manchen vielleicht voreingenommen stimmen kann. Hier tut die Aufklärung not, wie sie unsere Ausstellungen eindrucksvoll betteiben. Gewohnheit darf keine Rolle spielen, wenn das Neue zweckmäßig, preiswert und schön ist — und der deutschen Wirtschaft nützt!
Aus aller Wett.
Das Reichstreffen des Reichsbundes der Kinderreichen.
Das Reichstreffen des Reichsbundes der Kinderreichen in Frankfurt a. M. wickelt sich nach folgendem Programm ab: Samstag, 5. Juni, 16 Uhr, findet eine Tagung des Ehrenrings RDK. im Bürgersaal des Römers statt, bei der Reichsstatthalter (Zauleiter Sauckel und Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger sprechen werden. Um 18 Uhr folgt in der Messehalle ein Amtsträger-Appell, bei dem Reichsbundesleiter Stüroe, Ministerialdirektor Dr. Gütt, Staatssekretär Reinhardt und Reichsamtsleiter Dr. Groß das Wort ergreifen werden. 22 Uhr: Weihestunde „Ewiges Volk" auf dem Römer, gestaltet von Generalarbeitsführer Dr. Decker. Sonntag, 6. Juni, 10 Uhr vormittags: T a - gung der Landesleiter im Volksbildungsheim. Es sprechen: Reichsstatthalter Gauleiter Sauckel und Reichsamtsleiter Dr. Groß. Bei der K u n d g e b u n g auf der Festwiese am Messegelände nachmittags 15 Uhr spricht Reichsminister Dr. Goebbels. Montag, 7. Juni: Facharbeitstagungen im Volksbildungsheim.
Reichslreffen
der deutschen Volksgesundheitsbewegung.
Am 7. und 8. August findet in Düsseldorf das erste Reichstreffen der deutschen Volks- qesundheitsbewegung statt. Ueber 10 000 Teilnehmer werden anwesend sein. Mit dem Reichs- treffen wird eine Ausstellung „Die Auferstehung des Paracelsus" verbunden sein, die diesen großen deutschen Arzt durch die Kunst dem Volke nahebringen soll. Auch bas Schauspiel „Paracelsus" von Martha Sills-Fuchs wirb aufgeführt werben.
Bis jetzt über 300 000 Besucher auf der Reichsnährstandsschau.
Die Reichsnährstandsschau in München t)at in den ersten vier Tagen fast 3 0 0 0 0 0 B e - s u ch e r angelockt. Reichsbauernführer Darrs empfing die Mitglieder des internationalen Beirates des XI. Milchwirtschaftlichen Weltkongresses, der im August in Berlin ftattfinben wird. Der Reichsernährungsminister gab seiner Freude Ausdruck über die wertvolle Mitarbeit, die der Welt- milchverband bei den Vorbereitungsarbeiten für den kommenden internationalen Milchkongreß ge- leisten hat. Der Vizepräsident des Weltmilchverbandes, der frühere holländische Landwirtschaftsminister Dr. Poshuma dankte herzlich für die Begrü
ßung und gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß der zu erwartende Erfolg des Milchwirtschaftlichen Weltkongresses in erster Linie der Vorarbeit des deutschen Nationalkomitees zu danken sei. Der frühere österreichische Ackerbauminister Landeshauptmann Reith er besuchte mit einer großen Anzahl seiner Mitarbeiter die Reichsnährstandsausstellung und widmete sich besonders den hier gezeigten Problemen des Bergbauerntumes und der der Diehwirtschaft.
Der Brand auf dem Dampfer „Oliva".
Der in Brand geratene deutsche Frachtdampfer „Oliv a" konnte mit eigener Maschinenkxast seine Fahrt nach Manila fortsetzen. Der zur Hilfeleistung herbeigeeilte Lloyd-Dampfer „Friederun" bleibt in der Nähe. Fünf verletzte Besatzungsmitglieder der „Oliva" sind von dem holländischen Dampfer „Tjikarang" übernommen worden. Der Dampfer „Friederun" hat sieben Verwundete übernommen; diese werden nach Manila gebracht. Die 52köpfige Besatzung kämpft heldenhaft gegen die weitere Ausbreitung des Feuers. Ihr stehen der englische Dampfer „Agamemnon" und der holländische Dampfer „Tjikarang" bet.
Zwei Menschen von herabstürzendem Balkon erschlagen.
In Paris ereignete sich in einem Boulevardcafä ein Unglücksfall. Ein Balkon des über dem Cafe gelegenen Stockwerkes löste sich von der Hauswand und stürzte in den von Gästen dicht besetzten Vorgarten. Zwei Personen fanden dabei den Tod. Vier weitere mußten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Unwetter über Ostttrol.
Ueber das 23iügratental in Ostttrol, ein Seitental des Pustertals, ging ein schwerer Wolkenbruch nieder, der mehrere Brücken wegriß und eine große Ueberschwemmung verursachte. In Panzendörf wurden zwei Feuerwehrleute von den Fluten fortgerissen; während einer gerettet werden konnte, kam der andere in den Fluten ums Leben.
Zwei Mörder zum Tode verurteilt.
Das in Leese (Kreis Nienburg) tagende Schwurgericht Verden verurteilte die Angeklagten Friedrich Wilhelm, Vater und Sohn, wegen Mordes zum Tode sowie wegen gewerbsmäßigen Wilderns zu drei Jahren bzw. zu einem Jahr sechs Monate Zuchthaus. Die beiden übel beleumundeten und mehrfach vorbestraften Verbrecher hatten, als sie von zwei Jagdaufsehern beim Wildern überrascht wurden, kurzerhand die beiden Jagdaufseher durch zwei Schüsse niedergestreckt.
Litauisches Dorf durch Feuer zerstört.
Die litauische Ortschaft Wewirszany ist von einem Großfeuer betroffen worden, das 350 Häuser, darunter die Pfarrei und das Sägewerk, einäscherte. Eine Kirche, die ebenfalls vom Feuer erfaßt war, konnte gerettet werden. Erst nach stundenlangen Bemühungen gelang eine Eindämmung des Feuers. 500 Personen wurden obdachlos. Der Schaden wird auf über 200 000 RM. geschätzt. Die meisten Häuser waren nicht versichert. Das Feuer hrach aus noch nicht geklärter Ursache im Sägewerk'aus.
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