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Was heißtIapan",Kuji",Nagasaki"?

Don unserem Il.W.'Äerichierstaiier.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Tokio, Ende Dezember 1936.

Wer die Zeitung auch außerhalb des Fort­setzungsromans und des örtlichen Teils lieft, stößt häufig auf japanische Namen. Mancher mag sich wohl schon einmal gefragt haben, was diese Worte eigentlich bedeuten mögen. So wollen wir denn einen kleinen Streifzug durch dieses Gebiet unter­nehmen und zusehen, wie der Japaner sein Land und seine Stabte benennt.

Da ist zunächst der NameI a p a n" selbst. Das Wort stammt aus dem Chinesischen und bedeutet in seiner ursprünglichen Gestalt (die etwa dschipen gelautet haben magLand des Sonnenaufgangs" oderLand der aufgehenden Sonne", was von China aus gesehen mit den Tatsachen übereinftimmt. Das ist allgemein bekannt: weniger bekannt ist je­doch, daß die Japaner dieses Wort selbst gar nicht gebrauchen. Sie nennen ihr LandNippo n" oder Nihon", zwei Worte, die nach den Lautgesetzen der japanischen Sprache in engstem Zusammenhang miteinander stehen. Merkwürdig ist dabei nun der Umstand, daß dieses Wort Nihon oder Nippon nichts anderes darftellt als die umgemodelte japa­nische Aussprache der gleichen chinesischen Schrift­zeichen, von denen her auch das Wort Japan ge­kommen ist. Wenn wir die BenennungLand des Sonnenaufgangs" etwas weniger dichterisch fassen und auf feine wahre Bedeutung hin prüfen, so er­gibt sich der einfache SinnOftland, Ostreich" ein Name, der uns ja als Landesbezeichnung aus dem WorteOesterreich" ganz vertraut und ge­läufig ist.

Dabei mag noch folgendes erwähnt werden: weite japanische Kreise schätzen diesen Namen Nippon als einen chinesischen gar nicht und möchten lieber die alte BezeichnungOysahimaZ sprich oh-ya-schima) verwendet wissen; dies Wort würde übersetzt viel­leicht alsLand der großen acht Inseln" wieder­zugeben sein. Außerdem wird gelegentlich noch ein anderer Name angewendet, der ursprünglich nur für die südwest-japanische Landschaft galt, der aber heute vielfach dichterisch als Bezeichnung für bas ganze Land verwendet wird. Das ist das Wort Yamat o". In seiner Bedeutung nicht ganz ge­klärt, kann es etwa Bergland oder auch Bergtor heißen. Aehnliche Namen sind uns ja auch nicht fremd.

Die Namen der Hauptinseln sind auch leicht er­klärt.H o n f h u", bas ist die größte Insel, be­deutet weiter nichts als Hauptland oder Hauptinsel. Nördlich davon liegtH o k ka id o", das ist die In­sel desNordmeerweges". Noch weiter nördlich von Hokkaido schließt sich die Inselkette der Kurilen an, auf japanischChishim a". Dies Wort soll Tausend Inseln" heißen. So viele sind es zwar nicht gerade, aber es ist immerhin eine beträchtliche Menge kleiner Inseln und Inselchen vorhanden. Im Südwesten haben wirShikok u" und Kyush u", die beide benannt nach ihrer heute nicht mehr gültigen mittelalterlichen politischen Un­terteilung. So ließe sich Shikoku vielleicht alsDier- länber" übersetzen, während Kyushu am besten als Neungau" sich wiedergeben ließe. Den äußersten Süden des langen japanischen Reiches bildet die von den Portugiesen vor drei Jahrhunderten Jlha Formosa" (b. i. dieSchöne") ge­nannte Insel. Die Japaner verwenden diesen Na­men nicht, sondern sie nennen die Insel mit ihrem chinesischen NamenT a i w a n", was sich am besten durchTerrassen"- oderTafelbucht" übertragen läßt. Der letzte große Reichsteil ist Korea. Dies Land heißt japanischChose n" (sprich Tschohssen) und bedeutetLand der Morgenfrische". Es ist wohl pud) eine chinesische Benennung, die weiter nichts als die östliche Richtung zum Ausdruck bringen soll.

Nach dieser Erläuterung der Namen des Landes und seiner wesentlichsten Teile sollen noch die Na­men einiger der bekannteren Städte auf ihren Sinn geprüft werden. Die Hauptstadt des Reiches ist Tokio. Das Wort bedeutet frei wiedergegeben Kaiserstadt im Osten". Früher gab es nämlich noch eineKaiserstadt des Westens" genannte Stadt des NamensSaikyo" (to-Ost, sai-West, kyo-Haupt- staüt). Das war das heutige Kyoto in Westjapan. Das Wort bedeutet nichts anderes alsKaiserliche Hauptstadt", obwohl Kyoto heute nicht mehr Resi­denzstadt ist, sondern nur noch der Krönungsort der japanischen Kaiser. Nahe bei Kyoto liegt das riesige Handels- und Industriezentrum Japans, die Dier- millionenstadt Osaka. Das Wort bedeutetGro­ßer Hügel". Noch ein wenig weiter nach Westen ließt das bekannte Kobe, früher nur ein winziges Fischerdörfchen vor der eigentlichen Provinzialhaupt- stadt Hyogo, heute eine Stadt mit fast einer Mil­lion Einwohner. Kode bedeutet nach den chine­sischen Schriftzeichen, mit denen das Wort geschrie­ben wird,Haus der Götter", oder eigentlichTor der Götter". Das Wort Hyogo ist nicht leicht wie- Üerzugeben, am besten durchWaffenfpeicher". An­dere bekannte Städte sind z. B. Nagoya. Das bedeutetBerühmtes altes Haus", von vielen auf das hochragende mittelalterliche Schloß bezogen, welches die Stadt überschaut, und dessen echt gol­dene Zierate am Dach dem Reisenden schon von ferne im Sonnenglanze entgegenfunkeln. Da ist wei­terhin Yokohama, der Hafen von Tokio, aber selbst eine Stadt von etwa dreiviertel Millionen

Der erste Monat des neuen Jahres bietet dem Sternfreund reiche Beobachtungsmöglichkeiten. Wenn man am südwestlichen Horizont die Däm­merung den Abendhimmel rötet, wird der Blick gebannt durch einen Stern von fast unwahrschein­licher Helligkeit. Es ist Venus, die als Abend­stern mit noch wachsendem Glanze den südwest­lichen Himmel schmückt. Der Planet nähert sich gegenwärtig der Erde, sein Abstand verringert sich im Laufe des Januar von 142 Millionen auf 110 Millionen Kilometer, womit eine weitere Hellig­keitszunahme verbunden ist, obwohl die erleuchtete Venusscheibe allmählich schmäler wird. Venus er­reicht die hundertfache Helligkeit eines Sternes erster Größe, ihre photometrische Größe (Helligkeit) ist daher minus 4. Im Fernrohr bietet Venus Ende Januar einen ähnlichen Umriß wie der Mond im ersten Viertel: nur dis rechte, der Sonne zugekehrte Hälfte ihrer Scheibe ist beleuchtet.

Keiner der großen Planeten kommt uns so nahe wie Venus. Trotzdem wissen wir kaum mehr von diesem Weltkörper, als daß er an Größe, Dichte und Masse der Erde sehr nahe kommt, aber von einer undurchdringlichen lückenlosen Wolkenhülle umgeben ist, die jeden Einblick auf die feste Ober­fläche des Planeten verhindert. Neuere spektrosko­pische Untersuchungen haben ergeben, daß die Atmosphäre sehr reich an Kohlensäure ist, die ver­mutlich von starken vulkanischen Ausbrüchen her­rührt. Der Wolkenhülle verdankt Venus ihre große Helligkeit. Nicht weniger als 58 v. H. des auffallen­den Sonnenlichtes werden von der Wolkendecke der Venus zurückgestrahlt, während beispielsweise die aus dunklen vulkanischen Gesteinen bestehende Ober­fläche unseres Mondes nur 10 v. H. des Sonnen­lichtes zurückwirst. Die überaus gleichmäßige Wol­kendecke der Venus läßt darauf schließen, daß der Planet nicht der Sonne stets dieselbe Seite zukehrt,

Einwohnern. Das Wort bedeutet etwaSeitlicher Strand". Ein allbekannter Name ist noch Naga- s a k i, dessen NameLanges Vorgebirge" bedeutet und am anderen Ende des Reiches die Stadt Hakodate, deren Namen man mitSchachtel- haus" übersetzen könnte.

Der wohl am meisten bekannte Ortsname Japans ist der des Fuji. Die Japaner sagen entweder Fuji-san" oderFuji-no-yama", was beides das­selbe, nämlich Fujiberg, bedeutet; niemals aber ge­brauchen sie die in (Europa bekannt gewordene Form Fujijarna. Das Wort selbst wird heute mit zwei chinesischen Schriftzeichen geschrieben, deren lieber* setzungHerr der Reichtumsfülle" ergeben würde, also eine glückverheißende Benennung. An sich ist es wohl ein Wort aus der Sprache der Ainu (Ja­pans Urbevölkerung, die heute dem Aussterben nahe ist) und soll nichts anderes besagen als etwa Feuerberg". Der größte wohlbekannte Binnensee des Landes ist der B i w a - s e e bei Kyoto. Er ver­dankt seinen Namen seiner Gestalt, die der japa­nischen Biwa ähnelt, ein Musikinstrument, welches wohl am besten unserer Mandoline vergleichbar ist. Oft in Büchern genannt ist noch derJuro- s h i w o", die warme Strömung, die an Japans Küsten entlangstreicht. Der Name kommt von der tiefblauen Färbung und würde übersetzt ungefähr Dunkler Flutstrom" lauten.

Wenn man sich also beim Lesen von Büchern oder Zeitungen die kleine Mühe macht, der Bedeu­tung fremder Ortsnamen nachzugehen, dann er­scheinen uns Tokio, Japan und so weiter plötzlich nicht mehr als schwer zu verstehende, japanische Worte, sondern als wertvolle Bereicherung unserer geographischen oder geschichtlichen Vorstellungen überYamato".

wie der italienische Astronom Schiaparelli glaubte, sondern daß die Umdrehungsdauer höchstens einige Tage beträgt. Am 16. Januar bildet Venus mit der in ihrer Nähe stehenden Mondsichel eine besonders schöne Konstellation.

In den frühen Abendstunden ist am Südwest­himmel auch noch der Saturn im Sternbild der Fische sichtbar. Er geht Anfang Januar gegen 22 Uhr, Ende des Monats bereits um 20 Uhr, un­ter. Im übrigen kann von den Planeten mit' blo­ßem Auge nur noch der Mars beobachtet werden, der in der zweiten Hälfte der Nacht am Osthimmel als rötlicher Stern erster Größe leuchtet und aus dem Sternbild Jungfrau in das der Waage wan­dert. Seine (Entfernung nimmt im Januar rasch ab von 248 Millionen auf 201 Millionen Kilometer, seine Helligkeit dementsprechend zu.

Am abendlichen Fixsternhimmel finden wir die prächtigen Wintersternbilder in günstiger Stellung. Das schönste und großartigste, der Orion, steht um 22 Uhr hoch am Südhimmel. Unter den drei in einer geraden Linie stehenden Gürtelsternen er­kennen wir in klaren Nächten deutlich einen breiten Lichtfleck, den Orionnebel. Es ist eine riesige kosmische Staubwolke von äußerst geringer Dichte, deren Abstand man auf 500 Lichtjahre schätzt bei einem Durchmesser von wenigstens 10 Lichtjahren (ein Lichtjahr = 10 Billionen Kilometer). Auch die hellen Orionsterne stehen in einer (Entfernung von 200 bis 500 Lichtjahren.

In der Verlängerung der Gürtelsterne des Orion nach links unten sehen wir Sirius, den Haupt­stern des Großen Hundes und hellsten aller Fix­sterne. Sein bläulich weißes Licht funkelt wie ein Diamant in der frostklaren Winternacht. Der von dem ägyptischen Gott Osiris abgeleitete Name des Hundssterns bedeutet nichts anderes als der Fun­kelnde. Den Aegyptern bedeutete der erste beobach­

tete Frühaufgang des Sirius im Sommer un mittelbar vor Sonnenaufgang das Kommen bet Nilflut. Aus dem alljährlich beobachteten Früh- aufgang des Sirius konnten die Aegypter zuerj, die Länge des Jahres zu 365V« Tagen bestimmen Mit dem Frühaufgang des Sirius begann in Aegypten das neue Jahr. Auch wir können heute mit gewissem Recht Sirius als den Neujahrs st e r n bezeichnen. Denn wenn in der Silvester, nacht zwölf Schläge der Turmuhr das neue Iaht künden, steht Sirius genau im Meridian, in feinet höchsten Stellung am Südhimmel. Sirius ist bet nächste von allen in Mitteleuropa sichtbaren hellen Fixsternen. Sein Abstand beträgt neun Lichtjahre ober bas 550 OOOfache der (Entfernung der Sonne von der Erde. Bei einer Oberflächentemperatur von 10 000 bis 11 000 Grad strahlt Sirius 27mal fottiel Licht aus wie unsere Sonne. Er hat außerdem einen lichtschwachen Begleiter, der sich mit dem Hauptstern in 50 Jahren in stark elliptischer Bahn um den gemeinsamen Schwerpunkt bewegt.

Schräg links über dem Sirius finden wir feinen Nachbarn im Weltenraum, den Prokyon im Kleinen Hund, der von uns IOV2 Lichtjahre, von Sirius aber nur vier Lichtjahre entfernt ist. Zwischen Prokyon und Orion können wir bas silberne Band der M i l ch st r a ß e verfolgen durch die Sternbilder Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia, Kepheus bis zum Schwan, dessen Hauptstern Deneb nahe dem nordwestlichen Horizont blinkt. Besvn bers lohnend ist es, das Sternbild des Stieres mit dem rötlichen Aldebaran und den beiden Stern. Haufen der H y a d e n und P l e j a d e n durch ein Feldglas zu betrachten. Von der hoch im Zenit stehenden gelblichen Kapella im Fuhrmann ge langen wir über den Perseus zur Andromeda. Diese Sternreihe bildet die Fortsetzung des großen Pegasusquadrats, das schon stark nach Westen ge­rückt ist. In der Andromeda suchen wir uns mit Hilfe eines Fernglases den berühmten A n b r 0 mebanebel aus. Der matte Lichtfleck rührt van einem fernen Sternsystem her, das schätzungsweise 2000 Millionen Sonnen umfaßt und 900 000 Licht­jahre entfernt ift. Es ist unserem Milchstraßen­system an Große vergleichbar, denn sein Durch­messer beträgt über 50 000 Lichtjahre. Unter der Andromeda leiten die beiden kleinen Sternbilder Dreieck und Widder über zum Walfisch, an den sich links der (Eribanus anschließt. Im Osten sinb die beiden Tierkreisbilber Krebs und Großer Lowe mit Regulus auf gestiegen. Um ben Polarstern am Nord- himmel gruppieren sich bie bekannten Sternbilder bes Großen unb Kleinen Bären und des Drachen. Der große Himmelswagen steht jetzt östlich vom Pol und rollt mit nach unten gerichteter Deichsel rückwärts nach oben.

Die (Erbe befindet sich am 1. Januar in Sonnen­nähe. Der Abstanb beträgt dann 147 Millionen Kilometer gegenüber 152 Millionen Kilometer im Juli. Im Laufe des Januar nimmt die Tageslänge schon merklich zu, doch macht sich die Zunahme zu­nächst nur nachmittags bemerkbar. Die Lichtgestalten bes Mondes fallen auf folgende Tage: 4. Januar letztes Viertel, 12. Neumond, 19. erstes Viertel, 26. Vollmond.__________

Sprechstunden der Redaktion.

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Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: i. D. H. L. Neuner. Anzeigen- leitet: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt dec Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 36: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- unb Steinbruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Ps. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. unb Samstags

15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Der Sternenhimmel im Januar.

Venus und Sirius, die hellsten Sterne am Winterhimmel.

Zwecke«

BOB

Zwetfchgemvasier

fehl, Arrest, einstweilige Dersu- gung) oder auf Grund einer voll­streckbaren Urkunde (gerichtlicher Vergleich, vollstreckbare Nota­riatsurkunde). Zw. in bewegliche Sachen und Forderungen, Gehalt, Mietzins. Hypothek ufax) er­folgt durch Pfändung, in Grund­stücke durch Eintragung einer Zwangshypothek, durch Zwangs­versteigerung oder Zwangsoer- waltung. Der Antrag auf Zw ist bei der Geschäftsstelle des Amtsgerichtes zu stellen, s. Ge­richtsvollzieher. Pfändung.

Zwecken, andere Bezeichnung für Reißnägel, aber auch für Tape- ziernägel und Schuhnägel.

Zweigspitzendürre kann bei Bäu­men und Sträuchern verschiedene Ursachen haben: oft ist Kali- und Kalkmange! des Bodens schuld; bei Straßenbäumen können auch Leuchgasausströmungen Z. be­wirken.

Zweites Gesicht, die nach dem Volksglauben bei wenigen Men­schen vorhandene Gabe, Unglücks­fälle, Brände, Todesfälle nfw vorauszusehen.

Zwerchfell ist der Muskels der Brust- und Bauchhöhle voneman- der trennt. Bei der Einatmung geht das Zwerchfell nach unten, bei der Ausatmung nach oben. Dadurch wird der Brustkorb er­weitert und wieder verengert. Jnfolgedesien ist das Zwerchfell ein sehr wichtiger Atemmuskel. Bei Tuberkulose der Lunge wird manchmal der Nero durchtrennt, der die Bewegungen des Zwerch­fells veranlaßt. Auf diese Weise

mirb eine Ruhigstellung der einen Lungenseite erzielt. Bei überfülltem Darm, besonders wenn sehr viel Darmgase vor­handen find, wird das Zwerchfell nach oben geschoben. Damit drückt es auf das Herz und macht oft sehr unangenehme Herzstörungen, die mit nächtlichen Ängstzustän- den verbunden find. Es ist daher zweckmäßig, kurz vor dem Schla- fengehen keine großen Mahlzei­ten mehr einzunehmen.

Zwerg, Liliputaner, keine beson­dere Menschenrasse, sondern Men­schen, die infolge von Wachstums­störungen klein geblieben find. 2« der Sage find Zwerge kleine Erdgeister, die sich auf kunstvolle Schmiedearbeiten verstehen und den Mensche« meist gut gesonnen find.

Zwergpfl«yen, besondere Zucht- form von Mlanzen, die oft durch Stecklingvermehrung unb Vered­lung erreicht wird. Zwerggehvlze eignen sich für Steingärten. Zwergobst, auch Spalierbaum und Formobst genannt, wird durch Veredlung auf geeignete schwach-wachsende Pflanzen er­reicht.

Zwetschge, kann überall gezogen werden, da sie wenig Ansprüche an den Boden stellt. Frucht dient auch als Kuchenbelag, zu Kom­pott- und Musbereitung; siehe Pflaume.

Zwetschgenwasser, meist aus so­genannten Kirschpflaumen, d. h. kleinen, blauen Pflaumen, her­gestellter Branntwein.

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